Mechtild Borrmann

 4.6 Sterne bei 588 Bewertungen
Autorin von Trümmerkind, Der Geiger und weiteren Büchern.
Mechtild Borrmann

Lebenslauf von Mechtild Borrmann

Preisgekrönte Bestsellerautorin: Die deutsche Schriftstellerin Mechtild Borrmann, geboren 1960 in Köln, wuchs in Kleve am Niederrhein auf. Nach der Schule absolvierte sie verschiedene Ausbildungen, darunter zur Erzieherin und Tanz- und Theaterpädagogin. Als Pädagogin arbeitete sie als Berufsbetreuerin, in einer Drogenberatungsstelle und einer Heimvolkshochschule. Zu ihren bekanntesten Werken zählt "Wer das Schweigen bricht", ihr preisgekrönter und hochgelobter Kriminalroman, sowie ihre erfolgreichen und zeitgeschichtlichen Romane "Geiger", "Die andere Hälfte der Hoffnung" und "Trümmerkind". 2005 erwarb Borrmann ein Restaurant in Bielefeld und begann ihre Karriere als Autorin. Sie lebt heute auch in Bielefeld.

Alle Bücher von Mechtild Borrmann

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Trümmerkind

Trümmerkind

 (178)
Erschienen am 01.12.2017
Der Geiger

Der Geiger

 (110)
Erschienen am 21.08.2017
Wer das Schweigen bricht

Wer das Schweigen bricht

 (93)
Erschienen am 01.10.2014
Grenzgänger

Grenzgänger

 (59)
Erschienen am 01.10.2018
Die andere Hälfte der Hoffnung

Die andere Hälfte der Hoffnung

 (56)
Erschienen am 02.11.2015
Mitten in der Stadt

Mitten in der Stadt

 (16)
Erschienen am 05.05.2009
Wenn das Herz im Kopf schlägt

Wenn das Herz im Kopf schlägt

 (17)
Erschienen am 28.02.2006
Morgen ist der Tag nach gestern

Morgen ist der Tag nach gestern

 (13)
Erschienen am 08.08.2007

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Neue Rezensionen zu Mechtild Borrmann

Neu

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann

Die Leiden der Henni Schöning
black_horsevor 8 Stunden

Auch mit diesem Roman ist der Autorin wieder ein ganz besonderer Einblick in die Nachkriegszeit gelungen.
Die Familiengeschichte spielt nahe der deutsch-belgischen Grenze, wo Henni ihre 3 jüngeren Geschwister nach dem Tod der Mutter versorgt, da der Vater sich kaum kümmert. Um Geld dazuzuverdienen, schmuggelt sie Kaffee über die Grenze. Als sie erwischt wird und ihre Schwester dabei stirbt, beginnt für die Kinder eine Tragödie, die im Jahr 1970 in einem Gerichtsprozess endet.

Geschickt verwebt die Autorin mehrere Zeitebenen und verschiedene Perspektiven zu einem grausamen Gesamtbild. Henni muss in einer Mädchen-Besserungsanstalt Demütigungen ertragen und ihre Brüder Matthias und Fried sowie ihr Freund Thomas in einem Kinderheim.

Schonungslos zeichnet die Autorin den unwürdigen Umgang mit den Kindern und nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen. Sie zeigt sehr eindrücklich, das Recht und Gerechtigkeit nicht unbedingt das selbe sind.

Fazit: Ein bedrückendes Bild auf eine starke junge Frau und Kinder die so viel Leid und Ungerechtigkeit erfahren mussten. Sehr gut geschrieben und vertont!

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Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann

Dramatische Geschichte
-BuchLiebe-vor 2 Tagen

Eine dramatische Geschichte. Man fiebert und fühlt mit den Figuren.
Allerdings hatte ich zu Anfang auch Probleme mit den Zeit- bzw. Personensprüngen. Als ich mich dran gewöhnt hatte ging es dann aber besser.

Etwas schade ist, dass in der späteren Zeitschiene von der Vergangenheit erzählt wird. Dies war dann manchmal ein Spoiler denn dadurch wusste man was passiert als in der Vergangenheit erzählt wurde. Das war schade und hat etwas von der Spannung genommen. Einmal war ich total verwirrt, weil ich dachte ich hätte diese Passage schon mal gehört.

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Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann

Kaffeesteuer und die Folgen
Thomas_Lawallvor 18 Tagen

Erst nachdem die horrende Kaffeesteuer in der britischen Besatzungszone bzw. der Bundesrepublik Deutschland 1953 erheblich gesenkt wurde, war auch das einträgliche Geschäft durch den Schmuggel der Bohnen, mit Zentrum in der Region um das Dreiländereck Aachen/Maastricht/Eupen, beendet. Die Gegenmaßnahmen der Zollbehörden wurden immer brutaler, bis sogar Schusswaffen eingesetzt wurden. 

Neben vielen Verletzten gab es auch Tote, darunter sogar Kinder. Rund um diese, aus heutiger Sicht recht bizarre und völlig sinnlos erscheinende, Problematik, strickte Mechtild Borrmann ihren aktuellen Roman "Grenzgänger": Nach dem Tod ihrer Mutter 1947 muss sich die vierzehnjährige Henni um ihre drei jüngeren Geschwister Johanna, Matthias und Fried kümmern, da ihr Vater dieser Aufgabe nicht gewachsen ist ...

Die Autorin gestaltet ihren Roman auf permanent wechselnden Zeitebenen, was erhöhte Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser einfordert. Es beginnt im Jahr 1970 und jenem Prozess, der Henriette "Henni" Bernhard gemacht wird. Weshalb, erfährt man zunächst nicht ... und in dieser Rezension ebenfalls nicht. Die Zeitsprünge gestalten sich insofern etwas holprig, als in der Gegenwart (1970) ebenfalls zurückgeschaut wird und sich in Einzelfällen sogar Wiederholungen ergeben.

In den erwähnten Rückblenden rollt Mechtild Borrmann die Kindheitsgeschichte Hennis auf, so dass sich nach und nach die Hintergründe, die 1951 zur Einlieferung in eine "Besserungsanstalt" führten, erklären. Doch im Laufe ihres weiteren Lebens sollte es noch weitaus schlimmer kommen.

So verwandelt sich die Geschichte mit halbdokumentarischem Charakter immer weiter zum handfesten Familiendrama und schließlich in einen Kriminalroman. Diese ungewöhnliche Mischung hätte sich zu einem faszinierenden Epos ausweiten können, wenn sie nicht im Grunde handwerklich recht gefällig konstruiert und teilweise mit einer Überdosis Melodramatik angereichert wäre. 

Immerhin sind die historischen Hintergründe belegt und nicht nur jene, die den unsäglichen Kaffeeschmuggel der Nachkriegsjahre betreffen. Auch die Zustände in den Kinderheimen waren katastrophal und, zumindest aus heutiger Sicht schwer vorstellbar, welche unbeschreibliche Menschenverachtung, ausgerechnet in kirchlichen Einrichtungen, gepflegt und praktiziert wurde. 

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz war (und ist) auch so ein Thema. Diejenigen Frauen, die sich wehrten, wurden der Lüge beschuldigt. Aber nicht nur in jenem Zusammenhang spielt der Begriff "Schuld" in diesem Buch eine Hauptrolle. Vielmehr zeigt es, in welchen Sackgassen man landen kann, wohin fatal fehlgeleitete Selbsteinschätzungen führen können und welche Rolle "barmherzige" Christen mitunter spielen.

Insofern stellt also "Grenzgänger" eine fiktive Geschichte, auf der Bühne einer zeitgeschichtlichen Kulisse und gesellschaftlicher Strukturen, die es - leider - tatsächlich gegeben hat, vor.

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Gespräche aus der Community

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Wir möchten gerne mit euch in unsere erste Hörrunde starten! Dazu haben wir einen Krimi für den Start unserer neuen Serie bei ZYX Hörbuch ausgewählt: Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann (6 CDs, Laufzeit: 470 Min., ungekürzt gelesen von Katrin Daliot) Und darum geht es: Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen...? 10 Ersthörer erhalten das Hörbuch vom Verlag als Rezensionsexemplar. Gerne möchten wir mit euch darüber zu diskutieren! Alle weiteren Hörrundenteilnehmer sind natürlich herzlich eingeladen, ebenfalls mit dabei zu sein :-) Stattfinden wird unsere Hörrunde in der Zeit vom 9. - 23.12.2011. Wer das Hörbuch von uns bekommen möchte, schreibt uns bitte unter diesen Beitrag, was ihn oder sie so an diesem Thema reizt. Bei Fragen stehen wir euch natürlich gerne zur Verfügung und haben ein offenes Ohr für euch!
Letzter Beitrag von  Literaturvor 7 Jahren
Abschließend möchte ich der Autorin, dem Hörbuchverlag, Lovelybooks und allen Mithörern für die Hörrunde danken. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Hier meine Rezension: Unsere Eltern sind die Menschen, die wir als erstes kennenlernen. Doch wie gut kennen wir sie wirklich? Mechtild Borrmann begibt sich mit ihrem Kriminalroman „Wer das Schweigen bricht“ auf Spuren in die Vergangenheit: Robert Lubisch entdeckt bei der Haushaltsauflösung nach dem Tod seines Vaters ein Foto einer jungen Frau aus Jugendtagen seines Vaters, einen SS-Ausweis sowie einen Passagierschein. Er beginnt die Hintergründe zu beleuchten. Zufällig trifft er auf eine Journalistin, die eine große Geschichte hinter diesen Details vermutet, unermüdlich recherchiert und rasch einem Skandal auf der Spur ist, der gefährliche Dimensionen erreicht und das Leben der Journalistin kostet. Welche Geister der Vergangenheit wurden geweckt? Das Hörbuch ist wirklich sehr spannend, informativ und sehr gut gemacht. Sehr gut gefällt mir, wie Passagen aus der Vergangenheit und der Gegenwart miteinander auf sehr tragische Weise miteinander verwoben sind. Der Hörer erfährt sehr viel von den zwischenmenschlichen Konflikten der Vergangenheit, die die Gegenwart zu beeinflussen scheinen- dies schafft eine besondere, tiefgründige Spannung. Die Frau, die den Text liest, hat eine sympathische, klare Stimme, spricht jedoch alle Wörter sehr betont, sodass es sich fast wie ein Diktat anhört, was ich etwas anstrengend finde. Mit der Zeit kann man sich jedoch sehr gut einhören. Die Handlung ist sehr spannend und wird sehr anschaulich von der Autorin beschrieben. Obwohl das Thema doch bereits häufig von Büchern und Hörbüchern aufgearbeitet wurde und folglich einige Elemente Parallelen zu anderen Büchern aufweisen, kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen!
Zur Leserunde
Deutscher Krimipreis 2012 geht nach Bielefeld, München und Berlin Erster Platz für Mechtild Borrmann "Wer das Schweigen bricht" Die Bielefelder Autorin Mechtild Borrmann wurde für ihren Roman "Wer das Schweigen bricht" als bester deutschsprachiger Kriminalroman mit dem Ersten Platz des Deutschen Krimipreises 2012 ausgezeichnet. Auf Platz 2 steht der Münchner Autor Friedrich Ani mit "Süden", auf Platz 3 die Berliner Journalistin Elisabeth Herrmann mit "Zeugin der Toten". In der Kategorie "Internationale Krimis" kam der Australier Peter Temple für seinem Thriller "Wahrheit" auf den ersten Platz, gefolgt von dem Amerikaner Don Winslow mit "Zeit des Zorns" und der Britin Kate Atkinson mit "Das vergessene Kind". Der beste deutsche Krimi ist der vierte Roman der Bielefelder Autorin Mechtild Borrmann. Sie erzählt in "Wer das Schweigen bricht" die Geschichte eines Industriellenerben, der bei der Auflösung des väterlichen Nachlasses Dokumente aus der NS-Zeit findet, die ihn bald darauf in höchste Gefahr bringen und einer Journalistin das Leben kosten. Jurymitglied Dr. Kirsten Reimers schrieb über den Roman und die Autorin: "Mechtild Borrmann ist mit »Wer das Schweigen bricht« ein sehr ruhiger, nahgehender Kriminalroman über Jugend, Liebe und Zurückweisung gelungen, der seine Glaubwürdigkeit aus den sorgfältig gezeichneten Figuren und ihren Lebensumständen bezieht." Der Deutsche Krimipreis wird seit 1985 von einer Jury, der zahlreiche Krimikritiker und Krimi-Buchhändler angehören, alljährlich an Autorinnen und Autoren verliehen, die "literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben". Die Juroren stimmen unter der organisatorischen Aufsicht des Bochumer Krimi Archiv unbeeinflusst und anonym für ihre Krimi-Favoriten. Sie treffen dabei ihre Wahl aus den mehr als 400 alljährlich erscheinenden deutschsprachigen Originalromanen und rund 800 Übersetzungen. Der Deutsche Krimipreis ist nicht dotiert, genießt aber als ältester Kritikerpreis des Genres im deutschsprachigen Raum ein hohes Ansehen bei Autoren und Lesern. www.deutscher-krimipreis.de
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Mechtild Borrmann wurde am 01. Januar 1960 in Köln (Deutschland) geboren.

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