Melanie Metzenthin Im Lautlosen

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Inhaltsangabe zu „Im Lautlosen“ von Melanie Metzenthin

Ein bewegender Roman über eine große Liebe in unruhigen Zeiten. Hamburg, 1926: An der noch jungen Universität der Hansestadt gehören Richard und Paula zu den begabtesten Medizinstudenten ihres Jahrgangs. Sie beide verbindet mehr als nur die Leidenschaft für den Arztberuf – sie verlieben sich unsterblich ineinander. Als nach ihrer Heirat die Zwillinge Emilia und Georg geboren werden, ist ihr Glück komplett, auch wenn der kleine Georg gehörlos ist. Doch dann ergreifen die Nationalsozialisten die Macht und das Leben der jungen Familie ändert sich von Grund auf. Richard, der inzwischen als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn arbeitet, kann sich mit der menschenverachtenden Gesetzgebung der Nazis nicht arrangieren, von der auch sein gehörloser Sohn betroffenen ist. Um seine Patienten vor der Euthanasie zu bewahren, erstellt er fortan falsche Gutachten. Damit nimmt er ein großes Wagnis auf sich, das nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Familie bedroht …

Bewegend, erschütternd, aber auch fürs Herz.

— MajaGruen

Ein sehr ergreifendes Buch... mit vielen Einblicken in das Leben im 2. Weltkrieg. Erschütternd!!

— Hobsing

Ein grandioses Buch!

— Eliza08

Unbeschreiblich ein Chaos der Gefühle

— Melody73

Absolute Leseempfehlung! Ärztealltag im dritten Reich, Psychologische gute Unterhaltung, Buch wirkt stark nach, Plot super gelungen

— sabrinchen

Ergreifend, berührend, unfassbar... absolute Leseempfehlung!

— pixi17

unbedingt lesen

— malo2105

Ein bemerkenswerter Roman, mitreißend und bedrückend gleichermaßen. Sehr lesenswert.

— Jana68

Tolle Geschichte....hat mich voll mitgerissen

— silviaanni

Interessanter Einblick in die damalige Zeit, doch recht nüchtern und distanziert erzählt ...

— Unzertrennlich

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  • Bewegender Roman mit realem Hintergrund

    Im Lautlosen

    MajaGruen

    18. October 2017 um 19:00

    Die Liebesgeschichte vor dem historischen Hintergrund des Zweiten Weltkrieges mit seinen zahlreichen realen Elementen hat mich erschüttert und zutiefst bewegt. Sie gibt Einblick in die Zwickmühle, in der die Menschen damals steckten und hat mich die damalige Zeit wieder aus einer neuen Perspektive sehen lassen. Die Liebesgeschichte, in die die zahlreichen Schicksalsschläge eingebettet sind, zieht sich wie ein roter beruhigender Faden durch den Roman. Ein Buch, das mich in den Tiefen meiner Seele berührt hat.

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  • Absolute Leseempfehlung! Ärztealltag im dritten Reich, Psychologische gute Unterhaltung, Sogwirkung

    Im Lautlosen

    sabrinchen

    11. October 2017 um 21:51

    ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG! Für mich das Buch 2017Kurzmeinung:Sehr ausdruckstarkes Buch, wahnsinnig informativ und unterhaltend, wirkt nach, fühlte sich gut recherchiert an und deshalb definitiv 5 Sternewürdig Absolute Leseempfehlung! Ärztealltag im dritten Reich, Psychologische gute Unterhaltung, Buch wirkt stark nach, Plot super gelungen.Empfinden:Der Klappentext hat mich sofort angesprochen daher war ich sehr neugierig auf die Umsetzung im Buch.Der Schreibstil ist sehr komplex schafft es dabei aber trotzdem zu unterhalten. Der Erzählstil ist sehr authentisch und lässt mich mitleiden und mitfiebern.Der richtige Mix aus Tragik und Lebensfreude wird suggeriert.Ich konnte eine starke Beziehung zu den Charakteren aufbauen da sie sehr sympathisch und natürlich beschrieben sind.Paula und Richard sind sehr farbig und nachvollziehbar erläutert mit ihren Fehlern und Problemen. Auch die Nebencharaktere die beste Freundin Leonie oder der gewitzte Fritz wie auch die Gegenspieler sind gut gelungen und glaubhaft.Der 1. Weltkrieg wirkt noch nach da steigen wir 1926 in Hamburg auf dem Universitätsgelände ein. Stark im Vordergrund stehen der Alltag in Nervenkliniken ,dem Leben mit einem tauben Kind zur Naziblütezeit in einer Doktorenfamilie mit jüdischen Freunden. Es wird erschreckend realistisch dargestellt und dadurch hat mich die Handlung fasziniert. Tragisch und mitreissend sind die Erbgutgesetze und die Judengesetze  zur Zeit des 3. Reiches beschrieben und im Plot verankert.Das Thema fühlt sich sehr gut recherchiert an dadurch wird es auch bedrückend und wirkt stark nach. Von Anfang an ist die Geschichte psychologisch ohne belehrend zu wirken. Ein starkes Buch das zum Nachdenken anregt daher von mir 5 Sterne mit einer dicken Leseempfehlung.  

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  • Bringt ein dunkles Kapitel der Geschichte wieder ans Licht

    Im Lautlosen

    Girdie

    30. September 2017 um 22:28

    „Im Lautlosen“ ist ein historischer Roman der Hamburgerin Melanie Metzenthin. Schon das schwarzweiß Foto auf dem Cover ließ mich aufgrund der Kleidung schließen, dass der Roman in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg spielt. Im Mittelpunkt steht das Arztehepaar Richard und Paula Hellmer. Ihr Sohn ist taub und so bezieht sich der Titel einerseits auf dessen Gehörlosigkeit, andererseits aber auch auf den Mut vieler Zivilpersonen, die sich wie die Hellmers vor und im Krieg gegen die Ungerechtigkeiten des Naziregimes eingesetzt habe. Auf lautlose Art, beispielsweise nur durch das Ausfüllen von Formularen, retteten sie Personen das Leben.Richard und Paula lernen sich 1926 an der Hamburger Universität kennen. Beide studieren Medizin, verlieben sich und heiraten in einer Zeit politischer Unruhen, in der die nationalsozialistische Partei immer mehr Anhänger findet. Im August 1932 wird das Glück von Paula und Richard noch durch die Geburt der Zwillinge Emilia und Georg vergrößert. Bereits nach einigen Monaten stellt sich heraus, dass Georg taub ist. Gemeinsam widmen sie sich der größtmöglichen Förderung. Derweil arbeitet Richard als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn. Nach dem Erlass neuer Gesetze durch die Nationalsozialisten soll die Leistungsfähigkeit von körperlich und psychisch behinderten Menschen bewertet werden. Richard ahnt, welche Folgen seine Beurteilung haben wird und verfälscht bewusst den Gesundheitszustand in den auszufüllenden Formularen. Nicht nur, dass er sich Sorgen um seinen Sohn macht, der mit seiner Behinderung auffallen und nach den neuen Gesetzen behandelt werden könnte, sondern auch sein Schwindel bleibt nicht ohne Folgen …Melanie Metzenthin hat mit diesem Buch einen großen Familienroman geschrieben, der in einer zunehmend düster werdenden Zeit spielt. Die Autorin ist selbst Psychiaterin, die einige Zeit in Langenhorn gearbeitet hat, der Haupthandlungsort Hamburg ist ihre Heimatstadt. Die Geschichte ist bestens recherchiert und die Ereignisse dadurch glaubhaft. Neben einer Reihe historisch verbürgter Personen sind die meisten Charaktere fiktiv. Die Protagonisten sind liebevoll gestaltet und ich konnte mich mit ihrem Denken und Handeln identifizieren. Richard, Paula, ihre Familien und Freunde wurden mir sympathisch und ich habe mit ihnen gehofft und gebangt. Obwohl mir die damaligen Geschehnisse in Grundzügen bekannt sind, hat mich die Erzählung in ihrer Darstellung tief berührt.Die Schilderung rief mir wieder ins Gedächtnis, welche Macht die Anhänger einer gemeinsamen Gesinnung über andere ausüben können. Richard und Paula sind Figuren, die Mut machen, dass es immer Menschen geben wird, die sich nicht einschüchtern lassen und hinter ihrer Überzeugung der Menschlichkeit stehen und danach handeln. „Im Lautlosen“ lässt Geschichte lebendig werden und bringt ein dunkles Kapitel ans Licht. Die Erzählung ist bewegend und bleibt im Gedächtnis. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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  • Der stille Kampf...

    Im Lautlosen

    Eliza08

    17. September 2017 um 15:25

    Meine Meinung: Bei diesem Roman passt einfach alles, er überzeugt auf ganzer Linie und erobert die Herzen der Leser im Sturm. Zuerst wirkte das  Cover auf mich ein wenig kitschig und unpassend für einen Roman der in der NS-Zeit spielt, aber Melanie Metzenthin hat mich überzeugt, dass dieses Cover zu ihrem jüngsten Roman passt. Der Klappentext bietet eine sehr gute Zusammenfassung und löst bereits beim Lesen erste Gefühle aus. Der Roman steht dem Klappentext in nichts nach. Die Autorin hat ein Buch geschrieben, was berührt, nachdenklich macht, ein wenig beklemmend ist und dennoch nur so vor Liebe strahlt. Ein absolut atmosphärisch dichter Schmöker, der einem beim Lesen immer mehr ans Herz wächst, man zittert, leidet, bangt und hofft mit den Protagonisten. Paula und Richard sind zwei ganz, ganz tolle Figuren, ihre Kinder Emilia und Georg stehen ihnen in nichts nach. Aber auch alle anderen Figuren erobern die Herzen der Leser im Sturm, weil sie echt authentisch und lebhaft sind. Sie sind nicht fehlerlos, sie sind menschlich und wirken in ihrem Handeln und Reden überzeugend. Hier zieht die Psychologin alle Register und erschafft Figuren, die „echten“ Menschen in nichts nachstehen. Der Kampf der Familie gegen die Nazis im Kleinen: im Beruf, im Freundeskreis, bei der Arbeit ist so geschildert, dass man sich diese kleinen Nadelstiche von hunderten Bürgern dieser Zeit vorstellen kann. Allen war bewusst, dass offener Protest oder offene Sabotage nur ihr eigenes Todesurteil bedeuten würde, dass sie aber im „Kleinen“ immer noch Macht haben. Ein wahrlich eindrucksvolles und authentisches Portrait. Durch die verschiedenen Perspektiven und Handlungsorte nimmt der Roman automatisch an Fahrt auf und lässt sich wunderbar lesen. Dazu der sehr angenehme Erzählstil der Autorin. Man taucht innerhalb von wenigen Sätzen so ins Geschehen ab, dass man die Figuren am liebsten endlos lang begleiten möchte. Der Schwerpunkt dieses Romans ist durch die Arbeit der Autorin zu erklären und dennoch muss auch dieser Teil der NS-Vergangenheit aufgearbeitet werden und dazu trägt die Autorin mit diesem Buch bei, denn es waren nicht nur die Juden die deportiert wurden, sondern auch deutsche völlig hilflose Personen. Ein absolut großartiger, authentischer und berührender Roman, der mich noch lange begleiten wird, denn viele Bilder in diesem Roman haben mich sehr bewegt, dass ich noch lange daran zurück denken werde. Ich danke netgalley Deutschland für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und Melanie Metzenthin für die überaus fesselnde und fantastische Unterhaltung, auch wenn es nicht immer „leichte“ Kost war.

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  • Was für ein Buch

    Im Lautlosen

    robbylesegern

    31. August 2017 um 19:44

    "Im Lautlosen " von Melanie Metzenhtin ist ein Buch das ich verschlungen habe.Von der ersten Seite an zieht es den Leser in seinen Bann und lässt ihn die Grauen der Nazizeit und des 2. Weltkrieges spüren. Hauptthema ist die Euthanasie, denn die Protagonisten sind Ärzte und haben selbst ein taubstummes Kind. Dies wird nicht effekthaschend erzählt, sondern sachlich und somit in seiner vollen Wucht und lässt einen Gänsehaut bekommen ob der Grausamkeit , die während dieser Zeit vorherrscht.Die Autorin erklärt in ihrem Nachwort, dass sie in diesem Buch Fiktion mit geschichtlicher Realität verbunden hat. So sind einige Personen geschichtlich verbürgt und andere ihrer Fantasie entsprungen.Herausgekommen ist ein Buch, das in seiner Realität nicht überzeugender sein kann und den Leser in eine Welt eintauchen lassen lässt, die wir nie wieder erleben möchten.Dieses Buch sollten sich vielleicht mögliche Wähler der AFD zu Gemüte führen.Die Personen dieses Romans sind sehr überzeugend und realistisch dargestellt. Hauptdreh,- und Angelpunkt ist Hamburg, das 1943 schon unter starken Bombardierungen zu leiden hatte. Da die Autorin selbst auch Psychiaterin ist , sind auch einige Ärzte, die hier agieren , aus dieser Fachrichtung zu finden.Mich hat dieses Buch sehr stark berührt und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, weil ich mich nicht von dieser Geschichtetrennen wollte. Alle Geschichtsinteressierten , aber auch Menschen, die ihre Menschlichkeit noch nicht verloren haben, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

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  • Ein unglaubliches Buch das mich von Anfang an fesselte

    Im Lautlosen

    Melody73

    24. August 2017 um 18:26

    Hamburg, 1926: An der noch jungen Universität der Hansestadt gehören Richard und Paula zu den begabtesten Medizinstudenten ihres Jahrgangs. Sie beide verbindet mehr als nur die Leidenschaft für den Arztberuf sie verlieben sich unsterblich ineinander. Als nach ihrer Heirat die Zwillinge Emilia und Georg geboren werden, ist ihr Glück komplett, auch wenn der kleine Georg gehörlos ist. Doch dann ergreifen die Nationalsozialisten die Macht und das Leben der jungen Familie ändert sich von Grund auf. Richard, der inzwischen als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn arbeitet, kann sich mit der menschenverachtenden Gesetzgebung der Nazis nicht arrangieren, von der auch sein gehörloser Sohn betroffenen ist. Um seine Patienten vor der Euthanasie zu bewahren, erstellt er fortan falsche Gutachten. Damit nimmt er ein großes Wagnis auf sich, das nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Familie bedroht ...In dem Buch Im Lautlosen widmet sich die Autorin der Nazizeit in der es nur um arische Rassen und um die Vernichtung lebensunwertem Leben geht.Das Buch umfasst 516 Seiten voller Gefühl, Angst, Wut, Unverständniss und auch Glück und Liebe. Das Buch und die Geschichte der Kriegszeit fesselte mich vom 1. Satz an. Man erfährt Hintergründe die man vlt. im Geschichtsunterricht schonmal hörte aber dann wieder ad acta legte.Die Protagonisten sind durchweg sehr gut beschrieben und ich hatte für meinen Teil schnell meine Lieblinge und welche die ich regelrecht hasste.Die zeit im Krieg als der ganze Machtwechsel zustande kam wird sher gut beschrieben. Ich hatte immer das gefühl ich wäre mittendrin und es ist nicht nur eine Geschichte, sondern man erlebt sie hautnah mit. Das Glück aber auch die Angst wenn man den Fliegeralarm hört. Wenn dann zufällig wie bei mir noch eine Sirene anging bin ich doch etwas erschrocken^^ Die umgebung und die Gefühle denen die Menschen dmals ausgesetzt waren sind 1:1 getroffen. Man kennt ja selbst von Erzählungen wie es war und in diesem Buch bekommt man nochmal einen eindruck wie schrecklich die Zeit gewesen sein muss. Und doch haben die Protagonisten immer versucht das Beste draus zu machen und wenn man zusammenhält kann man auch Berge versetzen.Ich könnte noch stundenlagn über diese Buch schreiben aber dann würde ich zuviel vom Inhalt erzählen.Für mich ist es ein absolutes Lieblingsbuch geworden und ich kann es jedem, egal welches Genre man sonst liest nur ans Herz legen. Ich hoffe ihr werdet es genauso lieben wie ich.

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  • Bemerkenswerter Roman, mitreißend und bedrückend gleichermaßen

    Im Lautlosen

    Jana68

    06. August 2017 um 18:19

    In ihrem Roman "Im Lautlosen" stellt sich die Autorin Melanie Metzenthin dem Thema der Rassenhygiene und der Rolle von medizinischem Fachpersonal während der Zeit des Nationalsozialismus. In klarer und realistischer, manchmal fast distanzierter Erzählweise gelingt es der Autorin, beim Leser tiefe Emotionen zu wecken, sich mit den Protagonisten zu identifizieren und eine deutliche Botschaft zu vermitteln. Dabei kommt der Roman ohne jede Effekthascherei aus und stellt den Alltag der Protagonisten in den Mittelpunkt. Paula und Richard sind Eltern eines gehörlosen Sohnes. Beide sind Ärzte und verstehen es, diese Behinderung als Herausforderung anzunehmen und ihren Sohn sowie dessen Schwester, die diese Behinderung nicht hat, so auszubilden und zu erziehen, dass dem kleinen Georg ein im Wesentlichen normales Leben möglich ist. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der Umgang der Familie mit der Gebärdensprache, die sie sich genauso aneignen, als würden sie eine Fremdsprache erlernen. Die Integration von Georg als ganz normales Kind mit einer Behinderung ist beispielhaft bis heute. Die Familie führt mit Freunden und Verwandten ein normales Leben. Doch es zieht eine Gefahr auf, die nicht nur ihren üblichen Alltag zunehmend beeinflusst. Durch den aufkommenden Nationalsozialismus ist plötzlich Georg's Zukunft, ja sein Leben gefährdet. Und nicht nur das, wir müssen uns mit Themen wie Zwangssterilisation und Säuberung der Rasse auseinander setzen, wir müssen die Bombardierung Hamburgs durchleben, den Kriegsalltag im Lazarett an der Front verkraften und die schweren Monate nach Kriegsende. Nicht alle der lieb gewonnenen Menschen überleben diese dunkle Zeit. Aber wir dürfen auch miterleben, wie Überzeugung zu stillem aber wirkungsvollem Widerstand führt, wie Liebe und Freundschaft helfen, Menschenleben zu retten. Das Buch überzeugt auf ganzer Linie. Nichts ist schwarz-weiß gemalt. Pauschalurteile gibt es nicht. Es gibt Themen, die durchaus Kontroversen zulassen, bei denen Grenzen verschwimmen und es auf sehr viel mehr ankommt, als nur medizinische Bildung. In jedem Fall ist dieser Roman ein klares Bekenntnis zum Humanismus. Der Titel des Romans hätte nicht besser gewählt werden können, denn er steht zum einen für die Lage des kleinen Georgs und bezeichnet zum anderen gerade den mutigen und so wichtigen Widerstand, den Richard und Paula gemeinsam mit anderen Gefährten im Lautlosen leisten. Danke und großen Respekt an die Autorin Melanie Metzenthin dafür, dass sie sich an dieses Thema gewagt hat und einen berührenden, zum Nachdenken anregenden und sehr gut recherchierten Roman darüber geschrieben hat. Soweit ich weiß, wird es eine Fortsetzung geben, auf die ich mich sehr freue, denn mich interessiert es sehr, wie es mit Paula, Richard, Fritz, ihren Kindern und den Menschen in ihrem Umfeld weitergeht. Und es steht auch noch ein Urteil aus...

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  • Stiller Widerstand

    Im Lautlosen

    Dreamworx

    05. August 2017 um 14:46

    1926 Hamburg. Paula und Richard lernen sich während ihres Medizinstudiums an der Universität kennen und verlieben sich ineinander. Obwohl Richard „nur“ der Sohn eines Tischlers ist und eigentlich nicht standesgemäß, heiraten die beiden und bekommen Zwillinge, Emilia und den gehörlosen Georg. So erlernt die Familie die Gebärdensprache, damit sie alle zwanglos miteinander kommunizieren können. Als die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland ergreifen, ändert sich für die Familie alles. Richard, der als Psychiater arbeitet, ist absolut gegen die Nazis und deren menschenunwürdigen Ansichten, welche auch seinen gehörlosen Sohn Georg betreffen. Um so viele Menschen wie möglich vor dem Wahnsinn der Nazis zu retten, nutzt er seine Position als Arzt und stellt falsche Gutachten aus. Damit setzt er nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Familie einer großen Gefahr aus, denn Richards Widersacher Dr. Krüger findet heraus, was Richard getan hat. Leider kostet ihn das seinen Job als Arzt und er wird zum Wehrdienst eingezogen. Doch Richard hat in seinem besten Freund Fritz einen Fürsprecher, der ihn vor der Front rettet und eine Versetzung zu ihm ins Lazarett nach Tripolis ermöglicht. Richard ist jetzt erst einmal aus der Schusslinie, doch Paula ist immer noch mit den Kindern in Hamburg und versucht, sich und die Kinder vor den Bomben zu schützen. Während all dem Kriegsgeschehen wird Georg schwer krank und wird ausgerechnet in das Krankenhaus eingeliefert, wo Dr. Krüger als Handlanger der Nazis das Zepter führt…Melanie Metzenthin hat mit ihrem Buch „Im Lautlosen“ einen sehr berührenden und spannenden Roman vor der schrecklichen Kulisse Nazideutschlands vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und ohne Schnörkel, mitreißend und fesselnd. In wechselnden Perspektiven erfährt der Leser mal aus der Sicht von Richard, mal aus der von Paula um die jeweilige Situation und die Geschehnisse und wird eingeweiht in ihr Denken und ihre Gefühle. Die damalige Zeit wird auf unheimliche Weise zum Leben erweckt und lässt einen erschauern ob dieser Unmenschlichkeit und Grausamkeit, ob diesem wirren Gedankengut, dass damals von den Nazis verbreitet wurde. Der Spannungsbogen zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und ständig ist der Leser auf der Hut vor der lauernden Gefahr, die unterschwellig immer spürbar ist und an den Nerven zerrt. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und ihre Handlung mit einem glaubhaften historischen Hintergrund versehen, der dem Leser die Möglichkeit gibt, einen Blick in die verstörende Vergangenheit zu gewähren. Über einen Zeitraum von 20 Jahren erlebt man die Kriegswirren und Grausamkeiten mit und wird auch ein Teil der Familie von Richard und Paula.Die Charaktere sind sowohl lebendig als auch sehr realistisch gestaltet und liebevoll ausgearbeitet worden. Sie wirken sehr authentisch und einige von ihnen möchte man am liebsten persönlich kennenlernen. Richard ist ein sehr sympathischer Charakter, er ist ehrlich und seinen Prinzipien treu. Dafür nimmt er jede Gefahr in Kauf, solange er anderen Menschen helfen und sie retten kann. Paula ist ebenfalls sehr liebenswert, sie versucht, neben ihrer Familie auch andere zu schützen und setzt dafür viel aufs Spiel. Fritz ist ein offener und fröhlicher Mensch, der immer Optimismus versprüht und jede Minute des Lebens auskostet. Dabei ist er ein guter Freund und immer hilfsbereit. Der kleine Georg ist auch ein toller Protagonist. Obwohl gehörlos, wirkt er lebensfroh und lässt das Herz des Lesers höher schlagen, wenn er auf der Bildfläche erscheint.„Im Lautlosen“ ist ein sehr berührender und überzeugender Roman mit einer einzigartigen Familiengeschichte vor historischem Hintergrund, der nachdenklich macht und das Herz des Lesers anrührt. Absolute Leseempfehlung für eine fesselnde Handlung, die sehr gut umgesetzt wurde!  

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    • 2
  • Im Lautlosen

    Im Lautlosen

    malo2105

    03. August 2017 um 07:41

    Hamburg 1926: Paula und Richard studieren Medizin, verlieben sich ineinander, malen sich eine gemeinsame Zukunft aus und gründen eine Familie. Das Glück scheint perfekt zu sein. Als sich herausstellt, dass ihr Sohn Georg gehörlos ist, versuchen Paula und Richard alles, ihn eine normale Kindheit zu ermöglichen.Doch in Deutschland haben die Nazis die Macht ergriffen und haben eine menschenverachtende Ideologie.Richard, der mittlerweile als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn arbeitet, kann und will sich mit den Euthanasiegesetzen der Nazis nicht arrangieren. Er erstellt falsche Gutachten und versucht so viele Menschen wie möglich vor den sicheren Tod zu retten. Doch als er auffliegt, ändern sich sein Leben und das seiner Familie, denn plötzlich ist auch Georg in Gefahr. Ohne Effekthascherei und ohne mit erhobenen Zeigefinger daherkommend, erzählt Melanie Metzenthin ihre fiktive Geschichte, die jedoch auf vielen historischen Ereignissen und Begebenheiten aufbaut. Dabei greift sie auch auf private Erzählungen und berufliche Erfahrungen zurück, da sie selbst als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet. Trotz des schwierigen Themas hat mir „im Lautlosen“ sehr gut gefallen. Alle Figuren sind Menschen mit Ecken und Kanten. Sie müssen teilweise schwere Entscheidungen treffen und mit Verlusten kämpfen, bleiben dabei aber eben menschlich. Als Leser identifiziert man sich gern mit ihnen. Man freut, hofft und bangt mit ihnen und wünscht ihnen alles Gute. Dabei macht es das Schicksal der Protagonisten den Leser schwer, dass Buch aus der Hand zu legen, auch wenn manche Szenen dies erfordern und man erstmal tief durchatmen muss. Dabei ist „Im Lautlosen“ trotz des Themas durchaus kein schwermütiges Buch, denn, wie im wahren Leben, kommt auch in schwierigen Situationen der Humor nicht zu kurz.Ich wünsche den Roman viele begeisterte LeserInnen und empfehle ihn sehr gern weiter.

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  • Gesunde und kranke Menschen ...

    Im Lautlosen

    Unzertrennlich

    24. July 2017 um 17:02

    Schreibstil Da ich mal wieder Lust auf einen historischen Roman mit dem Bezug zum Nationalsozialismus hatte, fiel mir dieses Buch auf, das bereits sehr viele gute Bewertungen hat und einen interessanten Einblick in die psychiatrischen Einrichtungen der damaligen Zeit versprach. Positiv erwähnen muss ich an dieser Stelle erst einmal die tolle Recherche-Arbeit, die Melanie Metzenthin hier geleistet hat. Es gibt hier einen tiefgründigen Einblick in die Zeit von 1926 bis nach dem zweiten Weltkrieg. Beim lesen habe ich sehr viel gelernt, besonders über das Gesundheitssystem, die Situation, zwischen den beiden Kriegen mit dem Machtaufstieg der NSDAP und natürlich auch bezüglich des Weltkrieges. Wahnsinn, wie toll die Autorin all diese Fakten in ihre Geschichte gewebt hat! Auf der anderen Seite muss ich hier aber auch gestehen, dass ich das Buch jetzt trotz der Thematik eine ganze Woche mit mir herumgeschleppt habe und mich trotz des interessanten Inhalts oft nicht animieren konnte, weiterzulesen. Es hat einige Längen und hat sich für mich stellenweise nicht direkt nach einem Roman angefühlt. Der Schreibstil war mir zu nüchtern, zu distanziert und so konnte ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen. Charaktere Richard Richard ist ein sehr interessanter Charakter. Wir lernen ihn zusammen mit Paula beim Studium kennen und begleiten ihn später bei seiner Karriere an einer psychiatrischen Anstalt. Er steht mit beidem Beinen im Leben und ist ein gutherziger Mensch, der sich dem System nicht anpassen will. Er kann sich mit den neuen Gesetzen der Nazis nicht arrangieren, besonders da sie sich auch auf seine Patienten auswirken. Er möchte einfach nur helfen, vielleicht sogar die psychiatrischen Kliniken revolutionieren, doch dazu lebt er wohl in der falschen Zeit ... Ich fand Richard sehr beeindruckend und seine Abschnitte habe ich viel lieber gelesen als die von Paula. Bei ihm erleben wir nämlich, wie es einen Arzt, beziehungsweise einen Psychologen, in der Zeit der Nationalsozialisten erging. Paula Paula blieb mir persönlich etwas zu blass. An ihrem Beispiel gibt es zwar einige Anspielungen auf den Feminismus, aber so recht kennengelernt habe ich sie beim Lesen nicht. Ihre Abschnitte hätte es für mich daher hier nicht gebraucht! Meine Meinung Puhh, "Im Lautlosen" von Melanie Metzenthin ist seit langem mal wieder ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Aus diesem Grund fällt mir die Rezension an dieser Stelle sehr schwer. Auf der einen Seite ist "Im Lautlosen" eine sehr wichtige Geschichte mit interessanten historischen Fakten, auf der anderen Seite musste ich mich stellenweise zum Weiterlesen zwingen. Ich weiß nicht direkt, ob es an Melanie Metzenthins Schreibstil lag, mit dem ich einfach nicht klar kam. Er war mir von Anfang an zu distanziert, sodass ich keine Verbindung zu Paula und nur eine recht oberflächliche zu Richard aufbauen konnte. Das war schade, denn so hatte ich trotz der interessanten Thematik nicht das Gefühl, wirklich nah am Geschehen zu sein. Spannend fand ich auf jeden Fall, dass hier die "dunkle" Seiten der Psychiatrie beziehungsweise des ganzen Gesundheitssystems angesprochen werden. Hitlers Ansichten bezüglich seiner Gesundheitsreform sind wirklich das letzte und Melanie Metzenthin hat es hier an einigen Stellen sehr deutlich gemacht, wie ungerecht das Leben für (geistig-) Kranke in dieser Zeit war. Unverständlich fand ich an dieser Stelle die Behandlung damaliger Patienten. Das Buch erstreckt sich über einen sehr langen Zeitraum. Wir begleiten Paula, Richard und ihre Freund von ihrem Studium, zu ihren ersten Jobs, erleben mit ihnen die Anfänge der NSDAP, den Ausbruch des Krieges und unterstützen sie bei ihrem stillen Kampf gegen das System. "Im Lautlosen" ist auf jeden Fall ein wichtiges Buch, ein Buch, das einen sehr tiefen Einblick in eine Zeit gibt, auf die wir in Deutschland nicht stolz sein können! Fazit Die Bewertung fällt mir an dieser Stelle recht schwer. Ich bin hin und hergerissen, denn es gibt tatsächlich einen interessanten und schonungslosen Einblick in die damalige Zeit, doch auf der anderen Seite konnten mich die Charaktere und auch der Schreibstil nicht so recht überzeugen. Alles war recht nüchtern und distanziert, besonders Paula war mir zu nebensächlich und nach dem Lesen hatte ich nicht das Gefühl, sie wirklich zu kennen ... Ich hätte dem Buch wohl 3,5 gegeben, werden aber fairerweise dann doch auf die 4 gehen, denn diese Geschichte ist wichtig und sollte daher gelesen werden!

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  • Deutsche Geschichte – in wunderbarem Buch umgesetzt

    Im Lautlosen

    Rebecca1120

    22. July 2017 um 16:31

    Von der Weimarer Republik bis zu Nachkriegszeit wird hier der Traum zweier sich verliebender Medizinstudenten geschildert. Ein Traum, der unter der Weimarer Republik die Frauen eher als Haus- und Herdmütterchen  sieht und somit Paula viele Stolpersteine bei seiner Verwirklichung setzt. Ein Traum, der mit der Machtergreifung der Nazis zu einem Albtraum für die beiden jungen Ärzte wird.In meinen Augen ist es der Autorin einmalig gelungen hier geschichtlich belegte Tatsachen mit fiktiven Personen in eine schicksalhafte Geschichte zu verknüpfen. An keiner Stelle des Buches ist bei mir Langeweile aufgetreten, eher hat mich die Spannung wie es mit Familie Hellmer weitergeht zum Weiterlesen „gezwungen“.Sympathisch waren mir nicht nur Paula und Georg als Hauptfiguren, sondern auch der immer lebensfrohe, optimistische und pfiffige Fritz, den das Schicksal dann so arg zugesetzt hat.Einige Repressalien der Nazis die im Buch aufgeführt wurden, waren mir bisher nicht bekannt. Also beim Lesen auch noch was gelernt.Wie grausam muss es für Paula gewesen sein sich zu entscheiden wer keine 100%ige Leistung erbringen kann und damit sein Todesurteil erhält.Den Titel fand ich auch äußerst clever gewählt, weil sich hierin auch eine Doppeldeutigkeit zeigt. Einmal lautlos wegen Georgs Gehörlosigkeit, die keinem auffallen darf und dann lautlos wegen des heimlich geführten Widerstands gegen die Nazi-Gesetze.Mich hat dieses Buch total überzeugt und darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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  • Eine unheimlich starke Geschichte, die den Leser nicht mehr loslässt

    Im Lautlosen

    Monika58097

    19. July 2017 um 11:58

    Wir schreiben das Jahr 1926. Richard und Paula studieren. Beide wollen den Beruf des Arztes erlernen. Die jungen Leute verlieben sich ineinander. Sie wollen heiraten und haben doch gegen Standesdünkel anzukämpfen. Richard ist schließlich "nur" der Sohn eines Tischlers. Nichts kann ihre Liebe zerstören. Sie heiraten. Sie bekommen die Zwillinge Emilia und Georg. Das Glück scheint perfekt zu sein, doch Georg ist gehörlos. Richard und Paula versuchen alles, um Georg eine ganz  normale Kindheit zu bescheren. Zusammen mit der kleinen Emilia erlernen sie die Gebärdensprache, doch dann kommen die Nazis an die Macht und ein Mensch wie der kleine Georg gilt als jemand, dessen Leben in den Augen der Nazis nichts mehr wert ist.  Richard ist inzwischen Arzt in einer Heil- und Pflegeanstalt. Er muss Meldebögen über die Kranken ausfüllen. Er muss bescheinigen, zu viel Prozent sie arbeitsfähig sind. Schnell muss Richard feststellen, dass es sich um keine normale Datenerhebung handelt, sondern dass die Tötungsmaschinerie der Nazis bereits in vollem Gange ist. Psychisch Kranke und Behinderte sind die ersten Opfer. Richard versucht, so viele Menschen zu retten, wie nur möglich, doch sein Feind, Dr. Krüger kommt ihm auf die Schliche. Richard verliert seine Arbeit in der Klinik. Er wird eingezogen. Sein bester Freund Fritz, ein Chirurg,  kann jedoch durchsetzen, dass Richard zu ihm nach Tripolis ins dortige Hauptlazarett kommt.  Richard im fernen Tripolis, während in Hamburg der Krieg tobt und Paula mit den Kindern ums Überleben kämpft. Überall Bombeneinschläge, überall Feuer, überall Trümmer. Dann erkrankt Georg an Diphterie und nach einer weiteren schrecklichen Bombennacht werden die Kinder im Krankhaus verlegt. Ausgerechnet dorthin, wo Dr. Krüger das Sagen hat, ein Mann, ein Nazi, der schon so viele Menschen in den Tod geschickt hat.  "Im Lautlosen" - es ist eine Geschichte, die mich manches Mal den Atem hat anhalten lassen. Zwischendurch musste ich immer wieder eine Pause einlegen. Ich musste das Gelesene sacken lassen. Es handelt sich zwar um eine fiktive Geschichte, die jedoch tatsächliche historische Hintergründe hat. Immer wieder fragt man sich, wie konnte das geschehen? Konnte man das wirklich nicht aufhalten? Was treibt Menschen dazu zu werden, wie dieser Dr. Krüger?  Genannte Schriften, wie die "Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens" des Arztes Alfred Hoche, lassen den Leser erschauern. Unproduktive Geisteskranke, die der Gesellschaft nur Geld kosten. Unglaublich und doch so geschehen!  Melanie Metzenthin schafft es, dass der Leser sich in diese furchtbare Zeit hineinversetzen kann. Die Kinder, die im Schrebergarten der Großeltern vor dem Bombenhagel halbwegs sicher sind und fasziniert der Flak zusehen. Die ausgebombten Straßenzüge, das ungewollte Zusammenrücken der Menschen, Ängste, Empfindlichkeiten, Hunger und Krankheiten. Alles ist so nah, so gewaltig, so realistisch, dass es manches Mal fast weh tut.  Und doch, wie im richtigen Leben halt, auch hier und dort Lichtblicke. Hoffnung, kleine Wunder. Ich würde hier gerne mehr erzählen, doch ich würde auch viel zu viel verraten.  "Im Lautlosen" - ein großartiger Roman über eine der schlimmsten Zeiten der Geschichte! An manchen Stellen habe ich geheult. Die Tränen liefen einfach. Meistens liefen sie jedoch vor Rührung, vor Erleichterung.  Diesen Roman MUSS man einfach lesen. Es ist eine unheimlich starke Geschichte, die einen packt, die einen nicht mehr loslässt, die unendlich nachdenklich und traurig stimmt, die aber auch für Hoffnung und Neuanfang steht. Unbedingt lesen!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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