Das weibliche Prinzip

von Meg Wolitzer 
3,9 Sterne bei93 Bewertungen
Das weibliche Prinzip
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Positiv (65):
A

War sehr gut und hat einen echt inspiriert.

Kritisch (4):
svenskaflickas avatar

Der Buchtitel verspricht viel mehr, als es dann wirklich ist.

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Inhaltsangabe zu "Das weibliche Prinzip"

Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselgur der Frauenbewegung, und sie ist das, was Greer gerne wäre: unerschrocken, schlagfertig, kämpferisch. So sehr Greer ihren Freund Cory liebt und sich auf die gemeinsame Zukun freut, wird sie doch von einer Sehnsucht umgetrieben, die sie selbst kaum benennen kann. Durch die Begegnung mit Faith Frank bricht etwas in der jungen Frau auf, und sie stellt sich die entscheidenden Fragen: Wer bin ich, und wer will ich sein?
Jahre später, Greer hat den Abschluss hinter sich, geschieht, wovon sie nie zu träumen gewagt hätte: Faith lädt sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein − und führt Greer damit auf den abenteuerlichsten Weg ihres Lebens: einen verschlungenen, manchmal steinigen Weg, letztlich den Weg zu sich selbst.

Mal mit funkelndem Witz, mal tief berührend und stets mit großer Empathie erzählt Meg Wolitzer von Macht in all ihren Facetten, von Feminismus, Liebe und Loyalität und beweist sich als hellwache Beobachterin unserer Zeit.

'Wenn alles gesagt ist, bleibt Wolitzers unerschöpfliche Fähigkeit, Menschen zu erschaffen, die so real sind wie die Schrift auf dieser Seite, und ihre Liebe zu ihren Charakteren scheint heller als jede Agenda.'
Lena Dunham in The New York Times

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832198985
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:24.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor einem Monat
    Überzeugt nicht ganz

    Unter diesem Buch habe ich mir, vor allem dank der vielen positiven Meinungen, ein Leuchtfeuer des Feminismus vorgestellt. Daran war natürlich nicht zuletzt auch der Titel schuld.

    Meg Wolitzer erzählt die Geschichte Greers, die in ihrer Kindheit von ihren Eltern vernachlässigt wurde und sich später dank einer Begegnung mit mit Faith Frank zu einer Feministin entwickelt.

    Dabei stellt sich mir vor allem die Frage, was eine Feministin eigentlich ausmacht? Diese klärt das Buch irgendwie nicht so ganz.

    Vielmehr verstrickt sich die Autorin in unzähligen Schilderungen und Rückblicken nicht nur in Greers Kindheit, sondern auch in die von Cory und Zee, ihren langjährigen Wegbegleitern.

    Nicht immer hat sich mir die Bedeutung dieser Exkurse erschlossen, auch wenn die unterschiedlichen Blickwinkel die Geschichte etwas aufgelockert haben. Trotzdem konnten sie nicht verhindern, dass mir das ganze ziemlich langatmig erschien.

    Fazit:
    Es ist mit Sicherheit eine lesenwerte Geschichte, aber nichts, was mir länger im Gedächtnis bleiben wird.

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    Gisevor einem Monat
    Kurzmeinung: Den Hype dazu kann ich nicht verstehen, dennoch ist es ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.
    Ein lesenswertes Buch

    Als Greer Kadetsky an ihren ersten Collegetagen Faith Frank trifft, verändert das ihr Leben: Diese gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselfigur der Frauenbewegung, und ihr charismatisches Wesen berührt die junge Studentin bis ins Innerste. Jahre später trifft Greer erneut auf Faith Frank, und ihr Traum geht in Erfüllung, sie wird mit Faith eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig ist sie immer auch auf der Suche nach sich selbst…

    Meg Wolitzers hochgelobtes Werk über die charismatische Feministin Faith Frank hat auch mich neugierig gemacht. Gespannt habe ich Greers Geschichte gelesen, die so eng mit der von Faith Frank verbunden ist. Die Autorin schafft es sehr schnell, Sympathie zu wecken für ihre beiden Protagonistinnen, ja überhaupt für die Frauenbewegung an sich wie auch für die weiteren Personen der Geschichte. Etwas schwer getan habe ich mich dabei mit den Zeitsprüngen, die nicht immer sofort einzuordnen waren, und mit vielen Details, die mir ein bisschen zu sehr von der Geschichte selbst abgewichen sind.

    Sehr spannend ist der Bezug der Autorin zur feministischen Szene in Amerika. Faith Frank und Greer Kadetsky entspringen der Fantasie der Autorin, doch ist es ihre Idee, den Gedanken der Feminismusbewegung in verschiedenen Generationen darzustellen. Um dieses Thema herum gruppiert sie die Erzählung, wobei manche Erzählstränge etwas ins Hintertreffen geraten, die ich wichtig gefunden hätte. So sind mir manche Figuren letztendlich ein bisschen zu blass geblieben, ihre Intentionen konnte ich nicht immer nachvollziehen.

    Trotz aller Kritik regt das Buch zum Nachdenken an, jede Frau wird sicherlich während der Lektüre zumindest kurz ihren eigenen Lebensweg reflektieren. Mich hat das Buch nicht so ganz überzeugt wie ich es zunächst gedacht hatte. Dennoch ist es ein lesenswertes Buch, auch wenn ich den Hype dazu nicht ganz verstehen kann. 

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    RubyKairovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Man wird so schnell in die Geschichte eingespannt, dass man sich fast wie Protagonistin fühlt.
    Über Macht und Moral, Feminismus und Ideale, Enttäuschungen und den Mut, neue Wege zu gehen.

              Crashtest für die Schwesternschaft. Es sind die Collegejahre, von denen US-amerikanische Romane häufig erzählen. Und damit schaffen sie nicht nur fantastischen Lesestoff, sondern soziokulturelle Referenzen. Wie die Werke von Philip Roth, John Irving, Rita Mae Brown oder Meg Wolitzer. Mit ihrer Figur Greer Kadetsky, die 2006 ihr Studium am prestigearmen Ryland-College aufnimmt, liefert Meg Wollitzer ein aufschlußreiches Psychogramm einer Generation. Ego oder Solidarität, Greer Kadetsky weiß, am College zählen neben Ehrgeiz und Intellekt auch ein politischer Standpunkt und Sinnsuche. Jedenfalls sieht es Greer so als Tochter zweier mittelloser Kiffer, die die Ambitionen der Tochter kaum würdigen. Ein Vorbild findet Greer in der Frauenrechtlerin Faith Frank, berühmt für ihr Manifest "Das weibliche Prinzip". Faith hält einen Vortrag am College; Greer schafft es, mit der Ikone einen persönlichen Draht zu knüpfen. Beide werden wenige Jahre später in New York wieder zusammentreffen, um für eine Stiftung zu arbeiten. Als Greers Studienkollegin und "Schwester" Zee Eisenstat sie bittet, ihr den beruflichen Türöffner zu Faith Frank zu machen, gerät Greers Konzept von Loyalität ins Wanken. Sie muss sich entscheiden. Toller Roman, hätte ich nicht erwartet nach dem etwas nichtsagenden Cover zu urteilen. Die Autorin hat mich vorerst durch die unglaubliche Sprache gefangen genommen. Sie ist wohltuend anders, präzise, zugleich originell und einfühlsam - passend zum Thema. Wenn alles gesagt ist, bleibt Meg Wolitzers unerschöpfliche Fähigkeit, Menschen zu erschaffen, die so real sind wie die Schrift auf dieser Seite, und ihre Liebe zu ihren Charakteren scheint heller als jede Agenda. Mal mit funkelndem Witz, mal tief berührend und stets mit großer Empathie erzählt die Autorin von Macht in all ihren Facetten, von Feminismus, Liebe und Loyalität und beweist sich als hellwache Beobachterin unserer Zeit. Sehr gut geschrieben, präzise aber auch originell. Man wird so schnell in die Geschichte eingespannt, dass man sich fast wie Protagonistin fühlt. Sprachlich ist die Geschichte dicht und intensiv. Ein ganz starkes Buch!
           

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    martina400s avatar
    martina400vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein leider kaum gelungener Versuch den Feminismus in Form eines Romans den Lesern nahe zu bringen.
    Das weibliche Prinzip

    "Mädchen waren nicht schwach." S. 468

    Inhalt:
    Greer wächst in einer kleinen Stadt auf und muss sich mehr oder weniger alleine durchs Leben schlagen. Weil ihre Eltern es versäumen die nötigen Papiere zum gewünschten College zu schicken, besucht Greer ein langweiliges College. Als Faith Frank dort einen Vortrag hält, ändert sich Greers Leben radikal. Durch die Feministin Faith überdenkt Greer ihre Einstellungen und beginnt sich auf der Suche nach der Frau zu machen, die sie gerne wäre.

    Cover:
    Das farbenfrohe Cover springt sofort ins Auge und ist aufsehenerregend. Der Titel macht neugierig, was wohl hinter dem weiblichen Prinzip steckt.

    Meine persönliche Meinung:
    Mit den Mädels meines Lesetreffs beschlossen wir dieses Buch zu lesen. Es wäre niemals meine erste Wahl gewesen, da ich mich nicht mit Feminismus beschäftige und mich dieses Thema oft ärgert. Aber hier dachte ich mir, hab ich mal die Chance vieles erklärt zu bekommen und aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Der Anfang war noch ganz interessant und ich fand heraus, dass ich die typische "keine Feministin" bin. Ich möchte zwar alles gleich wie Männer, würde dafür aber nicht demonstrieren gehen oder sonstiges unternehmen. Wahrscheinlich spricht mich das Thema auch nicht so stark an, weil ich einen Mann habe, wo es keine klassischen Rollen gibt und der mich als Frau auch wertschätzt und ehrt. Ebenso kämpfe ich für etwas, wenn ich etwas möchte unabhängig von Feminismus oder nicht. Doch bald plätscherte das Buch nur so dahin und auch die feministischen Gedanken, die ich gerne hätte nachvollziehen wollte, wurden immer weniger. Was mich störte, war dass alle Figuren sich innerhalb ein paar Monate so drastisch veränderten. Am Weg ins Erwachsenenleben veränderte ich mich sicher auch, aber bestimmt nicht meinen kompletten Charakter, bin nicht das Gegenteil dessen was ich früher war. Das Ende lässt bei mir auch zu wünschen übrig, da Greer und auch alle anderen alle typischen Klischees bedienen und doch wieder in "altmodische" Rollen schlüpfen. Es wäre ein guter Versuch gewesen in das Thema Feminismus in Form eines Romans einzusteigen, der aber leider nicht gelang. An den Schreibstil musste ich mich auch gewöhnen und langsam einlesen.

    Fazit:
    Ein leider kaum gelungener Versuch den Feminismus in Form eines Romans den Lesern nahe zu bringen.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Ansätze und interessante Charakterarbeit, zieht sich stellenweise aber sehr und die Botschaft fehlt ​
    Gute Ansätze, leider jedoch sehr zäh ​

    Inhalt

    Zu Beginn ihrer College-Zeit lernt Greer Kadetsky die berühmte Feministin Faith Frank und ist sofort fasziniert von der charismatischen Frau. Während ihres Studiums wächst in ihr der Wunsch heran, für Faith zu arbeiten und genau wie sie Großes zu erreichen und Frauen zu helfen. Während ihres Werdeganges lernt sie auch eine Menge über sich selbst und wird mit der teilweise harten Realität konfrontiert.


    Meinung

    „Das weibliche Prinzip“ wurde mir empfohlen und sprach mich wegen des Themas Feminismus zunächst an. Ich weiß nicht, was ich konkret erwartet habe, doch ich wurde von dem Roman leider enttäuscht.

    Einige Aspekte des Romans sind durchaus interessant. So befasst sich das letzte Drittel des Buches viel mit der Arbeit in einer feministischen Stiftung, die sich wirtschaftlich irgendwie über Wasser halten muss und dabei auch Abstriche bei der Umsetzung ihrer Ideale machen muss. Dies halte ich für durchaus realistisch und hätte mich gefreut, wäre dies noch mehr problematisiert und Lösungswege durch die Figuren aufgezeigt worden.

    Die Charaktere des Romans - nicht nur Greer, sondern auch ihre Studienfreundin Zee, ihr Freund Cory und natürlich Faith - werden recht ausführlich beschrieben, unter anderem durch Blicke auf ihre Kindheit und ihre Entwicklung bis zum Beginn des Buches. Die Erzählperspektive bleibt, obwohl Greer die Hauptfigur ist, keinesfalls nur bei ihr, was gut ist, um auch die Motive und Gefühle der anderen Figuren verstehen zu können.

    Leider fokussiert sich der Roman meiner Meinung nach zu stark auf die Charaktere, sodass man am Ende zwar alle möglichen Details über Greers Kindheit kennt, jedoch nicht wirklich eine Handlung des Romans zusammenfassen könnte. Nicht immer habe ich verstanden, wieso bestimmte Details aus dem Leben einer Figur unbedingt breitgetreten werden mussten. Am problematischsten war für mich jedoch das fehlende Identifikationspotential mit den Figuren. Sie bleiben bis auf einige wenige Charakterzüge wie z.B. Ehrgeiz stets eher blass. Besonders Greer fand ich häufig enttäuschend, da sie zwar sehr intelligent ist, Faith jedoch regelrecht verherrlicht und dafür teilweise sich selbst aufgibt. So gibt es beispielsweise eine Szene in dem Roman, in der Greer, obwohl sie Vegetarierin ist, bei einem Abendessen bei Faith Fleisch isst, um dieser nicht von ihren eigentlichen Essgewohnheiten erzählen zu müssen.

    Bei der Handlung scheint häufig ein roter Faden zu fehlen, da die Erzählung zwischen Figuren wechselt und dabei teilweise dieselbe Zeitspanne wieder von vorne zu erzählen beginnt. Häufig sind Zeitsprünge in die Vergangenheit verwirrenderweise nicht gekennzeichnet. Obwohl der Erzähler nicht per se auktorial ist, werden häufig Anspielungen auf die Zukunft gemacht, die meiner Meinung nach nicht immer in die Narration passten.


    Fazit

    „Das weibliche Prinzip“ hat einen durchaus interessanten Ansatz über modernen Feminismus und die wirtschaftlichen Probleme feministischen Aktivismus‘. Die Figuren sind ebenfalls gut ausgearbeitet, häufig nehmen ihre Lebensgeschichten jedoch überhand und verhindern eine durchgängige Handlung mit erkennbarem roten Faden. Leider bieten sie in meinen Augen auch kaum Identifikationspotential.

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    Gwenflyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Guter aber oberflächlicher Einstieg in das Thema "Feminismus".
    Feminismus wird nur sehr oberflächlich angekratzt

    Greer ist Anfang 20 und entdeckt durch die Rednerin Faith Frank die Welt des Feminismus mit all ihren Herausforderungen und Hürden. Der Leser begleitet sie auf ihrer Entwicklung von dem zurückhaltenden Mauerblümchen zur Verfechterin von Frauenrechten.

    Ich hätte mir das Buch ehrlich gesagt nie selber gekauft, weil mich das Cover überhaupt nicht anspricht und da bin ich leider doch etwas oberflächlich: zuerst Cover, dann Klappentext. Aber es wurde von den Mädls des Lesetreffs, den ich monatlich besuche, vorgeschlagen und so haben wir alle gemeinsam dieses Buch gelesen.

    Normalerweise beschäftige ich mich wenig mit Feminismus, obwohl ich wie die meisten Frauen ständig um Anerkennung und meine Position im Job und in der Gesellschaft „kämpfe“ und davon träume, irgendwann eine Familie und meine Arbeit unter einen Hut zu bekommen, ohne dass eines von beiden darunter leidet. Ich habe auch noch nie ein Buch, das sich diesem Thema annimmt gelesen und war anfangs skeptisch, ob es mir gefallen würde. Hinter dem doch sehr nüchternen Titel, steckt allerdings kein Sachbuch sondern ein Roman rund um eine junge Frau, die auf Umwegen durch eine feministische Mentorin ihren Weg findet. Das Buch hat mich zwar inhaltlich nicht wirklich überzeugt, dafür aber sprachlich, da ich ein großer Freund von Schachtelsätzen bin.

    Gemeinsam mit meinen Lesetreffmädls habe ich mich häufiger gefragt, worauf will die Autorin hinaus? Teilweise hat sie sich leider zu intensiv mit Kleinigkeiten beschäftigt und dafür Anderes einfach übersprungen. „Das weibliche Prinzip“ war zwar gut zu lesen und mal etwas Anderes, aber so gut, dass ich es ein zweites Mal lesen würde, war es leider nicht. Zudem wird es vermutlich bald in Vergessenheit geraten, weil einfach zu wenige Spannungsbögen vorhanden waren und es meistens gemächlich vor sich hin plätscherte.

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    Adina13vor 2 Monaten
    Feministische Coming of Age Geschichte

    Im Buch das "Weibliche Prinzip" von Meg Wolitzer geht es- wie hätte man es anderes erwartet - vor allem um das Leben von Frauen - von drei sehr unterschiedlichen Frauen, die dann aber am Ende doch nicht so verschieden sind, wie man oder sie selbst am Anfang gedacht haben. Ich will gar nicht viel vom Inhalt vor weg, es ist durchgehend spannend mit vielen kleineren Dramen und "Auf und Abs". Was mich aber wirklich gefesselt hat ist der außergewöhnlich gute Schreibstil der Autorin. Sie schafft es so zu schreiben, dass es ohne Frage literarisch anspruchsvoll ist ohne dabei das Gefühl "des leichten Lesens" zu schmälern oder gar hochtrabend rüber zu kommen. Und doch hat sie so eine wunderbare Art Szenen zu beschreiben, wie ich es sehr lange nicht mehr gelesen habe. Schon allein dafür lohnt es sich das Buch zu lesen, egal ob man gern feministische Romane liest oder nicht. Wobei mich dieses Buch auch gelehrt hat, dass wir eigentlich alle Feministinnen sein sollten! Das Buch gibt einen interessanten und unterhaltsamen Einblick in den Feminismus, sehr zu empfehlen für Leser, die sich so wie ich, noch nicht so viel damit beschäftigt haben.

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    takabayashivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Lektüre über das Erwachsenwerden, allerdings thematisch etwas überfrachtet
    Nicht so überzeugend, wie es der englische Originaltitel verspricht

    Am Ende der Lektüre fragte ich mich, was denn nun das "weibliche Prinzip" sein soll, bis mir die Idee kam, nach dem Originaltitel zu schauen: "The Female Persusasion", was übersetzt etwa "Die weibliche Überredungskunst" heißt. Und das passt auch viel besser, denn Faith Frank, feministische Ikone, die im Leben der jungen Protagonistin Greer Kadetsky eine große Rolle spielt, beherrscht die Kunst der Überredung, ja, der Verführung (nicht im sexuellen Sinne gemeint).
    Greer begegnet Faith zum ersten Mal, als diese an ihrem Provinzcollege einen Vortrag hält. Das kurze persönliche Gespräch mit ihr gleicht einem feministischen Erweckungserlebnis für Greer, macht ihr Mut und gibt ihrem Leben eine Richtung.
    Wir folgen den beiden über einen Zeitraum von 13 Jahren, in denen es Greer nach Studienabschluss gelingt, einen Job in der von Faith geleiteten Stiftung zu bekommen. Im Zuge dieser Arbeit lernt sie, wo ihre persönlichen Talente liegen, wird aber zu einem späteren Zeitpunkt von Faith enttäuscht und findet schließlich Erfüllung als erfolgreiche Buchautorin.

    Neben Greer und Faith spielen noch 2 weitere Personen eine größere Rolle: Greers Studienfreundin Zee und der Nachbarssohn Cory, Sohn portugiesischer Einwanderer und Greers große Liebe. Der Roman springt zwischen den Protagonisten hin und her, erklärt in zahlreichen Rückblenden die Hintergründe der Figuren und liest sich generell gut und spannend. Allerdings ist er mit Themen überfrachtet und verzettelt sich darin: Gleichberechtigung, sexuelle Belästigung, gleichgeschlechtliche Liebe und Ehe, Rückhalt von Kindern in ihren Familien, Klassengesellschaft, Ausbeutung, Kommerzialisierung ... und und und. Es ist durchaus interessant, die handelnden Personen und ihr Leben kennenzulernen, aber mir fehlt irgendwie der rote Faden, ein Fazit, das klar macht, warum die Autorin uns diese Geschichten erzählt.
    Nicht schlecht, aber im Verhältnis zum Hype um dieses Buch doch etwas enttäuschend.

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    seiten_weisevor 2 Monaten
    Feminismus mit Unterhaltungswert

    Meg Wolitzers Roman ist zwar kein feministisches Manifest, führt aber vielleicht (und hoffentlich) LeserInnen an das Thema Feminismus heran, die bislang noch nicht so viel damit am Hut hatten. Und das ist ja (unter anderem) die Aufgabe der Literatur: Zugänge zu mitunter schwierigen Themen schaffen.

    Zugegeben, die Sprache fand ich anfangs etwas spröde, aber nach ein paar Kapiteln hat mich der Text dann doch gepackt. Die Multiperspektivität und die sehr unterschiedlichen Figuren, die jede auf ihre Weise mit dem Oberthema verbandelt sind, fand ich ganz gut gemacht. Meg Wolitzer setzt sich für die Rechte schreibender Frauen im Kulturbetrieb ein, und das allein finde ich schon so toll, dass ich ihr Buch empfehlen würde.

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Interessantes Buch über Feminismus, Beziehungen und auch das Erwachsenwerden.
    Lesenswert!

    Kurzmeinung:
    Ich fand dieses Buch toll, hätte es aber gern noch mehr gemocht! Ein gutes Buch mit einem sehr wichtigen Thema, interessanten Charakteren und einer vielschichtigen Handlung. Auf jeden Fall lesenswert!
    Ich persönlich war aber leider auch ein bisschen enttäuscht, weil ich mir einfach noch mehr von dem Roman erhofft hatte.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch war irgendwie ganz anders, als ich es erwartet hatte, aber es hat mir dennoch gefallen. Ich hatte mir einen stärkeren Schwerpunkt auf das Thema Feminismus gewünscht, etwas mehr auch inhaltlich dazu. Doch das Thema wird weniger explizit im Roman behandelt, schwingt aber dennoch die ganze Zeit mit.

    Im Kern dieses Romans stehen Beziehungen. Die Beziehung zu unseren Eltern, Freunden, unserem Partner oder unserer Partnerin. Zu unseren Freund_innen, Kolleg_innen. Zu unseren Idolen. Beziehungen werden hier in all ihrer Bandbreite eingefangen und mit allen schönen und schwierigen Seiten dargestellt. Neben den feministischen Themen hat das einen Großteil des Reizes an diesem Buch ausgemacht.


    Der Anfang des Romans hat mir sehr gut gefallen und mich gleich sehr in die Geschichte gesogen. Dort wird sehr gut beschrieben, wie es sich für Frauen anfühlt, Sexismus ausgesetzt zu sein und Übergriffe zu erleben. Die Ohnmacht, die Scham. Das in der Gesellschaft (leider!) noch weit verbreitete Victim Blaming, wenn Frauen mutig sind und die Täter anzeigen. Das alles hat sehr gut die Erfahrungen widergespiegelt, die ich als Frau schon selbst erlebt habe und von vielen anderen Frauen gehört habe.

    >> Jungs und Männer hatten sie natürlich oft mit groben oder anzüglichen Bemerkungen bedacht, das passierte allen Mädchen, das geschah überall.<< (aus "Das weibliche Prinzip", S. 24)

    Es ist so traurig, dass dieser Satz so geschrieben werden muss und wahr ist.

    Außerdem geht es um die Themen "Frauen und Macht", dass Frauen sich eigentlich gegenseitig unterstützen müssten und gerade Frauen in Führungspositionen, die es "geschafft haben", ihren Einfluss nutzen sollten, sich für andere Frauen stark zu machen. Doch weil ihnen ständig das Gefühl der Bedrohung vermittelt wird, haben sie Angst und denken, sie können es sich nicht leisten, mit anderen Frauen freundlich umzugehen. Das ist zumindest die Erklärung, die das Buch gibt.

    Auch die unbezahlte Care Arbeit, die zumeist Frauen überall auf der Welt leisten, wird thematisiert, und wie dies seinen Beitrag zur bestehenden Ungerechtigkeit leistet.
    Und auch die unterschiedlichen Ansprüche, die an Männer und Frauen gestellt werden, kommen in dem Buch sehr gut rüber.

    Das alles hat mir gut gefallen. Diese Analyse der Position der Frau in der heutigen Zeit, die Beschreibung der Entwicklung, die es von den 60ern bis heute gegeben hat. Die Schilderungen, was Frauen (auch heute noch) erleben und ertragen müssen. Ein kleiner Kritikpunkt daran ist, dass es sich hier hauptsächlich um recht privilegierte, weiße Frauen handelt. Das ist allerdings ein Punkt, der auch im Buch selbst angesprochen und diskutiert wird. Der Umgang damit hat mir gut gefallen und schwächt die Aussage des Buches in meinen Augen nicht.

    Ein weiterer Aspekt, der mit mir persönlich sehr resoniert hat, ist Greers Situation nach dem College. Sie ist von Faith Frank begeistert, möchte unbedingt etwas bedeutsames tun, sich für den Feminismus und für Frauen engagieren. Gleichzeitig ist sie aber auch noch unsicher, hat sich selbst noch nicht so richtig als Person gefunden.
    Ich selbst habe bald meinen Abschluss in der Tasche und stehe vor einer ähnlichen Situation. Ich weiß noch nicht genau, wo es mich hin verschlagen wird, was ich tun werde. Die Zukunft ist noch so ungewiss und das macht mir etwas Angst. Auch ich möchte gern etwas "wichtiges" tun, mich engagieren, den Menschen helfen. Und genau wie Greer fällt es mir schwer, es ruhig angehen zu lassen, sondern stürze mich lieber Hals über Kopf und mit vollem Engagement in ein Projekt.
    In diesen Schilderungen habe ich also ziemlich viel von mir selbst entdeckt und hatte deswegen einen sehr persönlichen Bezug zum Buch.

    Umso komischer erscheint es mir, dass trotzdem nicht so richtig eine Verbindung entstehen wollte. Ich habe das Buch gern und auch interessiert gelesen, allerdings war es für mich weniger bereichernd, als ich es mir gewünscht hätte. Es hat mich nicht sehr bewegt, konnte mich nicht überraschen, mich provozieren oder mir etwas Neues beibringen. Ich hätte mir irgendwie mehr "Erleuchtung" von dem Buch erhofft. Mehr Aha- Momente, mehr Innovation und mehr Inspiration für meine eigenen Position im Feminismus. Das war zwar alles in Ansätzen gegeben, aber ich hatte mir eben einfach mehr –vielleicht auch zu viel– erhofft.


    Fazit:
    Das weibliche Prinzip von Meg Wolitzer ist auf jeden Fall ein gutes Buch und auch ein Buch, das ich jeder und jedem empfehlen möchte. Es hat viele interessante Charaktere, deren Entwicklung gut geschildert und spannend zu verfolgen ist. Der Roman hat eine vielschichtige und abwechslungsreiche Geschichte und ist gut geschrieben. Meg Wolitzer ist eine gute Autorin und sie hat tolle Charaktere geschaffen und eine komplexe, aktuelle und relevante Geschichte konstruiert. Außerdem dreht sich viel um das Thema Feminismus und das ist einfach so wichtig und schon allein deswegen sollten möglichst viele Menschen dieses Buch lesen.
    Nur mir persönlich hat etwas gefehlt, weil ich mir einfach noch viel mehr von diesem Roman erhofft hatte. 

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 5 Monaten
    Feminismus ist ein mega spannendes und wichtiges Thema und das in einem Roman verpackt –das kann ja nur gut werden.
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    Petite_biches avatar
    Petite_bichevor 5 Monaten
    Ich nehme mir schon länger vor mich mehr mit Feminismus auseinander zu setzen - vielleicht ist das hier das richtige Buch dafür. :)
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    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 5 Monaten
    Mich interessiert das Thema Frauenbewegung in dem Roman. Ich erhoffe mir bei dem Roman tiefe Elemente in der Geschichte zum Nachdenken und Anregen für Diskussionen.
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    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 5 Monaten
    Meg Wolitzer ist einfach klasse! Ich hoffe ihr neues Buch kommt an "Die Interessanten" heran! ♥
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    S
    SofieWaldenvor 5 Monaten
    Eine junge Frau sucht ihren Weg in die Welt und durch die Welt hindurch, zu ihrem eigenen 'selbstbestimmtem und selbstbewusstem' Ich.
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