Neue Rezensionen zu Melanie Cellier

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Diese Geschichte beruht auf dem Originalmärchen „Schneewittchen“.
Als ihr Vater stirbt, ist Snow die rechtmäßige Thronfolgerin ihres Königreiches. Doch anstatt als die neue Königin ernannt zu werden, muss Snow vor ihrer bösen Stiefmutter fliehen, die sie mit allen Mitteln versucht umzubringen. Ihre einzige Rettung bietet der Wald, in den sie mit Hilfe von Alexander, ihrem treuen Freund und erfahrenen Jäger, flieht. Auch wenn die dort vorübergehend Zuflucht findet, muss sich Snow entscheiden, ob sie sich selbst für den Rest ihres Lebens in Sicherheit wissen möchte oder ob sie ihre Ängste und Schwächen überwindet und ihr Volk vor einer grausamen Herrschaft rettet.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war anders als die bisherigen Märchenbände von Melanie Cellier, denn in diesem Buch ist die Protagonistin keine abenteuerlustige, selbstbewusste oder tapfere Prinzessin. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter, der ständigen unterdrückenden Präsenz ihrer Stiefmutter und durch die lange Krankheit ihres Vaters ist Snow zu einer ängstlichen Prinzessin voller Sorgen und Zweifel geworden. Anstatt sich gegen ihre Stiefmutter zu behaupten und sich um die diplomatischen Geschäfte des Königreiches zu kümmern, versucht Snow ihrem Vater mit allen Kräften beizustehen, ihn gesund zu pflegen und ansonsten dem bedrückenden Zuhause zu entfliehen. Durch diese Eigenschaften und Erfahrungen war Snow in meinen Augen ein sehr interessanter Charakter. Sie muss sich über die Geschichte hin erst finden, sich beweisen, hinfallen und wieder aufstehen lernen. Dabei war ich beeindruckt von ihrer Kraft, dem Durchhaltevermögen und ihrem Drang, nicht einfach aufzugeben, auch wenn sie sich vielleicht einiges selbst vorzuwerfen hat. Melanie Cellier hat ihren Charakter nachvollziehbar und ausführlich beschrieben, sodass es mir nicht schwer fiel, Snow direkt ins Herz zu schließen und mit ihr eine nervenaufreibende, anstrengende und sich lohnende Entwicklung zu durchleben. Selbstverständlich ist sie nicht alleine, sondern bekommt Hilfe und Rat. Das u.a. in Form von den „sieben Zwergen“ – die in meinen Augen toll umgesetzt wurden; eine sehr schöne Idee – und ihrem besten Freund Alexander. Auch er war mir von Anfang an sympathisch. Ein Kerl, den man einfach lieben muss. Und dieses Mal kein Prinz, wie man es in so vielen anderen Märchen hat … :D Das ist einmal anders und habe ich sehr gemocht. Alexander ist fürsorglich, strak, schlau und ist sich nicht zu schade, sein Leben für die Gerechtigkeit und vor allem für seine wahre Königin einzusetzen und zu opfern. Die Dialoge zwischen den beiden haben mir super gefallen. Aber auch die Stimmung zwischen ihnen und den anderen Charakteren. Es ist eine wahre Kunst nicht nur mit Dialogen, sondern auch mit Blicken und Handlungen eine Atmosphäre zu schaffen, die einen als Leser jedes Wort sehnsüchtig verschlingen lässt. Mir hat der Verlauf der Geschichte sehr gut gefallen. Immer wieder wurden Elemente aus dem Originalmärchen „Schneewittchen“ aufgegriffen, sodass es durchweg spannend war, diese neu verarbeitet wiederzufinden. Doch besonders großartig war, dass ich vor allem gegen Ende so sehr in die Geschichte vertieft war, dass ich sogar ein paar Mal völlig überrascht wurde, als Teile aus dem Originalmärchen aufgegriffen wurden. Das war dann immer eine unerwartete und wirklich schöne Wendung. Allem in allem ein klasse Buch.
Auch das Cover passt wieder sehr gut zu der Geschichte – allein schon das rote Kleid und die schwarzen Haare wie Ebenholz. :D Ich bin ein großer Fan von jedem Cover der Märchenreihen von Melanie Cellier und finde sie einfach schön und fast schon magisch.
Ich empfehle das Buch allen Märchenfans, die sich genauso verzaubern lassen wollen wie ich! ;)

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„A Crown of Snow and Ice“ ist das dritte Buch der „Beyond the Four Kingdoms“-Reihe und genauso fesseln, wie alle vorherigen Märchenbücher von Melanie Cellier.
Dieses Mal ist Prinzessin Celine die Protagonisten. Sie macht sich auf ins Königreich Eldon, um herauszufinden, warum dessen Einwohner immer desinteressierter und gefühlloser werden. Als sie dort ankommt, stellt sie jedoch schnell fest, dass die Situation schlimmer ist als erwartet und das Königreich wirklich verflucht zu sein scheint. Die Zeit drängt und die Zukunft von Eldon liegt plötzlich in ihrer Hand. Glücklicherweise hat Celines gute Fee ihr eine Gabe mitgegeben. Diese will allerdings erst einmal beherrscht sein. Dabei helfen ihr ihre neuen Verbündeten; ganz vorneweg Prinz Oliver. Doch der Gegner ist stark und darf nicht unterschätzt werden. Prinzessin Celine ist bereit, alles für das Leben und das Wohl eines eingefrorenen Königreichs in Not und für ihre große Liebe zu geben.
Wie bereits im Titel zu erkennen, beruht diese Geschichte auf dem Märchen „Die Schneekönigin“. Doch dies nur in Grundzügen, sodass die Ereignisse und Handlungen der Charaktere stets unvorhersehbar sind und mich bis zur letzten Seite gefesselt haben. Von Anfang an habe ich mit Celine mitgefiebert und war gespannt, wie das Abenteuer ausgeht. Ich bin begeistert, wie Melanie Cellier aus einem bereits bestehenden Märchen eine ganz eigenständige Geschichte entstehen lässt, die trotzdem stets Elemente aus dem Original enthält und sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht.
Die Charaktere sind schön ausgearbeitet. Man erhält ausreichend Informationen, um die Gedankengänge und Handlungen der einzelnen Personen nachvollziehen zu können. Prinzessin Celine ist ein taffes Mädchen. Ihre neue Gabe passt perfekt zu ihrem Charakter und spiegelt sehr schön ihre Entschlossenheit und Stärke wider. Auch Prinz Oliver war mir sofort sympathisch und die Versuche der beiden, das Königreich Eldon zu retten, wirklich spannend. Schön finde ich auch, dass erneut Teile der Geschehnisse vorheriger sowie nachfolgender Bände der „Beyond the Four Kingdoms“-Reihe mit in die Geschichte einbezogen wurden. Es empfiehlt sich daher, die Bücher in ihrer angegeben Reihenfolge zu lesen, um auch wirklich der Geschichte folgen zu können. Zwar versteht man die Handlung auch ohne Vorwissen größtenteils, aber es macht deutlich mehr Spaß, wenn man bereits die Charaktere in anderen Geschichten kennengelernt hat und die Geschehnisse und Auswirkungen der vorherigen Bände als Hintergrundwissen mitnehmen kann.
Auch das Cover finde ich sehr gelungen und mit dem kalten Blauton passend für die Geschichte gewählt.
Wieder ein tolles Buch, das ich jedem Märchenfan empfehle!

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„A Dance of Silver and Shadow“ ist das erste Buch der „Beyond the Four Kingdoms“-Reihe von Melanie Cellier und bringt drei uns bereits bekannte Charaktere (Prinzessin Sophie, Prinzessin Lily und Prinzessin Celine) aus der „The Four Kingdoms“-Reihe nach einer Schiffsreise auf neues Festland und damit in eins von etlichen unbekannten Königreichen. Ihr Ziel heißt Marin. Doch was zu Beginn für Prinzessin Lily noch wie eine abenteuerliche Reise erscheint, ändert sich schnell. Denn kaum auf dem Festland angekommen, erfährt sie von dem mysteriösen Fluch, der sich über sämtliche hier befindliche Königreiche ausbreitet und diese zu zerstören droht. Die einzige Hoffnung bildet das Prinzessinnen-Turnier, an dem Lily, Sophie und Celine kurzerhand unfreiwillig teilnehmen müssen. Unzählige mysteriöse und gefährliche Aufgaben warten auf sie und dann ist da auch noch der Marinese Prinz, der Lily nicht mehr aus dem Kopf zu gehen scheint. Bemüht versucht sie von ihm Abstand zu halten. Denn der Siegerin des Turniers steht ein schweres Schicksal bevor und lässt keinen Platz für etwaige Gefühle. Zum Glück hat sie ihre Zwillingsschwester an ihrer Seite und das mit einer ganz besonderen Gabe.
Mir hat die Geschichte, wie auch schon die anderen Märchenbücher von Melanie Cellier, sehr gut gefallen. Ich finde es toll, dass man in diesem Buch mit bereits bekannten Charakteren aus der vorherigen Märchenreihe, neue Königreiche bereist und erkundet. Und wieder einmal bin ich beeindruckt davon, wie gut die Autorin aus dem Originalmärchen (hier dieses Mal „Die 12 tanzenden Prinzessinnen“) eine völlig neue und absolut unvorhersehbare Geschichte geschrieben hat. So sind zum Beispiel die Prinzessinnen nicht wie im Original blutsverwandt, sondern stammen aus sämtlichen umliegenden Königreichen. Sie alle kommen nach Marin, um an dem ausgerufenen Prinzessinnen-Turnier teilzunehmen. Hieran gefällt mir auch, dass so bereits die anderen Prinzessinnen vorgestellt werden, die in zukünftigen Geschichten ihr eignes Märchenabenteuer erhalten werden.
Das Turnier selbst ist absolut spannend und erinnert in Grundzügen an die Hungerspiele aus „Tribute von Panem“. Ich habe mit Lily mitgelitten, mich gefreut, … und mich in jeder Zeile an ihrer Seite durch die mysteriösen und unberechenbaren Aufgaben geschlagen. Der Ausgang bleibt bis zum Schluss unvorhersehbar und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Die besondere Beziehung zwischen Lily und ihrer Zwillingsschwester ist dabei sehr schön ausgearbeitet und lässt einen gut mit den beiden mitfühlen. Das liegt vor allem auch an der einzigartigen Gabe der Zwillingsschwestern, die den Leser tief in die emotional verzwickte Lage von Prinzessin Lily eintauchen lässt und damit ihre schicksalhaften Entscheidungen sehr gut nachvollziehbar macht. Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Buch nicht zu kurz, sodass es neben den spannenden Aufgaben des Turniers auch immer wieder schöne, liebevolle und innige Momente gibt.
Das Buch ist absolut lesenswert und lässt mich die nächsten Bände mit Spannung erwarten.

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