Melanie Raabe Die Hässlichen

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Inhaltsangabe zu „Die Hässlichen“ von Melanie Raabe

Wie integriere ich alle in eine Gesellschaft? Was alles macht den Menschen und seine Ausstrahlung aus? Und was macht uns Menschen glücklich?

— lenasbuecherwelt
lenasbuecherwelt

Dieses Buch ist ein absolutes "MUSS"!

— gsimak
gsimak

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  • Die Fuglies

    Die Hässlichen
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    12. May 2014 um 18:10

    Claire und Helena sind gute Freundinnen und beide hässlich. Claire schon von Anfang an, Helena nach einem schweren Autounfall. Immer wieder werden die beiden auf der Straße blöd angeguckt und irgendwann haben sie genug. Sie gründen die Fucking Uglies, kurz „Fuglies“, und nehmen dort nur hässliche Menschen auf. Schnell wird die Gruppe zu einem gefragten und interessanten Club, der wächst und wächst... Mit den Fuglies wird die Hässlichkeit cool und die Schlagzeilen überschlagen sich. Doch nach einem Ereignis spaltet sich die Gruppe, die einen wollen nur cool sein und Spaß haben; die anderen wollen - zur Not auch mit Gewalt - gegen den Schönheitswahn vorgehen... Die Hauptfiguren in „Die Hässlichen“ sind alle sehr unterschiedlich und interessant dargestellt. Durch ihre andersartigen Charaktere konnte ich mich mit keinem identifizieren, was ich aber nicht schlimm fand, denn durch ihre Andersartigkeit habe ich angefangen, darüber nachzudenken, warum die Charaktere so sind wie sie sind: aus allen Schichten der Gesellschaft, weiblich, männlich, intelligent oder durchschnittlich .... Helena kommt aus einer reichen und hübschen Familie, ihre Schwester ist Model, ihre Eltern sind sehr erfolgreich und keiner von ihnen hat viel Zeit für Helena. Sie selbst findet sich hässlich und sieht überall nur Makel, doch eigentlich ist sie sehr hübsch. Die Leute auf der Straße und aus ihrem Umfeld finden Helena wunderschön. Sie unterzieht sich täglichen Schönheitsritualen, um mit den Schönen ihres Umfeldes mithalten zu können. Gut auszusehen ist ihr sehr wichtig, zumal ihr Studium an der Kunsthochschule nicht so gut läuft... Nach ihrem Autounfall hat Helena zahlreiche Brandnarben und fängt an, gegen ihre Eltern und die Gesellschaft, in der die äußerliche Perfektion im Mittelpunkt steht, zu rebellieren. Claire studiert Psychologie und ist von Natur aus hässlich. Dadurch muss sie sich von Anfang an durchschlagen und blöde Kommentare ignorieren. Sie joggt regelmäßig und so ist nicht nur ihr Geist, sondern auch ihr Körper in Top-Form, doch sie selbst und die oberflächlichen Leute finden ihr Gesicht abstoßend. Deshalb übermannen sie auch mal Selbstzweifel bis hin zu leichten Depressionen. Helena und Claire sind schon lange befreundet. Sie gründen die Fuglies und stoßen auf viele Leute, denen es ähnlich geht wie ihnen selbst. Die Gruppenmitglieder fangen an, ihr Leben anzunehmen. Endlich sind sie keine Einzelgänger mehr, bekommen Selbstbewusstsein und entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen. Das Buch beschreibt gnadenlos den Schönheitswahn; ganz nah dran an unserem Alltag mit Models auf Zeitschriftencovern, die mit Photoshop perfektioniert werden; perfekten Werbegesichtern- und bodies, Diäten, Sendungen wie GNTM usw. Die Fuglies bekommen immer mehr Zulauf und schließlich müssen "die Schönen" um die Gunst der Hässlichen ringen...   Am Anfang des Buches kam ich gut in die Geschichte rein und erfuhr schnell etwas über die Gesellschaft und Hauptfiguren. Den Höhepunkt möchte ich hier nicht verraten, aber da merkte ich schon, hier kann es kein 0815-Happy End geben. „Die Hässlichen“ war für mich ein schockierendes Buch über Aussehen, Oberflächlichkeit, Ausgrenzung und Zugehörigkeit. Erst fühlen sich die Hässlichen ausgegrenzt; und dann machen es die Fuglies auch nicht besser und diskriminieren andere. Deshalb regt das Buch zum Nachdenken an: Wie integriere ich alle in eine Gesellschaft? Was alles macht den Menschen und seine Ausstrahlung aus? Und was macht uns Menschen glücklich?

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  • "Die Schönheit ist lediglich Verheißung von Glück"

    Die Hässlichen
    Kerry

    Kerry

    22. March 2014 um 08:08

    Die Freundinnen Helena und Claire sind Freunde seit ihrer Kindheit, doch ihr Leben könnte nicht unterschiedlicher sein. Helena stammt aus einer sehr erfolgreichen und noch dazu gutaussehenden Familie. Ihr jüngerer Bruder ist ein begnadeter Klavierspieler und ihre jüngere Schwester Penny ist ein erfolgreiches Model. Auch ihre Eltern sind sehr erfolgreich, ihre Mutter ist eine angesagte Künstlerin. Nur Helena kann noch nicht wirklich was vorweisen in ihrem Leben. Zwar studiert sie an der Kunsthochschule, doch ein Erfolg hat sich bei ihr noch nicht eingestellt. Eines jedoch hat die Natur ihr mitgegeben - sie ist gutaussehend, sehr gutaussehend, auch wenn sie an sich nur Makel entdeckt, ist sie in den Augen der Gesellschaft wunderschön. Claire hingegen kommt aus einem "normaleren" familiären Umfeld. Sie studiert Psychologie und ist von Natur aus nicht schön. Sie musste sich zwangsläufig mit ihrem Aussehen arrangieren, denn wirklich was ändern kann sie daran nicht. Zwar ist ihr Körper in Top-Form und durchaus ansprechend, doch sobald sie und ihre Umwelt in ihr Gesicht schauen, ist jeder positive Eindruck dahin. Doch trotz all dieser Unterschiede sind die beiden jungen Frauen Freundinnen und so ist es grundsätzlich Claire, bei der sich Helena ausweint, wenn sie wieder von Selbstzweifeln übermannt wird. So auch dieses Mal. Nach einem Dreier zwischen Helena, Penny und Jens, Helenas gutaussehendem Freund, ist Helena von Selbstzweifeln zerfressen, denn hat sich Jens nicht mehr Penny zugewandt als ihr? Diese Selbstzweifel an Helenas Schönheit machen sowohl Helena wie auch Claire wahnsinnig, von daher drängt es Helena mal wieder, sich ihre Schönheit bestätigen zu lassen. Durch Penny weiß Helena, dass es einen "Club der schönen Leute" gibt. Um dort aufgenommen zu werden, müssen Bilder eingereicht werden - erst dann entscheidet sich, ob man schön genug für diesen Club ist. Helena drängt Claire in ihrem Namen, eine Anfrage zu starten - und bekommt später von Claire die Information, dass sie abgelehnt wurde. Daraufhin greift Helena zu drastischen Maßnahmen, infolge dessen sie einen Unfall erleidet und ihre Schönheit nun auch vor den Augen der Welt verliert. Durch den Verlust ihrer Schönheit reift jedoch in Helena der Plan, ihr Schicksal anzunehmen und das Beste aus der Situation zu machen - sie und Claire gründen die "Fuglies", einen exklusiven Club, in den nur hässlichen Menschen aufgenommen werden. Die beiden Frauen treffen den Nerv der Zeit und können sich vor Mitgliedsanfragen kaum retten. Binnen kürzester Zeit ist dieser Club in den Medien präsent und Helena als Aushängeschild ein Medienstar - doch jeder Ruhm hat seinen Preis ... "Die Schönheit ist lediglich Verheißung von Glück"! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich gestaltet. Wirklich beeindruckt hat mich dieses Buch zurück gelassen, denn hier handelt es sich endlich mal um ein Werk, in dem die Figuren nicht perfekt sind, nicht wunderschön und denen nicht alles gelingt, nein, es sind die Hässlichen, die Unglücken, die "Normalen", denen dieses Buch sich widmet, was es in meinen Augen einzigartig macht, denn ein solchen Buch ist mir bisher noch nicht begegnet. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet und was das faszinierende ist: Die Autorin hat Figuren aus allen Schichten der Gesellschaft gewählt, mit allen Brandbreiten an Charaktereigenschaften, die die menschliche Natur zu bieten hat, denn ein jeder geht anders mit seinem Schicksal um und entwickelt sich charakterlich unterschiedlich. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und geradezu fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.

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  • Rezension zu "Die Hässlichen" von Melanie Raabe

    Die Hässlichen
    Belladonna

    Belladonna

    01. March 2013 um 11:06

    Beschreibung Helena und Claire sind schon seit dem Kindergarten Freundinnen. Claire ist schon immer hässlich, Helena dagegen erst seidem ihr Geschicht von einem Autounfall entstellt wurde. Gemeinsam gründen sie die “Fuglies”, eine Art Selbsthilfegruppe die für die Abschaffung des Schönheitswahns und für mehr Rechte für hässliche Menschen kämpfen. Zu Beginn ist die Zahl der “Fuglies” noch recht überschaubar doch nach verrückten Kunstperformances und ihren einzigartigen Partys, bricht der Zulauf von neuen Fuglies nicht mehr ab. Hässlich sein ist exklusiv und Helena wird zu einem richtigen Medienstar. Als es zu Spannungen in der Gruppe kommt und einige Mitglieder immer radikalere Vorgehensweisen bevorzugen erschüttern tragische Ereignisse die Gruppe. Die Freundschaft von Helena und Claire droht ebenso zu zerbrechen wie die Fuglies… Meine Meinung Melanie Raabes Debütroman “Die Hässlichen” ist wunderbar provokativ und wirft einige Fragen auf die mich nicht mehr so schnell losgelassen haben. Ohne Umschweife und Beschönigung spricht die Autorin das Thema Hässlichkeit an, kann man sich wenn man hässlich ist in jemand Schönen verlieben, wird man von der Gesellschaft noch akzeptiert und wie reagien die Medien darauf? Kann man wenn man hässlich ist sexy, ja sogar en vouge sein? Mit all diesen Fragen beschäftigen sich die Hauptprotagonisten Helena und Claire. Während Claire schon immer hässlich ist, wird Helena’s Gesicht erst durch einen schweren Autounfall entstellt. Von heute auf morgen beginnt sie ein neues Leben. Sie trennt sich von ihrem äußerst attraktiven und wunderschönen Freund und bricht den Kontakt zu ihrer Clique ab. Gemeinsam gründen Helena und Claire die “Fuglies”, eine Art Selbsthilfegruppe mit der sie die Gesellschaft auf ihre Engstirnigkeit aufmerksam machen möchten und für die Rechte der Hässlichen eintreten. Wie gebannt habe ich den extremen Lesestoff inhaliert und war des öfteren ziemlich fassungslos. Melanie Raabe hat mit ihrem direkten Erzählstil und der provokativen Ader des Romans meinen Nerv getroffen. “Die Hässlichen” ist ein Roman voller Extreme, im Mittelpunkt stehen die “Fuglies” mit ihrem unbeugsamen Willen gegen die Schönen in die Schlacht zu ziehen. Dabei erregen sie eine Menge Aufmerksamkeit, sei es durch gewagte Kunstperformances oder ausergewöhnliche Partys. Hässlich sein wird zum neuen Trend. Als es zu unglücklichen Übergriffen kommt und nur noch radikale Mitglieder der Gruppe übrig geblieben sind, geraten die “Fuglies” vollkommen aus dem Ruder… Ein wirklich gelungener Debütroman mit einzigartigen Charakteren und einer Handlung die ordentlich Zündstoff mit sich bringt! Fazit Aufwühlender Lesestoff der den Nerv der Zeit trifft! ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 26.02.2013

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  • Rezension zu "Die Hässlichen" von Melanie Raabe

    Die Hässlichen
    Dory

    Dory

    03. February 2013 um 14:43

    Klappentext: Die Freundinnen Helena und Claire sind hässlich. Claire schon immer, Helena erst, seit ihr Gesicht bei einem Unfall entstellt wurde. Rumjammern? Fehlanzeige. Schönheits-OPs? Auf gar keinen Fall! Die beiden haben es satt, sich für ihr Aussehen zu schämen. Sie gründen die „Fuglies“, eine Mischung aus radikaler Selbsthilfegruppe für hässliche Menschen und Kulturguerilla. Und die Gruppe wächst rapide. Die „Fuglies“ veranstalten verrückte Happenings, Kunstaktionen und Parties. Sie drehen den Spieß um, machen das Hässlichsein exklusiv. Die Abkehr vom Schönheitswahn trifft einen Nerv: Ruckzuck werden die „Fuglies“ zu Medienstars. Doch schon bald entstehen Spannungen in der Gruppe: Die einen wollen einfach nur ihren Spaß, die anderen werden zunehmend radikaler und sind bereit, zur Not auch mit Gewalt gegen die „Diktatur der Schönheit“ vorzugehen. Als eine Kette von tragischen Ereignissen die Gruppe erschüttert und die Lage vollkommen zu eskalieren droht, ist auch die Freundschaft von Helena und Claire im Begriff, zu zerbrechen... Cover: Das Cover finde ich ganz ganz toll. Es passt super zum Inhalt des Buches und ist wirklich sehr gelungen. Ich würde es sehr gerne im Regal stehen haben und werde es mir definitiv kaufen, wenn es als Buch erscheint. Inhalt: Auch hier verrät der Klappentext schon um was es geht. Mehr mag ich auch gar nicht verraten. Das Buch ist wirklich super spannend geschrieben, ein richtiger Pageturner, der mir (trotz Thailand-Sonne und 30 Grad) immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken gejagt hat. Ich habe während dem Lesen oft darüber nachgedacht, wie oft ich jemanden nach dem Aussehen beurteile, oder wie oft mir das selbst schon passiert ist, dass ich wegen meinem Aussehen in eine Schublade gesteckt wurde. Erster Satz: Sie stolperte durch die Nacht, tastet sich voran, blutig, blind. Fazit: Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Auf der anderen Seite ist es sehr spannend geschrieben, ein absoluter Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Ein sehr tolles Buch, das ich mir sofort nochmal kaufen würde, wenn es als richtiges Buch erscheint. Nur das Ende fand ich nicht so gut, irgendwie seltsam. Daher vergebe ich 4 Sterne.

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