Meike Frei

 4 Sterne bei 7 Bewertungen
Meike Frei

Lebenslauf von Meike Frei

Meike Frei hat sich nach zweijähriger Berufsodyssee für ein Lehramtsstudium entschieden. Nach vierjährigem theoretischem Studium hat sie gefühlte vierzig Jahre praktisch unterrichtet, bevor sie sich eine Auszeit gegönnt hat. Jetzt endlich konnte sie einen Blick über die Grenzen der Bildungsanstalt werfen und war in haarigen Angelegenheiten unterwegs. Heute schöpft die Autorin aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz der »hairlichen« pädagogischen Welt von Schule und Salon.

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Fuck the Föhnfrisur

Fuck the Föhnfrisur

 (7)
Erschienen am 18.04.2016

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kleinstadtprinzessins avatar

Rezension zu "Fuck the Föhnfrisur" von Meike Frei

Meike Frei : Fuck the Föhnfrisur
kleinstadtprinzessinvor 2 Jahren

Da meine Hauptlesezeit im Jahr Herbst / Winter ist, habe ich mal wieder ein neues Buch zur Hand genommen, nämlich "Fuck the Föhnfrisur" von Meike Frei.

Originaltitel: "Fuck the Föhnfrisur": Eine Lehrerin schult um Autorin: Meike Frei Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag Erscheinungdatum: 18. April 2016 Format: Buch, eBook Seiten:416 Preis: 9,99€
ISBN: 978-3734102332

Gestaltung:
Das Buch ist in dunkelgrün gehalten und das Buchcover enthält in Kreideschriftart den Autorennamen und "Eine Lehrerin schult um" sowie in orange den Buchtitel. Daneben eine frustrierte blonde Frau, die zwei Blätter nach oben wirft. Das Buch ist in 15 Kapitel eingeteilt und die Schriftart ist gut leserlich.

Meine Meinung:
Ich liebe Erfahrungsberichte und habe in dieser Sparte schon einiges gelesen, vom Notarzt bis zum Psychiater. Daher war ich auch sofort begeistert, dass ein neues Buch über das Lehrer-Alltag erschienen ist. 

Das Buch katapultiert den Leser schon auf den ersten Seiten mitten in den Lehrer-Schüler-Alltag hinein, in eine Klasse mit 19 Schülern, darunter Sandy und Alex, die sich mal wieder in den Haaren haben oder Leila die Schlaumeierin unter Meike's Schülern. Meine Schulzeit ist zwar mittlerweile schon 8 Jahre her, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es mit der heutigen Generation wirklich schwierig sein kann und kein Zuckerschlecken ist, diese zu unterrichten, was uns Frau Frei mit ihrem Werk ja auch bestätigt. Da sie die nächsten Jahre bis zur Pensionierung nicht unter respektlosen Schülern verbringen möchte, schult sie um und wird Friseurin. Doch auch dieser Job hat seine Schattenseiten und ist alles andere als perfekt. 

Der lockere Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Nahezu hinter jeder Seite konnte man schmunzeln und lachen, so dass ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. Es erinnerte mich übrigens sehr stark an den Film "Fack you Göhte" und ich würde mich über einen zweiten Band sehr freuen.

Fazit:
Ich kann "Fuck the Föhnfrisur" jedem empfehlen, der sich beim Lesen köstlich amüsieren möchte. 

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NiWas avatar

Rezension zu "Fuck the Föhnfrisur" von Meike Frei

Von einer die auszog, das Föhnen zu lernen
NiWavor 2 Jahren

Meike ist Lehrerin und hat es nicht leicht. Die Kollegen gehen ihr auf den Senkel, die Schüler noch mehr, und nun fragt sie sich, ob sie das die nächsten 30 Jahre bis zur Pensionierung noch ertragen kann. Daher beschließt Frau Frei umzusatteln und geht ein Praktikum als Friseuse - pardon - Friseurin an.

Meike Frei schult um. Sie hat den Lehreralltag satt und geht eine Ausbildung zur Friseurin an. Statt korrigieren, belehren und benoten, heißt es auf einmal waschen, schneiden, föhnen - und sie glaubt, damit sei sie auf lange Sicht besser dran.

Großteils geht man mit Meike den eher bescheidenen Alltag als Lehrer an. Die Schüler sind vorlaut und unverschämt, sind trotz ihrer eifrigen Bemühungen der deutschen Grammatik nicht mächtig und spätestens, wenn Schüler Hassan „Hastu Arbeit gecheckt?“ von seiner Bank aus nach vorne ruft, hat sie es mit äußerst unangenehmen Kopfschmerzen zutun.

Die Schattenseite des Lehrerseins ist damit aber noch lange nicht ausgeschöpft. Es fehlt an Respekt von Schülern und Kollegen und im gesellschaftlichen Umfeld kommt man mit seinem übermäßigen Urlaubstagen auch nicht gut an. Meike weiß auf einmal, dass sie lieber etwas anderes machen und ihre kreative Seite ausleben will.

Der Roman ist in einem amüsant-lockeren Ton geschrieben und lädt tatsächlich auf jeder einzelnen Seite zum Schmunzeln ein. Denn egal, in welcher Berufsfalle man sitzt, der Jobfrust hat wohl schon jeden Berufstätigen einmal erwischt. Und grad als Lehrerin ist es halt schwierig, ausgerechnet im Friseursalon Fuß zu fassen, weil es doch eine sehr ungewöhnliche Umschulung ist.

Hier wird zwar gejammert, aber Meike Frei suhlt sich nicht in ihrem Selbstmitleid sondern geht mit bissigem, selbstkritischen Humor den Ausweg aus ihrem beruflichen Dilemma an. Meike selbst fand ich witzig, bemüht und amüsant. Allerdings frage ich mich, wie sich eine Mittdreißigerin selbst die Haare mit einer Nagelschere schneiden kann? Diese und ähnliche Szenen waren mir einen Hauch zu übertrieben, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann. Trotzdem ist es wunderbare Unterhaltungskost, die den Leser raus aus dem Alltagstrott und rein in das Abenteuer Lehrerin mit Friseurbedarf reisst.

Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin zeigt, dass jeder Job seine dunklen Seiten hat. Egal wie sehr man sich bemüht, ein simples Dankeschön kriegt man nur selten als Lohn, und der Jobfrust ist eine Phase, die jeder mal hat.

Mir hat Meike Freis Abenteuer am Arbeitsmarkt sehr gut gefallen, mich durchgehend zum Schmunzeln und etliche Male zum Lachen gebracht. Leser, die sich über den Berufswechsel, die Stimmung an deutschen Schulen oder den Leidensweg einer Lehrerin bzw. angehenden Friseuse - pardon - Friseurin informieren wollen, finden darin ein nicht ernst gemeintes Grundlagenwerk. Wer einfach mit Meike Frei auszieht, um das Föhnen zu lernen, hat damit ein humoristisches Basiswerk.

Ich war gern mit Meike in der Schule und im Friseursalon unterwegs, bedanke mich für heitere Lesestunden und für die Einsicht, dass es Jobs gibt, die ich noch weniger als meinen wollen würde. 

Kommentare: 7
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Bommerlindas avatar

Rezension zu "Fuck the Föhnfrisur" von Meike Frei

Humor at it´s best!
Bommerlindavor 2 Jahren

Warum schaffen es einige Bücher auf die Bestsellerliste und andere nicht? Warum gewinnen Autoren mit ihren Büchern 100.000 Leser, die von Nöten sind, um auf die Bestsellerliste zu kommen und andere nicht? Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit häufiger! Erklärungen dafür findet man zur Genüge. Meines Erachtens bedarf es einfach viel mehr Leser, die bereit und auch neugierig sind, sich Romanen oder auch Sachbüchern zu widmen, die nicht "gehypt" werden. So hoffe ich, dass der Roman "Fuck the Föhnfrisur" von der Autorin Meike Frei viele, viele Leser gewinnen wird, damit er es dahin schafft, wohin er es verdient hat, nämlich auf die Bestellerliste.
Ein Roman, der mit Witz und Raffinesse zu amüsieren weiß, der aber alles andere als nur ein lustiges Buch ist, sondern sich vielmehr mit den Missständen des Lehrerberufs befasst. Dies allerdings so humorvoll und intelligent umgesetzt, dass man das Buch wirklich Seite für Seite bis zum Schuss genießt und traurig ist, dass ein Roman auch mal enden muss.
"Fuck the Föhnfrisur" ist die autobiografische Erzählung der Autorin Meike Frei, die sich als Lehrerin mit dem auseinandersetzt, was viele von uns beschäftigt: will ich den Beruf, in dem ich tätig bin, wirklich bis zum Ende meiner Pension oder Rente ausüben oder aber gibt es da vielleicht doch noch etwas anderes, zu dem ich mich berufen fühle. Als Meike Frei schließlich bei der Berufsberatung Hilfe sucht, welcher Job ihr denn sonst noch liegen könnte, guckt sie nicht schlecht. Ein Test bringt das ans Tagesgelicht, womit sie nun wirklich nicht gerechnet hat. Ausgerechnet der Beruf der Friseurin soll die große Alternative sein. Sie macht das, worauf sich nicht jeder einlassen würde. Sie nimmt sich eine Auszeit. Nun endlich lernt sie eine völlig andere Welt kennen und kümmert sich von nun an erst einmal um haarige Angelegenheiten.
Meike Frei versteht es von der ersten Zeile an, den Leser für sich zu gewinnen. Ihre leicht chaotische, planlose Art und Weise macht sie mehr als nur sympathisch. Sie versteht es mehr als gut, den Unterricht für ihre Schüler interessant zu gestalten. Eine Lehrerin, die ihre Schüler ernst nimmt, so wie sie sich jeder wünscht. Durchaus von sich sehr eingenommen, weiß Meike Frei um ihre Qualitäten, was sie aber nicht weniger sympathisch macht.
Humorvoll weist sie auf die Defizite im Schulalltag hin und räumt mit den Klischees des Lehrerberufs sowie dem Beruf der Friseurin auf. 
Spaß von der ersten bis zur letzten Zeile. Lauthals lachen, sich mitreißen lassen, das macht diesen Roman aus, wenngleich auch Zeit zum Nachdenken bleibt. Ein Muss für alle, die humorvoll aufbereitete Lektüre mögen und erst recht für diejenige, die sich als Lehrer durch den Alltag quälen oder als Friseure einen harten, unterbezahlten Job machen.

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