„Kalte Wasser“ brauchte eine Weile, um Spannung aufzubauen, doch nach rund hundert Seiten zog es sich nicht mehr. Ich fand die Idee interessant und mochte Lauren von Anfang an, ebenso wie die Polizistin Harper, die im Alleingang ermittelte. Es gab ständig neue Wendungen, die ich nicht vorhergesehen hatte, doch das Ende war dann irgendwie unbefriedigend. (SPOILER) Es wurde nämlich nicht ganz deutlich, ob Lauren sich alles nur eingebildet hatte oder nicht, denn eigentlich hatten ja auch andere Personen bemerkt, dass sich die Babys komisch verhielten und einer anderen Frau war 1976 das Gleiche passiert. Außerdem fand die Polizei im See zwei tote Babys. Im Nachwort informiert die Autorin dann aber über Wochenbettpsychosen. Ich war jedenfalls die ganze Zeit auf Laurens Seite und fieberte mit, dass es ihr gelingen würde, die Babys unterzutauchen, bevor die Polizei sie erwischte, damit sie sie zurückverwandeln konnte, wie sie es schlussendlich auch tat. Leider wurde am Ende aber auch nicht aufgelöst, was mit Laurens Mann los war, denn ich hatte, genau wie sie und auch Harper teilweise, die ganze Zeit schon den Eindruck, dass er irgendetwas zu verbergen hatte und gegen seine Frau handelte. Und ich war mir die ganze Zeit sicher, dass dahinter mehr stecken musste als nur eine Affäre. Es schien so, als wolle er seine Frau als Irre darstellen, zum Beispiel behauptete er, die Frau vor ihrem Haus nicht zu sehen, rannte dann aber minutenlang draußen herum, um sie zu suchen, was er nicht tun würde, wenn sie nicht existierte. Außerdem fand Harper dann das plattgedrückte Gebüsch, was wieder dafürspräche, dass Lauren nicht halluziniert hatte. Auf jeden Fall war Patrick ein ziemlicher Egoist und ein miserabler Vater, weswegen ich es unglaubwürdig fand, dass er am Ende als der perfekte Vater dargestellt wurde, als Lauren in der Klinik war. (SPOILER ENDE) Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 65 steht „die meisten Frau“ statt „die meisten Frauen“.
Fazit: „Kalte Wasser“ war nach einem längeren Einstieg spannend und wendungsreich, doch das Ende enttäuschte mich. Es blieb unklar, was genau Sache war und die Geschichte fand keinen richtigen Abschluss. Schade, weil sie mir eigentlich echt gut gefiel









