Melanie Benjamin

 4.4 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Alice und ich, The Swans of Fifth Avenue: A Novel und weiteren Büchern.

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Alice und ich

Alice und ich

 (34)
Erschienen am 01.02.2010
The Swans of Fifth Avenue: A Novel

The Swans of Fifth Avenue: A Novel

 (1)
Erschienen am 26.01.2016
La moglie dell'aviatore

La moglie dell'aviatore

 (0)
Erschienen am 01.03.2014
The Autobiography of Mrs. Tom Thumb

The Autobiography of Mrs. Tom Thumb

 (0)
Erschienen am 03.04.2012
The Aviator's Wife

The Aviator's Wife

 (0)
Erschienen am 19.02.2013
Alice I Have Been

Alice I Have Been

 (0)
Erschienen am 21.12.2010
Alice I Have Been

Alice I Have Been

 (0)
Erschienen am 12.01.2010

Neue Rezensionen zu Melanie Benjamin

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Cambridges avatar

Rezension zu "The Swans of Fifth Avenue: A Novel" von Melanie Benjamin

Der schöne Schein
Cambridgevor 2 Jahren

Die meisten werden sich an Capote als einen dicklichen Mann mit hoher Stimme und affektiertem Benehmen erinnern. Tatsächlich war er in seiner Jugend ein koboldhaft hübscher Kerl mit Witz und Verstand. Mit einer guten Portion Selbstbewusstsein ausgestattet und sich seines Talents bewusst dringt er beharrlich vor in den Kreis der Schönen und Reichen. Mit der Society Dame Babe Parley verbindet ihn vom ersten Moment etwas. Sie werden enge Freunde. Babe und ihre Freundinnen sind dazu erzogen worden, reich und standesgemäß zu heiraten, schön zu sein und Stil zu haben. Der äußere Schein ist alles. Das gefällt Truman denn er liebt alles schöne. Und er liebt seine schönen Schwäne, vor allem Babe. Doch der Preis für dieses so erstrebenswert erscheinende Leben ist hoch.


Einerseits hat mich die Geschichte der Personen sehr interessiert und fasziniert. Ebenso diese Fixierung auf Äußerlichkeiten und das es manchmal der einzige Halt sein kann, wenn man die schöne Fassade wahrt und sich dahinter verstecken kann. Andererseits ist es ein langsames Buch. Man muss schon Interesse an dieser Zeit und den Menschen haben um Gefallen an dem Buch zu haben.


Capotes Hang zum Klatsch und Tratsch und seine Neigung, sein Umfeld schonungslos in seine Geschichten einfließen zu lassen kostete ihn schließlich seine gesellschaftliche Stellung. Zum Schluss können einem die Damen fast leid tun. Das Alter und die sich ändernden Zeiten nehmen ihnen den Lebensinhalt. Denn wer sind sie noch wenn sie nicht mehr schön sind und keiner mehr nach ihnen guckt. Truman Capote selber versinkt im Selbstmitleid.


Das Buch ist eine Mischung aus Roman und Zeitchronik. Ich fand es interessant, aber es mag nicht jedem gefallen.

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CocuriRubys avatar

Rezension zu "Alice und ich" von Melanie Benjamin

Dieses Buch hat mich positiv Überrascht
CocuriRubyvor 2 Jahren

Ich mag den Stil, der sich leicht und flüssig lesen lässt und einen doch gefangen nimmt.

Man wird tatsächlich auch gleich in diese Zeit versetzt, In die Gepflogenheiten und Umgangsformen, ohne dass es gewollt oder gar aufgesetzt wirkt.

Die Figuren die natürlich den echten Vorbildern nachempfunden sind, fand ich ebenfalls gut in Szene gesetzt. Gerade Mr. Dodgson (Lewis Carroll) und Alice Liddell fand ich gut eingefangen – besonders das Wesen von Alice, erinnerte mich an manchen Stellen tatsächlich etwas an die Alice aus dem Roman „Alice im Wunderland“.

Aber auch alle anderen Charaktere wirkten mit all ihren Facetten sehr authentisch.  

Besonders spannend fand ich die Verwebung von wirklich existierenden Fotos, Briefen oder Gerüchten bzw. nachweislichen Fakten mit der fiktiven Geschichte.

Die Autorin muss sich sehr lange mit Recherchen aufgehalten haben und sich wirklich mit dem Leben der Personen auseinander gesetzt und hin eingefühlt haben. Dabei alleine ist es aber nicht geblieben, sondern es ist ihr auch gelungen diese zu einer Geschichte zusammen zu setzen und diese glaubwürdig aufs Papier zu bringen. Das wurde sehr geschickt gemacht und die Grenzen verschwimmen dort z.T. sehr unterhaltsam.

Die Geschichte ist dabei ist im Prinzip in drei Teile untergliedert: Die Kindheit von Alice, Alice als junge Dame und als Erwachsene.

Den ersten Teil fand ich wunderbar erzählt und gerade dort spürt man das Mädchen Alice aus dem Buch sehr deutlich.

Der zweite Teil ist nach dem Bruch zwischen Mr. Dodgson und der Familie Liddell gesetzt, welches bis heute nicht aufgedeckt werden konnte, was wirklich geschah.

Dieser Teil hat mir leider weniger zugesagt. Dort driftete die Geschichte leider zu einer recht banalen Unterhaltung ab. Herzschmerz, Ansehen und Drama domminieren die Geschichte. Lichtblick bietet jedoch das Spiel der inneren Alice und der jungen Dame, die sie nach außen hin geben muss.

Der dritte Teil entschädigt einen jedoch, den ich von allen Teilen am meisten mochte.

Dieser Abschnitt von Alices Leben ist auch am wenigsten dokumentiert und somit bot es der Autorin mehr erzählerischen Spielraum, den sie gut genutzt hat.

Es zeigt die Erwachsene Alice bis hin zu alten Frau, die auf ihr Leben zurücksieht, das auch von tragischen Ereignissen nicht verschont blieb. Es gibt sehr berührende Szenen, die mich sehr mitgenommen haben. Trotzdem haftet dem Ganzen eine besondere Hoffnung an. Diese Mischung fand ich wirklich toll.

 

Fazit

Das Buch ist sehr schön erzählt – es ist berührend und unterhaltsam.

Als Fan von „Alice im Wunderland“ sowieso sehr empfehlenswert, aber das hier ist auch ein Buch für jemanden, der mit dem Wunderland nicht viel am Hut hat.

Ich kann es sehr empfehlen.

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carpes avatar

Rezension zu "Alice und ich" von Melanie Benjamin

Die Wahrheit über "Alice im Wunderland"
carpevor 5 Jahren

Buchrücken:
"Ach, ich bin es leid, Alice im Wunderland zu sein. Hört sich das undankbar an? Das tut es. Nur, dass ich es wirklich leid bin."

Das sagt die erwachsene Alice, die als Heldin des Kinderbuchklassikers unsterblich wurde. Sie war es, die Lewis Carroll bat, die Geschichte aufzuschreiben, die er ihr erzählt hatte. Doch der Ruhm hat sich mit der Zeit ebenso gegen Alice wie gegen Lewis Carroll gewandt. Und als sich Prinz Leopold, der jüngste Sohn der Königin Viktorias, in die junge Frau verliebt, wird Alice endgültig aus dem Wunderland vertrieben.

Es ist ein biografischer Roman um die Person, Alice Pleasance Liddell, die den Schriftsteller Lewis Carroll zu der Geschichte "Alice im Wunderland" inspirierte.
Wie die Autorin in einer Anmerkumg am Schluss des Buches schreibt, hat sie sich allerdings einige künstlerische Freiheiten genommen und Wahrheit und Fiktion vermischt und einen angenehmen Roman geschaffen.
Sie hat sehr gut geschrieben und verschafft gute Einblicke in die damalige Zeit und das damalige Leben. Der Leser kommt nicht umhin mit Alice zu leiden und zu leben.
Natürlich ist es ein Buch ohne viel Spannung. Aber dennoch wird es nicht langweilig.

Fazit:
Ein Buch, was ich durchaus jedem empfehlen kann, der biografische Romane mag.

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