Mechtild Borrmann

 4,6 Sterne bei 1.137 Bewertungen
Autorin von Trümmerkind, Feldpost und weiteren Büchern.
Autorenbild von Mechtild Borrmann (©Annika Ettrich)

Lebenslauf

Preisgekrönte Bestsellerautorin: Die deutsche Schriftstellerin Mechtild Borrmann, geboren 1960 in Köln, wuchs in Kleve am Niederrhein auf. Nach der Schule absolvierte sie verschiedene Ausbildungen, darunter zur Erzieherin und Tanz- und Theaterpädagogin. Als Pädagogin arbeitete sie als Berufsbetreuerin, in einer Drogenberatungsstelle und einer Heimvolkshochschule. Zu ihren bekanntesten Werken zählt "Wer das Schweigen bricht", ihr preisgekrönter und hochgelobter Kriminalroman, sowie ihre erfolgreichen und zeitgeschichtlichen Romane "Geiger", "Die andere Hälfte der Hoffnung" und "Trümmerkind". 2005 erwarb Borrmann ein Restaurant in Bielefeld und begann ihre Karriere als Autorin. Sie lebt heute auch in Bielefeld.

Alle Bücher von Mechtild Borrmann

Cover des Buches Trümmerkind (ISBN: 9783426304921)

Trümmerkind

 (279)
Erschienen am 30.11.2017
Cover des Buches Feldpost (ISBN: 9783426306093)

Feldpost

 (192)
Erschienen am 01.11.2023
Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783426306086)

Grenzgänger

 (140)
Erschienen am 01.12.2019
Cover des Buches Der Geiger (ISBN: 9783426654446)

Der Geiger

 (142)
Erschienen am 21.08.2017
Cover des Buches Wer das Schweigen bricht (ISBN: 9783426304181)

Wer das Schweigen bricht

 (116)
Erschienen am 30.09.2014
Cover des Buches Die andere Hälfte der Hoffnung (ISBN: 9783426304839)

Die andere Hälfte der Hoffnung

 (78)
Erschienen am 01.11.2015
Cover des Buches Glück hat einen langsamen Takt (ISBN: 9783426308363)

Glück hat einen langsamen Takt

 (29)
Erschienen am 03.10.2022
Cover des Buches Wenn das Herz im Kopf schlägt (ISBN: 9783954410132)

Wenn das Herz im Kopf schlägt

 (24)
Erschienen am 03.01.2013

Videos

Neue Rezensionen zu Mechtild Borrmann

Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783426281796)
SigiLovesBookss avatar

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann

Berührende, tragische Familiengeschichte aus der Eifeler Nachkriegszeit
SigiLovesBooksvor 19 Tagen

Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegs-Geschichte:
Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihren Zeitgeschichte-Romanen "Grenzgänger" und "Trümmerkind" monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier in den 50er und 60er Jahren verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.

Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen als Heimkinder in ein kirchlich geführtes Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte - die 50er und 60er Jahre in Deutschland. 

(Quelle: amazon)

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe: Sie  schreibt wirklich sehr klar und schnörkellos, meist unter die Haut gehende Geschichten, die mehr als lesenswert sind:

Diese Geschichte ist nicht nur berührend, sondern richtig aufwühlend und zornig machend: Ich habe Anfang der 80er Jahre meine Examensarbeit zum Thema Heimerziehung in Deutschland geschrieben und viel Material und Dokumentationen, Fachbücher gelesen: Da überkommt einem das Grausen und die Haare stehen zu Berge!

Die Formen der Fremdplatzierung haben sich geändert, die Aufsicht darüber hoffentlich auch - und dennoch ist es als Lebenserfahrung noch immer mit Sicherheit sehr schwierig, prägend und sicher nicht in jedem Falle positiv, als Kind eine solche Lebenserfahrung machen zu müssen.

Interessant fand ich auch, dass die Autorin auf Flohmärkten Fotoalben kauft - und Familiengeschichten liest: Gutes Material für Buchideen. Dass sie dieses geschrieben hat, finde ich mehr als gut! Von mir eine absolute Leseempfehlung und 5*


Cover des Buches Trümmerkind (ISBN: 9783426304921)
M

Rezension zu "Trümmerkind" von Mechtild Borrmann

Zeitgeschichte, die wir nicht vergessen sollten
Maticevor 3 Monaten

Ein Buch, das zum steten Weiterlesen verleitet. Es ist eine Mischung aus Zeitgeschichte, Familiengeschichte und Tragik. Das Buch ist ein absolutes Leseerlebnis. Man fühlt sich von Anfang an in der Geschichte; man erlebt die schweren Nachkriegsjahre, die bittere Armut und den täglichen Kampf ums Überleben. 

Cover des Buches Feldpost (ISBN: 9783426281802)
KiraNears avatar

Rezension zu "Feldpost" von Mechtild Borrmann

[Rezension #279] Feldpost
KiraNearvor 3 Monaten

Titel: Feldpost

Autor*in: Mechtild Borrmann

Erschienen in Deutschland: 2022

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: - 

 

Weitere Informationen:

Genre: Historisch, Drama, Gay Romance

Preis: € 23,00 [D] | € 23,70 [A]

Seiten: 393

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-426-28180-2

Verlag: Knaur HC

 

Inhalt:

Richard Martins, mittlerweile ein alter Mann, ist der Absender der Feldpostbriefe und voller ambivalenter Gefühle, als er plötzlich mit seinen Briefen, die er vor über 50 Jahren geschrieben hat, konfrontiert wird. Er erinnert sich an seine Freunde, die Geschwister Adele und Albert Kuhn, die im Kassel der 1930er-Jahre ein normales bürgerliches Leben führten. Als Vater Kuhn zusammen mit seiner Frau Deutschland wegen hitlerfeindlicher Äußerungen verlassen muss, bleiben Adele und Albert zurück. Eigentlich würden sie mit Unterstützung von Richards Familie gut zurechtkommen, wären da nicht die Unvorsehbarkeit der ersten Liebe, die sich partout nicht in das rigide Moralbild eines der finsteresten Kapitel der deutschen Geschicht fügen will, und der unheilvolle Hausverkauf.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Noch ein Buch, dass letztens im Buchladen im Angebot war - und hey, bei der Beschreibung konnte ich auch nicht nein sagen. Und auch wenn ich normal eher ein Fan von bunten Bildern bzw farbfrohen Covers, aber dieser Sepialook hier hat schon was. Was richtig nostalgisches, es passt also zum Buch, da es sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit spielt. Und ich war auch vorher schon neugierig, da ich bisher nur die Beschreibung auf dem Buchrücken kannte, dieser lautete jedoch anders. Dort lag der Fokus komplett auf Cara Russo, die zweite der Hauptcharaktere. Daher war ich total überrascht, um welches Liebespaar es genug gehen würde.

Aber zuerst mal ein paar Worte zur Story. Man bekommt sie abwechselnd von vier Personen erzählt, die in unterschiedlichen Zeiten leben. Die erste Sicht ist Cara Russo, die per Zufall in die ganze Sache reingezogen wird und sich dann auf die Suche nach der Wahrheit macht, da sie durch die Feldpostbriefe total neugierig geworden ist. Sie und Richard kommen auch recht schnell in Kontakt und tauschen sich das eine oder andere Mal aus. Achja, falls das nicht offensichtlich ist: Beide Parts spielen in der Gegenwart.

Richard muss dagegen auch sehr oft an die Vergangenheit denken, während er seine eigenen Recherchen anstellt. Gleichzeitig versucht er, seine Frau auf keine falschen Gedanken zu bringen, vor allem, da er sie ja auch liebt. Wenn man mich fragt, ich denke eher, dass Richard bi als schwul ist. Denn in seiner Jugend hat er eine Beziehung mit einem jungen Mann, aber später verliebt er sich in eine Frau und heiratet sie auch, nicht nur als bloßes Alibi oder so. Er sagt selbst: "[...] ich liebe Frieda. Aber anders, als ich Albert geliebt habe. Uns verbinden Vertrauen, Verlässlichkeit und Humor. Ich kann mir keinen besseren Menschen an meiner Seite vorstellen."

Es könnte natürlich auch sein, dass er vielleicht heteroromantisch und homosexuell ist, aber auf der anderen Seite muss man natürlich auch nicht in so vielen verschachtelten Schubladen denken. Vielleicht würde es die Dinge auch nur verkomplizieren.

Jedenfalls geht es darum, dass er und Albert ein Paar waren und das hat ihnen leider sehr viele Probleme bereitet. Als jemand, die in der heutigen Zeit bzw in den 90igern geboren und doch in einer recht toleranten Umgebung aufgewachsen bin, ist es für mich unverständlich, warum man Menschen wegen ihrer Sexualität verurteilt, schlecht behandelt etc. Und ich bin mir bewusst, dass es heute noch Länder gibt, wo es noch leider Gang und Gebe ist.

Dann gibt es noch die Parts aus der Vergangenheit. Zum einen bekommt man das Leben von Adele mit und wie sie über die ganze Situation denkt, besonders die von ihrer Familie, dem Haus das sie einer befreundeten Familie überlassen mussten und die "brisante Sache" zwischen Richard und ihrem Bruder. Der letzte POV ist von Gerhard, man liest von ihrem Leben auf der Flucht, wie sie sich teilweise ein neues Leben aufbauen. Doch im Verlauf des Krieges sind sie auch in ihrem neuen Ort nicht sicher und sie versuchen sich nach Kanada durchzuschlagen. Gleichzeitig geht es seiner Frau Katharina nicht so gut, sie hat es mit dem Herzen und allein die Sorge um ihre Kinder tut ihrer schwachen Gesundheit absolut nicht gut. Ihre Parts spielen zwischen 1935 und 1945.

Ich fand die ganzen Geschichten und Sichten interessant, aber auch teilweise dramatisch zu lesen. Besonders, wenn sie hoffen: Ach, das geht bald wieder vorbei. Bald ist alles wieder normal! Es wird keinen Krieg geben!

Und als der Krieg anfängt, sind sie überzeugt: Hey, der Krieg ist zwar da, aber bald vorbei. Und er wird nicht ins Land kommen.

Zu wissen, wie es weitergeht, wie falsch sie jedesmal mit ihren verständlichen, aber auch naiven Hoffnungen lagen, hat mich schon ein wenig traurig gemacht, da hatte ich schon Mitleid mit ihnen.

Langsam, Stück für Stück, entfaltet sich die Geschichte und man findet heraus, was damals alles passiert ist, wie das Ganze für Adele und ihre Familie ausging. Welche Schicksale sie ereilt hatten. Sowohl durch die Nachforschungen von Cara und Richard, als auch durch das aktive Mit-Erleben von Adele und Gerhard. Manche Punkte klären sich erst spät, besonders die Ungereimtheiten haben mich beim Lesen sehr lange begleitet, bis sie schließlich aufgelöst wurden.

Achja, wer bei dem Buch nur Happy Ends und pure Glücklichkeit erwartet, wird hier enttäuscht werden. Es ist keine schöne oder erbarmungslose Zeit, in welcher Adele und Gerhard leben, aber das muss ich euch ja nicht sagen. Gleichzeitig hatte auch ich natürlich auf besseres gehofft :/

Es war immer ein schöner Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit und ich habe das Lesen sehr genossen. Mit dem Buch war ich dann doch schneller durch als gedacht.

 

 

Fazit:

Ja, doch, das Buch hat mich sehr beeindruckt und auch öfters überrascht. Oft genug dachte ich mir: Nein, mach das nicht! Oder mach das anders! Aber als jemand, der für diese Personen quasi "aus der Zukunft kommen würde", spreche ich mich da natürlich ganz einfach. Trotz der schweren Themen und Schicksale hatte ich viel Spaß beim Lesen und ich wurde damit am Ende positiv überrascht. Zwar würde ich das Buch nicht als Meisterwerk bezeichen, aber es hat mir dennoch sehr gut gefallen. Von mir bekommt es insgesamt vier Sterne und eine Leseempfehlung! 

Gespräche aus der Community

Wir möchten gerne mit euch in unsere erste Hörrunde starten! Dazu haben wir einen Krimi für den Start unserer neuen Serie bei ZYX Hörbuch ausgewählt: Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann (6 CDs, Laufzeit: 470 Min., ungekürzt gelesen von Katrin Daliot) Und darum geht es: Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen...? 10 Ersthörer erhalten das Hörbuch vom Verlag als Rezensionsexemplar. Gerne möchten wir mit euch darüber zu diskutieren! Alle weiteren Hörrundenteilnehmer sind natürlich herzlich eingeladen, ebenfalls mit dabei zu sein :-) Stattfinden wird unsere Hörrunde in der Zeit vom 9. - 23.12.2011. Wer das Hörbuch von uns bekommen möchte, schreibt uns bitte unter diesen Beitrag, was ihn oder sie so an diesem Thema reizt. Bei Fragen stehen wir euch natürlich gerne zur Verfügung und haben ein offenes Ohr für euch!
132 Beiträge
Literaturs avatar
Letzter Beitrag von  Literaturvor 12 Jahren
Abschließend möchte ich der Autorin, dem Hörbuchverlag, Lovelybooks und allen Mithörern für die Hörrunde danken. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Hier meine Rezension: Unsere Eltern sind die Menschen, die wir als erstes kennenlernen. Doch wie gut kennen wir sie wirklich? Mechtild Borrmann begibt sich mit ihrem Kriminalroman „Wer das Schweigen bricht“ auf Spuren in die Vergangenheit: Robert Lubisch entdeckt bei der Haushaltsauflösung nach dem Tod seines Vaters ein Foto einer jungen Frau aus Jugendtagen seines Vaters, einen SS-Ausweis sowie einen Passagierschein. Er beginnt die Hintergründe zu beleuchten. Zufällig trifft er auf eine Journalistin, die eine große Geschichte hinter diesen Details vermutet, unermüdlich recherchiert und rasch einem Skandal auf der Spur ist, der gefährliche Dimensionen erreicht und das Leben der Journalistin kostet. Welche Geister der Vergangenheit wurden geweckt? Das Hörbuch ist wirklich sehr spannend, informativ und sehr gut gemacht. Sehr gut gefällt mir, wie Passagen aus der Vergangenheit und der Gegenwart miteinander auf sehr tragische Weise miteinander verwoben sind. Der Hörer erfährt sehr viel von den zwischenmenschlichen Konflikten der Vergangenheit, die die Gegenwart zu beeinflussen scheinen- dies schafft eine besondere, tiefgründige Spannung. Die Frau, die den Text liest, hat eine sympathische, klare Stimme, spricht jedoch alle Wörter sehr betont, sodass es sich fast wie ein Diktat anhört, was ich etwas anstrengend finde. Mit der Zeit kann man sich jedoch sehr gut einhören. Die Handlung ist sehr spannend und wird sehr anschaulich von der Autorin beschrieben. Obwohl das Thema doch bereits häufig von Büchern und Hörbüchern aufgearbeitet wurde und folglich einige Elemente Parallelen zu anderen Büchern aufweisen, kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen!
Deutscher Krimipreis 2012 geht nach Bielefeld, München und Berlin Erster Platz für Mechtild Borrmann "Wer das Schweigen bricht" Die Bielefelder Autorin Mechtild Borrmann wurde für ihren Roman "Wer das Schweigen bricht" als bester deutschsprachiger Kriminalroman mit dem Ersten Platz des Deutschen Krimipreises 2012 ausgezeichnet. Auf Platz 2 steht der Münchner Autor Friedrich Ani mit "Süden", auf Platz 3 die Berliner Journalistin Elisabeth Herrmann mit "Zeugin der Toten". In der Kategorie "Internationale Krimis" kam der Australier Peter Temple für seinem Thriller "Wahrheit" auf den ersten Platz, gefolgt von dem Amerikaner Don Winslow mit "Zeit des Zorns" und der Britin Kate Atkinson mit "Das vergessene Kind". Der beste deutsche Krimi ist der vierte Roman der Bielefelder Autorin Mechtild Borrmann. Sie erzählt in "Wer das Schweigen bricht" die Geschichte eines Industriellenerben, der bei der Auflösung des väterlichen Nachlasses Dokumente aus der NS-Zeit findet, die ihn bald darauf in höchste Gefahr bringen und einer Journalistin das Leben kosten. Jurymitglied Dr. Kirsten Reimers schrieb über den Roman und die Autorin: "Mechtild Borrmann ist mit »Wer das Schweigen bricht« ein sehr ruhiger, nahgehender Kriminalroman über Jugend, Liebe und Zurückweisung gelungen, der seine Glaubwürdigkeit aus den sorgfältig gezeichneten Figuren und ihren Lebensumständen bezieht." Der Deutsche Krimipreis wird seit 1985 von einer Jury, der zahlreiche Krimikritiker und Krimi-Buchhändler angehören, alljährlich an Autorinnen und Autoren verliehen, die "literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben". Die Juroren stimmen unter der organisatorischen Aufsicht des Bochumer Krimi Archiv unbeeinflusst und anonym für ihre Krimi-Favoriten. Sie treffen dabei ihre Wahl aus den mehr als 400 alljährlich erscheinenden deutschsprachigen Originalromanen und rund 800 Übersetzungen. Der Deutsche Krimipreis ist nicht dotiert, genießt aber als ältester Kritikerpreis des Genres im deutschsprachigen Raum ein hohes Ansehen bei Autoren und Lesern. www.deutscher-krimipreis.de
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Zusätzliche Informationen

Mechtild Borrmann wurde am 01. Januar 1960 in Köln (Deutschland) geboren.

Mechtild Borrmann im Netz:

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