Meg Cabot Abandon

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Inhaltsangabe zu „Abandon“ von Meg Cabot

In einer schicksalhaften Nacht sah die siebzehnjährige Max, wie ihre Klassenkameraden eines grausamen Todes sterben mussten - unter ihnen ihr Bruder Joshua. Sie weiß, wer dafür verantwortlich ist: Haden, der Fremde in der schwarzen Lederjacke, dem der Tod auf Schritt und Tritt zu folgen scheint. Doch als sie die ganze schreckliche Wahrheit begreift, hat Haden auch sie bereits mit sich ins Reich der Toten genommen... (Quelle:'Flexibler Einband/30.12.2011')
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  • Rezension zu "Abandon" von Meg Cabot

    Abandon
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. January 2012 um 14:02

    Sie weiß, wie es ist zu sterben... Pierce Oliviera ist fünfzehn, als sie stirbt. Doch sie kommt nicht in den Himmel, sondern in die Unterwelt, wo sie den geheimnisvollen John trifft, der dort das Sagen hat. Es gelingt ihr zwar, zu entkommen und ins Leben zurückzukehren, jedoch kann sie John nicht vergessen. Diese Erfahrung hat verheerende Auswirkungen auf ihre Familie, ihre Beziehung zu ihren Freunden, ihr ganzes Leben. Sie kann einfach nicht so weitermachen wie zuvor, zumal John ihr in der Unterwelt nicht zum letzten Mal begegnet ist. Immer wenn sie in Gefahr schwebt, taucht er plötzlich auf, um sie zu retten. Als sie, fast zwei Jahre nach ihrem Tod, mit ihrer Mutter auf eine kleine Insel zieht, um einen Neuanfang zu starten, trifft sie ihn erneut wieder. Doch er ist nicht das Gefährlichste, was ihr dort begegnen kann... Aufmachung: Der Umschlag dieses Buches ist zwar nichts Weltbewegendes, gefällt mir aber trotzdem sehr gut. Die sanften Braun- und Goldtöne, sowie die leicht schimmernden Ornamente und das Bild des Mädchens wirken sehr edel. Wenn man den Umschlag abnimmt, kommt eine hübsche goldene Prägung zum Vorschein, die sehr gut zur restlichen Aufmachung passt. Außerdem finden sich am Anfang jedes Kapitels dieselben Ornamente, die auch den Umschlag zieren. Alles ist wirklich sehr stimmig und ansprechend. Meine Meinung: Die Geschichte beginnt nicht etwa mit Pierces Tod, sondern fast zwei Jahre danach, als sie gerade auf die Insel gezogen ist. Man weiß sofort, dass sie schon mal gestorben und wieder ins Leben zurückgekehrt ist, jedoch erfährt man noch keine Details, sondern wird durch Anspielungen richtig neugierig gemacht. Erst nach und nach kommt durch Rückblenden heraus, wie sie gestorben ist, was sie in der Unterwelt erlebt hat und wie ihr Leben danach weitegegangen ist. Das halbe Buch scheint aus diesen Rückblenden zu bestehen. So konnte ich das Buch manchmal schwer aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, was zuvor alles passiert ist, wie sie zum Beispiel John kennengelernt hat und was es mit dem "Vorfall" auf sich hat, der immer wieder erwähnt wird. Die eigentliche Handlung, also Pierces Gegenwart, spielt an gerade einmal zwei Tagen, die jedoch sehr ereignisreich sind. Während man immer mehr über die Vergangenheit erfährt und hier auch fast alle offenen Fragen beantwortet bekommt, werden in der Gegenwart immer neue aufgeworfen. Hier wimmelt es nur so vor Geheimnissen über die Insel, Pierces Onkel, den Friedhof, die neuen Mitschüler usw. Und dann ist da auch noch John, der mit einigen dieser Dinge etwas zu tun zu haben scheint... Die Liebesgeschichte nimmt einen überraschend kleinen Teil der Handlung ein, obwohl sie großen Einfluss auf viele andere Geschehnisse hat. Außerdem ist sie (meines Empfindens nach) ein kleines bisschen unlogisch. Die beiden passen zwar schon irgendwie zusammen und man möchte sie auch zusammen sehen, jedoch hatten sie nie die Zeit, sich wirklich kennenzulernen. Deshalb geht es mir ab einer bestimmten Stelle etwas zu schnell, zumal sie einander anscheinend immer noch misstrauen. Da sie einander ständig missverstehen und das Verhalten des anderen falsch deuten, sind Probleme vorprogrammiert, obwohl es so auch zu einigen sehr unterhaltsamen Szenen kommt. Pierce ist ein sympathisches, nettes Mädchen, das sich viel um andere sorgt und kümmern will. Man weiß, dass sie sich nach ihrer Todeserfahrung verändert hat, da sie dieses Ereignis verständlicherweise nicht mehr loslässt. Jedoch wird man nicht ganz schlau aus ihr, weil sie manchmal etwas widersinnig handelt, was aber auch daran liegen könnte, dass sie zuweilen naiv und ein wenig schwer von Begriff ist. Außerdem steigert sie sich oft in Dinge hinein und kann sehr stur sein, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Man hat sie trotzdem gerne, weil sie immer zum Wohle anderer handelt (oder zumindest glaubt, dies zu tun). John würde ich als "schwierigen" Typ bezeichnen. Er ist geheimnisvoll, düster, gefährlich und voller Schmerz, hat aber auch eine andere Seite, die es jedoch sorgsam verbirgt. Außerdem neigt er zu Stimmungsschwankungen, die ihn unberechenbar machen. Man weiß anfangs nicht viel über ihn und erfährt auch im Laufe des Buches nur ein wenig. Deshalb hat man das Gefühl, ihn noch nicht so richtig kennengelernt zu haben, zumal er sowieso nicht so oft auftaucht, wie ich es mir gewünscht habe. Wenn man erwartet, dass am Ende des Buches alle Fragen geklärt werden, dann muss man sich auf eine Enttäuschung gefasst machen. Es gibt nur einen kleinen Showdown, der aber zumindest eine überraschende Wendung beinhaltet, und einen fiesen Cliffhanger. Deshalb kommt mir das Buch irgendwie unfertig vor. Doch vielleicht soll es als eine Art "Einleitung" für die beiden Folgebände gesehen werden, denn neugierig gemacht hat es auf jeden Fall. Auch für jemanden, der noch nicht so viel Erfahrung mit englischen Büchern hat, ist dieses Buch recht leicht zu lesen. Ich musste wirklich sehr wenige Wörter nachschlagen, die ich jedoch nichtmal fürs Verständnis gebraucht hätte. Dies liegt vor allem an Meg Cabots gewohnt flüssigem und nicht zu anspruchsvollem Schreibstil (das ist positiv gemeint). Es macht einfach Spaß, ihre Bücher zu lesen, weil sie es versteht, den Leser gut zu unterhalten. Außerdem gelingt ihr eine angenehme Balance zwischen witzigen, spannenden und ernsten Szenen. Auch den mytische Hintergrund dieser Geschichte hat sie sehr interessant dargestellt. Es gibt viele Anspielungen auf die griechische Mythologie, mit besonderem Augenmerk auf die Geschichte von Hades und Persephone. Hier findet sich eine gelungene Mischung aus Altbekanntem und von der Autorin neu Erdachtem. Fazit: "Abandon" ist ein unterhaltsamer, fesselnder und neugierig machender Auftakt zu einer Trilogie. Man merkt jedoch, dass dies wirklich nur der Anfang einer größeren Geschichte ist, da etliche Fragen offen bleiben. Das Buch hat ein paar kleinere Schwächen, was mich aber nicht davon abhält, mich auf die Fortsetzung zu freuen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Abandon" von Meg Cabot

    Abandon
    Dubhe

    Dubhe

    27. December 2011 um 21:46

    Pierce weiß wie es ist zu sterben. Denn schon einmal hat sie das Reich der Toten besucht. Und konnte entkommen. Doch seitdem ist einiges passiert. Denn der Herr des Totenreiches, John, scheint sie zu verfolgen. Und zurück zu fordern, was ihm einst genommen. Pierce möchte mit ihrer Mutter auf deren Heimatinsel ein neues Leben beginnen. Doch John scheint sie trotzdem zu verfolgen. Doch sind seine Beweggründe wirklich so klar? Oder steckt mehr dahinter? . Der Anfang ist ziemlich untypisch für Meg Cabot, denn normalerweise beginnen ihre Bücher mit dem ersten wichtigen Ereignis. Doch in diesem Fall ist ihr Anfag eben nicht typisch für sie, da schon etwas Zeit seit dem Todeserlebnis von Pierce vergangen ist und sie viel Zeit braucht, um die Ereignisse zu erklären. Doch das macht sie geschickt, sodass einem nicht sehr fad wird. Jedoch habe ich am Anfang geglaubt, dass wird ein langweiliges Buch, doch das stimmt nicht, denn nur der Anfang ist teilweise wegen dem Erzählen der vergangenen Geschehnisse langweilig, aber der Rest irrsinnig spannend. Ich kann und will nicht allzu viel vom Inhalt erzählen, denn ein Wort zu viel und es ist zu viel verraten und das Buch infolge dessen langweilig. Pierce ist ein teilweise recht komischer Charakter, was das Buch aber umso spannender macht und John's Charakter wird erst ganz am Ende aufgedeckt. Es gibt noch weitere Personen in diesem Buch, doch diese sind nicht sehr wichtig für die Handlung. Es wird höchstwahrscheinlich eine Trilogie und der 2. Band heißt Underworld. Ich kann es kaum mehr erwarten!

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  • Rezension zu "Abandon" von Meg Cabot

    Abandon
    Stephie2309

    Stephie2309

    21. May 2011 um 19:44

    Die 17-jährige Pierce weiß genau, was mit uns passiert, wenn wir sterben, denn sie hat es selbst erlebt als sie vor knapp zwei Jahren in ihrem Pool ertrunken ist. Aus der Zwischenwelt, in der sie gelandet war, konnte sie wieder entkommen, nicht jedoch dem Mann, dem sie dort begegnet ist: John, der über diese Welt herrscht und entscheidet, wohin ihr letzter Weg die Verstorbenen führen wird. Obwohl sie vor ihm davon gelaufen ist und sich auch ein wenig vor ihm fürchtet, kann sie ihn einfach nicht vergessen, so sehr sie es auch versucht. Vor allem, weil sie ihn dort nicht zum letzten Mal gesehen hat. Er ist jedes Mal, wenn Pierce sich in Gefahr befand, wie aus dem Nichts erschienen um sie zu retten. Will er sie zurück in sein Reich holen? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Auch als sie schließlich mit ihrer Mutter umzieht um einen neuen Anfang zu starten, nach dem sie, nicht zuletzt wegen John, aus ihrer alten Schule geworfen wurde, kommt sie nicht von ihm los – und er nicht von ihr. „Fantastisch“ beschreibt nicht einmal annähernd, wie fesselnd und großartig das neueste Jugendbuch von Meg Cabot mal wieder ist. Obwohl es schon fast unmöglich scheint, schafft sie es mit ihren Geschichten immer wieder sich zu steigern und den Leser erneut so in ihren Bann zu ziehen, dass man das Buch kaum zur Seite legen kann, ehe man nicht die letzte Seite gelesen hat. Es hat wirklich nur eine einzige Schwäche: Es ist viel zu schnell vorbei! Wie in fast all ihren Jugendbüchern gibt es auch dieses Mal neben der herzerwärmenden Liebesgeschichte wieder ein fantastisches Element. In Abandon beschäftigt sich die Autorin, wie auch einige andere Jugendbuchautoren in letzter Zeit, mit der griechischen Mythologie, insbesondere mit dem Mythos der Persephone, die von Hades in die Unterwelt entführt wurde. Dabei verpasst sie diesem Mythos nicht nur einen modernen Touch, sondern taucht ihn in ein neues Licht, zeigt ihn aus einer anderen Perspektive. Schon der erste Satz, dessen Bedeutung einem erst später richtig bewusst wird, macht den Leser neugierig auf das was kommt. Nachdem man zu Beginn erst mal Pierce kennen lernt und nur Andeutungen über die Dinge erhält, die in der Vergangenheit passiert sind, erfährt man nach und nach schließlich mehr über diese vergangenen Ereignisse. In Rückblenden erzählt Pierce, die die gesamte Handlung aus der Ich-Perspektive schildert, wie sie John zum ersten Mal begegnet ist, was wirklich zwischen ihm und ihr vorgefallen ist als sie starb und von den anderen Momenten, die dazu führten, dass er aufgetaucht ist. Jede dieser Schilderungen hat man schon mit Spannung erwartet, weil man natürlich wissen wollte, was es mit den vorherigen kleinen Andeutungen genau auf sich hat. Pierce und John sind einem von Anfang an sehr sympathisch. Sie sind beide sehr stur, ziemlich temperamentvoll und sich ähnlicher, als es ihnen selbst vermutlich bewusst ist. Außerdem sind beide recht begriffsstutzig, was die Einschätzung der Handlungen und Gefühle des jeweils anderen, aber auch ihrer eignen, betrifft, was ihre Beziehung recht schwierig macht. Vor allem Pierce braucht lange bis sie erkennt, warum sie die Kette, die er ihr damals schenkte, niemals abgenommen hat und wie sie wirklich für ihn empfindet, während John sich zwar seiner Gefühle bewusst ist, ihre Reaktionen aber immer völlig fehl gedeutet hat. Die Dialoge zwischen den Beiden sind feurig und sehr erfrischend. Es macht Spaß sie zu lesen, vor allem weil Beide so eine aufbrausende Art haben, besonders wenn sie streiten – ein wirkliches Highlight des Buches! Die Liebesgeschichte ist jedoch nicht das einzige, was in diesem Buch für Spannung sorgt. Auch andere Personen und zwischenmenschliche Beziehungen werfen einige Fragen auf, wie zum Beispiel warum ihr Cousin Alex so einen Hass auf einen ihrer Mitschüler hat oder warum ihr Onkel Chris so viele Jahre im Gefängnis verbüßen musste. Außerdem ist zunächst noch ungeklärt, wie viel Gefahr von den Furien tatsächlich ausgeht, die es sich zum Ziel gemacht haben John zu quälen. Zum Ende hin kann die Autorin noch mit einer absolut unerwarteten Wendung überraschen und den Leser zutiefst erschüttern. Damit, und mit dem, was daraus folgt, hätte man niemals gerechnet. Selten hat ein Buch von Meg Cabot, Trilogieauftakt hin oder her, so spannend aufgehört wie dieses, sodass das Warten auf die Fortsetzung unerträglich ist! Der Schreibstil lässt sich gewohnt flüssig lesen und durch die Ich-Perspektive kann man sich nicht nur äußerst gut mit Pierce identifizieren, sondern hat auch das Gefühl, sie selbst würde einem ihre Geschichte erzählen, wodurch man die Handlung noch lieber verfolgt. Abandon ist ein überaus gelungener Trilogieauftakt, der den Mythos um Persephone in einem neuen Licht erscheinen lässt und mit sympathischen Charakteren, einer fesselnden Handlung und einer tollen Liebesgeschichte überzeugen kann. Nach dem überraschenden sowie offenen Ende wird niemand in der Lage sein, den zweiten Teil nicht sofort nach seinem Erscheinen ebenfalls zu verschlingen, so schnell wie möglich!

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