Melda Akbas

 3.8 Sterne bei 17 Bewertungen
Autorin von So wie ich will, Warum fragt uns denn keiner? und weiteren Büchern.
Melda Akbas

Lebenslauf von Melda Akbas

Melda Akbaş wurde am 23. April 1991 in Berlin als Tochter türkischer Eltern geboren. Sie absolvierte im Frühjahr 2010 ihr Abitur an der Robert-Koch-Oberschule in Berlin-Kreuzberg und engagierte sich in ihrer Freizeit vielfältig. Als stellvertretende Schulsprecherin, für die Türkische Gemeinde in Deutschland und im Rahmen ihrer Initiative »l.o.s. - let’s organize somethin’« welche von der Deutschen Bank und der Initiative Deutschland ausgezeichnet wurde. Ihr Buch »So wie ich will. Mein Leben zwischen Moschee und Minirock« welches Sie bereits während ihrer Schuldzeit begann, schuldet das Leben als Kind türkischer Migranten in Deutschland und den damit verbindenen kulturellen Spagat.

Alle Bücher von Melda Akbas

Melda AkbasSo wie ich will
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So wie ich will
So wie ich will
 (14)
Erschienen am 09.04.2012
Melda AkbasWarum fragt uns denn keiner?
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Warum fragt uns denn keiner?
Warum fragt uns denn keiner?
 (2)
Erschienen am 10.06.2013
Melda AkbasSo wie ich will: Mein Leben zwischen Moschee und Minirock
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So wie ich will: Mein Leben zwischen Moschee und Minirock
Melda AkbasWarum fragt uns denn keiner?: Schüler sagen, was in der Schule falsch läuft
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Warum fragt uns denn keiner?: Schüler sagen, was in der Schule falsch läuft
Melda AkbasSo wie ich will: Mein Leben zwischen Moschee und Minirock von Akbas. Melda (2010) Broschiert
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So wie ich will: Mein Leben zwischen Moschee und Minirock von Akbas. Melda (2010) Broschiert

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Neue Rezensionen zu Melda Akbas

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Wollys avatar

Rezension zu "So wie ich will" von Melda Akbas

Das Leben einer jungen Türkin zwischen Tradition und Moderne
Wollyvor 3 Jahren

Inhalt:
So wie ich will beschreibt das Leben der jungen Türkin Melda Akbas in Form einer Biographie. Sie lebt in Berlin, mit ihrer traditionellen türkischen Familie und fühlt sich nirgendwo so richtig zugehörig. In Deutschland eine Ausländerin, bei Urlauben in der Türkei eine Touristin. Aber auch innerhalb der Familie hat sie es nicht immer leicht. Sie wünscht sich oftmals einen westlicheren Lebensstil, den die Eltern allerdings nicht tolerieren.
Das Buch beschreibt ihren Kampf um Selbstständigkeit und Freiheit, Ehrgeiz und Erfolg genauso wie die Liebe zu den Wurzeln der Väter.

Meinung:
Mit "So wie ich will" gibt Melda Akbas stellvertretend Einblicke in das Leben vieler junger Türkinnen in Deutschland. Stellenweise wirklich interesssant, teils aber auch belanglos. An einigen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, dort bleibt die Geschichte recht oberflächlich. An anderen Stellen ist es mir zu viel des Guten. Der Schreibstil des Buches ist in Ordnung. Nicht weltbewegend, aber gut lesbar.

Fazit:
Für mich ein durchschnittliches Lesevergnügen. An sich eine sehr interessante Thematik, aus der aber nicht alles herausgeholt wurde.

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Iudass avatar

Rezension zu "Warum fragt uns denn keiner?" von Melda Akbas

Die Schulmisere
Iudasvor 5 Jahren

Seit Jahren wird nun schon am deutschen Bildungssystem herumgedoktert, Reform folgt auf Reform, zahlreiche Bildungsgipfel werden einberufen – und trotzdem scheint sich nichts zu verbes­sern. Schulen werden nicht erneuert, Schüler und Lehrer sind demotiviert und frustriert.

Doch woran liegt es? Wie kann man den Zustand optimieren und die Standards heben? Und wem muss wirklich Mitspracherecht in der Debatte um die Bildung eingeräumt wer­den?


Melda Akbaş, mit türkischen Wurzeln, geboren 1991 in Berlin, verbrachte selbst ihre Schulzeit an diversen Berliner Schulen, erwarb 2010 ihr Abitur an der Robert-Koch-Oberschule in Berlin-Kreuzberg und studiert mittlerweile an der Hamburger Universität Jura. Mit »Warum fragt uns denn keiner? Was in der Schule falsch läuft« (C. Bertelsmann, 2013) legt sie bereits ihre zweite Publikation vor, in der sie sich mit solchen aktuellen Fragen befasst.

Diesmal versucht sie unser Schulsystem zu analysieren. Als Schulsprecherin engagierte sie sich im Berliner Bezirks- und Landesschülerausschuss und bekam so auch schon als Schü­lerin Einblicke in die Arbeit am Bildungssystem. In ihrem neuen Buch betreibt sie Ursa­chenforschung, wo es am Bildungssystem Deutschlands krankt, versucht Lösungsvorschlä­ge zu geben und Schüler in ihrer Macht und im Mitspracherecht zu stärken. Denn sie ruft ganz offen: »Warum fragt uns, die Schüler, denn keiner?«


Denn sie ist davon überzeugt: würde man den Akteuren der Bildung wirklich Gehör schen­ken, dann könnte man viel mehr erreichen. Und diese Akteure, denen Akbaş Entschei­dungskompetenzen einräumen will, sind die Schüler. In ihnen sieht sie die Macht, wirklich etwas zu bewegen. Doch zu oft würde diese Macht beschnitten und behindert werden. In zahlreichen Kapiteln lässt sie Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Bundesländern zu Wort kommen, berichtet aus ihrem Schulleben und analysiert verschiedene Schulfor­men, wobei sie trotzallem zu stark ihr Augenmerk auf das Gymnasium lenkt – wohl aus dem Grunde, weil sie selbst auf einem Gymnasium war.

Die verschiedenen »Augenzeugenberichte« machen dabei das Buch sehr unterhaltsam und bunt. Anders als viele theoretische, trockene Berichte über die Bildungsmisere sammelt Akbaş zur Unterstützung ihres Aufrufs Stimmen von den Schülern. Auch Bildungsbeauf­tragte, wie Lehrer oder Schulprüfer kommen dabei zu Wort. Man merkt der Autorin durchaus an, dass sie versucht, jegliche Einseitigkeit in ihrer Argumentation zu verhindern, indem sie nicht nur Schüler in ihrem Frust auf Schule und Lehrer zu Wort kommen lässt, sondern auch die Gegenpartei sprechen lässt.

Diese Herangehensweise ist durchaus gut und glaubhaft, um sich nicht dem Vorwurf aussetzen zu müssen, man würde einfach einseitig und beharrlich den eigenen Standpunkt durchsetzen wollen – frei nach dem Motto: Schule ist doof und die armen Schüler müssen es ausbaden – allerdings verliert sich so Akbaş Argumentation auch oft in verschwommenen Standpunkten. Sie bemüht sich um Klarheit, doch schon allein ihre Gespräche mit Schülern aus ganz Deutschland machen dem Leser bewusst: wie soll ein einheitlicher Wandel funktionieren, wenn sich noch nicht einmal die Schüler einig sind, was sie wollen? Die einen kommen mit der Schule klar, die anderen finden Gruppenarbeit nervig, wieder andere können dem Frontalunterricht nicht folgen. Und man wird nie alle unter einen Hut bekommen.


Trotzallem bemüht sich die Autorin um klare Lösungsvorschläge, die sie im Buch langsam entwickelt und häppchenweise in Kapiteln gliedert. Allerdings verliert man durch das rasche Hin- und Herspringen zwischen den Gesprächen der Autorin mit anderen Schülern (auch verschiedener Länder) und Lehrkräften, ihren eigenen Erinnerungen und Kritikpunkten und der Analyse des Schulsystems schnell den Überblick.

Um dem Leser nochmals ihre Ideen vorzustellen, gibt sie zum Abschluss eine Sammlung ihrer Änderungsvorschläge, sodass man sich nochmal ein Bild darüber machen kann.


Trotz dass sich Melda Akbaş bemüht, klare Standpunkte zu formulieren, bleibt doch immer der fade Beigeschmack des Relativen und Allgemeinen. Vieles wird relativiert, abgeschwächt und einfach nur eingeworfen. Die Autorin ist bemüht, trotz der erschwerten Vorbedingungen (siehe Förderalismus, den sie oft erwähnt) es allen recht zu machen und eine Lösung zu formulieren, die nichts über's Knie bricht und nahezu unausführbar ist, und das ist zu loben.

Man spürt beim Lesen ihr Engagement, wenn sie sich mit Herzblut für Abschaffung der Ehrenrunde, Open-Book-Klausuren, Immigrantenquote, Sanierung der Schulen und Mitsprachrecht für Schüler einsetzt. Und nicht selten passiert es auch, dass man sich von ihrer Begeisterung mitreißen lässt. Ich denke, gerade viele Schüler oder junge Menschen, die erst vor einiger Zeit von der Schule abgegangen sind, werden viele der aufgezeigten Missstände hier wiedererkennen und ausrufen: »Genau so war es bei mir auch!«

Und wahrscheinlich wird sie damit auch ihr Ziel erreichen, und Schüler, die in sich schon immer eine engagierte Ader spürten und an dem derzeit wirklich desolaten Zustand der Bildung etwas ändern wollen, dazu motivieren, wirklich aktiv zu werden, um ihr Mitspracherecht geltend zu machen. Damit sie endlich mal jemand fragt.


So bleibt mir zum Abschluss zu sagen, dass man mit »Warum fragt uns denn keiner?« ein Buch in die Hand bekommt, das mit sehr viel Herzblut geschrieben ward, das versucht, inhaltlich und sprachlich nah an den Menschen zu sein, die es betrifft: nämlich die Jugend Deutschlands. Ungehört werden Akbaş' Rufe nicht verhallen, aber ich denke, es wird noch einiges an Zeit brauchen, bis man beginnt, wirklich an den Quellen zu schrauben und nicht nur Probleme zu übertünchen.


Das Buch ist kurzweilig und flüssig lesbar, es ist eine klare Gedankenführung erkennbar. Allerdings hätten weniger Zitate von »Freunden von Freunden befreundeter Schüler« manchmal der Gedankenführung besser getan, auch wenn Akbaş so versuchte, glaubhaft ihre Thesen zu untermauern. Ein »Originalzitat« wirkt nun mal besser und authentischer.

So kann ich das Buch trotz aller ein paar Schwächen empfehlen.

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Rezension zu "So wie ich will" von Melda Akbas

Rezension zu "So wie ich will" von Melda Akbas
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Die junge Deutsch-Türkin Melda Akbas, bekannt durch ihr Projekt „Let’s organise somethin“ über das u.a. im Spiegel berichtet wurde, erzählt über ihr Leben zwischen zwei Kulturen und wie es ihr gelingt emanzipiert und frei zu leben, ohne dabei ihrer Familie, Herkunft und Religion den Rücken zu kehren.
Ich habe mich dafür entschieden dieses Sachbuch zu lesen, da ich mich als Deutsche für die Thematik Migration und Integration in Deutschland interessiere. Besonders die Sichtweise einer jungen Deutsch-Türkin reizte mich. Schließlich können in der ARD noch so lange verstaubte alte Herren um das Problem herum diskutieren, solange sie keinen Migrationshintergrund haben, haben sie keine Ahnung nur viele Vermutungen.
Allerdings muss ich gleich zu Anfang sagen, dass Melda Akbas keine der türkisch stämmigen jungen Frauen ist, die so gerne auf den öffentlich rechtlichen diskutiert werden. Sie ist vorbildlich integriert, fühlt sich als Deutsche, lebt gerne in Berlin, geht aufs Gymnasium mit dem Ziel Jura zu studieren und ist auch sonst ein Bild der Mustergültigkeit, wie es selbst bei deutschen Jugendlichen eher selten vorkommt.
Dieses Buch ist also kein Einblick in die Welt einer Klischee-Türkin, am besten noch aus Berlin Neu-Kölln, sondern ein Ausschnitt aus dem Leben des Idealbildes einer jungen Frau der dritten Generation Türken in Deutschland. Doch auch diese muss noch kämpfen, auch wenn es keine Kämpfe gegen eine Zwangsverheiratung inklusive Verschleppung in ein abgelegenes türkisches Dorf sind, sondern eher gegen ein Ausgehverbot nach 18 Uhr oder eine Reise alleine mit der besten Freundin nach London. Man kriegt jedoch trotz allem einen ausführlichen Einblick in ein junges Leben, das so sicher nicht einzigartig ist, mit seinen Erfolgen und Hürden, die bewältigt werden müssen im Zuge des Erwachsenwerdens.
Der Schreibstil ist, wie bei jedem der durch Zufall die Möglichkeit hatte in Romanlänge über sein Leben zu berichten, ansonsten aber kein professioneller Schriftsteller oder Journalist ist, eine Katastrophe im Vergleich zu anderen Büchern. Allerdings durchaus lesbar und gut verständlich, trotzdem hat man das Gefühl Melda Akbas hätte dem Leser einen langen Brief geschrieben, keine professionell verlegte Autobiografie.
Oft kommt sie von hundertsten ins tausendste, man verliert zusammen mit ihr den Faden und weiß am Ende gar nicht, wo sie angefangen hatte. Die langen Kapitel, die nach meinem Verständnis nur eine ungefähre Idee, aber keine durchdachte Struktur aufweisen, tragen zusätzlich zur Verwirrung bei. Eine Chronologie der Ereignisse gibt es auch nur so in etwa, aber meistens wird wild durcheinander erzählt.
Trotz dessen bin ich mir sicher, dass dieser Blick über den Tellerrand oder viel mehr auf die andere Seite unseres eigenen Tellers jeder interessierten jungen deutschen Frau gut tut. Denn wer verstehen will muss erstmal still sein und zuhören, wenn jemand von seinen Erfahrungen erzählt, der täglich mit der Thematik konfrontiert ist ob er nun will oder nicht.
Eine sehr subjektive Auseinandersetzung mit dem Thema Migration und Integration, aber das haben Autobiografien nun mal so an sich.

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Zusätzliche Informationen

Melda Akbas wurde am 23. April 1991 geboren.

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