Melanie Unseld Mozarts Frauen

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Inhaltsangabe zu „Mozarts Frauen“ von Melanie Unseld

Faszinierende Frauen bildeten einen inspirierenden Schaffenskreis um den begnadeten Künstler und Bonvivant Mozart: Seine Schwester Nannerl, sein "allerliebstes Herzensweibchen" Constanze, aber auch Komponistinnen und zahlreiche Sängerinnen spielten (nicht nur) in seinen Opern wichtige Rollen. Melanie Unseld hat ihnen erstmals eine außergewöhnliche Biographie gewidmet.

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  • Rezension zu "Mozarts Frauen" von Melanie Unseld

    Mozarts Frauen

    Puzzeline

    04. June 2011 um 18:31

    Rezension: Wolfgang Amadeus Mozart war kein eigenbrötlerisches Genie, wie man es vielleicht von einem Klaviervirtuosen erwarten würde. In dieser Biographie lernen wir Mozart von einer ganz anderen Seite kennen. Mozart wurde sehr durch sein Umfeld beeinflusst. Auch Frauen spielten eine große Rolle in Mozarts Leben, was dieses Buch deutlich macht. Melanie Unselds Biographie über den berühmten Musiker Mozart liest sich fast wie eine Geschichte. Das ist sehr ungewöhnlich für ein Sachbuch, denn Bücher dieses Genres laufen schnell Gefahr, sehr langweilig zu werden. Unseld aber findet genau das richtige Maß zwischen Fakten, kleinen Geschichten und Anekdoten, die sich um Mozart und seine Bekanntschaften ranken. Die wichtigsten Quellen, denen sich Unseld bedient, sind die Briefe von und an Mozart. Durch diese Zitate lernt man den Menschen Mozart, auch abseits der Musik, sehr gut kennen. Beispielsweise hatte er ein gutes Gespür für Mode. Außerdem war ihm seine Familie sehr wichtig, allen voran seine Mutter, der er schrieb, wann er nur konnte. Die Frauen, die Mozart wichtig waren, trennte er aber nicht gänzlich von seiner Musik. Unseld zeigt, was sehr interessant ist, mehrere Stücke auf, die Mozart für die Frauen schrieb. Auch in vielen Texten seiner Opern finden sich verschlüsselte Botschaften an diese. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass Unseld, wie sie im Vorwort selbst schreibt, „Mut zur Lücke“ lässt. Sie hält sich nicht an irgendwelchen Legenden auf, für die man keine Belege findet. Sie hält sich an die Fakten, mit denen sie ein wirklich gutes Sachbuch geschrieben hat. Einzig hat mir nicht so gut gefallen, dass Unseld manchmal viel Anlauf nimmt, bis sie zu einem Punkt kommt, der wirklich etwas mit Mozarts Leben zu tun hat. Die Lebensgeschichte aller portraitierten Frauen wird dargestellt, was manchmal gar nicht nötig ist, um das Verhältnis mit Mozart zu beschreiben und klar zu machen. Unselds ungewöhnliche Mozart-Biographie wird noch durch Bilder und Schriften ergänzt, die von den Frauen und Mozart erhalten geblieben sind. In Erinnerung ist mir dabei eine Fotographie geblieben, die ein Notenblatt zeigt. Darauf hat Mozart skizzenartig eine seiner Schülerinnen portraitiert. Fazit: „Mozarts Frauen“ beschreibt Mozart sehr gelungen aus einem völlig anderen Blickwinkel, als man es sonst gewohnt ist: aus dem der Frauen. Unseld hält sich wenig an Kleinigkeiten auf und spart an Fachbegriffen, sodass man kein Musiker sein muss, um dieses Buch zu verstehen. Voll von Anekdoten und Bildern (in der Buchmitte) kann ich dieses Buch für jeden empfehlen, der glaubt, den berühmten Komponisten Mozart schon zu kennen.

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