Mit Herz und Bogen

von Melanie Dickerson 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Mit Herz und Bogen
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Smilla507s avatar

Nicht so mittelalterlich wie erhofft, aber sehr romantisch

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Inhaltsangabe zu "Mit Herz und Bogen"

Im Jahr 1363: Fronika Menkels wildert mit Pfeil und Bogen im Wald des Markgrafen, um die Mäuler hungriger Waisenkinder zu stopfen. Sie selbst hat ihre Eltern durch die Pest verloren und Fronika sieht es nun als ihre christliche Pflicht, mithilfe ihres Onkels die Waisenkinder zu versorgen.
Bei einem Tanzfest im Ort verliebt Fronika sich schlagartig in Matthis Weidman, der von der jungen Schönen auch gleich ganz hin und weg ist. Doch Matthis kommt für Fronika nicht nur aus Standesgründen nicht infrage - wie sich herausstellt, ist er auch der neue Förster des Markgrafen, dessen wichtigste Aufgabe es ist, den dreisten Wilderer zu fassen. Fronikas Onkel hat außerdem einen viel besseren Kandidaten für seine Nichte ausgesucht: den Sohn des Bürgermeisters.
Während Fronikas und Matthis' Zuneigung weiter wächst, wird die Lage immer komplizierter. Und plötzlich ist Fronikas Leben in Gefahr ... Eine märchenhafte Geschichte voller Glauben und Romantik

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783765509971
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Brunnen
Erscheinungsdatum:22.05.2018

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    LEXIs avatar
    LEXIvor einem Monat
    Ein weiblicher Robin Hood im Dornbecker Wald

    Ein weiblicher Robin Hood im Dornbecker Wald

    In der Markgrafschaft Dornbeck kommt es im Jahre 1363 zu einer Neubesetzung der Stelle des Försters durch Matthis Weidmann. Sein erster und wichtigster Auftrag ist es, den dreisten Wilderer ausfindig zu machen, der den Hirschbestand des Markgrafen Reinhart, Fürst von Dornbeck, radikal dezimiert. Matthis betrachtet diese Aufgabe als seine oberste Pflicht und setzt alle Hebel in Bewegung, um dem Wilddieb auf die Schliche zu kommen. Dass es sich bei diesem vermeintlichen Unhold in Wirklichkeit um eine anmutige und wunderschöne junge Frau mit goldenem Haar und hellblauen Augen handelt, die sich auf den ersten Blick in den attraktiven Förster verliebt, erschwert die ganze Angelegenheit. Fronika lebt in der permanenten Angst vor Entdeckung und befürchtet zudem, jenen Mann zu verlieren, der ihr Herz höherschlagen lässt. Doch den beiden Liebenden steht nicht nur Fronikas dunkles Geheimnis im Weg. Auch ihr Onkel Rutger betreibt als Fronikas Vormund Heiratspläne und hat den Sohn eines einflussreichen und vermögenden Mannes ins Auge gefasst. Fronika schwankt zwischen Pflichterfüllung und dem Wunsch, dem Ruf ihres Herzens zu folgen.

    Melanie Dickerson erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die nach einer tragischen Kindheit durch glückliche Umstände Geborgenheit und Wärme erfahren durften. In Matthis und Fronika präsentiert sie ihren Lesern zwei Protagonisten, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Abgesehen von ihrer Herkunft und ihrem Bestreben, arme Waisenkinder zu unterstützen, verbindet sie auch ihr tiefer Glaube. Obgleich die Autorin sich sehr stark auf ihre beiden Hauptfiguren konzentriert, gelang es ihr nicht, mich durch deren Charakterzeichnung für sie zu erwärmen. Einige der Nebenfiguren empfand ich sogar als äußerst schwach dargestellt. Den handelnden Personen fehlte es für meinen Geschmack an Überzeugungskraft – sie wirkten blass und wenig glaubwürdig, einige Handlungen und Charakterzüge sogar etwas übertrieben dargestellt.

    Die Handlung war sehr vorhersehbar, entbehrte dadurch jeglicher Spannung und barg kaum Überraschungen. Die Protagonistin Fronika überlegt im Grunde knapp dreihundert Seiten lang, was der Markgraf ihr antun wird, wie er mit ihr verfahren bzw. sie bestrafen wird, wenn ihre Wilderei bekannt wird. Die tatsächliche Reaktion des beeindruckenden und furchteinflößenden mächtigen Mannes, der den Ruf eines erbitterten Kämpfers genießt, empfand ich als völlig an den Haaren herbeigezogen.

    Ich war zudem vom schlichten Schreibstil enttäuscht, der an manchen Stellen an einen Schulaufsatz erinnert. Zitat aus dem Buch: „Meine beiden Kinder waren krank. Das ist auch der Grund, weshalb ich hierhergekommen bin. Aber jetzt geht es ihnen besser“, berichtete Anna. „Es tut mir so leid, dass sie krank waren! Aber ich bin froh, dass es ihnen wieder besser geht.“

    Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist die optisch anziehende Covergestaltung – es zeigt eine junge Frau in Jagdausrüstung unterwegs in einem Waldgebiet. Die kleinen Blütenornamente innerhalb der Kapitel kennzeichnen den Wechsel zwischen den handelnden Personen und Schauplätzen – ein liebevolles Detail, das zur Übersichtlichkeit und Orientierung beiträgt. Den englischen Originaltitel „The Huntress of Thornbeck Forest“ empfand ich jedoch erheblich besser, passender und aussagekräftiger, da im Inhalt des vorliegenden Buches permanent von der Markgrafschaft Dornbeck und der Jagdtätigkeit der Protagonistin im Dornbecker Wald die Rede ist.

    Fazit: „Mit Herz und Bogen“ ist eine sehr leichte, lockere Lektüre mit durchschnittlichem Unterhaltungswert, ein „Märchen für Erwachsene“, das ein wenig unausgegoren auf mich wirkte und es letztendlich inhaltlich sowie aufgrund des Schreibstils nicht wirklich schaffte, mich zu überzeugen.

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 2 Monaten
    Starkes Mädchen in vergangener Zeit

    Meine Meinung zum christlichen Roman:

    Mit Herz und Bogen



    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog zu entdecken.



    Inhalt in meinen Worten:

    Fronika hat einen Mann kennengelernt, der ihr gut gefällt, doch ihr Onkel möchte etwas anderes, sie soll lieber den Günstling heiraten.

    Fronika hat es aber auch so nicht einfach, einerseits unterrichtet sie die Ärmsten und gibt ihnen dadurch die Möglichkeit an Bildung zu kommen, andererseits geht sie nachts auf Jagd, auf verbotenerweise, denn eigentlich darf niemand einfach so Tiere jagen und vor allem nicht nachts, doch Fronika wünscht sich nur eines, den Kindern zu helfen und das geht einerseits durch das geben von Bildung, zum anderen aber eben dadurch, das sie jagen geht, damit die Menschen was zu essen haben, doch da gibt es merkwürdige Verhältnisse die erst nach und nach an das Licht kommen, was das für Dinge sind und warum manches mal das Herz anders entscheidet als das der Kopf es möchte, davon berichtet dieses Buch.



    Wie ich das Gelesene empfand:

    Ich muss gestehen, ich bin recht schnell in die Geschichte gekommen wusste aber recht schnell wohin das ganze gehen und verlaufen wird, und das fand ich schade, dadurch wurde mir etwas von der Spannung genommen.

    Zum anderen und das ist wohl das was mich am meisten störte, das ich dank der diversen Beschreibungen im Buch, nicht das Gefühl hatte im Jahrhundert 1363 zu sein, sondern einfach schon viele Jahrhunderte später. Denn manche Begriffe in dieser Geschichte sind erst viel später wirklich zur Geltung gekommen, somit blendete ich das Alter aus und dachte mir einfach, ich lese die Geschichte ohne das ich das Gefühl habe in einem besonderen Jahrhundert zu sein.



    Die Geschichte:

    Obwohl ich recht schnell wusste wohin das Buch führt, und ich manches viel zu einfach gelöst empfand, hat die Geschichte dennoch viele tolle reizvolle Momente gehabt und ich kam gut durch die Geschichte.

    Wer, so wie ich, Katniss Everdeen toll findet, wird auch Fronika lieben lernen. Denn sie ist eine Frau die sich nichts sagen lässt, und ein Robin Hood in Frauenkleidung ist.

    Der Glaube im Buch spielt jedoch eine sehr hohe Rolle und so blieb für mich vor allem die Geschichte von 2. Chronike 20 haften und ich kann sagen, es war gut, das ich diese Bibelstelle entdecken konnte, dank der Geschichte die ich gelesen hatte.



    Spannung:

    Wurde mir zu schnell genommen, dennoch baute das Buch auf andere spannende Fakten auf und dadurch machte es die Geschichte sehr schnell lesbar und ich war froh, das für Fronika alles so geendet hatte, wie ich es mir vorgestellt habe, und vor allem erwartet hatte. Es ist eben eine Frauengeschichte die an das Herz geht ohne das zu viel vom Leser erwartet wird. Somit ein Buch was ich in der Badewanne, in Wartezimmern und bei kurzen Aufenthalten gut lesen konnte.



    Charaktere:

    Fronika ist ein sehr starker Frauencharakter, die mutig und selbstbewusst ist und sich gegen die Normen ihrer Zeit stellt, nicht immer ist dadurch alles sinnvoll und klar, dennoch schafft sie es, das unmögliche möglich zu machen. So hat sie ein gutes Herz für die Armen, kann aber auch selbst mitfühlen und erlebt selbst ihre Gefühlsstürme, das ist interessant wieder gegeben und Fronika muss man dadurch einfach in das Herz schließen.

    Dagegen gibt es noch zwei Männer, der eine ist arm, Vollwaise und darf für den Landvogt arbeiten, der andere ist reich und schön, hat dafür aber nicht den besten Kern in sich.

    Somit ist schnell klar, wohin es gehen wird, aber ich verrate euch jetzt natürlich nicht die Pointe.


    Empfehlung:

    Wer auf Geschichte steht, die kurzweilig und dennoch unterhaltsam sind, die vielleicht nicht zu viel vom Leser erwartet und dennoch schöne Stunden beschert wird die Geschichte von Fronika mögen. Wer höhere Erwartungen an die Geschichte von Fronika haben kann, wird vielleicht dezent enttäuscht, im Großen und Ganzen ist die Geschichte jedoch lesenswert und eine Herzgeschichte.


    Bewertung:

    Ich gebe Fronika und ihrer Geschichte vier Sterne. Die jedoch ganz knapp bei den drei Sternen liegt. Ich fand es schade, dass das Jahrhundert nicht richtig eingefangen worden ist und das es zu schnell offensichtlich war, wohin die Geschichte führt, andererseits fand ich aber gerade manche Begebenheiten in der Geschichte sehr unterhaltsam und schön.

    Deswegen gibt es die vier Sterne.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht so mittelalterlich wie erhofft, aber sehr romantisch
    Robin Hood mit einer Prise Mittelalter

    Um arme Waisenkinder vorm Hungern zu bewahren wildert Fronika nachts in den Wäldern des Markgrafen von Dornbeck. Beim Sonnenwendfest verliebt sie sich in Matthis, der vor kurzem die Försterstelle übernommen hat. Fronika ist sofort klar, dass diese Liebe keine Zukunft hat. Doch ihr Herz spricht eine andere Sprache als ihr Verstand und so werden ihre nächtlichen Ausflüge in den Wald immer riskanter. Sollte sie erwischt werden, droht sie alles zu verlieren...

    Schon nach wenigen Seiten kam mir die Assoziation zu Robin Hood, diesmal allerdings in weiblicher Gestalt. Fronika stammt jedoch aus gutem Hause, ihr Onkel, bei dem sie lebt, ist gut betucht. Trotzdem hat sie in der Vergangenheit auch schwere Zeiten erlebt: Als Waisenkind, in Armut. Dies hat sie mit Matthis gemein und beiden ist es ein Anliegen, Hunger und Armut zu bekämpfen. Zugleich muss Fronika eine Entscheidung treffen, wen sie heiraten soll. Mit ihren 21 Jahren wird es langsam Zeit und die Verehrer stehen Schlange.

    Der Glaube an Gott spielt in beider Leben eine ausgeprägte Rolle. Fronika studiert sogar die heiligen Schriften, bekommt Unterricht von einem Mönch. Sie wenden sich oft im Gebet an Gott.

    Nun ist der Roman im Mittelalter angesiedelt, wovon ich während des Lesens nur wenig ausmachen konnte. Es gibt kaum Beschreibungen, die einem das Gefühl geben, in jener Epoche gelandet zu sein. Da war auf jeden Fall eine Menge Luft nach oben... Trotzdem finde ich es gut, dass nun eine andere Epoche im Bereich der christlichen Romane zu Wort kommt.

    Wem die historischen Hintergründe nicht ganz so wichtig sind, dem sei dieser überaus romantische Liebesroman ans Herz gelegt. Man kann ihn sehr gut auch jungen Leserinnen in die Hand drücken, die Abenteuer mögen und ein bisschen historische Luft schnuppern möchten.

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