Mechtild Borrmann

 4.6 Sterne bei 671 Bewertungen
Autorin von Trümmerkind, Der Geiger und weiteren Büchern.
Autorenbild von Mechtild Borrmann (©Annika Ettrich)

Lebenslauf von Mechtild Borrmann

Preisgekrönte Bestsellerautorin: Die deutsche Schriftstellerin Mechtild Borrmann, geboren 1960 in Köln, wuchs in Kleve am Niederrhein auf. Nach der Schule absolvierte sie verschiedene Ausbildungen, darunter zur Erzieherin und Tanz- und Theaterpädagogin. Als Pädagogin arbeitete sie als Berufsbetreuerin, in einer Drogenberatungsstelle und einer Heimvolkshochschule. Zu ihren bekanntesten Werken zählt "Wer das Schweigen bricht", ihr preisgekrönter und hochgelobter Kriminalroman, sowie ihre erfolgreichen und zeitgeschichtlichen Romane "Geiger", "Die andere Hälfte der Hoffnung" und "Trümmerkind". 2005 erwarb Borrmann ein Restaurant in Bielefeld und begann ihre Karriere als Autorin. Sie lebt heute auch in Bielefeld.

Alle Bücher von Mechtild Borrmann

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Buchformat:
Cover des Buches Trümmerkind9783426304921

Trümmerkind

 (211)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Der Geiger9783426654446

Der Geiger

 (119)
Erschienen am 21.08.2017
Cover des Buches Wer das Schweigen bricht9783426304181

Wer das Schweigen bricht

 (104)
Erschienen am 01.10.2014
Cover des Buches Grenzgänger9783426306086

Grenzgänger

 (93)
Erschienen am 02.12.2019
Cover des Buches Die andere Hälfte der Hoffnung9783426304839

Die andere Hälfte der Hoffnung

 (65)
Erschienen am 02.11.2015
Cover des Buches Wenn das Herz im Kopf schlägt9783937001708

Wenn das Herz im Kopf schlägt

 (20)
Erschienen am 28.02.2006
Cover des Buches Mitten in der Stadt9783865321282

Mitten in der Stadt

 (18)
Erschienen am 05.05.2009
Cover des Buches Die Spur zurück9783426431115

Die Spur zurück

 (0)
Erschienen am 26.09.2013

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Neue Rezensionen zu Mechtild Borrmann

Neu

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann

Die grausame Wirklichkeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
Buecherspiegelvor 19 Tagen

Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist! So steht es auf dem Klappentext des Romans von Mechtild Borrmann „Grenzgänger“. Ein Buch, das viele Themen streift, vertieft, sich umhüllen lässt von unfassbarem Leid und Machtmissbrauch. Aus vielerlei Schichten der Gesellschaft und der Zeit geschuldet. Es ist ein Werk, der an die Nieren geht und nicht für jede Person geeignet ist. Und ich muss zugeben, zum Schluss mochte ich die eine oder andere Stelle nicht genau lesen. So sehr hat es mich berührt. 


In Erinnerung daran, dass es sich zwar um eine fiktive Geschichte handelt, es aber viele, viele Male so oder so ähnlich tatsächlich geschah, ist es das, was einen schauern lässt. Da sind zum einen die vielen verschwiegenen Leiden, die viele Menschen nach dem Krieg haben zerbrechen lassen. Ob es nun die Soldaten waren, die zurück aus dem Krieg kamen, mit oder ohne Gefangenschaft, die Flüchtlinge, die Überlebenden zu Hause. Man steckte das weg, musste es wegstecken, denn geholfen hat einem keiner. Da waren die Taten, die geschehen mussten, um nicht zu verhungern, um wieder auf die Beine zu kommen. Und dann war da die Kirche, die hinweg sah, Dinge nicht duldete, eine Doppelmoral. Aber auch die Gesellschaft, die Menschen, die lieber mit dem Finger auf andere zeigten und anderen die Schuld gaben, als zu gestehen, dass man auch seinen Teil zu tragischen Geschichten beigetragen hatte. Lieber schweigen, als zugeben, dass viele Dinge falsch gelaufen sind. Hätte es nicht den Mut einiger weniger gegeben, die endlich den Mund aufgemacht hatten, oder in schwierigen Situationen Hilfestellung leisteten, vieles wäre auch heute noch unaussprechlich. All das schwingt in den Zeilen der Autorin mehr oder weniger deutlich.


Den Anfang macht das Leid. Vom Leid einer zerbrochenen Seele, die im Krieg blieb. Aber doch Vater von vier Kindern ist. Der zum Glück eine Frau hat, die alles zusammenhalten soll. Die aber früh verstarb und der kleinen Henni, der ältesten Tochter, alles überlässt. Einem Vater, der in der Familie keinen Halt mehr findet und lieber in die Kirche rennt, als seiner eigenen Familie beizustehen oder sich von ihnen helfen zu lassen. Der es am liebsten hätte, wenn die Kinder ins Heim kommen. Aber Henni ist stark. Sie schmuggelt Kaffee und gute Butter von der nahe gelegenen Grenze. Bis bei einem Gang die jüngere Schwester erschossen wird. Henni kommt in die Besserungsanstalt, die jüngeren Brüder nun doch noch ins Heim. Die geschilderten Erfahrungen der Kinder sind grausam und unfassbar. Doch wissen wir heute, dass das alles nur die Spitze des Eisbergs ist. Und deswegen kaum zu ertragen ist zu lesen. Die Autorin lässt Henni immer wieder Mut fassen, doch was ihr und ihren Brüdern widerfährt, ist einfach zu viel. Einer der Brüder stirbt an Lungenentzündung durch die Misshandlungen im Heim, nur der Jüngste ist noch da. Der Vater, ein menschliches Wrack und nicht imstande seinen Kindern eine Hilfe zu sein, stößt sie abermals von sich. Schuld soll immer nur eine haben, egal was passiert, und das ist Henni. Und es kommt noch schlimmer. 


Es braucht Mut, dieses Buch zu lesen, das einen nicht mehr los lässt. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, man mag nicht aufhören, trotz des Schrecklichen, was sie schildert. 

Das mag ich trotzdem nicht vergessen zu erwähnen.

Mehr über die Autorin findet sich zum Beispiel unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Mechtild_Borrmann

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Rezension zu "Trümmerkind" von Mechtild Borrmann

Auf den Spuren der Vergangenheit
Miiivor 2 Monaten

Der jugnge Hanno Dietz kämpft während der Nachkriegszeit mit seiner Familie ums Überleben. Stets auf der Suche nach etwas Wertvollem ist er in den Trümmern unterwegs und entdeckt eines Tages einen kleinen Jungen, der in der Familie Dietz aufgenommen wird. Jahre später soll dieses Trümmerkind einem lang vergessen Verbrechen auf die Spur kommen und seine eigene Vergangenheit lüften.


Trümmerkind spielt in drei verschiedenen Zeitsträngen, die sich immer wieder mal abwechseln. Anfangs ist es unglaublich schwer, damit zurechtzukommen. Manche Namen überschneiden sich, generell sind sich viele sehr ähnlich und Beschreibungen sowie Inhalte werden sehr oberflächlich gehalten. Besonders in die Tiefe geht dieses Buch jedenfalls nicht.


Trotzdem hat es mir unglaublich gefallen. Die Darstellung, wie alle drei Familien zu unterschiedlichen Zeiten mit verschiedenen Problemen kämpfen, die sie ohne es ahnen zu können miteinander verbinden werden, war sehr mitreißend und spannend. Grade für die Vergangenheit hat es gezeigt, mit was für Schwierigkeiten die Menschen damals zu kämpfen hatten und welche Ungerechtigkeiten ihnen immer wieder widerfahren sind. Es war teilweise unglaublich herzzreißend.


Die Verbindung, die zwischen den drei Familien aufgestellt wurde, fand ich klasse. Auch das Ende war interessant gestaltet. Es war kein klassisches Happy End sondern einfach mal was anderes. Mir hats sehr gefallen. Insgesamt also ein tolles Buch!

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Rezension zu "Trümmerkind" von Mechtild Borrmann

Packende Familiengeschichte und Kriminalroman mit historischem Hintergrund
Sternchen_Booksvor 2 Monaten

Trümmerkind“ verbindet Kriminalroman und Familiendrama.
Der Roman liefert Einblicke in die Stimmung zu Kriegsende und in die Nachkriegszeit.
Hintergrund der Geschichte sind die Trümmermorde in Hamburg im Jahr 1947.
Hervorragend recherchiert und sehr spannend geschrieben.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Wer Das Schweigen Brichtundefined
Wir möchten gerne mit euch in unsere erste Hörrunde starten! Dazu haben wir einen Krimi für den Start unserer neuen Serie bei ZYX Hörbuch ausgewählt: Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann (6 CDs, Laufzeit: 470 Min., ungekürzt gelesen von Katrin Daliot) Und darum geht es: Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen...? 10 Ersthörer erhalten das Hörbuch vom Verlag als Rezensionsexemplar. Gerne möchten wir mit euch darüber zu diskutieren! Alle weiteren Hörrundenteilnehmer sind natürlich herzlich eingeladen, ebenfalls mit dabei zu sein :-) Stattfinden wird unsere Hörrunde in der Zeit vom 9. - 23.12.2011. Wer das Hörbuch von uns bekommen möchte, schreibt uns bitte unter diesen Beitrag, was ihn oder sie so an diesem Thema reizt. Bei Fragen stehen wir euch natürlich gerne zur Verfügung und haben ein offenes Ohr für euch!
132 Beiträge
Letzter Beitrag von  Literaturvor 8 Jahren
Abschließend möchte ich der Autorin, dem Hörbuchverlag, Lovelybooks und allen Mithörern für die Hörrunde danken. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Hier meine Rezension: Unsere Eltern sind die Menschen, die wir als erstes kennenlernen. Doch wie gut kennen wir sie wirklich? Mechtild Borrmann begibt sich mit ihrem Kriminalroman „Wer das Schweigen bricht“ auf Spuren in die Vergangenheit: Robert Lubisch entdeckt bei der Haushaltsauflösung nach dem Tod seines Vaters ein Foto einer jungen Frau aus Jugendtagen seines Vaters, einen SS-Ausweis sowie einen Passagierschein. Er beginnt die Hintergründe zu beleuchten. Zufällig trifft er auf eine Journalistin, die eine große Geschichte hinter diesen Details vermutet, unermüdlich recherchiert und rasch einem Skandal auf der Spur ist, der gefährliche Dimensionen erreicht und das Leben der Journalistin kostet. Welche Geister der Vergangenheit wurden geweckt? Das Hörbuch ist wirklich sehr spannend, informativ und sehr gut gemacht. Sehr gut gefällt mir, wie Passagen aus der Vergangenheit und der Gegenwart miteinander auf sehr tragische Weise miteinander verwoben sind. Der Hörer erfährt sehr viel von den zwischenmenschlichen Konflikten der Vergangenheit, die die Gegenwart zu beeinflussen scheinen- dies schafft eine besondere, tiefgründige Spannung. Die Frau, die den Text liest, hat eine sympathische, klare Stimme, spricht jedoch alle Wörter sehr betont, sodass es sich fast wie ein Diktat anhört, was ich etwas anstrengend finde. Mit der Zeit kann man sich jedoch sehr gut einhören. Die Handlung ist sehr spannend und wird sehr anschaulich von der Autorin beschrieben. Obwohl das Thema doch bereits häufig von Büchern und Hörbüchern aufgearbeitet wurde und folglich einige Elemente Parallelen zu anderen Büchern aufweisen, kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen!

Zusätzliche Informationen

Mechtild Borrmann wurde am 01. Januar 1960 in Köln (Deutschland) geboren.

Mechtild Borrmann im Netz:

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auf 134 Wunschlisten

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