Megan Hunter Vom Ende an

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Inhaltsangabe zu „Vom Ende an“ von Megan Hunter

Eine Frau, die Erzählerin, bekommt ihr erstes Kind. Gleichzeitig sucht eine gewaltige Naturkatastrophe das Land heim. Eine Flut überschwemmt weite Teile Englands, Feuer brechen aus. Die Frau und ihr Gefährte müssen mit ihrem kleinen Sohn den Ort verlassen, Zuflucht suchen, sich auf eine Insel flüchten. Die kleine Familie wird getrennt. Der Schrecken eines sich steigernden Umweltdramas und die Intimität und das Glück einer Mutter-Kind-Liebe entfalten sich parallel. Mit den Augen eines Neugeborenen wird eine Welt entdeckt, die sich zugleich womöglich zu verabschieden droht. Lyrisch und lakonisch, durchsetzt mit Passagen, die sich wie Bibelzitate lesen, von archaischer Wucht und poetischer Zartheit, klug, komisch, dann wieder wie in Stein gemeißelt - einen solchen Text hat man lange nicht mehr zu lesen bekommen. Wie ein weibliches Gegenstück zu Cormac McCarthys "Die Straße", gleichzeitig beklemmend wahrscheinlich und doch von geschichtsloser Wahrheit, präzise und schön - hier ist eine neue Autorin zu entdecken!

außergewöhnlicher Schreibstil, der eine beunruhigende Ruhe ausstrahlt

— Allesleserin
Allesleserin

Modern, dystopisch und alles andere als detailverliebt erzählt das Buch von den Blitzlichtern einer Klima-Flucht

— krimielse
krimielse

Großes, kleines Werk über die Bedeutung von Anfang und Ende

— smayrhofer
smayrhofer

Story gut, Umsetzung schlecht. Als hätte die Autorin nur den groben Plot zum abdrucken gegeben.

— Linker_Mops
Linker_Mops

Ein Roman im Telegrammstil ist nicht mein Fall, ich fand weder Zugang zu den Protagonisten, noch zur Geschichte.

— Book-worm
Book-worm

Tolle Worte. Gewaltige Gefühle zwischen Mutter und Sohn während der Flut. Aber wo blieben Wut, Trauer, Angst und Schrecken?

— Josetta
Josetta

Bin etwas geteilter Meinung. Tiefgründig, aber trübsinnig.

— rumble-bee
rumble-bee

Ungewöhnlicher Stil, sehr fesselnd, lässt mich allerdings mit einigen Fragen zurück

— SteffiWausL
SteffiWausL

Gewaltig mitreißend!

— andrea_strickliesel
andrea_strickliesel

Ein packendes Stück Literatur, das trotz des verstörenden Stils faszinierend zu lesen ist.

— NiWa
NiWa

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  • Leserunde zu "Vom Ende an" von Megan Hunter

    Vom Ende an
    aba

    aba

    "Als Kind glaubte ich, ich wäre für unsere Zeit geschaffen worden. Die Endzeit. Die Flutzeit." So hat sich die Protagonistin von Megan Hunters Debüt "Vom Ende an" ihr Leben als junge Mutter nicht vorgestellt: Während einer großen Naturkatastrophe in England muss sie ihr Baby zur Welt bringen. Hat die kleine Familie unter diesen Umständen überhaupt eine Chance? "Vom Ende an" ist nicht nur eine ungewöhnliche Zukunftsvision, es ist eine Geschichte über die Macht der Liebe, über eine Mutter, die zeigt, dass es sich lohnt, zu kämpfen, auch dann, wenn alles verloren zu sein scheint.Wenn ihr neugierig geworden seid, dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!Liebt ihr anspruchsvolle Literatur? Wir freuen uns sehr, euch mit "Vom Ende an" einen weiteren Titel im LovelyBooks Literatursalon vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten.Zum InhaltEine Frau, die Erzählerin, bekommt ihr erstes Kind. Gleichzeitig sucht eine gewaltige Naturkatastrophe das Land heim. Eine Flut überschwemmt weite Teile Englands, Feuer brechen aus. Die Frau und ihr Gefährte müssen mit ihrem kleinen Sohn den Ort verlassen, Zuflucht suchen, sich auf eine Insel flüchten. Die kleine Familie wird getrennt. Der Schrecken eines sich steigernden Umweltdramas und die Intimität und das Glück einer Mutter-Kind-Liebe entfalten sich parallel. Mit den Augen eines Neugeborenen wird eine Welt entdeckt, die sich zugleich womöglich zu verabschieden droht.Lyrisch und lakonisch, durchsetzt mit Passagen, die sich wie Bibelzitate lesen, von archaischer Wucht und poetischer Zartheit, klug, komisch, dann wieder wie in Stein gemeißelt - einen solchen Text hat man lange nicht mehr zu lesen bekommen. Wie ein weibliches Gegenstück zu Cormac McCarthys "Die Straße", gleichzeitig beklemmend wahrscheinlich und doch von geschichtsloser Wahrheit, präzise und schön - hier ist eine neue Autorin zu entdecken!Und hier geht es zur LeseprobeZur AutorinMegan Hunter, geboren 1984 in Manchester, lebt mit ihrer Familie in Cambridge. Hunter hat englische Literatur studiert und stand mit ihrer Lyrik auf der Shortlist des Bridport Prize. Ihre Erzählung "Selfing" war nominiert für den Aesthetica Creative Writing Award. "Vom Ende an" ist ihr erstes Buch, die Rechte wurden auf Anhieb in zahlreiche Länder verkauft.Möchtet ihr mehr von dieser besonderen Geschichte haben? Möchtet ihr wissen, wie es für Mutter und Kind weiter geht?Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 30 Exemplare von "Vom Ende an" unter allen, die sich im Rahmen einer Leserunde über diese schicksalhafte und bewegende Novelle austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr bereit? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 28.05., indem ihr auf diese Frage antwortet:Eine gewaltige Naturkatastrophe überschwemmt England.Wie realistisch findet ihr so ein gewaltiges Unglück? Glaubt ihr, so etwas könnte –auch in Deutschland – in einer nicht so fernen Zukunft passieren? Oder seid ihr der Meinung, dass diese Szenerien nur in Romanen zu finden sind?Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier. * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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  • Ende und Anfang

    Vom Ende an
    krimielse

    krimielse

    22. July 2017 um 14:46

    Klimatisches Chaos, Anstieg des Meeresspiegels und Überflutung einer Großstadt direkt vor der eigenen Haustüre ist die Ausgangssituation diese Buches, das die beängstigende Flucht vor der Klimakatastrophe thematisiert. Ungewöhnlich beschrieben bildet die Katastrophe selbst nur das Hintergrundrauschen des Weges einer namenlosen jungen Frau mit ihrem Neugeborenen Z und ihrem Ehemann R weg vom steigenden Meeresspiegel, aber auch weg von der gewohnten Umgebung, vom Zuhause, von der Zivilisation. Anfang und Ende - Katastrophe und Geburt - Apokalypse und Neubeginn, damit spielt die Autorin Megan Hunter in ihrem Debütroman. London steht unter Wasser, und eine junge Frau entbindet im Krankenhaus ein Baby wie auf einer Arche, benannt ausgerechnet nach dem letzten Buchstaben des Alphabets -Z. Die gewohnten Fixpunkte der westlichen Zivilisation schwimmen anfangs langsam und dann immer schneller mit den Fluten davon, als die kleine Familie zunächst aufs Land zu den Schwiegereltern flieht und dann weiter in Flüchtlingslager und in die Berge zieht. Die Geschichte zerfasert immer mehr, mit dem Fortschreiten der Flucht brechen Informationsstrukturen wie das Handynetz, die Infrastruktur und der Familienzusammenhalt auseinander. Als Leser sieht man wie die Protagonistin die kläglichen einstmals wichtigen Reste des menschlichen Zusammenlebens nur noch in grauen Fetzen vorüberstreifen. Es gibt allerdings auch kleine Enklaven des Friedens inmitten des nicht erfassbaren Chaos, wenn sich Gruppen alleinstehender Mütter in Lagern zusammentun und sich gegenseitig helfen erinnert das sehr an positive ursprüngliche menschliche Instinkte und gibt Hoffnung inmitten all der Trostlosigkeit dieses dystopischen Romanes. Wie in Stein gemeißelte Sätze, die mich an biblische Texte und an ein Poem zugleich erinnern, abgehackte Gedankensplitter und Blitzlichter vermitteln dem Leser ein Gefühl, das die junge Frau auf ihrer Flucht haben muss: nämlich Abschottung, Informationsmangel, Ratlosigkeit und Ziellosigkeit. Man weiß ebensowenig wie sie, was eigentlich genau passiert ist, man spürt die Auswirkungen der Katastrophe und lebt wie sie auch im Augenblick, ohne Rückblick oder Weitsicht nach vorn. Nichts ist vorgekaut oder für den Leser zurechtgelegt. Das ist einerseits genial, da es das Gefühl der Hilflosigkeit und Bedeutungslosigkeit des Einzelnen auf grandiose Weise vermittelt, andererseits jedoch fordernd und anstrengend beim Lesen. Man muss sich darauf einlassen wollen, und wer das nicht schafft, wird wohl keinerlei Gefallen an dem Buch finden, denn es liefert keine Erklärungen sondern nur Momentblicke. Zusätzlich wird durch Namenlosigkeit bzw. durch Verwendung von Anfangsbuchstaben bewusst Distanz zu den Personen aufgebaut, zum Beispiel sucht der Ehemann R panisch die Einsamkeit abseits von Flüchtlingslagern, und man spürt als Leser sehr deutlich, dass er sich auch als Charakter völlig zurückzieht und nicht greifbar ist, wie übrigens in meinen Augen alle Charaktere des Buches. Ich war und bin hinsichtlich der Beurteilung des Buches zwiegespalten. Einerseits genial, innovativ, modern und sehr zeitgemäß, andererseits schwierig zu lesen, auch wenn man der Geschichte selbst sehr gut folgen kann, von hingeworfenen Brocken geprägt, wie die oft stichpunktartigen Tagebuchaufzeichnungen einer Person, zu der man keinen Bezug herstellen kann. Ich habe das Buch eher analytisch und weniger mit der loslassenden Freude an einer guten Geschichte gelesen und konnte von meinem bequemen Lesesessel aus andererseits deutlich spüren, wie grauenvoll, einsam und trostlos eine erzwungene Flucht aus dem gewohnten Umfeld ist. Vielleicht liegt genau darin der Reiz der Lektüre? Dass man keine vorgegebenen Wege gehen kann, sondern wie die flüchtende junge Frau gebeutelt und hin und hergerissen ist? Dass man mehr erfühlt als durch Worte erfährt? Eine pauschale Leseempfehlung kann ich nicht geben, doch es ist eine höchst interessante Leseerfahrung, und wer moderne, dystopische und nicht unbedingt detailverliebt erzählte Geschichten mag, sollte sich auf das Buch einlassen.

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  • Großes, kleines Werk über die Bedeutung von Anfang und Ende

    Vom Ende an
    smayrhofer

    smayrhofer

    17. July 2017 um 13:27

    Große Teile Englands werden überflutet und unbewohnbar, die Bevölkerung ist auf der Flucht. Inmitten dieser Naturkatastrophe bekommt die Erzählerin ihr erstes Kind. Die junge Familie mit Vater, Mutter und Kind bekommt zunächst Unterschlupf bei den Schwiegereltern, muss dann aber bald weiterziehen Richtung Schottland. Nachdem der Vater eine andere Richtung einschlägt, müssen Mutter und Kind alleine in den Flüchtlingslagern zurechtkommen. Zusammen mit einer anderen jungen Mutter mit Kind versuchen sie, sich auf ein Boot bzw. eine Insel vor der Küste durchzuschlagen…Megan Hunters Erstlingswerk „Vom Ende an“ wird in anderen Rezensionen oft als die weibliche Version von Cormac McCarthys „Die Straße“ angesehen, doch außer der Ausgangslage – alleinstehendes Elternteil mit Kind auf der Flucht nach einer nicht näher bezeichneten Katastrophe – geht Megan Hunter ganz eigene Wege. Während McCarthy sich in seinen Büchern in sehr detailreichen Schilderungen verliert, herrscht bei Megan Hunter das Prinzip „weniger ist mehr“. Die handelnden Personen werden nur mit einem Buchstaben benannt, und die Sätze zeichnen sich eher durch das Auslassen von Wörtern aus. So liest sich „Vom Ende an“ in seiner lyrischen und lakonischen Form eher wie ein langes Gedicht als ein Roman. Zudem wird der eigentliche Romantext von kurzen Passagen unterbrochen, die offensichtlich ihren Ursprung in der Schöpfungsgeschichte verschiedener Religionen haben. Und so ist der Roman scheinbar recht kurz geraten, trotzdem wirkt das Werk in dieser Form schlüssig und konsequent.Inhaltlich kann man „Vom Ende an“ als Auseinandersetzung mit den Begriffen „Anfang“ und „Ende“ sehen. Den Anfängen – die Geburt des ersten Kindes und die besagten Passagen aus der Schöpfungsgeschichte – steht das scheinbare Ende einer zivilisierten englischen Gesellschaft entgegen. Doch inmitten dieses scheinbaren Endes gibt es immer wieder Momente der Zuversicht, die sich in der Entwicklung des Kindes – das erste Greifen, das erste Lächeln, die ersten Schritte – sowie in der gegenseitigen Unterstützung der Flüchtlinge ausdrücken. Die anfangs in der Geschichte noch vorhandene Endzeitstimmung weicht immer mehr einem Gefühl des Neuanfangs, der zwar offensichtlich schwierig ist, aber auch Anlass zur Hoffnung gibt.„Vom Ende an“ ist ein großes, kleines Werk, das mit seiner ungewöhnlichen Form zunächst etwas sperrig wirkt, mit fortschreitender Lesedauer – die zugebenermaßen recht kurz ist – aber immer intensiver wird und viel Raum für Spekulation und Interpretation lässt. Ich hoffe, dass wir von dieser vielversprechenden Autorin noch einiges hören werden…

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  • Kraftvoll und sehr berührend!

    Vom Ende an
    Linatost

    Linatost

    03. July 2017 um 21:19

    Ich habe noch nie zuvor so ein Buch gelesen.  Wir begleiten unsere Protagonistin nur anhand ihrer Gedanken durch die Zeit während einer Naturkatastrophe. Es ist fast wie ein Tagebuch, aber weniger erzählerisch. Zu Beginn des Buches sind wir in London, die Protagonistin, die das ganze Buch über Namenlos bleibt, liegt in den Wehen. Kurz nach der Geburt flieht die kleine Familie in eine ländlichere Gegend zu den Schwiegereltern. Anfangs planen sie noch sich eine kleine Hütte für die Zeit zu bauen, doch schon bald fordert die herannahende Flut erste Opfer und sie müssen fliehen. Die nächste Zeit verbringen Sie in Camps, doch schon bald verliert sich die kleine Familie und die Protagonistin muss sich mit ihrem Säugling alleine durch schlagen. Aus dem Klappentext erfahren wir bereits, dass es sich bei der Naturkatastrophe um eine riesige Flut handelt. Im Buch wird dies erst zum Schluss andeutungsweise verraten. Die Handlung dreht sich stark um die Mutter – Kind Beziehung, weniger um die Katastrophe und das Überleben an sich. Wer kein Fan von solch Geschichten ist sollte dieses Buch trotzdem unbedingt lesen. Dadurch, dass wir die Geschichte nur anhand der Gedanken der Protagonistin erfahren, ist es eine unglaublich kraftvolle, stimmungsvolle Atmosphäre, die mich tief in seinen Bann gezogen hat. Die guten Kritiken des Buches sind kein künstlicher Hype sondern sehr wohl verdient!

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  • Vom Anfang im Ende

    Vom Ende an
    Xirxe

    Xirxe

    28. June 2017 um 19:31

    Während draußen England in den Fluten versinkt, bringt die namenlose Ich-Erzählerin ihr Kind zu Welt. Es herrscht Panik, die Krankenhäuser sind überfüllt und schon nach kurzer Zeit müssen Mutter und Kind das Krankenhaus verlassen. Gemeinsam mit dem Vater brechen sie auf zu den Schwiegereltern, die in höheren Lagen leben. Doch der Friede ist nur von kurzer Dauer. Die Auswirkungen der Katastrophe hinterlassen auch bei ihnen Spuren und zwar so schlimme, dass sie weiterziehen müssen.Wer jetzt glaubt, eine Endzeit-Dystopie vor sich zu haben, hat sich getäuscht. Das ganze Buch (besser Büchlein, es hat gerade mal 157 Seiten. Und wenn man die Leeren abzieht, bleiben noch 127.) wird von der 'geriatrischen Erstgebärenden', wie sie sich selbst bezeichnet, aus deren Sicht erzählt. Allerdings nicht im herkömmlichen Erzählstil, der sich chronologisch durch die Zeit bewegt und gegebenenfalls noch Erinnerungen zulässt. Stattdessen sind es einzelne Sätze, die das Wichtigste widergeben: was ihr widerfährt, sowohl in der Gegenwart, Vergangenheit oder Wünsche und Träume, wobei ihr Kind klar im Mittelpunkt steht. Schlägt man das Buch auf, wirkt es wie eine Art Tagebuch, das jedoch weitestgehend emotionslos geschrieben wurde. Als ob sie zwischen sich und dem Erzählten die größtmögliche Distanz bringen will; selbst Personen werden nur mit Buchstaben statt mit Namen benannt. Doch trotz dieser scheinbar eher kargen Darstellungsweise war ich mir ihrer Situation stets vollkommen bewusst, denn die Autorin hat eine unglaublich bildreiche Sprache mit wunderbaren Neologismen (beispielsweise schmetterlingsflügelzarte Tritte). Vielleicht gerade deshalb berührten mich ihre Sätze so stark, dass ich die Liebe und die Furcht, die sie für und um ihr Kind und ihren Mann empfindet, fast schon zu spüren vermeinte.Es ist ein wirklich überraschendes Büchlein, das trotz seines eher leidenschaftslosen Tonfalls jede Menge Gefühle zu wecken versteht, die mich die Lektüre nicht so schnell wieder vergessen lassen. Vielleicht auch, weil die eigenen Emotionen intensiver sind als die angelesenen ;-)

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  • Rezension zu "Vom Ende an"

    Vom Ende an
    Linker_Mops

    Linker_Mops

    26. June 2017 um 22:42

    Als ich hier das Buch bei LB entdeckte war ich sofort Feuer und Flamme. Der Plot entsprach genau meinen Leseinteressen. Umso enttäuschter bin ich.Erstmal hat das Buch nicht mal 100 Seiten. Dafür ist der Preis zu hoch. Und der Schreibstil ist so gar nicht mein Fall. Das Buch mutete wie eine Grobskizze der Autorin an, die sie den Verlagen geschickt hat, ob sowas auf Interesse stößt und man es drucken möchte. Die Autorin benutzt keine Namen, sondern nur Anfangsbuchstaben, was es stellenweise schwer macht zu folgen, wer nun wer ist. Zwischendurch tauchen zusammenhanglos Sätze auf. Erzählstränge werden aufgegriffen, aber nicht zu Ende geführt.Schade. Aus dem Plot hätte man viel machen können. :( So kann ich aber nur 2 Sterne vergeben. 

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  • Einseitige Gefühlswelt

    Vom Ende an
    Josetta

    Josetta

    26. June 2017 um 14:19

    „Vom Ende an“ besticht ausschließlich durch seine poetische Sprachweise. Kleine, fast gehauchte Szenen in winzigen Abschnitten, welche die verheerende Flutkatastrophe und ihre Folgen fast nur erahnen lassen. Eine Frau, ihren Namen erfahren wir nie, liegt in den Wehen, als die Wasser in England sintflutartig zu steigen beginnen. Diese Frau begleiten wir geschätzte 15 Monate lang. Eigentlich kann man die Zeitspanne nur anhand Z`s Entwicklungsstadien ableiten, Z ihrem Sohn. Alle anderen Beteiligten tragen ebenfalls nur ihre anonymen Anfangsbuchstaben. Vielleicht wollte Megan Hunter aussagen: Jeder könnte dieser Z, R, O oder G sein. Eine/Einer unter vielen. Dieses Buch konzentriert sich auf das intime Glück einer Mutter-Kind-Liebe, treffender kann man „Vom Ende an“ nicht beschreiben. Alle anderen Empfindungen wurden verdrängt. Mein größter Kritikpunkt dieses Romans. Warum war kein Platz für Wut, als Z`s Vater sich eines Tages aus dem Staub machte? Wo waren die Angst, die Schrecken, die Ungewissheit, die Trauer? Irgendwo in eine dunkle Ecke gedrängt. An der Oberfläche nur Platz für milchgeschwängerte stillende Stunden, für den Geruch von Z`s Haut, für die Nähe beim Schlafen, für den kleinsten Atemzug des Babys. Hmmm, ich lege das Buch nachdenklich zurück. Vielleicht lag es an mir, einer Nichtmama. Diese Mutter-Kind-Poesie traf mich nicht. Ich vermisste die greifbaren „Rahmenbedingungen“, sowohl im zwischenmenschlichen, als auch im naturwissenschaftlichen Bereich. Auch die bibelähnlichen Zitate, die an die Schöpfungsgeschichte, die Sintflut und die Schrecken der Offenbarung erinnern, konnten mir diese Rahmenbedingungen nicht liefern. Ich gebe eine bedingte Leseempfehlung. Mutter/Kindgefühle und Poesie. Bestimmt verzaubert M viele. Und diesen Lesern reichen die gefühlseinseitigen Informationen aus. Mir leider nicht. Einen weiteren Roman dieser Art werde ich jedenfalls nicht lesen. Darum gibt es von mir nur 3 von 5 Sternen. 

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  • Ein aussergewöhnliches Leseerlebnis

    Vom Ende an
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    23. June 2017 um 23:06

    Während in London das Wasser unaufhörlich steigt und die Stadt schliesslich überflutet, bringt die namenlose Erzählerin ihr Baby Z zur Welt. Sie empfindet das Krankenhaus als Arche. Da die frischgebackenen Eltern nicht in ihre Wohnung zurückkönnen, fliehen sie zu den Schwiegereltern der Erzählerin. Da können sie auch nicht bleiben und fliehen weiter in den Norden. R, der Vater von Z, hält es in der Menschenmengen nicht aus und will eine andere Lösung suchen, während die Mutter und das Baby in einer Unterkunft in Sicherheit bleiben sollen. Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich reduziert. Sie gibt nur die nötigsten Details preis. Der Leser erlebt dieses Ereignis aus der Sicht der Erzählerin. Er vernimmt nur ihre Gedanken, Visionen, Träume und Gefühle. So kann man nur erahnen, was wirklich passiert - also sehr viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen. Ich brauchte einen Moment, um mich mit dem Schreibstil anzufreunden. Normalerweise wird einem einen Rundum-Service geboten, alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben. Doch plötzlich wurde ich mit einer starken Intension in die Geschichte gezogen. Das Leseerlebnis wurde plötzlich wahnsinnig eindringlich. Ich bin in die erzählende Figur geschlüpft und habe die Flucht quasi hautnah erlebt. Leider ebbte diese Intensivität gegen Ende ab. Fazit: Für mich war es ein spezielles, wenn nicht ein einzigartiges Leseerlebnis. Aber trotzdem weiss ich nicht, ob ich eine Novelle in dieser Art nochmals lesen werde. 

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  • Naturkatastrophen können unser Leben komplett verändern

    Vom Ende an
    andrea_strickliesel

    andrea_strickliesel

    22. June 2017 um 19:07

    England wird vom Wasser größtenteils überschwemmt. Die Menschen versuchen, sich hilflos und verzweifelt in Sicherheit zu bringen. Eine junge Frau bekommt, kurz bevor das Wasser auch die Kliniken in London überschwemmt, dort ihr erstes Kind. Ihr Gefährte versucht mit seiner kleinen Familie eine Zuflucht zu finden, die sicher ist. Aber am Ende, verschwindet auch der Vater und Mutter und Kind müssen sich alleine durchschlagen. Allein diese innige Beziehung hält die Frau über “Wasser”Megan Hunter hat einen gewaltigen und doch poetischen Debütroman geschrieben. Roman ist hier vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Ihr Text ist in kurzen Zitaten, fast Verse, zu lesen. Durchsetzt mit Textpassagen aus mythologischen und religiösen Texten wirkt es wie ein Blick in das Tagebuch einer Mutter, die die Entwicklung ihres Kindes und die Zustände ihrer Umwelt festhalten möchte. Fast emotionslos werden einem die Umstände hingeworfen und doch spürt man gewaltig die Liebe und die Angst um das Kind. Hinter jedem Abschnitt kann man in seinen eigenen Gedanken die Geschichte weiterspinnen und hat Spielraum sich Szenarien vorzustellen. Megan Hunter gibt nur Bruchstücke der Geschichte frei und lässt uns die Freiheit, zu Ende zu denken. Damit wird dieses Buch zu einem Mammutwerk. Erschütternd, ohne viele Worte und doch zart und liebevoll. Mich hat dieses 160 Seiten starke Büchlein sehr beschäftigt. Wie gesagt, es sind nicht viele Worte in dem Buch zu finden und doch habe ich über eine Woche gebraucht, um es zu lesen. Spannend war es auch, dass die Autorin keine Namen in dem Werk verteilte, sondern nur Buchstaben. Was macht es mit einem, wenn man sich nicht an einem Namen festhalten kann ?....Wie einfach man sich dann von der Figur verabschieden kann, wenn sie verloren geht, ist mir damit erst bewusst geworden. Bindungslos. Ich kann es absolut empfehlen! 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Die Themen-Challenge geht 2017 in eine weitere Runde und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein! Wenn ihr eine besondere Leseherausforderung sucht, dann seid ihr bei dieser Challenge genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich (Marina) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt dazu eine persönliche Nachricht hier auf LovelyBooks an mich mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2017 bis 31.12.2017. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2017 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt.Hier findet ihr eine Themen-Übersicht zum Ausdrucken :) Ein Buch, in dem der Protagonist ein Haustier hat Ein Buch, auf dessen Cover ein Fahrzeug zu sehen ist (Flugzeug, Auto, Zug, etc.) Ein Buch, welches in einem Land spielt, in dessen Name kein "a" vorkommt Ein Buch eines bereits verstorbenen Autors Ein Buch, dessen Titel mit demselben Buchstaben beginnt und endet Ein Buch über eine wahre Begebenheit Ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-)) Ein Buch, dessen Autor aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt Ein Buch, welches in der Stadt spielt, in der du wohnst (bzw. in der nächstgrößeren Stadt oder in einer Stadt, in der du 2017 mehrmals warst) Ein Buch, dessen Cover vorrangig grün ist Ein Buch, das hauptsächlich in den USA spielt, jedoch nicht in New York Ein Buch, auf dessen Cover die untere Hälfte einer Person abgebildet ist (Beine oder Füße) Ein Buch, welches eine Landkarte enthält Ein Buch, das mindestens 500 Seiten lang ist Ein Buch, dessen Autor im selben Jahr geboren ist wie du Ein Buch, das mindestens 50 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Du findest die Anzahl, wenn du auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fährst.) Ein Buch eines Literatur-Nobelpreisträgers Ein Buch, das du 2016 begonnen, aber nicht zu Ende gelesen hast Ein Buch, das der jeweilige Autor als erstes veröffentlicht hat - das Debüt des Autor Ein Buch, dessen Titel eine Zahl (ausgeschrieben oder in Ziffernform) enthält Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht Ein Buch, das nicht in unserer Welt spielt (sondern in einer Fantasy-Welt, im Weltraum, etc.) Ein Buch, das maximal 3 cm dick ist Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.) Ein Buch, das von zwei oder mehr Autoren geschrieben wurde Ein Buch, bei dem Vor- und Nachname des Autors mit demselben Buchstaben beginnt. Ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist Ein Buch, das du in einer stationären Buchhandlung zum regulären Preis gekauft hast. (Nicht online oder als Mängelexemlar) Ein Buch, das du als E-Book gelesen oder als Hörbuch gehört hast Ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch, das höher als 22 cm ist Ein Buch, auf dessen Cover mehrere Streifen zu sehen sind Ein Buch aus einem Verlag, aus dem du 2017 bisher noch kein Buch gelesen hast Ein Buch, dessen Titel nur in Großbuchstaben geschrieben ist Ein Buch, dessen Titel kein "e" enthält Ein Buch, dessen Verfilmung 2017 ins Kino kommt Ein Buch, zu dem es eine Leserunde auf LovelyBooks gibt, an der ihr auch teilgenommen habt (mindestens 5 Beiträge in Leseabschnitten wurden geschrieben). Ein Buch, dessen Hauptfigur über 50 Jahre alt ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 5 Wörtern besteht Ein Buch, in dessen ISBN (ISBN-13) eine Zahl genau 4-mal vorkommt Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2017 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal (außer bei Aufgabe 18).* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com* Jedes Buch kann nur bei einem Thema genutzt werden Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an mich und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmerliste: A AberRushAcida-2Adujaadventurouslyaga2010AglayaAgnes13AleidaaljufaAlondriaANATALandymichihellianna1911AnnaboAnnaKatharinaKathiAnne42AnneMayaJannikaAnni04Ann-KathrinSpeckmannAnrubaapfelkindchen123Arachn0phobiAArgentumverdeAspasiaatsabhasi2Azalee (23/20) B ban-aislingeachbandmaedchenBeaSurbeckBecky_BloomwoodBeeLubellast01Bellis-Perennisbeyond_redemptionBiancaWoebine174B_iniBioinaBirkentochterblack_horseBlacksallyBluebell2004BlueSunsetbookgirlbook_lover_6booksaremybestfriendsbookscoutBosniBrixiaBuchgespenstBuechermomente C Caillean79capcolacarathisCarigosCaroasChattysBuecherblog (20/20)CherryGraphicsChrissisBücherchaosChucksterClaudia-MarinaCode-between-linesConnyKathsBooksCrazy-Girl6789crimarestricrimesscrumbCWPunkt D daneegold (40/40)Darcydaydreamindia78DieBertadiebuchrezensiondigraDion (20/20)Dirk1974divergentDonnaVividownblackangelDreamcatcher13dreamily1Dubdadda E Ela_FritzscheEldfaxiElkeel_loreneelmidiEmotionenEngelchen07 (30/30)engineerwifeEnysBookserazer68Ernie1981Even F _franziiiiiii_faanieFantwordFairy-KittenFeniFjordi93FlamingoFornikafranzziFrau-AragornFreelikeaBirdFrenx51Fulden G GelisglanzenteGluehsternchenGrOtEsQuEgst H hannelore259hannipalanni (30/30)happytannyHenny176Herbstmondhexe959753HeyyHandsomehisterikerHisuiHaruHortensia13 I IamEveIcelegsichundelaineIgelmanu66imago_magistriIMG_1001Isar-12isipisi J Jacky_JollyJadrajala68JamiijanakaJanina84Janna_KeJasBlogjasaju2012Jashrinjenvo82Johanna_TorteJosy-Julchen77Jule16JulesWhethetherJulia_liestjuli.buecherJulie209 K kalestrakalligraphinKarin_Kehrer (30/30)Kasinkatha_strophekatjalovesbookskattiiKayvanTeeKerstinTh (30/30)kingofmusicKleine1984kleinechaotinkleine_welleKleinerKometKnoppersKnorkekn-quietscheentchenKodabaerkornmuhmeKuhni77Kurousagi L LaDragoniaLadyIceTeaLadyMoonlight2012LadySamira091062LaLectureLaMenschLandbieneLarii-MausiLarryPiLaurax3lehmaslenicool11LeonoraVonToffiefeelesebiene27LeseJetteLese-KrissiLeseLottiLeseMama82Leseratz_ 8Lesezirkelleyaxlieberlesen21LilawandelLilli33 (40/40)LimitLesslinda2271lLise95LissyLit-TripLiz_MacSharylizzie123LolaWriterLooooraLostHope2000louella2209Lovely90LrvtcbLuilineLuzi92lyydja M mabuereleMali133marpijemartina400MarveyMary2Mary-and-Jocastamelanie1984MelEMelvadjamia0503miah (20/20)MiamouMichicornMimasBuchweltMinniMira20 (30/30)MiracleDaymiramiepMiriSeemisanthropymisery3103MissErfolgmiss_mesmerizedMissMoonlightMissSnorkfraeuleinMissStrawberry (30/30)MissSweety86mistellormondymonstahasimrc0mrsCalemmmingsMrs_Nanny_OggMurphyS91Myxania N NachtorchideenaninkaNelebooksnemo91NewspaperjunkieNightflowerniknakNisnisnoitaNookinordbrezeNynaeve04 O once-upon-a-timeOnlyHope1990Ophiuchus P Pachi10pamNpardenPaulamybooksandmepeedeePhilipPhiniPiiPinkie31PinocaPippo121PMelittaMPucki60 Q QueenelyzaQueenSize R rainbowlyRitjaRoni88 S sakuSakukosameaSanjewelSarah9070schafswolkeScheckTinaSchlehenfeeSchluesselblumeSchneeeule129SchnutscheschokokaramellSeelensplitter (Blog) (20/20)ShineOnSickSikalSkybabesolveigSomeBodysommerlese (36/30)SnordbruchSophiiiespozal89StarletStaubfinger12StefanieFreigerichtstefanie_skySteffi1611Steffi_LeyererSteffiZiStehlbluetensteinchen80sternblutsunlightSuskaSxndy_03 T TalathielTalliannaTaluziTamileinTanja13TatsuThe iron butterflyTheBookWormthelauraverseTina2803Tine13Tini_STiniSpeechlesstintentraumweltToniarwTraubenbaerTraumTante U ulrikeuulrikerabe V Valabevalle87vanystefvb90Veritas666Vivy_navk_tairenVroniMarsVucha (34/30) W wampyWaschbaerinwerderanerWermoewewidder1987WilliaWolly (30/30) X Y YaBiaLinaYolandeYvetteH Z zazzleszessi79

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  • Anfang und Ende zugleich

    Vom Ende an
    bookgirl

    bookgirl

    22. June 2017 um 11:10

    Inhalt Eine Frau bekommt ein Kind, während England von einer Naturkatastrophe heimgesucht wird. Eine Flut überschwemmt weite Teile des Landes, sodass die kleine Familie ihr zu Hause verlassen muss und sich auf eine Insel flüchtet. Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die sich nicht nur in ihre neue Rolle einfinden, sondern auch mit allen Unsicherheiten für ihre Zukunft auseinandersetzen muss. Meinung Anfang und Ende liegen in Megan Hunters Debüt nah beieinander. Einerseits nimmt die Welt, wie wir sie kennen ein Ende. Andererseits fängt ein neues Leben gerade erst an. Der Schauplatz England wird von einer Flut heimgesucht, die seine Bewohner zur Flucht zwingt und Zustände einer Apokalypse gleich auslöst. Inmitten dieses Szenarios muss die Protagonistin einen Weg finden, um mit der Situation umzugehen, was beim Leser mal dazu führt, dass man nachvollziehen kann, dass sie sich zunächst versucht der Außenwelt zu entziehen, aber auch für Unverständnis sorgt, dass sie genau dies tut und nicht mehr Interesse dafür hat, was vor ihrer Haustür geschieht. Als sie zur Flucht gezwungen wird, gilt ihre höchste Priorität dem Wohlergehen ihres Kindes, welches sie vor alles andere stellt und als sie das Gefühl hat, handeln zu müssen, tut sie genau das. Eine starke Frauenfigur, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt als stark zu erkennen ist, aber wenn man sich ihre Handlungsweisen vor Augen führt für mein Empfinden in jeder Situation weiß was sie tut und dies mit Bedacht tut. Megan Hunter hat eine ungewöhnliche Schreibweise, an die ich mich zunächst gewöhnen musste. Ihre Protagonisten sind zu keinem Zeitpunkt greifbar und bleiben über den gesamten Verlauf gesichtslos. Die Autorin verzichtet nicht nur auf jegliche Personenbeschreibungen, noch verwendet sie Namen, die sie ihren Figuren zuordnet. Nein, jeder wird lediglich mit einem Anfangsbuchstaben bedacht und die Mutter bleibt gänzlich namenlos. Doch statt das als störend zu empfinden, fand ich genau dieses Stilmittel sehr interessant, da jeder von uns Z, R oder S sein könnte. "Vom Ende an" ist ein besonderer Roman, auf den man sich jedoch einlassen muss. Zu speziell erzählt Hunter ihre Geschichte, die mit einer fesselnden Handlung aufwartet, die so oder so ähnlich jederzeit geschehen könnte. Wenn man sich den Klimawandel vor Augen führt (auch wenn ein gewisser Herr in Washington den ja für Hokus Pokus befindet), dann könnte uns alle eine solche Flut heimsuchen. Ein Aspekt, der nachdenklich stimmt … Auch wenn die Novelle nur wenige Seiten umfasst, beantwortet sie alle Fragen, die ich mir als Leser gestellt habe. Lediglich, dass das Ende ein wenig zu rund war, hat mir nicht ganz so gut gefallen. Hier hat sich für mein Empfinden alles zu leicht geklärt. Fazit "Vom Ende an" ist eine Novelle, die ich gerne weiterempfehle. Auch, wenn die Geschichte die Gemüter spaltet, habe ich sie gerade wegen der speziellen Schreibweise gerne gelesen. Ein hochaktuelles Thema, in ganz anderer Art aufbereitet, aber deswegen nicht minder spannend. Lesen!

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  • Literarischer Endzeit-Roman

    Vom Ende an
    NiWa

    NiWa

    21. June 2017 um 20:13

    Eine Frau bekommt ein Kind während eine unvorstellbare Naturkatastrophe Großbritannien heimsucht. Das Land steht unter Wasser, Feuer brechen aus und Unruhe herrscht. Die Frau und ihr Mann müssen flüchten, um ihren Sohn eine Zukunft zu ermöglichen.Bei diesem Werk handelt es sich nicht um ein übliches Weltuntergangs-Szenario, sondern es hebt sich in Stil, Sprache und Themen erheblich von anderen Büchern ab. Literarisch steckt einiges mehr darin, als eine Welle, die London überschwemmt. Es geht um das Ende des Lebens, wie man es kennt, aber auch um den Anfang, wie neues Leben entsteht. Die Autorin beschreibt den Prozess, wie aus einem Paar eine Familie wird. Zumindest habe ich das jetzt so wahrgenommen.Am Anfang des Buchs bin ich richtig erschrocken, weil es insgesamt sehr gewöhnungsbedürftig ist. Der fraqmentartige Erzählstil fällt zuerst auf. Die Handlung wird nicht wie gewohnt in romanhaften Zügen beschrieben, sondern in wenigen Sätzen skizziert. Zeile für Zeile, Absatz für Absatz wird man mit den Gefühlen und Erlebnissen der Protagonistin konfrontiert. Ein bisschen hat es mich an kurze Tagebucheinträge erinnert, weil aus ihrer Sicht erzählt wird.Die Autorin deutet vieles nur an und legt sich selten auf konkrete Ereignisse fest. Daher bleibt viel Raum für eigene Spekulationen. Außerdem wird die Handlung sprunghaft erzählt, was dem Eindruck von knappen Tagebucheinträgen unterstreicht.Zudem wird man als Leser auf Abstand gehalten. Sämtliche Figuren bleiben gesichtslos und keiner einzigen war die Autorin einen Namen vergönnt. Man lernt sie als R, Z oder O kennen und weiß dennoch rasch, wie sie sich ins Gesamtgeschehen einfügen.Etwas detaillierter war sie allerdings bei körperlichen Befindlichkeiten der Protagonistin. Auf wenigen Zeilen werden physische Vorgänge - zum Beispiel während der Geburt - beschrieben, die ich nicht so genau wissen muss.In der Handlung selbst steht die Entwicklung des Kindes im Vordergrund. Die Ereignisse, die die Welt aus den Angeln heben, sind eher ein Hintergrundgeräusch, das man ebenfalls nur in groben Zügen kennenlernt. Für mich war es ein faszinierendes Leseerlebnis. Das Buch hat mich nach den ersten - irritierenden Seiten - sofort in seinen Bann gezogen. Es ist sehr ruhig, es bleiben viele Fragen unbeantwortet, und trotzdem konnte ich es kaum aus der Hand legen, weil mich die nüchterne Perspektive nicht losgelassen hat.Zu guter Letzt habe ich es als Geschichte der Hoffnung, der Liebe und des Lebens empfunden:„Wir haben diese Berührung, unsere Finger in dem verwüsteten Zimmer.“ (S. 156)„Vom Ende an“ ist ein packendes Stück Literatur, das trotz des verstörenden Stils faszinierend zu lesen ist. Ich denke, dass man sich trauen soll, wenn man Lust hat, einmal etwas Anderes auszuprobieren und sich auf das Leben nach dem Ende einlassen kann.

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  • Kleines Glück in großer Flutkatastrophe

    Vom Ende an
    Bibliomania

    Bibliomania

    20. June 2017 um 13:31

    England wird von einer riesigen Flutkatastrophe heimgesucht. Die Ich-Erzählerin ist direkt betroffen, doch ihr Leben wird von der späten Geburt ihres ersten Kindes beglückt. Ihre Familie flieht. Zunächst in die Berge zu den Eltern des Mannes, dann in eine Flüchtlingsunterkunft. Eines Tages wird die Mutter von ihrem Mann verlassen und bleibt mit dem Säugling allein zurück. Fortan muss sie selbst entscheiden, was sie tun will, um ihr Leben und das ihres Kindes zu retten.Ein eindrucksvolles Buch, das im fragmentarischen Stil die Gedanken und Erlebnisse der Mutter darstellt. Niemand in dem Buch hat einen Namen, allerdings bekommt das Baby nicht zufällig den Namen "Z" und bedeutet damit alles andere als das Ende.Der extreme Unterschied zwischen dem Mutterglück und der Naturkatastrophe wird besonders im Schreibstil deutlich. Durch ihre Sprache schafft Megan Hunter eine Distanz, die in jeder Zeile spürbar ist. Dafür sorgen nicht nur die Buchstaben anstelle von Namen bei allen Personen, auch die kurzen Sequenzen unterstreichen dies immer wieder.Zuletzt möchte ich noch den Mut der Erzählerin loben, denn ich glaube nicht, dass jeder von uns in so einer Situation derartige Höchstleistungen erbringen könnte, noch dazu mit einem Baby, um das man sich zusätzlich kümmern müsste.Ein tolles Debüt!

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  • Vom Ende an

    Vom Ende an
    Alexlaura

    Alexlaura

    18. June 2017 um 16:16

    Die Geschichte beginnt mit der Geburt eines Kindes und den Anfängen einer Naturkatastrophe und zeichnet die Entwicklung mehrerer Wochen auf.   Der Schreibstil der Autorin ist anders als in den meisten Romanen. Es sind nur wenige Sätze, die gesamte Situationen beschreiben. Eine Besonderheit ist auch, dass die Personen nicht mit ihrem vollen Namen und sondern nur mit einem Buchstaben bezeichnet werden. Zwischen der eigentlichen Geschichte werden noch Verse miteingebaut, wo ich persönlich nicht immer den Zusammenhang mit der Geschichte gesehen habe.   Die Geschichte an sich war packend und auch emotional beschrieben. Durch die fehlenden Namen und die für mich nicht passenden Verse, bin ich auf Abstand mit der Geschichte geblieben.

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  • Ein ungewöhnliches Buch

    Vom Ende an
    Buchina

    Buchina

    17. June 2017 um 11:16

    Als ich die ersten Seiten dieser Novelle gelesen hatte, bekam ich erst ein wenig Angst. Zu ungewöhnlich ist der Sprachstil für mich, die hauptsächlich Romane liest. Aber für mich überraschenderweise gewöhnte ich mich schnell an die wenigen Sätzen, die so viel erzählten. Alles wird aus der Sicht einer Frau, wahrscheinlich mittleren Alters erzählt. Sie schwanger mit ihrem ersten Kind. Und wäre die Geburt nicht schon lebensverändernd genug, wird ihr Land oder die ganze Welt von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht.  Viel erfährt der Leser nicht über die Katastrophe, die Gefühle und Gedanken der Frau konzentrieren sich voll auf das Baby. Man hat das Gefühl, sie verdrängt die Katastrophe, sie hört keine Nachrichten und redet auch mit ihrem Mann nicht darüber. So bleibt auch der Leser unwissend. Es gibt dadurch viel Interpretationsspielraum, was ich sehr spannend empfand, weil ich als Leser gefordert wurde. Auch wenn der Handlungsrahmen um die Katastrophe eher in den Hintergrund tritt, erschafft die Autorin mit wenigen Sätzen die tiefgründige Gefühlswelt der Protagonistin, ihr Schmerz und ihre Angst, aber auch die Freude über ihr Kind konnte ich deutlich spüren. Ihre Gefühlswelt dreht sich vollständig um das Kind. Ihr Mann spielt dabei auch nur eine Nebenrolle, was ich etwas schade empfand. Das Ende kam für mich sehr schnell, vielleicht zu schnell. Aber es ist eben eine Novelle, die eben viel kürzer als Romane sind. So sollte man sie auch sehen und nicht enttäuscht sein, dass es eben nur wenigen Informationen zur Rahmenhandlung gibt. Für mich ist es ein Buch, das mit seiner ungewöhnlichen Sprache eine intensive Gefühlswelt der Protagonistin aufzeigt, die gerade für mich als Mutter oft nachvollziehbar war, auch wenn sie mir manchmal zu fokussiert auf das Kind war. Ein schönes Buch, auch optisch, was ich weiter empfehlen kann. Es liest sich überraschenderweise sehr gut, hat einen aktuellen Bezug und hat mich mit seiner intensiven Gefühlswelt gefesselt.

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