Melanie Metzenthin

 4,5 Sterne bei 525 Bewertungen
Autorenbild von Melanie Metzenthin (©)

Lebenslauf von Melanie Metzenthin

Authentische Erzählungen vergangener Zeiten: Melanie Metzenthin, geboren 1969 in Hamburg, ist hauptberuflich Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Zu ihren Patienten gehörten lange Zeit sowohl traumatisierte Menschen als auch psychisch kranke Straftäter. 

Ihre berufliche Erfahrung bringt sie gern in ihre Arbeit als Schriftstellerin ein. Viele ihrer Figuren profitieren so von einer Tiefe, die ihnen viel Glaubwürdigkeit verleiht.

Melanie Metzenthin veröffentlicht bei verschiedenen deutschen Verlagen hauptsächlich historische Romane, in denen die Medizin  und häufig auch die Psychiatrie eine wichtige Rolle spielen. 

Neue Bücher

Cover des Buches Die Hafenschwester (3) (ISBN: 9783453292468)

Die Hafenschwester (3)

Erscheint am 30.08.2021 als Taschenbuch bei Diana.

Alle Bücher von Melanie Metzenthin

Cover des Buches Im Lautlosen (ISBN: 9781542045964)

Im Lautlosen

 (100)
Erschienen am 11.07.2017
Cover des Buches Mehr als die Erinnerung (ISBN: 9782919804313)

Mehr als die Erinnerung

 (60)
Erschienen am 14.05.2019
Cover des Buches Die Stimmlosen (ISBN: 9782919801343)

Die Stimmlosen

 (52)
Erschienen am 17.07.2018
Cover des Buches Die verstummte Liebe (ISBN: 9782496703924)

Die verstummte Liebe

 (46)
Erschienen am 12.01.2021
Cover des Buches Die Sündenheilerin (ISBN: 9783492264549)

Die Sündenheilerin

 (49)
Erschienen am 01.07.2011
Cover des Buches Schicksalsstürme (ISBN: 9783492274166)

Schicksalsstürme

 (21)
Erschienen am 13.08.2012

Melanie Metzenthin im Gespräch

Melanie Metzenthin ist Autorin – und Ärztin. Im Interview verrät sie uns, woher sie die Inspiration für ihre Bücher nimmt und was sie unbedingt noch lernen möchte. Seid gespannt!

Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Dass sie in meinen Geschichten leben und die Figuren wie echte Freunde erleben, von denen der Abschied schwer fällt.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Spontan – da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, sei es auf der Arbeit oder beim Autofahren, beim Spazierengehen, oder wenn ich auf einen interessanten Bericht im Fernsehen, in der Zeitung oder im Internet stoße. Letztlich inspiriert mich das ganze Leben und das ist einfach großartig.

Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?

Soundtracks, die müssen einfach passen. Zu „Im Lautlosen“ hörte ich den Soundtrack „Love and the Hunter“ aus Downton Abbey, zu „Die Stimmlosen“ war es aus dem Album Elyrion – das sind Soundtracks für Rollenspiele – der Titel „Stunde des Schicksals“ und für „Mehr als die Erinnerung“ war es der Soundtrack zu der Netflix-Serie Marco Polo – da hörte ich den Main Title rauf und runter. Im Grunde gibt es zu jedem meiner Bücher eine Musik, die ich später für immer damit verbinde.

Hast du ein Lieblingswort?

Nein, die deutsche Sprache hat so viele wunderbare Worte, vor allem alte Worte, die langsam in Vergessenheit geraten, die muss man pflegen.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Das ist immer unterschiedlich. Meist sind es Bücher von Autorenkolleginnen, die mich sehr beeindruckt haben und die gerade zur persönlichen Situation des zu Beschenkenden passen. Das Buch muss zum Anlass passen.

Gibt es etwas, was du gerne lernen würdest?

Ich lerne immer gern neues über unsere Geschichte und bin eine begeisterte Museumsbesucherin. Je mehr man sich in die Geschichte vertieft, umso mehr interessante Dinge findet man. Rein sportlich betrachtet würde ich gern Messerwerfen lernen. Habe da aber noch nie einen Kurs für gefunden.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Für leckeres Essen. Deshalb muss ich auch immer aufpassen, um mein Gewicht zu halten.

Ein Satz über dein neues Buch:

Ein Sittengemälde der Psychiatrie Anfang des 20. Jahrhunderts und eine Geschichte über eine große Liebe, die sich durch nichts zerstören lässt.

Ein Satz aus deinem neuen Buch:

„Aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre Bernhard, dann würde ich mir wünschen, dass ich alle Freiheiten, die mir meine Einschränkung noch lässt, genießen kann.“ Bernhard ist der Ehemann meiner Heldin Friederike und seit einer Hirnverletzung, die er sich im Krieg zuzog, auf dem geistigen Stand eines Kindes.

Zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Winnetou – und dann würde ich mit ihm einen Haufen toller Abenteuer erleben, während Old Shatterhand gerade bei Hadschi Halef im Orient ist.

Neue Rezensionen zu Melanie Metzenthin

Cover des Buches Die verstummte Liebe (ISBN: 9782496703924)SabrinaWs avatar

Rezension zu "Die verstummte Liebe" von Melanie Metzenthin

Emanzipation, Krieg und tiefe Gefühle
SabrinaWvor 2 Monaten

„Die verstummte Liebe“ beschreibt das Leben und Lieben der Helen Mandeville im frühen20. Jahrhundert.

Der Roman von Melanie Metzenthin ist 2021 bei Tinte&Feder (amazon) erschienen. Die Taschenbuchausgabe hat gut 450 Seiten.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd.  Die Figuren sind fiktiv (mit wenigen Ausnahmen, die historisch belegt sind) aber sehr gut beschrieben. Ich konnte sie mir gut vorstellen und mich (teilweise) sehr gut in die ein oder andere Figur hineinversetzen. Die psychische Entwicklung der Protagonistin ist faszinierend aber leider auch sehr traurig. Die historischen Details (technischer Fortschritt, politische Geschehnisse) sind authentisch und die Beschreibungen der Handlungsorte macht es einfach, sich diese vorzustellen.

Die Handlung ist spannend und ich habe die ganze Zeit „mitgefiebert“. Das Buch macht Lust auf mehr und ich werde mir die anderen Bücher der Autorin sicher auch noch besorgen.

Fazit: Obwohl ich eigentlich keine historischen Romane mag, habe ich dieses Buch sehr gern gelesen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut! Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Cover des Buches Im Lautlosen (ISBN: 9781542045964)Lesefee2305s avatar

Rezension zu "Im Lautlosen" von Melanie Metzenthin

Im Lautlosen
Lesefee2305vor 3 Monaten

„Ich will den Menschen helfen, die sonst keine Stimme haben. Und wenn ich ihnen nicht helfen kann, will ich wenigstens dafür sorgen, dass sie ein menschenwürdiges Leben führen können.“

 

„Im Lautlosen“ ist ein historischer Roman von Melanie Metzenthin. Er erschien im Juli 2017 im Tinte und Feder Verlag von Amazon Publishing und ist der erste Band der „Leise Helden-Reihe“. Er kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden.

Paula und Richard lernen sich 1926 in Hamburg kennen und lieben. Beide sind angehende Ärzte und möchten als Psychiater arbeiten. Während Paula mit dem klassischen Rollenbild der Frau zu kämpfen hat, beobachtet Richard mit Sorge, wie manche Kollegen die „Vernichtung von lebensunwertem Leben“ propagieren und lehren. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen wird auch die Bedrohung für Paula und Richard größer, denn ihr Sohn ist gehörlos geboren und daher in großer Gefahr. Um ihre Familie zu schützen gehen sie große Risiken ein und versuchen gleichzeitig auch andere Menschen vor dem grausamen Schicksal zu bewahren, was wiederum eine große Bedrohung für sie selbst darstellt…

 

Melanie Metzenthin schafft es mit ihrem Roman erneut, mich sofort in den Bann zu ziehen. Auf bewegende und berührende Art und Weise schildert sie, wie Paula und Richard Hellmer sich kennen und lieben lernen. Beide sind sehr empathische und sympathische Menschen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und versuchen ihnen zu helfen. Nächstenliebe wird bei ihnen großgeschrieben und nicht umsonst, haben sie sich dem Arztberuf verschrieben.

Umso schlimmer ist es für die beiden, als ihnen klar wird, dass die Nationalsozialisten körperlich und geistig behinderte Menschen systematisch ermorden. Als ihr Sohn Georg gehörlos geboren wird, stehen auch er im Fokus des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und ist somit in größter Gefahr. Mit viel Einsatz und Mut versuchen Paula und Richard dennoch, nicht nur Georg zu beschützen, sondern auch weitere Menschen vor der Willkür der Nationalsozialisten zu retten. Gerade Richard bringt sich mit seinen Handlungen jedoch in große Gefahr und kann sich schließlich nur durch die Unterstützung seines besten Freundes Fritz retten…

Die Entscheidungen, vor denen Richard und Paula stehen sind einfach nur schrecklich und unvorstellbar. Es ist mir unbegreiflich, wie man entscheiden kann, wer stirbt und wer lebt – und gerade deshalb habe ich größten Respekt vor Menschen, die genau dies in der Realität des Dritten Reiches taten und damit Leben retteten! Melanie Metzenthin verpackt dieses furchtbare Thema in ihrem Roman aber sehr gut. Medizinische sowie ethische Aspekte werden veranschaulicht, aber auch die Gefühle von Richard und Paula werden mehr als deutlich. Auf interessante und gleichzeitig bewegende Weise schildert die Autorin diese Taten in ihrem fiktiven Roman. Der Widerstand von Paula und Richard ist dabei eher lautlos, aber dennoch unglaublich wirksam und mutig. Mir hat dieses Romanthema sehr zugesagt, da ich bisher nur wenig über die Verfolgung körperlich und geistig behinderter Menschen im Nationalsozialismus wusste.

Zudem spielen Familie und Freundschaft eine große Rolle im Roman, denn ohne den Zusammenhalt und die Hoffnung auf bessere Zeiten, wäre die Familie wohl kaum durch diese schwere Zeit gekommen…

Die Darstellung der Figuren ist insgesamt sehr authentisch und realistisch, die Charakterisierung auch bei den Nebenfiguren sehr gut gelangen. Gerade der beste Freund von Richard, Fritz Ellerweg, gefällt mir sehr gut. Er hat einen unglaublichen Optimismus und sieht die Dinge immer von der positiven Seite. Doch auch mit ihm meint das Leben es nicht immer gut und auch sein Schicksal kann er nur durch die Unterstützung seiner Freunde ertragen.

Auch der Schreibstil ist unglaublich flüssig und mitreißend, die Darstellung der Ereignisse bildlich und authentisch. Historische Ereignisse und echte Personen werden in die fiktive Handlung eingebaut, ein Nachwort rundet die historische Einordnung ab.

Gefallen hat mir zudem die Einbindung des Buchtitels in den Roman, da die Handlungen von Paula und Richard eher lautlos helfen, aber dennoch so unglaublich wichtig sind.

Als einzigen Kritikpunkte habe ich mal wieder, dass im Roman selbst nicht erkennbar ist, dass das Buch zu einer Reihe gehört. Dies finde ich immer sehr schade, denn ich denke, dass so der ein oder andere Leser übersieht, dass es Folgebände gibt oder eben auch die Folgebände kauft und erst später feststellt, dass es vorherige Bände gibt. Ich würde mir hier eine klare Beschriftung am Buchanfang wünschen.

 

Mein Fazit: Ein gut recherchierter und mitreißend geschriebener historischer Roman mit einem wichtigen Thema. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Cover des Buches Die Stimmlosen (ISBN: 9782919801343)Babajagas avatar

Rezension zu "Die Stimmlosen" von Melanie Metzenthin

Jede Menge Neuanfänge
Babajagavor 3 Monaten

Das Buch:

Es handelt sich bei diesem Buch um den quasi 3. Teil der Reihe Leise Helden. Quasi deshalb, weil er als 2. Band erschien, zeitlich betrachtet aber als 3. in die Reihe gehört. Das Buch kann zwar unabhängig von den anderen beiden Bänden gelesen werden, macht jedoch deutlich mehr Freude, wenn man zumindest den Vorgänger “Im Lautlosen” kennt.

Der zeitliche Rahmen umfasst die Jahre 1945 bis 1953 - eine Zeit, die geprägt war von Neuanfängen. 

Worum geht’s?

Hamburg 1945 - der Krieg ist vorbei, die Stadt ist nur noch ein Trümmerhaufen und von den Briten besetzt, die Menschen hungern und haben kein Dach über dem Kopf. Hamburg ist ein trostloser Ort, an dem jeder nur noch ums Überleben kämpft. Vor dieser Kulisse treten Fritz Ellerweg, Richard und Paula Hellmer und der Brite Arthur Grifford den Weg in eine neue, ihre Zukunft an. Dabei wird ihnen weiß Gott nichts geschenkt, aber niemals verlieren sie ihren Mut und ihre Lebenslust. 

Charaktere:

Wenn es eine Figur in einem Roman gibt, in die ich mich verknallen würde, dann wäre das wohl Fritz Ellerweg. Neben Richard und Paula Hellmer und Arthur Grifford ist er die zentrale Figur dieser Geschichte. 

Fritz ist Chirurg. Nicht irgendein Chirurg, sondern ein richtig guter, der an der Front lernte unter den widrigsten Umständen Höchstleistungen zu erbringen, der es gelernt hat, mit den wenigen Dingen, die ihm zur Verfügung stehen, lebensrettende Maßnahmen zu erschaffen und der sich nicht zu fein ist um Hilfe zu bitten. Man könnte meinen, er sei ein Held! Ist er wohl auch, aber das ist es nicht, worauf die Autorin abhebt. Vielmehr zeigt sie den Menschen Fritz Ellerweg. 

Fritz hat Humor und brachte mich mit seiner Art, Dinge zu beschreiben und auf den Punkt zu bringen, immer wieder zum Lachen. Das Leben in Hamburg in der Nachkriegszeit ist alles andere als leicht, aber Fritz nimmt das Leben einfach nicht so ernst, sondern eben so, wie es kommt. Aus jeder Situation zieht er das Beste heraus - auch wenn es schwer ist. Um sein und das Überleben seiner Freunde zu sichern, übertritt er auch legale Grenzen, aber niemals wäre ich auf die Idee gekommen, ihn dafür zu verurteilen. Im Gegenteil ich bewunderte seinen Mut - immerhin hätte das auch nach hinten losgehen können. 

Sein bester Freund Richard und dessen Frau Paula sind die Personen, die ihm nicht erst seit dem Krieg am nächsten stehen. Alle 3 haben während des Krieges fürchterliche Verluste hinnehmen müssen, aber trotzdem geben sie nicht auf. Nie! 

Neben Fritz wirkt Richard sehr ruhig und bedacht. Dabei ist er jedoch nicht weniger mutig als Fritz und auch Richard beweist immer wieder, dass er Humor hat. Zusammen sind die beiden beinahe unschlagbar. Es gibt einige Szenen, in denen die Autorin die Unbeschwertheit des Lebens wieder auferstehen lässt, obwohl in dieser Zeit nichts unbeschwert ist, wenn man es genau bedenkt. Ich habe zeitweise herzlich gelacht, wenn ich mir das bildlich vorstellte. 

Gleichwohl hat mich Melanie Metzenthin aber auch wieder einmal gelehrt, dass es gut sein kann, genügend Taschentücher parat zu haben. Denn so herrlich diese beinahe friedlichen Szenen waren, so tief treffen den Leser auch die weniger schönen Szenen, wenn den Protagonisten Leid geschieht, wenn ihnen Unrecht widerfährt - und das passiert nicht nur einmal. 

Der Krieg hat alle Protagonisten gezeichnet und so versucht Richard mit der Vergangenheit aufzuräumen und seinem Erzfeind endlich zu seiner gerechten Strafe zu verhelfen. Hierbei ist ihm die Aufmerksamkeit des Lesers absolut sicher. Die Gerichtsverhandlungen sind so authentisch und bildlich. Ob er es schafft, müsst ihr selbst lesen! 

Der dritte Charakter, der mich sehr beeindruckt hat, ist Arthur Grifford. Am Anfang noch recht unscheinbar entwickelt er sich zu einem so liebenswerten Kerl, der seine eigenen Probleme hat, die durch den Krieg entstanden sind. Mit ihm zeigt die Autorin die andere Seite, denn immerhin ist Arthur Brite und damit eigentlich der Feind. Dass dies aber keineswegs so sein muss, beweist Melanie Metzenthin eindrucksvoll. Und sie tritt ebenfalls den Beweis an, dass Freundschaft über jedwede Nationalität erhaben ist. Mir lief öfter mal eine Gänsehaut über den Rücken, wenn eben diese Nationalitäten zum Stolperstein zu werden drohten. 

Alle Figuren in diesem Roman sprühen vor Leben, selbst kleinere Figuren am Rand bleiben nicht grau. Die Charaktere sind so verschieden und haben doch alle dasselbe Ziel - nämlich aus diesem Dilemma des Krieges zu einem würdigen Leben zurückzufinden. Die Autorin schenkt jedem Protagonisten seinen Raum und jeder Leser wird mit Sicherheit die eine oder die andere Figur mehr mögen als die anderen. Aber erst ihr Ensemble macht die Geschichte so rund.

Schreibstil:

Ich habe inzwischen einiges von Melanie Metzenthin gelesen und ich lese ihre Geschichten wirklich gerne. Ihr Schreibstil ist so herrlich gerade heraus. Es gibt keine komplizierten Schnörkel. Die Geschichte bewegt sich immer vorwärts und es wird nie langweilig. Die Autorin schreibt so, wie das Leben eben ist. Niemals geradlinig, aber immer voran. Niemals ohne Kanten, niemals ohne Probleme, aber nach jedem Regen scheint wieder die Sonne. Gerade das macht es wohl aus, dass ihre Geschichte so lebendig und authentisch wirkt. 

Melanie Metzenthin bewegt sich diesmal wieder im “Ärztemilieu”. Immerhin sind alle Protagonisten Ärzte. Allerdings versucht sie keineswegs zu erklären, wie Fritz operiert, sondern vielmehr zeigt sie die Umstände unter denen er das tut und unter welchen Umständen Richard und Paula in ihrer Hausarztpraxis zu dieser Zeit ihre Patienten behandeln müssen. Sie erklärt, was erklärt werden muss, nicht mehr! Das gefällt mir ausgesprochen gut, denn so bleibt das Krankenhaus- und Praxisleben für den Leser nachvollziehbar. 

Beeindruckend ist auch ihre Beschreibung des zerstörten Hamburg. Sie schafft es über die gesamte Länge des Romans die trübe Stimmung im zerstörten Hamburg latent hoch zu halten. Sie schiebt sie nicht in den Vordergrund, aber während man die Geschichte liest, fühlt man sie. Die Autorin lebt in Hamburg und hat über ihre Stadt intensiv recherchiert. Das merkt man in diesem Roman sehr deutlich, wenn sie Vergleiche zieht, wie Straßenzüge z.B. vor und nach dem Krieg aussahen. Auf diese Art und Weise wird der Roman nicht nur zu einer Geschichte über fiktive Figuren, sondern auch ein Zeugnis einer vergangenen Zeit. Geschichtsunterricht, wie er sein sollte!

Fazit:

Großartig! Ein echter Pageturner, der viel zu schnell zu Ende ist, wenn man erst einmal begonnen hat. 5 von 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

Spannende Zeiten, fesselnde Themen: Mit Band 2 geht die große Hafenschwester-Saga von Bestsellerautorin Melanie Metzenthin weiter!

Liebe begeisterte Leser*innen, 

Spannende Zeiten, fesselnde Themen: In Band 2 der großen Hafenschwester-Saga erzählt die Bestsellerautorin Melanie Metzenthin vom Hamburg der Kaiserzeit bis in die junge Weimarer Republik, der Einführung des Frauenwahlrechts und rasanten Fortschritten in der Medizin.

Wir freuen uns sehr, dass die Geschichte um die Hafenschwester Martha Studt weitergeht und verlosen zum Erscheinungstermin am 14. September 2020 15 Exemplare für eine Leserunde mit der Autorin. Wenn Du Dich für historische Romane interessierst, ein Fan von Melanie Metzenthin bist oder immer schon etwas über Hamburg in der Kaiserzeit und im Ersten Weltkrieg lesen wolltest und Zeit für eine aktive Leserunde mit der Autorin mitbringst, dann bist Du bei uns genau richtig. 

Viele weitere Infos rund um Melanie Metzenthin, die Hafenschwester-Reihe und eine Leseprobe findest Du hier

Gemeinsam mit der Autorin freuen wir uns jetzt schon auf Euch und sind gespannt auf Eure Leseeindrücke und Stimmen zum Buch. 

Liebe Grüße,

Der Diana Verlag und Melanie Metzenthin 

967 BeiträgeVerlosung beendet
DramaLamas avatar
Letzter Beitrag von  DramaLamavor 19 Tagen

Ich habe Band 1 gelesen und war durchgängig begeistert.

Ein mitreißendes Historiendrama zur Zeit des ersten Weltkrieges. Krankenschwester Martha hat ihre große Liebe Paul geheiratet. Alles scheint perfekt, bis sich der Krieg ankündet und Paul trotz seiner 41 Jahre eingezogen wird. Und damit verändert sich alles ...

Jeden Tag öffnet sich beim LovelyBooks Adventskalender ein neues Türchen
und verkürzt euch mit Büchern zum Verschenken oder Selberlesen die Zeit
bis Weihnachten.

Der LovelyBooks Adventskalender verkürzt euch mit 24 Türchen voller Buch-Überraschungen die Zeit bis Weihnachten. Vom 01. bis 24. Dezember gibt es täglich drei unterschiedliche Bücher zu gewinnen. Drei Exemplare werden direkt hier auf LovelyBooks verlost, ein weiteres Exemplar auf unserem LovelyBooks Instagram Kanal.

Heute könnt ihr „Die Hafenschwester – Als wir wieder Hoffnung hatten“ von Melanie Metzenthin gewinnen!

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke? Im Stöberbereich des Adventskalenders findet ihr wunderbare Ideen für Buchgeschenke für die Liebsten!

Wir wünschen euch eine wunderschöne Weihnachtszeit und viel Spaß mit dem LovelyBooks Adventskalender 2020!

430 BeiträgeVerlosung beendet

Träume sind aus Mut gemacht - Auftakt der großen historischen 'Hafenschwester'-Serie: Ein Mädchen aus dem armen Gängeviertel emanzipiert sich als Krankenschwester, kämpft für die Frauenrechte in Hamburg und um eine
verbotene Liebe.


Liebe LB-Leser*innen, die von historischen Romanen nie genug bekommen können,

heute haben wir etwas ganz Besonderes für Euch: Am 09. September wird der erste Band der 'Hafenschwester'-Serie erscheinen, von der Hamburger Autorin Melanie Metzenthin. Wir laden Euch dazu ein, jetzt bei der Leserunde dabei zu sein! Die Autorin nimmt teil und freut sich schon jetzt auf Eure Fragen!

Und darum geht's:

Hamburg, 1892: Die Cholera erschüttert die Stadt an der Elbe und fordert tausende Opfer. Als Marthas Mutter stirbt, muss sie das Überleben ihrer Familie sichern. Die junge Frau aus dem armen Gängeviertel ergattert eine Lehrstelle am Eppendorfer Krankenhaus und arbeitet sich bis zur OP-Schwester hoch. Während die Ärzte sich im Wettlauf gegen die Zeit befinden, ist Hamburg auch im politischen Umbruch: Die Hafenarbeiter streiken, die Frauen kämpfen ums Wahlrecht und für die Rechte von Prostituierten. Martha schließt sich der Frauenbewegung an und führt gleichzeitig ihren ganz persönlichen Kampf. Denn sie hat nicht nur die Liebe zur Medizin entdeckt, sondern – gegen die strengen Regeln am Krankenhaus – auch zu einem jungen Mann.

Hier geht's zur Leseprobe.

Seid Ihr neugierig geworden? Wollt Ihr Martha im Cholera-gebeutelten Hamburg am Ende des 19. Jahrhunderts begleiten? Melanie Metzenthin fühlt sich als Fachärztin (und Autorin!) mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt ebenso verbunden wie mit der Geschichte der Medizin, was in diesem Roman auf jeden Fall zum Ausdruck kommt!

Wenn Ihr Euch jetzt bewerben wollt, drücken wir Euch die Daumen!

Herzliche Grüße, Euer Team vom Diana Verlag. 



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