Mechtild Borrmann Der Geiger

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Inhaltsangabe zu „Der Geiger“ von Mechtild Borrmann

In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvollsten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch – viel zu hoch ...

starke story

— sanrafael
sanrafael

Bewegendes Schicksal einer Familie der Nachkriegszeit! Frau Borrmann weiss wie man Geschichte(n) schreibt.

— Buecherseele79
Buecherseele79

Ein sehr spannendes, tragisches und mitreissendes Buch mit historischem Hintergrund. Sehr empfehlenswert!

— MissRichardParker
MissRichardParker

Eine rührende Geschichte aus der Nachkriegszeit !!! Super !!!

— noita
noita

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Die Idee und das Ende des Buches sind sehr gut, bei der Umsetzung finde ich gibt es doch kleine Mankos.

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  • Der Fluch der Stradivari

    Der Geiger
    Buecherseele79

    Buecherseele79

    27. July 2017 um 16:34

    Der Geiger Ilja Wassiljewitsch Grenko ist mit seiner teuren Stradivari nicht nur in Russland angesehen und berühmt, sondern in ganz Europa.Sein Glück zerbricht nach einem Konzert im Mai 1948, als er festgenommen wird- die Anklage- er wollte, wie soviele andere Musiker zu der Zeit, aus Russland flüchten um/oder als Spion zu arbeiten.Der Reiseantrag nach Wien wird in diesem Moment Ilja zum Verhängnis, denn er wollte seine Frau mit dieser Reise überraschen und sie und die gemeinsamen Kinder mit nach Wien nehmen.Nach 6wöchiger Gefangenschaft zerbricht Ilja und unterschreibt dass er fliehen wollte....und landet somit im Arbeitslager in Workuta.Aber auch seine Frau Galina mit den zwei Söhnen wird verbannt und muss darunter leiden dass ihr Mann ins Ausland geflohen ist...erst Jahre später wird sie die Wahrheit erfahren, über ihren Mann, die Folgen und dass die Geige verschwunden ist...Jahre später erhält Sascha Grenko, der Enkel von Galina und Ilja, einen Anruf von seiner Schwester mit der Bitte ihr zu helfen... denn es geht um ein Familienerbstück welches, bis jetzt, nur den Tod gebracht hat...Ich liebe die Geschichten der Autorin Mechthild Borrmann, vor allem kann man sich gewiss sein- es steckt immer ein Stück wahre Geschichte dahinter was das Lesen und Erleben noch erdrückender und aufwühlender gestaltet.Der Schreibstil ist auch hier wieder gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, ich habe sofort in die Geschichte hineingefunden.Der "Ton" der Geschichte ist wieder ein ruhiger aber trotzdem sehr eindringlich zu vernehmen.Trotz Vergangenheit und Gegenwart kommt man mit der Geschichte und den Protagonisten nicht durcheinander und nimmt an ihren Schicksalen teil.Sehr gelungen beschreibt die Autorin die Zustände in den Arbeiterlagern, wie Menschen durch falsche Hinweise, Anschuldigungen oder Unterlagen in diesem Netz aus falschen Informationen und Aussagen verschwanden und keiner daran Zweifel hegte(oder gar hegen durfte!)Gerade die Verrohung des Ilja Wassiljewitsch Grenko durch seine Erlebnisse vor und in dem Lager nehmen einen gefühlsmässig sehr mit und bleiben noch lange im Gedächtnis.Für mich ein Buch welches auf jeden Fall wieder geschichtlich perfekt umgesetzt wurde und von daher spreche ich auch eine ganz klare Leseempfehlung aus.

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  • Eine sehr lesenswerte Geschichte!

    Der Geiger
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    21. June 2017 um 13:48

    Der talentierte Geiger Ilja Grenko ist sehr erfolgreich mit seiner Musik, er reist viel und hat nebst seiner geliebten Familie einen wunderbaren Schatz: Eine Stradivari. Doch eines Nachts im Jahr 1948 verliert er alles auf einmal. Er wird verhaftet und seine Frau wird mit den Kindern verbannt. Für auseinandergerissene Familie beginnt eine  unfassbar harte und tragische Zeit...Jaher Später gelingt es Sascha Grenko, die wahre Geschichte seiner Eltern ans Licht zu bringen...Ein hochspannendes Buch, mit einem tollen Schreibstil und von Anfang bis zum Schluss wird die Spannung gehalten. Der historische Hintergrund ist auch sehr informativ und vorallem geht einem die Geschichte der Grenkos sehr zu Herzen. Das Buch hat mich berührt und ich bin begeistert von dieser Autorin. Bisher kannte ich nur das Buch "Die andere Hälfte des Glücks" von ihr. Auch das ist übrigens sehr lesenswert!Unbedingt lesen!

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  • "Eine herzzerreißende Familiengeschichte, die unter die Haut geht!"

    Der Geiger
    MeinLesezauber

    MeinLesezauber

    03. April 2017 um 09:52

    Cover:Ein in Sepiafarben gehaltenes Cover. Eine reich verzierte Bank im Vordergrund, aber unbesetzt. Sie steht in einem Park. Durch einzelne Bäume scheint die Sonne. Vor ihnen eine einzelne Person, die den Park entlangschreitet.Ein sehr schönes und ruhiges Cover mit Bezug auf den Inhalt des Romans.Inhalt:Es ist ein Auftritt, den der begnadete Geiger Ilja Grenko niemals vergessen sollte. Nach dem Schlussalkkord von Tschaikowskys Violinenkonzert in D-Dur verharrt das Publikum zunächst still, dann tosender Applaus.Im Tschaikowsky-Konservatorium wurde er von seinem Mentor und Lehrer Meschenow gefordert und gefördert. Ilja Grenko spielte in den Konzertsälen Europas und war der Stern am Musikhimmel. Seinen Erfolg verband er mit seiner Stradivari. Er hütete und beschützte sie. Seit vier Generationen war sie in Familienbesitz. Sein Urgroßvater der auch schon Geiger war, hatte sie 1862 von Zar Alexander II. geschenkt bekommen, da er der Lieblingsgeiger des Zaren war. Stets war die Violine der Stolz der Familie. Doch in der Nacht im Mai 1948 sollte sich alles ändern.Ilja wurde nach seinem Konzert verhaftet. Ohne sich von dessen Frau und den zwei Kindern verabschieden zu können, wurde ihm auch noch die Stradivari abgenommen. Wohin ihn sein Weg führte, wusste er am Anfang nicht. War alles nur ein Versehen? Schließlich wurde er der geplanten Landesflucht beschuldigt und zu 20 Jahren Arbeitslager verurteilt.Seine geliebte Frau und die beiden kleinen Söhne wurden in die Verbannung nach geschickt. Auch für sie beginnt der bittere Kampf ums Überleben. Einige Jahrzehnte später, die letzten Nachfahren von Ilja Grenko, konnten nach Deutschland auswandern. Doch die Familie wurde zerrissen. Sascha Grenkos Eltern starben bei einem Autounfall, er überlebte. Er und seine Schwester kamen in ein Kinderheim. Sie wurde adpotiert und er rutschte in Die Krinimalität. Er sollte erst Jahre später wieder den Kontakt zu seiner Schwester finden. Doch dieser sollte nicht lange halten.Am Tage des Treffens muss Sascha mit ansehen, wie seine Schwester erschossen wird. Er entdeckt in ihren Sachen Dokumente, die auf den Verbleib der Geige seines Großvaters hindeuten. Sascha ist entschlossen den Mörder seiner Schwester zu finden und auch das Familiengeheimnis zu lösen. Dabei begibt auch er sich in Gefahr.Fazit: Dies ist mein zweiter Roman von Mechtild Borrmann. Der Schreibstil und der Ausdruck waren wieder hervorzuheben. Einzelne Szenen konnte man sich bildlich vorstellen. Die Charaktere waren stimmig und gut besetzt. Auch dieser Roman lässt sich durch die perfekt recherchierte Historie in eine Zeit zurückversetzen, die für unser einer kaum nachzuvollziehen ist.Die Geschichte rund um die Familie Grenko hat mich wieder sehr nachdenklich gemacht und mitgenommen. Es gibt von mir nicht die volle Punktzahl, da die Geschichte rund um den dem eigensinnigen Sascha Grenko für mich etwas zu überzogen war. Sein Arbeitgeber hatte mir zu viele Verbindungen und auch das Ende konnte mich leider nicht vollends überzeugen.Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Der Geiger

    Der Geiger
    noita

    noita

    27. March 2017 um 22:32

    Auch dieser Roman von M. Borrmann hat mich wieder in seinen Bann  gezogen. Erzählt wird eine Geschichte aus den Nachkriegsjahren in Russland. Bewegend, spannend und am Ende mit einigen Überraschungen. Ein wahres Lesevergnügen !!!

  • Einfach nur tragisch....

    Der Geiger
    lievke14

    lievke14

    20. March 2017 um 14:28

    In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvollsten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch – viel zu hoch ... Mit „Der Geiger“ hat Mechtild Borrmann ein schlimmes Kapitel in der Nachkriegszeit Russland aufgearbeitet. Ilja Grenko ist der Vorzeigeviolist am Moskauer Konservatorium. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes hat er sich als Stargeiger einen Namen gemacht. Es ist unglaublich, mit welcher Virtuosität er seine Stradivari spielt….ein Geschenk des ehemaligen Zaren an die Familie Grenko, welches von Generation zu Generation weitervererbt wurde. Doch nach einem Konzert in Moskau wird Ilja verhaftet und zu 20 Jahre Straflager in Sibirien verurteilt. Seine Frau und die Kinder werden verbannt und verlieren ihre Bürgerrechte. 60 Jahre später wird Iljas Enkel mit den Ereignissen der Vergangenheit konfrontiert und er gerät selbst in das Visier von unbekannten Drahtziehern, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Mit knappen Worten wird hier ein Familiendrama geschildert, das an Tragik nicht zu überbieten ist und unter die Haut geht. In dieser Geschichte wird aufgezeigt, dass ein Menschenleben in Russland nichts wert war, wenn die betreffenden Person den Machthabern oder bestimmten Leuten in der oberen Hierarchie im Wege stand. Selbst unbescholtene Bürger konnten ohne viel Aufhebens aus dem Weg geräumt und deren Leben so gut wie vollständig ausgelöscht werden. Die Willkür des russischen Staates war beinahe grenzenlos.  In kurzen Absätzen wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt. Zum einen berichtet Ilja von seinen Erlebnissen der Verhaftung, dem Abtransport nach Workuta und seinem Lageraufenthalt. Dagegen steht die Lebensgeschichte seiner Frau Galina, die mit ihren Kindern ein ebenso so hartes Los ertragen musste wie ihr Ehemann. Der dritte Handlungsstrang spielt in der Gegenwart und ist dem Enkelsohn Sascha gewidmet, der sich nunmehr mit der schrecklichen Vergangenheit seiner Familie auseinandersetzen muss und einer hinterhältigen Verschwörung auf die Spur kommt. Mechtild Borrmann kann unglaublich gut schreiben. Ihre Geschichte benötigt dabei nicht viel Platz. Sie funktioniert und überzeugt gerade durch ihre komprimierte Schreibweise. Die Autorin hält sich nicht lange bei der Vorrede auf und steigt gleich zu Beginn direkt und ohne Umschweife in die absurden Verstrickungen und Ränkespiele ein. Der Roman ist harter Tobak….aber er kommt auch ohne besonders blutige Brutalität aus. Die Grausamkeit ergibt sich aus den alltäglichen Widrigkeiten, Schikanen und der Unabänderlichkeit des Schicksals, welche die einzelnen Figuren zu ertragen haben. Diese Unmenschlichkeit geht ziemlich nahe und lässt den Leser wirklich mitleiden. Einige Handlungsweisen in der Gegenwart rund um Sascha waren für mich aber nicht ganz so rund. Deshalb bekommt das Buch von mir nicht die volle Punktzahl. Dennoch ist „Der Geiger“ ein absolut empfehlenswertes Stück Zeitgeschichte mit viel Herzschmerz und gut recherchiertem Inhalt.  

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    • 2
  • Eine russische Geschichte

    Der Geiger
    Newspaperjunkie

    Newspaperjunkie

    07. August 2016 um 22:34

    Mechtild Borrmann liefert mir mit ihrem Kriminalroman, bis auf die Seitenzahlen alles, was mich an einem Buch fesselt: unterschiedliche Erzählebenen (Russland 1950 und Deutschland 2008), historische Hintergründe (Russland in der Stalin-Ära, das Schicksal der Spätaussiedler), Spannung und ein ruhiger Erzählton. Dabei ist die Geschichte so realistisch, dass man sie ohne Zweifel für wahr halten könnte. Die Charaktere sind auf den wenigen Seiten vielschichtig entwickelt und man fühlt und leidet mit ihnen. Mit Ilja Grenko, dem naiven jungen Künstler, der sich plötzlich im Gulag wiederfindet und einfach nicht glauben kann, was mit ihm geschieht. Mit Galina Grenko, seiner Frau, die mit ihren beiden Kindern plötzlich auf sich gestellt ist und in der Verbannung beginnt, an ihrem Mann zu zweifeln. Und schließlich mit Sascha Grenko, der Spätaussiedler, der früh seine Eltern verlor, von seiner Schwester getrennt wurde, ganz alleine in einem fremden Land klarkommen musste und dem nun eine ganz andere Familiengeschichte präsentiert wird.Das Schicksal dieser Familie ist so hart, dass ich es beim Lesen kaum ertragen konnte und mich ernsthaft nach einem Happy End sehnte. Ein guter Roman gibt diesem Wunsch aber nicht nach.Ich werde mir auf jeden Fall die anderen bisher erschienenen Krimis dieser Autorin holen und mich noch etwas näher mit der Geschichte Russlands beschäftigen. Gute Bücher geben nämlich solche Impulse.

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  • sehr spannend mit viel geschichtlichem Hintergrund!

    Der Geiger
    marie_krs

    marie_krs

    17. January 2016 um 14:30

    sehr spannend mit viel geschichtlichem Hintergrund!

  • Buchverlosung zu "Zurück nach Tara" von Kate Alcott

    Zurück nach Tara
    Insel_Verlag

    Insel_Verlag

    »Eine großartige Hommage an die Pioniere von Hollywood.« Booklist Für alle Film- und LiteraturliebhaberInnen kommt hier die perfekte Chance auf ein fesselnes Leseerlebnis: Wir verlosen 15 Exemplare von Kate Alcotts neuem Roman Zurück nach Tara, einer abenteuerlichen Geschichte vor dem Hintergrund der erfolgreichsten Filmproduktion aller Zeiten. Zum Inhalt Hollywood, 1938. Der Himmel leuchtet grell orangerot, Gebäude gehen in Flammen auf, Menschen eilen aufgeregt durcheinander. Eine junge Frau bahnt sich einen Weg durch die Menge, auf der Suche nach keinem Geringeren als David O. Selznick. Gerade jetzt, als der in Culver City ein Flammeninferno inszeniert – und damit die Dreharbeiten zum aufsehenerregendsten Filmprojekt aller Zeiten einläutet: Vom Winde verweht. Julie ist noch nicht lange hier, in der sagenumwobenen Stadt voll Glitzer und Glamour, umjubelter Filmstars und skandalöser Partys. Sie will Drehbücher schreiben, doch noch ist sie nur eine kleine Schreibkraft in Selznicks Produktionsfirma. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass sie mitten hineingerät in die dramatische Liebesgeschichte von Scarlett und Rhett, die ganz Amerika aufseufzen ließ. Und nicht nur das: Auch die Affäre von Selznicks Star Clark Gable mit der Femme fatale Carole Lombard wird mit einem Mal Julies ganz persönliche Angelegenheit … Zur Autorin Kate Alcott studierte an der University of Oregon und arbeitet als Journalistin. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und vier Töchtern in Chicago. Ihr letzter Roman Ein Koffer voller Träume (OT: The Dressmaker) kam 2012 in den USA heraus und wurde ein Bestseller. Hier findet Ihr das Facebook-Profil von Kate Alcott. Ihr möchtet mit Zurück nach Tara die Türen zum alten Hollywood öffnen und mit der abenteuerlustigen Julie einen Blick hinter die nostalgischen Kulissen werfen? Dann bewerbt Euch bis zum 03.12. und beantwortet die folgende Frage über den „Jetzt bewerben“-Button: Welches Drehbuch müsste unbedingt geschrieben werden? Ganz gleich ob die Verfilmung eines Buches, eine reale Geschichte oder Eure ganz persönliche Idee – welchem Stoff würdet Ihr den großen Durchbruch wünschen?

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    • 191
  • Beeindruckend und bewegend ...

    Der Geiger
    engineerwife

    engineerwife

    30. September 2015 um 16:50

    Wieder mal eines dieser Bücher, bei denen einem beim Lesen häufig der Gedanke kommt: „Gott sei Dank lebe ich im Jetzt und im freien Deutschland.“ Willkürlich, wie es scheint, wird der Violinist Ilja Grenko eines Abends nach einem Konzert verhaftet. Man wirft ihm vor, angeblich mit dem westlichen Feind Kontakte zu pflegen, ja sogar mit Fluchtgedanken zu spielen. Erst glaubt Ilja noch an einen Irrtum. Doch der erhoffte Prozess bleibt im versagt, seine geliebte Geige verschwindet und seine zurückgebliebene Familie wird in die Verbannung geschickt. Viele Jahre später begibt sich sein Enkel Sascha auf Spurensuche und gerät dabei selbst ins Kreuzfeuer. Was er aufdecken wird, erschüttert den Leser zutiefst. Mit ihrem wunderbaren, wenn auch verschreckenden, Roman gibt uns Mechthild Borrmann mal wieder das Thema Vergangenheitsbewältigung mit auf den Weg. Dieser Weg führt uns ins Arbeitslager im bitterkalten Sibirien, lässt uns die Familie in die Verbannung begleiten, lässt uns mit Ilja, aber auch seiner Frau Galina, einen grausamen Überlebenskampf führen und macht uns auf eindringliche Weise mit den Zuständen in Russland nach dem zweiten Weltkrieg vertraut ohne jedwede Effekthascherei. Dieser Roman steht ihrem preisgekrönten Buch Wer das Schweigen bricht in nichts nach. Ich freue mich auf weitere Lektüre dieser tollen Schriftstellerin. 

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  • Der Geiger

    Der Geiger
    -sabine-

    -sabine-

    28. March 2015 um 19:49

    Cover und Titel haben mir total angesprochen und irgendwie habe ich damit eine ruhige Geschichte verbunden. Doch es kam ganz anders: schon nach wenigen Seiten war ich gefesselt und konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Zwar geht es in dem Buch um den Geiger Ilja Grenko, doch ist das Buch eher ein Thriller als eine ruhige Geschichte. Nach einem Konzert wird Ilja Grenko im Jahr 1948 verhaftet – doch seiner Familie wird gesagt, er sei geflohen. Doch nicht nur Ilja ist verschwunden, sondern auch seine wertvolle Stradivari. Und das hat löst eine ganze Kette von Ereignissen aus, die bis ins Jahr 2011 reichen. Das Buch hat mich direkt von der ersten Seite an packen können – und die Autorin hat es geschafft, die Spannung auch bis zum Schluss zu halten. Das liegt sicherlich auch an den Zeitsprüngen, denn es gibt drei Handlungsstränge: den von Ilja und seiner Frau in der Vergangenheit und einen in der Gegenwart, in dem der Enkel Sascha versucht, Licht in die damaligen Ereignisse zu bringen. Und jeder Handlungsstrang hat seinen eigenen Reiz – stets wollte ich wissen, wie es weitergeht und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Dabei ist die Geschichte keine leichte Kost, oft bedrückt sie mich, gerade bei dem, was in Russland passiert. Und so langsam zeichnet sich beim Lesen auch ab, was genau eigentlich damals passiert ist und vor allem warum. Die Zusammenhänge sind sehr komplex und man muss sich schon konzentrieren beim Lesen, das aber hat dem Lesespaß keinen Abbruch getan. Der Schreibstil von Mechthild Borrmann ist gut zu lesen, klar und prägnant ohne Schnickschnack oder Schnörkel. Das hat sehr gut zur Geschichte gepasst, die insgesamt eine bedrückende, dunkle Atmosphäre hat und die ich gut habe spüren können. Auch die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, ich habe – gerade bei Ilja – seinen Schmerz und seine Verzweiflung spüren können, aber auch die Schuld bei seiner Frau Galina, ihre Ahnungslosigkeit und dann das böse Erwachen. Die Gefühle der Protagonisten sind greifbar und nachvollziehbar, so treffend sie die Charaktere gestaltet. Nur mit Sascha habe ich mich etwas schwerer getan, nicht weil er unsympathisch ist, einfach weil ich niemals selber so handeln würde – dennoch aber habe ich auch ihn gerne begleitet. Da die russischen Namen schon etwas gewöhnungsbedürftig waren, hat mir das Personenverzeichnis sehr gut geholfen – besser aber hätte ich gefunden, wenn es an den Anfang gestellt worden wäre. Denn am Ende wird es bestimmt von vielen Lesern übersehen und ist so dann nicht hilfreich. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt und ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Büchern der Autorin umschauen. Mein Fazit Ein spannender und fesselnder Roman, der in die 40 Jahre nach Russland entführt, in denen Ungeheuerliches passiert und was eine Kette von Ereignissen auslöst, die bis ins Jahr 2011 reichen. Spannend von der ersten Seite an, mit einem klaren und schnörkellosen Schreibstil schafft die Autorin eine ganz besondere Atmosphäre – ich auf jeden Fall konnte mich ihr nicht entziehen und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Und trotz der Kürze ist es eines der Bücher, die noch nachhallen. Von mir gibt es 4,5/5 Sternen.

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  • Der Fluch der Geige

    Der Geiger
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    »Der Wagen fuhr an die Westseite des Gebäudes. Eine Schranke öffnete sich. Wenige Meter dahinter passierten sie ein Tor und hielten in einem Hof. Ilja fühlte sich augenblicklich völlig isoliert, es war ihm kaum begreiflich, dass er sich immer noch mitten in Moskau befand. Er umschlang seinen Geigenkoffer mit den Armen und presste ihn schützend an sich wie ein Kind. Sie zogen ihn aus dem Wagen. Er wurde einige Stufen hinunter und dann durch einen spärlich beleuchteten Gang geführt. Hinter einer Art Tresen erhob sich ein Uniformierter. Er stellte einen Pappkarton auf die Theke und forderte ihn auf, seinen Geigenkasten, den Mantel, die Fliege, den Gürtel und seine Schnürsenkel abzugeben. Im Rücken des Beamten zogen sich Holzregale ins Dunkel, randvoll mit identischen Kartons. „Aber…“, Ilja rang nach Luft. „Das ist ein Irrtum. Bringen Sie mich zuerst zu jemandem, der mir sagt, was man mir vorwirft. Sie können mich doch nicht, ohne mich vorher angehört zu haben…“ Seine Empörung ließ ihn laut werden. Einer der Männer, die ihn hergebracht hatten, griff mit einer Hand nach dem Violinkoffer und riss ihm dann mit der anderen die Fliege vom Hals. „Der Mantel, den Gürtel, die Uhr und die Schnürsenkel“, schnauzte er.« Gerade eben stand er noch im Rampenlicht, gefeiert, umgeben von tosendem Applaus. Gerade eben war er, Ilja Wassiljewitsch Grenko, noch im Konzertsaal des Tschaikowsky-Konservatoriums in Moskau, spielte Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur. Und er spielte auf seiner Stradivari, dieser wunderbaren Geige, die sich nun schon seit vier Generationen im Familienbesitz der Grenkos befand. Als er die Bühne verließ, ahnte er noch nicht, dass sich sein Leben und das seiner Familie nun dramatisch ändern würde, dass er die wichtigsten Dinge in seinem Leben, seine Musik, seine Frau Galina und seine beiden kleinen Söhne, mit einem Schlag verlieren würde… Moskau im Mai 1948. Gleich hinter der Bühne wurde Ilja schon von zwei Männern erwartet. »Ilja Wassiljewitsch Grenko, Sie müssen uns begleiten.« Weder darf er sich von seiner im Publikum sitzenden Frau verabschieden, noch darf er seine wertvolle Geige einem anwesenden Mitarbeiter des Konservatoriums anvertrauen. Er, der sich nie für Politik interessiert hat, wird gezwungen, ein Geständnis zu unterschreiben, in dem er sich selbst als Landesverräter bezichtigt. Sein weiterer Weg führt ihn daraufhin in ein Arbeitslager in Workuta, das er nie mehr verlassen wird. Auf Galina und ihre Kinder – die Familie des „Verräters“ – wartet die Verbannung nach Kasachstan. Köln im Juli 2008. Sascha Grenko arbeitet für ein Securityunternehmen, das sich auf Personenschutz und die Beschaffung von Wirtschaftsinformationen spezialisiert hat. Der Enkel von Ilja und Galina Grenko wanderte mit seiner Familie als Kind aus Kasachstan nach Deutschland ein. Aus der glücklichen Zukunft in der neuen Heimat wurde aber nichts, denn die Eltern starben schon nach wenigen Tagen bei einem Autounfall. Saschas kleine Schwester Viktoria wurde adoptiert und er verlor völlig den Kontakt zu ihr. Nach vielen Jahren hatte Viktoria ihn nun um ein Treffen gebeten, weil sie dringend „in einer Familienangelegenheit“ seine Hilfe benötigen würde. Um was es genau geht, kann sie ihm aber nicht mehr erzählen, denn sie wird vor seinen Augen erschossen. In ihren Unterlagen findet Sascha Hinweise darauf, dass seine Schwester auf der Suche nach der Stradivari war, die seit 1948 als verschwunden gilt. Sascha erkennt, dass die Suche nach Viktorias Mörder gleichzeitig eine Suche nach der Geige ist. Eine gefährliche Suche… Auch dieses Buch von Mechtild Borrmann hat mich wieder von Anfang bis Ende gefesselt. Die Handlung verläuft in drei Erzählsträngen. Einmal verfolgen wir Iljas Schicksal, einmal das seiner Frau, beide vom Zeitpunkt ihrer Verhaftung bzw. Verbannung an bis zum Tod. Der dritte Erzählstrang spielt hingegen im Jahr 2008 und in ihm begleiten wir Sascha bei seiner Suche. Während die Berichte aus der Vergangenheit sich vor allem durch ihre Dramatik und die drastischen Schilderungen der Lebensumstände auszeichnen, ist in der Gegenwart richtig Spannung angesagt. Das Arbeitslager in Workuta gab es tatsächlich – und es war stets gut besucht. Nachdem ich im Internet darüber nachgelesen habe kann ich sagen, dass die furchtbaren Beschreibungen im Buch leider nicht übertrieben sind. Nördlich des Polarkreises gelegen braucht man bei Temperaturen von bis zu -56°C eigentlich keine Zäune, eine Flucht würde ohnehin den sicheren Tod bedeuten. Wie mag das sein, wenn man unschuldig verurteilt wird, 20 Jahre seines Lebens in dieser Eishölle verbringen zu müssen? Furchtbar! Sehr berührt haben mich zudem die Textstellen, in denen Ilja verzweifelt versucht, sich die Musik wenigstens in seinem Kopf zu bewahren und damit zugleich gegen seine Angst anzukämpfen. Kurzzeitig gelang ihm das sogar… »Manchmal hörte er Schreie aus den Nachbarzellen, hörte, wie Gefangene über den Flur gestoßen oder geschleift wurden. Dann hielt er sich die Ohren zu, schloss die Augen, wählte in Gedanken eine Partitur aus und spielte sie in seinem Kopf, hörte die Geigen, die Bläser, die Cellos, das Klavier. Er neigte den Kopf leicht nach links, hob die Rechte mit dem imaginären Bogen und spielte.« Bezeichnend ist, dass weder Ilja noch Galina jemals die Zusammenhänge verstehen werden, denen sie zum Opfer fielen. Irgendwann hat Galina immerhin eine Ahnung, was hinter ihrem ganzen Unglück stecken könnte… »Jahre später, als sie zum ersten Mal vom „Fluch der Geige“ sprach, meinte sie, in diesem Abschied die endgültige Weggabelung zu erkennen.« Sascha hingegen erkennt schnell, dass „alles irgendwie mit dieser Geige“ zusammenhängen muss. Was er am Ende alles aufdecken wird, hätte er jedoch nie geahnt. Am Ende des Buches findet sich ein Personenverzeichnis und ein Glossar russischer Begriffe. Das langt aus, um beim Lesen keine Verständnisprobleme zu haben. Ich selbst bin aber durch das Buch so neugierig geworden, dass ich mir zu einigen Dingen noch genauere Infos aus dem Netz geholt habe. Über das Lager in Workuta beispielsweise. Oder über die Wory w sakone… Was das ist? Neugierig geworden? Sehr gut ;-) Fazit: Auch für dieses Buch von Mechtild Borrmann kann ich wieder eine volle Leseempfehlung aussprechen. Zeitgeschichte, Dramatik und Spannung – da fehlt einfach nichts. »Nie habe ich eine Geige mit einem solchen Klang besessen. Es ist, als folge meine Seele den Tönen in tiefste Schatten und hellstes Licht.«

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    • 11
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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    • 8480
  • Sehr schönes Buch ...

    Der Geiger
    Äxl

    Äxl

    07. November 2014 um 11:52

    Sehr schönes Buch mit einer sehr bewegenden Geschichte. Nur der "Rache-Aufklärungsfeldzug" des Enkels des Geigers in moderner "Verschwörungsthrillermanier", v.a. zu Ende des Buches, hätte nicht sein müssen.

  • Der Fluch der Geige

    Der Geiger
    Bellexr

    Bellexr

    24. July 2014 um 17:36

    Nach einem Konzert im Mai 1948 wird der Geiger Ilja Wassiljewitsch Grenko verhaftet und ins Arbeitslager geschickt. Seine vielen Auslandsreisen wurden ihm zum Verhängnis, Landesflucht wird ihm unterstellt. Seine wertvolle Stradivari verschwindet spurlos. Der Öffentlichkeit wie seiner Ehefrau Galina wird glaubhaft vermittelt, dass Grenko sich ins Ausland abgesetzt hätte. Familien von Landesverrätern droht das Arbeitslager und so werden Galina und ihre beiden Söhne schon wenige Tage später in die Verbannung geschickt. Jahrzehnte später erhält Sascha Grenko in Köln einen Anruf von seiner Schwester, welche er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Sie bittet ihn um Hilfe in einer Familienangelegenheit und Sascha reist sofort nach München. Ein folgenschwerer Entschluss. …   Mechthild Borrmann beginnt ihren ergreifenden Roman mit dem Abend der Verhaftung von Ilja Grenko. Dieser lebt ausschließlich für seine Musik und hütet seine Stradivari, welche sich seit mehreren Generationen im Familienbesitzt befindet, wie einen Augapfel. Der naive Ilja glaubt bei der Verhaftung an einen Irrtum, hat er sich doch nichts zu Schulden kommen lassen. Im vermeintlichen Irrglauben, mit einem Geständnis wenigsten seine Familie retten zu können, unterschreibt er dennoch bald ein gefälschtes Geständnis. Ein fataler Irrtum, von dem er jedoch nicht mehr erfahren soll.   Nach der Verhaftung wechselt die Autorin regelmäßig die Handlungsstränge und Zeitebenen. Im Verlauf ihres Romans erfährt man mehr über das grausame Schicksal, welches Ilja Grenko wiederfahren soll. Aber auch seiner Ehefrau Galina ergeht es nicht viel besser und auch sie muss lange Jahre mit einem Irrglauben leben.   In der Gegenwart reist der Informatiker Sascha Grenko von Köln nach München, um sich dort mit seiner Schwester zu treffen. Durch sie erhält Sascha Hinweise, die ihn auf die Spur zu einem wohlgehüteten  Familiengeheimnisses führt. Allerdings sind an diesem Geheimnis noch ganz andere Parteien interessiert, die vor nichts zurückschrecken.   Berührend, beklemmend und jederzeit äußerst packend erzählt Mechthild Borrmann die Geschichte der Familie Grenko. Gerade die Szenen, welche irgendwo in den Weiten der Sowjetunion spielen, sind äußert erschütternd. Ilja merkt immer mehr wie er selbst verroht, wie er seine Menschenwürde verliert, nur um sein eigenes Überleben irgendwie zu sichern. So erschreckend dies für den sensiblen Musiker ist, so beklemmend ist dies für den Leser zu verfolgen. Aber auch Galina ergeht es nicht viel besser in der Verbannung. Ständig herrscht die Angst vor Hunger und Erfrierungen vor, die stolze junge Frau muss betteln, um ihre Kinder durch die harten Winter zu bekommen. Etwas weniger Raum nehmen dabei zwar die Geschehnisse in der Gegenwart ein, diese sind aber nicht minder spannend und fesselnd erzählt.   Fazit: Ein beeindruckender, ergreifender und hochspannend erzählter Roman über das Schicksal einer Familie auf der Suche nach ihrem lang verschollenen Familienbesitz.  

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  • Ein mitreißender Krimi

    Der Geiger
    horrorbiene

    horrorbiene

    23. March 2014 um 10:49

    Ich bin auf dieses Buch durch Werbung für eine Lesung der Autorin aufmerksam geworden. Da ich solche gern besuche, habe ich dieses Buch gelesen – zum Glück – denn aufgrund der Beschreibung und des Covers hätten wir sonst sicher nicht zusammengefunden. Dieses Buch ist kein klassischer Krimi, denn einen ermittelnden Polizisten gibt es hier nicht. Stattdessen erlebt der Leser, wie Sascha Grenko, aufgrund eines Hilfegesuchs seiner Schwester aufgescheucht, sich aufmacht, um das Rätsel um die verschwundene Stradivari seines Großvaters zu lösen. Eingewoben in diese Geschichte sind Abschnitte aus der Vergangenheit: einmal aus der Perspektive des Großvaters Ilja und aus der Perspektive der Großmutter Galina. So fügt sich nach und nach die Familiengeschichte der Grenkos zusammen. Gut gefallen hat mir die Tragik, die man am Ende des Buches bei der Auflösung erkennt und die hinter der gesamten Familiengeschichte steckt. Dies kam besonders gut zur Geltung, da die historische Erzählung nicht chronologisch gradlinig verläuft, sondern die Zeit hin und her springt. Der Leser bekommt auf diese Weise genau so viele Informationen und Puzzleteile des Ganzen, wie es die Autorin gerade für richtig hält, um gekonnt Atmopshäre zu schaffen. So setzt sich nach und nach das Puzzle zusammen, ohne dass der Leser jedoch den Überblick der Erzählung verliert. Dies hat mir sehr gut gefallen. Ohnehin habe ich das Buch von der ersten Seite an sehr mitreißend empfunden. Ich wollte unbedingt wissen, wie das Buch ausgeht und wo die Stradivari ist. Dies finde ich besonders erwähnenswert, da ich eigentlich kein Fan dieser Thematik bin – ich kenne mich mit klassischer Musik und den entsprechenden Instrumenten schlicht zu wenig aus – zudem ist russische Geschichte auch nicht unbedingt mein Fachgebiet. Dennoch hat es die Autorin durch ihren Schreibstil geschafft, mich in den Bann dieses Buches zu ziehen. Dass die Geschichte in nur 300 Seiten erzählt ist, trägt sicherlich auch einiges zur Spannung bei, denn Langweile kommt hier bei weitem nicht auf. Auch wenn russische Geschichte nicht ganz so meins ist, so ist dieser Teil jedoch erschreckend realistisch geschrieben. Ich bin nicht ausreichend in die Thematik eingearbeitet und kann daher diesen Teil nicht so zusammenfassen, wie es ihm gebühren würde, doch zu wissen, dass diese politischen Dinge und Ungerechtigkeiten passiert sind, hat mich durch diese Schilderung alles andere als kalt gelassen. Fazit: Der Geiger ist zwar kein in meinem Sinne klassischer Kriminalroman, aber er ist so mitreißend geschrieben, dass ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Wer sich für die russische Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg interessiert und spannende Krimis mag, für den ist dieses Buch genau das richtige. Für alle andren – so wie für mich – ist es immer noch ein sehr empfehlenswerter mitreißender Roman.

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