Rafiki

von Meja Mwangi 
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Rafiki
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Inhaltsangabe zu "Rafiki"

Rafiki, den Mann mit der Gitarre, kennt jeder in Nanyuki. Immer freundlich, immer fröhlich, immer knapp bei Kasse tingelt er durch die maroden Straßen der Stadt. Er wäre ein glücklicher Mann, hätte seine Frau Sweettea ihm nicht die Pistole auf die Brust gesetzt: Wenn er nicht endlich das Geld für das Studium seiner Tochter verdient, verlässt sie das Haus mit allem, was darin ist. Rafiki, der gut ohne Geld, aber keinesfalls ohne Sweettea leben kann, muss schnell handeln und beschließt einen bewaffneten Überfall auf das Abzahlungsgeschäft der Brüder Manu und Manish Patel. Doch deren Kasse ist ebenfalls leer, weil die Kunden ihre Fernseher, Kühlschränke und Radios zwar kaufen, aber die Raten nie bezahlen. Rafiki, berührt von der Lage der bankrotten Inder, fasst einen Entschluss: Er wird das Geld persönlich eintreiben oder die Waren zurückholen. Für die Patel-Brüder, für Sweettea, für die Moral der ganzen Stadt!§Eine großartige Komödie voller skurriler Dilettanten! Allen voran Rafiki, der als selbsternannter Ritter durch die in Armut versinkende Stadt zieht, um mit zweifelhaften Methoden eine neue Moral zu erzwingen. Meja Mwangi zeichnet die kenianische Gesellschaft mit Galgenhumor und der leisen Hoffnung auf neue Helden: die Frauen und ihre Kinder.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783779504825
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Peter Hammer Verlag
Erscheinungsdatum:10.02.2014

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    Fuhlsbuechers avatar
    Fuhlsbuechervor 5 Jahren
    Ein witziger und doch nicht harmloser Roman aus Kenia

    Wenn Rafiki an sein Telefon geht, meldet er sich mit „Man Guitar“. Und er darf oft ans Tele­fon gehen, denn ständig ruft seine Frau Sweettea ihn an, um ihn daran zu erinnern, dass er – anstatt alle mit seinen zweifelhaften Gitarrenkünsten zu nerven – Geld mit nach Hause bringen muss. Alle wollen essen, die Tochter will studieren. Die Geschäftsleute im keniani­schen Nanyuki bezahlen Rafiki aber eher knapp und eigentlich nur dafür, dass er still ist. Auf diese Art und Weise kommt natürlich nicht viel zusammen. Aber Rafiki ist ein „echter Nanyu­kier“: Er verzagt nicht, er geht die Aufgabe an. Geld ist ihm zwar nicht wichtig, seine Frau aber sehr wohl. Also überfällt er die Brüder Patel in ihrem Laden für Haushaltsgeräte. Viel­leicht hätte Rafiki vorher lieber etwas recherchieren sollen: Bei den Patels ist nichts zu ho­len, sie sind pleite. Sie haben auf Kredit verkauft und niemand bezahlt seine Raten. Nach kurzer Verwirrung und Überlegung hat Rafiki aber auch hierfür eine Lösung: Man muss eben zu den Leuten gehen und die Raten einfordern oder die Geräte zurückho­len.

    Und so geschieht es. Natürlich wieder nicht so ganz, wie geplant. Niemand zahlt, die Geräte sind meistens nicht mehr zu gebrauchen. So verwandelt sich der Patel'sche Laden in einen besseren Schrottplatz. Aber ein Nanyukier gibt nicht auf, die neue Moral muss durchgesetzt werden. Rafiki hat vor niemandem Angst, nicht einmal vor dem Chief. Und sein Sohn stellt sich als begabter Techniker heraus. Meja Mwangi, einer der bedeutendsten Autoren Kenias, hat wieder ein sehr vergnügliches, ironisches und gleichzeitig sehr menschenfreundliches Buch geschrieben. Mit Rafiki hat er eine sympathische Figur erschaffen, die sich nicht unter­kriegen lässt. Ein moderner kleiner afrikanischer Simplicissimus.

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