Meg Wolitzer Die Ehefrau

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Inhaltsangabe zu „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer

Der Handel einer EheAls Joan Castleman beschließt, ihren Mann zu verlassen, befinden sie sich gerade 10.000 Meter über dem Meer auf dem Flug nach Helsinki. Joans Mann Joseph ist ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, dem ein angesehener Literaturpreis verliehen werden soll. Joan selbst hat 40 Jahre lang ihr eigenes schriftstellerisches Talent für die Karriere ihres Mannes verleugnet. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit genauer Beobachtungsgabe folgt Meg Wolitzer der Ehe der Castlemans: von der jungen Studentin, die sich in ihren Professor verliebt, zum umschwärmten Paar der literarischen Zirkel im New York der 80er Jahre. Bis hin zu dem Punkt, als Joan der Lüge um den umjubelten Schriftsteller ein Ende bereitet …Gelesen von Hörbuch- und Shakespeare-Company-Darstellerin Gabriele Blum.(1 mp3-CD, Laufzeit: 6h 54)

Eine feministische Glanzleistung, die ganz ohne Wehleidigkeit auskommt. Ausdrucksstark gelesen von Gabriele Blum.

— Gegen_den_Strom_lesen
Gegen_den_Strom_lesen

Gelungener Rückblick auf das Leben einer Ehefrau, mit einem besondern Clou. Ganz hervorragend gelesen von Gabriele Blum. Empfehlenswert!

— FrolleinJott
FrolleinJott

Über die faszinierenden Qualitäten einer Ehefrau. Ironischer, sehr einfallsreicher Sprachstil.

— hexhex
hexhex

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  • keine "klassische" Frauenliteratur

    Die Ehefrau
    Gegen_den_Strom_lesen

    Gegen_den_Strom_lesen

    05. July 2017 um 12:20

    In "Die Ehefrau" geht es um die herrschende Männerdomäne im Literaturbetrieb. Wolitzer schafft eine Welt in der Männer dazu bestimmt sind die großen, dicken Romane zu schreiben und Frauen allenfalls Kurzgeschichten. Außerdem geht um geplatzte Träume, um große Opfer und kleine Lügen. Joan Castleman ist die Ehefrau, die für ihren Mann Joe ihr schriftstellerisches Talent aufgibt um ihn, den großen Autor, nicht in den Schatten zu stellen. Der Roman beginnt in der heutigen Zeit, das Ehepaar befindet sich auf dem Hinflug nach Helsinki. In Helsinki soll Joe der berühmte Helsinki-Literaturpreis überreicht werden. Rückblendend wird die Geschichte des Kennenlernens, vor 40 Jahren, erzählt. Joan war damals eine begabte Literaturstudentin, Joa ganz klischeehaft der verführerische Dozent. Joa entwickelt sich über die Jahre vom schüchternen Dozenten zum selbstverliebten, gefeierten Schriftsteller, der seine Lebenslüge immer mehre glaubt. Joan übernimmt die Rolle der Ehefrau, sie zieht die drei gemeinsamen Kinder auf und nimmt die Seitensprünge des Ehemannes hin. In Helsinki beschließt Joan sich von Joa zu trennen,  endlich aus dem Schatten ihres Mannes zu treten, endlich glücklich zu werden. Wer wissen möchte ob Joan das gelingt und welches Geheimnis das Ehepaar so eisern hütet, muss die Geschichte hören - oder lesen. Es lohnt sich unbedingt. Klassische "Frauenliteratur", wenn es da überhaupt gibt, ist "Die Ehefrau" auf keinen Fall. Es wird zwar ungemein mit den unterschiedlichsten Klischees gespielt, handelt sich aber um eine flott erzählte und bitterböse Satire, die sich teilweise etwas in die Länge zieht. Gabriele Blum hat eine großartige Erzählstimme, sie weiß genau wie sie ihre Leser/innen fesseln kann.

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  • Anspruchsvoll und unterhaltsam, mit einem besonderen Clou...

    Die Ehefrau
    FrolleinJott

    FrolleinJott

    04. May 2017 um 12:39

    Inhalt / Klappentext: Der Handel einer Ehe Als Joan Castleman beschließt, ihren Mann zu verlassen, befinden sie sich gerade 10.000 Meter über dem Meer auf dem Flug nach Helsinki. Joans Mann Joseph ist ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, dem ein angesehener Literaturpreis verliehen werden soll. Joan selbst hat 40 Jahre lang ihr eigenes schriftstellerisches Talent für die Karriere ihres Mannes verleugnet. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit genauer Beobachtungsgabe folgt Meg Wolitzer der Ehe der Castlemans: von der jungen Studentin, die sich in ihren Professor verliebt, zum umschwärmten Paar der literarischen Zirkel im New York der 80er Jahre. Bis hin zu dem Punkt, als Joan der Lüge um den umjubelten Schriftsteller ein Ende bereitet ... Gelesen von Hörbuch- und Shakespeare-Company-Darstellerin Gabriele Blum. Meine Meinung zum Hörbuch: Was für eine tolle Geschichte und so großartig erzählt! Joan fliegt mit ihrem Mann nach Helsinki und läßt uns an ihren Gedanken teilhaben, in denen sie auf ihr Leben als Ehefrau an der Seite eines erfolgreichen Schriftstellers zurückblickt. Wie sie sich als junge Studentin in ihren Literaturprofessor verliebt, der sich für sie von Frau und Kind trennt, um mit Joan eine Familie zu gründen. Wie es zu der damaligen Zeit üblich war, macht der Mann Karriere, obwohl die Ehefrau durchaus große Talente hat, ebenfalls im schriftstellerischen Bereich. Dass ihr Leben nicht immer einfach war, wie sie mit den Eitelkeiten ihres Mannes klarkam, wie sie die Kinder erzogen haben (oder vielmehr Joan, ihr Mann weniger, der mehr auf sich selbst konzentriert war) und warum sie auf eine eigene Karriere als Autorin verzichtet hat, all das erfahren wir nach und nach. Und dann hat das Buch noch einen besonderen Clou, auf den ich nicht weiter eingehen möchte, um nichts vorwegzunehmen. Man ahnt im Laufe der Geschichte ja schon sowas, weshalb aber nicht alles vorhersehbar ist. Ich bin sehr begeistert von der Story und der anspruchsvollen, aber dennoch unterhaltsamen Erzählweise. Und ganz besonders gut wird das Hörbuch durch die Vorlesekunst von Gabriele Blum! Sie liest nicht nur, sondern sie trägt uns die Geschichte vor, so dass das Geschehen wie ein Film vor einem abläuft. Ganz großes Kino und ab sofort eine meiner Lieblings-Hörbuch-Sprecherin! Absolute Empfehlung und 5 Sterne von mir!

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  • Stimmungsvoll und schön

    Die Ehefrau
    monerl

    monerl

    17. November 2016 um 14:25

    Sie hat ihn angehimmelt, die junge, unerfahrene und naive Studentin Joan. Ihn, der ein großer Autor werden wollte. Ihn, der mit ihr die Liebe zur Literatur teilte. Sie hat ihn bekommen und wurde zur Ehefrau des großen Joseph Castleman, des Autors, der nun am Höhepunkt seines Schaffens einen Literaturpreis in Helsinki verliehen bekommt. Nach 40 Jahren Eheleben erkennt Joan, dass sie eben "nur" eine Ehefrau war. Sie weiß, das ist das Beste, das einem Mann passieren kann. Deswegen bräuchte jede Ehefrau auch eine Ehefrau. Sie ist immer da, sie unterstützt, nimmt sich zurück, leistet viel, tröstet, kämpft, liebt, erträgt und macht weiter... immer weiter. Bis es eben nicht mehr geht. Zu viele Stiche hat Joan im Laufe der Zeit erduldet. Und nun, mit über 60 Jahren, möchte sie wieder einen eigenen Weg gehen, einen Weg als Frau, raus aus der Ehe. Als Leser / Hörer wird man auf dem Weg dieses Ausbruchs mitgenommen. Die Autorin lässt sehr schön die Rückblicke von Joan auf 40 gemeinsame Jahre mit Joe einfließen. Wie ist Joe zu dem Menschen geworden, auf den sich Joan als junge Frau einließ? Joes Kindheit und Jugend wird betrachtet und ließ mich erahnen, welche Auswirkungen das auf den späteren Ehemann Joe haben wird. Das Schönste und Bedeutendste, das Joe über seine Ehefrau sagt, wirft er eigentlich belustigt daher: "Joan und ich sind ein Team. Sie ist meine Augen und Ohren. Ohne sie wäre ich nichts"..."Ja, sie hat mich aufgehoben und mich abgestaubt" warf er ein. "Und mich zu dem gemacht, was ich heute bin."Kleine Sätze im Rahmen eines Smalltalks, um die Leute, die zu ihm aufschauen, zu erheitern. Joan ist eine Protagonistin, die ich gleich sehr gerne hatte, auch wenn ich sie nicht immer verstehen konnte. Doch darf man nicht vergessen, dass Joan keine Frau der heutigen Zeit ist. In den 50er Jahren galten noch andere Erwartungen an eine Frau. Und Joan mochte sich als Frau. Sie wollte keine, wie sie oftmals erwähnt, einsame und männlich wirkende Frau in der Männerwelt sein. So war es gemeinhin, wenn Frauen in die Bereiche der Männer drangen, wozu auch die Literatur gehörte. Interessiert und erwartungsvoll lauschte ich Joans Erinnerungen und Ausführungen bis zum Finale ihrer Entscheidung. Zwischendurch fragte ich mich immer wieder: Wird sie ihn verlassen? Ist sie´s oder ist sie´s nicht? Kann das Ende noch anders ausfallen, als wie ich es mir spontan vorgestellt habe? Es kann! Joan, die Ehefrau, hebt ihr Haupt, ist stark, ist besonnen und so würdevoll. Eine richtige Gentle-Frau! Mit Grabriele Blum ist eine passende Erzählerin gefunden worden. Ihre Ruhige Stimme lässt den Hörer tief in die Geschichte einsinken und gibt Joan den richtigen Schliff._______________________________________________ http://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2016/11/buchvorstellung-die-ehefrau.html

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  • Gute Stimme

    Die Ehefrau
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    16. November 2016 um 12:44

    Meg Wolitzer ist eine in den USA sehr bekannte Schriftstellerin, die im Jahr 2013 mit ihrem Roman „Die Interessanten“ auch in Deutschland einem größeren Publikum bekannt geworden ist. Dies hat dazu geführt, dass Dumont nun einen Roman von ihr nachlegt, der in den USA schon im Jahr 2003 erschienen ist und in dem die Feministin Meg Wolitzer in einer spannenden und frei von jedem moralischen oder politisch-korrekten Impetus die Geschichte eines berühmten Schriftstellers und seiner nicht minder literarisch-begabten Frau erzählt.Ich-Erzählerin ist Joan Castleman, die ihrem Mann Joe als dessen Studentin kennengelernt und wegen der er seine erste Frau verlassen hat. Auf dem Flug nach Helsinki – dort soll Joe Castleman ein  großer Literaturpreis verliehen werden auf den er schon jahrelang gewartet hat – beschließt Joan, ihren Mann zu verlassen. Sie erträgt seine sexuellen Abenteuer nicht mehr und hat lange genug ihre eigenen Bedürfnisse und auch ihre schriftstellerischen Ansprüche zurückgestellt um seinem Erfolg nicht im Weg zu stehen.Schon auf dem Hinflug und dann in Helsinki, denkt sie in Rückblicken, in denen sie ihre gesamte Geschichte mit Joe Castleman beschreibt, über ihr Leben nach.  Es geht um Ruhm und Erfolg, ihr Leben als Frau und Mutter. Und immer wieder auch um den Literaturbetrieb und viele andere Schriftsteller. Und um einen langjährigen Bewunderer von Joe,  Nathaniel Bone, der unbedingt dessen Biographie schreiben will.Der Roman ist spannend aufgebaut und der Leser wartet bis zum überraschenden Ende auf eine Auflösung des Geheimnisses der Beziehung zwischen Joan und Joe, das er schon bald nach Beginn seiner überaus unterhaltsamen Lektüre vermutet, aber keine Anhaltspunkte findet.Leichtfüßig und mit viel satirischem Witz erzählt Meg Wolitzer von Frauen, die ihre eigene Energie und Kreativität in die Karrieren ihrer Männer stecken und dabei unglücklich werden.Der hier vorliegenden gekürzten Hörbuchfassung ist es gelungen, die wesentlichen Elemente des Buches einzufangen.  Das Hörbuch wird gelesen von der Schauspielerin und Regisseurin Gabriele Blum, die 1954 geboren ist und daher vom Alter zu der Ich-Erzählerin des Buches gut passt. Mit ihrer Stimme gelingt es ihr hervorragend, jene Spannung erlebbar zu machen, die Meg Wolitzer herstellt zwischen der Trauer Joan Castlemans über ihre verschwendeten Lebensjahre und ihren selbstkritischen Betrachtungen und Einsichten.

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