Melanie Garanin

 4 Sterne bei 109 Bewertungen
Autorin von NILS, Maras fast perfektes Pony und weiteren Büchern.
Autorenbild von Melanie Garanin (©Melanie Garanin)

Lebenslauf von Melanie Garanin

Die Autorin und Illustratorin Melanie Garanin wurde 1972 in Berlin geboren. Als Kind wollte sie Hundezüchterin werden, merkte aber bald, dass es praktischer und lukrativer war, sie zu zeichnen. Ein besonderes Vorbild war ihr immer der vielschichtige Tomi Ungerer. Mit ihrer Arbeit möchte Melanie Garanin das Leben zeigen. Die Freiheit und Möglichkeit sich seine Welt so zu zeichnen, wie sie einem gefällt, sei eine der schönsten Seiten an ihrem Beruf. Melanie Garanin ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Die Familie lebt in Falkensee.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Habicht und der Hahn (ISBN: 9783948722128)

Der Habicht und der Hahn

Neu erschienen am 14.09.2021 als Hardcover bei mairisch Verlag.
Cover des Buches Was bleibt, ist Licht. Ein Trostbuch (ISBN: 9783845843506)

Was bleibt, ist Licht. Ein Trostbuch

Erscheint am 25.10.2021 als Hardcover bei arsEdition.

Alle Bücher von Melanie Garanin

Cover des Buches Lotta Barfuß und das meschuggene Haus (ISBN: 9783473408436)

Lotta Barfuß und das meschuggene Haus

 (24)
Erschienen am 22.01.2020
Cover des Buches Fanny Furios (ISBN: 9783791500010)

Fanny Furios

 (20)
Erschienen am 22.02.2016
Cover des Buches Der Mädchentausch (ISBN: 9783791512440)

Der Mädchentausch

 (24)
Erschienen am 20.01.2015
Cover des Buches Pippa Pepperkorn und die Schickimicki-Zicke (ISBN: 9783551653130)

Pippa Pepperkorn und die Schickimicki-Zicke

 (4)
Erschienen am 14.03.2014
Cover des Buches NILS (ISBN: 9783551760494)

NILS

 (4)
Erschienen am 01.09.2020

Neue Rezensionen zu Melanie Garanin

Cover des Buches NILS (ISBN: 9783551760494)N

Rezension zu "NILS" von Melanie Garanin

"Es geht nicht mehr nur um Nils. Es geht um die Kinder, die noch sterben werden, weil keiner aufpasst".
NikolaGazzovor 2 Monaten

"Nils  - Von Tod und Wut. Und von Mut"  von Melanie Garanin ist für mich die traurigste, dramatischste, herzereissendste, humorvollste, sowie künstlerisch und dramaturgisch wertvollste (Trauer) graphic novel aktuell auf dem Buchmarkt.  Hintergrund und Stoff der Erzählung ist der tragische Tod des 4 jährigen Sohns der Autorin und Illustratorin: ein Tod, der hätte verhindert werden können, wenn all die "Götter und Göttinnen in weiß" sorgfältiger und vielleicht auch koordinierter gehandelt hätten. Und sich auch ein wenig weniger göttlich fühlen und benehmen würden... Da ist der kranke Nils, der genug Selbstheilkräfte entwickelt und schließlich die Leukämie bezwingt. Und da ist die nicht diagnostizierte Bauchspeicheldrüsenentzündung, die dem kleinen Nils schlimme Bauchschmerzen verursacht und die keine-r der behandelnden Ärzt*innen ernst nimmt. Obwohl die Eltern ständig darauf hinweisen - der Papa von Nils ist selbst Arzt. Dann kommt der tragische Tod. Und die Trauer: Für mich als ebenfalls verwaiste Mutter das stärkste Bild in der graphic novel: die schwarz Trauerwolke bietet der akut trauernden Mutter weniger Angriffsfläche im Stehen  als im Liegen. Deshalb steht sie  morgens lieber schnell auf, geht die zum Haushalt gehörigen Pferde, Hunde und Hühner füttern. Und das Bild der trauernden Mutter, die in vertrackten Alltagssituationen manchmal nicht anders kann, als den (verbalen) "Hammer namens Toteskind" zu zücken und wie ein Schutzschild vor sich hinzuhalten. Auch geben sich die Eltern ein beeindruckendes Versprechen:  "Wir werden immer, immer, immer traurig sein, nie wieder untraurig. Nie nicht traurig. Lass uns versuchen, nicht immer, immer, immer unglücklich zu sein. Ja?"  Ihnen gelingt der Spagat zwischen individuell und einsam Trauernden, die  trotzdem zusammenhalten. (Sehr oft zerbrechen Ehen und Familien nach einem harten Schicksalsschlag). Und dann ist da die Wut, durch die mit Augen versehenen Schreibtischlampe verkörpert, womit  Melanie Garanin ein Geniestreich gelungen ist: Was Idefix bei Asterix & Obelix, ist hier ihre Schreibtischlampe: zunächst (und von Anfang an, man achtet nur erstmal gar nicht darauf) der Stimmungsbarometer, dann die Verfechterin der Gerechtigkeit, (da sind wir noch bei Idefix und dem Verteidiger der Bäume), später Spokesperson, aber dann geht es richtig an die höhere Causa:  Ombudsfrau, Advokatin,  Richterin, und schließlich Kontrahentin des Staatsanwaltes! Die Schreibtischlampe ist auch Verfechterin der Gefühle, der Gefühle der Mama, die nicht nur den Tod ihres geliebten Sohnes erleiden muss, sondern auch gegen eine ganze Maschinerie kämpft; gegen ein System, das sich als "Götter in weiss" für perfekt hält, das keine Fehler, geschweige Emotionen kennt.   Das illustratorisch und zeichnerisch Geniale: die Lampe hat nur 2 Augen, einen kaum angedeuteten Mund, und spielt trotzdem auf der ganzen Klaviatur der Gefühle: Wut, Anklage, Vorwurf, Plädoyer, und auch intensivstes Zuhören und Mitfühlen; sie kann auch weinen und verzweifeln - eben wie ihre Erschafferin. Sie streckt sich zur Decke, um sich mit der trauernden Mutter an Nils zu erinnern, nachdem das Unfassbare passiert ist und Nils stirbt. Die Autorin schreibt: "Bilder die ich zeichnen könnte....Ich mache es einfach nicht". Stattdessen  illustriert sie : sie am Schreibtisch sitzend und verzweifelt weinend. Und die Lampe weint mit. Alles ist gesagt. Nein, alles ist gezeichnet. Ohne Worte. Der erst starke Einzelauftritt der Lampe: Ihre bohrenden Fragen an den Arzt und Onkologen, der den Leichnam Nils' der Familie entrissen hat, um ihn  zur Obduktion zu schicken, dass er der Wissenschaft "dienlich" sei, ohne die Familie vorher vollständig konsultiert zu haben! Sie verkörpert die Wut: anklagend, fragend, zweifelnd, durchdringend -  wenn Blicke töten könnten !  Sie ist auch eine intensive Zuhörerin und lässt sich nicht beeindrucken, als der endlich gefundene neutrale Gutachter sich in einen Ritter verwandelt. Und leuchtet dann mit ihrem superstarken Scheinwerfer die Mitesser auf der Nase und jedes Speckfältchen des Doppelkinns des  Staatsanwaltes aus.  Als nach monatelanger Warterei der Brief vom Staatsanwaltes kommt, purzeln die Buchstaben von Mut und Wut über den Schreibtisch der Autorin, das M von Mut stürzt um und wird Wut - und umgekehrt. Alle sind fassungslos. Die Lampe auch. Da wird sie klitzeklein, aber ruft  laut in die Welt: "Es geht nicht mehr nur um Nils. Es geht um die Kinder, die noch sterben werden, weil keiner aufpasst".  Die Autorin und Illustratorin Melanie Garanin hat es  perfekt verstanden, mit ihrem künstlerischen Talent einen sehr tiefsinnigen Appell in Form dieser graphic novel in die Welt zu senden.  Aus verlässlicher Quelle weiss ich: Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen sind (nicht) rein zufällig, und so gewollt, dass es manche der "Gött*innen in weiß" ins Herz treffen soll. Auf dass Nils nie vergessen wird und nie wieder Bauchspeichelentzündungen übersehen werden. Wer diese graphic novel gelesen hat, wird Nils nicht vergessen. Und das ist es, was wir uns als verwaiste Eltern und Geschwister so wünschen: dass unsere geliebten Verstorbenen nicht vergessen werden.

Nikola Gazzo August 2021

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Cover des Buches Lotta Barfuß und das meschuggene Haus (ISBN: 9783473408436)Drei-Lockenkoepfes avatar

Rezension zu "Lotta Barfuß und das meschuggene Haus" von Jens Steiner

Ein schönes Abenteuerbuch mit einigen kleinen Kritikpunkten
Drei-Lockenkoepfevor einem Jahr

Ein aufregendes Abenteuer in einem alten, ziemlich wunderlichen Haus. Die Geschichte wird aus Sicht von Lotta erzählt, so das es sehr leicht fällt sich in sie hineinzuversetzen. 




Lotta ist mit ihrem Vater sind as etwas eigenartige Haus gezogen.  Sie hat es nicht leicht, ihre Mutter ist verstorben, der Vater hat wenig Zeit, und sie wird von den Mitschülern gemobbt. Hier werden viele Alltagsthemen angesprochen.


Lotta ist ein lebensfrohes Mädchen was immer versucht das beste aus ihrer Situation zu machen. 




Die Texte sind detailreich und bildhaft.


Mir fehlen dennoch Illustrationen die den Text unterstützen würden. 




Dennoch muss man klar sagen das in dieser Geschichte auch viel Fehlverhalten gut geheissen wird. Lotta und ihr Vater ziehen in das Haus ohne Erlaubnis des Vermieter. Auch geht der Vater mit Gewalt gegen die Hausbesitzer vor. Das stösst mir als Leser schon auf.




Was jeder Käufer wissen sollte ist die grosse Ansammlung von Schimpfwörtern. Meines Erachtens sind sie nicht wirklich schlimm und jeder Grundschüler kennt diese Ausdrücke, dennoch gehören sie nicht in ein Kinderbuch! 


Ein weiteres Schwieriges Thema finde ich Liis und ihre Vergangenheit. Das Ausleihmädchen lebt irgendwo und nirgendwo. Es wird in der Geschichte als ganz normale alltägliche Situation beschrieben. Dies finde ich alles andere als lustig.




Vielleicht denke ich an einigen Stellen einfach zu Erwachsen. 




Kinder die sich hier nur auf den Witz der Geschichte konzentrieren,  nicht wie ich auch hinter die Kulissen denken, werden sicherlich mit Lotta Barfuß ein tolles Leseerlebnis haben.


Es gibt trotz der Kritik auch viel schönes. Lotta findet Freunde fürs Leben. Mit viel Fantasie und Mut wendet sich alles zu einem Happy End.




Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Durch die Quatschwörter ist es aber erforderlich schon gut lesen zu können, daher empfehle ich das Buch Kindern ab der 4 Klasse.


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Cover des Buches Lotta Barfuß und das meschuggene Haus (ISBN: 9783473408436)mona537s avatar

Rezension zu "Lotta Barfuß und das meschuggene Haus" von Jens Steiner

Unser bisheriger Flop des Jahres
mona537vor 2 Jahren

Mit „Lotta Barfuß und das meschuggene Haus“ durften wir zum ersten Mal ein Buch von Jens Steiner lesen. Der Klappentext klang ganz lustig, dennoch handelt es sich leider um einen Flop für uns.


Lotta und ihr Vater haben sich in einem Haus eingenistet, welches ihnen nicht gehört und das abgerissen werden soll. Lotta wird in der Schule gehänselt und findet aber in Lauri einen neuen Freund. Ob sie das Haus retten können?


Ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer tue, dieses Buch zu bewerten. Meine Tochter wollte nach gut einem Drittel nicht mehr zuhören, da sie das Buch „blöd und unsinnig“ findet. Wir lesen wirklich sehr viele Bücher, aber das ist uns noch nie passiert.


Angefangen hat es tatsächlich, weil Lotta und ihr Vater in einem Haus wohnen, dass ihnen nicht gehört und sie werden dort auch gar nicht geduldet. Das hat meiner Tochter schon ein wenig zu schaffen gemacht. Außerdem ist Lotta ziemlich ungehalten, was bestimmte Schimpfwörter und Beschreibungen von Personen angeht. Anfangs dachte ich noch, ich würde mich verlesen, aber dem war nicht so. Ich finde das Buch daher nicht passend für 8-jährige. Oder sollte das womöglich lustig sein? Meine Tochter wird in der Schule ebenfalls gehänselt und ich dachte, sie könnte in Lotta ein kleines Vorbild finden, aber schon nach wenigen Kapiteln habe ich realisiert, dass das schwer wird. Im Endeffekt bin ich froh, dass meine Tochter von sich aus sagte, sie will es gar nicht lesen, weil es ihr nicht gefällt…


Ich empfehle jedem, erstmal die Leseprobe zu lesen und dann zu entscheiden, ob das Buch das richtige für einen ist. Für uns war es das leider nicht. Schade!


Dennoch bedanke ich mich bei Lovelybooks und dem Ravensburger Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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