Megan Crewe Wir sind verbannt

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Inhaltsangabe zu „Wir sind verbannt“ von Megan Crewe

Die eigene Haut retten oder gemeinsam kämpfen? Ein nervenaufreibender Thriller nicht nur für Jugendliche, der uns ahnen lässt, wie flüchtig das ist, was wir Normalität nennen. Es beginnt mit einem Jucken. Dann kommt das Fieber. Etwas später verrätst du allen deine Geheimnisse. Nach drei Tagen machen Halluzinationen dich völlig paranoid. Und dann … bist du tot. Kaelyn und Leo leben auf einer kleinen Insel. Nach einem Streit lässt Kaelyn Leo ohne Abschied aufs Festland ziehen, und kurz darauf – breitet sich ein gefährliches Virus aus! Menschen sterben. Die Insel wird unter Quarantäne gestellt, Kontakt zur Außenwelt gibt es nicht mehr. Die Gesunden streiten um die schwindenden Vorräte. Wird Kaelyn Leo jemals wiedersehen? Hat sie eine Chance zu überleben?

Erschreckend realistische Zukunkftdystopie. Der zweite Teil wird definitiv gelesen!

— Janareads
Janareads

Spannend, realistisch, sympathisch!

— erdbeerliebe.
erdbeerliebe.

Sehr spannend, sehr real, sehr gut gelungen.

— fuufychen
fuufychen

Einfach klasse! Fesselnde Geschichte, die einen über den Sinn des Lebens nachdenken lässt.

— julenule
julenule

Warum musste das Buch so abrupt enden???? Unglaublich!

— Costarina
Costarina

Beklemmend, unheimlich, Gänsehauterzeugend und vorallem wie ich fand richtig gut geschrieben. Nicht lesen, wenn man erkältet ist...

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Wir sind verbannt

    Wir sind verbannt
    AReaderLivesAThousandLives

    AReaderLivesAThousandLives

    07. April 2016 um 17:06

    Worum es geht: Die eigene Haut retten oder gemeinsam kämpfen? Ein nervenaufreibender Thriller nicht nur für Jugendliche, der uns ahnen lässt, wie flüchtig das ist, was wir Normalität nennen. Es beginnt mit einem Jucken. Dann kommt das Fieber. Etwas später verrätst du allen deine Geheimnisse. Nach drei Tagen machen Halluzinationen dich völlig paranoid. Und dann … bist du tot. Kaelyn und Leo leben auf einer kleinen Insel. Nach einem Streit lässt Kaelyn Leo ohne Abschied aufs Festland ziehen, und kurz darauf – breitet sich ein gefährliches Virus aus! Menschen sterben. Die Insel wird unter Quarantäne gestellt, Kontakt zur Außenwelt gibt es nicht mehr. Die Gesunden streiten um die schwindenden Vorräte. Wird Kaelyn Leo jemals wiedersehen? Hat sie eine Chance zu überleben? Meine Meinung: Die Idee des Buches hat mir gut gefallen und mich auch dazu gebracht, dieses Buch zu kaufen. Ein Virus, bei dem die Infizierten nicht zu Zombies mutieren war mal etwas anderes und da es auch als Thriller gelobt wurde, habe ich mich heran gewagt. Ich muss allerdings sagen, dass mich das Buch nicht übermäßig in Aufregung versetzt hat, was jedoch vielleicht auch daran liegt, dass einige Dinge sehr voraussehbar waren, zumindest für mich.Ein paar Mal fand ich etwas etwas unlogisch, zum Beispiel die Tatsache, dass man ohne Strom noch telefonieren kann oder dass sie einen Teenager Krankenakten durchsehen lassen um etwas zu finden, was Wissenschaftler und Ärzte übersehen haben. Was die Charaktere angeht muss ich sagen, dass ich mit niemanden richtig warm werden konnte. Die Hauptperson war mir oft zu naiv und obwohl alles aus ihrer Sicht war, konnte ich nie wirklich mit ihr mitfühlen oder mich in sie hinein versetzen. Was die anderen Charaktere angeht erging es mir da nicht besser und bei manchen muss ich sagen, dass sie für mich sehr unrealistisch dargestellt worden sind. Ein Killervirus ist dabei eine ganze Insel auszulöschen, da würde ich mir zumindest in manchen Situationen andere Handlungen vorstellen ;)Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Sie war mir hier aber viel zu aufgesetzt und es kam irgendwie nicht wirklich etwas rüber, doch vielleicht war das auch nur mein Empfinden. Der Schreibstil des Buches ist relativ einfach gehalten, doch das passt zur Geschichte, da es sich um eine Erzählung in einem Tagebuch handelt. Es hat eine Weile gedauert, bis das Buch an Fahrt aufgenommen hat. Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem es richtig spannend wurde und ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Gegen Ende hat das allerdings wieder abgenommen und der Schluss war mir schon einige Seiten vorher klar und die Spannung war daher weg. Dass es ein Mehrteiler ist wurde mir erst mit dem Cliffhanger bewusst. Ob ich jedoch weiter lesen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, das Bedürfnis danach ist bisher nicht sehr groß ;) Fazit: Wer nach einem nicht sehr anspruchsvollen Buch sucht, das durchaus ein düsteres Thema haben darf, für den ist dieses Buch eine Empfehlung. Und auch für die, die so ein Genre mögen ;)

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  • Husten mit Zombies.

    Wir sind verbannt
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    14. March 2015 um 00:45

    Kaelyn ist eine ganz normale 16 Jährige die zufälligerweise auf einer typischen Urlaubsinsel wohnt und ihren besten Freund vermisst - mit dem sie sich kurz zuvor verkracht hat (nun ist er weg, ein Tanzstudium anfangen auf dem Festland). Im Gegenzug schreibt sie ihr Tagebuch, in dem wir lesen, an ihn. Langsam werden die Leute um sie herum krank - sie husten, schniefen und kratzen sich. Dann werden sie irre. Die Situation vür Kaelyn und ihre Familie wird brenzlig, und sie müssen schauen, wo sie bleiben.. und wie sie mit der Krankheit umgehen. Gibt es einen Weg von der Insel? Die Figur von Kaelyn ist nur mit einem einzigen Wort zu beschreiben: realistisch. Selten habe ich einen so sympathischen und realistischen charakter getroffen, die zwar ihre Punkte hat, in denen sie sehr viel kann - aber absolut keine Mary Sue. Die restlichen Charaktere des Buches sind teilweise ähnlich realistischsympathisch, wenn auch nicht ganz so authentisch, da irgendwie leichte Stereotypen.. andererseits wieder auch nicht, da das Buch mit überraschenden Kehrtwenden aufwarten kann (Kaes Bruder ist zB schwul - sie und er sind farbig. Das ist cool!). Einzig und allein das Ende des Buches stimmt mich etwas meh. Es ist ein bisschen vorhersehbar und lässt mich nicht GANZ so auf den 2. Teil jiepern, wie ich gehofft hatte (& es teilweise in der Mitte des Buches der Fall war).  Was soll's, wird trotzdem gelesen. Ich freu mich auf Kaes weiteres Abenteuer!

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  • einfach genial!

    Wir sind verbannt
    julenule

    julenule

    23. November 2013 um 12:45

    Unendlich gutes Buch! Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Sehr esselnd. Dieses Tagebuch Format befördert den Leser direkt ins Geschehen. Das gesamte Buch bringt den Leser dazu, über das Leben und das Verhalten der Menschen nachzudenken. Einfach klasse! Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

  • Es ist heimtückisch und es will deinen Tod!

    Wir sind verbannt
    BlueNa

    BlueNa

    14. July 2013 um 12:52

    Kaelyn ist mit ihrer Familie erst vor kurzem zurück auf ihre kleine kanadische Heimatinsel gezogen. Mit ihrem besten Freund Leo hat sie sich zerstritten und nun ist Leo fortgezogen, aufs Festland. Doch Kaelyn kann Leo nicht loslassen und beginnt ein Tagebuch zu führen in dem sie alles aufschreibt, was sie Leo nun nicht mehr sagen kann. Bald beginnt sich eine merkwürdige Krankheit auf der Insel auszubreiten, ein Fieber, das mit heftigem Juckreiz, Niesen und Husten einhergeht und das zu Kontrollverlust und schlussendlich zum Tod führt. Kaelyns Dad ist Mikrobiologe und versucht herauszufinden, was diese tödliche Krankheit auslöst, doch er kommt nur schleppend voran und als die Insel unter Quarantäne gestellt wird, werden ihre Bewohner von der Regierung im Stich gelassen. Sie sind fortan allein mit ihrem Kampf gegen das Virus… „Wir sind verbannt“ ist ein Jugendbuch, aber eines, das das beängstigende Szenario auch mal unbeschönigt darstellt. Die Autorin zeigt detailliert auf, was passieren kann, wenn ein unbekannter Virus unter uns Menschen anrichten kann, wenn nicht schnellstmöglich ein Impfstoff oder ein Heilmittel entwickelt werden kann. Was mit ein paar Kranken auf einer beschaulichen kleinen Insel beginnt entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einem Endzeitszenario, in dem Kaelyn und ihre Freunde ums nackte Überleben kämpfen müssen. Sie erhalten keine Nachrichten vom Festland, sind abgeschnitten vom Rest der Welt und wissen nicht, was außerhalb vorgeht und ob es überhaupt noch ein Außerhalb gibt. Mir hat diese realistische Entwicklung sehr gut gefallen und ich konnte alles gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, denn das Buch wird in Kaelyns Tagebucheinträgen erzählt. Man weiß als Leser also nur das, was Kaelyn auch in ihr Tagebuch schreibt. Dafür ist es häufig sehr emotional und ich konnte ihre Verzweiflung förmlich mit den Händen greifen, schließlich ist Kaelyn eine Jugendliche, die mit einer Katastrophe fertig werden muss. Die Geschichte lässt sich sehr schnell, leicht und flüssig lesen und trotz des einfach Schreibstils, konnte Megan Crewe die Einzelheiten sehr gut herüberbringen und hat es geschafft mich abzuholen. Gerne hätte es für mich noch etwas biologischer werden können, aber ich denke, so wie sie es gemacht hat, ist es auch für jüngere Leser verständlich. Die Protagonisten konnten mich schnell für sich einnehmen. Natürlich steht einem Kaelyn am nächsten, da man ihre Gefühle und Gedanken liest, die sie in ihr Tagebuch niederschreibt. Auch über ihre Beziehung zu Leo erfährt man im Laufe des Buches Einiges, auch wenn man Leo selbst noch gar nicht begegnet. Kaelyn ist eigentlich sehr introvertiert und hat wenige Freundinnen, doch das beschließt sie zu ändern und im Laufe der Epidemie versucht sie zu helfen, wo es nur geht. Sie befreundet sich mit Tessa, Leos Freundin, die auf der Insel zurückgeblieben ist und die sie vorher nicht so richtig leiden konnte. Außerdem beginnt sie mit Gav Zeit zu verbringen, der einfach so bei Kaelyn vor der Tür stand. Somit gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte in diesem Endzeitszenario. Das Cover des gebunden Buches finde ich sehr gut gelungen. Der Hintergrund ist schwarz, was gleich einmal bedrohlich wirkt. Darauf zu sehen ist das Zeichen für biologisches Risiko, der dicke Titel in der Mitte und darunter ein toter Vogel, alles in eher ungesundem Gelb. Gefällt mir wirklich gut! Fazit: „Wir sind verbannt – Detected Virus 01“ von Megan Crewe ist ein Endzeitroman für Jugendliche, mit einer beklemmenden Grundstimmung, der mich richtig gut unterhalten hat und dem ich deshalb 4,5 Sterne vergebe. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es mit Kaelyn und ihren Freunden im zweiten Band „Und wenn wir fliehen – Detected Virus 02“ weitergeht! Ich diesen Auftaktband also nur weiterempfehlen!

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  • Nach diesem Buch zuckst du bei jedem Niesen und Husten zusammen....

    Wir sind verbannt
    Lole

    Lole

    25. May 2013 um 17:13

    Inhalt: Eine Insel. Ein tödlicher Virus. Alles fängt an mit leichten Grippesymptomen- ein bisschen schnupfen und husten. Dann kommt der Juckreiz. Man fängt an zu reden und zu reden und zu reden- und 3 Tage später ist man tot.  Kaelyn lebt mit ihren Eltern auf einer kleinen Insel, bis sich dort ein tölicher Virus ausbreitet. Die Essensvorräte werden langsam knapp und zu allem überfluss stellt die Regierung die Insel unter Quarantäne.   Meine Meinung: "Wir sind verbannt"- ist ein unglaublich spannendes Jugendbuch, dass allein durch den Titel und das Cover schon mein interesse geweckt hat. Der Inhalt erinnert mich ein wenig an den Film "28 Days/Weeks later" (ohne den Zombie-Effekt)oder eben an das typische Epedemie- Szenario in mehreren Filmen. Menschen leiden an einen undefinierbaren Virus, sie drehen durch, sterben- eine kleine Gruppe schafft es zu überleben und käpft sich durch. Trotzdem hat die Autorin es wunderbar geschafft etwas Neues daraus zu machen- Spannung aufzubauen und mich in ihren Bann zu ziehen. Sie hat es geschafft mich total zu faszinieren und dadurch erschreckt mich in letzter Zeit jedes niesen, husten in meiner Nähe. Bei jedem jucken denke ich mir- "was, wenn es wirklich mal soweit kommt?"- es ist ein sehr beängstigende Vorstellung, durch die sich mir immer wieder die Gänsehaut aufstellt. Aufgeteilt ist das Buch in 3 Abschnitten- Symptomen, Quarantäne, Tod; Erzählt wird die Story aus Kaelyns Sicht- in Form eines Tagebuchs dass sie für ihren (ehemaligen) besten Freund Leo verfasst. Durch die nach Datum sortierten Einträge hat man einen guten Überblick über den Verlauf der Story und der Krankheit und die Seiten verfliegen nur so. Es ist erfüllt von Spannung, Trauer, Liebe und Hilfsbereitschaft. Durch die "DU"-Anrede in ihren Einträgen, füllt man sich oft persönlich angesprochen und man kann sich noch besser in das Buch hineinversezten. Kaelyn, die Protagonistin, lebt mit ihrer Familie auf einer Insel. Während ihr Vater, der Wissenschaftler ist, versucht einen Impstoff oder ein Gegenmittel zu finden, verbringt sie die meiste Zeit mit ihrer Mutter und ihrem Bruder im Haus. Kaelyn ist eher der Einzelgänger-Typ und sehr naturverliebt. Gerade als sie versucht ihr Leben zu ändern, bricht die Krankheit aus. Kealyn widmet ihre Tagebucheinträge ihren (ehemaligen) besten Freund Leo. Die 2 waren unzertrennlich, bis sie sich vor 2 Jahren zertritten und seitdem kein Wort mehr miteinander wechselten. Sie wirkt unglaublich sympathisch auf mich und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Sie ist sehr stark für die ausergewöhnliche Situation in der sie sich befindet. Kaelyn kümmert sich auch liebevoll um ihre kleine Cusine Meredith für die sie immer mehr zu einer Mutterfigur wird. Die Kleine war mir echt total sympathisch und ich fand sie so niedlich.   Neben Kaelyn und Meredith spielen auch Tessa und Gav eine wesentliche Rolle. Tessa, die Freundin von Leo, hilft Kaelyn dabei Medikamente zu suchen oder Pflanzen zu züchten, die eventuell als Gegenmittel fungieren können. Tessa ist geradlinig, ehrlich, standhaft- sie weiß was sie will und ist sehr Zielorientiert.zwischen den Zwein entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Gav ist einer von den freiwiligen Helfern, er organisiert eine Lebensmittelverteilung und versucht allen zu helfen. Aus der Freundschaft zwischen Kaelyn und Gav entwickeln sich langsam Schmetterlinge im Bauch- was dem Buch ein bisschen jugendliches Verliebtsein schenkt. Die kleinen Momente des Glücks waren wunderbar beschrieben, so dass man kurz mal alles andere vergaß. Bonus: Am Ende gibts eine Vorschau auf den nächsten Teil "Und wenn wir fliehen"- wodurch man nur noch unruhiger wird, weil man einfach total gerne weiterlesen würde. Fazit: Ein unglaublich spannendes und faszinierendes Jugendbuch, wo man bei jedem niesen und husten in seiner Umgebung dann plötzlich zusammenzuckt.    

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  • Düster, spannend und einfach faszinierend

    Wir sind verbannt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. May 2013 um 00:01

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Gut ein Jahr habe ich auf dieses Buch gewartet, denn die englische Originalversion fand ich wirklich toll und ich wollte das Buch unbedingt auch in der deutschen Übersetzung lesen. Und habe dann natürlich erst einmal völlig verpasst, dass das Buch im Februar erschienen ist… Hier aber nun meine Rezension dazu: Zuerst einmal, dieses Buch ist in Form eines Tagebuchs geschrieben! Etwas, was ich normalerweise wirklich gar nicht ausstehen kann. ABER ich muss sagen, dass es in diesem Fall einfach perfekt gepasst hat. Das Format, dass die Autorin aus gewählt hat, ist optimal für die Geschichte, die Crewe hier erzählt und ich denke nicht, dass dieser Roman so intensiv gewesen wäre, wenn sie sich für einen ganz gewöhnlichen Erzählstil entschieden hätte. Zu Beginn des Romans habe ich nicht gedacht, dass das so wirklich funktionieren würde. Das Tagebuch wird von der 16-jährigen Kaelyn geschrieben und zwar in Form von Briefen an ihren ehemaligen besten Freund, der ihre Heimatinsel vor einigen Jahren verlassen hat. Die Briefe beginnen als von Schuldgefühlen gequälte Erinnerungen an eine lang vergangene Freundschaft und ich muss zu geben, dass ich damit einige Probleme hatte. Es war einfach nicht besonders faszinierend. Glücklicherweise ändert sich das aber schnell, denn bald geschehen seltsame Dinge auf Kaelyns Insel. Als Leser erfährt man selbst nur das, was auch Kaelyn mitbekommt und genau hier entwickelt sich der Reiz der Erzählart, die Crewe gewählt hat. Denn einerseits ist Kaelyn eine aufmerksame Beobachterin und eine der ersten, die merken, dass etwas nicht stimmt, andererseits ist sie eben nur ein junges Mädchen, das von vielem erstmal nichts erfährt. So erhält man auch als Leser immer nur einzelne Informationshappen und fiebert mit Kaelyn der Auflösung entgegen. Crewe gelingt dabei die Balance zwischen Kaelyns Teeny-Ich und dem dämmernden Bewusstsein, dass etwas falsch ist, hervorragend und im Gegensatz zu vielen anderen YA-Heldinnen hatte ich hier nie das Bedürfnis ihr eins überzuziehen, weil sie sich einfach unnatürlich blöd anstellt und absolut offensichtliche Dinge übersieht. Im Gegenteil, der Autorin gelingt, nicht zuletzt durch den mir sonst so unsympathischen Erzählstil, die überaus realistische Darstellung einer sympathischen Heldin. Dadurch gewinnt die gesamte Geschichte an Tiefe und Intensität und wird immer greifbarer je mehr sich die Situation auf der Insel verschlechtert. Es gibt dadurch auch einige wirklich sehr düstere Szenen, die der Geschichte aber nur mehr Tiefe geben, denn ohne solche Stellen, ohne die Augenblicke, in denen Kaelyn der Kampf ums Überleben und die Angst um ihre Mitmenschen einfach zu viel werden, wäre das Buch nicht halb so realistisch. Das Buch wird dadurch zwar an einigen Stellen recht düster und ist mir zumindest zwischendurch auch sehr nahe gegangen, die Geschichte ist aber nicht deprimierend, denn Kaelyn ist alles in allem eine sehr positive und lebensfrohe Person, die ihren Lebenswillen trotz aller Zweifel nicht verliert. Und das wird auch in ihren Tagebucheinträgen/Briefen deutlich. Auch die restlichen Personen in dieser Geschichte tragen viel zur Atmosphäre des Buchs bei wodurch immer wieder amüsante, romantisch aber auch traurige Momente entstehen. Dadurch dass diese anderen Charaktere nur durch Kaeylins Beschreibungen charakterisiert werden, entwickeln sie ganz unterschiedliche Tiefen und sind mir als Leser dadurch auch ganz unterschiedlich nah ans Herz gewachsen. Alles in allem fand ich sie allerdings durchweg gut gezeichnet und sehr passend. Alles in allem und für alle, die das meinen bisherigen Ausschweifungen noch nicht entnehmen konnten: Ich finde dieses Buch einfach toll und halte es für wirklich gelungen. Also, geht und besorgt euch ein Exemplar und wenn ihr wollt, lest mein Interview mit Autorin Megan Crewe 

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  • Eine bekannte Idee, neu verpackt :)

    Wir sind verbannt
    TanjaLovesBooks

    TanjaLovesBooks

    18. March 2013 um 13:22

    Buchgestaltung Ich mag beide Cover sehr gerne. Sie passen beide sehr gut zum Roman. Bei der deutschen Ausgabe ist der tote Vogel abgebildet, der das erste Anzeichen für den Virus gibt, auf dem Englischen im Schriftzug ein Mädchen, das einen Weg begeht, der von der Insel weg führen soll. Ich könnte nicht sagen, welches mir besser gefällt :) Meinung Zugegeben, in diesem Roman wird eine Idee verwendet, die alles andere als neu ist, aber trotzdem konnte mich die Autorin sehr überraschen. Besonders der Schreibstil und auch die Sichtweise haben die Geschichte so ganz anders gestaltet als erwartet. Die Protagonistin Kaelyn schreibt nämlich in Tagebuchform an einen Freund, der die Insel vor einiger Zeit verlassen hat. Als Leser merkt man, das etwas zwischen den beiden vorgefallen ist, weiß aber nicht genau was, was sehr spannend war. Während Kaelyn die Ereignisse beschreibt, die aufeinander folgen, ist die immer mitten im Geschehen und erst in Momenten der Schwäche und Trauer, erkennt man, das mehr hinter den Dingen steckt, die sie beschäftigen. Die Beziehung zwischen Kaelyn und Leo findet eigentlich gar nicht zeitnah statt, weil sie eben aus vergangenen Dingen besteht, die sie in ihrem Tagebuch kurz aufgreift und dennoch hat man als Leser das Gefühl in eine Art Liebesgeschichte hineinzurutschen, die ein böses Ende genommen hat. Dadurch, das Kaelyn keinen Love-Interest hat, der ihr praktisch die ganze Zeit vor der Nase sitzt, konzentriert sich das Buch wunderbar auf den Plot. Wie alles anfängt weiß man durch den Klappentext schon, daher war der Einstieg in das Buch für meinen Geschmack etwas zu lang. Das Virus braucht erst einmal seine Zeit, bis es ausbricht und das ganze Drumherum musste natürlich beschrieben werden, hat mir aber nicht so gut gefallen. Dafür war die Atmosphäre des Buch sehr gelungen. Die Erzählgeschwindigkeit hier ist etwas langsamer, dafür aber umso melancholischer. Stück für Stück geschehen die schrecklichen Dinge, die viele Menschen das Leben kosten, so auch einige aus Kaelyns Umkreis. Die Autorin hat sich große Mühe gemacht, den Alltag authentisch zu beschreiben und das war ein großer Pluspunkt. Gerade, weil hier alles so realistisch ist, konnte ich mir gut vorstellen, das so eines Tages auch die Realität aussehen könnte :/ Weil das Ganze auf einer Insel spielt, sind die Handlungsorte begrenzt, aber das mochte ich ebenfalls. Die Geschichte verläuft in einem überschaubaren Rahmen und gerade, weil es keine Möglichkeit mehr zur Flucht gibt, nachdem Quarantäne ausgerufen wurde, ist die Gefahr noch unausweichlicher vorhanden. Kaelyns Charakter lernt man sehr gut durch die Ich-Perspektive kennen. Zu Beginn fand ich sie etwas träge, aber die vielen Wendungen im Buch locken ihre verborgenen Eigenschaften sehr gut hervor. Schnell merkt man, das sie klug ist und ums Überleben kämpfen wird. Durch das Auftauchen eines neuen Charakters, bringt die Autorin auch gleichzeitig wieder etwas Hoffnung mit ins Spiel. Wie genau diese aussieht, will ich nicht verraten. Ich bin sowieso der Meinung, das man die Geschichte auf sich selber wirken lassen sollte, denn ich kann das Unglück, die Verzweiflung und die Verluste kaum in Worte fassen, die Kaelyn durchleben muss. Das Buch hat mich sehr oft traurig gestimmt, weil der Virus und das daraus resultierende Chaos viele Menschenleben fordern. Dabei geht es hier nur an wenigen Stellen blutig und gewaltsam vor. Es ist vielmehr Kaelyns Stimme, die im Leser die Traurigkeit weckt, die sie selber verspürt, bei dem Anblick, der sich ihr bietet. Von der Handlung her ist das Buch nicht abgeschlossen. Vielmehr bietet die Autorin am Ende einen Cliffhänger, gerade, als ich dachte, dass endlich etwas Ruhe und Frieden einkehren würde. Es bleibt also spannend! Ansonsten bietet das Buch viel Tiefgang bei den Charakteren, Spannung in Form von Gänsehaut Faktoren, weniger in Action und jede Menge kleine Sequenzen, die einem das Herz zerreißen können. Mein einziger Kritikpunkt am Gesamtkonzept ist die Langatmigkeit, die sich zuweilen etwas breit macht. Das Buch verliert nicht direkt seinen roten Faden oder dergleichen, aber besonders Anfang und Ende des Romans weichen ausführlichen Gedankengängen und Beschreibungen, an Stellen, an denen ich mir als Leser etwas mehr Perspektive gewünscht hätte, da man eben nur Kaelyns Sicht folgt. Fazit Ein ruhiges, atmosphärisches Buch, das mich besonders durch den Schreibstil und die unvorhergesehenen Wenden überzeugen konnte. Ganz anders als erwartet, bietet die Autorin keine Actionreiche, dafür aber tiefgründige und melancholische Geschichte über Liebe und Freundschaft in Zeiten der Not und des Todes.

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  • Rezension zu "Wir sind verbannt" von Megan Crewe

    Wir sind verbannt
    Kittyzer

    Kittyzer

    17. March 2013 um 16:28

    "Mom ist mal kurz weggegangen", antwortete ich. "Was ist denn los?" Er seufzte, und einen Augenblick dachte ich, er würde es mir nicht sagen. Im Hintergrund hörte man andere Stimmen murmeln, doch ich konnte keine davon richtig verstehen. "Dad...", fing ich an. "Ich weiß noch keine Einzelheiten", sagte er da plötzlich ganz ruhig, "und hier reißen sich gerade alle ums Telefon, so dass ich im Moment nicht lange sprechen kann. Aber die Regierung ist zu dem Schluss gekommen, dass das Gebiet hier ein zu großes Risiko darstellt. Sie riegeln die Insel ab." -- INHALT : Als Kaelyn auf die Insel ihrer Kindheit zurückkehrt, hat sie eigentlich vor, sich mit ihrem ehemaligen besten Freund Leo zu vertragen. Doch dieser fährt aufs Festland, bevor sie den Mut dazu findet - und sie will auf seine Rückkehr warten. Doch dann greift eine schreckliche und extrem aggressive Krankheit um sich: Erst juckt es, dann kommen Niesen und Husten hinzu, gefolgt von einem drastischen Herabsetzen der Hemmschwelle - und schließlich dem Tod. Die Menschen um Kaelyn herum sterben. Und als die Insel abgeriegelt wird, fragt sie sich, ob sie Leo je wiedersehen wird... MEINE MEINUNG: Nach ihrem Debüt "Der Geist an meiner Seite" wagt sich die amerikanische Autorin Megan Crewe mit "Wir sind verbannt" ins Gefilde der Jugendthriller rund um eine Epidemie und deren Ausmaße. Der Schreibstil ist dabei sehr flüssig zu lesen und lässt den Leser durch die Ich-Perspektive an Kaelyns Gefühlswelt teilhaben. Der Roman selbst ist in Form eines Briefes an ihren besten Freund gehalten, weshalb diese ihn bzw. den Leser des Öfteren mit "Du" anspricht. Dies trägt dazu bei, dass man sich beinahe wie mittendrin fühlt, wodurch eine Identifikation mit den Figuren von Anfang an möglich ist. Kaelyn ist eine absolut sympathische Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist oftmals eher ruhig, besonnen, und hilfsbereit, kann aber auch stark und dickköpfig sein, wenn es darauf ankommt. Sie besitzt einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und fast schon ein Helfer-Syndrom, dies wirkt aber beinahe nie übertrieben. Im Laufe der Handlung lernt sie den jungen Gav kennen, den man als Leser ebenso schnell lieb gewinnt. Die beiden sind sich in mancherlei Hinsicht sehr ähnlich und passen daher toll zusammen. Er ist ebenso eine Helfer-Natur wie sie und ein absoluter Gutmensch, trotzdem ist er nicht perfekt sondern im Gegenteil sehr menschlich, was ihn lebendig macht. Kaelyns Familie besteht außer ihr aus ihrem schwulen Bruder Drew, der zwar seinem Vater gegenüber etwas zornig auftritt, für seine Verwandten aber eine deutliche Liebe hegt; ihrem viel beschäftigten Vater, der sich unglaublich um die Menschen auf der Insel sorgt; und ihrer ängstlichen, fürsorglichen Mutter. Besonders nahe kommt man aber ihrer kleinen Cousine Meredith, die sich zuckersüß und kindlich-naiv jedem einen Weg ins Herz bahnt. Nach einiger Zeit kommt es für die Protagonistin ansonsten sozusagen zu einer Zweckgemeinschaft mit Tessa, Leos Freundin, die sich aber bald zu einer guten Freundschaft entwickelt, da die beiden sich wunderbar ergänzen. Keine der Figuren ist schwarz-weiß gezeichnet oder sonderlich klischeehaft, weshalb man gern von ihnen liest. Die Geschichte selbst ist natürlich nicht überragend neu: Irgendwo bricht eine Epidemie aus, es kommt zu Massenpaniken, Toten, Selbstjustiz und allerlei anderen Problemen. Trotzdem gelingt es der Autorin wunderbar, die Geschichte spannend und glaubwürdig rüberzubringen. Die Fakten sind gut recherchiert, der Krankheitsverlauf durchdacht und neuartig; viel dreht sich darum, ein Mittel zu finden und irgendwie zu überleben. Der Spannungsbogen hält sich beinahe kontinuierlich in der Höhe, auch, weil immer wieder schlimme Dinge passieren. Anders als in vielen anderen Werken werden hier auch Familie und Freunde der Protagonistin nicht verschont, was das Ganze noch viel authentischer macht. Einige Wendungen sind natürlich vorhersehbar und etwas stereotyp, darüber sieht man bei der spannungsgeladenen Atmosphäre aber meistens gern hinweg. Eine Liebesgeschichte gibt es hier auch, allerdings nicht ganz so wie erwartet. Außerdem ist diese eher ruhig und spielt sich im Hintergrund ab, weshalb sie zwar für Lichtblicke und einige kleinere romantische Szenen sorgt, sich aber nicht plötzlich als Hauptaspekt herausstellt. Es geht eben um den Überlebenskampf, und dieser ist erschreckend und mitreißend gestaltet. Bis zum Ende spitzt sich die Lage immer weiter zu, neue Probleme tauchen auf, der Leser wird in Atem gehalten - bis das Werk beinahe abrupt, aber nur beinahe, in einem absolut gut gesetzten, wenn auch anstrengenden, Cliffhanger endet, der eines auf jeden Fall bedeutet: Band 2 muss her! FAZIT: "Wir sind verbannt" von Megan Crewe ist ein gut recherchierter und spannender Thriller um eine Epidemie, der vor allem mit den Figuren punktet. Die Liebesgeschichte hält sich im Hintergrund und die Story selbst überzeugt auch, war mir allerdings zwischenzeitlich etwas zu klischeehaft und vorhersehbar. So gibt es von mir sehr, sehr gute 4 Punkte - und ich freue mich auf Band 2, der im Herbst auf Deutsch erscheint.

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  • Rezension zu "Wir sind verbannt" von Megan Crewe

    Wir sind verbannt
    78sunny

    78sunny

    21. February 2013 um 17:19

    3 von 5 Sternen Inhalt: Kaelyn lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder auf einer Insel. Ihr Vater arbeitet als Wissenschaftler in einem Labor und wird eines Tages zu einem Fall ins Krankenhaus gerufen. Ein Mann zeigt unerklärliche Symptome und reagiert nicht auf die gängigen Medikamente– hohes Fieber, Wahnvorstellungen, Juckreiz und Grippesymptome. Kaelyns Vater ahnt bereits das sich eine Epidemie anbahnt und warnt seine Familie. Schon bald ist der größte Teil der Inselbevölkerung schwer erkrankt und die Gesunden versuchen auf unterschiedliche Weise sich zu schützen. Doch die vielen Todesfälle und Erkrankungen führen zu Notständen in der Versorgung und irgendwie scheint von der Regierung keine richtige Hilfe zu kommen. Dann wird die Insel plötzlich militärisch abgeriegelt und es wird auf jeden geschossen, der zu fliehen versucht. Wie sollen die Menschen nun überleben? Wie kam das Buch zu mir Ich mag Romane in denen es um Epidemien geht. Ich finde es sehr interessant zu lesen, wie Menschen darauf reagieren und was mit der alltäglichen Versorgung geschieht. Daher wanderte dieses Buch schnell auf meinen Wunschzettel. Schlussendlich wurde es mir dann vom Fischerverlag zur Rezension zur Verfügung gestellt. Aufmachung/Qualität Das Buch ist ein Hardcover ohne Schutzumschlag. Das Cover passt meiner Meinung nach perfekt und da es dunkel ist und somit kaum schmutzanfällig stört es auch nicht, dass es keinen Schutzumschlag dazu gibt. Die Bindung des Buches ist hochwertig und man kann es sehr leicht aufklappen. Es entsteht selbst durch komplettes Aufschlagen kein Schaden am Buchrücken. Die Kapitel sind für ein Jugendbuch angenehm kurz. Die empfohlene Altersgruppe ist ja schon ab 12 Jahren und gerade für dieses Alter finde ich kurze Kapitel sehr schön. Mich als Erwachsenem hat es ebenfalls gefallen. Im Anschluss an die eigentliche Geschichte gibt es noch einen kleinen Einblick in den zweiten Band der Reihe. Diese macht einen sehr neugierig auf Band 2. Meinung: Die Grundidee war interessant, aber nicht neuartig. Ein Virus für den es weder ein Heilmittel noch einen Impfstoff gibt, bricht auf einer Insel aus. Man bekommt einen näheren Einblick in bestimmte Bereiche, da der Vater der Hauptperson direkt bei der Bekämpfung des Virus und der Forschung nach einem Heilmittel mitarbeitet und seine Familie größten Teils auf dem Laufenden hält. Durch die Hauptperson der Buches, Kaelyn, erfährt man wie die normale Bevölkerung und vor allem die junge Bevölkerung auf die Ausbreitung der Seuche reagiert. Das wurde sehr gut gelöst und machte das ganze interessant und nicht zu einseitig. Man sieht wie unterschiedlich Menschen versuchen auf solch einen Ausnahmezustand zu reagieren. Manche versuchen fast aufopferungsvoll anderen zu helfen, andere denken nur an sich und gehen radikal gegen Infizierte vor. Etwas mehr hätte für mich noch auf die Versorgung der Menschen eingegangen werden können. Es wird zwar schon erwähnt, dass es nach und nach Versorgungsprobleme gab, aber einiges wurde einfach nicht erwähnt. Der Müll hätte sich längst türmen müssen, was dann zu Geruchsbelästigungen hätte führen müssen. Außerdem bezweifle ich das der Strom so lange durchgehalten hätte oder die Wasserversorgung, aber ich bin da kein Experte. Es handelt sich hier um ein Jungendbuch, das bereits 12j. Ansprechen soll und aus der Perspektive gesehen, ist es okay gewesen. Ich werde dem Buch dafür also keinen Abzug geben. Der Schreibstil war sehr einfach. Das lag daran, dass Kaelyn diese Geschichte in ihr Tagebuch schreibt. Allerdings fällt dies nicht allzu sehr auf, nur wenn sie die Person für die sie dieses Tagebuch führt, direkt anspricht. Ansonsten liest es sich wie eine normale Geschichte aus der Ich-Perspektive und der Vergangenheit. Trotzdem gefiel mir grundsätzlich die Idee mit dem Tagebuch. Über jedem Kapitel steht das Datum des Tages von dem Kaelyn berichtet und durch diese Art des Schreibens erfährt man direkt von Kaelyn wie sie sich fühlt. Für ein Jugendbuch war der Schreibstil angemessen, Erwachsene wird er aber nicht vom Hocker reißen. Die Geschichte wird zu geradlinig erzählt und wirkt meist wie ein recht oberflächlicher Bericht. Die erste Hälfte des Buches zieht sich wie Kaugummi und ist kaum ansprechen. Die Geschichte geht starr voran ohne das es viel Dramatik oder Spannung gibt. Ab etwa der Hälfte des Buches fängt es dann an spannend zu werden. Allerdings wird es nie so spannend wie ich es bei der Beschreibung des Buches erwartet hätte. Gewalt kommt sowohl unterschwellig als auch direkt im Buch vor. Menschen werden ermordet oder sterben an dem Virus und die Hauptprotagonistin erlebt dies direkt mit. Trotzdem wird das ganze nicht ausgeschlachtet oder zu emotional beschrieben, so das ich durchaus mit der Altersempfehlung des Verlages mitgehen würde. Da jedes Kind aber unterschiedlich sensibel ist, würde ich Eltern von unter 14j. Lesern empfehlen das Buch vorher selbst zu lesen und dann zu entscheiden ob das eigene Kind dies lesen sollte. Auf emotionaler Ebene ist das Buch größtenteils eher als Kinderbuch ausgelegt. Es wird kaum in die Tiefe gegangen und stellenweise nahm die jugendliche Hauptperson, die Geschehnisse viel zu schnell hin. Allerdings gab es in der Mitte des Buches etwa 4 Kapitel in denen ich völlig geflashed wurde. Da haben mich die Emotionen dermaßen erreicht, dass ich tatsächlich unter Tränen weiter lesen musste. Wenn das ganze Buch auf diesem Niveau geschrieben wäre, hätte es eine bessere Bewertung erhalten. Leider flachte das ganze zum Schluss aber enorm ab. Es gab am Ende eine Szene, die sehr dramatisch war, aber nicht so beschrieben wurde. Hier erreichte mich das Buch leider nicht mehr. Die Charaktere wurden gut beschrieben und waren recht unterschiedlich. Trotzdem war jetzt niemand der enorm heraus stach. Am besten gefiel mir noch Kaelyns Vater. Er wirkte auf mich sehr authentisch. Andere Charaktere waren mir zu perfekt und zu aufopferungsvoll. Das wirkte auf mich für die Umstände in denen sie sich befunden haben zu unrealistisch. Sympathisch waren sie allerdings fast alle. Ja, auch in diesem Buch gibt es eine Liebesbeziehung, aber sie steht nicht im Vordergrund. Trotzdem war es sehr angenehm darüber zu lesen, da man den Charakteren auch mal ein wenig Liebe und Geborgenheit wünschte. Kaelyn und der junge Mann für den ab etwa der Hälfte des Buches ihr Herz schlägt passen sehr gut zusammen und man konnte mit Kaelyns Besorgnis um ihn mitfühlen. Er wird neben einer Freundin und einem kleinen Mädchen zur wichtigsten Person in ihrem Leben. Es war sehr interessant zu sehen, wie die beiden sich unter diesen schwierigen Umständen kennen und lieben lernten. Das Ende ist leider sehr offen, aber die Leseprobe am Ende des Buches gibt einem wenigstens schon einmal einen Einblick auf das was noch folgt. Und das scheint sehr interessant zu sein. Es sind noch sehr, sehr viele Fragen ungeklärt und man will diese unbedingt noch beantwortet haben. Grundidee 4/5 Schreibstil 3/5 Spannung 3/5 Emotionen 3,5/5 Charaktere 3,5/5 Liebesgeschichte 4/5 Lesergruppe: Dieses Buch ist für alle Leser ab 12 Jahren geeignet, die nicht zu sensibel sind. Wer Interesse an Endzeitszenarien, Seuchenausbrüchen... hat sollte sich dieses Buch zur Hand nehmen. Wer allerdings sehr detaillierte und emotionale Geschichten braucht wird hier eher nicht glücklich. Fazit: 3 von 5 Sternen Leider reichte es nur für 3 Sterne, da mir vieles zu oberflächlich behandelt wurde und auf bestimmte Geschehnisse nicht realistisch genug reagiert wurde. Gut gefallen hat mir, dass man die Ausbreitung der Seuche aus der Sicht einer Jugendlichen erlebt, die versucht zu helfen, aber auch Einblicke in den Wissensstand der Forscher und Ärzte bekommt. Die Liebesgeschichte in dem Buch sorgte für einen kleinen Ausgleich zur sonst eher bedrückenden Situation und wurde gut entwickelt. Das Ende des Buches ist sehr offen. Auch wenn ich dem Buch nur 3 Sterne geben konnte, bin ich gespannt wie es weiter geht und werde sicher auch den 2. Band lesen. Dieses Buch war für mich kein Lesehighlight aber auch keine Zeitverschwendung. Reihe: Wir sind verbannt Und wenn wir fliehen (erscheint im Herbst 2013) http://78sunny.blogspot.de/2013/02/rezi-wir-sind-verbannt-megan-crewe.html

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