Meir Shalev

 4.1 Sterne bei 113 Bewertungen
Autor von Judiths Liebe, Der Junge und die Taube und weiteren Büchern.
Meir Shalev

Lebenslauf von Meir Shalev

Meir Shalev wurde am 29. Juli 1948 in Nahalal, Israel geboren. Seit Vater ist der Jerusalemer Dichter Yitzchak Shalev, seine Cousine die Schriftstellerin Zeruya Shalev. Nach dem Studium der Psychologie arbeitete er als Journalist, Radio- und Fernsehmoderator. Sein Debütroman »Ein Russischer Roman« veröffentliche er 1988, schreibt neben Romanen aber auch Sachbücher über religiöse Themen und Kinderbücher. Seit einigen Jahren publiziert er in der Wochenendausgabe der Zeitung »Yedioth Ahronoth« seine Kolumne zur Lage der israelischen Nation. Shalev lebt mit seiner Familie in Jerusalem und in Nordisrael.

Alle Bücher von Meir Shalev

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Judiths Liebe

Judiths Liebe

 (31)
Erschienen am 27.08.1999
Der Junge und die Taube

Der Junge und die Taube

 (20)
Erschienen am 26.05.2009
Im Haus der Großen Frau

Im Haus der Großen Frau

 (6)
Erschienen am 29.01.2014
Zwei Bärinnen

Zwei Bärinnen

 (6)
Erschienen am 29.06.2016
Fontanelle

Fontanelle

 (5)
Erschienen am 17.06.2006
Mein Wildgarten

Mein Wildgarten

 (5)
Erschienen am 22.03.2017
Der Sündenfall – ein Glücksfall?

Der Sündenfall – ein Glücksfall?

 (2)
Erschienen am 27.01.1999

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Rezension zu "Im Haus der Großen Frau" von Meir Shalev

ein schönes Buch
wallivor 3 Monaten

Im Haus der großen Frau -Meir Shalev

Abschied von einem schönen Buch

Mal wieder bin ich glücklich genau dieses Buch gelesen zu haben. Hier erfährt man Poesie, Herzenswärme und feinen Humor, aber auch Melancholie.

Ein kleiner Junge wächst mit seiner Großmutter, Mutter, der Schwester der Mutter (schwarze Tante), deren Schwester (rote Tante) und seiner kleinen Schwester (die sich auch in die Reihe der erziehenden Frauen) in Jerusalem auf. Alle Männer der Familie, so auch die Männer dieser vier Frauen, von dem Jungen die große Frau genannt, sterben vor dem 55 .Lebensjahr an Unfällen bzw. der Großvater hat sich umgebracht, was aber auch als Unfall bewertet wird, denn schließlich sei Selbstmord ja nun kein natürlicher Tod.. Der Junge wird verhätschelt und verwöhnt, lernt mit den verschiedenen Charakteren seiner Mütter zu leben. Die Oma, geizig und mit viel Mutterwitz, die Mutter, immer lesend, hat aber die Angewohnheit ein Buch zum Fertiglesen ihren Sohn zu geben, die schwarze Tante, immer noch wie ein halber Junge mit den Kindern der Nachbarschaft herumtollend und die rote Tante-das schwarze Schaf. Bullimiekrank, depressiv, mit einem traurigen Geheimnis im Hintergrund. Sie hat es gewagt einen Engländer- der  verhasste Besatzer - zu heiraten. Sie wurde als Verräterin überfallen, geschlagen, die Haare geschoren.
Und da ist da noch der Steinmetz Abraham, der väterliche Freund des Jungen, der die rote Tante verzweifelt liebt. Er hat ein Haus für sie gebaut, das er nie betritt, denn sie will ihn nicht. Sie gibt ihm die Schuld an dem Tod ihres Mannes, obwohl es ein Unfall war.
Der Junge wird zum Mann und flieht, aufgrund eines Verrats
seiner Mutter ihm gegenüber, aus dem Haus der Großen Frau. Er lebt und arbeitet in der Wüste, hat ein Liebesverhältnis zu seiner geschiedenen Frau, besucht oft die Große Frau und Abraham, bis dieser durch Selbstmord stirbt. Er hat ständig Angst auch zu sterben, schließlich ist er schon 52, älter wie alle lebenden und toten Männer der Familie. Zum Schluß schafft er es seiner Mutter ihre Liebe, Freundschaft 

Im Haus der großen Frau -Meir Shalev

Abschied von einem schönen Buch

Mal wieder bin ich glücklich genau dieses Buch gelesen zu haben. Hier erfährt man Poesie, Herzenswärme und feinen Humor, aber auch Melancholie.

Ein kleiner Junge wächst mit seiner Großmutter, Mutter, der Schwester der Mutter (schwarze Tante), deren Schwester (rote Tante) und seiner kleinen Schwester (die sich auch in die Reihe der erziehenden Frauen) in Jerusalem auf. Alle Männer der Familie, so auch die Männer dieser vier Frauen, von dem Jungen die große Frau genannt, sterben vor dem 55 .Lebensjahr an Unfällen bzw. der Großvater hat sich umgebracht, was aber auch als Unfall bewertet wird, denn schließlich sei Selbstmord ja nun kein natürlicher Tod.. Der Junge wird verhätschelt und verwöhnt, lernt mit den verschiedenen Charakteren seiner Mütter zu leben. Die Oma, geizig und mit viel Mutterwitz, die Mutter, immer lesend, hat aber die Angewohnheit ein Buch zum Fertiglesen ihren Sohn zu geben, die schwarze Tante, immer noch wie ein halber Junge mit den Kindern der Nachbarschaft herumtollend und die rote Tante-das schwarze Schaf. Bullimiekrank, depressiv, mit einem traurigen Geheimnis im Hintergrund. Sie hat es gewagt einen Engländer- der  verhasste Besatzer - zu heiraten. Sie wurde als Verräterin überfallen, geschlagen, die Haare geschoren.
Und da ist da noch der Steinmetz Abraham, der väterliche Freund des Jungen, der die rote Tante verzweifelt liebt. Er hat ein Haus für sie gebaut, das er nie betritt, denn sie will ihn nicht. Sie gibt ihm die Schuld an dem Tod ihres Mannes, obwohl es ein Unfall war.
Der Junge wird zum Mann und flieht, aufgrund eines Verrats
seiner Mutter ihm gegenüber, aus dem Haus der Großen Frau. Er lebt und arbeitet in der Wüste, hat ein Liebesverhältnis zu seiner geschiedenen Frau, besucht oft die Große Frau und Abraham, bis dieser durch Selbstmord stirbt. Er hat ständig Angst auch zu sterben, schließlich ist er schon 52, älter wie alle lebenden und toten Männer der Familie. Zum Schluß schafft er es seiner Mutter ihre Liebe, Freundschaft zu einer verloren gegangenen Freundin zurück zu bringen. ER ist wieder in der Wüste nimmt die ganze Schönheit und Stille in sich auf, wird er jetzt sterben? ER setzt sich in seinen Pick-up und fährt zu seinem Zuhause- Das Leben ist schön.
Dieses Buch auch.

 

 


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Rezension zu "Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger" von Meir Shalev

Rezension: Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger
killmonotonyvor 5 Monaten

Nachdem ich letztes Jahr bereits Meir Shalevs „Mein Wildgarten“ gelesen hatte und ziemlich begeistert von Shalevs Erzählsprache war, musste doch auch gleich nach Erscheinen sein neues Buch „Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger“ in mein Regal einziehen. Doch Halt, so neu war es dann doch nicht, ist es doch bereits 2012 erschienen — lediglich die Ausgabe war eine neue, im kleinen Diogenes Deluxe Hardcoverformat und mit Lesebändchen. Hübsch! Meir Shalev erzählt hier mit seiner wundervollen Sprache Anekdoten und kleine Gegebenheiten von seiner Familie, im Mittelpunkt steht aber seine Großmutter Tonia, die im Kampf gegen den Schmutz penible Hausregeln hat, und wie es dazu kam, dass sie einen hochmodernen amerikanischen Staubsauger geschickt bekam — und dieser nach kurzer Benutzung sicher in einem abgeschlossenen Schrank verstaut wurde und erst Jahre später wieder das Tageslicht sehen sollte. Doch um die Geschichte um den Staubsauger verstehen zu können, muss man die Familie des Autors kennen lernen, und so holt Shalev weit aus und erzählt uns seine Familiengeschichte ab ungefähr 1920 bis zum Zeitpunkt, als seine Großmutter stirbt, gute 60 Jahre später.

Meir Shalevs Großmutter Tonia war schon eine Verrückte: Bekam sie Besuch, durfte dieser unter keinen Umständen das Haus betreten, sondern musste stets zur Hintertür gelaufen kommen, um sich auf die Terrasse zu setzen. Dort fand dann auch der Besuch statt, in die Wohnung gegangen wurde nur bei größeren Familienfeiern. Da Schmutz ihr größter Feind war, hatte Tonia einige „Macken“, was Sauberkeit anging: Das Badezimmer durfte nicht zum Baden benutzt werden, dafür gab es draußen im Garten einen Trog, und die Toilette wurde nur benutzt, um Kuchen zum Auskühlen darauf abzustellen. Weiterhin zierten Lappen jeden Türgriff, jede Klinke und Griffe von Schubladen und Schränken, damit ja kein Dreck von der Hand auf das Mobiliar überging. Wem das schon zu viel des Wahnsinns ist, liest am besten gar nicht weiter, denn Meir Shalevs Familie ist alles andere als normal. Als der Schwager Tonias nach Amerika zieht und dort gutes Geld verdient, weigerte sich sein Großvater stets, die per Post gesendeten Schecks einzulösen und schickte sie unbesehen in die USA zurück. Um Shalevs Großvater ein Schnippchen zu schlagen, schickte der Schwager einen großen, schweren, klobigen Staubsauger nach Isreal, in dem Wissen, dass der Empfänger weder das Geld hat, diesen zurückzuschicken, noch dass Großmutter Tonia diesen freiwillig zurückgeben wird. Doch diese Rechnung hat er ohne Tonia gemacht.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/meir-shalev-meine-russische-grossmutter

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UteSeiberths avatar

Rezension zu "Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger" von Meir Shalev

Eine witzige und humorvolle Familiengeschichte aus Israel
UteSeiberthvor einem Jahr

Es ist erfrischend humorvoll und witzig,wie Meir Shalev seine russische Großmutter Tonja beschreibt,die aus Russland nach Israel
eingewandert ist.In diesem Land gibt es noch viel Staub und Schmutz,
dem Großmutter Tonja den Kampf ansagen muss!Als sie dann von ihrem
Schwager aus dem weit entfernten Amerika einen Staubsauger geschenkt
bekommt ,kann sie ihr Glück kaum  fassen! Sie schont aber den Staubsauger soviel wie möglich,denn er soll möglichst lange leben!
Um die resolute Großmutter ranken sich viele Geschichten in 
verschiedenen Versionen und der Enkel Meir kann auch nicht mit 
Bestimmheit sagen,welche der Erzählvarianten wohl der Wahrheit 
entsprechen.Daraus hat sich eine humorvolle Familiengeschichte
entwickelt die ich allen empfehlen kann!

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Meir Shalev wurde am 28. Juli 1948 in Nahalal (Israel) geboren.

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