Mechtild Borrmann Trümmerkind

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Inhaltsangabe zu „Trümmerkind“ von Mechtild Borrmann

In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis sowie dem renommierten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin wie sie mit ihren Bestsellern und vielfach ausgezeichneten Romanen "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger" und "Die andere Hälfte der Hoffnung" bereits bewiesen hat. Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst der Junge bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …

Eine fantastische Autorin, eine grossartige Geschichte! Spannend und fesselnd. Sehr lesenswert!

— MissRichardParker
MissRichardParker

Einfach nur fantastisch geschrieben. Eine großartige Geschichte, die es verdient hat gelesen zu werden!

— PagesofPaddy
PagesofPaddy

super geschrieben

— sanrafael
sanrafael

Berührend und unerwartete Geheimnisse aus den ersten Nachkriegsjahren

— jala68
jala68

Ein hochspannender, emotionaler und schockierender Roman! Die Seiten fliegen nur so dahin. Sehr empfehlenswert.

— cLooch
cLooch

Spannend und berührend. Ach was, schockierend!

— LillySj
LillySj

Ein historischer Krimi und doch so viel mehr. Köln, Hamburg, Uckermark, eine Familie und ein dunkles Geheimnis. Unbedingt lesen!

— ichundelaine
ichundelaine

Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Wie viel Stärke man aufbringen kann, wenn es doch aussichtlos zusein scheint. Großartiges Buch!!!

— Engelchen1975
Engelchen1975

Großartig,besonders für jemanden wie mich,der selbst im zerbombten Ruhrgebiet aufgewachsen ist.

— zbaubf
zbaubf

Wieder ein tolles Buch aus der Feder von Frau Borrmann. Ein Stück Nachkriegsgeschichte und ein Krimi zugleich - absolut lesenswert!

— QueenSize
QueenSize

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  • Themen
  • Geschichte und Spannung

    Trümmerkind
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    14. August 2017 um 17:52

    Die Bücher von Mechtild Borrmann versprechen immer einiges: Spannung, historische Hintergründe, aber auch die Gegenwart. Der Mix ist perfekt und macht Ihre Bücher für mich stets sehr spannend und interessant.Die Geschichte des Findelkinds Jost berührte mich sehr. Da das Buch aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählt ist es sehr abwechslungsreich und spannend. Am Schluss führt die Geschichte zu einem schlüssigen Ende und berührt einem einfach sehr. Es ist etwas schwierig das Buch zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten. Auf jeden Fall ist es sehr lesenswert, vorallem für alle, die auch gerne noch den historischen Aspekt in einem Buch mögen. 

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  • Berührend und unerwartete Geheimnisse aus den ersten Nachkriegsjahren

    Trümmerkind
    jala68

    jala68

    19. July 2017 um 19:18

    Das Buch habe ich im Rahmen einer Wanderleserunde gelesen.Eigentlich mag ich keine Krimis, aber gelegentlich kommt es (meist durch Zufall) doch vor, dass ich einen lese. Dieses Buch habe ich als historischen Roman gelesen, ohne vorher zu wissen, dass es auch ein Krimi ist.Der Roman hat drei Erzählstränge:1992 reist Anna in die Uckermark um das alte Landgut der Familie zu besuchen. Von ihrer Mutter Clara hat sie keinerlei Informationen zu ihrem Leben dort erhalten. Auf Fragen hat die Mutter immer sehr wütend reagiert und immer direkt abgeblockt.1947 „finden“ der 15-jährige Hanno und seine Schwester in einen Trümmerfeld einen ca. 3 jährigen Jungen. Die Mutter gibt ihn später als ihr drittes Kind aus und so wächst Joost lange Zeit auf, ohne seine Vergangenheit zu kennen.1945 muss Clara von Anquist mit ihrer Familie ihr Landgut verlassen und vor der roten Armee fliehen.Diese drei Handlungsstränge laufen immer mehr zusammen und es entwickelt sich im letzten Drittel ein Krimifall, den ich so nicht erwartet hatte.Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe hier 5 von 5 Sternen.

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  • Stärke ist größer als jedes Unheil

    Trümmerkind
    Engelchen1975

    Engelchen1975

    25. May 2017 um 13:31

    .

  • Eine berührende Geschichte

    Trümmerkind
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    11. May 2017 um 15:58

    Klappentext des Verlages:Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …"...während er ihn durch die Kälte trug, meinte Hanno, dass von dem Jungen die gleiche erschreckte Stille ausging, die er auf dem Weg über das Trümmerfeld wahrgenommen hatte." (S. 14)Mechtild Borrmann schildert auf drei Zeitebenen einen authentischen, wenn auch mit fiktiven Identitäten versehenen, Kriminalfall und schafft durch die sich abwechselnden Perspektiven einen stetigen Spannungsbogen, der die LeserInnen durch die Geschichte trägt. Dabei gelingt es ihr, das Geschehen auf Gut Anquist in der Uckermark am Ende des Zweiten Weltkrieges ebenso gut einzufangen, wie die Darstellung des in Trümmern liegenden Hamburgs oder der auftretenden Ungereimtheiten in der Gegenwart und bestückt dies mit emotionalen Einblicken, deren Nachhall garantiert ist.`Die andere Hälfte der Hoffnung´ war mein erstes Buch der Autorin und der Grund, weitere Bücher von ihr lesen zu wollen. Sie hat nicht nur ein Händchen für Familiengeschichten, sondern auch dafür, wie sie diese - anfänglich unabhängig voneinander erzählt - geschickt zusammenfügt.Schauplatz, Charaktere, Geschehen und Schreibstil - kommen gut ausgearbeitet und beschrieben daher, wissen zu unterhalten, können fesseln und werden von einem durchaus passenden Cover eingehüllt. Einzig der Part der Gegenwart und damit auch das Ende konnten mich diesmal nicht so ganz überzeugen, was aber schon mein einziger Kritikpunkt wäre.Eine berührende Geschichte, bei der Schuld und Schweigen zu einem Geheimnis führen, das für Spannung sorgt.

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  • Aus den Trümmern der Vergangenheit

    Trümmerkind
    Patno

    Patno

    28. April 2017 um 20:54

    Begeisterte Leserstimmen weckten mein Interesse an dem Roman "Trümmerkind", erschienen im November 2016 bei Droemer Knaur. Von der Autorin Mechtild Borrmann hatte ich bislang noch kein Buch gelesen. Auch das stimmungsvolle Cover machte mich neugierig. "...Für ihn war der Handwagen der wertvollste Familienbesitz..." Die Rede ist von dem 14 jährigem Hanno Dietz, der im Jahrhundertwinter 1946/47 durch das zerstörte Hamburg irrt und in den Trümmerfeldern nach Brennholz und anderen brauchbaren Dingen sucht, die das Überleben seiner Familie sichern. Hannos Vater ist verschollen und so muss er sich um die Mutter und die kleine Schwester Wiebke kümmern. Eines Tages findet Hanno in den Trümmern eine tote, nackte Frau. Unweit dieses Fundortes taucht plötzlich ein kleiner, etwa dreijähriger Junge auf. Hanno und seine Schwester nehmen in mit nach Hause und er wächst bei Familie Dietz auf und hört fortan auf den Namen Joost. Über 40 Jahre später sucht Joost immer noch nach seiner Familie, stößt dabei auf eine blutige Spur, die auf ein Verbrechen hinweist. Durch den Roman ziehen sich drei Erzählstränge, die sich am Ende zu einem komplexen Ganzen vereinigen. Zum einen blickt der Leser ins Jahr 1946/47 und lernt dort die Familie Dietz aus Hamburg kennen. Dann wechselt die Handlung ins Jahr 1945, in die Uckermark, auf den Gutshof der Familie Anquist. Und schließlich befindet sich der Leser im Jahr 1992, begegnet dort Anna und Joost die mehr über ihre Wurzeln erfahren wollen. Die beiden begeben sich auf Spurensuche. Mechtild Borrman beschreibt sehr lebendig, in einprägsamen Bildern. Die Stimmung des Buches ist beeindruckend und man meint, Teil des Geschehens zu sein. Die Charaktere sind intensiv ausgearbeitet, wirkten auf mich sehr authentisch und stark. Ihre Gefühle und Gedanken sind klar nachvollziehbar und man empfindet mit ihnen. Besonders gefallen hat mir dabei die Familie Dietz, für die ich viel Sympathie und Hochachtung empfand. Ein fremdes Kind in einer so schweren Zeit so selbstlos aufzunehmen, verdient Respekt. Auch die Nebendarsteller sind in ihren Rollen und Lebensumständen bemerkenswert inszeniert. Überhaupt kommt die Atmosphäre der Nachkriegszeit eindrucksvoll rüber. Am Ende hatte ich eine sehr genaue Vorstellung vom damaligen Zeitgeschehen. Dabei verliert sich die Autorin aber nicht in der Wiedergabe der historischen Fakten, sondern bleibt immer dicht an ihren Akteuren. Oft schon habe ich in meinen Rezensionen geschrieben, dass mich ein Buch gefesselt und mitgerissen hat. Doch "Trümmerkind" war mehr, es war Magie und Faszination, beinahe wie "mitgelebt" beim Lesen. Dieses Buch ist ein besonders Leseerlebnis, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein Spannungsroman, historisch-kriminell und emotional-berührend! Muss man gelesen haben!

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  • Schicksal in der Nachkriegszeit

    Trümmerkind
    sapperlot

    sapperlot

    08. April 2017 um 08:24

    Diesen Roman habe ich auf Empfehlung gekauft und es ist zugleich mein erstes Buch von Mechtild Borrmann. Die kurze Recherche über ihre bisher veröffentlichten Werke zeigt mir, dass sie ihre Geschichten stets auf 250 bis 300 Seiten erzählt. Ich schreibe diese Einleitung weil ich nach Beendigung der Lektüre das Gefühl hatte, die Geschichte hätte etwas ausholender, breiter, umfassender und wortreicher erzählt werden können. Andererseits ist auf knackigen 300 Seiten in prägnanter Form erzählt was erzählt werden muss. Der Erfolg und die allseits guten Bewertungen zeigen, dass ich mit meinem Buchgefühl eine Minderheitsmeinung habe.Die historische Geschichte umfasst drei Handlungsfäden in drei verschiedenen Zeitebenen und es ist schnell klar, dass diese auf irgendeine Weise miteinander verbunden sein müssen. Dieser Gedanke mit dem rätseln nach dem "Wie" und "Warum" gerät aber in den Hintergrund weil der Inhalt zu sehr fesselt und man atemlos dem Geschehen folgt. Vor allem die Handlungsebenen der Jahre 1945 und 1947 haben eine beinahe hypnotische Wirkung währenddessen die aus dem Jahre 1992 lange etwas milchig blass bleibt, was sich zum Ende hin aber ändert. Die unmittelbare Nachkriegszeit mit den bitterkalten Wintern in den zerstörten Städten hat etwas endzeitliches und Menschen die sich in dieser harten Lage menschlich Verhalten gewinnen automatisch die Gunst der Leser. So auch in diesem Buch in dem die Autorin Stück für Stück eine Familiengeschichte erzählt, die bis zum Schluss sogar krimihafte Züge annimmt.Ein ansprechender und unterhaltsamer Roman der sich auf eines der vielen hunderttausend Schicksale im Nachkriegsdeutschland fokussiert. Trotz der Spannung und der berührenden Geschichte aber auch ein Roman dessen inhaltliches Potential nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1029
  • Trümmerkind

    Trümmerkind
    Kleine8310

    Kleine8310

    27. March 2017 um 21:47

    "Trümmerkind" ist ein Roman der Autorin Mechtild Borrmann. Dieses Buch ist mir aufgrund der Thematik aufgefallen. Ich finde Geschichten die in den Kriegs - oder auch Nachkriegsjahren spielen wichtig und greife auch immer mal wieder dazu. Daher war ich sehr auf diese Geschichte gespannt und ich war neugierig auf Hanno's Geschichte. In diesem Buch geht es um den Protagonisten Hanno Dietz.  Hanno schlägt sich mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem Hamburg durch, das noch stark vom Krieg gezeichnet ist. Ihr Alltag besteht aus Altmetall suchen, Steine klopfen und den Veräußerung auf dem Schwarzmarkt. Doch eines Tages macht Hanno eine Entdeckung, die alles auf den Kopf stellt, denn er stößt auf eine tote Frau und entdeckt einen etwa dreijährigen Jungen, der kein Wort spricht. Da die Dietzen's keine Verwandten des Kleinen auffinden können, wächst der Junge bei ihnen in der Familie auf. Viele Jahre später kommt Joost, das ehemalige Findelkind, einen Verbrechen auf die Spur, welches irgendwie mit seiner Familie in Verbindung zu stehen scheint ... Zudem lernt man in einem weiteren Erzählstrang die Lehrerin Anna kennen. Anna hat unter Panikattacken zu leiden und unter Ängsten, die für sie ohne ersichtlichen Anlass auftreten. Zudem kümmert sich Anna um ihre alkoholkranke Mutter, die ihr gegenüber aber kein nettes Wort übrig hat. Anna vermutet, dass es Geheimnisse in ihrer Vergangenheit gibt, über die sich ihre Mutter jedoch ausschweigt. Kann es ihr trotzdem gelingen die Wahrheit herauszufinden? Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen. Mechtild Borrmann hat einen angenehmen und bildhaften Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Besonders die Handlung in der Vergangenheit hat mir hier extrem gut gefallen. Ich finde die Beschreibungen sehr realistisch und daher gingen sie mir auch das ein ums andere Mal mit unter die Haut.    Die Handlung ist durch die verschiedenen Erzählstränge richtig interessant und ich hatte immer Lust weiterzulesen. Die Handlung um die Lehrerin Anna hat mich leider nicht so ganz überzeugt. Im Vergleich zu den anderen Inhalten der Geschichte wirkten die Charaktere hier eher blass und kamen für mich nicht annähernd an die anderen Passagen heran.    Die Charaktere im Teil um die Vergangenheit der Familie Dietz und Joost, habe ich sehr gerne begleitet. Es gab einige Entwicklungen und auch emotional war ich von der Geschichte gefesselt. Ich fand, dass es Frau Borrmann hier sehr gut geglückt ist die Charaktere realistisch und mit dem nötigen Tiefgang darzustellen!    Positiv:  * bildhafter und flüssiger Schreibstil * spannende Handlung * realistische und bewegende Schilderungen in der Vergangenheit   Negativ:  * der Erzählstrang um die Lehrerin Anna in der Gegenwart konnte mich leider nicht     überzeugen   "Trümmerkind" ist eine bewegende Geschichte, die dem Leser/der Leserin ein Stück Zeitgeschichte in einer spannenden Form näherbringt!

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  • Über das Schweigen

    Trümmerkind
    Havers

    Havers

    07. March 2017 um 16:30

    Die Romane der mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneten Autorin Mechtild Borrmann zeichnen sich durch die Verbindung von Historie und Spannung aus. Auch in „Trümmerkind“ verknüpft sie individuelle Schicksale mit der deutschen Geschichte und nimmt ihre Leser in drei verschiedenen Handlungssträngen mit nach Köln, Hamburg und in die Uckermark, der zeitliche Rahmen sind die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs, die Nachkriegszeit und die neunziger Jahre. Allerdings ist „Trümmerkind“ für mich nur bedingt ein Kriminalroman, denn  in erster Linie geht es in diesem Roman um die Suche nach Identität, nach den Wurzeln, um die Frage nach dem „Wer bin ich?“ und „Wo komme ich her?“. 1946/47, der Winter ist bitterkalt, es fehlt an allem. Lebensmittel sind kaum aufzutreiben, selbst das Brennholz ist knapp. Die Väter sind im Krieg gefallen oder werden vermisst, also müssen die Mütter die Familien durchbringen. Und wenn sie Glück haben, gibt es einen halbwüchsigen Sohn, der sie unterstützt. So einer ist Hanno Dietz, der mit Mutter und Schwester in einem ausgebombten Haus in Hamburg lebt und seine Tage damit verbringt, die Trümmerhaufen nach wiederverwertbaren Dingen zu durchsuchen. Auf einer seiner Touren findet er einen weiblichen Leichnam und daneben einen kleinen Jungen, stumm und total verstört, den er kurzentschlossen mit nach Hause nimmt. Informationen zu dessen Herkunft gibt es nicht, und so wächst er quasi als das dritte Kind der Familie Dietz auf. Im Jahr 1992 macht sich eine Kölnerin in die Uckermark auf, um sich gegen den Willen ihrer Mutter mit ihrer Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Aber was sie dort in Erfahrung bringt, sät Zweifel in ihr, passt es doch so gar nicht mit den Erzählungen ihrer Mutter zusammen. Als die Rote Armee 1945 auf ihrem Weg gen Westen ist, müssen die Bewohner von Gut Anquist ihre wichtigsten Besitztümer zusammenpacken und sich einem Treck anschließen. Vorbei ist es mit der einstigen Junkerherrlichkeit, das nackte Überleben ist angesagt. Meisterhaft verbindet Mechtild Borrmann diese drei Handlungsstränge miteinander und enthüllt nach und nach das lange verborgene Geheimnis einer Familie. Sie schmückt nicht aus und verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten, sondern bleibt immer eng an den Menschen, von deren Handeln in schweren Zeiten sie uns erzählt. Ob gut oder böse, die Wertung überlässt sie dem Leser. Sie schildert die Menschlichkeit in dunklen Zeiten, die Hoffnung schafft, aber auch die Skrupellosigkeit, die noch nicht einmal vor Mord zurückschreckt. Vor allem aber schildert sie das Schweigen, das Nicht-Wahrhaben-Wollen einer Generation, die sich nicht verweigert hat und dadurch zum willfährigen Werkzeug wurde.  

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  • Trümmerkind

    Trümmerkind
    noita

    noita

    27. February 2017 um 12:53

    Ein besonderes Buch, welches aus drei Erzählsträngen besteht, die dann natürlich zusammen finden. Den Schreibstil fand ich spitze und es fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe eine neue Schriftstellerin für mich entdeckt !!!

     

    Volle Leseempfehlung !!!

  • Schmerzliche Erinnerung – Spannend wie ein Krimi und eine Geschichte so anmutig wie ein poetisches G

    Trümmerkind
    Nisnis

    Nisnis

    23. February 2017 um 17:01

    Hamburg: Die Nachkriegszeit in Hamburg schreibt das Jahr 1947. Die junge Mutter Agnes Dietz muss sich und ihre beiden Kinder, Hanno und die kleine, stotternde Wiebke, allein durchbringen. Agnes klopft Steine und Hanno sucht in den Trümmern nach Brennholz, Metallen und nach allem, für das er auf dem Schwarzmarkt Lebensmittel eintauschen kann. Eines Tages entdeckt Hanno in einem zugeschütteten Keller eine nackte Tote. Verwirrt und geschockt erzählt er zunächst niemandem von seinem schrecklichen Fund. Als Hanno wieder auf seine Schwester Wiebke stößt, die den Bollerwagen bewacht, steht ein kleiner Junge von drei bis vier Jahren neben ihr. Der Junge scheint allein. Er ist stumm. Und so nehmen die Kinder das kleine Findelkind mit nach Hause. Viele Jahrzehnte später stößt das einstige Findelkind Joost auf die Spur eines Verbrechens, welches fatal und unmittelbar mit seiner familiären Herkunft verknüpft ist. Zeitgleich kämpft die junge Lehrerin Anna gegen eine essenzielle Angst an, die scheinbar völlig unbegründet Panikattacken auslöst. Anna ist sich bald sicher, dass diese Angst nicht die ihre ist. Anna kümmert sich um ihre alte, alkoholkranke Mutter, die außer Vorhaltungen, Verachtung und Garstigkeit nichts für ihre Tochter erübrigen kann. Unheilvoll tun sich vor Anna immer wieder Fragen auf, die ihre familiäre Vergangenheit betreffen, doch die vor Zorn selbstgerechte und in Selbstmitleid versinkende Mutter schweigt über ihre Lebenslüge. Die Autorin: Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld. In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger" und "Die andere Hälfte der Hoffnung" und ihrem neuen Roman "Trümmerkind" eindrucksvoll unter Beweis. (Quelle: Droemer Knaur Verlag) Reflektionen: Mechtild Borrmann hat mit Trümmerkind einen spannenden und berührenden Roman geschrieben, der das Leben in den Nachkriegsjahren 1947/1948 widerspiegelt. Die Zuordnung des Romans unter dem Genre Krimi wird Trümmerkind trotz der Trümmermorde nicht ganz gerecht, denn es erfolgen weder polizeiliche Ermittlungen, noch wird der Täter letztendlich zur Rechenschaft vor dem Gesetz gezogen. Trümmerkind ist ein hoch spannender und historischer Roman, der noch lange nachklingen wird, denn die Geschichte strotzt vor geschichtlicher Authentizität und könnte genauso wie erzählt stattgefunden haben. Mechtild Borrmann gelingt es meisterhaft, die Nachkriegszeit wirkungsvoll und nachhaltig zu erzählen. Es wird deutlich, wie sehr die Frauen damals auf sich allein gestellt waren und um das Überleben der Familie kämpfen mussten, immer in Begleitung einer unheilvollen Angst und in einer für uns heute unfassbaren Sorge. Die Figur der Agnes spiegelt all diese Last wieder, sodass man nur respektvoll den Mut und die Stärke dieser seelisch gezeichneten Frauen bewundern kann, die in der eisigen Kälte der bitteren Winter kaum mal satt wurden. In dieser Situation nimmt Agnes das Findelkind auf und umsorgt es als sei es ihr eigenes Kind. Sie nimmt sehr vieles auf sich, um das Leben des kleinen Joosts zu schützen und hält sogar abscheuliche üble Nachreden aus ohne sich zu wehren. Während dieser Zeit geschehen mehrere Morde in den Trümmern Hamburgs, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzten. Die Geschichte wird um zwei weitere Handlungsstränge ergänzt, die zeitlich in den Jahren 1992/93 und 1945/46 spielen. 1945/46 flieht Familie Almquist mit bekannten Nachbarn vor dem Einmarsch der Roten Armee aus der Uckermark. Sie gehen eine beschwerliche Reise ein, die sie am Ende nach Hamburg in eine Katastrophe führt. 1992/93 geht die junge Lehrerin Anna den Geheimnissen der alkoholkranken Mutter nach, die sie in die Uckermark führen. Dabei stößt sie auf die dramatische Familiengeschichte der Almquists. Zunächst bleibt der Leser sehr lange im Unklaren, wie die Handlungsstränge zusammenhängen könnten. Komplex und von atmosphärischer Dichte und düsterer Stimmung begleitet liest man durch die geschichtsträchtigen Zeiten, die genauestens recherchiert ein harmonisches Gesamtpaket zeichnen und erst am Ende intelligent erzählt auflösen. Das Ende lässt den Leser dann schließlich den Atem anhalten, denn die Verschmelzung der Perspektiven offenbart ein unglaubliches Verbrechen. Die Spannung reist in diesem Roman kaum ab. Es durstete mich wirklich, schnell aber sehr bewusst durch die Seiten zu lesen. Die Figuren und ihre interessant und wohlgeformten Charaktere beeinflussten die Lesegeschwindigkeit, um Voranzukommen und um endlich zu verstehen. Dieser Roman ist sicher nicht mein letzter von dieser Autorin, denn Mechtild Borrmann schreibt in einem äußerst ansprechenden und flüssigen Stil. Schnörkellos und der damaligen Zeiten gerecht, schreibt sie anmutig, manchmal poetisch und mit besonderer Klarheit. Durch diesen Stil versinkt man so sehr in dieser emotional berührenden Geschichte, als sei man mittendrin im Geschehen und im Leben der beeindruckenden Figuren. Zitate: Als der Junge bei Wiebke stand, da ... Ich habe nicht weit entfernt in einem Keller eine tote Frau gefunden und ... ich habe den anderen Knopf in dem Keller gefunden. Agnes schnappte nach Luft. Du hast ... Hanno fiel ihr ins Wort. "Sie war erfroren, da war nichts zu machen. Ich bin sofort weg und dann ... Der Kleine stand bei Wiebke an der Straße. Ich wusste doch nicht, dass der zu der Toten gehört. Dass die Frau nackt gewesen war, sagte er nicht. Damit hätte er die Mutter nur unnötig geängstigt. *** Und dann spürte Anna sie wieder. Diese undurchdringliche Kindereinsamkeit. Das endlose Schweigen am Küchentisch, wenn sie die falsche Frage gestellt hat. Der bittere Beigeschmack von süßen Marmeladenbroten, wenn die Mutter den Brotteller mit diesem Schwung aus Enttäuschung und Zorn über den Tisch schiebt. Nein, von der Mutter wird sie nichts erfahren. *** Für einen Moment ist es da. Dieses alte Kindergefühl. Dieses Gefühl, schuld am Unglück der Mutter zu sein und mit jeder Frage neues Unglück über sie zu bringen. Aber es gibt kein Zurück. Seit gestern steht dieses blindgestrichene Fenster der Vergangenheit einen Spaltbreit offen, und weder Anna noch ihre Mutter werden es wieder schließen können. *** Fazit und Bewertung: Trümmerkind ist ein faszinierender Roman, der der Nachkriegszeit durch die Zeichnung der Geschichte und durch die authentischen Handlungen der Figuren gerecht wird. Trümmerkind ist so hoch spannend wie ein Kriminalroman und so berührend wie ein anmutiges Gedicht. Dieser Roman wird noch lange in mir nachklingen. Leseempfehlung.

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  • Spannend, klug, weise

    Trümmerkind
    grafilone

    grafilone

    18. February 2017 um 09:02

    Inhaltlich ist genügend in den vorhandenen Rezensionen gesagt worden, das spare ich mir. Die Autorin hat uns einen sehr spannenden und klugen Roman geschenkt, der sich als "Krimi" marketingseitig sicher am besten verkaufen lässt, dessen Etikett "Krimi" der Komplexität an Genres aber nicht gerecht wird: Der weit in der Vergangenheit liegende Kriminalfall ist zwar allgegenwärtig, wird aber flankiert von historischem Roman, Drama, psychologischem Roman, Familienroman ... Ebenso komplex das Geflecht aus 3 zeitlich, räumlich und inhaltlich zunächst getrennten Handlungssträngen, die wie ein natürlicher Fluss am Ende zu- und ineinander münden, und an deren Schluss eine Aufklärung steht, die mich zutiefst schockiert hat: Die kalte und brutale, trostlose Schilderung der Morde, die jahrzehntelangen, in Teilen erfolgreichen Verdrängungsmechanismen einer nunmehr alten Frau, deren Mangel an Empathie und sozialer Kompetenz bis in das Schuldempfinden ihrer erwachsenen Tochter reicht, die sich ihrerseits die Lebenslügen der Mutter zueigen machen wird. Einzig Joost scheint am Ende Frieden zu finden, und zwar weniger in der Quasigewissheit um seine Herkunft, denn letzte Sicherheit braucht er nicht mehr, als in sich selbst und seinem Leben, in seiner zweiten Familie. Echte, konsequente kriminalistische Ermittlung gibt es im Roman natürlich nicht und hätte in dieser Konstellation auch gar keinen Sinn gemacht. Dennoch bin ich unglücklich aus der Lesung heraus gegangen, was wohl aber daran liegt, dass mein eher starrer Gerechtigkeitssinn nicht ausreichend befriedigt wurde: Mich hat tagelang beschäftigt, dass eigentlich keiner der Täter nach dem Gesetz bestraft wurde. Und hier liegt wohl auch ein Teil der Weisheit des Romans, dass ohne juristische Folgen jeder Tatbeteiligte sich und sein Leben selbst zugrunde richtete. Das war wirklich ein bewegendes Buch.

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  • Bewegende Nachkriegsgeschichte und zugleich spannender Krimi

    Trümmerkind
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    11. February 2017 um 13:54

    "Er hatte schon viele Tote gesehen. Ein Toter erschreckte ihn nicht, aber diese Frau war anders. Anders tot." (S. 13)Hamburg, Januar 1947: Auf der Suche nach wertvollen Trümmern entdeckt der 15jährige Hanno Dietz eines Tages eine nackte Tote und unweit davon einen traumatisierten 3jährigen Jungen. Niemand scheint ihn zu vermissen und so nimmt Hannos Mutter Agnes den Kleinen mit in ihre Familie auf und nennt ihn Joost. Erst viele Jahre später begibt sich Trümmerkind Joost auf die Suche nach seiner wahren Herkunft und kommt dabei einem bislang ungeklärten Mordfall auf die Spur. "Trümmerkind" ist ein Roman aus der Feder von Mechtild Borrmann. Eine bewegende Geschichte über das beschwerliche Leben in den ersten Nachkriegsjahren und zugleich ein spannender Krimi. Gekonnt verknüpft die deutsche Autorin hier gleich drei Erzählstränge und Zeitebenen, deren Fäden unaufhaltsam zusammenlaufen und am Ende ein schreckliches Geheimnis und Verbrechen offenbaren. Da ist zum einen Familie Dietz in den Jahren 1947-48, die im zerstörten Hamburg ums Überleben kämpft. Hannos Mutter Agnes kann ich hier für ihren Mut und ihre Stärke nur bewundern, denn Joosts Aufnahme in ihre Familie hat weitreichende Folgen. Dann geht es ins Jahr 1992-93 nach Köln zu Anna Meerbaum, deren alkoholkranke Mutter Clara etwas zu verbergen scheint. Ein Rätsel aus der Vergangenheit, welches Anna bis in die Uckermark auf das Gut Anquist und zu Joost führt. Noch ahnt Anna nicht, dass ihr ganzes Leben bald auf den Kopf gestellt wird. Und drittens begleiten wir Clara und ihre Familie in den Jahren 1945-47, die mit dem Einmarsch der Roten Armee von ihrem Gut Anquist fliehen müssen und sich mit einer weiteren Flüchtlingsfamilie namens Brandner auf den beschwerlichen Weg von der Uckermark bis nach Hamburg begeben. Eine Reise mit dramatischem Ausgang. Die Geschichte liest sich flüssig und man kommt trotz der schnellen Zeiten- und Perspektivwechsel kaum durcheinander. Zur besseren Unterscheidung werden Annas Erlebnisse zudem im Präsens erzählt. Wer Joost in Wirklichkeit ist, war mir zwar schon frühzeitig klar, dennoch mangelt es nicht an Spannung und es gibt noch so manche Überraschung. Zudem versteht es die Autorin, durchweg eine bedrückende und düstere Atmosphäre aufzubauen, welche mich immer mehr in den Bann gezogen hat. Das Ganze gipfelt dann in einem denkwürdigen Kapitel und einem Verhör, bei dem ich ebenso wie der Hauptkommissar gleichzeitig Faszination und Abscheu empfand und auch etwas Trauer. Ein kleiner Epilog rundet die noch lange nachklingende Geschichte gelungen ab. Insgesamt kann ich daher "Trümmerkind" sehr empfehlen. Eine Krimi-Story der besonderen Art verbunden mit historischem Zeitgeschehen. Von mir gibt es dafür 5 Sterne.

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  • Traurig und Wundervoll!

    Trümmerkind
    Anjaxxx

    Anjaxxx

    11. February 2017 um 12:37

    Was für ein Buch, was für ein Wahnsinn und was für eine spannende, packende Geschichte. Ich habe mich zwischenzeitlich mehrfach dabei erwischt, das ich mir das Buch einteile....weil ich nicht wollte das es irgendwann zu Ende ist und weil ich große Angst vor der Wahrheit hatte !!!! Bücher, welche, zum Teil in der Kriegs/bzw. Nachkriegszeit und zum anderen Teil in der Gegenwart spielen, sind eigentlich gar nicht mein Fall, damit konnte ich bisher einfach nicht viel anfangen. Aber besser als hier kann man es einfach nicht machen. Begeistert wäre das falsche Wort, wahnsinnig beeindruckt und den Tränen nahe trifft es wohl ansatzweise am besten.  Noch nie hat eine Geschichte mich so beeindruckt. Die Schilderungen wie es nach dem Krieg zuging, unter welcher Verzweiflung die Leute gehandelt haben, einfach nur um zu überleben, das hat die Autorin mit ganz tollen Worten geschildert, ich habe mich teilweise sogar mittendrin gefühlt und jegliches Denken abgestellt.  Sehr beeindruckt hat mich natürlich der kleine Joost. So ein hilfloser kleiner Junge mit so einem rührenden Schicksal und trotzdem war seine neue Familie jederzeit und unwiderruflich für ihn da. Auch mit Anna habe ich hier mitgefiebert. Welches große Geheimnis verbirgt ihre Mutter und was hat sie mit den Anquists zu tun? Ihr dürft mehr als gespannt sein, denn da werden einige ganz große Schocker kommen!

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  • eBook Kommentar zu Trümmerkind von Mechtild Borrmann

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    sehr spannend geschrieben. Man leidet mit den Menschen mit. Was ein wenig verwierend ist, dass viele Namen vorkommen und man immer wieder zurück verfolgen muss, wer wer ist.
    Kann ich aber unbedingt weiterempfehlen.

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