Ein Russischer Roman

von Meir Shalev 
4,3 Sterne bei10 Bewertungen
Ein Russischer Roman
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Gerade beendet, noch ganz in dieser großartigen Sprache, der liebevollen leicht ironischen Fantasie.

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Inhaltsangabe zu "Ein Russischer Roman"

Der in Jerusalem lebende Schriftsteller Meir Shalev schrieb "eine Familiensaga voller Unschuld und Posie, jenseits von Zeit und bitterer Politik". Baruch, die Hauptfigur, erzählt aus seiner Kindheit, die er als Weise in einer kleinen, in der Jesreel-Ebene gelegenen Siedlung verbrachte. Er schildert die Schwierigkeiten, mit denen die ersten Siedler beim Trockenlegen der Sümpfe und der Bewirtschaftung des gewonnenen Ackerlandes zu kämpfen hatten. Liebevoll und manchmal ironisch beschreibt er die Dorfbewohner, von denen jeder ein Individualist mit ganz besonderen Eigenschaften ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257018783
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:509 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:01.12.1993

Rezensionen und Bewertungen

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    FlorianTietgens avatar
    FlorianTietgenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Gerade beendet, noch ganz in dieser großartigen Sprache, der liebevollen leicht ironischen Fantasie.
    Ein praller Griff ins Leben

    ... und das bei einem Friedhofsbetreiber.
    Aber langsam ...
    Baruch wächst nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Großvater in einem kleinen Kibbuz der Gründerzeit auf. Er lauscht dessen Geschichten, lässt sich von ihm zu einem kräftigen Mann von 130 Kilo aufpeppeln, der genauso eigenbrötlerisch wird, wie der Opa selbst. Und erst mit dem Tod des Großvaters, mit dessen letztem Willen begründet er auf der hoffnungsfrohen lebendigen Erde den Friedhof.
    Wie beschreibt man ein Buch, das so episodenhaft über das Leben in diesem Dorf erzählt, dessen roter Faden einem nicht immer klar einleuchtet, obwohl er zum Ende so deutlich erscheint? Wie beschreibt man ein Buch, aus dem man sätzeweise zitieren möchte,  nur, um zu merken, jeder aus dem Zusammenhang gerissener Satz würde niemandem vermitteln, welch großartige Geschichte man gerade liest? Es sind die Details, die vielen liebevollen Kleinigkeiten, die Genauigkeit in den Sätzen und der Wortwahl, die Macken der Bewohner, die Exzesse, die Stille, die Trauer, die dieses Buch zum Vergnügen machen. Es sind der Rhythmus und die Melodie, die mich genussvoll lesen und jetzt bedauern lassen, dass dieses Buch zuende ist. Und bei all diesen wundervollen Übertreibungen, die Legenden und Anekdoten so anhaften, befindet man sich immer in einer sinnlichen Fata Morgana, in der man jede Surrealität sofort glaubt und für möglich hält.
    Ich habe kaum noch gewusst, wie toll Bücher sein können. Jetzt weiß ich es wieder.

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    Katzentoastvor 6 Jahren
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