Meike K.-Fehrmann

 5 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Frieda, Warum Herr Hagebeck sterben muss und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Meike K.-Fehrmann

Frieda

Frieda

 (3)
Erschienen am 03.11.2014
Warum Herr Hagebeck sterben muss

Warum Herr Hagebeck sterben muss

 (1)
Erschienen am 10.03.2017
Kakerlaken-Schach

Kakerlaken-Schach

 (1)
Erschienen am 10.03.2016
Die Rache stirbt zuletzt

Die Rache stirbt zuletzt

 (0)
Erschienen am 14.10.2016

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Rezension zu "Frieda" von Meike K.-Fehrmann

Viel mehr als der Buchtitel verspricht!
schnuppismamavor 3 Monaten

Es fängt mit einem romantisch-philosophischem Blick auf diese böse Krankheit an, die den einen weniger, den anderen im Alter dafür umso mehr heimsucht. Die Hauptperson, Frieda, stellt sich und damit auch ihre Krankheit kurz vor. Ich fühle mich sofort in dem Buch willkommen. Auch wenn es, objektiv betrachtet, so unendlich traurig ist, wie Frieda sich beschreibt, hat es gleichzeitig soviel von Wärme, von Zuversicht und von Liebe zum Leben. Der Beginn passt zu dem Titel des Buches, zum Cover, auf dem mich eine coole alte Dame ein wenig herausfordernd anschaut.

Doch dann geht es so dermaßen in die Vollen, dass ich verwundert nachsehe, ob ich mich noch im selben Buch befinde. Der Titel kommt so harmlos daher. Ich hatte einen amüsanten, flotten Krimi erwartet, mit Humor und dennoch der nötigen Ernsthaftigkeit gegenüber dieser Krankheit.
Es gibt direkt zwei Todesfälle, wovon einer ein bestialischer Mord ist. Wieso es zu einer so krassen Art und Weise der Tötung kommt, wird dem Leser aber bald klar und ein Blick auf die Rückseite des Buches gibt einem einen genaueren Einblick in das Thema, denn in den Momenten, in denen bei Frieda die Demenz voll durchschlägt, da befindet sie sich wieder auf der Flucht während des zweiten Weltkrieges. Sie hat unvorstellbaren Horror erlebt, ist traumatisiert und kann ihrer Krankheit geschuldet nicht immer zwischen der damaligen und heutigen Zeit unterscheiden.

In dem Buch trifft ein Oberbayer auf den Taunus, der Polenfeldzug Anfang des zweiten Weltkrieges auf die vielen nötigen polnischen Pflegekräfte für die deutschen Pflegebedürftigen und Harmlosigkeit auf Horror.

Ich kann jeden nur einladen, die Reise durch dieses Buch zu wagen. Geht ein Stück des Weges mit der dementen Frieda Stern und ihrem Sohn Dr. Eberhardt Stern, mit Alfred und Sascha Wimmer und vielen Pflegekräften, die bis zur totalen Erschöpfung alles geben und doch nie alles schaffen können.

Und gerade angesichts zunehmender Fremdenfeindlichkeit, ist auch hier das Buch ein wertvoller Gedankenanstoß.

Mein Fazit? Fünf von fünf Sternen: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was ein Krimi. Welch unerwartet brisanter Inhalt bei dem harmlos daherkommenden Titel! Grandios!

Ja, das einzige, was ich kritisieren könnte, wäre der Titel. Klar, der stimmt, aber das Buch bietet so viel mehr. Bei dem Namen des Buches nebst Bild werde ich eher an so seichte Krimi-Kost erinnert und das wird diesem wahnsinnig tollen Buch nicht gerecht! Daher kann ich jedem von Euch da draußen, der auch nur ein bisschen was für Krimis übrig hat, dieses Buch einfach nur ans Herz legen.

Dieses Buch habe ich als kostenloses Rezenionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt bekommen. Den zweiten Teil habe ich mir gestern hier auf Amazon gekauft und auf meinen Kindle geladen :)

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Rezension zu "Frieda" von Meike K.-Fehrmann

Ein vielschichtiger Krimi mit einer gehörigen Portion Spannung
Buchherz13vor einem Jahr

Die lebhafte alte Dame Frieda ist seit längerem an Demenz erkrankt und beginnt mehr und mehr zu vergessen. Häufig verliert sie ihr Zeitgefühl und lebt gleichzeitig in der Gegenwart und Vergangenheit. Frieda lebt alleine bis eines Tages ihr Sohn Eberhardt ihre Haushaltshilfe Svetlana tot im Keller findet. Nach dieser heiklen Situation, die sich Frieda überhaupt nicht erklären kann, schickt der überforderte Eberhardt Frieda notgedrungen ins Altersheim.

Hauptkommissar Maindl hat sich gerade aus Liebe von seiner oberbayrischen Heimat in die Rhein-Main-Region versetzen lassen. Ihn plagt ein fürchterliches Heimweh, denn sein neuer Wohnort will ihm so gar nicht gefallen. Doch dann wird er mit einem rätselhaften Verbrechen konfrontiert. Auf der Suche nach dem Mörder eines grausam gepfählten Mannes, begibt sich Maindl auf die Spur von längst vergangenen Geheimnissen aus dem Zweiten Weltkrieg in Polen. Er erhält unfreiwillig Hilfe von Frieda, die trotz ihrer Krankheit ein tiefes Gespür für die Menschen in ihrer Umgebung hat und selbst schon mitten in diesem Fall steckt.

Meine Meinung

Frieda: Ein Demenz-Krimi von Meike K.-Fehrmann ist ein grandioser Roman mit vielen unterschiedlichen Facetten, der mich sehr begeistert hat. Einmal handelt es sich hierbei, wie der Titel schon sagt, um einen Krimi bei dem eine demenzerkrankte alte Dame einen Kriminalfall löst. Gleichzeitig bietet der Krimi dem Leser einen emotionalen Einblick in das Leben einer Demenzerkrankten und deckt schreckliche Geheimnisse aus der Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs auf.

Der Roman ist aus den unterschiedlichen Perspektiven von Frieda, ihrem Sohn Eberhardt, Kommissar Maindl, dem Bauern Sascha und weiteren geschrieben. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und bietet verschiedenste Einblicke in das Geschehen. Wodurch nach und nach die ganzen Hintergründe aufgedeckt werden. Dabei schreibt die Autorin in einem angenehm leichten und mitreißenden Schreibstil.

Die Charaktere sind mit ihre Stärken und Schwächen sehr detailliert und authentisch gestaltet. So ist Frieda zwar demenzkrank, aber gleichzeitig so lebhaft und abenteuerlustig, dass sie andauernd in lustige und auch gefährliche Situationen gerät. Während Kommissar Maindl voller Heimweh nur schlechte Laune verbreitet, aber auch ein hervorragender Ermittler ist. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und ich konnte mich problemlos mit ihnen und der Geschichte mitfühlen.

Ohne zu viel verraten zu wollen, bietet der Kriminalfall einige Morde, viele unerwartete Wendungen und eine gehörige Portion Spannung. Gemeinsam mit Maindl und Frieda folgt man der Spur des Täters und erfährt erst am Ende die Auflösung des Falls. Gleichzeitig verwebt die Autorin diesen Fall mit schrecklichen Kriegsgeheimnissen, wodurch die Spannung noch weiter gesteigert wird.

Fazit

Frieda: Ein Demenz-Krimi von Meike K.-Fehrmann ist ein spannender Krimi, der viel mehr Facetten bietet, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Durch die Demenzerkrankung von Frieda erhält die Geschichte einige lustige Situationen, die aber nicht den Ernst des Mordfalls abmindern und schreckliche Geheimnisse aus dem Zweiten Weltkrieg ans Licht bringt. Angenehm geschrieben und mit einer gehörigen Portion Spannung, konnte ich den tollen Roman nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann den Roman nur jedem Fan von Krimis ans Herz legen.

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