Meir Shalev Der Junge und die Taube

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Inhaltsangabe zu „Der Junge und die Taube“ von Meir Shalev

Die Geschichte eines Jungen, der mitten im Krieg auf ungewöhnliche Weise gezeugt wurde, der seinen Vater nie kennenlernte und später alles über Vogelkunde und Taubenzucht wissen wollte.

Ein sehr lesenswertes Buch, für meinen Geschmack ein wenig zu viele Taubenzüchterdetails. Trotzdem eine Empfehlung!

— Billie
Billie

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  • Rezension zu "Der Junge und die Taube" von Meir Shalev

    Der Junge und die Taube
    FlorianTietgen

    FlorianTietgen

    Es gibt Bücher, die legt man aus der Hand und bleibt ganz voll von ihnen, weil sie einen auf eine wunderbare Reise voller Sinneseindrücke mitgenommen haben. So geht es mir mit diesem Buch. Anfangs verwirrend im Wechsel von der dritten und zweiten Person in der Anrede der Mutter, verdichtet sich die Erzählung, findet die richtigen Worte und Bilder, zeigt einem Israel vor und nach der Proklamation, die liebevoll gezeichneten Menschen, die Vögel, die Landschaft, schwebt in Traurigkeit und manchmal melancholischer Heiterkeit. Es ist ein Buch über die Liebe: Die Liebe zu Tauben, zu Menschen, Landschaften und Städten. Und es ist ein Buch über die Unmöglichkeit der Liebe, die Schicksale und die daraus resultierenden Narben manchmal bewirken. Es ist ein Buch über die Sehnsucht nach Frieden in kriegs- und terrorgebeutelter Region und ein Buch über die Normalität, die sich dennoch immer wieder einstellt. Vielleicht hätte ich die Rezension schreiben sollen, wenn sich der Roman in mir gesetzt hat, etwas warten sollen, bis ich nicht mehr so voll davon bin und ich den Inhalt genauer zusammenfassen und interpretieren kann. Ich bin sicher, sie wäre genau so begeistert aus gefallen.

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  • Rezension zu "Der Junge und die Taube" von Meir Shalev

    Der Junge und die Taube
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2010 um 22:04

    Das Buch handelt von der Lebensgeschichte des Ich-Erzählers im Israel der heutigen Zeit: Wie er dahin kam, wo er zum Zeitpunkt der Erzählung steht, seine Beziehungen und sein wichtigstes Projekt. Parallel dazu wird eine Lebens- und Liebesgeschichte aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges erzählt; mehr zu sagen wäre wohl zuviel verraten. Hmm. Ich weiss nicht so recht, wie ich diese Buch einschätzen soll. Einiges gefiel mir sehr gut: Die Grundidee und alle Passagen, die sich um die Brieftauben drehten. Diese waren teils ganz wunderbar, gefühlvoll erzählt. Ebenso gelungen sind einige Personen, wie etwa der etwas kauzige Bauunternehmer Meschullam Fried, oder der Brieftauben-Chef Doktor Laufer. Andererseits schleppte sich die Erzählung an einige Stellen, etliche Charaktere blieben flach, und die Liebesbeziehungen drehten sich meist nur um Sex und blieben so eindimensional. Das fand ich schon erstaunlich angesichts der erwähnten gelungenen Passagen. Insgesamt ergibt sich für mich so ein recht gemischter Eindruck.

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  • Rezension zu "Der Junge und die Taube" von Meir Shalev

    Der Junge und die Taube
    Morgensternchen

    Morgensternchen

    16. August 2008 um 20:14

    bis zum Ende spannend, da sich erst dann die zwei Handlungsstränge ergänzen; wunderbar erzählt

  • Rezension zu "Der Junge und die Taube" von Meir Shalev

    Der Junge und die Taube
    dubh

    dubh

    11. June 2008 um 08:17

    Zum Autoren (von www.diogenes.ch): Geboren am 29.7.1948 in Nahalal (Israel). Meir Shalevs Mutter war mit ihm schwanger, als der Staat Israel gegründet wurde. Neunzehn Jahre alt waren er und sein Land, als er in den Sechstagekrieg zog. Auf einem Patrouillengang wurde er von vier Kugeln getroffen – ein Versehen der eigenen Leute. Gleichwohl Zionist und Zyniker, setzte Meir Shalev sich nach dem Krieg für die Rückgabe der besetzten Gebiete ein und schrieb mit Ein Russischer Roman seinem Land und dessen Siedlern eine Liebeserklärung. Für seinen Erstling hatte er eine zwölfjährige Karriere als populärer Fernsehmoderator aufgegeben und heimste von ungewöhnlichster Seite Lob ein: Er erhielt den Großen Preis der israelischen Insektenforscher für die Genauigkeit seiner Nachforschungen, die auch allerlei kreuchendes und fleuchendes Getier umfassten. Kein Wunder, denn Meir Shalev verpaßt es in keiner fremden Stadt, den Zoo zu besuchen. Zum Buch (Klappentext): Ein Junge namens Baby wächst ohne Eltern in einem Kibbuz auf und interessiert sich brennend für Brieftauben. Er ahnt nicht, daß ihm neun Jahre später das Wissen über diese Brieftauben von großem Nutzen sein wird, um den sehnlichsten Wunsch seiner Geliebten zu erfüllen. Viele Jahre später: Ein Haus für sich allein will der Touristenführer und Vogelkundler Jair. Denn seit es in Israel nicht mehr viele Touristen durch das Land zu führen gibt, denen man die Schönheiten der Flora und Faune zeigen kann, steht Jair auf der Lohnliste seiner amerikanischen Frau Liora, die ein Immobiliengeschäft betreibt und ihm jeden Wunsch von den Augen abliest. Und welcher Mann hält das schon aus? Die Geschichte einer alten Liebe, die eine neue wurde, dann zu verlöschen drohte - und doch siegte. Meine Meinung: Was für ein ungewöhnlicher Roman! Meir Shalev hat eine unglaubliche Begabung für Betrachtungen. Betrachtungen einzelner, völlig unterschiedlicher Menschen, aber auch Betrachtungen von schwierigen Zeiten und Umständen. Und so berichtet er bei Die Junge und die Taube über eine handvoll Menschen, die miteinander verbunden sind - sowohl durch Raum als auch durch die Zeit - und zeichnet ein präzises Bild vom Leben in den ersten Jahren Israels als auch der heutigen - ebenfalls nicht einfachen - Zeit. Vielschichtig sind die Ebenen auf denen sich die Handlung abspielt: einerseits erlebt man Jair in der Jetztzeit als er einen alten Amerikaner kennenlernt, der - wie sich schnell herausstellt - ein ehemaliger Palmach-Kämpfer ist und die Schlüsselfigur des Romans, das Baby, gekannt hatte; andererseits wird aus Babys Sicht erzählt, ebenso wie aus der seiner Geliebten und letztlich wird noch Jairs weitere Entwicklung, seine Freundschaften und Familienbindungen geschildert. Doch alle Blickwinkel verdichten sich bis sie sich schlußendlich perfekt zusammenfügen... An dieser Stelle würde ich gerne mehr über die eigentliche Handlung schreiben, aber sicherlich würde dies einiges vom Lesegenuß vorwegnehmen - deshalb lasse ich es. Nur soviel: die beiden wichtigen Handlungsstränge - einmal der rund um das Baby zur Zeit der Staatsgründung und einmal der rund um Jair mit all seinen Träumen und Hoffnungen - sind sehr bewegend und vor allen Dingen habe ich noch nie etwas vergleichbares gelesen! Jair wird so gefühlvoll beschrieben, dass man seine Sehnsüchte hundertprozentig nachvollziehen kann, ja, teilweise selbst solch geartete Gedanken bekommt. Bei der Geschichte rund um das Baby lernt man schnell wieviele Entbehrungen die damalige Zeit verlangt hat und auch, dass eine schöne Jugend trotzdem möglich war. Das Baby schafft es mit viel Fleiß und Einsatzwillen sogar, sich seinen großen Traum - die Taubenzucht - zu ermöglichen; auch wenn ihm eben diese Leidenschaft später zum Verhängnis wird... Fazit: Ein beeindruckendes Buch, in dem unendlich viel Zwischenmenschliches, zahlreiche Träume und auch Mut zwischen den Zeilen mitschwingt und außerdem eine wahnsinnig detailgetreue Beobachtungsgabe des Autors deutlich wird. Noch nicht einmal die genauen Beschreibungen über homing pidgeons (Brieftauben), deren "Abrichtung" und Zucht schmälern hier das Lesevergügen...

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  • Rezension zu "Der Junge und die Taube" von Meir Shalev

    Der Junge und die Taube
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2008 um 17:03

    Die Lebensgeschichte zweier Menschen Jair lebt in Tel Aviv und ist Touristenführer und ist vorallem darauf spezialisiert Ornitologen durch das Land zu begeiten. Seine Ehe verläuft alles andere als zufriedenstellend und so verwundert es wenig, dass Jair von dem Geld das ihm seine Mutter auf dem Sterbebett hinterlässt auch wie von ihr gewollt in einer abgelegenden Gegend ein Haus kauft und von seiner Jugendfreundin Tirza renovieren lässt. Jahre zuvor im Unhabhängigkeitskrieg: der 19 jährige Taubenzüchter 'Baby' wird zur Palmach berufen und soll mit ihr in ein Kampfgebiet ziehen. Er lässt sein geliebtest 'Mädchen' zurück und nimmt nur ein paar seiner geliebten Tauben mit und ahnt noch nicht, dass es eine Taube sein wird und nicht er, die seinem Mädchen das vielleicht schönste Geschenk auf Erden überbringen wird. Eine unglaubliche Geschichte! Shalev erzählt mit viel Feingefühl die Geschichte von zwei Männer und zeigt dabei eine unglaubliche Gabe auch kleinste Details genau wieder zu geben. Dabei zeichnet der Autor in seinem Roman Der Junge und die Taube vielschichtige Figuren, die von ihrem Hoffnungen, Wünschen und Ängsten angetrieben werden und versuchen sich in schwierigen Zeiten zurecht zufinden und alle sind auf die ein oder andere Weise mit einander verbunden. Erzählt wird dabei hauptsächlich aus der Sicht von 'Baby' und Jair und Shalev zieht in seiner Erzählung die Verbindung der beiden Handlungsstränge bis zum Ende langsam, aber doch kontinuierlich zu. Am Ende ist ein ganzes Bild entstanden, dass wenig zu wünschen übriglässt. Der Autor erzählt die Geschichte mit einer unglaublich präzisen Sprache, die zwischenzeitlich an ein Märchen erinnert und den Leser in den Band des Buches zieht und ihn ohne Holper von Seite zu Seite trägt. Jedes einzelne Wort hat sich Shalev gut überlegt. Trotz all der Schwärmerei noch zwei kleine Kritikpunkte: Taube auf English heißt „pigeon“ und nicht „pidgeon“; kleiner Rechtschreibfehler, bei dem sich aber die Zehennägel als Anglistin aufstellten; und erst recht, wenn man überlegt, dass Shalev sehr gut über Brieftauben recherchiert hat und dann ausgerechnet die englische Bezeichnung falsch geschrieben wird. Ich hoffe, der Fehler ist dem Übersetzer passiert! Jair und seine Frau Liora führen keine glückliche Ehe, versuchen, sich aus dem Weg zu gehen. Wieso trennen sie sich nicht? Denn immerhin scheinen beide nur bedingt von einander abhängig zu sein. Shalev hätte hier einfach noch ein bisschen ausführlicher darauf eingehen müssen, warum beide dennoch an ihrer Ehe festhalten. Dies erschloss sich bis zum Schluss nicht. Alles in allem aber ein wunderbares Buch! Shalev habe ich nicht zum letzten Mal gelesen....

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