„Die Let Them Theorie“ von Mel Robbins ist eine freundliche Erinnerung daran, uns auf das zu konzentrieren, was wir innerhalb unseres Einflussbereichs verändern können und alles loszulassen, was außerhalb dieses Bereichs liegt.
Robbins teilt offenherzig ihre Erfahrungen aus Alltagssituationen sowie Erlebnisse aus ihrem unmittelbaren und weiteren Umfeld mit, die ihre Theorie geprägt haben.
Diese Theorie versetzt uns nicht zwangsläufig in eine passive Haltung, wie man angesichts des Titels vielleicht vermuten würde; vielmehr ermutigt sie dazu, die eigene Reaktion auf Ereignisse bewusst zu prüfen und zu steuern.
Letztendlich liegt die Quintessenz der Theorie im Gelassenheitsgebet:
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Reinhold Niebuhr)
Mel Robbins
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Mel Robbins
Die LET THEM Theorie
Die 5 Sekunden Regel
Die 5-Sekunden-Regel
Die einfachste Gewohnheit der Welt
Das 5-Sekunden-Journal
The 5 Second Rule: The Surprisingly Simple Way to Live, Love, and Speak with Courage
The High 5 Habit: Take Control of Your Life With One Simple Habit
Neue Rezensionen zu Mel Robbins
Die LET THEM Theorie von Mel Robbins (gemeinsam mit Sawyer Robbins) verspricht nicht weniger als den Schlüssel zu Lebensglück, Erfolg und erfüllten Beziehungen. Zwei Worte sollen genügen: Let them. Lass sie. Was zunächst fast schon banal klingt, wird auf mehreren hundert Seiten als universell einsetzbares Lebenswerkzeug entfaltet: nachvollziehbar, strukturiert und mit zahlreichen Studien, Fallbeispielen und persönlichen Anekdoten unterleg
Der Grundgedanke ist bestechend einfach: Wir verschwenden enorm viel Energie darauf, das Verhalten, die Meinungen und Emotionen anderer Menschen kontrollieren zu wollen. Wer akzeptiert, dass das nicht möglich ist, gewinnt Freiraum für sich selbst, für eigene Ziele und für gesündere Beziehungen. In diesem Kern liegt die grosse Stärke des Buches.
Positiv hervorzuheben ist, wie normalisierend die Autorinnen mit Emotionen umgehen. Negative Gefühle werden nicht pathologisiert, sondern als gesunde, biologische Reaktionen beschrieben, die kommen und gehen. Diese Perspektive wirkt entlastend und zeitgemäss. Auch die klare Struktur, die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel und der Verzicht auf pauschale Versprechen schneller Erfolge bei grossen Lebensentscheidungen machen das Buch gut lesbar und zugänglich.
Inspirierend sind vor allem jene Passagen, in denen Neid neu überdacht wird: nicht als persönliches Versagen, sondern als Hinweis darauf, was prinzipiell möglich ist. Diese Haltung öffnet den Blick nach vorn und kann motivierend wirken.
Gleichzeitig bleibt ein spürbares Unbehagen. Vieles erinnert stark an bekannte Konzepte wie den Circle of Influence oder Arbeit mit dem inneren Kind. Die Idee ist nicht neu, eher altbekannt, nur neu verpackt. Dass ein solcher Ansatz als „Theorie“ bezeichnet und ein Gesprächsansatz als eigens geschaffenes „Tool“ vermarktet wird, wirkt überhöht. Der Eindruck drängt sich auf, dass zu einer sehr plakativen Kernidee im Nachhinein passende wissenschaftliche Ansätze gesucht wurden, mal überzeugend, mal eher assoziativ.
Kritisch fällt auch die deutsche Übersetzung ins Gewicht: Unglückliche Formulierungen, spürbare Nähe zum US‑Englisch und vereinzelte Grammatikfehler sind für einen vermeintlichen Bestseller enttäuschend und trüben den Lesefluss.
Inhaltlich problematisch ist die fehlende klare Abgrenzung zu pathologischen Störungen. Das Buch liefert vermeintliche Patentrezepte für kleine wie grosse Entscheidungen, weitgehend unabhängig von individueller Persönlichkeit, Lebensrealität oder psychischer Verfassung. Der implizite Anspruch auf Allgemeingültigkeit greift zu kurz. Denn was statistisch für viele zutrifft, ist nicht automatisch für jede einzelne Situation hilfreich oder angemessen.
Hinzu kommen innere Widersprüche: Einerseits sollen Erwachsene gedanklich wie achtjährige Kinder betrachtet werden, um ihr Verhalten einzuordnen. Andererseits wird später betont, man müsse sie selbstverständlich wie Erwachsene behandeln. Diese Spannung bleibt ungelöst. Auch die stellenweise vertretene Haltung von an Bedingungen geknüpfter Unterstützung („wer zahlt, bestimmt“) wirkt als pauschale Empfehlung fragwürdi
Wie bei vielen Ratgebern schwingt ein leichtes Ungleichgewicht in der Beziehung zwischen Lesenden und ihrer Umwelt mit. Über weite Strecken fühlt man sich in eine Position als "Eingeweihte" erhoben, die einen von den „Unwissenden da draussen“ absetzt. Das untergräbt für mich die Augenhöhe, die das Buch an anderer Stelle wiederum einforder
Fazit:
Die LET THEM Theorie ist inspirierend, gut strukturiert und in Teilen entlastend. Sie benennt Wichtiges klar und zugänglich, erfindet das Rad jedoch nicht neu. Alter Wein in neuen Schläuchen, angereichert mit Studien, denen ich mir mehr Tiefe, Differenzierung und vor allem mehr Sensibilität für individuelle und pathologische Kontexte gewünscht hätte. Ein Buch, das Denkanstösse liefert, aber kritisch gelesen werden sollte und dessen grösste Stärke vielleicht darin liegt, Leserinnen und Leser zur eigenen Reflexion anzuregen, nicht zur Übernahme vermeintlich universeller Rezepte. Dafür ist es jedoch für meinen Geschmack zu lang.
Das Buch „Die Let-them-Theorie“ von der Autorin Mel Robbins beschreibt, wie man in schwierigen Situationen gelassen bleibt, Ängste und Selbstzweifel überwindet und gute Beziehungen und tiefe Freundschaften aufbaut. Auf dem Cover heißt es, dass das Buch „Millionen von Menschen geholfen hat“. So hatte ich auch hohe Erwartungen an das Buch. Jedoch muss ich nach dem Lesen sagen, dass sich in den gut 300 Seiten nicht wirklich neue Erkenntnisse finden ließen.
Robbins ist – wie so viele AutorInnen von Selbsthilfebüchern – eine sogenannte Expertin für das Mindset, so steht es in der Autorenbeschreibung. Ihre Kernaussage im Buch besteht darin, die Leute so sein zu lassen, wie sie sind, weil man sie eh nicht ändern kann. Let them, eben. Das ist genau so banal und unaufregend, wie es klingt. Neben dem „Let them“-Pfeiler gibt es noch die „Let me“-Stütze, die besagt, dass man nur für sein eigenes Handeln verantwortlich ist und eine Situation immer an den Aktionen bemessen sollte, die man selbst ändern kann. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wenn eine Person sich mit seinem Handeln in eine ernsthafte Gefahr für sich und andere begibt, kann man sie nicht mehr einfach so lassen, wie sie sind, sondern muss das richtige Maß an Unterstützung zeigen.
Ich fand das Buch relativ langweilig zu lesen mit viel Gelaber und leider am Ende wenig Input. Die Kernaussage mag richtig sein: Man sollte in einer schwierigen Situation immer erst versuchen, das eigene Mindset zu optimieren und selbst zu handeln ohne zu versuchen, andere Personen zu verändern. Für diese Aussage hätte es aber nicht zwangsläufig 300 Seiten Text gebraucht. Die einzelnen Beispiele aus dem Leben von der Autorin sind als Anekdoten zwar nett zu lesen, werden teilweise aber auch etwas künstlich in das „Let them“-Schema gepresst.
Alles in allem konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen.
Gespräche aus der Community
Was ist in deinem Leben wirklich wichtig? "Die LET THEM Theorie" ist in den USA bereits ein Millionen-Bestseller und erscheint nun endlich in deutscher Übersetzung. Das Buch hilft dir dabei, deine Energie nicht mehr für unnötige Dinge zu verwenden, sondern die eigenen Ziele, Beziehungen und somit das eigene Leben in den Mittelpunkt zu stellen. Es zeigt, wie befreiend die Worte "Lass es" sein können und dabei Anstrengung und Kontrolle loszulassen. Bist du bereit für mehr Freiraum, Gelassenheit und Energie? Dann sei bei unserer Leserunde dabei!
Zusätzliche Informationen
Mel Robbins im Netz:
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
188 Bibliotheken
23 Merkzettel
21 Leser*innen















