Melanie Häcker

 4,7 Sterne bei 21 Bewertungen
Autorenbild von Melanie Häcker (©Melanie Häcker )

Lebenslauf von Melanie Häcker

Melanie Häcker, geboren in einem bescheidenen Dorf in der Pfalz, fand schon früh Gefallen am lesen von Fantasy Bücher. Während ihrer Schul-/und Ausbildungszeit verfasste sie ihr erstes Buch, ein Science-Fiction, dem weitere im Fantasy Bereich folgte. Im Oktober 2018 beschloss sie sich zu dem Schritt, sich als freiarbeitende Autorin selbstständig zu machen und brachte zeitgleich ihr erstes Buch als EBook raus. Als Self-Publisherin wagt sie dann den nächsten Schritt, ihr Buch auch als Printdruck in die Läden zu bringen, auf das noch weitere Bücher im Genre Fantasy und auch Science-Fiction folgen werden.

Quelle: Verlag / vlb

Botschaft an meine Leser

Ich Grüße euch liebe Leser und freue mich hier zu sein. Mit meinen Büchern möchte ich euch in meine Welt entführen die einen Touch von Mittelalter hat. Meine erste Buchreihe ist die Prohezeiungssaga und im Jahr 2020 habe ich die Miremer-Saga veröffentlicht. Wenn ihr Fragen habt könnt ihr mich gerne anschreiben. In diesem Sinn, viel Spaß beim Lesen.

Alle Bücher von Melanie Häcker

Cover des Buches Die Miremer Saga (ISBN: 9783750297302)

Die Miremer Saga

 (4)
Erschienen am 25.03.2020
Cover des Buches Die Miremer Saga (ISBN: 9783753174884)

Die Miremer Saga

 (2)
Erschienen am 13.03.2021
Cover des Buches Die Miremer Saga: Krieg (ISBN: B09JLDGNXZ)

Die Miremer Saga: Krieg

 (1)
Erschienen am 14.10.2021
Cover des Buches Die Miremer Saga (ISBN: 9783754909126)

Die Miremer Saga

 (0)
Erschienen am 14.10.2021

Neue Rezensionen zu Melanie Häcker

Cover des Buches Die Miremer Saga (ISBN: 9783753174884)katy-models avatar

Rezension zu "Die Miremer Saga" von Melanie Häcker

Melanie Häcker - Die Miremer Saga
katy-modelvor 10 Monaten

Zum Buch:

Wojalf und Sheren haben es geschafft, aus der Reichweite von Barkat zu gelangen. Doch nun stellt sich Wojalf ein ganz anderes Problem. Wie gelingt es ihm, den Tyrannen zu stürzen? Nach langem Beraten mit Lord Bakusch von Kafrot und Sheren, beschließt er, sich auf den Weg zu machen, die einzelnen Lord aufzusuchen. Denn es ist zu riskant mit Brieftauben und Boten zu arbeiten, da Barkat mit seinen Spionen und Handlangern alles überwacht. Sheren indes lässt es sich nicht nehmen und begleitet ihn auf seinem Weg. Auch sie will Barkat fallen sehen. Doch die Reise ist gespickt mit Hinterhalten und wechselhaften Witterungen, die ihnen zusetzten. Zudem ist nicht jeder Lord ihnen wohlgesonnen. Wojalf muss einsehen, dass mancher hinter seinem Rücken Intrigen spinnt, doch er gibt sein Vorhaben nicht auf, weiter nach Verbündeten zu suchen.




Meine Rezension: 

Dies ist der 2te Band der Miremer Saga und geht spannend weiter . Das Cover ist der Reihe sehr gut angepasst und ist in sich sehr düster und schlicht in seinen Farben. Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und denn gegebenen Zeiten angepasst . 

Sheren eine Frau die mir schon in Band 1 schon sehr gut gefallen hat , ist am Anfang ziemlich zickig und aufmüpfig , aber zum Glück wird es besser und sie muss hier noch einiges Erleben und verdauen . Zwielichte Gespräche, treffen mit alten bekannten und eine Freundschaft die noch sehr für Verwirrung sorgt .

Wojalf ein Mensch und der letzte Miremer muss seinen Aufgaben weiter folgen , aber auch seine Gefährtin schützen vor den Menschen die es nicht so gut mit ihr meinten und auch noch immer nach ihr Suchen .

Die Reise rund um die Länder war wieder sehr spannend, ereignisreich und mit jeder Menge neue Aufgaben zu erfüllen , Spione und andere Weggefährten müssen sehr genau beobachtet werden . Die Leidenschaftlichen und emotionalen Szenen machen ein manchmal ziemliche Gänsehaut und lassen ein mit denn Charakteren fühlen . Die Charaktere wurden hier sehr gut und glaubwürdig beschrieben. 


Fazit : Ich konnte das Buch bis zum ende nicht zur Seite legen. Historisch, Gestaltwandler Roman und eine Reise mit sehr viel neuer Erfahrung ... 

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Cover des Buches Die Miremer Saga: Krieg (ISBN: B09JLDGNXZ)A

Rezension zu "Die Miremer Saga: Krieg" von Melanie Häcker

Toller Abschlussband!
A_A_vor einem Jahr

Mit Spannung habe ich auf den 3. Band der Miremer-Saga gewartet – und es hat sich gelohnt! Was für ein Abschluss! Auch im letzten Teil ist das Erzähltempo flott, die Figuren laufen zu ihrer Höchstform auf, inhaltlich fügt sich alles zusammen, und auch das Ende an sich ist überaus gelungen. Ich habe es genossen, mit Sheren und Wojalf mitzuzittern, an ihren Plänen Anteil zu haben und mit ihnen in die Schlacht zu reiten. Zu meiner Freude tun sich auch die Nebenfiguren hervor, sodass auch sie einen würdigen Platz in der Geschichte bekommen.

Fazit: Spannung, Liebe und Action gleichermaßen!

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Cover des Buches Prophezeiung des Wolfskindes - Erwachen des Wolfskindes (ISBN: 9783748538783)Coffeegirl83s avatar

Rezension zu "Prophezeiung des Wolfskindes - Erwachen des Wolfskindes" von Melanie Häcker

Von einer Frau zur Kriegerin
Coffeegirl83vor einem Jahr

Erwachen des Wolfskindes ist der erste Band einer vierteiligen Reihe. 

 

Tarija ist ein Wolfskind, doch sie kann die Form des Wolfes nicht mehr annehmen und ist im Körper einer Frau gefangen. Ihr Schicksal ist durch eine alte Prophezeiung vorherbestimmt. Nur sträubt sich Tarija dies zu akzeptieren. Warum soll gerade sie etwas so besonderes sein? Warum soll ein einfaches Wolfsmädchen so wichtig für ein ganzes Land sein?

Dazu auch noch Alkje, der an ihrer Seite steht, der sich ebenfalls dem Schicksal ergeben muss. Tarija ist gar nicht begeistert von diesem arroganten, groben, aber dennoch attraktiven Barbaren. 

Gemeinsam begeben die Beiden sich auf die Reise, wo Reibereien vorprogrammiert sind. Doch sie brauchen Antworten. 

 

Meine Meinung: 

 

Dieses Cover, so schön. Ich mag dieses düstere sehr und dazu die Augen, die einen geradezu entgegen leuchten. Einfach toll. 

 

Eine Geschichte, die ich schon länger im Auge hatte, und ich bin froh, dass ich den ersten Teil endlich gelesen habe. 

 

Tarija und Alkje sind zwei ganz besondere Charaktere. Was ich am meisten an ihnen mag ist, dass beide auch Raubeine sind. Sie nicht alles andere als perfekt, haben ihre Stärken und Schwächen. 

 

Tarija hat es von Anfang an nicht leicht. Schon früh erlebt sie den ersten Schicksalsschlag und wird von heute auf morgen in eine ihr völlig fremde Welt geworfen. Als Wolf unter Menschen. Doch sie schafft es sich irgendwie anzupassen, bleibt stark. 

Auf Tarijas Schultern lastet die Prophezeiung. Eine Aufgabe, eine sehr große Bürde, erdrückt sie beinahe. Wie viele würden daran zerbrechen? Auch Tarija fühlt sich dem nicht gewachsen, doch sie versucht Antworten zu finden. 

 

Auf ihrer Reise lernt Tarija das Kämpfen. Sie wird von einem Schwertmeister ausgebildet und zur Kriegerin erzogen. Sie ist stark und gibt alles. Gleichzeitig schnürt ihr ihre Herausforderung beinahe die Kehle zu. Bei ihr spürt man immer wieder die Mischung aus Stärke und Angst. 

 

Auf der anderen Seite ist Alkje. Ein Halunke, ein Barbar, ein Grobian. Er ist ziemlich von sich überzeugt und zeigt dies auch gerne. Aber auch er hat eine Vergangenheit, in der nicht alles rosig war. Auch wenn der Schein manchmal trügen mag. 

Alkje, achja, manchmal wollte ich ihm schon eine ordentliche Ohrfeige verpassen. Was er sich teilweise geleistet hat, war nicht schön. Aber insgesamt konnte ich diesem aufgeblasenen, aber sexy Mann, nicht wirklich widerstehen ;) Seinen Charme versucht er immer wieder spielen zu lassen, doch Tarija ist nicht so leicht zu haben. 

 

Besonders mag ich auch die Beschreibungen der Wölfe, wenn sie durch die Wälder rennen, usw. Das konnte ich mir so wunderbar vorstellen. Ebenso die Kämpfe, die stark beschrieben wurden. 

 

Insgesamt ein sehr angenehmer Schreibstil der Autorin, der sich gut und flüssig lesen lässt. Hier und da hätte ich es mir etwas ausführlicher gewünscht, aber es hat mich nicht allzu sehr gestört. 

 

Fazit:

 

Eine schöne Romantasy Geschichte mit zwei tollen Protagonisten, die dem Ruf des Schicksals folgen, wenn auch gezwungenermaßen. 

Abenteuer, Kämpfe, Emotionen, all das hat diese schöne Story. Ich bin gespannt wie es im zweiten Teil weitergeht. 

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Gespräche aus der Community

Hallo meine Lieben,

mit dieser Leserunde möchte ich euch meine neue Reihe näher bringen. Die Miremer-Saga wurde im März 2020 veröffentlicht und ihr habt hier die Möglichkeit ein KOSTENLOSES EBOOK (Kein Taschenbuch) zu bekommen. Wenn euch meine Geschichte gefällt, würde ich mich über eine Rezi dazu sehr freuen.

ES WERDEN EBOOKS VERLOST, KEINE TASCHENBÜCHER!

Hallo meine lieben Leser,

ich stelle euch mein neuestes Buch vor.

Miremer-Saga - Geist der Alten

In dieser Geschichte geht es um Wojalf, einen Mann mit einem besonderen Geheimnis, der es wagt, die Lieblingssklavin des herrschenden Tyrannen zu entführen, um mit ihrer Hilfe sein Ziel zu erreichen.


Die Verlosung der Leserunde geht bis zum 26.07.2020. Danach lose ich die 5 Gewinner der EBooks aus, schreibe sie an und verschicke die EBooks per Email im gewünschten Format.

Wenn euch meine Geschichte gefällt, würde ich mich auf eine Bewertung hier bei Lovleybooks sehr gerne freuen.

Hier noch eine kleine Leseprobe aus dem ersten Kapitel:

Kapitel 1

Der Dieb

   Er wog den vergoldeten, mit Rubinen besetzten Kelch entspannt in der Rechten. Sein Ellbogen ruhte auf der breiten stählernen Lehne des Thrones. Spielend ließ Barkat die Hand kreisen, sodass die Blume des würzigen Weines seine Nase kitzelte. Das Aroma auf der Zunge schmeckend trank er einen kräftigen Schluck. Gedankenvoll betrachtete er die Narben, die deutlich von der gebräunten Haut abstachen. Zeugnisse der zahlreichen Kämpfe und Schlachten, in denen er sie erlangt hatte. Wahrlich, diese Pranken haben manches Gefecht geschlagen und glorreich gesiegt, bedachte er und spannte die Muskeln an. Mittlerweile war er nicht mehr der Jüngste mit fünfzig Sommern. Trotz alledem zeigte sich sein Körper wie der eines unbezwingbaren Kriegers.

   Den Oberkörper ein Stück nach vorne neigend, glitt sein Blick über die Gesichter der Anwesenden. Keiner wagte es, ein Wort zu sagen. Wartend sahen sie zu ihm auf. Zu ihm. Ihrem Herrscher.

   Sein Zeigefinger strich bedächtig die breite Narbe entlang, die von der linksseitigen Hälfte oberhalb des Nasenrückens, knapp unter dem rechten Auge zur Wange verlief. Es war eine von unzähligen Spuren, die auf seinem ganzen Körper verteilt waren. Sie alle zeigten, wie er gekämpft hatte. Er hielt nun die Fäden in der Hand, mit denen er die Lords steuerte. Manch einer von ihnen saß vor ihm, wenn nicht ein Vertreter. Sie alle warteten darauf, dass er sprach.

   Mit selbstgefälligem Lächeln sank er in das purpurfarbene Polster zurück. Gedachte eines Moments der Rebellen, die er entlang der Handelsroute hatte kreuzigen lassen, bevor er einen weiteren Schluck aus dem Kelch trank. Das ist den Abtrünnigen eine Warnung, wenn sie sehen, wie ihr Gesinde elendig verdursten, sinnierte er, seinen Blick unweigerlich auf einen gewissen Mann richtend. Der Einzige, der bis heute eine Gefahr für ihn darstellte. Den er unter keinen Umständen unterschätzen durfte. Wojalf vom Volk der Wölfe aus den hohen Nordlanden. Dieser Bursche war ein ausgezeichneter Krieger. Muskulös, trotz allem athletisch gebaut.

   Im Kampf agierte Wojalf geschickt mit seinem Schwert, das er mit tödlicher Präzision zu führen wusste. Ferner hantierte er spielend mit Pfeil und Bogen, so wie mit den beiden unscheinbaren Dolchen, die er ständig am Gürtel trug. Wojalf, sein Volk, die hohen nördlichen Burgen waren die Letzten, die Barkat bezwang. Mit unbarmherziger Hand zählte er sie nun zu seinen Untertanen. Dafür er zahlreiche Verluste seinerseits hinnahm. Er erinnerte sich an die harte Schlacht um Kafrot. An die Vorteile, welche die Burgherren besaßen, deren Soldaten sich bestens in dem ungeheuren Waldgebiet auskannten, das Kafrot umgab.

   Kafrot war unbestreitbar eine gewaltige Festung, die ihresgleichen suchte. In der gesamten Mitte des Landes stellte sie allein seine Burg mit all seinen Ausmaßen in den Schatten.

   Den Burschen weiterhin betrachtend, der in der Rolle des Vertreters von Kafrot hier an der Tafel saß, schwenkte er auf ein Neues den Kelch. Er beneidete den Kerl um den athletischen Körper, den dieser mit dicken Tierfellen verdeckte. Durch jene Kleidung, die er zu tragen pflegte, die Art, wie er anderen gegenüber auftrat, täuschte Wojalf gerne seine Gegner. Barkat dagegen nicht mehr. Er hatte unausweichlich Erfahrungen mit ebendiesem Krieger erlangt. Zu der Zeit des Krieges belächelte er ihn. Verhöhnte sein Volk. Erachtete ihn nicht als einen ernst zu nehmenden Kämpfer, bis er ein Gespür dafür bekam, wie sich Wojalf im Kampf verhielt. Wie gegen ein ungebändigtes Tier anzukämpfen, so war es ihm vorgekommen. Nicht gegen einen Krieger. Bis heute, sooft er ihn ansah, überkam ihn das sonderbare Gefühl, dass mit diesem Burschen etwas nicht stimmte.

   Mit einem weiteren Schluck des würzigen Weines ließ er seine grüblerischen Gedanken von dem Mann abgleiten. Er hielt den leeren Kelch seiner kostbarsten Sklavin hin, die einer Statue gleich neben dem Thron stand. Zu ihr schielend beobachtete er, wie sie den Becher füllte, wobei er in dem Moment am liebsten ihren Körper unter sich gelüstete, anstatt hier vor den Abgesandten zu sitzen.

   Sie war eine Augenweide. Er bereute bisher keinen Augenblick, sie vor zwei Sommern einem Sklavenhändler abgekauft zu haben. Zwar für einen stolzen Preis, trotz alledem war sie jeden Taler wert, den er ausgegeben hatte. Sie war nicht wie die anderen Sklavinnen, willig sowohl gehorsam. Nein. Sheren widersetzte sich ihm gerne, zeigte ihre Kralle, was er an ihr liebte. Die Wildheit. Ihr Wille, sich nicht unterzuordnen. Es versprach ihm Abwechslung zu den zahmen Sklavinnen, wobei ihr Temperament zugegeben langsam nachließ. Seine Augen glitten über ihren wohlgeformten Körper, der von einem halbdurchsichtigen, eng geschnittenen Kleid verhüllt war. Breite Träger ohne Ärmel gewährten einen Blick auf ihre schmalen Schultern. Er wählte bewusst dieses Gewand. Denn dadurch sah er deutlich ihre reizvolle Hüfte mit dem knackigen Hintern. Die schlanke Taille. Den straffen Bauch ebenso die rundlichen Brüste, die er zu gerne mit den Händen packte. Aus dem Augenwinkel erkannte er, dass sie nicht nur seine Blicke anzog, sondern ebenfalls die der anwesenden Herren, was ihn köstlich amüsierte. Ein Grund weswegen er sie neben sich verlangte. Er benutzte sie ab und zu, um Skeptiker zu locken, auf seine Seite zu ziehen, indem er sie für eine Nacht auslieh. Was ihm zwar schwerfiel, ihm bisher trotz alledem nur Nutzbringendes erbracht hatte.

   Langsam führte er den Kelch an seine Brust und richtete die Aufmerksamkeit nach vorne zu dem langen Tisch. Aus dem Augenwinkel bemerkte er, dass Wojalf ebenfalls von der Schönheit Sherens angezogen zu sein schien. Mit einem hinterlistigen Lächeln überdachte er, ob er Sheren zum Vorteil nutzte, indem er sie Wojalf auslieh. Vorstellbar das er den Burschen für sich gewann. Abgesehen davon, hatte er den Rat abzuhalten, weswegen die Abgesandten alle an der Tafel hockten. Mancher schaute ihn voller Erwartung an, was heute auf einen zukam, doch die anderen zeigten die unterschiedlichsten Gesichtsregungen. Er war sich bewusst, dass manch einer der Lords, oder Vertreter nur nach außen hin ihm wohlgesinnt war. Hatte Kenntnis von den Intrigen, die sie gegen ihn spannen, wobei er dieses Spiel liebte.

   Barkat setzte sich bequemer auf seinen Thron, trank einen Schluck Wein, der ihm wohltuend die Kehle hinunterrann, musterte dabei aus reiner Gewohnheit jeden einzelnen, bevor er mit tiefer, brummender Stimme sprach: „Ich bin angetan, dass es wahrlich viele Lords, deren Vertreter und abgesehen davon, meine getreuen Vasallen es geschafft haben hierherzukommen. Heute, da alle nach harten Zeiten vereint an dieser Tafel erschienen sind, komme ich gleich zu den wichtigsten Anliegen.“ Mit einem Zug leerte er den Kelch und stellte ihn ruppig auf den Tisch. „Die neuen Regeln, ebenso die Gesetze, die von dem heutigen Tag an für jegliche Reiche gelten.“ Er legte ein drohendes Knurren in seine Stimme, um dem Letzten in dem Raum zu verdeutlichen, dass er keine Widerrede duldete.

   „Ein Jahr ist vergangen, seit die übrig geblieben Lords kapituliert haben. Ihre Ländereien in meiner Hand sind. Es ist daher an der Zeit, dass ich die Zügel Eurer Herrschaft über den Besitz straffer ziehe. Ab sofort zahlt Ihr den vollen Tribut an mich ab. Wenn nicht, ergeht es Euch wie einigen anderen Lords und einer meiner Vasallen übernimmt die Kontrolle der Besitztümer. Wehe dem, der nicht löhnt, gegen ein Gesetz widrigenfalls eine Regel verstößt, der lernt meinen Zorn kennen. Nicht er für sich, sondern obendrein die Übrigen ebenso!“ Wie er es liebte, die Reaktionen in den Gesichtern der versammelten Herren zu beobachten. Mancher erstarrten buchstäblich zu Stein. Bei anderen brach der Schweiß aus, der im Licht der herein scheinenden Sonne auf den Stirnen schimmerte. Wieder andere blieben nach außen hin beherrscht auf ihren Stühlen sitzen, doch Barkat ahnte, dass es in ihnen drinnen brodelte. Sei es aus Angst, oder aus Hass. Ein paar rutschten unstet auf dem Platz umher, versteckten ihre Hände unter dem Tisch, damit er nicht das nervöse Zittern sah. Er erblickte zugleich geballte Fäuste und hastig geleerte Gläser, um unbehagliche Regungen zu vertuschen. Wenngleich keiner von ihnen einen Mucks von sich gab.

 

§

 

   Indem der Tyrann Barkat mit gelassener Stimme die Regeln, wie Gesetze aufstellte, erläuterte wie die Steuern nebst den jährlichen Abgaben aussahen, erlaubte sich Wojalf, jeden an dem Tisch abschätzend zu mustern. Es war erst die zweite Versammlung, zu der Bakusch ihn geschickt hatte, woraufhin er weitere der Lords, zugleich, deren Vertreter sah. Er versuchte einzuschätzen, wer von ihnen ein Vasall Barkats war, oder ein unterdrückter Lord, was ihm schwerfiel. Ungeachtet dessen hatte er etwas herauszufinden, was in diesem Augenblick kinderleicht war, denn er brauchte lediglich die Gesichtsregungen zu beobachtet. Jedoch, seine Konzentration blieb nicht lange auf die Abgesandten gerichtet. Ständig schweifte sein Blick zu der braunhaarigen Schönheit. Haftete für einen Moment an ihrem Körper. Sie war ihm bereits bei der ersten Versammlung aufgefallen, als sie einer Statue gleich neben dem Thron verharrte. Heute hatte sie wieder dem Tyrannen zu Diensten zu sein, was ihn zu seiner eigenen Überraschung empörte.

    Dahingehend, dass Barkat es nicht zu deutlich mitbekam, betrachtete er sich diese Schönheit genauer. Durch den halbdurchsichtigen Stoff erkannte Wojalf, dass Barkat sie nicht sanft behandelte. Ab und an blitzte ein blauer Fleck durch das Gespinst. An ihren Armen bemerkte er verkrustete Schrammen, und ihm war nicht die Beule an ihrer Stirn entgangen, die sie mit ihren langen Haaren verdeckte. Mit einem starren, teilnahmslosen Ausdruck stand sie da, rührte keinen Finger, außer wenn sie den Kelch befüllte. Ungeachtet dessen entging ihm nicht, dass ein ungebändigtes Feuer aus Wut zugleich Hass in ihren grünen Augen schimmerte.

   Im Saal ebbte das Stimmengewirr stetig ab. Wojalf hatte das unliebsame Gefühl, das man ihn beobachtete.

   Als er den Blick von ihr abwendete, erkannte er, dass er mit der Vermutung nicht falsch lag. Barkat sah ihn mit einem belustigten, schiefen Lächeln an. Erst in dem Augenblick merkte Wojalf, dass er die Sklavin an Barkats Seite zulange, ohnehin zu eindeutig musterte.

   Mist. Wieso habe ich das zugelassen. Dieser Fehler ist unverzeihlich, schimpfte er sich in Gedanken. Gleichzeitig behielt er Barkat voll Argwohn im Auge.

   Barkat beugte seinen Oberkörper mehr zu der Sklavin hin, um mit einem Kopfnicken, zugleich mit den Worten auf sie zu deuten: „Wie ich sehe, habt Ihr gefallen an meiner Sklavin Sheren gefunden, oder irre ich mich?“, grinste Barkat hämisch, indem er weiter sagte: „Ja, ja. Sie ist eine Schönheit, wenngleich hin und wieder ein ungebändigtes Biest!“ Dabei packte er sie grob am Gesäß, weswegen sie den Krug um ein Haar aus den Händen verlor, ihn aber rechtzeitig auffing, wogegen ein paar Tropfen zu Boden tropften. Barkat lachte daraufhin donnernd. Sie dagegen reckte trotzig ihr Kinn. Wojalf bemerkte zugleich ein Aufbegehren in ihren Augen. Er hat sie noch nicht komplett gebrochen, schoss es ihm durch den Kopf, woraufhin eine sonderbare Idee in ihm aufkeimte. Ehe er diesen Gedanken weiterverfolgte, grollte Barkat amüsiert: „Hättet Ihr Lust, sie für Euch zu haben?“

   Wojalf entging der lauernde Unterton nicht. Abgesehen davon erlangte er unverhofft eine Gelegenheit, seine aufkeimende Eingebung umzusetzen. Er gab vor, wie wenn er über das Angebot nachdachte, bevor er nickte. Er beobachtete wie Barkat ihr Gesäß begehrlich tätschelte, grinsend ausholte, um ihr einen Klaps zu verpassen. Erneut entglitt ihr die Karaffe um ein Haar aus den Händen. Kehlig lachend, entwand Barkat ihr den Krug und deutete mit einem Kopfnicken auf Wojalf.

   „Sheren. Heute Abend hast du einen wahren Glücksfang erlangt. Du bekommst das Vergnügen dem Freund hier dein Temperament zu zeigen.“ Er schob sie bestimmend nach vorne und lachte grölend. Zugleich trat sie widerwillig auf Wojalf zu.

   Wojalf schluckte unweigerlich bei ihren betörenden Bewegungen. Sie fing an, ihm zu gefallen. Trotz alledem, es war ihm vergönnt eine Nacht über sie zu verfügen. Bewundernd sah er sie an, ehe sie mit steifer Haltung auf seinen Oberschenkel sank. Er drückte ihren Körper zögernd gegen sich, legte unbeholfen einen Arm um ihre Taille, die Hand auf ihren Schenkel, als Barkat schallend lachte.

   „Wojalf. Ich gab die Erlaubnis, Euch mit ihr zurückzuziehen, um Euren Spaß zu haben. Denn ich sage es nicht zweimal. Ich gebe sie ausschließlich für eine Nacht her. Sie ist meine wertvollste Sklavin. Behandelt sie daher sorgsam, nicht das mir morgen Klagen zu Ohren kommen.“

   Sein dröhnendes Gelächter steckte zögernd ein paar der Anwesenden an, was Wojalf zunehmend missfiel. Er schob die Sklavin von sich, stand auf und bedeutete ihr, mit einem knappen Kopfnicken ihm zu folgen. Das Johlen der Abgesandten war weithin im Gang zu vernehmen, weswegen er seine Schritte beschleunigte, um außer Hörweite zu kommen. Er sah zur Seite, wo sie gehorsam einherging, gleichzeitig drängte sich eine Frage in seine Gedanken. Wie setzte er in einer Nacht die Idee um?

   Er hielt vor der Tür zu dem Gemach inne, dass den Vertretern von Kafrot, wenn nicht Lord Bakusch zugeteilt war. Beherzt ergriff er die Klinge und trat hinein. Nach ihr schloss er hastig die Tür, drehte sich auf dem Absatz herum, um sie eingehend, sowohl gründlicher zu mustern. Wojalf entdeckte weitere blaue Flecken, zugleich Schrammen. Dafür, dass sie sein Liebling ist, behandelt er sie nicht pfleglich, grollte er. Er schritt an einen Stuhl heran, an dessen Lehne eine Wildledertasche hing. Diese öffnete er, suchte eine Tonphiole, gleichzeitig ein weiches, säuberliches Tuch. Er klemmte den Korken der Phiole zwischen seinen Zähnen ein, zog ihn quietschend heraus, parallel winkte er sie herbei.

   „Zieh das Gewand aus“, befahl er sanft nuschelnd, den Pfropfen weiterhin mit den Zähnen haltend.

23 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  T-prinzessinvor 2 Jahren

So, wie versprochen meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Melanie-H%C3%A4cker/Die-Miremer-Saga-2567937934-w/rezension/2813709931/

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Ich hoffe, die anderen Gewinner melden sich auch noch :)

Mit dieser Leserunde möchte ich noch mehr Leser in meine Welten entführen.

Will herausfinden, wie mein Buch bei euch ankommt. Ist es spannend? Zu schnulzig? Fesselt euch Tarija Reise?

Ich werde diese Leserunde mit der Verlosung von EBooks starten, die ich euch am Ende der Auslosung per Email zuschicken werde.

Hallo ihr Lieben,

ich traue mich nun auch, mit euch eine Leserunde zu starten. Ich werde kostenlose Exemplare als EBook verlosen, die ich euch per Email als PDF zukommen lasse.

Zu mir:

Ich bin jetzt seit einem Jahr Self-Publisherin und mache wirklich "fast" alles selbst. Vom Buchcover bis über die Vermarktung durch Epubli. ich habe keine Lektoren oder Korrektoren, sondern arbeite eng mit Testlesern zusammen. Daher habt bitt ein einsehen, wenn Fehler auftauchen.

Um euch nicht ganz ins kalte Wasser zu schmeißen habe ich hier einen Link

 https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID144960075.html

über den ihr ein bisschen in das Buch hineinschnuppern könnt.

Wenn es euch zusagt, ich euch neugierig gemacht habe, dann würde ich mich sehr freuen mit euch darüber zu diskutieren.


Liebe Grüße


Melanie Häcker

34 BeiträgeVerlosung beendet
malavhenans avatar
Letzter Beitrag von  malavhenanvor 3 Jahren

Hallo, ich bin leider noch nicht dazu gekommen, das Buch zu lesen!

Hallo liebe Leser,
wie ihr bestimmt schon festgestellt habt, bin ich eine Neu-Autorin. Dennoch bin ich ein wenig neugierig. Wer von euch kennt schon meine Bücher? Hat sie vielleicht bereits gelesen, davon gehört oder hätte Interesse sie zu lesen?
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Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Melanie Häcker wurde am 03. Januar 1983 in Kandel/ Pfalz (Deutschland) geboren.

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