Melanie Metzenthin

 4.5 Sterne bei 226 Bewertungen
Autorin von Im Lautlosen, Die Sündenheilerin und weiteren Büchern.
Melanie Metzenthin

Lebenslauf von Melanie Metzenthin

Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt. Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie hat sie einen ganz besonderen Einblick in die Psyche ihrer Patienten, zu denen sowohl Traumatisierte als auch Straftäter gehören. »Die Sündenheilerin« ist ihr erster historischer Roman. Bei der Entwicklung ihrer Romanfiguren, insbesondere ihrer Heldin Lena, konnte sie auf ihre beruflichen Erfahrungen zurückgreifen.

Neue Bücher

Die Hafenschwester (1)

Erscheint am 09.09.2019 als Taschenbuch bei Diana. Es ist der 1. Band der Reihe "Die Hafenschwester".

Mehr als die Erinnerung

 (28)
Neu erschienen am 14.05.2019 als Taschenbuch bei Tinte & Feder.

Mehr als die Erinnerung

 (1)
Neu erschienen am 14.05.2019 als E-Book bei Tinte & Feder.

Alle Bücher von Melanie Metzenthin

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Im Lautlosen

Im Lautlosen

 (59)
Erschienen am 11.07.2017
Die Sündenheilerin

Die Sündenheilerin

 (50)
Erschienen am 01.07.2011
Mehr als die Erinnerung

Mehr als die Erinnerung

 (28)
Erschienen am 14.05.2019
Die Stimmlosen

Die Stimmlosen

 (28)
Erschienen am 17.07.2018
Schicksalsstürme

Schicksalsstürme

 (19)
Erschienen am 13.08.2012
Die Tochter der Sündenheilerin

Die Tochter der Sündenheilerin

 (18)
Erschienen am 10.03.2014
Die Reise der Sündenheilerin

Die Reise der Sündenheilerin

 (15)
Erschienen am 13.08.2013
Das Zeichen der Isis

Das Zeichen der Isis

 (1)
Erschienen am 01.12.2017

Melanie Metzenthin im Gespräch

Melanie Metzenthin ist Autorin – und Ärztin. Im Interview verrät sie uns, woher sie die Inspiration für ihre Bücher nimmt und was sie unbedingt noch lernen möchte. Seid gespannt!

Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Dass sie in meinen Geschichten leben und die Figuren wie echte Freunde erleben, von denen der Abschied schwer fällt.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Spontan – da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, sei es auf der Arbeit oder beim Autofahren, beim Spazierengehen, oder wenn ich auf einen interessanten Bericht im Fernsehen, in der Zeitung oder im Internet stoße. Letztlich inspiriert mich das ganze Leben und das ist einfach großartig.

Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?

Soundtracks, die müssen einfach passen. Zu „Im Lautlosen“ hörte ich den Soundtrack „Love and the Hunter“ aus Downton Abbey, zu „Die Stimmlosen“ war es aus dem Album Elyrion – das sind Soundtracks für Rollenspiele – der Titel „Stunde des Schicksals“ und für „Mehr als die Erinnerung“ war es der Soundtrack zu der Netflix-Serie Marco Polo – da hörte ich den Main Title rauf und runter. Im Grunde gibt es zu jedem meiner Bücher eine Musik, die ich später für immer damit verbinde.

Hast du ein Lieblingswort?

Nein, die deutsche Sprache hat so viele wunderbare Worte, vor allem alte Worte, die langsam in Vergessenheit geraten, die muss man pflegen.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Das ist immer unterschiedlich. Meist sind es Bücher von Autorenkolleginnen, die mich sehr beeindruckt haben und die gerade zur persönlichen Situation des zu Beschenkenden passen. Das Buch muss zum Anlass passen.

Gibt es etwas, was du gerne lernen würdest?

Ich lerne immer gern neues über unsere Geschichte und bin eine begeisterte Museumsbesucherin. Je mehr man sich in die Geschichte vertieft, umso mehr interessante Dinge findet man. Rein sportlich betrachtet würde ich gern Messerwerfen lernen. Habe da aber noch nie einen Kurs für gefunden.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Für leckeres Essen. Deshalb muss ich auch immer aufpassen, um mein Gewicht zu halten.

Ein Satz über dein neues Buch:

Ein Sittengemälde der Psychiatrie Anfang des 20. Jahrhunderts und eine Geschichte über eine große Liebe, die sich durch nichts zerstören lässt.

Ein Satz aus deinem neuen Buch:

„Aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre Bernhard, dann würde ich mir wünschen, dass ich alle Freiheiten, die mir meine Einschränkung noch lässt, genießen kann.“ Bernhard ist der Ehemann meiner Heldin Friederike und seit einer Hirnverletzung, die er sich im Krieg zuzog, auf dem geistigen Stand eines Kindes.

Zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Winnetou – und dann würde ich mit ihm einen Haufen toller Abenteuer erleben, während Old Shatterhand gerade bei Hadschi Halef im Orient ist.

Neue Rezensionen zu Melanie Metzenthin

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Rezension zu "Mehr als die Erinnerung" von Melanie Metzenthin

Der Weg in die Erinnerung
kassandra1010vor 2 Tagen

Kurz nach Kriegsende gelingt es Vater und Tochter von Aalen auf Gut Mohlenberg die Einrichtung für psychisch kranke Menschen aufrecht zu erhalten.

 

Friederike von Aalen hat selbst mit viel Leid zu kämpfen, kam doch ihr Mann kriegsversehrt mit einer Kopfverletzung zurück. Ihr junger immer noch gut aussehender Mann Bernard befindet sich seit seiner Rückkehr mit seinem Geist im Kopf eines fünfjährigen Kindes, was eine Ehe und eine enge Beziehung schwierig macht.

 

Doch Friederike gibt nicht auf und arbeitet als ehemalige Medizinstudentin aufopferungsvoll auf dem Hofgut.

 

Als Walter Pietsch, ebenfalls kriegsversehrt auftaucht und als Gelegenheitsarbeiter auf dem Gut anfängt, gerät einfach alles aus den Fugen.

 

Die Magd Trudi wird ermordet aufgefunden und ausgerechnet der Hirte des Hofguts wird als Täter inhaftiert. Seine Psychose bringt ihn in die Nervenheilanstalt nach Hannover.

 

Ein weiterer Mord bringt Friederike dazu, sich ihre Mitmenschen einmal genauer anzusehen. Sie folgt einer Spur, die sie selbst in größte Gefahr bringt.

 

Mit Melanie Metzenthin begeben wir uns in die Anfänge der psychischen Behandlung. Es gibt kaum Forschungsergebnisse, vielerlei finden seltsame Experimente an Körper und Seele der Insassen statt.

 

Auf dem Hofgut Mohlenberg beschäftigt man sich mit dem Menschen als Ganzes. Eine Einbindung in den normalen Alltag und eine behutsame Pflege ist das Ziel von Aalens um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.

 

Doch nicht alle Ärzte teilen diese Meinung. Mit Friederike tauchen wir ein in das Leid junger Frauen und in die bescheidene Art des Feminismus.

 

Während Walter Pietsch sich erneut in die Grauen des ersten Weltkrieges auf Spurensuche begibt, erlebt Bernhard nach und nach wieder Freude am Leben.

 

Familientragödien, dunkle Geheimnisse und ein perfider Mörder lassen den Leser die damalige Zeit ein wenig miterleben. Hoffnung, Liebe und das ersthafte Interesse an Menschen überzeugt schließlich, die Wahrheit ans Licht zu bringen und gekonnt die losen Fäden zu einem bitteren, aber auch erfolgreichen Ende zu knüpfen.

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Rezension zu "Mehr als die Erinnerung" von Melanie Metzenthin

Auf den Abgründen der menschlichen Psyche
Sommermaedchen23vor 7 Tagen

Friederike ist eine der ersten Frauen, die die Möglichkeit bekamen zu studieren. Ihr ist das Glück durchaus bewusst und dann kam der erste Weltkrieg und es kamen viele Menschen nicht so zurück wie sie gegangen sind. Unter anderem eben auch Friederikes Mann. Sie hat geschworen zu ihm zu halten und da trifft es sich ganz gut, dass ihr Vater Gut Mohlenberg betreibt. Dort leben Menschen, die in der Gesellschaft weder akzeptiert werden noch alleine zurecht kommen. Aber in Gut Mohlenberg bekommen sie ein Leben in Freiheit geschenkt und können sich auch ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften.

Melanie Metzenthin ist Pyschologin und ermöglicht mit ihrem Roman Mehr als die Erinnerung Einblicke in die menschliche Psyche. Bernhard ist nach der Hirnverletzung auf dem Stand eines 5-jährigen Kindes. Dennoch ist es erstaunlich wie er sich im Laufe des Buches entwickelt und auch all die anderen Personen auf dem Gut lassen durchblicken wie es wohl damals in einer Nervenheilanstalt zu ging. Durch das medizinische Wissen von Melanie Metzenthin bekommt das Ganze nochmal eine andere Bedeutung. Auch wie die Ärzte sich verhalten und welche Gedankengänge damals erforscht wurden. Oft musste ich ungläubig den Kopf schütteln und weiß dennoch, es ist nicht frei erfunden was Melanie Metzenthin dort beschreibt. Immer wieder während dem Lesen dachte ich mir, der Titel ist sehr zutreffend gewählt, denn es geht viel um die Erinnerung.

Menschen sind wahre Anpassungskünstler, dache Friederike. Sie tun alles, um am Leben zu bleiben, mögen die Umstände noch so widrig sein. 

Seite 356



Ich dachte ja schon bei Seite 20 zu wissen wer der Mörder ist, aber wie nicht anders zu erwarten lag ich komplett daneben, fand aber die Reise bis dahin zu dem Punkt wer der Mörder ist durchaus spannend und auch erschreckend. Ich bin froh nicht in den 1920 Jahren geboren zu sein und dort leben zu müssen. Die Medizin ist zum Glück heute viel viel weiter und auch unsere Vorstellung von Moral. Damals wurde bereits schon der Grundstein für die Grausamkeiten im zweiten Weltkrieg gelegt und ich hätte gerne durchaus gute Lust gehabt da mal ins Buch zu hüpfen und alle wegzuzerren. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ihr solltest es auf jeden Fall lesen und Friederike auf ihrer spannenden Ermittlungsreise begleiten.

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Rezension zu "Die Stimmlosen" von Melanie Metzenthin

Leseempfehlung! Historisches Buch des Jahres 2018 für mich.
sabrinchenvor 7 Tagen

tolles Buch um den Kampf des Überlebens nach den Kriegswirren mit sympathischen Protagonisten

Ich finde der Buchtitel ist sehr passend gewählt nachdem ich die Geschichte gelesen habe.
Ein angenehm zu lesender Schreibstil und ein spannender Erzählstil der die Geschichte zu einen besonderen Leseabenteuer werden lässt.
Die Stimmlosen setzt nach dem 2. Weltkrieg ein und schliesst damit zeitnah an im Lautlosen an.
Eine Vorkenntnis wäre von Vorteil ist aber nicht zwingend erforderlich.

Die Aufbruchstimmung nach dem Krieg wird gut eingefangen.
Wie es in Hamburg danach weiterging, wie schwer es war und die Hoffnung, aber auch die Verzweiflung ist total authentisch beschrieben.

Alle Charaktere bekommen noch mehr Tiefe und ihr Agieren mit den gegebenen Mitteln und Situationen ist total interessant und ließ mich von vorne bis hinten mitfiebern.
Der wirtschaftliche Aufschwung ist glaubwürdig und es wird sich toll an tatsächliche Fakten orientiert und in die Handlung eingewoben.
Ich liebe die heiklen Themen und Anekdoten aus der Zeitgeschichte die den Aha-Effekt haben denn das passt gut in die erzählte Handlung.

An keiner Stelle war ich gelangweilt denn es passiert ständig irgendetwas.

Danke für den Insider von Emma Dölling zu Mina Baites Buch und natürlich Arthur :)

Ich finde die Stimmlosen ein wahnsinnig gutes historisches Buch daher eine dicke Leseempfehlung denn es ist genausogut wie die Lautlosen dieser Autorin.
5 grossartige Sterne von mir.

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Gespräche aus der Community

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L
Hi, dieses Buch ist total gut geschrieben, ein bisschen im Stil von der Wanderhure. Sehr zu empfehlen.
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Zusätzliche Informationen

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in 259 Bibliotheken

auf 68 Wunschlisten

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