Megan Hunter

 3.6 Sterne bei 80 Bewertungen

Lebenslauf von Megan Hunter

Megan Hunter, geboren 1984 in Manchester, ist Autorin und hat einen Abschluss in English Literature. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Cambridge. Mit ihrer Lyrik stand sie bereits auf der Shortlist des Bridport Prize und ihre Erzählung "Selfing" war für den Aesthetica Creative Writing Award nominiert. Ihr Debütroman "Vom Ende an" ist im Mai 2017 in Deutschland erschienen.

Alle Bücher von Megan Hunter

Vom Ende an

Vom Ende an

 (78)
Erschienen am 18.05.2017
The End We Start from

The End We Start from

 (2)
Erschienen am 07.11.2017

Neue Rezensionen zu Megan Hunter

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Rezension zu "Vom Ende an" von Megan Hunter

Ein Starkes Debüt (Novelle)
Janna_KeJasBlogvor einem Monat

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |  

Sie, die Erzählerin.
R, ihr Partner.
Z, ihr Kind.
Die Katastrophe, schon vor der Tür.

Ein ganz eigener Erzählstil. Gegenwärtig aus der Ich-Perspektive der Protagonistin heraus. Eine, für mich, namenlose Frau. Um sie herum Menschen, deren Namen ebenso keine Bedeutung haben, aber ihre Bedeutung für die Frau mir auf jeder Seite schmerzvoll still entgegentritt.

Man sagt uns, wir sollen jede Panik vermeiden. Es gibt keine Anweisung, die bei Menschen so todsicher Panik auslöst.
(Seite 71)










Die aktuelle Angst. Vergangene Tage. Sehnsucht und Verlust. Prägnant schildert die Autorin Megan Hunter in ihrem eindringlichen Debüt das Innenleben der Protagonistin inmitten dieses Schreckensszenario.

Wenige Worte. Kleine Sätze. Kurze Abschnitte. Mit wenigen Worten wird die Katastrophe und dessen Konsequenz(en) skizziert. Ruhig. Genau solche Schilderungen von Ereignissen, Gedanken und Gefühlen liebe ich! Mich nahm die Novelle von Beginn an ein, überzeugte in dieser anderen Erzählung solch einer Geschichte.

Das Ende. Ein solches mit dem ich nicht gerechnet, dass ich nicht erwartet hatte. Ein Ende, welches mich in anderen Geschichten nicht überzeugt hätte. Ein einziger Satz, in dieser Novelle so passend und einnehmend.



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Rezension zu "Vom Ende an" von Megan Hunter

Verantwortung angesichts einer Naturkatastrophe
Dajobamavor 4 Monaten

Man hat sich verrechnet. Eine Naturkatastrophe überschwemmt nicht nur die englische Küste, sondern auch London. Für eine Flucht ist es für die hochschwangere Erzählerin fast zu spät. Als auch noch der Vater des Kindes verschwindet, muss sie sich mit dem Säugling allein durchschlagen.

 

Dieser dystopisch anmutende Roman besticht durch seine besondere Sprache. Obwohl er sehr knapp und einfach, mit wenigen Worten erzählt, lässt er doch viel Raum für Interpretation, und ist dabei sehr poetisch, behandelt große Fragen des Lebens. So werden die Figuren nur mit einem einzigen Buchstaben benannt, das wirkt einerseits anonym, andererseits bekommt man das Gefühl, es könnte jeden treffen.

 

Dieses kleine Büchlein mit nur 160 Seiten, habe ich an nur einem Abend durchgelesen. Trotz des knappen Umfangs schafft es die Autorin, eindringliche und erschreckend realitätsnahe Bilder entstehen zu lassen. Das Zusammenspiel aus Sprache und Handlung entwickelt einen regelrechten Sog, dem sich der Leser kaum entziehen kann. Das sehr aktuelle Flüchtlingsthema wird hier in einem ganz neuen Zusammenhang aufgegriffen.

 

Neben dem spannenden Thema der Flucht vor der Flut und deren Folgen, behandelt der Roman primär eine sehr starke Mutter-Kind-Bindung gerade vor dem Hintergrund der Katastrophe. Die Autorin macht nicht zu viele Worte, doch wird der Leser darauf gestoßen, sich Gedanken zu machen. Inwieweit veranlasst uns die Verantwortung für einen Menschen, Entscheidungen anders zu treffen.

 

Ein wirklich starker Roman in ungewöhnlichem Stil, der trotz weniger Worte so viel beinhaltet. Eine klare Leseempfehlung!

 

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Rezension zu "Vom Ende an" von Megan Hunter

Rückzug ins Private
AnnBeevor 4 Monaten

Dieses Buch ist in sprachlicher Hinsicht sehr besonders. Es ist weniger ein Roman als eine Aneinanderreihung von Gedankenfetzen und lyrisch angehauchten Beobachtungen. Die Geschichte beschränkt sich im Großen und Ganzen auf den Klappentext: eine Frau bekommt ein Kind, während über Großbritannien eine Naturkatastrophe hereinbricht. Ist aber quasi egal, weil die Frau ab da ohnehin nur noch mit ihrem Kind beschäftigt ist. Da werden nicht mal mehr Nachrichten geguckt, Menschen sterben und hungern – egal, sollen andere sich drum kümmern. Irgendwelche Männer, zum Beispiel.

„Ich sage, es ist erbärmlich, sich mal wieder darauf zu verlassen, dass uns Männer transportieren. Ich sage es, aber ich empfinde es nicht.“ (S. 119)

Das ist dem Leser an der Stelle schon klar. Die Liebe der Mutter zu ihrem Kind wird sehr eindrücklich und poetisch geschildert, aber die ganze Welt schrumpft darauf zusammen. Nicht ein Charakter wird auch nur ansatzweise ausgearbeitet, sie sind alle nur Mittel zum Zweck. Am Ende scheint dann alles wieder aufwärts zu gehen, haben sich wohl die Männer drum gekümmert.

„Die Schwangerschaft war das größte Abenteuer, scheint mir jetzt. Die größte Heldentat.“ (S. 144)

Für sie vielleicht, gesamtgesellschaftlich eher nicht. Am Ende sind Mutter und Kind dann wieder mit dem Vater vereint. Also alles gut, Kleinfamilie intakt.
Ich lese wahnsinnig gern Dystopien, weil ich es spannend finde, wie sich soziale Gefüge und Regeln ändern können, wie eine Zivilisation kippen kann und die Masken fallen, wie neue Formen des Zusammenlebens entstehen, wie man sich seine Menschlichkeit bewahrt oder auch nicht. Hier geht’s aber nur um MamaPapaKind, mit klarer Rollentrennung.

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Gespräche aus der Community

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"Als Kind glaubte ich, ich wäre für unsere Zeit geschaffen worden. Die Endzeit. Die Flutzeit."

So hat sich die Protagonistin von Megan Hunters Debüt "Vom Ende an" ihr Leben als junge Mutter nicht vorgestellt: Während einer großen Naturkatastrophe in England muss sie ihr Baby zur Welt bringen. Hat die kleine Familie unter diesen Umständen überhaupt eine Chance?
"Vom Ende an" ist nicht nur eine ungewöhnliche Zukunftsvision, es ist eine Geschichte über die Macht der Liebe, über eine Mutter, die zeigt, dass es sich lohnt, zu kämpfen, auch dann, wenn alles verloren zu sein scheint.

Wenn ihr neugierig geworden seid, dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!

Liebt ihr anspruchsvolle Literatur? Wir freuen uns sehr, euch mit "Vom Ende an" einen weiteren Titel im LovelyBooks Literatursalon vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten.

Zum Inhalt
Eine Frau, die Erzählerin, bekommt ihr erstes Kind. Gleichzeitig sucht eine gewaltige Naturkatastrophe das Land heim. Eine Flut überschwemmt weite Teile Englands, Feuer brechen aus. Die Frau und ihr Gefährte müssen mit ihrem kleinen Sohn den Ort verlassen, Zuflucht suchen, sich auf eine Insel flüchten. Die kleine Familie wird getrennt. Der Schrecken eines sich steigernden Umweltdramas und die Intimität und das Glück einer Mutter-Kind-Liebe entfalten sich parallel. Mit den Augen eines Neugeborenen wird eine Welt entdeckt, die sich zugleich womöglich zu verabschieden droht.
Lyrisch und lakonisch, durchsetzt mit Passagen, die sich wie Bibelzitate lesen, von archaischer Wucht und poetischer Zartheit, klug, komisch, dann wieder wie in Stein gemeißelt - einen solchen Text hat man lange nicht mehr zu lesen bekommen. Wie ein weibliches Gegenstück zu Cormac McCarthys "Die Straße", gleichzeitig beklemmend wahrscheinlich und doch von geschichtsloser Wahrheit, präzise und schön - hier ist eine neue Autorin zu entdecken!


Und hier geht es zur Leseprobe

Zur Autorin
Megan Hunter, geboren 1984 in Manchester, lebt mit ihrer Familie in Cambridge. Hunter hat englische Literatur studiert und stand mit ihrer Lyrik auf der Shortlist des Bridport Prize. Ihre Erzählung "Selfing" war nominiert für den Aesthetica Creative Writing Award. "Vom Ende an" ist ihr erstes Buch, die Rechte wurden auf Anhieb in zahlreiche Länder verkauft.

Möchtet ihr mehr von dieser besonderen Geschichte haben? Möchtet ihr wissen, wie es für Mutter und Kind weiter geht?
Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 30 Exemplare von "Vom Ende an" unter allen, die sich im Rahmen einer Leserunde über diese schicksalhafte und bewegende Novelle austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr bereit? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 28.05., indem ihr auf diese Frage antwortet:

Eine gewaltige Naturkatastrophe überschwemmt England.
Wie realistisch findet ihr so ein gewaltiges Unglück? Glaubt ihr, so etwas könnte –auch in Deutschland – in einer nicht so fernen Zukunft passieren? Oder seid ihr der Meinung, dass diese Szenerien nur in Romanen zu finden sind?


Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
Rezension https://www.lovelybooks.de/autor/Megan-Hunter/Vom-Ende-an-1358497907-w/rezension/1516743798/ Fazit Alles in einem ist dieses Buch ein außergewöhnlicher Literaturschatz. Man muss ihn nicht gelesen haben aber es würde einem auch nicht schaden, einen kurzen Blick hineinzuwerfen.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Megan Hunter wurde am 01. Januar 1984 in Manchester (Großbritannien) geboren.

Megan Hunter im Netz:

Community-Statistik

in 136 Bibliotheken

auf 35 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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