Mel Starr Kein Toter für den Kirchhof

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(7)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kein Toter für den Kirchhof“ von Mel Starr

„Es war zwei Wochen nach dem Weißen Sonntag des Jahres 1366, als ein Rufen und Hämmern an der Haustür mich von dem Brotlaib aufblicken ließ, mit dem ich das nächtliche Fasten brach. Hubert Shillside war es, der da seine Knöchel an meiner Tür aufschürfte. Er war auf dem Weg zur Burg und wollte, dass ich ihn begleitete. Ein Todesopfer war zu beklagen. An diesem Morgen hatte man bei Cow-Leys Corner Thomas atte Bridge gefunden – vom Ast einer Eiche hängend.“ Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Aber Hugh de Singleton hat begründete Zweifel daran – und bald auch einen ersten Beweis. Nun ist er verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen. Thomas atte Bridge war ein übler Zeitgenosse gewesen und viele Menschen in Bampton haben gute Gründe, über sein Ableben nicht allzu betrübt zu sein. Schon bald steckt Hugh in einem Dilemma: Er muss herausfinden, wer einen gemeinsamen Feind ermordet hat … und damit eventuell einen Freund an den Galgen liefern.

Ich bin auch vom vierten Teil überzeugt unterhalten worden

— Postbote
Postbote

Wieder eine gelungene Fortsetzung der historischen Krimireihe um Hugh de Singleton. Spannend und unterhaltsam. (4,5 Sterne)

— blessed
blessed

Stöbern in Historische Romane

Die schöne Insel

Schön erzählte exotische Geschichte.

Svensonsen

Marlenes Geheimnis

Ein bewegender Familienroman, der ein wichtiges Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte aufgreift.

ConnyKathsBooks

Möge die Stunde kommen

Neues von den Familien Clifton und Barrington

Langeweile

Das Erbe der Tuchvilla

Geniale Fortsetzung. Die Geschichte nimmt einem mit in eine vergangene Zeit. Hoffentlich erscheint auch ein Teil 4 der Geschichte.

Murmeli

Nachtblau

historisch angehauchter Roman um die Entstehungsgeschichte des bekannten Delfter Porzellans

TeleTabi1

Der Jasmingarten

der Fokus liegt hier leider zu sehr auf geschichtliche und politische Ereignisse, als auf der eigentlichen Handlung

Engel1974

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

    Mehr
    • 3931
    kubine

    kubine

    07. January 2017 um 17:53
  • Aus Verzweiflung?

    Kein Toter für den Kirchhof
    Postbote

    Postbote

    06. January 2017 um 19:05

    Das ist der vierte Teil der Hugh de Singleton Serie, von dem Autor Mel Starr. Mittlerweile habe ich Hugh und Co in mein Herz geschlossen. Ich hoffe ich darf mich auf weitere Fälle freuen, die um 1366 rum spielen.Hugh wird von Hubert Shillside unwirsch aus seinem gemütlichen dasein zu Hause rausgerissen. Hubert hatte zu berichten das man Thomas at Bridge, tot, an einem Ast einer Eiche hängend gefunden hätte. Der Ort des Geschehens wird aufgesucht und es könnte, einem fast klar sein, das es Selbstmord war. Ein umgekippter Stuhl lag neben dem Baum. Thomas war ein übler Zeitgenosse, sein Ruf bis in die kleinsten Winkel in Bampton und Umgebung war einfach schlecht, wenige bedauerten seinen Tot. Doch Hugh untersucht gleich den Totesort, und darauf hin hegt er gleich, wegen diversen Spuren Zweifel am Selbstmord. Vielen ist das nicht recht, sind froh das sie diese Plage loshaben. Doch Hugh ist Burgvogt von Lord Gilbert, und möchte auch durch seinen christlichen Glauben an der Gerechtigkeit halten.Nun, mittlerweile ist Hugh mit Kate verheiratet, gar bekommt sie bald ein Kind. Auch ist Kate zu einer guten Partnerin und Beraterin in der Sache bei Ermittlungen geworden.Ist der Tote tatsächlich kein Toter für den Kirchhof? Selbstmörder werden dort nicht begraben.Dieser Krimi hat mich wieder angenehm, im angepassten Tempo, des Zeitalters wo dieser spielt, um 1366 rum unterhalten. Aus der angenehmen Unterhaltung wurde mir, während des Lesens, ein immer umtriebiger und spannender Krimi geboten. Ich habe mir Sorgen um Kate und Hugh gemacht, die viel zu befürchten hatten. War es nicht recht das Hugh die Wahrheit rausfinden wollte? Mit seinem Pferd Bruce, kommt Hugh rund um Bampton und Oxford rum, immer wieder auf der Suche nach neuen Spuren. Hier ein Ergebniss und da einen Hinweis, als Leser mag man  selbst miträtseln, und sich so die erhoffte Lösung wünschen. Doch dann ist wieder alles anderst. Mel Starr hat es geschafft, ein exelentes Puzzlespiel zu schreiben, das man Lust auf den nächsten Fall bekommt.Der Schreibstil ist flüssig.Auch sind Teilerlebnisse und Protagonisten aus den anderen 3 Teilen mit intergriert. Man muss  die Krimis, nicht nacheinander lesen, da jeder Krimi in sich abgeschlossen ist.5 Punkte   

    Mehr
  • Die Gerechtigkeit ist leider oft unbequem…

    Kein Toter für den Kirchhof
    LEXI

    LEXI

    06. January 2017 um 17:45

    Mit dem vorliegenden vierten Fall für Hugh de Singleton „Kein Toter für den Kirchhof“ setzt Mel Starr seine Krimireihe um den Chirurgen und Burgvogt in Lord Gilbert Talbots Diensten fort. Der Protagonist schildert als Ich-Erzähler die Geschichte von Thomas atte Bridges vermeintlichen Selbstmord, der von Hugh de Singleton von allen Seiten beleuchtet und sehr rasch als vertuschtes Gewaltverbrechen erkannt wird. Um seine Suche nach dem Täter nicht zu gefährden, beschließt Hugh, dieses Detail vorerst noch für sich zu behalten. Im Verlauf seiner Ermittlungsarbeit muss er jedoch resigniert feststellen, dass sich der Kreis der Verdächtigen nicht nur auf mindestens fünf Personen beläuft, sondern zudem auch noch Menschen darunter sind, die Hugh zu seinen Freunden zählt. Wird er dennoch seiner Verpflichtung als Burgvogt von Bampton Manor nachkommen und der Gerechtigkeit Genüge tun?Mel Starrs Krimis um Hugh de Singleton sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Umso mehr freute ich mich darauf, mich nun dem vierten Fall widmen zu dürfen, bei dem mir vertraute Figuren aus den Vorgängerbüchern wiederbegegneten. Hugh hatte bei seiner Brautschau im letzten Band Erfolg, die hübsche Tochter des Pergamenthändlers Kate ist bereits seit drei Monaten mit ihm verheiratet. Kate stellt eine eine liebevolle Ehefrau und fürsorgliche Gefährtin an Hughs Seite dar und trägt auch einen klugen Kopf auf ihren Schultern, der den Burgvogt in seiner Ermittlungsarbeit tatkräftig unterstützt. Mel Starr bedient sich auch in diesem Band wieder etlichen Nebenfiguren, legt geschickt falsche Fährten und führt seine Leser auf der Suche nach dem Mörder ein klein wenig in die Irre. Er machte es mir auch in diesem Kriminalfall nicht leicht, die Identität des Täters zu erraten.Der einnehmende Schreibstil, der das ganze Buch über durchgehend aufrecht erhaltene Spannungsbogen und die interessanten Details, die man über das Leben im Mittelalter und auch über die medizinische Versorgung in dieser Zeit erfährt, tragen sehr viel zum Lesegenuss bei. Der christliche Glaube spielt eine bedeutende Rolle, er bringt Hugh de Singleton in Bezug auf die Gnade Gottes in eine gedankliche Zwickmühle, als er sich letztendlich der Frage stellt: „Was ist mit der Gnade? Gott ist gerecht und er ist gnädig. Und wenn seine Gerechtigkeit auch manchmal auf sich warten lässt, ist sie dennoch gewisser als jede Form von Gerechtigkeit, die Menschen üben könnten. Der Prophet hat geschrieben, Menschen sollen „Recht tun und die Barmherzigkeit lieben“. Aber er sagt nicht, was man tun soll, wenn nur eines von beidem möglich ist.“Die Gestaltung des Buchcovers ist an jene der Vorgängerbücher angepasst. Der Buchtitel wird erneut in blutroten Lettern und einem ornamental gestalteten Titel präsentiert. Der obligatorische rote Blutstropfen befindet sich auf dem zerrissenen Hanfseil auf dem Boden, das zuvor um den Hals des Opfers gelegt war. Auf der ersten Buchinnenseite fand man auch diesmal wieder ein Glossar mit einer Erläuterung der wichtigsten Begriffe aus dieser Zeit, dicht gefolgt von einer Skizze des Ortes Bampton.Fazit: „Kein Toter für den Kirchhof“ aus der Reihe um den Chirurgen Hugh de Singleton hat auch diesmal meine Erwartungen erfüllt, mir großen Lesegenuss bereitet und in mir die Vorfreude auf Band fünf geweckt. Ich möchte dieses Buch jedem Fan historischer Kriminalromane ans Herz legen. Zwar kann man dieses Buch sehr gut auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbücher lesen, ich würde die Vorab-Lektüre der ersten drei Bände dennoch empfehlen.

    Mehr
  • Spannung bis zum Schluss

    Kein Toter für den Kirchhof
    blessed

    blessed

    17. October 2016 um 10:44

    Hugh de Singleton, Chirurg und Burgvogt im mittelalterlichen Städtchen Bampton, wird zu einem Todesfall gerufen. Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Doch Hugh ist ein guter Beobachter und hat schnell begründete Zweifel daran. Der Tote war ein äußerst übler und unbeliebter Zeitgenosse, der auch Hugh schon Schwierigkeiten bereitet hat. Dennoch ist es Hughs Pflicht als Burgvogt der Sache auf den Grund zu gehen. Allerdings könnte es sein, dass er bei der Auflösung dieses Mordfalls einen seiner Freunde an den Galgen liefern muss…Mit Kein Toter für den Kirchhof ist Mel Starr wieder eine unterhaltsame Fortsetzung seiner historischen Krimireihe um Hugh de Singleton gelungen. Das Buch beginnt voller Spannung und der Autor versteht es, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Man kommt als Leser nicht umhin, eigene Vermutungen anzustellen. Jedoch legt Mel Starr viele falsche, aber durchaus schlüssige Fährten, so dass die Auflösung des Mordfalls unerwartet kommt. Gekonnt lässt Mel Starr auch wieder interessante Details über das mittelalterliche Leben und die mittelalterliche Medizin im Besonderen einfließen, ohne dass dies aufgezwungen wirkt oder gar von der eigentlichen Geschichte ablenkt. Wie auch in den Vorgängerbänden findet man zu Beginn des Buchs ein hilfreiches Glossar, sowie eine Karte von Bampton.Ich kann die Hugh de Singleton-Reihe allen Fans von historischen Romanen und Krimis nur wärmstens empfehlen. Spannung und Humor, gespickt mit interessanten Details des mittelalterlichen Lebens, versprechen ein unterhaltsames Lesevergnügen! (4,5 Sterne)

    Mehr
  • Leserunde zu "Kein Toter für den Kirchhof" von Mel Starr

    Kein Toter für den Kirchhof
    Arwen10

    Arwen10

    Diese Leserunde findet mit feststehenden Lesern statt. Natürlich kann man sich mit eigenem Exemplar noch anschließen. Kein Toter für den Kirchhof von Mel Starr Zum Inhalt: Es war zwei Wochen nach dem Weißen Sonntag des Jahres 1366, als ein Rufen und Hämmern an der Haustür mich von dem Brotlaib aufblicken ließ, mit dem ich das nächtliche Fasten brach. Hubert Shillside war es, der da seine Knöchel an meiner Tür aufschürfte. Er war auf dem Weg zur Burg und wollte, dass ich ihn begleitete. Ein Todesopfer war zu beklagen. An diesem Morgen hatte man bei Cow-Leys Corner Thomas atte Bridge gefunden – vom Ast einer Eiche hängend. Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Aber Hugh de Singleton hat begründete Zweifel daran – und bald auch einen ersten Beweis. Nun ist er verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen. Thomas atte Bridge war ein übler Zeitgenosse gewesen und viele Menschen in Bampton haben gute Gründe, über sein Ableben nicht allzu betrübt zu sein. Schon bald steckt Hugh in einem Dilemma: Er muss herausfinden, wer einen gemeinsamen Feind ermordet hat ... und damit eventuell einen Freund an den Galgen liefern.

    Mehr
    • 66
  • Rezension zu "Kein Toter für den Kirchhof" von Mel Starr

    Kein Toter für den Kirchhof
    dorli

    dorli

    22. September 2016 um 13:00

    Bampton/Oxford, Frühjahr 1366. Thomas atte Bridge, ein ganz übler Zeitgenosse und allseits verhasstes Gemeindemitglied, wird am Ast einer Eiche erhängt aufgefunden. Selbstmord - lautet die einhellige Meinung der Bamptoner. Nur in Chirurg und Burgvogt Hugh de Singleton regen sich leise Zweifel, denn einige wenige Hinweise deuten auf Mord hin…„Kein Toter für den Kirchhof“ ist der vierte Fall für Hugh de Singleton. Diesmal hat sich Mel Starr für seinen Protagonisten eine ganz besondere Herausforderung ausgedacht – Hugh muss den Täter inmitten seiner Nachbarn und Freude suchen. Ein Dilemma, dem Hugh einfach entkommen könnte, wenn er Thomas’ Tod endgültig als Selbstmord erklären würde. Doch Hughs Gerechtigkeitssinn lässt ihm keine Ruhe und so macht er sich widerstrebend an die Ermittlungen. Obwohl Thomas atte Bridge ein so mieser Kerl war. Und obwohl Hugh vielleicht einen seiner Freunde als Mörder entlarven und an den Galgen liefern muss.Man kann die Zwickmühle, in der Hugh in diesem Fall steckt, sehr gut nachvollziehen. Die Frage, wie viel Gerechtigkeit einem Ungerechten zusteht, bringt auch den Leser zum Nachdenken. Mel Starr lässt Hugh sehr viel über Recht und Gerechtigkeit grübeln. Darüber, ob die Wahrheit um jeden Preis an Tageslicht befördert werden muss. Und auch über Gnade und Barmherzigkeit.Mel Starr erzählt den Krimi gewohnt schwungvoll und mit viel Witz in der Stimme. Gemeinsam mit dem Hugh geht der Leser wieder auf eine intensive Spurensuche. Es gibt zahlreiche Verdächtige, die irgendwie alle einen triftigen Grund gehabt hätten, Thomas atte Bridge den Garaus zu machen, aber es gibt keinerlei Fakten, die jemanden als Schuldigen ausweisen. Ein äußerst kniffliger Fall. Da der Autor seinen pflichtbewussten Ermittler all seine Gedanken, Erlebnisse und Überlegungen genau schildern lässt, kann man durchweg prima mit Hugh über mögliche Täter und Motive miträtseln und mitspekulieren.Das Lesen und Mitermitteln hat mir großen Spaß gemacht - „Kein Toter für den Kirchhof“ ist ein spannender, sehr unterhaltsamer historischer Krimi mit einem äußerst sympathischen Ermittler.

    Mehr
  • Recht und Gerechtigkeit

    Kein Toter für den Kirchhof
    kubine

    kubine

    15. September 2016 um 21:36

    Hugh de Singleton genießt sein Eheleben mit seiner geliebten Kate. Lord Gilbert Talbot befindet sich auf Reisen und als Burgvogt obliegt es Hugh, für Recht und Ordnung im beschaulichen Bampton zu sorgen. Als man den notorischen Missetäter Thomas atte Bridge erhängt an einer Eiche findet, ist für die meisten Dorfbewohner klar: Es war Selbstmord. Doch Hugh hat Zweifel. Einige Dinge am Fundort der Leiche lassen ihn stutzig werden, sein kriminalistischer Instinkt geweckt. Fast jedem seiner Nachbarn hat Thomas atte Bridge zu Lebzeiten in der einen oder andern Weise geschadet, fast jeder hätte ein Motiv gehabt. Aber eigentlich sind es alle redliche Leute und Freunde von Hugh. Wird er den kniffligen Fall lösen können?Auch im 4. Band der Krimireihe um den ermittelnden Chirurgen und Burgvogt Hugh de Singleton beweist Mel Starr einmal mehr, was für ein grandioser Schriftsteller er ist. Der Autor hat einen weiteren, bis zum Schluss, spannenden historischen Kriminalroman vorgelegt, der von der ersten Seite an fesselt.Das gelingt in erster Linie dadurch, dass der Autor ein Katz-und-Maus-Spiel spielt – mit seinem Protagonisten genau wie mit dem Leser. Ein unbeliebter Mann begeht Selbstmord, doch es gibt Ungereimtheiten. Feinde hatte er genug – allesamt redliche Dorfbewohner, zum Großteil auch Hughs Freunde, was die Sache nicht leichter macht. Hugh ist hin und her gerissen – er hat als Burgvogt schließlich die Aufgabe, Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten und ist es seinem Gewissen schuldig. „Gerechtigkeit ist leider oft unbequem“ lässt der Autor seinen seinen Protagonisten denken. Und während Hugh der Suche nach dem Täter eher halbherzig nachgeht, häufen sich auch die Anschläge auf sein Leben. Wer steckt dahinter? Als Leser kann man herrlich miträtseln – je mehr Leute ein Motiv haben, desto mehr scheiden bei den Nachforschungen auch aus. Gekonnt gelegte falsche Fährten des Autors machen das ganze auch nicht leichter. Immer wenn man glaubt, den Täter entlarvt zu haben, muss man 1-2 Seiten weiter seine Meinung revidieren. Das hält den Spannungsbogen, der eher konstant verläuft, trotzdem hoch.Neben dem Kriminalfall steht auch das Thema Gerechtigkeit im Fokus. Was ist falsch, was ist richtig? Wer bestimmt darüber? Kann ein Mensch sich ändern? Fragen, mit denen Hugh auf seiner Suche konfrontiert wird. Der Autor gibt auf diese Fragen keine Antwort, es gibt nicht den berühmten Fingerzeig. Vielmehr muss der Leser genau wie der Protagonist seine eigenen Antworten finden. Das regt auch nach Beendigung des Buches zum Nachdenken an.Ganz nebenbei vermittelt der Autor auch noch historisch überlieferte medizinische Vorgehensweisen bei diversen kleineren und größeren Beschwerden. Der Unterschied zwischen Chirurg und Arzt wird dabei ebenso beleuchtet, wie die damals üblichen Auffassungen des menschlichen Organismus. All das ist so gut recherchiert, dass man über das Wirken der Ärzte (und Chirurgen) im Mittelalter auch noch etwas lernt.Wer historische Krimis liebt, die einen realistischen Blick auf das Leben im Mittelalter werfen, die Spannung nicht zu kurz kommen lassen und wo hin und wieder auch Humor durchblitzt, sollte sich die Reihe nicht entgehen lassen.Der Autor hat in England bereits seinen 9. Band der Hugh de Singleton-Chronicles veröffentlicht. In Deutschland wird der 5. Band hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

    Mehr
    • 3
  • ein Fall, der nachdenklich macht

    Kein Toter für den Kirchhof
    irismaria

    irismaria

    13. September 2016 um 12:05

    Was macht ein Ermittler, wenn er bei einem vermeintlichen Selbstmord einen Mord vermutet, der Tote aber viele Feinde hatte und die Ermittlungen die Freunde des Ermittlers in Verdacht bringen? Vor dieses moralische Dilemma sieht sich Hugh de Singleton in seinem vierten Fall gestellt. Denn der Tod von Thomas atte Bridge, der erhängt aufgefunden wird, lässt viele Dorfbewohner aufatmen und auch Hugh hat mit Thomas schlechte Erfahrungen gemacht. Doch der Chirurg und Ermittler geht allen Spuren nach und bringt sich und seine Frau Kate in Gefahr, denn es werden Brandanschläge auf das Haus der beiden verübt. Mel Starr entführt in "Kein Toter für den Kirchhof" wieder gekonnt ins mittelalterliche England und lässt seine Leser/innen am Leben der Menschen und an den Gedanken des Chirurgen teil haben. Die Geschichte ist gut konstruiert, nicht sofort durchschaubar und spannend, aber nicht brutal. Ein Glossar und Karten ergänzt den Text. Die Frage nach Strafe und Gerechtigkeit schwingt immer mit und bietet einen Mehrwert gegenüber einem reinen Krimi zur Unterhaltung. Wer die ersten Bände kennt, kann sich freuen, lieb gewonnene Figuren wieder zu treffen.Ich kann diesen Krimi und die ganze Reihe sehr empfehlen.

    Mehr