Melanie Hughes

 3,9 Sterne bei 34 Bewertungen
Autorin von Will ich ein Kind?.
Autorenbild von Melanie Hughes (©Fotograf: Raimar von Wienskowski)

Lebenslauf

Autorin Melanie Hughes ist Geschäftsführin und Mitgründerin eines Unternehmens in der datenbasierten Online-Werbung. Lange war sie unschlüssig, ob sie ihren Karriereweg, ihre Unabhängigkeit und ihre glückliche Paarbeziehung gegen ein Familienleben eintauschen soll. In ihrem Buch "Will ich ein Kind? Ja nein vielleicht" teilt sie mit ihren Leserinnen ihren Entscheidungsweg. 

Melanie Hughes lebt mit Ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Frankfurt am Main. 


Alle Bücher von Melanie Hughes

Cover des Buches Will ich ein Kind? (ISBN: 9783841906922)

Will ich ein Kind?

 (34)
Erschienen am 06.02.2020

Neue Rezensionen zu Melanie Hughes

Cover des Buches Will ich ein Kind? (ISBN: 9783841906922)
FranzysBuchsalons avatar

Rezension zu "Will ich ein Kind?" von Melanie Hughes

Fremde Menschen geht dieses Thema einfach nichts an! Auch nicht, wenn sie zu Freunden oder Familie gehören
FranzysBuchsalonvor 2 Jahren

Buchinfo
Mit Ende 30 ist Melanie Hughes immer noch unschlüssig, ob sie überhaupt Kinder haben möchte. Ihre biologische Uhr tickt einfach nicht so laut wie bei anderen. Und was spricht nicht alles gegen Kinder! Karrierestopp, Rolle des Hausmütterchens, keine Zeit mehr für sich selbst, Überforderung bei der Bewältigung des Alltags mit Kind, Job und Haushalt – attraktiv ist etwas anderes. Da sie sich von dem Gedanken aber auch nicht restlos verabschieden kann, beschließt sie, alles zusammenzutragen, was für und gegen das Kinderkriegen spricht. Wie stark würde sich ihr Leben in Bezug auf Karriere, Partnerschaft, Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung verändern? Im Ergebnis spricht weiterhin sehr viel gegen Kinder - aber auch einiges dafür. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Sich von Angst leiten zu lassen, ist keine Lösung, ebenso wenig wie abzuwarten, bis die Natur einem die Entscheidung abnimmt. Am Ende fällt sie eine Entscheidung, mit der sie vorher selbst nicht gerechnet hat … Ein Buch, das Frauen helfen und ermutigen soll, aktiver in die Kinderfrage einzusteigen und eine bewusste Entscheidung zu treffen, mit der man glücklich wird. (Quelle: Amazon)


Anfang

Zwei Turteltäubchen im Restaurant. Der Hauptgang wird serviert und die erste Flasche Wein ist schon fast leer. Der Grund dafür ist weniger unser großer Durst als der eifrige Kellner, der alle zwei Minuten nachzuschenken scheint.


Meine Meinung

Viele Paare (vor allen Dingen aber biologische Frauen) kennen die Situation - irgendwann kommt die Frage nach Kindern auf. Innerhalb der Partnerschaft auch richtig und wichtig, nicht aber, wenn diese Frage von außerhalb kommt. Ich finde da macht es auch keinen Unterschied, ob es sich um Familie, Freunde oder Fremde handelt, außer die, die es direkt betrifft, geht es einfach niemanden etwas an!


Eines Tages, so nahm ich an, würde sich der Kinderwunsch einschleichen wie ein Herpesvirus. Einmal eingefangen, nie wieder weg.
(Position 128-129)


Ich persönlich möchte selbst entscheiden, ob ich mit irgendjemandem über dieses Thema sprechen möchte, oder eben nicht. In allererster Instanz ist es ganz alleine meine Wahl, ob ich Kinder haben möchte oder nicht und als Zweiten, betrifft es meinen Partner - ich bin bei uns immerhin die mit der Gebärmutter ^^ Ich möchte nicht von Hinz und Kunz befragt werden, warum wir denn keine Kinder haben, ob wir denn nicht auch mal welche wollen oder die kluge Belehrung hören, dass es langsam aber sicher knapp wird, so mit über 30.


Naiv, wie ich in meinen Zwanzigern war, dachte ich allerdings, dass Geduld im Umgang mit Kindern im Leben einer Frau vorprogrammiert sei, wie das Einsetzen der Periode. Letztere bekam ich mit dreizehn, auf den Rest warte ich noch.
(Position 162-164) 


Was einfach als nette Frage mit ernsthaftem Interesse gemeint sein kann, kann nämlich nicht nur nerven, sondern Menschen auch triggern und ihnen zusetzen. Nicht jeder Mensch und jedes Paar lebt freiwillig kinderlos. Es gibt Menschen, die sich aktiv gegen Kinder entscheiden, aber es gibt eben auch Menschen, die dabei kein Mitspracherecht haben. Vielleicht klappt es einfach nicht, vielleicht haben sie auch schon Fehlgeburten ertragen müssen, oder die ein oder andere Prozedur in der Kinderwunschklinik über sich ergehen lassen und trotzdem kein Erfolg. Durch Fragen nach dem Kinderwunsch können diese Menschen sich unter Druck gesetzt fühlen, oder schmerzhafte Erlebnisse und Diagnosen immer wieder durchleben müssen. Bitte bedenkt das, bevor ihr das nächste Mal jemanden danach fragen möchtet. Seid euch gewiss, wenn die Person mit euch darüber sprechen möchte, macht sie es von ganz alleine.


So, nun aber endlich zum Buch.

Ich kann direkt sagen, dass es sich hierbei nicht um ein Sachbuch und auch nicht um einen Ratgeber handelt. Solltet ihr euch selbst unsicher sein, wie es bei euch mit der Kinderplanung weitergehen soll, werdet ihr hier keine Antwort auf eure Frage finden. 

Solltet ihr aber genervt sein, dass im Freundeskreis immer wieder die Frage nach einem Kind aufkommt und das Gefühl haben, das wirklich alle mittlerweile Kinder haben, nur ihr nicht und dass mit euch ja etwas nicht stimmen muss, dann seid ihr hier genau richtig! 

Melanie Hughes geht mit sehr viel Humor der Frage auf den Grund, ob es nicht vielleicht völlig normal ist lange Zeit nicht zu wissen, ob und wann man Kinder haben möchte. Sie beleuchtet alle Situationen, in denen sich jede kinderlose Frau* mit spätestens 30 schon befunden hat, und liefert indirekt Ideen und Ratschläge, wie man darauf kontern kann, wenn man nicht darüber sprechen möchte.


Vielleicht sollte ich ihnen einfach erzählen, ich sei ohne Geschlechtsorgane geboren worden. Dann hätten sie vielleicht Mitleid.
(Position 216-217) 


Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich mich auch in unglaublich vielen Situationen erkennen konnte, die die Autorin beschrieben hat. Ab einem gewissen Alter und einer gewissen Dauer einer Beziehung wird eben einfach erwartet, dass man doch mal Kinder produziert. Scheinbar gehört das für viele Menschen eben einfach dazu - ansonsten stimmt etwas mit euch oder eurer Beziehung nicht. Ich liebe das ja sehr, wenn Menschen von außen der Meinung sind, dass sie wissen, was ich möchte oder was bei mir nicht ganz rund und richtig läuft!


Fazit

Ein sehr humorvolles Buch, das sicherlich sehr vielen Kinderlosen dort draußen aus der Seele spricht und ihnen deutlich macht, dass sie damit nicht alleine sind.

Ich würde dieses Buch auch gerne den Menschen empfehlen, die bei anderen immer wieder die Frage nach Kindern stellen, damit sie vielleicht endlich verstehen, dass es eben nicht nett gemeint ist und definitiv kein Thema für Smalltalk ist, sondern nur die Personen zu interessieren hat, die direkt davon betroffen sind!

Cover des Buches Will ich ein Kind? (ISBN: 9783841906922)
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Rezension zu "Will ich ein Kind?" von Melanie Hughes

Tja ja oder nein
Gucci2104vor 4 Jahren

Da ich mich selbst kinderlos in den 30ern befinde, war es ein muss dieses Buch zu lesen. Es beleuchtet das für und wider der Kinderentscheidung. 

Es ist kurzweilig und unterhaltsam und ich glaube jede Frau findet sich in mindestens einem der Kapitel wieder. Ich habe mich in fast allen wiedererkannt. Sei es der Druck aus der Familie, die Freundinnen, welche fast alle Mütter sind, die Frage nach dem richtigen Partner oder die Arbeitswelt. Auch die Angst vor der Schwangerschaft sowie der Geburt spielt eine Rolle. Das Ende war nicht ganz meins aber hier hat sie rein ihre eigenen Gedanken einfließen lassen. Es ist auf jeden Fall eine Entscheidungshilfe um sich erstmal über den Ist-Zustand klar zu werden.

Cover des Buches Will ich ein Kind? (ISBN: 9783841906922)
Julia_liests avatar

Rezension zu "Will ich ein Kind?" von Melanie Hughes

Hilfreicher und äußerst unterhaltsamer Ansatz zur K-Frage
Julia_liestvor 4 Jahren

Melanie Hughes, Ende 30, schrieb „Will ich ein Kind – Ja – Nein – Vielleicht“ als Entscheidungshilfe um ihre eigene Kinderfrage für sich zu klären.


Hierbei setzt sie sich mit allen Aspekten auseinander, die Frauen in der heutigen Zeit umtreiben: Gesellschaftlicher Druck, Gleichberechtigung/Geschlechterrolle, mangelnde Betreuungsangebote, Karriere, Partnerschaft, körperliche und charakterliche Veränderung in der Schwangerschaft und nach der Geburt und dem Verzicht (angefangen von bestimmten Lebensmitteln bis zur Freizeitgestaltung).


Neben dem hochinteressanten Thema hat mich der Schreibstil sofort an das Buch gefesselt. Mit einer gehörigen Portion Ironie und Sarkasmus lässt Melanie Hughes den Leser an ihren ganz persönlichen Gedanken zum Thema Schwangerschaft und dem Muttersein teilhaben. Man fühlt sich fast wie im direkten Gespräch mit der Autorin. Sie war mir gleich sympathisch, da ich mich mit ihren Gedanken fast zu 100% identifizieren konnte, welche mich auch in meiner eigenen Überlegung gestärkt und irgendwie beruhigt haben (Stichwort „Muss ich Kinder mögen?“).


Zwar scheint es, als spräche faktisch mehr für eine Entscheidung gegen ein Kind aber die Autorin ist am Ende des Buchs doch zu dem Entschluss gekommen, es zu probieren. Ihr Blick auf ihr 80jähriges Selbst, einmal mit einem Leben mit und einmal ohne Kind, plus die Aussage, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist, hat viel in mir bewirkt.


Egal was eine Frau aus ihren fruchtbaren Jahren macht – sie sollte die Entscheidung immer aktiv treffen und die Zeit nicht verstreichen lassen, bis die Natur die Sache selbst regelt. Für mich eine ganz wichtige Aussage. Man muss mit seiner Entscheidung schließlich leben können.


Mittlerweile hat Melanie Hughes eine Tochter bekommen. Mich würde ein ähnlich geartetes Buch über die Veränderung des Alltags mit Kind von ihr auch sehr interessieren.

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Community-Statistik

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