Wunschgeflüster

von Melina Gerosa Bellows 
3,7 Sterne bei86 Bewertungen
Wunschgeflüster
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Eine Geschichte über das Erwachsenwerden mit einem behinderten Bruder.

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Mit unglaublich realistischer Darstellung und wirklich einer gelungenen Message.

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Inhaltsangabe zu "Wunschgeflüster"

Bobby ist Bellas Zwillingsbruder und ihr Seelenverwandter. Seit sie denken kann, hat sie nur einen Wunsch: ihn aus dem Gefängnis seines Autismus zu befreien und ihre Mutter wieder glücklich zu sehen. Die Ehe der Eltern droht unter der Last des kranken Kindes zu zerbrechen, und so flüchtet sich Bella immer öfter in ihre eigene Welt der Wünsche und Sehnsüchte.
Erst als sie Bobby zu verlieren droht, lernt sie, sich so zu akzeptieren, wie sie ist – und kommt auch ihrem Traum von der großen Liebe ein Stück näher …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426638408
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    LaMenschs avatar
    LaMenschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mit unglaublich realistischer Darstellung und wirklich einer gelungenen Message.
    Das Leben besteht nicht nur aus Champagner oder Kaviar, der eigene Bruder Autist ist

    Als Zwillinge werden sie geboren. Doch der eine ist nicht wie die andere. Bellas Bruder ist Autist, was das Zusammenleben mit ihm nicht einfach macht. Alles dreht sich nur um ihn, Bella muss schauen, wie sie klarkommt. Sie gibt sich selbst die Schuld daran, dass ihr Bruder nicht normal ist, sie spornt sich selbst zu Höchstleistungen an, um Dinge, die ihr Bruder nicht kann wettzumachen. Kurz gesagt, ist hochgradig eifersüchtig auf ihn, denn alles dreht sich nur um ihn. Ihre Eltern scheinen sie vollkommen zu vergessen und nichts scheint gut genug um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Der Schreibstil dieses Buches ist angenehm und unterhaltsam zu lesen. Die Darstellung des autistischen Bruders ist der Autorin sehr gut gelungen. Jedes Kapitel beginnt mit der Jahreszahl, dem Alter und einigen Informationen zu Bella. Mal mehr, mal weniger wichtig. Dies macht das Buch einzigartig und authentisch. Eine klare Message welche auch wirklich ankommt. Gerade die Episoden aus der Kindheit haben mir sehr zugesagt.

    Ich bin diesem Buch verfallen, denn es gefällt mir einfach sehr gut. Die realistische Darstellung und die zeitlose Handlung (in Bezug auf aktuelle Ausgrenzung von Menschen mit Handikap) sind auf jeden Fall sehr lobenswert. Ich muss trotzdem einen Stern abziehen, denn teilweise befinden sich etliche schreib-bzw. Grammatikfehler im Buch, bei welchen ich mit teilweise nicht sicher bin, ob sie als Stilmittel eingesetzt sind oder unbeabsichtigt sich eingeschlichen haben. Somit vergebe ich wunderbare vier von fünf Sternen!

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    lieblingslebens avatar
    lieblingslebenvor 2 Jahren
    Eine Reise zu sich selbst mit allen Höhen und Tiefen

    Das Erwachsenwerden hat seine Tücken – dies muss auch Bella erfahren, die gemeinsam mit ihrem autistischen Zwillingsbruder aufwächst. Die Zwillinge, die oberflächlich betrachtet unterschiedlicher nicht sein könnten versuchen beide auf ihre Weise im Leben zurechtzukommen. Dabei versucht Bella mit allen Mitteln ihre Eltern zufrieden zu stellen und ihnen nicht noch durch zusätzliche Probleme zur Last zu fallen, da diese mit ihrem Bruder Bobby genug Schwierigkeiten zu bewältigen haben. Doch ihr eigener Perfektionismus bringt sie oft an ihre Grenzen und wirkt sich vor allem auf ihr Liebesleben aus. Im Laufe des Buches begegnet sie unterschiedlichen Männern, die alle auf ihre eigene Weise Spuren hinterlassen, bis Bella den Weg zu sich selbst endlich findet und lernt sich nicht nur über ihre Beziehung zu definieren. „Mein ganzes Leben ist von der Suche nach meiner anderen Hälfte bestimmt gewesen, nach jemandem, der mich zu einem vollständigen Menschen macht. Und eben diese Suche nach dem Seelengefährten […] führte mich auf direktem Weg zu dem ersten Mann zurück, den ich je geliebt habe, meinem Zwillingsbruder“, stellt sie letztendlich fest und lernt dadurch auch sich selbst so zu akzeptieren und zu lieben wie sie ist. Diese Reise ist lang und steinig, erst recht weil sie aufgrund der schwierigen Situation ihres Bruders immer das Gefühl hat, selbst kein Glück zu verdienen.

    Ich hatte mir erhofft mehr über das Thema Autismus zu erfahren, da es in Bellas Leben eine entscheidende Rolle spielt und sie versucht ihren Zwillingsbruder zu verstehen und ihm zu helfen, während sie gleichzeitig einige Höhen und Tiefen ihres Lebens durchstehen muss. Doch leider wurde meiner Meinung nach die Krankheit nur recht oberflächlich anhand von typischen Symptomen zur Sprache gebracht.

    Auch auf emotionaler Ebene hat mich der Roman nicht so mitgerissen, wie ich es erwartet hatte. Selbst die Situationen mit Tränenpotenzial, von denen das Buch durchaus zahlreiche zu bieten hatte, konnten leider nicht so rübergebracht werden, dass es mich tatsächlich berührt hätte.

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    Lisa_Liests avatar
    Lisa_Liestvor 4 Jahren
    39 Jahre in einem Roman.

    Die Geschichte hat mich jetzt nicht umgehauen. Ein Mädchen hat einen behinderten Bruder und kämpft ihr Leben lang um Aufmerksamkeit. Selbst in Beziehungen wird sie nicht glücklich. Sie kann nicht glücklich sein, weil es ihrem Bruder gegenüber unfair wäre. Mir wäre es beinahe genau so gegangen. Bei meiner Schwester wurde damals Trisomie 21 im Mutterwasser diagnostiziert. Als sie dann aber geboren wurde, war sie kerngesund. Ich möchte mit Bella nicht tauschen. Ich stelle mir das auch sehr schwierig vor, wenn man alles mögliche versucht und doch nichts dabei rüberkommt. 
    Bella wird in dem Roman ab einem Alter von 8,5 Jahren bis zu ihrem 39. Lebensjahr begleitet. Sie hat einen autistischen Bruder, der die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern benötigt. Bella fühlt sich in einer grauen Wolke und probiert alles, um die Aufmerksamkeit mal kurz auf sie zu richten. Sie versucht perfekt zu sein, denkt immer an alle anderen, aber nie an sich selbst. Sie stürzt sich in eine Beziehung nach der nächsten und dennoch wird sie nicht glücklich. Außerdem ist sie unzufrieden mit sich selbst. Sie diätet immer wieder und fühlt sich dennoch fett.Manchmal hat sie mich total genervt und dann hat sie mich wieder an mich selbst erinnert. 
    Dadurch, dass wir mit der Protagonistin quasi groß werden, sehen wir, wie sie ihre Sicht auf die Dinge im Laufe der Zeit ändert. Wir erleben ihren ersten Kuss, ihr erstes Mal und das erste mal so richtig verletzt zu werden. Manchmal haben mir nur ein paar Details gefehlt. Es ist ein wenig oberflächlich geschrieben. So konnte man sich nicht komplett in die Protagonistin hineinversetzen. 
    as Cover ist einfach gemacht und dennoch mag ich es. Der Titel des Romanes passt aber nicht ganz zur Story. Da hätte man einen anderen Titel wählen können. Ich habe den Roman als Mängelexemplar gekauft, aber keinen Mangel gefunden. Es sei denn, man schreibt schlechtgehen tatsächlich zusammen. Sonst wäre da nur dieser kleine Rechtschreibfehler. 32 Zeilen pro Seite erachte ich als zu viel. Ich musste mich echt konzentrieren und bin trotzdem immer wieder in den Zeilen verrutscht.
    Ich bin froh, dass ich den Roman nur als Mängelexemplar für 3€ gekauft habe. Hätte ich den vollen Preis bezahlt, hätte ich mich wahrscheinlich etwas geärgert. Der Roman war zwar eh nicht auf meiner Wunschliste, aber wenn man so durch den Stapel geht mit den ganzen günstigen Exemplaren kann man sich auch mal so ein Buch gönnen. Dieser Roman wird jetzt in mein Regal gestellt und da bleibt er. Wer den Roman lesen möchte, kann dies tun. Aber ich habe nicht das Bedürfnis, den Roman nochmal in die Hand zu nehmen.

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    minnimauss avatar
    minnimausvor 4 Jahren
    Mehr als ein Frauenbuch

    Ich muss gestehen, dieses Buch habe ich nur wegen des wunderschönen Covers gekauft.
    Ich habe eigentlich ein typisches Frauenbuch erwartet, bekomme habe ich aber viel mehr.
    Nämlich eine Geschichte über die Entwicklung eines Mädchen zur Frau unter schwierigen Bedingungen, eine Geschichte über Geschwister und Liebe, Selbstfindung und den Umgang mit Autismus in der Familie. Ich muss sagen, mir hat die Mischung sehr gut gefallen. Das Buch beginnt, als Bella und ihr autistischer Zwillingsbruder Bobby 8 Jahre alt sind und endet, als sie fast 40 sind.
    Vor jeden Kapitel erfährt man, wie alt Bella gerade ist, wer ihr aktuelles Idol ist, ihr Lieblingslied und lustigerweise auch immer ihre schönsten Schuhe. Das fand ich ganz nett und witzig gemacht.
    Bella an sich ist eine sympathische Figur, mit der man sich meist ganz gut identifizieren kann. Sie ist witzig und klug aber auch unsicher, oft traurig und kämpft ständig mit Gewichtsproblemen.
    Eigentlich wünscht sie sich nichts mehr, als Normalität und geliebt zu werden. Doch Normalität ist mit ihrem autistischen Bruder, der nur in Filmzitaten spricht, oftmals Anfälle hat und völlig in seiner eigenen Welt lebt, nicht möglich. Da ihre Eltern ganz auf ihn fixiert sind, versucht Bella so wenig Probleme wie möglich zu machen, immer gute Noten zu schreiben und auch sonst mit allem selbst fertig zu werden. Die Aufmerksamkeit ihrer Eltern bleibt ihr leider verwehrt, über vieles wird einfach nicht gesprochen. Sie kann sich sehr lange nicht so richtig mit seinem Zustand anfreunden.
    Bobbys Krankheit ist jedoch nicht Dauerthema des Romans, eher eine Randerscheinung. Es geht hauptsächlich um Bellas Leben und ihre Suche nach Liebe und ihrem Platz in der Welt. So sieht man einige Männer im Laufe der Jahre kommen und gehen und fragt sich ständig, ob das nun der Richtige für sie ist. Das zu lesen ist manchmal amüsant, manchmal traurig und auf jeden Fall lesenswert. Ich hatte kaum 5 Seiten gelesen und war mitten in der Geschichte. Besonders gut hat mir gefallen, dass Bella immer reflektiert und aus allem was ihr passiert, ihre Erkenntnisse zieht. Das hilft ihr schließlich, endlich glücklich zu werden. Für gemütliche Lesestunden kann ich das Buch nur empfehlen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Wunschgeflüster" von Melina Gerosa Bellows

    Die besondere Verbindung von Zwillingen aber auch, wie man langsam erwachsen wird und lernt, das Leben zu nehmen wie es ist.

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    M
    maronkusakabevor 6 Jahren
    Rezension zu "Wunschgeflüster" von Melina Gerosa Bellows

    Bella ist die Zwillingsschwester von Bobby. Der Autismus ihres Zwillingsbruders bestimmt ihr ganzes Leben. Denn Bella ist sich sicher, dass ihr Bruder nur durch sie so "unnormal" geworden ist, weil sie sich bei der Geburt vorgedrängelt hat. Somit versucht sie in Allem perfekt zu sein, um Bobbys Krankheit und damit verbundenen Probleme auszugleichen. Doch Bellas Leben verläuft alles andere als perfekt ....
    Durch viele Fehler und Bekanntschaften in ihrem Leben, lernt Bella - vor allem, als sie fast ihren Bruder verliert - das Leben so zu akzeptieren wie es ist. Denn Bella kann noch so viel machen, dadurch wird es ihrem Bruder nicht besser gehen, aber auch, dass sie sich selbst so akzeptieren muss - wie sie nun mal ist!

    Meine Meinung:
    Nun, ich finde die Grundidee des Buches wirklich gut, aber wie das im Buch umgesetzt worden ist, hat mir persönlich eher weniger gefallen. Denn man hat viel mehr von Bellas ständig wechselnden Partner gelesen (wobei ich das immer wieder merkwürdig fand, wieso sie ständig erwähnt, dass sie katholisch ist, wenn sie dabei am Ende eh mit den Männern geschlafen hat?!) Und ich habe gehofft, dass sie am Ende mit ihrem besten Freund Zack zusammen kommen würde, denn ich fand, dass allein Zack am besten in ihr Leben gepasst hat und vor allem, kam er mit ihrem Bruder am Besten zu Recht. Ich fand allein die Beziehung zu Bobby sehr schön. Zudem fand ich es auch super, dass es zu einem Konflikt zwischen Bella und ihren Eltern kam, denn Bella hat sich ziemlich vernachlässigt gefühlt, in dem sie versucht ein pefektes Leben zu führen um das auszugleichen, was mit Bobby passiert.
    Also von mir gibt es *2 Sterne".

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    leserinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Wunschgeflüster" von Melina Gerosa Bellows

    Im Buch handelt es sich um die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenzeit der Zwillinge Bella und Bobby.
    Bobby ist Autist, er steht natürlich bei seinen Eltern unter besonderer Obhut. Seine Schwester Bella liebt ihren Bruder sehr, aber trotzdem hat sie sehr oft das Nachsehen. Sie muß ihn oft betreuen und lebt ständig mit einem schlechten Gewissen gegenüber ihrer Familie, weil sie als erster Zwilling gesund zur Welt kam. Bella hat sehr viele Wünsche, wie in der Kindheit glatte Haare, als Jugendliche träumt sie vom perfekten Kuss, als Jounalistin träumt sie vom Idealgewicht. Ihr allergrößter Wunsch wäre ihren Bruder vom Autismus zu befreien.

    Ihr Vater flüchtet sich oft in den Keller, um Flaschenschiffe zu bauen.

    Die Anfälle von Bobby sind für die Familie schwer zu verkraften. Teilweise konnte man das Krankheitsbild Autismus und die Schwieigkeiten im Alltag recht gut verfolgen.

    Die Kapitel des Buches sind chronologisch gegliedert und Bellas Lieblingsidol, ihr Lieblingslied, ihr kostbarster Besitz und ihre Lieblingsschuhe angeführt.

    Die Lektüre war für mich insofern interessant, da ich wieder mal in die amerikanische Mentalität, ins Highschool-Milieu der Teenager sowie ins Arbeitsleben der USA einsteigen konnte.

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    mandarinpeachvor 7 Jahren
    Rezension zu "Wunschgeflüster" von Melina Gerosa Bellows

    Immer wenn ihre Mutter mit den beiden Geschwistern Bella und Bobby auf dem Rücksitz über den Bahnübergang fuhr, nutzte Bella die Chance, sich etwas zu wünschen: glatte Haare, Freunde, den ersten Kuss … Doch egal, wie viele Wünsche sich erfüllten, die Leere in Bellas Herzen blieb. Denn egal, wie sehr sie sich anstrengte oder wie glücklich sie war, nie konnte sie ihrem autistischen Zwillingsbruder Bobby das Leben und Glück geben, das sie sich für ihn vorstellte. Erst nach und nach lernt Bella, mit Bobbys Krankheit umzugehen und ihn so zu akzeptieren, wie ers ist, bis sie eines Tages droht ihn zu verlieren.

    Wunschgeflüster hatte ich geschenkt bekommen und es ziemlich lange im Regal stehen lassen, weil ich nicht sehr viel mit dem Text auf der Rückseite anfangen konnte. Doch wie sich herausgestellt hat, war das Buch nicht nur besser als erwartet, sondern sogar ziemlich gut!
    Bella erzählt in einzelnen Episoden ihr Leben vom Kindesalter bis hin zu einer erfolgreichen Karrierefrau. Dabei begleitet sie immer ihr autistischer Bruder Bobby, den sie zeitweise am liebsten aus ihrem Leben haben möchte, die meiste Zeit jedoch krampfhaft versucht, ihn glücklich zu machen und die Beziehung zu ihm aufzubauen, die sie sich wünscht. Dabei flieht sie von einem Mann zum nächsten, was jedoch das Loch in ihrem Herzen auch nicht füllen kann. Es braucht den Großteil ihres Lebens, bis sie akzeptieren kann, mit der Krankheit ihren Bruders richtig umzugehen.
    Ich fand es unglaublich spannend und unterhaltsam, Bella durch ihr Leben zu verfolgen und dabei zuzusehen, wie sie selbst nicht glücklich werden kann, weil sie sich dabei selbst im Weg steht. Auch wenn es ein wenig nach einem Selbsthilferatgeber klingt, handelt es sich bei Wunschgeflüster um einen wunderbar zu lesenden, einfühlsamen Roman, der alles andere als schnulzig, sondern eher wie direkt aus dem Leben gegriffen ist.
    Leider ist das Ende ein wenig abrupt geraten, doch ansonsten ein rundum gelungenes Buch!

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    sternthaler75s avatar
    sternthaler75vor 7 Jahren
    Rezension zu "Wunschgeflüster" von Melina Gerosa Bellows

    Bella ist 8 Jahre alt, als dieses Buch beginnt. Ein kleines Mädchen, das es selbst in dem Alter schon recht schwer hat. Sie hat einen Zwillingsbruder: Bobby. Er nimmt viel Zeit seiner Eltern in Anspruch, denn Bobby ist Autist. Für seine Schwester Bella bedeutet das oft, erst an 2. Stelle zu stehen. Klar, dass das für eine 8-jährige nicht einfach zu verstehen ist. So nimmt sie den Leser mit auf den Weg durch ihr Leben, bis sie 39 ist. Der Leser begleitet sie während der Schulzeit, entdeckt ihr Liebesleben und nimmt an ihrer beruflichen Karriere teil. Doch eigentlich dreht sich alles um Bobby. Egal, was sie macht, ihre Gedanken sind stets und ständig bei ihm.
    Zu Beginn des Buches hatte ich schnell den Eindruck, dass Bella mich nervt. Ständig nur Bella, Bella, Bella. Vorne, hinten, oben, unten, morgens, mittags, abends Bella. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich ständig in den Vordergrund drängte, und das gefiel mir nicht wirklich.

    Doch im Wandel der Zeit, durch ihr "Älter-werden" ließ dieses Gefühl nach., und es war schön, zu lesen, wie Bella sich entwickelt. Doch gleichzeitig tat es auch weh, zu bemerken, wie sie versucht, sich förmlich zu recken und zu strecken, um den elterlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Doch nicht nur diesen, auch sich selbst kann sie eigentlich nicht erreichen, zu hoch sind ihre eigenen Ansprüche, unerreichbar. Egal, was sie in Angriff nimmt: Schule, Partnerschaft, Beruf, ihr Leben.
    Über allem schwebt ihr Bruder Bobby wie ein dunkler Schatten.

    Bella sucht nach der Perfektion, die ihr Bruder nie haben wird. Letztendlich muß sie lernen, ihren Bruder so zu akzeptieren, wie er ist - und wie sie ist. Das ist ein langer Weg, nicht nur für Bella, sondern für alle Beteiligten.
    Insgesamt finde ich, dass M.G. Bellows diese Situationen gut beschreibt. Ihr Schreibstil ist klar und direkt, nur das eine oder andere Kapitel ist vielleicht etwas zu ausschweifend und langatmig. Doch wenn sich der Leser durch den anfänglich naiven Teil gearbeitet hat, ist es kein Problem, das Buch zu lesen.

    Gut gefallen hat mir die jeweilige Einleitung einen jeden Kapitels, in dem das aktuelle Alter, das Jahr, Bellas derzeitiges Idol, das Lieblingslied, ihr kostbarster Besitz und ihre schönsten Schuhe aufgelistet sind, ebenso wie die freundliche Aufmachung des Buches ansich.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 7 Jahren
    Rezension zu "Wunschgeflüster" von Melina Gerosa Bellows

    In diesem Buch geht es um Bella – ihre Kindheit, ihre Jugend und ihr Leben als Erwachsene - und - neben ihren sonstigen unzähligen Beziehungen - vor allem um ihr Verhältnis zu ihrem autistischen Zwillingsbruder Bobby.

    Aufgrund dessen habe ich mir das Buch besorgt, aber ich war dann ziemlich enttäuscht darüber. Jedes Kapitel verrät mir, was Bella gerade aktuell - ob als 13jährige oder 31jährige –bewegt. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, mir die Emotionen zu vermitteln – oft dachte ich nur seufzend „typisch amerikanisch“ (ja ich weiss schon dass das ein Vorurteil ist, nur kann ich es nicht anders ausdrücken…).

    Mich hat die Geschichte weder berührt noch konnte ich mich in eine der Personen hineinversetzen. Und von Bobby und seinem Autismus – das was mich am meisten interessiert hat – habe ich nur wenig erfahren….

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