Mädchen, Mädchen, tot bist du

von Mel Wallis de Vries 
4,1 Sterne bei39 Bewertungen
Mädchen, Mädchen, tot bist du
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Lucciolas avatar

Modern, spannend und überraschend! Ein toller Jugendthriller, der Spaß macht.

Odenwaldwurms avatar

Tolles sehr spannendes Jungendbuch. Das ich auch für Erwachsene empfehlen kann.

Alle 39 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mädchen, Mädchen, tot bist du"

Er beobachtet sie, er verfolgt sie, er macht ihnen Angst. Sechs Namen stehen auf seiner Liste. Sie alle haben es verdient zu sterben. Er allein entscheidet, wann ihre Zeit abgelaufen ist.

Eines Tages erhält Tess einen anonymen Brief: Du bist die Nächste, steht darin. Sonst nichts. Verzweifelt wendet sie sich an die Polizei, doch die glaubt nicht, dass ihr Leben in Gefahr ist. Und nun? Drei Mädchen hatten sich kurz zuvor grundlos das Leben genommen. Die Nachrichten darüber lassen Tess nicht mehr los. Kann das alles Zufall sein? Tess glaubt nicht daran, und begibt sich auf die gefährliche Suche nach den Hintergründen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783846600757
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:ONE
Erscheinungsdatum:29.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Lucciolas avatar
    Lucciolavor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Modern, spannend und überraschend! Ein toller Jugendthriller, der Spaß macht.
    Ein Jugendthriller mit Spannung und Überraschungen

    Kate hat alle möglichen Probleme: ihre Mutter hat Brustkrebs, mit ihren Freundinnen streitet sie immer wieder und von ihrem Freund Luuk fühlt sie sich nicht immer verstanden. Und zuguterletzt bekommt sie seltsame, anonyme Briefe... Ob es etwas mit dem Mädchen zu tun hat, das sich kürzlich umgebracht hat? 

    „Meine Mission war beendet. Ich stand auf und ging hinaus. In meiner Schreibtischschublade lag die Namensliste. Aber ich wusste auswendig, wer die Nächste war..."
    S. 83

    Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und einfach zu lesen. Sie schafft es außerdem, einen ständig auf falsche Fährten zu führen, sodass das Ende dann doch überraschend kommt und die Spannung ständig aufrechterhalten bleibt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert: der des Mörders und die der diversen Mädchen. Das macht es noch spannender und interessanter. Leider ähneln sich die Mädchen ziemlich, völlig verschiedene Charaktere hätten die Geschichte noch spannender und interessanter gemacht. 

    „Hast du schon Angst? Das solltest du aber."
    S. 59

    Die aktuellen Themen wie Mobbing, Internet, Selbstmord und Depressionen geben dem Ganzen noch den besonderen Kick, denn sie sind unfassbar wichtig und sollten einem immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden. 

    „Ich denke an Leila. Wie sie an dem Balken hing mit dem Seil um ihren Hals, während sich die Haare sanft in dem Luftzug in ihrem Zimmer bewegten. Das Bild hat sich in mein Gedächtnis eingegraben. Dafür tue ich das hier."
    S. 33

    Ein packender Thriller, bei dem man keine Chance hat, den Täter zu erraten, weil man immer wieder in die Irre geleitet wird. Ich konnte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war sehr schnell fertig damit. 

    Fazit

    Moderne Themen, spannende Story, toller Schreibstil - was will man mehr? Der Jugendthriller kann auf jeden Fall überzeugen, lässt sich einfach lesen und lässt einem keine Chance, den Täter vor Ende des Buches zu entlarven. 

    https://lucciola-test.blogspot.com/2018/10/books-mel-wallis-de-vries-madchen.html

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    Happymountains avatar
    Happymountainvor einem Monat
    Spannend und aktuell!

    Rezension „Mädchen, Mädchen, tot bist du“ von Mel Wallis de Vries

    Er beobachtet sie, er verfolgt sie, er macht ihnen Angst. Sechs Namen stehen auf seiner Liste. Sie alle haben es verdient zu sterben. Er allein entscheidet, wann ihre Zeit abgelaufen ist.

    Eines Tages erhält Tess einen anonymen Brief: Du bist die Nächste, steht darin. Sonst nichts. Verzweifelt wendet sie sich an die Polizei, doch die glaubt nicht, dass ihr Leben in Gefahr ist. Und nun? Drei Mädchen hatten sich kurz zuvor grundlos das Leben genommen. Die Nachrichten darüber lassen Tess nicht mehr los. Kann das alles Zufall sein? Tess glaubt nicht daran, und begibt sich auf die gefährliche Suche nach den Hintergründen ...

    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

    Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt – zum einen aus Sicht der Opfer, zum anderen aus Sicht des Täters.

    Diese Erzählweise finde in vielen Büchern sehr ansprechend, so auch hier. Die Kapitel aus Sicht der Opfer stellen Mädchen in diesem Alter gut dar. Jede ist auf ihre Weise einzigartig, hat Macken, ist aber auch ein vollkommen normaler Teenager, der Träume hatte und es nicht verdient so früh aus dem Leben zu scheiden. Der Täter sieht dies natürlich anders. Er verurteilt sie für Dinge, die sie tun oder getan haben und man spürt förmlich den Hass, der aus ihm spricht. Wir erfahren somit auch immer ein bisschen mehr zum Motiv des Mörders. Die Szenen, in denen der Mörder tötet, sind sehr emotional beschrieben und haben mich echt gepackt. Total wichtig, bei Büchern aus dem Jugendgenre, ist es mir, dass zwischen „gut“ und „böse“ getrennt wird und eine gewisse Moral am Ende steht. Dies tat es hier! Sehr interessant aufgearbeitet!

    ACHTUNG SPOILER!!!

    Was mir leider nicht gefiel, war die Tatsache, dass man beim Lesen nicht auf den Mörder kommen konnte. Die Figur trat nie direkt in Erscheinung. Man möchte doch bei so einem Buch miträtseln können. Dafür einen Punkt Abzug!

    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

    Fazit:

    Ein absolut lesenswertes Buch über die Folgen von Mediennutzung, Cybermobbing und ähnliches. Für mich ein höchst aktuelles und wichtiges Thema!

    4 von 5 Sternen für dieses toll erzählte Buch, das emotional und bildhaft erzählt wird. Da Tötungsszenen hier doch konkret wiedergegeben werden, empfehle ich das Buch auf keinen Fall Kindern unter 14 Jahren!

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    PanPanReaders avatar
    PanPanReadervor 2 Monaten
    Tote Mädchen lügen nicht mit einen Twist

    Das vierte Buch von Mel Wallis de Vries hat 

    Mich endlich wieder so gefesselt wie ihr 
    Erstes Buch. Wieder einmal hat sie es 
    Geschafft mich auf eine falsche Fährte zu 
    Führen und mich mit der Auflösung 
    Einerseits überrascht und andererseits 
    War es ein kleiner Aha-Effekt. Ich hab es nicht 
    Aus der Hand legen können und an einem Tag 
    Durch gelesen! Der "Zusatzteil " am Ende hat 
    Mir ein bisschen die Tränen in die Augen 
    Getrieben und alles nochmal von einem 
    anderen Licht beleuchtet und verständlicher 
    Gemacht. Mobbing und Ausgrenzung ist immer 
    Noch ein sehr großes Problem in unserer 
    Gesellschaft obwohl angeblich Toleranz und 
    Akzeptanz groß schreiben. Es ist kein Wunder,
    dass so viele Bücher sich mit dem Thema 
    Auseinandersetzen. Und daraus einen 
    Thriller zu machen ist eine großartige Idee. 
    Wie meine Rezensionsüberschrift schon zeigt. 
    "Tote Mädchen lügen nicht" mit tödlichen 
    Folgen für die Schuldigen. 
    Perfekte spannende Lektüre und ein guter Start 
    in den Leseurlaub. 

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor 2 Monaten
    Wer ist die Nächste?

    Leila ist tot. Offenbar hat sie Selbstmord begangen, doch warum? Und wieso stört es niemanden, dass sie zwar an einem Strick hing, aber keiner sagen kann, wie sie dorthin kam. Einen Stuhl o.ä. fand man nicht in ihrer Nähe.

     

    Und dann stirbt plötzlich Kate. Angeblich hat sie sich in der Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten. Doch war sie es wirklich? Irgendwas scheint an den Selbstmorden nicht zu stimmen und es werden immer mehr…

     

    Das Buch ist wieder sehr leicht geschrieben und gut zu lesen. Der Täter bleibt unbekannt und doch kommt er zu Wort. Er berichtet, wie er die Morde plant, was er dabei denkt, wie er seine Opfer beobachtet und verrät dem Leser auch, wer noch alles auf seiner Liste steht. Das eigentliche Motiv, weswegen er die Morde ausführt, bleibt ebenso geheim wie seine Identität.

     

    Natürlich lernt der Leser auch die Opfer ein wenig genauer kennen, bis auf Leila, die zu Beginn des Buches schon tot ist.  Sie entstammen einem typischen Schulumfeld in Amsterdam und haben mit recht normalen Teenieproblemen zu kämpfen. Auch familiär ist eigentlich nichts Auffälliges dabei.

     

    Leider ähneln sich die Charaktere etwas, so dass eine Abgrenzung alleine durch den Erzählstil nicht immer ganz einfach ist. Die deutlichste Abgrenzung ist immer noch zwischen Opfer und Täter.  Die Handlung ist schlüssig und die Geschichte spannend. Schnell kommt man in dem Buch voran.

     

    Fazit:

    Mir hat das Buch recht gut gefallen. Die verschiedenen Opfer hätten etwas besser ausgearbeitet sein können, damit man sie eindeutig unterscheiden kann, jedoch ist die Handlung sehr spannend und fordernd, ganz wie ich es mag. Der leichte Schreibstil macht das Buch zu einer spannenden und unterhaltsamen Lektüre.

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    L
    LadySunnyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch war für mich vieles, aber ganz sicher nicht das, was ich erwartet hatte. Es war viel besser.
    Besser als erwartet

    Das Buch war für mich vieles, aber ganz sicher nicht das, was ich erwartet hatte. Es war viel besser.

    Zuerst einmal handelt es sich hier um eine Geschichte, die uns das Geschehen (eine vermeintliche Selbstmordwelle junger Mädchen, die in Wahrheit perfide geplante Morde sind) aus verschiedenen Sichtweisen - die der jeweiligen Opfer und die des Täters - präsentiert, was für mich die erste Überraschung war. Erst war ich etwas skeptisch, weil ich mir Sorgen machte, dass die unterschiedlichen Sichtweisen in der Kürze des Buches viel zu kurz kommen würden und ich so nicht mit den Figuren würde mitfühlen können. Aber Mel Wallis de Vries hat einen so angenehmen Schreibstil, der mich dennoch gnadenlos in die Geschichte(n) hineinzog.

    Ab etwa der Hälfte des Buches dachte ich, dass ich den Täter entlarvt hätte, aber letzten Endes habe ich bis fast zum Ende wirklich keine Ahnung gehabt! Und genau das verspreche ich mir von einem Thriller. De Vries hat also auch hier in keiner Weise enttäuscht.

    Ebenfalls überrascht und begeistert hat mich die Einbindung der Jugendsprache, die mit vielen englischen Begriffen arbeitet und äußerst authentisch wirkt. Es macht einfach Spaß, den Dialogen der Teenager und ihren Gesprächen mit Erwachsen zu folgen.

    Kernthema des Buches (und somit auch das Motiv, das ich an dieser Stelle nicht ausführen werde), ist ebenso zeitnah und zeitlos wie es nur geht. Die Auflösung ließ mich jedenfalls schwer schlucken und vieles überdenken.

    Alles in allem ist dies also ein kurzweiliges, interessantes und mitreißendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 2 Monaten
    Unbeständig

    Eine Liste, sechs Namen, drei Selbstmorde – so die Bilanz als Tess einen ominösen Brief erhält, der ihr mitteilt „die Nächste“ zu sein. Zu diesem Zeitpunkt hat der Leser allerdings bereits einen umfassenderen Einblick, die Gesamtsituation betreffend, erhalten. Somit sind einige Dinge schon klar, bei anderen Details stochert man jedoch im Dunkeln.

    Denn zuvor ist man an der Seite anderer Mädchen unterwegs, denen ein ähnliches, schreckliches Schicksal bevorsteht. Verzweifelt versucht man über die Zusammenhänge der Taten zu spekulieren, ein gemeinsamer Nenner will sich jedoch nicht finden lassen. Manche Finten hingegen sind so subtil aufgeführt, dass sie zweifelsohne sofort als solche entlarvt werden. Es fehlt also lediglich der alles entscheidende Hinweis, aufs Glatteis führen lässt der Leser sich nämlich nicht.

    Entsprechend gestaltet sich auch die Spannungskurve. Einerseits drängt man darauf das Rätsel endlich lösen zu können. Andererseits erscheinen weite Teile der sonstigen Handlung eher nichtssagend, als würden sie der Überbrückung dienen. Dadurch ergeben sich enorme Schwankungen im Spannungsgefüge, welche auch durch die eigentlich gelungene Grundidee nicht vollends ausgeglichen werden können.

    Das Tempo variiert ebenso, wodurch man zwar durchaus vom Geschehen mitgerissen wird, zeitweise aber auch das Gefühl hat im Regen zu stehen. Zum Schluss gelingt Mel Wallis de Vries dann aber doch noch ein wahrhaftiger Coup, der zwar bei genauerer Betrachtung hätte vorhersehbar sein können, den Leser aber dennoch überrascht und somit ein wenig besänftigt. Im Großen und Ganzen hätte man mehr aus der Thematik herausholen können, so bleibt die Meinung gespalten.

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    scarlett59vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ich bin nicht sicher, ob die "Lehre" dieses Buches von der Zielgruppe angenommen wird.
    Ganz nett zu lesen

    Zum Inhalt:
    Innerhalb weniger Wochen sterben drei Mädchen im Teenageralter. Die Selbstmorde erscheinen völlig grundlos. Doch waren es Selbstmorde? Dann erhält Tess einen Brief, in dem lediglich steht: „Du bist die nächste“…

    Meine Meinung:

    Ich finde es immer sehr interessant, wenn in einem Thriller nicht nur die „Geschichte“ erzählt wird, sondern auch der Täter „zu Wort kommt“. Dies hat die Autorin hier sehr gut gelöst. Auch ist es hilfreich, dass die Passagen des Täters in einer anderen Schriftart gedruckt sind.

    Geschickt wird der Kreis der Verdächtigen immer wieder erweitert / geändert und es werden neue Fährten gelegt, so dass der Leser seine eigenen Lösungsansätze überdenken muss. Die tatsächliche Auflösung hat mich aber dann doch sehr überrascht.

    Die Autorin hat hier mit Mobbing unter Jugendlichen ein aktuelles / wichtiges Thema aufgegriffen und versucht, die möglichen Folgen und Konsequenzen aufzuzeigen (wenn für meinen Geschmack auch teilweise etwas zu drastisch für die Zielgruppe). Diese „Gemeinheiten“ kommen sicher häufig vor, gerade auch anonym über die „sozialen“ Medien. Doch ähnliches ist auch bereits früher geschehen, nur wurde es nicht „Mobbing“ genannt oder mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Bezeichnend war bei allen Opfern der Story, dass sie zum einen nicht so fest in einer Gruppe eingebunden waren, wie sie dachten, und zum anderen der familiäre Rückhalt zu wünschen übrig ließ. Doch m.E. kann man dies nicht generell als Zeichen nehmen, dass sie mobbing- oder selbstmordgefährdet sind.

    Allgemein betrachtet fand ich die Story ganz nett zu lesen. Allerdings war das Ende für meinen Geschmack zu belehrend i.S. Mobbing und ich weiß nicht, ob das von der Zielgruppe des Buches angenommen wird.

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    BookfantasyXYvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Modern, spannend und unvorhersehbar.
    Mädchenopfer

    In Amsterdam verschwinden Teenager – Mädchen im Alter von sechzehn Jahren -, alle gehen auf dieselbe Schule. Das erste Opfer ist Leila Louise. Leila war beliebt und Mitglied in einer Hockeymannschaft der Schule. Einige Zeit später werden Kate und Yara die nächsten Opfer. Bei Kate sieht es nach Selbstmord aus, weil sie erhängt aufgefunden wird. Yara wird überfallen, und muss sterben. Der oder die Mörder/in fertigte eine Liste an, auf der mehrere Mädchennamen stehen. Das vierte Opfer soll Tess werden. Doch Tess weiß Bescheid über die vorherigen Opfer und versucht bei den ersten merkwürdigen Anzeichen, dagegen anzusteuern, dass sie nicht das nächste Opfer wird. Sie bekommt einen anonymen Zettel. Zunächst denkt sie, es ein blöder Scherz oder ein Junge schrieb den Zettel. Man könnte meinen, sie wird gestalkt. Der Mörder oder die Mörderin plant genau die Vorgehensweise, so dass man nicht davon ausgeht, dass die Mädchen ermordet wurden, sondern dass es nach Unfall oder Selbstmord aussieht.

    Mel Wallis de Vries beschreibt in ihrem Jugendthriller Teenagermädchen an einer Schule, die miteinander befreundet, verfeindet oder neidisch auf einander sind. Zu Hause sind sie entweder lieb und familiär oder zickig und gehen ihre eigenen Wege. Manche Mädchen sind an der Schule beliebt oder eben nicht. Wenn man den Gedanken des Mörders folgt, könnte man meinen, er oder sie hat es auf aufmüpfige Mädchen abgesehen. Zwischendurch gerät auch der eine oder andere Junge in Verdacht, wenn man zwischen den Zeilen interpretiert. Der Schreibstil ist locker, spannend und unterhaltsam erzählt. Zwei Erzählperspektiven lassen sich anhand der Kapitel und des Schrifttyps erkennen, so dass man weiß, welche Figur gerade seine Perspektive erzählt. An sich ist der Thriller kurzweilig, aber sicherlich angemessen für Teenager ab 14 Jahren gestaltet. Selbstmord und Erhängung klingen zunächst brutal, aber die Autorin schmückt diese Tötungsmethoden nicht groß aus, so dass man nicht von der Geschichte abgeschreckt wird.

    Mir gefiel dieser Jugendthriller, weil er modern und aktuell erzählt wird. Mobbing ist hier ein zentraler Begriff, der aber nicht offensichtlich erörtert wird. Man soll als Leserinnen selbst darauf kommen, dass hier Teenager des Mobbings zum Opfer fallen. Mel Wallis de Vries versteht es, nicht direkt Themen anzusprechen, sondern auf erzieherische Weise auf die Themen aufmerksam zu machen.

     

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungener Thriller für Jugendliche
    Gelungener Thriller für Jugendliche

    Neulich habe ich für eine Zugreise eine "leichte" Unterhaltung gesucht und da ich sehr gerne Bücher aus dem Bereich "Young Adult" lese, habe ich mich in dem Bereich umgesehen. Da ich in letzter Zeit einige Coming of Age und Liebesgeschichten gelesen habe, hab ich mir diesmal ein ganz anderes (und nicht so weitverbreitetes) Genre ausgesucht: Thriller für ein jugendliches Publikum.
    Generell lese ich nicht so besonders gerne Thriller und im Jugendbuchbereich habe ich eigentlich noch gar nichts aus diesem Genre ausprobiert. "Mädchen, Mädchen - Tot bist Du" von Mel Wallis de Vries klang für mich aber ganz unterhaltsam, deswegen wollte ich der Sache mal eine Chance geben.
    Die Autorin ist wohl in den Niederlanden führend in diesem Genre und sie hat auch schon einige Jugend-Thriller geschrieben, die alle eine ähnliche Titel- und Covergestaltung haben.

    "Mädchen, Mädchen - Tot bist Du" fängt damit an, dass ein junges Mädchen augenscheinlich Selbstmord begangen hat, indem sie sich aufgehängt hat...
    in der Folge bekommen aber auch noch andere Mädchen anonyme Drohbriefe und schnell stellt sich heraus, dass hier wohl ein Serienkiller ein perfides Spiel mit den Mädchen treibt...Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Sicht der Opfer erzählt, was ich ausgesprochen ungewöhnlich fand und was zuerst auch mal einen gewissen Schock-Effekt hatte.

    Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und bewegt sich abgesehen von der Thriller-Handlung im typischen Schulumfeld, wobei typische Probleme junger pubertierender Mädchen (Freundschaft, Jungs, Mobbing und Zickereien) im Vordergrund stehen. Nicht ganz überzeugend fand ich, dass sich die einzelnen
    Charaktere doch alle sehr ähneln und man nicht immer wirklich das Gefühl hatte, eine Geschichte aus der Perspektive von unterschiedlichen jungen Mädchen erzählt zu bekommen. Da fehlt doch etwas Tiefe bei der Charakterentwicklung, die bei diesem Genre vielleicht aber auch etwas zu viel verlangt wäre (sind doch
    auch im Erwachsenen-Metier Thriller doch eher selten für ihren Tiefgang in diesem Bereich bekannt).

    Die Thriller Handlung fand ich auch gar nicht so unkomplex, die Geschichte ist in sich schlüssig und alle Fragen werden am Ende gut aufgelöst. Das hat mir wirklich gut gefallen. Von dem her hat mich das Buch als Urlaubslektüre gut unterhalten. Ich denke trotzdem, dass die Thriller von Mel Wallis de Vries sich vermutlich alle recht ähnlich sind und ich hätte jetzt aktuell nicht das Bedürfnis noch einen zu lesen, was aber auch daran liegt, dass ich generell nicht so gerne Thriller lese. Aber wenn man auf der Suche nach einem guten leicht lesbaren Buch aus dem Genre ist, das nicht zu reißerisch daher kommt und sich in einem typischen "Schüler-Umfeld" bewegt, der ist mit dem Roman sicherlich sehr gut bedient.

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    Hilou81s avatar
    Hilou81vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein guter Krimi für junge Leser, der aktuelle Themen wie Mobbing und Zivilcourage aufgreift.
    Jugendkrimi zum Miträtseln

    Zum Inhalt:
    Innerhalb kurzer Zeit ereignen sich in Amsterdam Selbstmordfälle von drei Mädchen im Teenager-Alter. Dann kriegt Tess einen Brief: "Du bist die Nächste!" Schnell wird klar, dass ein Zusammenhang besteht und die Selbstmorde inszeniert wurden. Tess stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und begibt sich nichtsahnend selbst in Lebensgefahr. 


    Meine Leseerfahrung:
    Ich hatte bisher noch nichts von dieser Autorin gelesen und war sehr gespannt auf diesen Jugendkrimi. Im Vorfeld fand ich insbesondere das einfach gehaltene Buchcover sowie den vielsagenden Titel des Romans sehr ansprechend. Die Leseprobe hatte mich ja bereits überzeugt und neugierig gemacht. Mel Wallis de Vries versteht es, den Leser durch ihre lockere und authentische Erzählweise mitzureißen. Die Erzählabschnitte mit den jeweiligen mutmaßlichen Selbstmordopfern lassen den Leser problemlos miterleben, was sich in den Mädchen innerlich abspielt. Zusätzlich gibt die Autorin Einblick in die Psyche des Täters durch clevere Erzähleinschübe aus dessen Sicht. So kann man als Leser miträtseln, um wen es sich hierbei handeln könnte. 

    Allerdings fehlt einem die Hauptfigur, an der man sich orientieren kann, denn die Ich-Erzähler sterben jeweils innerhalb weniger Kapitel. Schließlich lernt der Leser dann Tess kennen, die anders als ihre Vorgängerinnen die Geschehnisse hinterfragt und aktiv wird. Ich empfand das Ende hierbei viel zu konstruiert und abrupt. Die Auflösung des Täters überrascht und ist völlig unvorhersehbar. Der Leser wird nicht wirklich auf diese Täteroption vorbereitet bzw. gelenkt. Hinzu kommen einige ziemlich weit hergeholte Situationen bzw. Handlungen, die nicht wirklich zu den Charakteren passen. Meiner Meinung nach fehlt der Geschichte etwas Tiefe, wobei man aber auch nicht außer Acht lassen darf, dass es sich hier um einen Krimi für Jugendliche handelt. Daher ist auch die Kürze des Krimis nachvollziehbar. 
    Die Spannung hielt sich durchgehend konstant und hätte meines Erachtens durchaus noch mehr in die Länge gezogen werden können. 


    Fazit:
    Die Geschichte der einzelnen Mädchen ist authentisch und aufrichtig erzählt. Die Autorin bedient sich dabei realitätsnah der Jugendsprache und schafft es, dass der Leser sich gänzlich in die Figuren hinein versetzen kann. Trotz des abrupt erscheinenden Endes ist das Buch dennoch sehr lesenswert, insbesondere für jugendliche Leser. Denn Mel Wallis de Vries greift hier höchst aktuelle Themen wie Mobbing und Zivilcourage auf, mit denen sich Jeder höchstwahrscheinlich einmal befasst hat bzw. befassen sollte.

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