Melanie Metzenthin

 4,6 Sterne bei 745 Bewertungen
Autorenbild von Melanie Metzenthin (©)

Lebenslauf

Melanie Metzenthin lebt in Hamburg, wo sie als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet. Sie hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen psychische Erkrankungen oft eine wichtige Rolle spielen. Beim Schreiben greift die Autorin gern auf ihre berufliche Erfahrung zurück, um aus ihren fiktiven Charakteren glaubhafte Figuren vor einem realistischen Hintergrund zu machen. 2020 wurde sie für ihr Buch "Mehr als die Erinnerung" mit dem DELIA Literaturpreis ausgezeichnet.

Unter dem Pseudonym "Antonia Fennek" schreibt sie Psychothriller.

Quelle: amazon

Neue Bücher

Cover des Buches Unsere kurze Ewigkeit (ISBN: 9783492063975)

Unsere kurze Ewigkeit

 (13)
Neu erschienen am 03.05.2024 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Melanie Metzenthin

Cover des Buches Im Lautlosen (ISBN: 9781542045964)

Im Lautlosen

 (116)
Erschienen am 11.07.2017
Cover des Buches Mehr als die Erinnerung (ISBN: 9782919804313)

Mehr als die Erinnerung

 (79)
Erschienen am 14.05.2019
Cover des Buches Die Stimmlosen (ISBN: 9782919801343)

Die Stimmlosen

 (57)
Erschienen am 17.07.2018
Cover des Buches Die verstummte Liebe (ISBN: 9782496703924)

Die verstummte Liebe

 (53)
Erschienen am 12.01.2021
Cover des Buches Die Sündenheilerin (ISBN: 9783492264549)

Die Sündenheilerin

 (49)
Erschienen am 01.07.2011

Melanie Metzenthin im Gespräch

Melanie Metzenthin ist Autorin – und Ärztin. Im Interview verrät sie uns, woher sie die Inspiration für ihre Bücher nimmt und was sie unbedingt noch lernen möchte. Seid gespannt!

Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Dass sie in meinen Geschichten leben und die Figuren wie echte Freunde erleben, von denen der Abschied schwer fällt.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Spontan – da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, sei es auf der Arbeit oder beim Autofahren, beim Spazierengehen, oder wenn ich auf einen interessanten Bericht im Fernsehen, in der Zeitung oder im Internet stoße. Letztlich inspiriert mich das ganze Leben und das ist einfach großartig.

Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?

Soundtracks, die müssen einfach passen. Zu „Im Lautlosen“ hörte ich den Soundtrack „Love and the Hunter“ aus Downton Abbey, zu „Die Stimmlosen“ war es aus dem Album Elyrion – das sind Soundtracks für Rollenspiele – der Titel „Stunde des Schicksals“ und für „Mehr als die Erinnerung“ war es der Soundtrack zu der Netflix-Serie Marco Polo – da hörte ich den Main Title rauf und runter. Im Grunde gibt es zu jedem meiner Bücher eine Musik, die ich später für immer damit verbinde.

Hast du ein Lieblingswort?

Nein, die deutsche Sprache hat so viele wunderbare Worte, vor allem alte Worte, die langsam in Vergessenheit geraten, die muss man pflegen.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Das ist immer unterschiedlich. Meist sind es Bücher von Autorenkolleginnen, die mich sehr beeindruckt haben und die gerade zur persönlichen Situation des zu Beschenkenden passen. Das Buch muss zum Anlass passen.

Gibt es etwas, was du gerne lernen würdest?

Ich lerne immer gern neues über unsere Geschichte und bin eine begeisterte Museumsbesucherin. Je mehr man sich in die Geschichte vertieft, umso mehr interessante Dinge findet man. Rein sportlich betrachtet würde ich gern Messerwerfen lernen. Habe da aber noch nie einen Kurs für gefunden.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Für leckeres Essen. Deshalb muss ich auch immer aufpassen, um mein Gewicht zu halten.

Ein Satz über dein neues Buch:

Ein Sittengemälde der Psychiatrie Anfang des 20. Jahrhunderts und eine Geschichte über eine große Liebe, die sich durch nichts zerstören lässt.

Ein Satz aus deinem neuen Buch:

„Aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre Bernhard, dann würde ich mir wünschen, dass ich alle Freiheiten, die mir meine Einschränkung noch lässt, genießen kann.“ Bernhard ist der Ehemann meiner Heldin Friederike und seit einer Hirnverletzung, die er sich im Krieg zuzog, auf dem geistigen Stand eines Kindes.

Zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Winnetou – und dann würde ich mit ihm einen Haufen toller Abenteuer erleben, während Old Shatterhand gerade bei Hadschi Halef im Orient ist.

Videos

Neue Rezensionen zu Melanie Metzenthin

Cover des Buches Unsere kurze Ewigkeit (ISBN: 9783492063975)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Unsere kurze Ewigkeit" von Melanie Metzenthin

Ein historischer Roman in geschliffener Sprache
Bellis-Perennisvor 22 Tagen

„Wenn du als Dienstbotin arbeiten willst, brauchst du dich hier nicht mehr blicken zu lassen. Dann bist du nicht mehr meine Tochter.“  

Mit diesen harschen Worten beginnt Melanie Metzenthin die Romanbiografie um Margarethe von Ende, 

Doch Margarethe von Ende pfeift auf den Standesdünkel ihrer Mutter und tritt ihre Stellung bei einer bürgerlichen Familie in England an. Ein Affront für die aus verarmten Adel stammende Mutter, die Margarethe dann bei ihrer Rückkehr nach Deutschland ein Dienstbotenzimmer im Schloss zuweist.  

Anschließend begleiten wir Margarethe von 1878 bis 1912 durch zahlreiche Höhen und Tiefen ihrer Ehe mit Friedrich „Fritz“ Krupp, der zuvor zehn lange Jahre braucht hat, um seinen Vater die Heiratserlaubnis zu bitten! Da Fritz häufig kränkelt, muss sie ihn, nach dem Tod seines Vater 1887, oft gesellschaftlich und geschäftlich vertreten. Nach wie vor begegnen sich die Eheleute mit Respekt und Zuneigung, Platz für große Gefühle gibt es nicht. Liebe ist nur für das Küchenpersonal - so lautet die gängige RegeI. 

Doch als Fritz in den Jahren 1899-1902 die Wintermonate auf der Insel Capri verbringt, dort als Sponsor (natürlich) gerne gesehen ist und sich mit einem etwas eigenartigen Freundeskreis umgibt, scheint es mit dem respektvollen Umgang vorbei zu sein. Margarethe versucht, den Schaden, den verleumderische Zeitungsberichte über Fritz verbreitet haben abzuwenden. Als „Dank“ dafür soll sie sich, „wegen überreizter Nerven“ in ein Sanatorium zurückziehen. Als Fritz 1902 plötzlich stirbt, lt. Totenschein an einem Schlaganfall, übernimmt sie es, die Firma für die gemeinsame Tochter und Erbin Bertha weiterzuführen ...  

Meine Meinung: 

Melanie Metzenthin orientiert sich in ihrem historischen Roman an der Biografie Margarethe Krupps Urenkelin Diana Maria Friz „Margarethe Krupp - Das Leben meiner Urgroßmutter“. Da Melanie Metzenthin Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist, gelingt es ihr, sich in die Gedankengänge und das Seelenleben der Protagonisten einzufühlen.  

Das Buch, das rund dreißig Lebensjahre einer sehr modernen Frau beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Gut gelungen ist auch der Standesdünkel des oft verarmten Adels gegenüber der reichen, aber bürgerlichen Industriellen darzustellen. Gleichzeitig kommt auch ein wenig Sozialkritik auf, wenn mit Geld oder den Einfluss bei Hofe das eine oder andere planiert werden kann.  

Ich persönlich hätte gerne noch mehr über die diversen Fabriken, mit denen die Familie Krupp ihr Vermögen gemacht hat, gelesen. So bleibt lediglich der „Krupp-Stahl“ und die Waffenerzeugung in Erinnerung. 

Interessant finde ich, dass man Margarethe Krupp, die „Erfindung“ der Fabrikswohnungen zugesteht. Solche Werkswohnungen gibt es in Augsburg seit den Fuggern. 

Fazit

Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der in geschliffener Sprache, rund 30 Jahre im Leben der Margarethe Krupp erzählt, 5 Sterne.

Cover des Buches Unsere kurze Ewigkeit (ISBN: 9783492063975)
SiColliers avatar

Rezension zu "Unsere kurze Ewigkeit" von Melanie Metzenthin

Wenn die Entscheidung für die Liebe zur Lebensaufgabe wird
SiColliervor einem Monat

Wer Entscheidungen fällt, muss bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. (Seite 67f)

 

Meine Meinung

 

Nachdem ich eine Weile überlegt habe, wie ich denn meine Rezension zu diesem Buch beginnen soll und mir so gar nichts einfiel, fing ich an, im Buch zu blättern. Und bin an einem Satz hängengeblieben: „Wir können nicht allen helfen, und wenn wir helfen, müssen wir schauen, dass die Hilfe bei denjenigen ankommt, die auch in der Lage sind, sie anzunehmen.“ (S. 356) Im Buch fiel er in einer Szene im Jahr 1903. Aber wenn man darüber nachdenkt, könnte er auch im Jahr 2024 mit fast noch größerer Berechtigung gesagt werden. Vielleicht ist dies ein (oder der) Schlüssel dazu, weshalb mir dieses Buch so ungemein gut gefallen hat. Weil vieles, was in diesem Roman auftaucht, zeitlos ist und für unsere geschichtsvergessene Zeit ein Vorbild sein könnte.

 

Natürlich stehen hier privilegierte Menschen im Vordergrund, kein Zweifel. Sei es der Adel, aus dem Margarethe kommt, sei es der „Geldadel“ der Krupps. Aber am Ende kommt es darauf an, wie man damit umgeht, was man daraus macht und inwieweit man selbst sich korrumpieren läßt - oder nicht. Und genau in dieser Hinsicht könnte Margarete Krupp für die heutige Zeit ein gutes Beispiel geben: indem sie neben ihren Verpflichtungen und privaten Interessen sehr viel für arme und benachteiligte Menschen getan hat unter dem Gesichtspunkt, daß ihre Hilfe bei den Betroffenen auch wirklich ankommt. Was bedeutet, daß das Prinzip „Gießkanne“ eher kontraproduktiv ist.

 

Bis zu diesem Buch habe ich mit „Krupp“ eigentlich nur Stahlwerke verbunden, ohne daß ich mich je näher dafür interessiert hätte. Über die Geschichte der Krupp-Werke weiß ich nun auch nach der Lektüre dieses Buches nicht allzuviel, aber das war auch nicht zu erwarten, handelt es sich doch eben nicht um eine Wirtschaftsgeschichte, sondern um den „Roman einer Ehe“. Und genau dieses bietet die Autorin und zwar so gut, daß ich daß Gefühl habe, selbst als Zeuge der Ereignisse dabei gewesen zu sein.

 

Wie erwähnt, verband ich zu Lesebeginn weder den Krupp-Werken noch der dahinter stehenden Familie mehr als eben den Begriff „Krupp“. Von den Krupp-Werken ist im Roman eher wenig zu lesen, die sind auch nicht Gegenstand der Handlung, aber die Familie Krupp hat die Autorin zum Leben erweckt. „Ich wollte die Personen als leibhaftige Menschen mit Stärken und Schwächen darstellen (…)“, schreibt die Autorin im Nachwort. Und genau dies ist ihr auf erstaunlich gute, eigentlich vollkommene Weise gelungen. Aus Namen und trockenen Zahlen werden Menschen aus Fleisch und Blut, die ihr Leben mit Höhen und Tiefen leben müssen - und meist auch wollen. 

 

Zugute kommen der Autorin ihre Kenntnisse und Erfahrungen als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, wodurch man als Leser auch einen Einblick in die „Seelenwelt“ der Figuren und die tieferen menschlichen Hintergründe bekommt. Das erinnerte mich manchmal an die völlig anderen Bücher von Don Coldsmith, wenn es dort um Krankheiten oder gar Tod ging: auch diese wurden von einem Arzt geschrieben, der sein Fachwissen an geeigneter Stelle hat einfließen lassen. Jedenfalls hatte ich nicht in zu vielen Büchern das Gefühl, auch die seelischen und psychischen Hintergründe des Denkens und Handelns der Figuren so gut zu verstehen und nachvollziehen zu können wie hier.

 

Ganz besonders erwähnen, weil das heute leider nicht mehr selbstverständlich ist, will ich das wunderschön geschriebene, geschliffene Deutsch, in dem das Buch verfaßt ist. Die ausgefeilte Sprache macht Lust auf Lesen und das Buch alleine schon deswegen überaus lesenswert.

 

Das war mein erstes Buch dieser Autorin, aber es hat mir dermaßen gut gefallen, daß ich, obwohl die eher außerhalb meiner üblichen Leseinteressen liegen, weitere Romane von ihr lesen werde. Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt, wünsche ihrem Buch eine große Verbreitung und freue mich auf etliche (für mich) neue Bücher.

 

 

Mein Fazit

 

Ein herausragender Roman über Friedrich Alfred und Margarete Krupp, ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Ehe. Sehr lesenswert.

 

Cover des Buches Zum Schweigen verdammt (ISBN: 9782496711042)
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Rezension zu "Zum Schweigen verdammt" von Melanie Metzenthin

Spannend und sehr interessant
Kleenkramvor einem Monat

Melanie Metzenthins Reihe der "Leisen Helden" geht mit dem vierten Buch auf eine Reise in den Iran.
Der junge britische Journalist Eddy McLaine und sein Fotograf Bruno Matthiesen machen sich 1953 auf in die Welt des fernen Orients, in ein Land zwischen Moderne und Traditionen. Sie wollen eine Reisereportage schreiben und die gemeinsame Zeit auch privat nutzen.
Man spürt ihre Faszination der fremden Welt, ihre Begeisterung von den Menschen, der Gastfreundschaft und der vielen neuen Eindrücke.
Aber diese Geschichte hat auch ihre Schattenseiten, als sie mitten in den Putsch gegen den Schah von Persien.

Eine sehr interessante Zeitreise, die zeigt, wie sehr sich dieses Land in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Ein ehemals weltoffenes Land, deren gute Beziehungen zu westlichen Staaten sich in eine offene Feindschaft gewandelt haben.

Es ist nicht nur die der Roadtrip der zwei Freunde, der mich hier gefesselt hat. Es ist auch die Einbindung dieses fiktiven Geschehens in die Geschichte eines Landes, die mir so noch gar nicht bekannt war.

Klare Leseempfehlung von mir!

Gespräche aus der Community

Die Abenteurer Eddy McLaine und Bruno Matthiesen fahren im Jahr 1953 mit einem VW-Bus von Deutschland in den Iran. Die fremde Welt des Orients, die Menschen und Traditionen begeistern sie. Aber eine Wahrheit über ihr Leben muss im Iran ein Geheimnis bleiben – denn es könnte sie das Leben kosten...
"Zum Schweigen verdammt" von Melanie Metzenthin ist ein bewegender und spannender historischer Roman mit einer Handlung, die aktueller denn je ist!

458 BeiträgeVerlosung beendet
Hoelzchens avatar
Letzter Beitrag von  Hoelzchenvor 7 Monaten

Oh wie schön, ich freue mich.

Ab sofort gibt es "Mehr als die Finsternis" schon einen Monat vor Erscheinen bei Netgalley. Wer dort ist, kann sich bewerben. Über eine Rezension würde ich mich freuen. 

Zum Thema
3 Beiträge
shilos avatar
Letzter Beitrag von  shilovor 3 Jahren

Sehr, sehr gerne 💖💖💖

Spannende Zeiten, fesselnde Themen: Mit Band 2 geht die große Hafenschwester-Saga von Bestsellerautorin Melanie Metzenthin weiter!

967 BeiträgeVerlosung beendet
DramaLamas avatar
Letzter Beitrag von  DramaLamavor 3 Jahren

Ich habe Band 1 gelesen und war durchgängig begeistert.

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