Melanie Metzenthin Schicksalsstürme

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Inhaltsangabe zu „Schicksalsstürme“ von Melanie Metzenthin

Wer ist der Unbekannte, der vor der Küste Heiligenhafens Schiffbruch erlitten hat? Ein dänischer Spion? In Kriegszeiten zwischen dem Königreich und der Hanse eine lebenswichtige Frage. Brida, die heilkundige Tochter von Kapitän Dührsen, nimmt sich des geheimnisvollen Fremden an und unterstützt ihn in dem Bemühen, sein Gedächtnis wiederzufinden. Sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich dadurch bringt ...

ein tolles,spannendes Buch,kann ich nur empfehlen!

— Goldammer

3,5 Sterne Ein abgerundeter historischer Roman, mit interessentem Ort und Personen.

— Saphir610

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  • Heiligenhafen früher

    Schicksalsstürme

    Saphir610

    11. May 2015 um 23:54

    3,5 Sterne Im Frühjahr 1428 strandet ein verletzter Schiffsbrüchiger am Ostseeufer bei Heiligenhafen. Wer ist dieser Mann, der sein Gedächtnis verloren hat? Er hat Glück und wird von der Tochter des Kaptäns Dührsen gesund gepflegt. Es ist die Zeit des Krieges zwischen Hanse und Dänemark und er könnte auch ein dänischer Spion sein. Was passiert, wenn der Schiffsbrüchige seine Erinnerungen wieder findet? Das ist hier ein interessanter historischer Roman, der in einer Gegend spielt, von der ich bisher als in diesem Genre eher nichts gelesen habe. Für mich ist es eine sehr gute Wahl für den Schauplatz und Zeit. Die Figuren sind gut gewählt, mit einigen Facetten. Die Autorin hat versucht, den Charakteren mehrere Seiten zu geben. Der Schmuggler, der so ein netter Typ ist, der Schiffbrüchige, der kämpfen kann wie sonst keiner, und andersrum sein Leben einsetzt. Vielschichtig und interessant, vom Thema und den Figuren. Die Autorin versteht ihr Handwerk. Doch mir hat ein wenig mehr Tiefgang gefehlt, die Personen blieben etwas flach, obwohl alles stimmte.

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  • Der geheimnisvolle Schiffbrüchige

    Schicksalsstürme

    Sabine17

    01. March 2014 um 23:05

    1428 wird nach einer stürmischen Nacht ein Schiffbrüchiger zusammen mit mehreren toten Seeleuten in Heiligenhafen an Land gespült. Er trägt vornehme Kleidung und hat eine Schwertwunde. Brida, die Tochter von Kapitän Dührsen, soll ihn gesund pflegen. Die ersten Worte des Fremden sind dänisch. In Zeiten, in denen zwischen Dänemark und der Hanse Krieg herrscht, macht er sich dadurch in den Augen der deutschen Bevölkerung verdächtig. Der Argwohn wächst noch, als bekannt wird, dass der Unbekannte sein Gedächtnis verloren hat und nicht weiß, wer er ist und was an Bord des gesunkenen Schiffes passiert ist. Brida fasst schnell Zutrauen zu dem Fremden und versucht, ihm zu helfen. Doch leider erinnert er sich zunächst nur an mysteriöse Einzelheiten, die ihn nur noch weiter verdächtig erscheinen lassen. Und schon werden Stimmen laut, ihn als dänischen Verräter zu inhaftieren oder gar zu lynchen. Wird es Brida gelingen, mehr über den Unbekannten herauszufinden, bevor die Situation eskaliert? Wird er sich als Freund oder Feind entpuppen? Dieser Roman von Melanie Metzenthin ist unheimlich flüssig und warmherzig geschrieben. Lange rätselt der Leser mit Brida über die Identität des Fremden. Bei jedem neuen Detail, was ihm einfällt, werden die Spekulationen neu genährt. Abgerundet wird diese spannende Geschichte durch sehr sympathische und liebenswerte Charaktere. Allen voran Brida und ihren Vater, aber auch ihre Magd und deren Schmugglerfreund. Da ich schon öfter dort oben an der Küste Urlaub gemacht habe, fand ich es sehr interessant einen Roman zu lesen, der sich mit dem Thema Dänemark und die Hanse beschäftigt. Und dann war er auch noch so rund und spannend geschrieben, dass ich ihn an einem Tag durchgelesen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte.

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  • Lesenswerter friesischer Mittalalterroman

    Schicksalsstürme

    Smilla507

    27. September 2013 um 17:16

    Heiligenhafen, 1428: Nachdem einige Jahre zuvor die Insel Fehmarn von der dänischen Flotte überfallen wurde, wird am Strand ein junger Mann angeschwemmt. Er ist bewusstlos und verletzt. Aus diesem Grund bringt man ihn zu Brida, der Tochter eines Kapitäns und die einzig Heilkundige im Ort. Schon bald darauf erwacht der Verletzte, doch er kann sich an nichts erinnern – nicht einmal seinen eigenen Namen! Da er ebenso fließend Deutsch wie Dänisch spricht vermutet man im Ort, dass es sich um einen dänischen Spion handelt. Erik, wie er vorerst genannt wird, gerät bald in Gefahr und nachdem er sein Gedächtnis wiedererlangt hat, steht fest: Auch Heiligenhafen droht ein Angriff! Nachdem mich „Die Sündenheilerin“ von Melanie Metzenthin begeisterte, wollte ich gerne ein weiteres Buch der Autorin lesen. Auch dieses Buch hat mir wieder gefallen, doch nicht so sehr wie der erste Roman aus ihrer Feder. Ich konnte die Geschichte recht flüssig lesen und alles sehr gut nachverfolgen, doch die mittelalterliche Stimmung blieb leider ein wenig auf der Strecke. Auch die Beschreibungen des „Settings“ und des Lebens zu jener Zeit waren nicht sehr detailreich und es gab auch mal ein paar Längen. Die Romanfiguren gefielen mir dagegen allesamt sehr gut, waren gut beschrieben und die Charaktere gut ausgearbeitet. Besonders gefielen mir der Schmuggler Kalle und Kapitän Hinrich, Bridas Vater. Im Gegensatz zu den anderen Romanfiguren schnackten sie schönstes Friesisch und waren nie um eine Antwort verlegen. Zwischen Brida und Erik knistert es natürlich recht früh, was auch absehbar war. Leider hat Bridas Vater erst einmal andere Pläne für seine Tochter, eine Beziehung zwischen den Beiden scheint erst in weiter Ferne. Nachdem Erik endlich sein Gedächtnis wiedererlangt hat wird es langsam spannender und das Ende ist fulminant, was mich mit den wenigen Kritikpunkten wieder versöhnte. Alles in allem ein lesenswerter Roman.

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  • Rezension zu "Schicksalsstürme" von Melanie Metzenthin

    Schicksalsstürme

    storyteller

    23. January 2013 um 16:45

    Melanie Metzenthin - Schicksalsstürme Das Soft-Cover ist typisch für historische Romane: Eine junge, hübsche Frau blickt verträumt ins Kerzenlicht. Im Hintergrund sieht man, für meinen Geschmack nicht deutlich genug, ein Segelschiff. Sowohl der Name der Autorin als auch der Titel sind in Prägeschrift gestaltet, was mir immer gut gefällt, da es einen Hauch von Kostbarkeit signalisiert. Es herrscht Krieg zwischen Dänemark und Deutschland. Nach einem Unwetter werden Leichname in Heiligenhafen an Land gespült. Nur ein Mann hat das Unglück überlebt. Eine Wunde ziert seine Brust, die von einem Schwert oder Messer herzurühren scheint. Der lange Aufenthalt im Wasser hat ihn vollkommen ausgekühlt. Man bringt den Mann zu Jungfer Brida, weil sie über gewisse Heilkünste verfügt. Ihr Vater, Kapitän Dührsen, der nicht mehr zur See fährt, teilt mit ihr das Haus, nahe dem Hafen. Die ersten Worte, die der Fremde von sich gibt, sind Dänisch. Sofort kommen Gerüchte auf, der Fremde könne ein dänischer Spion sein. Zu allem Überdruss kann er selber die Frage seiner Herkunft nicht beantworten, weil er sein Gedächtnis verloren hat. Als er zu Kräften kommt, stellen Brida und ihr Vater fest, dass sein Deutsch ebenso sicher wie sein Dänisch ist. Weil der erste Name, der über seine Lippen kommt, Erik ist, wird er fortan so genannt. Mit einem freundlichen Wesen, gepflegten Umgangsformen und einem sehr guten Aussehen, nimmt er die Menschen um sich herum für sich ein. Ein Stadtrat Heiligenhafens bietet seine Hilfe an, um herauszufinden, wer der Fremdling ist. Nicht alle sind Erik wohlgesonnen. Einen Mordanschlag kann Erik durch seine außerordentliche Geschicklichkeit vereiteln. Kaum hat sich herumgesprochen, wie geschickt Erik mit Waffen umgehen kann, machen neue Gerüchte die Runde und er wird in Gewahrsam genommen. Es folgt eine spannende Geschichte, in der Seeräuber ebenso eine Rolle spielen wie Schmuggler und lüsterne Pfaffen. Bis zum Ende müssen Brida und Erik allerhand Abenteuer bestehen. Melanie Metzenthin schaffte es, dass ich in meinen Kopf den norddeutschen Klang hörte, obwohl sie äußerst sparsam mit dialektal eingefärbten Stellen umgeht. Die Helden sind nicht zu heldenhaft, haben auch ihre schwachen Seiten. Wie ein angesehener Mann zum Schuft wird, dürfen wir miterleben. Und selbst die bösen Seeräuber bieten ihre Hilfe an. Schwarz-Weiß Klischees sucht man bei Melanie Metzenthin vergebens. Den meisten bösen Buben bekommen ihre gerechte Strafe. Nur der Pfaffe kommt mir persönlich zu gut weg. Man merkt, dass die Autorin dem Meer eine große Liebe entgegenbringt. Die schreienden Möwen sorgen ebenso wie der Salzgeruch dafür, dass man an manchen Stellen glaubt, das Wasser rauschen zu hören. Nie kommt Langeweile auf und auch das Happy End ist für meinen Geschmack nicht zu süß. Als Freund von Kriminalromanen bin ich nicht der Stammleser von historischen Romanen, aber wenn ich einen zur Hand nehme, dann soll er mich bitte so gut unterhalten wie dieses Buch. Als absolut lesenswert bekommt es von mir die Höchstwertung.

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  • Rezension zu "Schicksalsstürme" von Melanie Metzenthin

    Schicksalsstürme

    PMelittaM

    23. December 2012 um 15:30

    1428: Am Strand von Heiligenhafen wird ein Schiffbrüchiger angeschwemmt. Man bringt ihn zur Kapitänstochter und Heilerin Brida, die sich seiner annimmt. Als er aufwacht, hat er das Gedächtnis verloren, er weiß weder, woher er kommt, noch wer er ist. Doch seine ersten Worte sind auf Dänisch. Sollte er ein Däne sein? Das wäre fatal, liegt das Land doch gerade im Krieg gegen Dänemark. Erik, wie man ihn bald nennt, versucht alles, seine Identität herauszufinden und so nach und nach hat er Geistesblitze, die ihm Teile seiner Vergangenheit enthüllen. Zwischen Brida und ihm entsteht eine starke Zuneigung, doch kann sie ihm trauen? Cover und Klappentext könnten einen schnulzigen Liebesroman vermuten lassen, doch das ist dieses Buch beileibe nicht. Melanie Metzenthin ist es gelungen, eine spannende Liebesgeschichte vor einem weniger bekannten historischen Hintergrund zu entwickeln, die zwar vorübergehend etwas an Spannung verliert, als „Eriks“ Herkunft aufgedeckt wird, die aber an dieser Stelle nicht endet sondern neue Spannung entwickelt, als die Dänen handlungsrelevant ins Spiel kommen. Auch liest sich das Buch sehr flüssig, man mag es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, besonders gefallen mir Brida und ihr Vater. Gerade Brida ruht so in sich selbst, dass das ganze Buch durch sie eine wunderbare Harmonie ausstrahlt. Das hat mich sofort gefangen genommen. Auch „Erik“ ist ein interessanter Charakter, bei dem man sich, so lange er sein Gedächtnis verloren hat, ständig fragt, ist das die echte Persönlichkeit bzw. wie wäre er, hätte er den Gedächtnisverlust nicht – und diese Fragen bekommt man später zum Teil beantwortet. Seine Ängste und Zweifel während seines Gedächtnisverlustes sind sehr gut herausgearbeitet, die Autorin lässt uns hier direkt daran teilhaben. Gefreut habe ich mich, dass auch die Vitalienbrüder eine Rolle spielen, das ist nun einmal ihre Zeit und ihre Gegend, deshalb passen sie auch gut ins Buch. Die Bösewichter der Geschichte sind vielleicht etwas zu überzeichnet dargestellt, aber so kann man sie (zumindest zwei von ihnen) wenigstens auch richtig verabscheuen. Im Nachwort erfährt man dann noch, was geschichtlich Fakt ist und, da die Autorin Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist, auch ein paar Erläuterungen zum Thema Gedächtnisverlust. Dass das Buch nicht die volle Punktzahl von mir erhält, liegt daran, dass ich einige Handlungsstränge nicht ganz nachvollziehen kann und dass das meine Lesefreude etwas eingeschränkt hat. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch empfehlen. Mir selbst hat es auf jeden Fall Lust gemacht, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

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  • Rezension zu "Schicksalsstürme" von Melanie Metzenthin

    Schicksalsstürme

    BianFox

    06. December 2012 um 11:10

    Inhaltsangabe: Der junge Mann, der vor Heiligenhafen Schiffbruch erlitten hat, kann sich außer an einige Gedankenfetzen an nichts mehr erinnern. Er kennt nicht einmal seinen Namen. Brida, die Tochter des stadtbekannten Kapitäns Hinrich Dührsen, nimmt sich des Fremden an. Gemeinsam versuchen sie das Rätsel um dessen Vergangheit zu lüften und geraten, ohne es zu ahnen, immer mehr in Gefahr ... Bewertung: Ich bin mit einer gewissen Skeptsis an diesen Roman herangetreten, da ich historische Romane in den letzten Jahren vermieden hatte. Die oft zu dick aufgetragenen Schicksale konnte ich irgendwann nicht mehr verdauen. Dieser Roman jedoch ist so ganz anders. Bereits nach wenigen Seiten hat es Melanie Metzenthin geschafft, mich ins Heiligenhafen des frühen 15. Jahrhunderts mitzunehmen. Ihre leichte und dadurch sehr angenehme Art des Schreibens verführen den Leser. Der Leser schwebt beinahe sinnbildlich über das Geschehen und wird nicht überhäuft mit schweren emotionalen Tiefgängen, die der Geschichte abträglich wären. Und so konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen, musste immer noch ein Kapitel lesen und war am Ende sogar etwas enttäuscht, dass die letzte Seite so schnell gelesen war. Die Geschichte selbst lebt durch ihre Spannung. Immer wieder wird der Leser mit neuen Ereignissen und Wendungen überrascht, die dem Geschehen eine gewisse Brisanz geben. Es ist Metzenthin gelungen, scheinbare Offensichtlichkeiten abzuwenden und immer wieder neue Wege aufzuzeigen, insbesondere dann, wenn es um das Lüften des Geheimnisses um Erik geht. Dabei wird der Leser durch die Straßen der mittelalterlichen Hansestädte geführt, was mir besonders gefallen hat. Die gut recherchierte Historie gerade von Heiligenhafen hat mich so Einiges über die Geschichte Norddeutschlands erfahren lassen. Der Roman lebt aber nicht nur alleine durch die Kulisse. Besonders die Hauptfiguren bleiben dem Leser im Gedächtnis. Erik ist die Sorte Mann, von der wohl so manche Frau träumt. Er ist charmant, witzig, aber hat auch Ecken und Kanten. Sein Gedächtnisverlust nimmt ihn mit, zumal so manches ungewöhnliche Verhalten seinerseits kaum zu erklären ist. Brida wiederum ist eine taffe Frau, die in der von Männern dominierten Welt der Schifffahrt ihren Platz gefunden hat und weiß, wie man mit einem Seefahrer umzugehen hat, immerhin hat sie ja ihren Vater Hinrich, der ihr und vielen anderen ein großes Vorbild ist. Ihn habe ich besonders ins Herz geschlossen, ebenso wie den Schmuggler Kalle, der mir von Anfang an sympathisch war. Das ganz Besondere dieses Romans liegt für mich aber Zusammenspiel der Figuren miteinander. So finde ich das Verhältnis zwischen Brida und ihrem Vater Hinrich grandios, ebenso die liebevolle Hinwendung Eriks zu seinem Bruder - soviel mag verraten werden. Sicherlich gibt es auch hier Menschen, die Böses im Schilde führen. Metzenthin versteht es aber, hinter die Fassade zu schauen und zu erklären, warum Menschen in gewissen Situationen eben unverständlich handeln. Hier kommen ihre Erfahrungen als Psychotherapeutin zugute. Und so steht in diesem Roman die Menschlichkeit im Vordergrund, etwas, was heutzutage gerne Mal in Vergessenheit gerät. Lediglich der Umgang Eriks mit Seyfried, einem Trunkenbold Heiligenhafens, konnte ich nicht nachvollziehen, obwohl mir der Verweis Metzenthins auf die damalige Zeit durchaus plausibel erscheint, hätte ich mir doch hier - als Philosophin - ein anderes Verhalten erhofft. Fazit: Ein spannender historischer Roman, der gerade durch seine Leichtigkeit und Menschlichkeit überzeugt, der keiner großen Tragik bedarf, um die Leser zu erreichen, der geschrieben wurde von einer mehr als sympathischen Autorin, die ich im Rahmen einer Leserunde kennenlernen durfte. Ein Roman, den ich einfach nur weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Schicksalsstürme" von Melanie Metzenthin

    Schicksalsstürme

    merlin78

    02. December 2012 um 18:28

    Heiligenhafen 1428. Als Brida zum Hafen kommt, wird sie Zeuge, wie einige Leichen an Land gespült werden. Doch unter ihnen ist auch ein junger Mann, der noch lebt. Brida nimmt sich des Mannes an und versorgt den Verwundeten bei sich und ihrem Vater, Kapitän Hinrich von Dührsen, zu Hause. Als er erwacht, kann er sich jedoch an nichts mehr erinnern. Noch nicht einmal an seinen eigenen Namen. Da zu dieser Zeit mit den Dänen Krieg herrscht und der Unbekannte fließend die dänische Sprache spricht, kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich bei ihm um einen Spion handeln könnte. Brida hält weiterhin an seiner Unschuld fest und gemeinsam mit ihrem Vater versuchen sie, das Geheimnis zu lüften. Erik, wie sich der junge Mann zunächst nennt, ist von der resoluten und sehr anständigen Brida fasziniert und fühlt sich von ihr angezogen. Doch sein Erinnerungsvermögen bereitet ihm große Sorgen. Nur gelegentlich erhält er ein paar kurze Rückblicke in seine Vergangenheit, kann diese jedoch nicht einordnen. Sollte er wirklich ein Spion sein? Erik ist sich sicher, solange er nichts von sich weiß, kann er auch für Brida nicht der geeignete Mann werden. Im Hintergrund beobachtet Hinrich, der ehemalige Kapitän der "Adela", das Geplänkel zwischen Erik und seiner Deern. Hinrich hat selbst genug Erfahrungen in seinem Leben gesammelt, um einem Menschen wie Erik, eine sichere Unterbringung und seine Mithilfe zu gewährleisten. Allerdings ist er zunächst von einer Verbindung der Beiden nicht begeistert. Wird sich das ändern, wenn er erfährt, wer der Junge wirklich ist? Romantisch, aufregend und mit viel Hingabe erzählt die Autorin eine Geschichte, die bewegt, fesselt und erst zum Schluss den Leser entlässt. Dabei beinhaltet der Roman so viel mehr, als nur Liebesgeplänkel und kriminalistische Merkmale. Auch der historische Aspekt ist solide ausgearbeitet und basiert auf einigen fundierten und belegten Daten aus dem 15. Jahrhundert, wenn auch einige Begebenheiten der Fantasie der Schriftstellerin entsprungen sind. Die Charaktere sind sowohl lebendig, als auch realistisch beschrieben. Ihre Beweggründe, Ängste und Sorgen, sowie ihre Eigenschaften werden nachvollziehbar und passend in die Geschichte mit eingebaut. Neben Brida, Erik und auch Hinrich gibt es noch viele andere Personen, die für die Handlung von immenser Bedeutung sind. So erlebt der Leser unter anderem einen nicht ganz so bibelfesten Pfarrer, einen trauernden Stadtrat, einen kompetenten Schmuggler und vorwitzige Hausmädchen. Nebst den vielen wunderbaren Protagonisten bietet auch die Handlung viel Spielraum für eigene Spekulationen. In der ersten Hälfte des Buches ist das Hauptaugenmerk auf die Frage nach der Herkunft des Unbekannten gerichtet. Danach wendet sich die Autorin einer weiteren spannenden Aktion zu, die den restlichen Ablauf bestimmt und einen runden und gelungenen Schlusspunkt setzt. Fazit: Bei diesem Werk stimmt das Gesamtkonzept. Eine perfekt inszenierte Geschichte, interessante Charaktere und die richtige Mischung aus Krimi, Historie und Lovestory. Davon würde ich gerne noch mehr lesen.

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