33 Bogen und ein Teehaus

von Mehrnousch Zaeri-Esfahani 
4,2 Sterne bei9 Bewertungen
33 Bogen und ein Teehaus
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Eine autobiografische Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens über die Flucht aus dem Iran

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Genial! In sanfter Sprache beschreibt sie das Unbeschreibliche!

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Inhaltsangabe zu "33 Bogen und ein Teehaus"

Glücklich wächst die kleine Mehrnousch in der schönen Stadt Isfahan im Iran auf – bis nach dem Sturz des Schahs alles anders wird und der neue Machthaber Ayatollah Chomeini eine Willkürherrschaft errichtet. Als Mehrnouschs 14-jähriger Bruder Mehrdad in den Krieg geschickt werden soll, flieht die Familie über Istanbul und Ostberlin nach Westdeutschland. Eine Odyssee durch viele Flüchtlingsheime beginnt, ein Wechselbad aus Hoffnung und Verzweiflung. Bis Mehrnouschs Familie endlich eine neue Heimat findet.
Mit schwarz-weißen Vignetten des Bruders der Autorin.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551317469
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:144 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:28.09.2018

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    Buchsensibelvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine autobiografische Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens über die Flucht aus dem Iran
    Eine autobiographische Erzählung über eine Flucht aus dem Iran

    Eine autobiographische Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens, das mit ihrer Familie aus dem Iran flieht.

    33 Bogen und ein Teehaus ist ein Jugendbuch, das auf der wahren Geschichte der Autorin beruht. Dabei erzählt die junge Mehrnousch, wie sie in den 70er Jahren glücklich im Iran aufwächst.

    Doch viele Menschen sind unzufrieden mit der ausschweifenden und teils ungerechten Staatsführung des Schahs. Die Hoffnung vieler Menschen liegt auf einem Regimewechsel und erste Proteste werden laut.

    Aber als Ayatollah Chomeini, auf dem zuvor so viel Hoffnung lag, an die Macht kommt ändert sich plötzlich alles. Auf einmal müssen sich Frauen und Mädchen verhüllen und dürfen nicht mehr zur Schule gehen. Die Menschen werden ihrer Grundfreiheiten beraubt.

    Als ihre Brüder dann auch noch als Kindersoldaten gegen den Irak eingezogen werden sollen, sieht die Familie keinen anderen Ausweg mehr, als zu fliehen. Doch ihre erste Wahl – die Türkei – macht es ihnen nicht leicht Fuß zu fassen.

    Als sie den Tipp bekommen, über Ostberlin nach Westdeutschland einreisen zu können, macht sich die Familie erneut auf den Weg. Doch der Anfang in Deutschland ist schwierig und so werden sie zunächst von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim geschickt, bis sie endlich „ankommen“ können.

    Das Buch liest sich sehr leicht und eignet sich daher auch gut als Schullektüre für jüngere Leser. Es ist spannend – beinahe poetisch geschrieben und bewegend.

     


     www.buchsensibel.de


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    LillySjvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Genial! In sanfter Sprache beschreibt sie das Unbeschreibliche!
    In sanfter Sprache beschreibt sie das Unbeschreibliche

    Inhalt:

    Es ist ein autobiografisches Buch über die Diktatur im Iran und die Flucht nach Deutschland im Jahre 1985.

    Die Autorin wird 1974 in Isfahan, Iran geboren. Sie wuchs privilegiert auf.
    Ihr Vater war Arzt, sie hatten Angestellte, ein Haus mit Pol.
    Als kleines Mädchen erlebe sie die Revolution gegen den Schah, den selbsternannten Kaiser. Die Bevölkerung demonstriert, steigt jede Nacht auf die Dächer ihrer Häuser.
    1979 ist es geschafft. Der König geht ins Exil, Ajatolllah Chomeini kommt wieder.
    Nun wird alles besser, denkt die Bevölkerung, doch das Gegenteil ist der Fall.
    Monatlich kommen neue Gesetze heraus.

    "Nach der strengen Kleiderordnung für alle kam das Verbot weltlicher Musik. Im einzigen Fernsehprogramm liefen den ganzen Tag Korangesänge, Kriegslieder und Trauergedichte, rezitiert, gesungen und vorgetragen von Männerstimmen, denn Frauen durften nicht mehr ihre Stimmen einsetzen.
    Spielfilme und Videos wurden verboten. Spiele auch. Schach war nicht mehr erlaubt, Kartenspiele, "Mensch ärgere Dich nicht" und andere Würfelspiele waren es ebenso wenig. Tanzen wurde bei Gefängnisstrafe verboten.
    Am Zayandeh Rud sah man keine Verliebten mehr., Denn zu zweit spazieren zu gehen, ohne verheiratet zu sein, war auch verboten. Verliebt sein war ebenfalls verboten.
    Viele Frauen verloren ihre Arbeit, weil bestimmte Tätigkeiten nur noch von Männern ausgeführt werden durften. Frauen durften sich nicht mehr schminken. Sie durften nicht mehr mit dem Fahrrad fahren und nicht rennen. [....]"

    Als sie eingeschult wird, muss sie gegen ihren Willen ein Kopftuch tragen. Ihre Mutter und ihre Tante versuchen sie zu überzeugen, wie toll es ist, obwohl beide es selber nicht mögen.

    1980 kommt der erste Golfkrieg.
    Jungs im Alter von 13-14 Jahren wurden in der Schule überzeugt, wie toll es ist, in den Krieg zu gehen und einen Märtyrertot zu sterben.
    Die Kinder wurden eingesetzt, um über die Minenfelder zu gehen und versteckte Minen mit ihren Körpern zur Explosion zu bringen.

    Die Autorin hat zwei ältere Brüder. Der 14 jährige leidet schon sehr in der Schule, weil er sich nicht an der Waffe ausbilden lassen will.
    Doch als das Gesetz rauskommt, dass zukünftig alle 15 jährigen eingezogen werden können, beschließt die Familie zu fliehen.

    Über die Türkei reisen sie nach Ostdeutschland und von da in den Westen.
    Mehrnousch erzählt, wie sie die Zeit wahrgenommen hat und wie das erste Jahr in Deutschland war.


    Meine Meinung:

    Grandios!

    In einer so sanften Sprache beschreibt sie das Unbeschreibliche.
    Sie war ein intelligentes, kleines Mädchen, das viel beobachtet hat und versuchte, sich einen Reim von dem Verhalten der Erwachsenen zu machen. Aber auch ihre Eltern waren weltoffene Menschen und bezogen die Kinder mit ein. Auch wenn ihre Geschwister nur am Rande vorkommen, habe ich sie genau so mit ins Herz geschlossen und mich gefreut, als ich gesehen habe, dass ihr Bruder das Buch illustriert hat.
    Und es hat tief mein Herz berührt, dass für die Eltern sofort klar war, lieber fliehen sie in eine ungewisse Zukunft, als das Leben ihres Sohnes aufs Spiel zu setzen.

    Mich hat das Buch wirklich tief berührt.
    Einmal diese Grausamkeiten im Iran.
    Wenn man sich das Zitat oben mal durchliest, da fällt einem doch nichts mehr zu ein. Das können wir uns, in unsere heilen Welt, gar nicht vorstellen.
    Da macht mich einfach nur sprachlos und ich frage mich, wie Menschen es in einer Diktatur aushalten.
    Und ja, ich schäme mich auch ein wenig, dass ich keine Ahnung von der Revolution und ihren Folgen hatte.
    In so Situationen frage ich mich immer, warum die Presse uns eigentlich nie darüber aufklärt.

    Es hat mich auch berührt, wie schlecht deutsche Flüchtlingshelfer sie zum Teil behandelt haben. Und unter welch schlimmen Bedingungen sie teilweise leben mussten. Und das war 1985. Da wurde mir flau im Magen und ich fragte mich, wie schlimm es erst heute sein muss, wo weit mehr Flüchtlinge weit länger in "Großraumbaracken" verweilen müssen.

    Es ist erschütternd, weil es einen den Wahnsinn der Welt spüren lässt. Das was wir weit weg schieben, selbst wenn es vor unsere Haustür passiert.
    Und doch ist es auf eine Art geschrieben, die einen nicht verschreckt. Mehr als einmal hatte ich das Bedürfnis, die kleine Mehrnousch an die Hand zu nehmen.

    Einziger Kritikpunkt: Es wäre schön gewesen, wenn die Jahreszahlen auch im Buch vorgekommen wären und nicht nur in der Vita.

    Für mich ist es ein All-Age-Buch.

    Lest es Ihr Lieben, Ihr werdes es nicht bereuen.
    Eine absolute Kaufempfehlung!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Der heutige Roman ist eine autobiographische Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens, das mit ihrer Familie aus dem Iran flieht.
    Ein autobiographisches Jugendbuch

    33 Bogen und ein Teehaus ist ein Jugendbuch, das auf der wahren Geschichte der Autorin beruht. Dabei erzählt die junge Mehrnousch, wie sie in den 70er Jahren glücklich im Iran aufwächst.

    Doch viele Menschen sind unzufrieden mit der ausschweifenden und teils ungerechten Staatsführung des Schahs. Die Hoffnung vieler Menschen liegt auf einem Regimewechsel und erste Proteste werden laut.

    Aber als Ayatollah Chomeini, auf dem zuvor so viel Hoffnung lag, an die Macht kommt ändert sich plötzlich alles. Auf einmal müssen sich Frauen und Mädchen verhüllen und dürfen nicht mehr zur Schule gehen. Die Menschen werden ihrer Grundfreiheiten beraubt.

    Als ihre Brüder dann auch noch als Kindersoldaten gegen den Irak eingezogen werden sollen, sieht die Familie keinen anderen Ausweg mehr, als zu fliehen. Doch ihre erste Wahl – die Türkei – macht es ihnen nicht leicht Fuß zu fassen.

    Als sie den Tipp bekommen, über Ostberlin nach Westdeutschland einreisen zu können, macht sich die Familie erneut auf den Weg. Doch der Anfang in Deutschland ist schwierig und so werden sie zunächst von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim geschickt, bis sie endlich „ankommen“ können.

    Das Buch liest sich sehr leicht und eignet sich daher auch gut als Schullektüre für jüngere Leser. Es ist spannend – beinahe poetisch geschrieben und bewegend.

     

    Wusstest du, dass die Kindersoldaten im ersten Golfkrieg vorrangig dazu eingesetzt wurden, den Truppen als „lebende Minenräumer“ vorauszulaufen. Den Eltern wurden hier sogar besondere Prämien für einen Märtyrertod der Kinder versprochen.

     www.madame-vegan.de

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    Pongokaters avatar
    Pongokatervor 2 Jahren
    Kindersicht

    Die kindliche Sicht auf eine Flucht aus dem Iran der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts präsentiert dieser kurze Roman. Vieles ist beeindruckend, weniges neu. Die Einbindung in die Tschernobyl-Katastrophe schadet der Geschichte aber nur.

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    Z
    zaeri-esfahanivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Autobiographie als Erzählung: Die Flucht aus dem Iran der 80er Jahre führt die sechsköpfige Familie Zaeri-Esfahani über die Türkei nac...
    Kurze Zusammenfassung

    Eine Autobiographie als Erzählung:
    Die Flucht aus dem Iran der 80er Jahre führt die sechsköpfige Familie Zaeri-Esfahani über die Türkei nach Deutschland. Nach einer langen Reise finden sie am ersten Weihnachtsfeiertag leer gefegte Berliner Straßen vor und einen einzigen Taxifahrer.
    Mit großer poetischer Kraft erzählt die Autorin in ihrer Autobiographie von den schrecklichen, traurigen, aber auch den schönen, glücklichen und immer wieder ungemein lustigen Erlebnissen aus der Zeit ihrer Flucht und ihres Ankommens in Deutschland: Der Leser taucht ein in die Schönheit der Stadt Isfahan, er spürt das heitere Familienleben, aber ebenso intensiv die durch das Regime verursachten Qualen, die Nöte der Heimatlosigkeit.
    Der Leser begleitet die Heldin der Erzählung in sechs intensiven Jahren ihres Lebens, in denen sie eine Revolution, eine Diktatur, einen Krieg, eine Flucht und eine Ankunft erlebt. Dabei gelingt es der Autorin, diese Erlebnisse aus der ungefilterten und unkommentierten Sicht des Kindes darzustellen.

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    TeamFireredvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine kurze Geschichte die zwar wenig neues und spannendes liefert, aber literarisch eine sehr schön ist
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    MariaBraigvor 2 Monaten
    esmerabelles avatar
    esmerabellevor 2 Jahren
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    Fairyworldvor 2 Jahren

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