Meinrad Braun

 3.6 Sterne bei 16 Bewertungen

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Gabun

Gabun

 (9)
Erschienen am 28.08.2013
Fürchten Lernen

Fürchten Lernen

 (2)
Erschienen am 01.09.2007
Fliegende Fische

Fliegende Fische

 (1)
Erschienen am 01.10.2008
Gabun

Gabun

 (0)
Erschienen am 23.03.2017
Das Schwedengrab

Das Schwedengrab

 (0)
Erschienen am 01.02.2007
Fließende Welt

Fließende Welt

 (0)
Erschienen am 01.01.2010
Die künstliche Demoiselle

Die künstliche Demoiselle

 (0)
Erschienen am 03.10.2006

Neue Rezensionen zu Meinrad Braun

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die abenteuerliche Reise des Pieter van Ackeren in die neue Welt" von Meinrad Braun

Auf zu neuen Ufern ...
Bellis-Perennisvor 4 Monaten

Man schreibt das Jahr 1701. Der junge Geistliche Pieter van Ackeren, Kaufmannssohn und Rebell gegen das Elternhaus, muss Amsterdam verlassen, da er Sympathien für die Sekte der Labadisten empfindet und deswegen als Ketzer angeklagt werden soll. Er flieht auf einem Auswandererschiff nach Suriname, einer niederländischen Kolonie. Schon unterwegs lernt er eine völlig andere Welt kennen. Das Segelschiff ist ein Mikrokosmos für sich. Der Kapitän herrscht absolutistisch. Mit an Bord sind schwarze Sklaven für die Plantagen sowie heiratswillige Frauen, die in der Neuen Welt eine bessere Zukunft suchen. Eine dieser Frauen ist die junge Anna, die auf hoher See einen toten Sohn zur Welt bringt. Dass sich Annas Schicksal wird sich mit dem von Pieter verknüpfen wird, weiß noch niemand. 

Pieter will als Missionar arbeiten, gerät aber mehrmals in Gefangenschaft. Er wird vom jeweiligen Machthaber für seine eigenen Zwecke missbraucht. Er flieht und wird erneut gefangen genommen. So lernt der junge Mann die Peitsche von Sklavenhaltern ebenso kennen wie die Fürsorge von Jesuiten, die für ihn eigentlich der Inbegriff der Intoleranz sind.

Neben Niedertracht begegnet er auch manchem freundlich gesinnten Weggefährten.  

Meine Meinung: 

Mit diesem historischen Roman hat Meinrad Braun ein Meisterwerk der literarischen Sprache geschaffen. Sowohl die Beschreibung der Umstände als auch die Dialoge sind der erzählten Zeit angepasst. Der Leser findet die entsprechende Wortwahl vor, die man sich heute so nicht mehr vorstellen kann. Doch genau dies sorgt entsprechende Flair. Der Leser leidet ebenso wie Pieter. Man kann die tropischen Nächte, voll ungewohnter Geräusche förmlich hören. Die Gefahren des Dschungels, der Flüsse – alles ist so prägnant und präzise beschrieben, als wäre man selbst mit Pieter auf der Flucht.

Wunderbar sind die vielen seemännischen Ausdrücke in die Dialoge eingeflochten. Niemals wirken die Dialoge aufgesetzt oder deplatziert. 

Der Roman ist aus der Sicht der Unterlegenen geschrieben. Ist Pieter zu Beginn noch ein zorniger junger Mann, der voller Eifer zu neuen Ufern aufbricht und seine Mission erfüllen will, so verändert ihn das Schicksal nachhaltig. Er lernt Demut kennen und ist um jede noch so kleine Wohltat dankbar.  

Sehr interessant sind auch die Schilderungen des herrschenden Feudalsystems und der Ausbeutung von Mensch und Tier auf den großen Plantagen. Wir begegnen brutalen Despoten und der Malerin Sibylla Maria Merian. Gemeinsam mit ihrer Tochter Dorothea befindet sie sich auf einer Forschungsreise. 

Die historischen Gegebenheiten sind genau recherchiert und werden dem Leser unaufgeregt und subtil dargeboten. Diese Informationen sind Teil des Romans, der so voller überraschender Wendungen, so abenteuerlich und spannend ist, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. 

Ein Augenschmaus ist wieder einmal das Cover: Es zeigt Käfer, die von Sibylla Maria Merian (1647-1717) gezeichnet und gestochen wurden. Danke lieber Emons-Verlag für dieses tolle Cover!

Fazit: 

Ein abenteuerlicher historischer Roman, der einem mit seiner wunderschönen Erzählkunst in den Bann zieht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

 


Kommentare: 2
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A

Rezension zu "Gabun" von Meinrad Braun

Ein schönes Buch
anne7778vor 3 Jahren

Man taucht förmlich ein in ein Bild von Afrika. Es hat eine sehr schöne Erzählsprache und der Autor nimmt einen mit auf die Reise.

Ich habe es gern gelesen, auch wenn es mir lieber gewesen wäre, wenn der Protagonist etwas länger in der Lodge geblieben wäre.

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abuelitas avatar

Rezension zu "Fürchten Lernen" von Meinrad Braun

Jack the Ripper in der Pfalz?
abuelitavor 5 Jahren

Während des Bad Dürkheimer Wurstmarkts, des größten Weinfests der Welt, wird eine junge Frau im Wald gefunden, ermordet; neben ihr liegt eine Flasche Wein. Wenige Tage später verlassen die Besucher des Jahrmarkts unter Panik die Geisterbahn. Eine Leiche hängt zwischen den Pappmachéfiguren. "Das Fürchten lernen" steht auf einem Zettel, den der Märchenmörder daran befestigt hat.

Der Wurstmarkt verwandelt sich mit einem Besucheransturm wie nie zuvor in einen Hexenkessel aus Angst und Faszination. Und mitten darin befindet sich der Mörder. Der Londoner "Ripper" scheint in der Pfalz wieder auferstanden zu sein. Sebastian Sailer folgt seiner geträumten Spur in den Wald hinein - und lernt tatsächlich das Fürchten.

Soweit der Klappen-Text. Es ist ein eher - ja, gemütlicher Krimi, der vom Protagonisten Sailer lebt – die Polizei kommt hier eher nur am Rande vor. Dafür lebt der Leser mit dem Mörder, der von Anfang an bekannt ist, genauso wie auch seine Motive und eben Sebastian Sailer. 

So richtig mitgerissen hat mich hier nichts und die Spannung hielt sich ebenfalls in Grenzen. 

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