Melania G. Mazzucco Tintorettos Engel

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Inhaltsangabe zu „Tintorettos Engel“ von Melania G. Mazzucco

Tintoretto – Malergenie aus Venedig und Mensch der Renaissance

Tintoretto, der geniale venezianische Maler aus dem 16. Jahrhundert, legt auf dem Sterbebett Gott Rechenschaft ab über sein Leben – als Mensch, als Sünder, als Künstler, der alles und jeden herausfordert. Und er durchlebt noch einmal die Jahre mit seiner Tochter Marietta, der ersten Künstlerin der Renaissance, seiner Schülerin und Muse. Mit ungeheurem Einfühlungsvermögen und reich an bestens recherchierten Details erzählt Melania G. Mazzucco die dramatische Geschichte dieses Malergenies des 16. Jahrhunderts.

Bis Seite 140 durchgehalten, dann der Langeweile erlegen und das Buch weggelegt.

— nr-verlag

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  • Rezension zu "Tintorettos Engel" von Melania G. Mazzucco

    Tintorettos Engel

    michael_lehmann-pape

    16. December 2010 um 13:12

    Überschäumendes Leben Jacobo Tintoretto, geboren als Jacobo Robusti (1518 bis 1594), Schüler Tizians, war zu seinen Zeiten einer der bekanntesten und geschätzten Maler Italiens. Ebenso der Begründer einer Malerfamilie, denn sowohl seine Tochter Marietta (La Tintoretta), als auch sein Sohn Domenico Tintoretto traten späterhin durchaus mit Erfolg in seine Fußstapfen. Merkmal seiner Malkunst war unter anderem, dass seine oft überladenen Bilder immer eine Reihe von Elementen enthielt, die mit dem eigentlichen Thema des Bildes, dem jeweils roten Faden, nichts zu tun hatten sondern allein aus der Lust am Schaffen ihren Weg auf das Bild fanden. Ein Stil, für den Tintoretto zu seiner Zeit mit prägend zeichnete. Und ein Malstil, der durchaus einiges zu tun hat mit der Konzeption und Form des Buches, denn auch Melanie G. Mazzucco folgt in Teilen, auf der Basis fundiert recherchierter historischer Details, dieser assoziativen Gestaltungsweise. Auch im Buch finden sich eine Vielzahl von Nebenlinien, Einwürfen, kleinen Geschichten, die mit dem eigentlichen roten Faden, der engeren Geschichte des Malers Tintoretto mit seiner Tochter Marietta, wenig bis nichts zu tun haben. Geschickt fügt Mazzucco diese Art des assoziativen Schreibens in ihre Gesamtkonzeption mit ein. Bei ihr ist Tintoretto am Ende seines Lebens angelangt, oft durchaus bereits Fieber delirierend, so dass die Fantasie des kranken Malers im Buch sich, wie in seinen Bildern, mehr und mehr völlig freie Bahn sucht. Durchaus spannend zu sehen und zu lesen ist diese Korrespondenz zwischen historischer Figur, malerischer Form Tintorettos und dem Stil des Buches. In ähnlicher Weise, wie man sich den Werken Tintorettos mit offenen Sinnen und der Bereitschaft zur freien Assoziation nähern muss. In gleicher Weise stellt auch das Buch seine künstlerische Form in den Raum und trifft somit punktgenau in dieser Form die Art des Malens Tintorettos. Manches Mal durchaus anstrengend beim Lesen, immer aber nah an der Intention der Hauptfigur. Ihren Protagonisten begleitet die Autorin in den letzten 15, fiebernden, Tagen seines Lebens, in denen der Meister sein Leben in Venedig in der Ich-Form Revue passieren lässt, seine malerischen Vorstellungen, die Lust an der freien Gestaltung, der farbenfrohen, detailreichen, überbordenden Darstellung. Und in denen Tintoretto auch seine Geschichte mit der ihm innerlich nahe stehenden, unehelichen Tochter Revue passieren lässt. Seine vielen anderen Kindern werden zwar ebenfalls erwähnt, bei weitem aber nicht in dem Maße, wie sein Augenstern, seine Lieblingstochter. Marietta, die den unbändigen Drang nach Farbe und Rausch mit ihrem Vater teilt und die er in seine Lehre nimmt. Auf dem Weg dieser Erinnerungen taucht der Leser mit ein in das Schaffen Tintorettos. seine Bilder werden allerdings nur mager und in kleinen Teilen erläutert, intensiv aber das Zustandekommen, die Maltechnik, zudem findet das Leben im Venedig jener Zeit expressiven Ausdruck im Buch. Am Ende des Buches ergibt sich ein pralles Bild eines überschäumend, leidenschaftlichen Malers, der immer seinen ganz eigenen Weg suchte und mit seinen besten Werken darin maßgebend für seine Zeit wurde und das Lebensbild eines ebenso leidenschaftlichen Lehrers, der voller Inbrunst den Weg seiner Tochter ebnet und begleitet, der aber anderseits diese Tochter immer wieder versucht, aufs Engste an sich zu binden und nicht an das Leben der Freiheit, die er selbst so hoch schätzt, freizugeben. In der Form gewöhnungsbedürftig, assoziativ, hin und her springend zwischen den vielen Personen, Kindern, Lebensabschnitten, in der Sprache aber bildreich und ebenso prall geschrieben, wie Tintoretto malte.

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  • Rezension zu "Tintorettos Engel" von Melania G. Mazzucco

    Tintorettos Engel

    *Arienette*

    15. April 2010 um 08:36

    Klappentext: Tintoretto, der geniale venezianische Maler der Renaissance, legt auf dem Sterbebett Gott Rechenschaft ab über sein Leben – als Mensch, als Sünder, als Künstler, der alles und jeden herausfordert, als Vater mit besonderer Nähe zur Tochter. »Von Michelangelo die Zeichnung, von Tizian die Farbe«, so lautete das Credo des Färbersohns Jacopo Robusti, genannt Tintoretto, der sich in seinem Leben alles erkämpfen musste, weil er – anders als sein Rivale Tizian – niemals ein Liebling der Venezianer war. Und trotzdem hat er seine Heimatstadt künstlerisch geprägt wie kaum ein anderer. Ungestüm und voll überbordender Schaffenskraft tritt er dem Leser aus dem Roman entgegen. Tintoretto berauschte sich daran, mit den Traditionen zu brechen und sich selbst immer neu zu erschaffen, für ihn war Malen wie Träumen. Sein unbändiges Streben nach Freiheit in der Kunst teilte er mit seiner Tochter Marietta, der ersten Künstlerin der Renaissance. Sie war das uneheliche Kind mit seiner großen Liebe Cornelia, einer deutschen Hure. Mit ungeheurem Einfühlungsvermögen und reich an bestens recherchierten Details erzählt Melania G. Mazzucco die dramatische Geschichte dieses Malergenies des 16. Jahrhunderts. Es ist nicht zuletzt die Art, wie die Autorin diese außergewöhnliche Geschichte von Vater und Tochter erzählt und in den Mittelpunkt von Tintorettos Lebensbeichte stellt, die diesen Roman zu einem ganz besonderen Leseereignis werden lässt. Meine Meinung: Unglaubig flüssig liest sich dieser biographische Roman über Tintoretto. Tintoretto bedeutet kleines Färberlein, diesen Spitznamen hat er aufgrund seiner geringen Körpergröße und des Berufes seines Vaters (dieser war Färber) bekommen. Anschaulich und gut recherchiert erzählt die Autorin über sein Leben, seine Malerei, seine Familie und vor allem über seine Lieblingstochter Marietta. Diese nimmt er entgegen der damaligen Gepflogenheiten mit in sein Atelier. Marietta erlernt als Junge verkleidet malerische Techniken und hat selbst großes Talent. Tintoretto nennt sie seinen "Funken", weil sie ihn inspiriert. Mit seinen anderen 9 Kindern hat er nicht so ein inniges Verhältnis; die Töchter steckt er ins Kloster und mit den Söhnen überwirft er sich. Erzählt wird in Rückblenden aus der Ich-Perspektive des auf dem Sterbebett liegenden Tintoretto. Venedig wird anschaulich und lebendig beschrieben, so ist dieser Roman sicher was für Leser, die gerne Biographien oder historische Romane lesen, auch Venedigfans kommen auf ihre Kosten.

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