Meg Wolitzer

 3.9 Sterne bei 437 Bewertungen
Autorin von Was uns bleibt ist jetzt, Das weibliche Prinzip und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Meg Wolitzer

Kunst, Kreativität und die Stellung der Frau: Die US-amerikanische Autorin Meg Wolitzer wurde 1959 in Long Island, New York, als Tochter der Autorin Hilma Wolitzer geboren. Sie studierte Kreatives Schreiben am Smith College (Northampton, Massachusetts) und an der renommierten Brown University (Providence, Rhode Island). In den USA veröffentlichte sie 1982 ihren ersten Roman „Sleepwalking“. Es folgten zahlreiche weitere Romane, die in den USA oftmals auf der Bestsellerliste der New York Times landeten. In Deutschland gelang Wolitzer der Durchbruch erst einige Jahrzehnte später mit dem Entwicklungsroman „The Interestings“ (2013; dt. „Die Interessanten“, 2014). Die Erzählung um eine Clique unzertrennlicher Freunde geriet auch hierzulande zum Verkaufsschlager. Neben Themen wie Kreativität, Erfolg, Versagen und Neid verhandelt Wolitzer darin die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Dies ist auch in Romanen wie „The Position“ (2005; dt.: „Die Stellung“; 2015) und „The Wife“ (2003; dt.: „Die Ehefrau“; 2016) ihr zentrales Anliegen. „The Wife“ wurde mit Glenn Close in der Hauptrolle zudem erfolgreich verfilmt. Meg Wolitzer hat auch einige Jugendromane verfasst und war 2015 Mitglied in der Kinder- und Jugendbuchjury des Internationalen Literaturfestivals Berlin. Die Autorin ist mit dem Schriftsteller Richard Panek verheiratet. Gemeinsam mit ihm hat sie zwei Söhne und lebt in New York City.

Neue Bücher

Das weibliche Prinzip

Erscheint am 19.08.2019 als Taschenbuch bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Meg Wolitzer

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Was uns bleibt ist jetzt

Was uns bleibt ist jetzt

 (137)
Erschienen am 10.07.2017
Das weibliche Prinzip

Das weibliche Prinzip

 (104)
Erschienen am 24.07.2018
Die Interessanten

Die Interessanten

 (96)
Erschienen am 08.08.2018
Die Ehefrau

Die Ehefrau

 (37)
Erschienen am 21.10.2016
Die Stellung

Die Stellung

 (26)
Erschienen am 15.08.2016
Die Zehnjahrespause

Die Zehnjahrespause

 (0)
Erscheint am 14.10.2019
Die Interessanten

Die Interessanten

 (0)
Erschienen am 16.07.2018
Das weibliche Prinzip

Das weibliche Prinzip

 (0)
Erscheint am 19.08.2019

Neue Rezensionen zu Meg Wolitzer

Neu

Rezension zu "Das weibliche Prinzip" von Meg Wolitzer

Sind wir Feministinnen?
wortkulissevor einem Monat

Meg Wolitzers Roman „Das weibliche Prinzip“ klingt wie ein Sachbuch, ist aber eigentlich ein seichter Roman über die feministische Emanzipation einer jungen Frau. Die Autorin wirft wichtige Fragen über Macht und Machtmissbrauch auf – das wirkt angesichts von #MeToo und Time’s up aber eigentümlich schwach.

In Meg Wolitzers Roman „Das weibliche Prinzip“ geht es in erster Linie nicht um Feminismus, sondern um Macht. Der Roman stellt die zentrale Frage, wie Menschen und insbesondere Frauen heute zu Macht gelangen können. Sind Frauen in Machtpositionen genauso anfällig für Machtmissbrauch wie Männer? Und was passiert, wenn ein Mensch seiner Macht auf einmal beraubt wird? Diese Fragen stellt Meg Wolitzer in einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten einen Präsidenten haben, der mit sexuellen Übergriffen angibt und dutzende Frauen Harvey Weinstein der sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen beschuldigen. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet Maren Keller „Das weibliche Prinzip“ im Spiegel als „den Roman zur #MeToo-Ära“. In dieses Schlachtfeld hinein veröffentlicht Meg Wolitzer die Geschichte der jungen Frau Greer Kadetsky. Die zurückhaltende und ehrgeizige Greer hatte sich eigentlich aufs Studieren gefreut, doch angekommen am College ist sie frustiert und traurig. Sie vermisst ihren Freund Cory, der im weit entfernten Princeton studiert. In der Schule waren sie die Klassenbesten und wollten gemeinsam an einer Eliteuniversität angenommen werden. Doch im Gegenstatz zu ihrem selbstbewussten Freund hat Greer dauerkiffende Eltern, die nicht in der Lage sind, einen Antrag auf finanzielle Unterstützung richtig auszufüllen. Anstatt an einer Eliteuniversität zu studieren, landet Greer nun frustriert in einem mittelmäßigen College in Ryland. Von Beginn an ist die Beziehung zwischen Greer und Cory nicht nur von Liebe, sondern auch von einem Konkurrenzkampf um die besten Noten, das beste College und den besten Job gepägt. Cory liegt nun vorne.

„Ich will nicht dieser beschädigte Mensch sein“, sagte Greer mit erstickter Stimme und abgewandtem Gesicht.
„Bist du auch nicht. Du bist absout okay.“
„Meinst du? Ich bin so still! Ich bin immer die Stille gewesen.“
„Ich habe mich in deine Stille verliebt“, sagte er zu dem kleinen blauen Farbtupfer in ihren Haaren. „Aber du hast auch viele andere Seiten.“
„Glaubst du wirklich?“
„Aber sicher. Und das werden auch andere Leute erkennen. Ganz bestimmt.“ – S. 116


Am College lernt Greer die queere feminisitische Aktivistin Zee kennen. Zee wird zwar ihre Freundin, ist von Meg Wolitzer aber ebenso wie Cory auch als Konkurrentin konzipiert. Gemeinsam besuchen Greer und Zee eine Party, auf der Greer einen sexuellen Übergriff erleben muss. Bald stellt sich heraus, dass sie nicht die einzige Frau am College ist, die von dem Mann begrabscht worden ist. Schlagartig kommt Greers feministisches Erwachen. Als sie mit Zee einen Vortrag der Feministin Faith Frank besucht, findet Greer in der Gloria-Steinem-haften Ikone des weißen Mittelklassen-Feminismus ihr Vorbild. Umgekehrt findet auch die über 60-Jährige Faith Frank Gefallen an Greers Intelligenz und Ehrgeiz. Als Faith Frank einige Zeit später eine Stiftung für die Interessen von Frauen gründet, stellt sie Greer ein.

Greers Hand schoss in die Höhe. Ihr Arm zitterte gefährlich, aber sie hielt ihn aufrecht. Sie wollte eigentlich keine Frage stellen, sondern handelte in dem Drang, einen Kontakt zu Faith Frank herzustellen, bevor es zu spät war. – S. 43

Greer Kadetsky und Faith Frank streben beide nach der Gleichberechtigung der Frauen. Während Faith Frank mit ihrer feministischen Zeitschrift Bloomer den Anschluss an die junge Generation und das digitale Zeitalter verliert, verkörpert Greer den jungen Feminismus der Millennials. Meg Wolitzer stellt die zweite Welle des Feminismus mit den Positionen des jungen Feminismus gegenüber. Doch bei beiden Frauen werden Moral und feministischer Zusammenhalt Opfer von Ehrgeiz und Machtstreben. Faith Frank lässt sich, nachdem ihre Zeitschrift eingestellt wurde, eine Stiftung von einem ehemaligen Liebhaber (ein Millionär mit fragwürdigem Ruf) schenken und hält wohlfühl-feministische Kongresse ab, auf denen Schauspielerinnen Reden halten und feine Häppchen serviert werden. Greer hingegen macht Karriere, aber nicht ohne die Laufbahn ihrer Freundin Zee zu behindern. Cory geht den umgekehrten Weg: Er kündigt seinen Job als Consultant in Manila und geht zurück nach Hause, um sich um seine kranke Mutter zu kümmern. Er wird zur stereotypischen feministischen Idealvorstellung eines Hausmannes. So liest sich der angenehm auserzählte Roman gefällig dahin. Die wichtigen Fragen über Macht und Machtmissbrauch, die Meg Wolitzer anhand ihrer Protagonistin aufwirft, versickern jedoch irgendwo zwischen den Seiten, während sie in der Realität viel intensiver und gewaltiger diskutiert wurden und weiterhin werden.

Mehr Rezensionen von mir findest du auf Wortkulisse.net.

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S

Rezension zu "Das weibliche Prinzip" von Meg Wolitzer

Regt dazu an, über den eigenen Feminismus nachzudenken
Sopjievor 2 Monaten

Die junge Greer begegnet nach einer unangenehmen Situation mit einem Kommilitonen auf dem College der alteingesessenen Feministin Faith. Greer ist begeistert von der Erscheinung dieser Frau. Nachdem Greer ihren Abschluss hat, bewirbt sie sich bei Faith, die nach dem Zusammenbruch ihrer Zeitschrift dabei ist ein neues Unternehmen aufzubauen, welches sich zur Aufgabe macht benachteiligte Frauen zu unterstützen. Greer steigt im Unternehmen immer weiter auf und brennt für ihren Job. Doch dann kommt es zu einem Zwischenfall, durch den sie das Vertrauen zu Faith verliert und sie wahnsinnig enttäuscht wird. 

Der Schreibstil von Meg Wolitzer gefällt mir sehr gut und das Buch lässt sich gut lesen. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit der handelnden Personen, bei denen neben dem Leben von Greer und Faith auch Einblicke in das Leben von Greer's Freund Cory und in das ihrer besten Freundin gewährt werden. 
Die Geschichte von Cory fand ich teilweise etwas zu langatmig und zu gewollt. Ebenso waren mir die einzelnen Kapitel etwas zu lang. 

Insgesamt kann ich das Buch jedoch nur empfehlen und das nicht nur den Frauen. Es gibt einen Einblick in den Feminismus und regt zum nachdenken an.

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Rezension zu "Das weibliche Prinzip" von Meg Wolitzer

Das weibliche Prinzip
IsabelPummelFeevor 3 Monaten

Das Buch von Meg Wolitzer fängt schon so gut an, dass ich dran bleiben möchte an der Geschichte, wie eine junge Frau durch eine Mentorin erwachsen und eine Frau wird. Vor allem aber geht es um einen Mensch mit einem Geschlecht, dem Eigenschaften und Rollen als Gegenstück des Mannes seit Jahrtausenden zugeschrieben werden und die Frage ist, wie dieser Mensch damit in unserer Zeit, die wir als anders als die zuvor ansehen, sich findet, definiert, immer wieder neu entdeckt und, vor allem, das auch lebt. Und sie startet mit einer Person, die nicht unscheinbarer und unbeschriebener sein könnte. Ich würde sehr gern diese Geschichte zu Ende lesen und erfahren, wie es bei Greer weiter geht. Allein, weil es sich schon so schön liest.

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Ich drück euch die Daumen!

Happy reading,
Nadine

von http://misshappyreading.blogspot.de/

ACHTUNG: Nur Bewerbungen direkt auf dem genannten Blog sind gültig.
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Meg Wolitzer wurde am 28. Mai 1959 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Meg Wolitzer im Netz:

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