Meg Rosoff Oh. Mein. Gott.

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Inhaltsangabe zu „Oh. Mein. Gott.“ von Meg Rosoff

Gott würde dieses Buch kaufen! Bob ist unsterblich verliebt in Lucy. Er träumt von ihr, beobachtet sie, will sie kennenlernen. Ansonsten döst er in den Tag hinein und lässt sich treiben. Das wäre kein Problem, hätte Bob nicht eine Menge Verantwortung an der Backe. Für die Erde. Das Schicksal aller Menschen. Und aller Tiere. Denn Bob ist Gott. Und wenn Gott sich verliebt, versinkt die Welt im wahrsten Sinne des Wortes im Chaos. Witzig, turbulent, durchgeknallt – ein Buch für alle, die schon immer das Gefühl hatten, dass mit dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest irgendwas nicht stimmt

Hat seine geniale Momente, ist aber sehr wirr, und die Handlung wirkt aneinandergereiht.

— Amilyn
Amilyn

Zum Schmunzeln, aber gleichzeitig unerwartet tragisch und tiefgehend. Regt zum Grübeln an u bietet Platz für eigene Interpretationen!

— Raven
Raven

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  • Oh. Mein. Bob.

    Oh. Mein. Gott.
    Amilyn

    Amilyn

    01. August 2016 um 21:45

    Bobs Mutter hat den Job zur Schöpfung der Erde vor langer Zeit einmal beim Pokern gewonnen, und da sie, wie schon viele andere zuvor, keinen Bock darauf hatte, hat sie den Gewinn an ihren Sohn weitergegeben. Der ist... ja... 19 oder 20, so genau weiß seine Mutter das jetzt auch nicht. Jedenfalls hatte Bob seine kreativen 6 Tage und seitdem auch nicht mehr viel Bock drauf, sich um die Erde zu kümmern. Lieber schläft er lange und beschäftigt sich mit Mädchen, was jedesmal das Wetter verrückt spielen lässt. Jetzt hat er sich in die Tierpflegerin Lucy verliebt. Und das Wetter ist, gelinde gesagt, wechselhaft.Die Idee finde ich großartig, und das Buch hat auch durchaus seine genialen Momente und versprüht einen teilweise bösartigen Witz, der seinesgleichen sucht. Leider ist die Aufmachung ein wenig wirr:Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise nur zwei oder drei Seiten lang. Man kommt in die Szene so relativ schlecht rein, weil sie ja schon fast wieder vorbei ist, sobald sie begonnen hat. Außerdem ist ein Kapitel mal in Gegenwart, mal in Vergangenheit geschrieben. Anfangs dachte ich, ich hätte das System dahinter verstanden, aber das war dann doch nicht so. Keine Ahnung also, was die Autorin sich dabei gedacht hat.Der Roman wird in der Multi-Perspektive geschrieben. Ich kann nicht so wirklich beurteilen, ob es gut umgesetzt ist, weil ich schon lange kein Buch mehr aus dieser Perspektive gelesen habe, hatte aber ein paar Schwierigkeiten damit.Es gibt sehr viele Charaktere, die auf sehr wenigen Seiten sehr viele Probleme haben. Und die werden auch nicht alle gelöst, bzw. werden ohne wirkliche Anstrengung gelöst, was mich nicht gerade zufriedengestellt hat. Fazit: Eine, wie ich finde, mangelhaft umgesetzte großartig schräge Idee, die mit seinen wirklich tollen Lichtblicken und dem bissigen Witz einiges rausreißen kann. Insgesamt mag ich dieses Buch schon ganz gerne, obwohl es ärgerlich ist, wenn man dran denkt, was daraus hätte werden können. Ich vergebe daher 3***.

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  • What about Bob

    Oh. Mein. Gott.
    walli007

    walli007

    05. June 2016 um 11:03

    Durch eine Wette hat seine Mutter ihren jugendlichen Sohn diesen Job verschafft. Bob ist Gott, er hat die Welt geschaffen und seit dem ist er ziemlich faul. Mit seit Jahrtausenden gefühlten Zwanzig hat man auch etwas anderes im Kopf als sich um die Erde zu kümmern. Wäre da nicht Mr. B., der versucht Gottes (oder Bobs) gröbste Fehler wieder auszubügeln und wenigstens hin und wieder mal auf die Wünsche der Menschen zu reagieren, das Chaos wäre unbeschreiblich. Aber so ist die Welt eben wie sie ist. Bob allerdings ist wieder mal in eine Sterbliche verliebt. So wie seine Gefühle stürmen und toben, so stürmt und tobt auch das Wetter. Und Mr. B. hat nun endlich genug, er kündigt. Was sagt uns das? Zunächst mal, Gott ist verliebt und deshalb schlägt das Wetter solche Kapriolen. Gut zu wissen, gut zu wissen auch, es wird vorbei gehen. Denn Sterbliche und Götter passen einfach nicht zusammen. Es kann allerdings ein Weilchen dauern bis sie das begreifen und noch ein Weilchen bis sie das einsehen. Bleibt zu hoffen, dass Mr. B. seine ordnende Hand nicht so schnell abzieht. Ebenfalls hofft man, dass Lucy, die Angebetete ohne größere seelische Schäden davonkommt. Schließlich hat sie besseres verdient als einen spätpubertierenden Nichtsnutz. Wie im wahren Leben, erkennen das so ziemlich alles außer ihr.  Eine kuriose und doch witzige Geschichte um das herrschende Chaos in dieser Welt. Warum kümmert Gott sich nicht? Er ist anderweitig beschäftigt und es interessiert ihn einfach nicht. Wo aber ist Mr. B.? Spürt man ihn an jedem ruhigen Sommertag? Oder wenn doch einmal ein Konflikt gelöst wird? Oder eine Art gerettet? Vielleicht.  Klar ist nun, wieso die Menschheit ist wie man sie täglich sieht und von ihr in der Zeitung liest. Denn sie ist nach Gottes Ebenbild geschaffen, eines Jugendlichen, der die Pubertät noch nicht hinter sich gelassen hat. Mögen sowohl Gott als auch seine Schöpfungen wachsen und erwachsen werden.  Ein hübsches Buch, mit der Hoffnung auf ein „They lived happily ever after“ und eine bessere Welt. 3,5 Sterne

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  • Lädt zum Nachdenken ein

    Oh. Mein. Gott.
    Raven

    Raven

    10. May 2016 um 23:20

    Das Buch "Oh. Mein. Gott." von Meg Ross ist 240 Seiten lang und kommt vom Fischer- Verlag.Gott ist ein Teenager mitten in der Pubertät und sein Name ist Bob. In der Erwartung einer leichten Komödie, besorgte ich mir dieses Buch. Allein der Titel war schon lustig und auch die ganze Aufmachung und der Klapptext. Schmunzeln musste ich dann tatsächlich an einigen Stellen, aber das ganze Buch durchzieht eine enorme Tragik  und diese regt unausweichlich zum Nachdenken an. Man wird sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst und beginnt über den Sinn des Lebens und die höheren Mächte nachzudenken. Das Buch ist in einem fließenden, außergewöhnlichen Schreibstil verfasst, der sich gut lesen lässt und Orte, Protagonisten und die Welt an sich sind sehr skurril und fantasievoll  umgesetzt. Das Buch ist keineswegs oberflächlich und lustig, sondern hat eine unerwartete Tiefe und lässt viel Raum zur eigenen Interpretation. Meine Interpretation und Gedankengänge während dem Lesen waren folgende:Ich stellte mir Bob als unsere Regierung und Politiker vor und Mr. B als das arme arbeitende Volk, welches man unentwegt ausbeutet. Eck symbolisiert für mich alle aussterbenden und gequälten Tiere, die nur wegen dem egoistischen Handeln der Menschen ihr Leben tagtäglich lassen müssen. Estrelle ist für mich das weibliche, zentrifugale Prinzip, das Licht in der Dunkelheit und das Ying zum Yang. Sie ist die Hoffnung in der Welt, die den Ausgleich zu dem ganzen Übel schafft. Bernard steht für mich für die ganzen Alltagshelden auf der Erde, für die Menschen die aus Überzeugung teilen, unterstützen und geben. Mona sehe ich als Symbol der Sünden, Süchte und Gleichgültigkeit und Lucy stellte für mich die pure, unschuldige Naivität dar. Oh. Mein. Gott hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und einige Passagen fesseln mich immer noch und lassen mich nicht zu frieden.  Es regt immer noch zum Grübeln und interpretieren an, was selten ein Buch bei mir in dieser Form schafft. Folgendes Zitat aus Oh. Mein. Gott. beschreibt das Buch sehr gut:" Vielleicht kann man nur weitermachen, wenn man sich das Leben auf der Erde als einen kolossalen Witz vorstellt, als eine Schöpfung von so immenser Dummheit, dass man einfach lachen muss.Fazit: Ein Buch das uns Schmunzeln lässt, aber von weitreichender Tragik geprägt ist, die zum Nachdenken anregt und viel Platz zur eigenen Interpretation lässt. Ein tiefgehendes Buch, welches man nicht oberflächlich lesen sollte. Ich kann es absolut empfehlen!

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  • Ein sehr komisches Buch mit einer originellen Idee

    Oh. Mein. Gott.
    VanaVanille

    VanaVanille

    24. April 2016 um 20:04

    Woran man sich beim Lesen von Oh. Mein. Gott. vielleicht zuallererst gewöhnen sollte, ist der Held unserer Geschichte: Bob alias Gott. Denn im Grunde ist Bob kein Held; er ist sogar das totale Gegenteil, ein Antiheld wie er im Buche steht. Egoistisch, pubertär, faul, gleichgültig und unvernünftig. Seine Aufgabe, auf der Erde für Harmonie und Friede zu sorgen, nimmt der junge Mann nicht ganz ernst, vielmehr ist er damit beschäftigt das Mädchen seiner Träume um den Finger zu wickeln und schnellstmöglich ins Bett zu kriegen. Denn Bob denkt nicht an das, was kommen könnte, er denkt an jetzt, jetzt und nochmals jetzt! Und was er will, das hat er JETZT auch zu bekommen, schließlich ist er kein geringerer als Gott höchstpersönlich. (Verschweigen wir an dieser Stelle mal, dass keiner diesen Job haben wollte und er ihn nur durch einen Pokergewinn an sich reißen konnte). Es fiel mir aus den gegebenen Gründen anfangs etwas schwer mit Bob klar zu kommen. Natürlich wollte die Autorin nicht, dass man ihn mochte - das wurde beim Lesen unmissverständlich deutlich - doch manchmal ging es sogar soweit, dass er mich in den Wahnsinn trieb. Man litt unter seinen Launen und wollte ihm am liebsten das ein oder andere Mal eine Ohrfeige verpassen für seine unglaubliche Ignoranz und Selbstbezogenheit. Glücklicherweise existierte neben ihm noch so manch andere Figur, aus dessen Perspektive die Handlung erzählt wurde. So konnte man sich jedenfalls mit seinem Gehilfen Mr. B, dem süßen Pinguin-Ameisenbär-Mischling Eck oder der naiven Tierpflegerin Lucy anfreunden, die mir schließlich doch noch den Weg in die Geschichte wiesen. Sie waren es auch, die mich davon überzeugten, dass hinter Frau Rosoffs Buchidee nicht nur eine amüsante Komödie, sondern auch ein tiefgründiger Gedanke steckte. Zwischen all dem Witz und der Absurdität brachten die verschiedenen Charaktere Themen zur Sprache, die mich an vielen Stellen sehr nachdenklich stimmten. Ganz egal ob es dabei um Tod, Liebe oder den Sinn des Lebens ging, die Autorin sprach sie alle so offen und ehrlich an, dass man sehr oft seine eigenen Gedanken dazu wiederfand und das eben noch so heitere Lächeln einer tiefen Denkfalte weichen musste. Mein Urteil Ich bin überzeugte Atheistin, aber wenn man sich mal Oh. Mein. Gott. genau anschaut und die dort beschriebenen Verhältnisse mit unserer Erde vergleicht, könnte man fast glauben, ein liebestrunkener, pubertärer Teenager würde sie beherrschen. Sehr witzig und dennoch tiefsinnig, eine wirklich göttliche Kombi.

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  • Meg Rosoff - Oh. Mein. Gott

    Oh. Mein. Gott.
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    06. April 2016 um 15:58

    Gott würfelt nicht – aber es wird Poker gespielt im Himmel und so gewinnt Mona den ziemlich abseitigen Planeten Erde, den sie als Göttin gestalten kann, wie sie will. Da sie aber keine Lust darauf hat, übergibt sie ihn kurzerhand ihrem etwas einfältigen Sohn Bob, der dort Gott spielen und sich austoben darf. An seiner Seite hat er Mr B., der ein wenig nach dem Rechten sieht. Als Bob eines Tages die traurige Tierpflegerin Lucy entdeckt, ist es um ihn geschehen. Unendlich verliebt will er das Mädchen erobern, koste es, was es wolle. Dass eine Beziehung zwischen Gott und einem Erdling nicht wirklich zukunftsträchtig ist, spielt für Bob aber keine Rolle.Herrlich komisch und so gar nicht ernstzunehmend stellt uns Meg Rosoff ihren ganz speziellen Himmel und vor allem den Erschaffer der Erde vor. Liebenswert sind alle Figuren, auch wenn sie noch so schräg sind. Und allzu menschliche Verhaltensweisen und Eigenarten weisen sie zudem auf, so dass das Wiedererkennen auch nicht besonders schwer fällt. Eine humorvolle Reise in ein Paralleluniversum, das vielleicht doch näher an unserer Welt ist, als man glauben mag.

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  • Komisch geschrieben; veriwrrend

    Oh. Mein. Gott.
    TigerBaaby

    TigerBaaby

    01. October 2015 um 15:29

    ~ KLAPPENTEXT ~ Stellen Sie sich vor, Gott heisst Bob, ist ein 19-jähriger Schnösel, der ein paar Straßen weiter wohnt und den halben Tag verschläft. Vor einigen Jahrmillionen hatte er seine kreativen sechs Tage, aber seitdem hat er am Schicksal der Menschheit das Interesse verloren. Vielmehr interessiert er sich für die hübsche Lucy. Mit ihr will er zusammensein, koste es, was es wolle. Doch wenn Bob sich verliebt, versinkt die Welt im wahrsten Sinne des Wortes im Chaos. ~ MEINUNG/ FAZIT ~ Nach langem leider ein Buch, was mich so gar nicht angesprochen hat. Der Klappentext und das Cover reizen einen, aber als ich anfing es zu lesen hatte ich einfach nur noch 1000 Fragezeichen über dem Kopf stehen. Zum einem verwirrt der Schreibstil mich noch dazu. Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, dass ich mit dieser Art Bücher wie dieses nicht zurecht komme oder es wirklich selber am Buch liegt, da sollte man sich jedoch selbst von überzeugen. Ich habe das Buch abgebrochen und deswegen gibt es von mir 1 von 5 Eulen.

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  • Oh.Mein.Gott. - 3 Wörter die perfekt zum Buch passen!

    Oh. Mein. Gott.
    catbooks

    catbooks

    03. May 2013 um 07:53

    Ich habe dieses Buch letztes Jahr im September angefangen, doch muss ich gestehen, dass ich mit dem Schreibstil und der gesamten Geschichte so gar nicht klar gekommen bin. “Oh.Mein.Gott” ist mein erstes Buch von Meg Rosoff und daher weiß ich gar nicht, ob diese Art zu Schreiben bei ihr normal ist oder ob sie sich in diesem Fall einfach dieser irren und wirren Geschichte angepasst hat. Über diesen Ideenreichtum bin überaus überrascht. Daher wollte ich diesem Buch auf jeden Fall noch eine Chance geben und es nicht aufgeben. Und es hat sich gelohnt! Denn ist man einmal drin und weiß wie Bob, sein Gehilfe Mr. B, Bobs Mutter Mona, sein Haustier Eck und Lucy ticken. Sie sind schon wahrlich chaotisch, verrückt und gleichzeitig sehr liebenswürdig. Bob ist ein fauler und desinteressierter junger Mann, der seinen Job als Gott von seiner Mutter geschenkt bekommen hat, als diese bei ihren allabendlichen Pokerspielen, den gewonnen hat. Gabe es nicht noch seinen Assistent Mr. B würde dank Bob die Welt zu Grunde gehen. Denn er hat nur eins im Kopf: das weibliche Geschlecht und da vor allem Lucy! Das Problem dabei ist, dass durch seine Gefühlsschwankungen auch die Welt vollkommen ins Wanken gerät. Die junge Tierpflegerin scheint die Frau zu sein, mit der er für immer zu sein möchte… Doch was passiert mit seinem Job Gott zu sein? So einfach wird man diesen nicht los! Meg Rosoff zeigt dem Leser durch ihre kreative und verrückte Art, wie die Welt sein könnte, wenn ein Lausbub wie Bob das Zepter in die Hand bekäme und die Möglichkeit hätte die Welt zu beeinflussen, ohne das er einen Plan hat und sich eher nach seinen Wünschen und Träumen richtet als nach denen der anderen. Auch wenn diese Idee absolut undenkbar scheint, so kann ich ihre Gedankengänge voll und ganz nachvollziehen. Schon im Alltag merkt man, dass Jugendlichen immer mehr früher “erlaubt” wird. Mit 17 Auto fahren, mit 15 Motorrad und mit 16 das erste Bier trinken. Auf den ersten Blick scheint es alles nicht so dramatisch zu sein und die Jugendlichen freuen sich natürlich, dass sie mehr dürfen, doch mit dieser Verantwortung können mit Sicherheit noch nicht alle in diesem Alter umgehen. Natürlich ist dieser Punkt auch wieder eine gute Diskussionsgrundlage, schließlich hat jeder eine andere Meinung, doch genau das möchte Meg Rosoff wahrscheinlich auch unter anderem erreichen. Die Leser sollen nachdenken, ob sie wirklich einem jungen Mann, der nichts anderes als Spaß, Sex und Mädchen im Kopf hat, ihr Leben in die Hand geben wollen. Der Schreibstil von Frau Rosoff war für mich anfangs doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es wirkte alles etwas zu gewollt, doch trotzdem bin ich nach dem zweiten Anlauf erstaunlich gut hineingekommen und konnte über Bob, Eck  und die trockenen, humorvollen Szenen gut lachen! Das Cover ist großartig und besonders schön ist es, dass das Haustier Eck, der für mich eine hinreißende Figur ist, einen Ehrenplatz auf dem Cover erhalten durfte. Ein Buch, das schon von außen sowohl die männlichen als auch die weiblichen Leser anspricht! ♥ Fazit: Meg Rosoff ist ein irres, verwirrendes und gleichzeitig ein wirklich unterhaltsames Buch gelungen! Ich hab mich gut unterhalten gefühlt und konnte dank des Freiraumes, den sie gelassen hat, meine eigene Fantasie, wie z.B. wie der kleine Eck nun wirklich aussieht,  in die Geschichte miteinbauen. Die Geschichte mag zwar nicht einfach geschrieben sein, doch hält sie einen Funken Wahrheit, die mich nach dem Buch doch hat nachdenken lassen.

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  • Rezension zu "Oh. Mein. Gott." von Rosoff Meg

    Oh. Mein. Gott.
    Sarlascht

    Sarlascht

    26. December 2012 um 20:57

    Inhalt: Gott heißt eigentlich Bob und ist ein 19-jähriger Teenager, der es liebt zu schlafen und auch sonst eher nicht viel unternimmt, außer an Sex zu denken. Nur einmal, da schuf er in 6 Tagen eine ganze Welt, wobei ihn diese Erfindung heutzutage nur noch langweilt. Sein Interesse gilt jetzt mehr Lucy, dem schönsten Mädchen was er je gesehen hat. Liebe kann Berge versetzen, aber auch die ganze Welt ins Chaos stürzen, wenn es Gott ist, der seinen Gefühlen nachhängt. . Meine Meinung: Die Idee klingt ganz nett: ein Teenager als Gott, mit all den Problemen und Sehnsüchten, die halt in der Pubertät aufkommen, doch mehr als eine nette Idee wird es nicht, nein, eigentlich ist es ein komplettes Desaster. Satiren auf Gott können lustig sein, wenn man eine Gestalt schafft, die irgendwie ansprechend ist, aber Bob ist einfach nur ein egoistisches, arrogantes, man verzeihe mir, Arschloch. Man liest das Buch und hasst ihn mit jeder Seite mehr, weil er sich nur darum kümmert, was ihn betrifft. . Eine Kostprobe: Das viele Nachdenken frustrierte ihn. Es gab so viel zu organisieren. Wenn Mr. B eine richtige Hilfe wäre, würde er seinen hektischen Terminplan, bestehend aus kranken Kindern und vergewaltigten Frauen oder was immer gerade das Heulthema der Woche war, für ein paar Minuten vergessen und sich um ich kümmern (Seite 160) . Und so geht es das ganze Buch dahin, egal mit welchen Schrecklichkeiten die Welt gerade konfrontiert wird, Bob schiebt alles zur Seite, nur damit er wieder im Rampenlicht stehen kann und so gut es gemeint war, aus Gott einen Teenager zu machen, so schlecht ist es gelungen. Das Buch schrammt wirklich auf niedrigstem Niveau dahin, wobei, vielleicht ist es auch einfach nicht meine Kragenweite an Humor. . Zwischen dieser furchtbaren Geschichte verbirgt sich aber auch eine kleine Schönheit, die der einzige Grund war, weshalb ich das Buch zu Ende las. Es ist die Geschichte um Eck, Gottes Haustier. Bob selbst behandelt es wie den letzten Müll, schlägt es, letztlich wird er bei einem Spiel als Wetteinsatz genommen und verloren. Sein neuer Besitzer will ihn essen, was Bob natürlich auch nicht kümmert, aber da gibt es Estelle. Estelle ist nur eine Nebenfigur, allerdings auch die einzige, die sich für Eck einsetzt. Es entwickelt sich eine herzzerreißende Freundschaft. Und genau diese Nebengeschichte war es, die mich lesen ließ, weil ich wissen wollte, wie alles für Eck ausgeht. . Fazit: Eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe, mit einem Hauptprotagonisten, den man einfach nur hassen kann.

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  • Rezension zu "Oh. Mein. Gott." von Rosoff Meg

    Oh. Mein. Gott.
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. December 2012 um 16:31

    Kurzbeschreibung: Stellen Sie sich vor, Gott heißt Bob, ist ein 19-jähriger Schnösel, der ein paar Straßen weiter wohnt und den halben Tag verschläft. Vor einigen Jahrmillionen hatte er seine kreativen sechs Tage, aber seitdem hat er am Schicksal der Menschheit das Interesse verloren. Vielmehr interessiert er sich für die hübsche Lucy. Mit ihr will er zusammensein, koste es, was es wolle. Doch wenn Bob sich verliebt, versinkt die Welt im wahrsten Sinne des Wortes im Chaos. Zur Autorin: Bevor sie anfing zu schreiben, arbeitete Meg Rosoff in vielen verschiedenen Jobs, unter anderem im Verlagswesen und in der Werbung. 1989 zog sie von New York nach London, wo sie heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. In Großbritannien stand sie mit So lebe ich jetzt lange auf der Bestsellerliste. Rezension: Erzählt wird die Geschichte von Bob, einem jungen Rotzlöffel, der außerdem auch noch Gott ist, der Schöpfer der Welt. Diesen Job hat er von seiner Mutter geschenkt bekommen, die ihn beim Pokerspiel gewonnen hat. Bob selbst zeigt nicht viel Interesse an seinem Beruf und so hat Mr. B., sein Assistent, alle Hände voll zu tun, um den Anforderungen nachzukommen und überlegt sich, zu kündigen. Als Bob sich dann mal wieder in ein irdisches Mädchen verliebt, schwant Mr. B. und auch Bobs Mutter Mona Schlimmes. Denn immer wenn Bob mit einem Mädchen anbandelt, spielt das Wetter verrückt und es hagelt Katastrophen. Doch mit Lucy, die in einem Zoo als Tierpflegerin arbeitet, scheint alles anders zu sein: Bob meint es zum ersten Mal in seinem Leben ernst mit einer Frau und hat plötzlich nichts anderes mehr im Kopf als Lucy... Mit Oh.Mein.Gott. legt Meg Rosoff eine wahrlich haarsträubende Geschichte vor. Denn wie wäre es, wenn Gott wirklich ein junger pubertierender Tunichtgut wäre, der nichts anderes als Mädchen im Kopf hat und sich nicht um seine eigentliche Aufgabe, die Welt im Einklang zu halten, kümmert? Nicht auszudenken... Protagonist Bob ist ein wirklich überheblich und unsympathisch agierender Charakter, für den ich keine Zuneigung empfinden konnte. Für seine 19 Jahre benimmt er sich mehr als kindisch und ignorant vor allem seinem Assistenten Mr. B. gegenüber, der alles tut, um Bobs Versagen in seinen Aufgaben zu kaschieren und auszubügeln. Auch erhält der Leser Einblick in das Leben von Bobs Mutter Mona, die in Casinos beim Poker ihr Geld verspielt und gerne mal einen über den Durst trinkt. Dann wäre da noch Lucy, in die sich Bob verliebt, was auf Gegenseitigkeit beruht. Doch in ihr werden immer mehr Zweifel wach, ob Bob mit offenen Karten spielt. Denn er verrät ihr natürlich nicht, dass er Gott ist und somit verstrickt er sich immer mehr in Ausreden und Ausflüchte, wenn sie Näheres über sein Leben wissen möchte. Zwar ist die Idee, die hinter Oh.Mein.Gott. steckt, zweifellos innovativ und originell, dennoch konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen, da Meg Rosoff einfach zuviele haarsträubende Begebenheiten aneinanderreiht, die für mich oftmals zuviel des Guten waren. Auch die zahlreichen humorigen Szenen kamen mir zu sehr gewollt daher. Aber da sollte sich jeder interessierte Leser selbst eine Meinung dazu bilden! Fazit: Oh.Mein.Gott enthält zwar eine originelle Grundidee, doch konnte mich das Buch wegen seiner manchmal zu gewollten witzigen Szenen und Aneinanderreihungen nicht ganz überzeugen. Die Charakterzeichnung von Meg Rosoff allerdings empfand ich als gelungen.

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  • Rezension zu "Oh. Mein. Gott." von Rosoff Meg

    Oh. Mein. Gott.
    sabrinacremer

    sabrinacremer

    18. November 2012 um 14:26

    Zum Inhalt: Am Anfang war Bob. Und Bob schuf den Himmel und die Erde und die Tiere auf den Feldern und im Meer und fünfundzwanzig Millionen andere Arten, darunter auch haufenweise wunderhübsche Mädchen. Und all das schuf er in sechs Tagen. Sechs Tage! Herzlichen Glückwunsch, Bob! Kein Wunder, dass die Erde so ein Durcheinander ist. Stellen Sie sich vor, Gott ist ein ganz normaler Teenager. Er ist faul, sorglos, denkt nur an sich, ist verrückt nach Sex – und kurz davor, Lucy kennenzulernen, das schönste Mädchen der Welt. Lasst uns beten, dass er sich nicht in Lucy verliebt – denn jedes Mal, wenn Bob sich verliebt, endet es im Desaster. Meine Meinung: Mona sah geknickt aus. “Keine Mutter hört gern schlimme Dinge über ihre Kinder.” “Welche schlimmen Dinge? Wovon redest du? Ich habe meine Sache sehr gut gemacht! Das findet jeder!” Mona wandte den Blick ab und begutachtete ihre Fingernägel. “Wenn du das sagst, Liebling.” “Hör zu.” Er versuchte, seine Fassung wiederzufinden. “Wenn ich so vollkommen nutzlos bin, warum bin ich dann Gott geworden?” Mona blinzelte, auf ihrem Gesicht spiegelte sich aufrichtiges Mitgefühl. “Vielleicht wollte kein anderer den Job?” Bob setzte sich fassungslos hin. Auf diese Idee war er noch nie gekommen. [Seite 99] Bob ist Gott. Und er hat sehr viele irdische Probleme. Da ist zum einen seine Mutter Mona, die gerne trinkt und dann auch schon mal sein Haustier beim Poker als Einsatz hergibt. Zum anderen ist da Mr. B, sein “Gehilfe”, der aber immer alles besser weiß. Und dann sind da noch all diese hübschen Frauen, die er ja irgendwie erschaffen hat (er hat seinen Job halt drauf). Und vorallem Lucy – die ihn total umhaut. Doch wenn Gott sich verliebt, passiert mit dem Wetter auf der Erde das Gleiche, wie mit seinen Hormonen: es spielt total verrückt. Da passiert es auch schon mal, dass die Meerestiere sich im Himmel tummeln. Bob versucht, Lucys Herz für sich zu gewinnen. Doch das ist in dem Wetterchaos gar nicht so einfach. Meg Rosoff beschreibt den modernen Olymp witzig, ironisch, frech und auch respektlos. Die Dialoge sind oft schnell und stellenweise wirklich filmreif. Wenn ich bisher auch nicht so ganz wusste, wie ich mir den Himmel vorstellen soll, jetzt weiß ich es. ;) Gut, die Erde kommt nicht als bester Planet in der Geschichte weg. Auf anderen Planeten geht es wohl geordneter zu. Aber Bob ist halt jung, er muss noch lernen, den Laden in den Griff zu kriegen. Als Leser springt man mit den Göttern im Universum run, tummelt sich auf der Erde oder irgendwo dazwischen. Ein unterhaltsames Buch, herrlich blasphemistisch. :) bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Oh. Mein. Gott." von Rosoff Meg

    Oh. Mein. Gott.
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    06. September 2012 um 19:53

    Es gibt Bücher in der Geschichte der Menschheit, bei denen es in ganz besonderem Maße auf den richtigen Zeitpunkt des Lesens ankommt. Meg Rosoff`s “Oh mein Gott“ (Fischer 2012, 236 Seiten, 14,99 €) gehört zweifelsohne in die Riege dieser außergewöhnlichen Werke. Ich bin heilfroh, diesen Roman im 21. Jahrhundert gelesen zu haben. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn dieses Buch im Mittelalter der Heiligen Inquisition in die werten blutverschmierten Hände gefallen wäre, oder wenn Galileo Galilei im 17. Jahrhundert einen ganz vorsichtigen Blick hineingeworfen hätte. Ganz abgesehen vom werten Besitzer des Buches und natürlich der wagemutigen Schriftstellerin. Alle gemeinsam hätten wir wohl auf irgendeinem Scheiterhaufen vor uns hin gebrannt, verurteilt wegen Blasphemie und der Verbreitung ketzerischen Gedankengutes und wären trotzdem nicht gestorben! Weil wir bei jedem Gedanken an dieses Buch so viele Lachtränen vergossen hätten, dass der Scheiterhaufen erbost seinen Dienst quittiert hätte. Vergesst einfach ganz schnell alle wissenschaftlichen und religiösen Schöpfungstheorien und akzeptiert, dass einzig Meg Rosoff weiß, wie unsere gute alte Erde entstanden ist. Die unförmige kleine Kugel ist bei einem göttlichen Pokerspiel der Mutter von BOB zugefallen. Und der ist absolut nichts besseres eingefallen, als ebenjenen 19jährigen Schnösel genau dort auf die freie Stelle des Gottes zu setzen. Am Anfang war also Bob. Die Erde war ziemlich wüst und leer und so schuf Bob den Himmel, das Wasser, die Tiere auf den Feldern und natürlich auch den Menschen – leider ganz nach seinem Ebenbild. Und damit es nicht allzu finster blieb, sprach er huldvoll: “Es werde Licht” und es ward Licht. Nur war es eben kein allzu gutes Licht. Bob experimentierte mit Wunderkerzen und Neonröhren, versuchte sich an Glühwürmchen und überdimensionalen Kerzen. Sogar Kristalllüster erhellten kurzfristig den Himmel. Bob fand dies alles absolut cool. Hätte er nicht in “Mr. B.” einen treuen Gehilfen vorgefunden, der ein wenig korrigierend eingriff, die Erde wäre im frühen Chaos der Schöpfung bereits mehrfach untergegangen. Und bei manchen Schöpfungen konnte sich Bob nachhaltig gegen “Mr. B.” durchsetzen, auch wenn die Kreationen mehr als bizarr anmuteten. Das mit den Vögeln, die auf hässlichen langen Beinen stehen, unförmig große Füße haben und keinen Meter fliegen können, dafür aber ihre Köpfe in den Sand stecken - das war ein Riesenspaß. Fast so lustig, wie die riesigen Fische, die unter Wasser nicht atmen können. Echt ein kreatives Köpfchen, unser Bob…. Sechs Tage lang dauerte die spektakuläre Schöpfungsgeschichte und seitdem lebt Bob mitten unter uns, lümmelt sich meist gelangweilt auf seinem Sofa, hat das Interesse an seinem Job weitgehend verloren und träumt unaufhörlich von Sex! Einziges Problem dabei: Jedesmal, wenn Bob eine Affaire mit einem jener begehrenswerten weiblichen Geschöpfe hat, dreht das Wetter auf der Erde absolut durch. Erdbeben, Taifune, Schneestürme im Sommer und Temperaturstürze sind weltweite Begleiterscheinungen seiner Gier. “Mr. B.” versucht alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um das Chaos auf der Erde im Griff zu behalten. Gebete und Wünsche landen auf seinem Tisch und hinter dem Rücken von Bob regelt er, was er zu regeln vermag. Nur das mit der Liebe bekommt auch er nicht in den Griff und ihm schwant großes Unheil, als Bob sich unsterblich (wie auch sonst) in die hübsche Lucy verliebt. Göttlich unser Bob, wenn er sich an seine bisherigen Liebschaften erinnert. Göttlich, welchen Aufwand er jeweils betreiben musste, um an die Mädels heranzukommen. Da waren zum Beispiel jene Maria, der er mit riesigen Flügeln erscheinen musste und die kleine Jeanne d`Arc, bei der er zwar auch erfolgreich landete, die aber vielleicht zu sehr Feuer und Flamme für ihn war.. Und nun LUCY… und zum ersten Mal der Wunsch Bobs, auf ewig mit einer Sterblichen zusammen zu leben. Eine wundervolle Liebesgeschichte nimmt ihren verhängnisvollen Verlauf und der Welt steht unvorstellbares bevor: SEXWETTER – aufgekratztes, verwirrtes Erregungswetter! Ein grandioser Roman voller unvergesslicher Knalleffekte. Es hat keinen Sinn, anschließend die Lachfalten zu zählen, die das Lesen hinterlassen hat – es sind zu viele. Ein Roman über die reinen Zufälle auf Erden und die Kuriosität jedes einzelnen Geschöpfs. Ein Roman voller Tiefgang und hintergründigem Zweifel. Ein Roman über die ewige Liebe, Religion und Gauben, sowie die Unergründlichkeit unserer Existenz. Aber auch ein Roman mit leichten Schwächen, wenn zum Beispiel ein Handlungsfaden auftaucht, der oftmals ein wenig störend wirkt. Aber nur ein wenig! Ich habe mich köstlich amüsiert und lange über dieses großartige Buch nachgedacht. Und doch bleibt am Ende des Lesens eine wichtige Frage offen: Wie viel Wortwitz der englischen Originalausgabe ist der deutschen Übersetzung zum Opfer gefallen? Welche Wortspiele hat unsere Sprache einfach nicht zugelassen, obwohl die Übersetzerin sicherlich eine meisterliche Arbeit geleistet hat? Allein der Originaltitel: “There is no Dog” lässt vermuten, dass in der Buchstabenverwirrung zwischen GOD und DOG so manches Missverständnis in der Originalausgabe stattgefunden hat, für das in der deutschen Ausgabe kein Platz war. Für den deutschen Leser ergibt der Originaltitel keinen Sinn, aber er lässt vermuten, dass hier etwas auf der Strecke geblieben ist, das es sogar wert war, den ganzen Roman danach zu benennen. Artikel mit Illustrationen -> Literatwo: http://literatwo.wordpress.com/2012/09/04/oh-mein-gott-meg-rosoff-lastert-gottlich/

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  • Rezension zu "Oh. Mein. Gott." von Meg Rosoff

    Oh. Mein. Gott.
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    27. August 2012 um 11:53

    KLAPPENTEXT: Stellen sie sich vor, Gott heißt Bob, ist ein 19-jähriger Schnösel, der ein paar Straßen weiter wohnt und den halben Tag verschläft. Vor einigen Jahrmillionen hatte er seine kreativen sechs Tage, aber seitdem hat er am Schicksal der Menschheit das Interesse verloren. Vielmehr interessiert er sich für die hübsche Lucy. Mit ihr will er zusammensein, koste es, was es wolle. Doch wenn Bob sich verliebt, versinkt die Welt im wahrsten Sinne des Wortes im Chaos. AUTORIN: (Quelle: Fischer) Bevor sie anfing zu schreiben, arbeitete Meg Rosoff in vielen verschiedenen Jobs, unter anderem im Verlagswesen und in der Werbung. 1989 zog sie von New York nach London, wo sie heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. In Großbritannien stand sie mit "So lebe ich jetzt" lange auf der Bestsellerliste. ÜBERSETZERIN: (Quelle: Fischer) Brigitte Jakobeit, geboren 1955, lebt in Hamburg und übersetzt seit 1990 englischsprachige Literatur, darunter die Autobiographien von Miles Davis und Milos Forman sowie Bücher von John Boyne, Paula Fox, Audrey Niffenegger und Jonathan Safran Foer. EIGENE MEINUNG: Das Allerwichtigste, das es zu diesem Buch zu sagen gibt ist: Leute, lest dieses Buch!! Es lohnt sich, denn die Geschichte ist witzig, voller genialer Gedankengänge, fantasiereich, klug und extrem wundervoll. Bob, 19 Jahre alt, egoistisch, faul und selbstverliebt, ist Gott. Seinen Posten hat er beim Poker erspielt. Oder besser gesagt seine Mutter Mona, deren Leidenschaft nun einmal das Glücksspiel und der Alkohol sind. Bobs Vater ist irgendeiner von Monas verflossenen Liebschaften und es stellt sich die Frage, ob Bob vielleicht aufgrund seiner Familiengeschichte so geworden ist, wie er ist, auch, wenn Mona beteuert immer ihr Bestes gegeben zu haben. Lucy, die junge Schönheit, in die er sich verliebt, steht ganz im Kontrast zu dem miesepetrigen jungen Mann, der sich immer nimmt, was er haben möchte. Sie ist lustig, nett, zuvorkommend und ein wahrer Sonnenschein. "Aber Lucy hält nicht viel von Problemen und wacht jeden Morgen rundum zufrieden auf." Als Bob sich in Lucy verliebt gerät die Welt in ein unheilvolles Chaos, denn das Wetter ist an seine Gefühle gebunden. Das Gewitter der Gefühle, das von einem leidenschaftlichen Kuss ausgelöst werden kann, kann auf der Erde einen Sternenschauer oder Eishagel verursachen. Und da Verliebtheit nun mal arge Gefühlsschwankungen herbeiführt, sind die Meteorologen bald nicht mehr in der Lage noch irgendeine längerfristige Voraussage zu treffen. Bald ist selbst Mr. B., Bobs treuer Ratgeber, Verwalter und treue Seele in jeder Situation, ratlos. Er hat es nicht leicht mit seinem jungen Sprössling und sein einziger Wunsch ist es, dass die Welt ein glücklicher Planet wird, auf dem vor allem seine Wale ein friedliches Leben führen können. Doch wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. "Oh.mein.Gott" ist wirklich ein ganz wundervolles Buch, das mich mit seiner ganz eigenen Erzählweise, die philosophisch und dennoch spritzig ist, zum Schmunzeln gebracht hat. Skurrile, aber auch liebenswerte Gestalten prägen diesen Roman, der etwas ganz besonderes ist. Klug und spannend mit viel Fantasie erzählt Meg Rosoff eine Geschichte über das Erwachsen werden und der Schwierigkeit, den richtigen Weg einzuschlagen bzw. Entscheidungen zu treffen, die nicht nur zum eigenen Vorteil sind. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, dass vieles eine Sache der Betrachtung ist. "Man musste nur zu schätzen wissen, was man hatte - und wissen, dass alles immer viel schlimmer sein könnte." Dabei geht es nicht nur um das bekannte sprichwörtliche halb volle / halb leere Glas, sondern auch um Dinge, die uns täglich beschäftigen. Um Ängste, Selbstwertgefühle und Leistungen. Dinge, die uns zu Menschen mit starkem Selbstbewusstsein machen können, die uns aber auch ebenso erniedrigen können. Und auch, wenn Bob das noch nicht so recht begriffen hat, sind nicht nur Götter, sondern auch kleine einsame Lebewesen es wert geachtet und geliebt zu werden. Obwohl einige biblische Geschichten im Buch verarbeitet werden (Meg Rosoffs "Bob-Interpretation" der Schöpfungsgeschichte hat mich köstlich amüsiert), sollten sich diejenigen, die mit religiösem Glauben nicht so viel am Hut haben, nicht abschrecken lassen, denn im Endeffekt geht es wirklich um die oben angesprochenen Dinge und nicht um Gott oder den Glauben an sich. FAZIT: "Wir leben in einem Zeitalter der Wunder" und dennoch ist es kein Wunder, das man dieses Buch, einmal gelesen, nie wieder vergessen wird. Nicht nur die Idee, Gott als jungen sprunghaften und egoistischen Schnösel darzustellen, der mit der Liebe und anderen Fragen des Daseins zu kämpfen hat, ist grandios und wirklich humorvoll, sondern auch die Umsetzung der Geschichte ist einfach klug, genial und absolut empfehlenswert!!

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