Whisky mit Mord

von Melinda Mullet 
4,4 Sterne bei9 Bewertungen
Whisky mit Mord
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Ein toller Krimi mit interessantem Hintergrundwissen. Nicht nur für Whisky Trinker!

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Die kriminelle Seite der Highlands

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Inhaltsangabe zu "Whisky mit Mord"

Hochprozentig kriminell.

Abigal Logan, erfolgreiche Fotojournalistin Anfang dreißig, hätte nie gedacht, dass sie einmal eine Whisky-Destillerie in Schottland erben würde. Und eine Frau als Eigentümerin eines solchen Kleinods? Als sie mit ihrem Kollegen Patrick, einem Whisky-Kenner, und ihrem Terrier Liam dort ankommt, macht man ihr sehr deutlich klar, dass man sie nicht haben will. Es gibt Sabotageakte in der Destillerie, man bedroht sie, und dann findet man einen ihrer Angestellten tot im Whisky-Bottich.

Ein Krimi aus den schottischen Highlands mit viel Whisky und Flair.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746633916
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:13.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    eigervor einem Monat
    Kurzmeinung: Die kriminelle Seite der Highlands
    Brillianter Scot-Crime

    „Whisky mit Mord“ von Melinda Mullett ist der Auftakt einer neuen Krimiserie über das Whiskygeschäft und die Journalistin Abigal, genannt Abi. 

     
    Melinda Mullet ist eine amerikanische Autorin mit britischen Wurzeln. Sie wuchs zwischen Texas und Großbritannien auf. Ihr Mann ist ein leidenschaftlicher Whiskysammler. 2017 kreierte Sie die Abigal-Logan-Serie. Bisher liegen drei Bücher vor.
     
    Abi, eine erfolgreiche Fotojournalistin, die lange im Ausland gelebt hat, erbt eine Whisky-Destillerie. Sie, die sich in den Krisengebieten dieser Welt auskennt, erlebt in den schottischen Highlands Erschreckendes. Irgendjemand will verhindern, dass sie in dieser Branche, die noch immer eine Männerdomaine ist, Fuß fasst. 

    Die Destillerie Abbey Glen in Balfour ist bekannt für einen ausgezeichneten Single Malt Whisky. Trotz der Drohbriefe, die Abi noch in London erhielt, macht sie sich gemeinsam mit ihrem alten Freund Patrick auf die Reise nach Balfour, um ihr Erbe anzutreten und sich selbst ein Bild von der Kunst der Whiskyherstellung zu machen.

    Gemeinsam mit Abi lernt der Leser die genauen Prozess und die Kunst des Brennens kennen und wird in die Betriebsgeheimnisse eingeweiht. Der Autorin gelingt es die Materie gekonnt zu beschreiben und mit leichter Hand zu vermitteln. 

    Doch Abi erfährt auch vom Vandalismus in der Destillerie. Kurze Zeit später wird ein junger Mann aus dem Dorf tot in einem Gärbottich aufgefunden. Abi hat sich noch nicht von dem Schock erholt, da brennt es in der Mälzscheune.

    Wer steckt dahinter? Abi kann als Vollblutjournalistin und Erbin von Abbey Glen diesen Fall nicht allein der Polizei überlassen. Sie muss selbst dahinter kommen, wer ihr schaden will.
    So versucht sie zuerst herauszufinden, wie es um die Loyalität ihrer Angestellten steht. Aber sie hat nicht damit gerechnet, dass sie von dem attraktiven Brennmeister Grant als Mann fasziniert ist. Es entwickelt sich eine widersprüchliche und interessante Beziehung zwischen beiden.

    Als Journalistin weiß Abi, wie man Menschen zum Reden bringt. Ihre Recherchen im Umfeld des Toten führen zu interessanten Spuren. Die Spannung entwickelt sich stetig und Melinda Mullet kann immer neue Erkenntnisse und Tatsachen in die Geschichte einzubringen. Aber je mehr Abi erfährt, desto komplexer wird der Fall. Patrick, mit seinen Beziehungen und Computerkenntnissen kann ihr helfen, aber sie selbst muss das Puzzle zusammen setzen.

    Melinda Mullet gelingt es durch ihr vielfältiges Personenspektrum und die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen schottisches Flair zu vermittelt. Die Personen sind authentisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Abi ist eine sehr sympathische Protagonistin, die offen und ehrlich ist. 

    Die Lösung des Falls ist in sich schlüssig, wenn auch ziemlich überraschend. Mit diesem Scot-Crime ist Melinda Mullet ein Debut gelungen, welches Lust auf weitere Folgen mit Abi macht. 

    In den letzten Kapiteln gab es zwar einigen Längen, welches auch der frische und flotte Erzählstil nicht ganz kompensieren konnte. Die Spannung wäre bei kleinen Straffungen größer. Dennoch ist es hochprozentige Unterhaltung in bestem Sinn und ich vergebe gern 4 Sterne.

    Wer einen spannenden Krimi mit viel Lokalkolorit und authentischen Charakteren im rauhen Schottland lesen möchte, dem ist „Whisky mit Mord“ zu empfehlen. 

    Das Rezensionsexemplar wurde mir dankenswerter Weise von NetGalley zur Verfügung gestellt und hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.


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    SusanneSH68s avatar
    SusanneSH68vor einem Monat
    Krimi aus den Highlands

    Abigal Logan, erfolgreiche Fotojournalistin Anfang Dreißig, erbt von ihrem Onkel eine Whisky-Destillerie in Schottland geerbt. Und eine Frau als Eigentümerin eines solchen Kleinods? Als sie mit ihrem Kollegen Patrick, einem Whisky-Kenner, und ihrem Terrier Liam dort ankommt, macht man ihr sehr deutlich klar, dass man sie dort nicht haben will. Es gibt Sabotageakte in der Destillerie, man bedroht sie, und dann findet man einen ihrer Angestellten tot im Whisky-Bottich.

    Es gibt Bücher, in denen ist man auf den ersten Seiten sofort „drin“ und fühlt sich wohl. So ging es mir mit diesem Krimi aus den schottischen Highlands. Das Buch ist wunderbar zu lesen, unterhält bestens und die Geschichte verströmt sehr viel britisches Flair. Daneben kommt die Spannung, was hinter diesen Anschlägen steckt, nicht zu kurz. Und ganz neben lernt man beim Lesen noch einiges über die Herstellung von Whisky. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, von mir eine Leseempfehlung für Liebhaber britischer Krimis.   

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein schwungvoller Krimi, der den Lesern die Whisky-Herstellung näherbringt. Slainté!
    Ist Whisky-Brennen reine Männersache?

    Die erfolgreiche Fotojournalistin Abigail Logan erbt von ihrem Onkel Ben, der sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern als Kind, wie eine eigene Tochter aufgezogen hat, eine Whisky-Destillerie in Balfour, Schottland. Noch bevor sie ihr Erbe in Besitz nehmen kann, erhält sie Drohbriefe. Kaum angekommen, kommt es zu Sabotageakten in der Destillerie. Jedermann ist verdächtig: Die eingeschworene Whiskybrenner-Clique duldet keine Frauen in ihren Reihen. Und dann gibt es auch schon den ersten Toten. Duff Morgan, ein Helfer der Destillerie, wird im Gärbottich liegend aufgefunden. Und, er wird nicht der letzte Tote sein.

    Will einer der Kaufinteressenten den Kaufpreis von „Abbey Glen“ drücken? Je mehr sie über die Brennerei und die Menschen erfährt, desto klarer wird, was sie tun wird.

    Abi vertraut außer ihrem Kollegen und Whisky-Kenner Patrick niemandem. Abi hat eine recht interessante Eigenschaft: Sie kann mit drei Eigenschaftswörtern, die ihr in den Sinn kommen, wenn sie die Person das erste Mal sieht, charakterisieren. Doch diesmal lässt sie diese Gabe beinahe im Stich.

    Meine Meinung:

    Da ich selbst gerne Whisky trinke, habe ich mich hier gut unterhalten gefühlt. Mir kommt auch nur ein Single Malt ins Glas! So ganz nebenbei wird der Leser in die Kunst des Whisky-Brennens eingeführt. Besonders gut hat mir Nell Ferguson gefallen. Eine alte Dame, die viele Geschichten rund ums Whisky-Brennen weiß. Unter anderem auch einiges übers Schwarzbrennen in der Kriegszeit, in der die Männer an der Front und die Frauen auf sich alleine gestellt waren.

    Dass der Name „Abbey Glen“ nichts mit einer Abtei (abbey) sondern ihr, Abigail, zu Ehren benannt ist, habe ich recht schnell herausgefunden. Dem Täter bin ich erst ein wenig später auf die Spur gekommen. Ich hatte, aufgrund der vielen Verdächtigen und falschen Fährten, jemanden anders auf dem Radar.

    Die Charaktere sind recht gut beschrieben. Die, Fremden gegenüber, sehr reserviert agierenden Schotten brillieren durch manche kauzigen Aussagen. Eine interessante Figur ist auch Hunter, der ein ungewöhnliches Exemplar der Schotten ist: Hunter ist recht redselig und versorgt Abi mit allerlei Informationen.

    Sowohl Wheaten Terrier Liam als auch der bezaubernden Landschaft kommt eine tragende Rolle zu. Das Lokalkolorit lässt Urlaubsfeeling aufkommen. Man bäckt Scones und Abi liebt die Schokolade aus Floss Robinsons Laden.

    Das kleine Manko, dass manchmal die Hilfsverben „haben und „sein“ zu häufig eingesetzt werden, ist vermutlich der Übersetzung geschuldet.

     Fazit:

    Ein schwungvoller Krimi, der den Lesern die Whisky-Herstellung einfach näherbringt. Slainté!

    Kommentare: 1
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    Athene100776s avatar
    Athene100776vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, sehr interessant und tolle Charaktere. Ein must-have für Whisky-Freunde mit Krimivorliebe.
    Mörderisch guter Whisky


    Abi erbt von ihrem Onkel, der sie nach dem Tod ihrer Eltern wie eine eigene Tochter aufzog, eine Whisky - Destillerie in Schottland. Von Drohbriefen, die sie an ihrer Reise hindern sollen, lässt sich Abi nicht abschrecken und reist mit ihrem guten Freund Patrick nach Schottland.


    Mir persönlich gefiel die Geschichte sehr gut. 
    Die Charaktere empfand ich als bildlich und gut beschrieben, so dass ich schnell eine freundschaftliche Bindung zu den Hauptcharakteren aufbauen konnte.
    Auch die Landschaft, die typische schottische Art , die Menschen und das Wetter wurden sehr anschaulich dargestellt.
    Die Geschichte selber zog mich nicht gleich zu Beginn in ihren Bann, fesselte mich im Laufe des Buches aber so sehr, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand legen wollte.
    Spannungskurven sind in meinen Augen ideal in der Handlung platziert, ebenso sind ausreichend Verdächtige vor Ort, die alle einen Vorteil haben könnten und neben der ganzen "Aufregung" um das Geschehen, lernt der Leser noch eine Menge über die Herstellung und die Geschmäcke von Whisky.
    Besonders gut hat mir die sensible Art gefallen, in der die Autorin das enge Verhältnis zwischen Abi und ihrem Onkel immer wieder aufgezeigt hat. Sei es , dass Abi sich erinnerte, was er sagte und nun seine Worte einen Sinn ergaben oder dass Abis Onkel viele ihrer arbeiten in seinem Haus ausgestellt hat.
    Der angenehme und flüssige Schreibstil, gaben den Rest dazu, das ich mich in dem Krimi sehr wohl fühlte.

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    littlecalimeros avatar
    littlecalimerovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: überraschend, spannend, detailliert und interessant umschrieben, mit einem Hauch von Romantik, sehr lesenswert
    die drei kleinen Wörter....

    Inhalt: Abi erbt von ihrem geliebten Onkel Ben seine Whisky-Destillerie, doch irgendwer scheint etwas dagegen zu haben und plötzlich muss sie sich mit Sabotage, Mord und einigen persönlichen Angriffen auseinandersetzen. Doch je mehr Firmen und Personen auftauchen, desto verworrener und schwieriger wird es, Freund und Feind auseinander zu halten.

    Abi, beruflich bekannt für ihre tollen Fotografien an Brennpunkten auf der ganzen Welt, ist eine tapfere junge Frau, kämpft sich durch und  stellt sich mutig den Sabotageakten und manchen persönlichen Angriffen. Zusammen mit ihrem besten Freund Patrick recherchieren sie in einem großen Netz von Großfirmen, Whiskeykennern und den Mitarbeitern von Abi Glen, die ihrem Onkel Ben auch sehr nah standen. Jeder hätte seine Gründe gehabt, dieses Erbe zu boykottieren und sie wegzuekeln. 
    Es tauchen viele Namen und Personen auf, das verwirrt manchmal etwas und man muss erst sortieren, wer jetzt wer ist und warum, aber das macht das gleichzeitig auch wieder spannender, denn bis zum Schluss, weiß man nicht, wer der Täter ist und aus welchem Grund und das Ende überrascht tatsächlich. Manchmal ziehen sich die Recherchen etwas, aber insgesamt ist es ein unterhaltsames, recht spannendes Buch mit einem Hauch von Romantik, wenn ich mir am Ende doch ein kleines bißchen mehr erhofft habe. 
    Die spezielle Note hat dieses Buch dadurch bekommen, dass Abi für jede Person 3 beschreibende Begriffe nutzt, die ihr bei ihren Recherchen helfen, sich nach ihrer Menschenkenntnis zu orientieren. Und damit hat sie guten Erfolg und ich fand die Idee echt klasse. 
    Insgesamt haben mir die wirklich sehr speziellen Charaktere in diesem Buch gut gefallen, das war eine gute  und gelungene Mischung aus positiven und negativen Persönlichkeiten, gemixt mit lustigen Begebenheiten,  und einem Hauch von Romantik. Die Abläufe in der Whiskeybranche sind toll detailliert und interessant umschrieben, ohne langweilig zu wirken.  Sehr lesenswert und überraschend. 

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 2 Monaten
    Hochprozentig kriminell

    Die Fotojournalistin Abigal Logan erbt von ihrem Onkel Ben eine Whisky-Destillerie in Schottland. Da sie keine Ahnung von Whisky hat, nimmt sie ihren Freund und Kollegen Patrick, der sich sehr gut auskennt, mit nach Schottland, denn sie ist sich nicht sicher, was sie mit dem Erbe machen soll. Doch da hat anscheinend jemand etwas dagegen, denn schon vor der Abreise wird sie bedroht und in Balfour bekommt sie auch nur Schwierigkeiten. Es geht mit Sabotage los und endet mit einem Mord in der Destillerie. Doch Patrick und Abigal sind Journalisten. Sie lassen sich nicht einschüchtern und wissen zu recherchieren.

    Dieser schottische Krimi liest sich einfach toll. Ganz nebenbei erfährt man eine Menge über Whisky, was auch nicht verkehrt ist. Die Schottland Atmosphäre kam auch sehr gut rüber und erinnerte mich an einen früheren Urlaub.

    Abigal und Patrick war mir gleich sympathisch, aber auch Abis Hund Liam hat es mir angetan. Abi wuchs bei ihrem Onkel auf. Es verschlug ihn irgendwann von London nach Schottland, wo er eine heruntergekommene Destillerie wiederaufbaute und sich einen Namen machte, da das Produkt sehr gut ist. Patrick ist genau wie seine Freundin ein hervorragender Journalist.

    Schon bald haben die beiden eine Reihe Verdächtiger ausgemacht. Aber ich muss gestehen, dass ich nie wusste, wem ich trauen konnte oder wem nicht, da es scheinbar eine ganze Reihe netter Personen im Umfeld der Destillerie gibt. Aber man darf ja niemanden ausschließen. Immer wieder gibt es Wendungen, die mich verunsichert haben und so habe ich bis zum Schluss im Dunkeln getappt.

    Am Ende ging es dann relativ schnell mit der Auflösung.

    Dennoch ein unterhaltsamer und spannender Krimi mit viel Lokalkolorit.

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    talishas avatar
    talishavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Richtig gut! Viel zu schnell hab ich diesen spannenden und raffinierten Scot-Crime ausgelesen.
    Richtig gut und raffiniert!

    Eine neue Krimiserie und dann spielt sie erst noch in Schottland? Klar war ich da sehr neugierig. Das eher düstere Cover liess mich aber ein wenig zweifeln.  Zum Glück merkte ich beim Lesen ziemlich schnell, dass meine Zweifel unbegründet waren und einzig die Coverauswahl dem Verlag nicht ganz so geglückt ist, trotz den Fässern am unteren Bildrand.

    Im Krimi geht es um die 34jährige Abi, die  durch ihren Beruf als Fotojournalistin auf der ganzen Welt unterwegs ist und nur noch selten in London weilt. Abi wuchs bei ihrem Onkel und Ersatzvater Ben auf. Vor einigen Jahren verkaufte er  sein Haus in der englischen Hauptstadt und zog nach Schottland. Dort, in Balfour, kaufte Ben vor 15 Jahren eine heruntergekommene Destillerie und baute sie mit viel Herzblut wieder auf. Abbey Glen ist mittlerweile bekannt für guten Single Malt Whisky. Als Ben stirbt und die Destillerie Abi vermacht, will jemand anscheinend um jeden Preis verhindern, dass Abi es dem falschen Anbieter verkauft. Abi erhielt bereits in London Drohbriefe, die sie aber erst ernst nimmt, als sie mit ihrem besten Freund Patrick in Balfour ankommt und man ihr von Vandalismus in der Destillerie erzählt. Die beiden werden hellhörig und ganz in Reporter-Manier wollen sie diesen Zwischenfällen - die leider nicht mit einem tragischen Mord aufhören - auf den Grund gehen. Ihre gemeinsamen Studienjahre sowie zwölf Jahre Recherchearbeit bei The London Gazette kommt den beiden zugute, und ihre Karteikarten mit Verdächtigen werden immer mehr. 

    Abi und Patrick fand ich beide sympathisch. Auch in Balfour gab es einige nette Menschen im Umfeld von Abbey Glen. Doch mir ging es wie ihr: ich war mir nicht sicher wem man trauen darf oder wem besser nicht. Zwischendrin  hatte ich eine Vermutung wer der Bösewicht ist - ich behielt zwar schlussendlich recht,  aber alle paar Seiten überlegte ich es mir nochmals und zweifelte an meiner Urteilskraft.  Die Autorin zeichnet viele weitere tolle Charaktere, zu ihnen möchte ich nichts sagen um nicht zu spoilern. Vielleicht kann man als Einzige die über 90 Jahre alte toughe Fergie von den Verdächtigen ausschliessen, ansonsten könnte wirklich jeder der Täter sein.  Die Autorin macht es enorm spannend!

    In einem weiteren Punkt geht es mir wie Abi: wie sie weiss ich nichts über Whisky. Am Ende des Buches hat sich das geändert. Sämtliche Informationen über die Whiskyherstellung und was sonst noch wichtig ist im Whiskygeschäft webt die Autorin hervorragend und unauffällig in die Geschichte mit ein, so dass der Leser nebenbei viel rund um dieses kostbare Getränk erfährt. 

    Ausgeklügelt ist auch Melinda Mullets Idee, ihre Protagonistin mit einem "Tick" zu versehen: sie vergibt in Gedanken jeder Person, mit der sie zu tun hat, drei Eigenschaftswörter, die ihr im Umgang mit der fraglichen Person zuerst in den Sinn kommen.  Mit dieser Eigenart und den zwei Adjektiven, die ich Abi gebe, hartnäckig und neugierig,  konnte sie im Beruf bei vielen Fotoaufträgen Erfolge verbuchen und wird es ihr in Balfour helfen, den Übeltäter zu erwischen.

    Ich mag Bücher, bei denen ich etwas lerne und gleichzeitig bestens unterhalten werde -  "Whisky mit Mord" (oder im Original "Single Malt Murder") ist eins davon. Der Autorin ist damit ein toller Start in eine vielversprechende neue Serie gelungen. Zumindest zwei weitere Bände soll es geben - man darf gespannt sein.

    Fazit: Richtig gut! Viel zu schnell hab ich diesen spannenden und raffinierten Scot-Crime ausgelesen. 
    5 Punkte.

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    Wedmavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein netter, recht spannender Whisky-Krimi aus Schottland, bei dem man viel über Whisky-Herstellung erfährt.
    Ein netter, recht spannender Whisky-Krimi aus Schottland.

    Den Krimi habe ich gern gelesen. Dabei viel über die Herstellung von Whisky erfahren.


    Klappentext beschreibt den Fall sehr gut: „Hochprozentig kriminell.

    Abigal Logan, erfolgreiche Fotojournalistin Anfang dreißig, hätte nie gedacht, dass sie einmal eine Whisky-Destillerie in Schottland erben würde. Und eine Frau als Eigentümerin eines solchen Kleinods? Als sie mit ihrem Kollegen Patrick, einem Whisky-Kenner, und ihrem Terrier Liam dort ankommt, macht man ihr sehr deutlich klar, dass man sie nicht haben will. Es gibt Sabotageakte in der Destillerie, man bedroht sie, und dann findet man einen ihrer Angestellten tot im Whisky-Bottich.

    Ein Krimi aus den schottischen Highlands mit viel Whisky und Flair.“

     

    Abi ist eine wahre Heldin. Sie ist eine gefeierte Fotografin, deren Arbeiten aus der Presse und Ausstellungen bekannt sind, und auf die ihr Onkel sehr stolz war. Nun hat er ihr sein Lieblingskind, die Whisky-Destillerie hinterlassen. Um herauszufinden, ob sie das Erbe antreten will, reist Abi nach Schottland. Bald ist es mit Sabotageakten, die bereits bei ihr zu Hause in London angefangen haben, nicht getan. Ein junger Mann, den Abis Onkel fast wie einen Sohn behandelte, wurde in einem Whisky-Bottich aufgefunden. Nun fängt Abi zu ermitteln an. Sie will wissen, wer hinter all dem steckt, und v.a. warum. Was hat das alles zu bedeuten, auch für die Zukunft der Destillerie. Die Sabotageaktionen, mit jedem Mal etwas dreister, gehen weiter. Abi ist aber nicht leicht einzuschüchtern. Sie nimmt diese als Ansporn für ihre Ermittlungen und gräbt immer tiefer bis in die Vergangenheit.

    Viel Interessantes zum Thema Whisky erfährt man hier, ganz nett verpackt, denn Abi will für sich herausfinden, inwiefern sie als Erbin der Destillerie geeignet ist. Es wird viel Whisky getrunken und verkostet. Besonders alte, wertvolle Sorten treten auf den Plan. Auch der Wein ist der ständige Begleiter. Da musste ich mich schon nicht schlecht wundern, wie viel Alkohol hier konsumiert wurde.

    Auch andere Figuren fand ich recht gelungen, jede mit ihrer eigenen Geschichte, in der es womöglich auch der Grund zu Mord zu suchen ist. Abi fühlt sich zu Glenn hingezogen, der eine wichtige Rolle bei der Whiskyherstellung spielt. Aber sie verdächtigt ihn auch, denn genug Gründe hätte er. Ihrer Meinung nach.

    Süß war ihr Hund Liam, der mir so lebendig vorm inneren Auge stand und auch eine große Rolle im Ganzen gespielt hat.

    Recht atmosphärisch ist das Ganze. Die Landschaft und Wetter Schottlands spielen auch eine nicht unerhebliche Rolle.

    Der Krimi ließ sich flott lesen. Den Schreibstil empfand ich als leicht, angenehm und packend. Einige Fettnäpfchen gab es allerdings auch. Stellenweise, wie im Kap. 11, gab es eine unverzeihliche Anhäufung von „war“ in Kombination mit „hatte“, was sehr gut vermeidbar wäre und auch in einem Krimi nicht nötig ist. Im letzten Viertel zog sich die Handlung leider in die Länge. Dieses sich ständig wiederholende Muster aus: noch ein Sabotage Akt, weitere Ermittlungen von Abi, wieder kein Ergebnis usw. ermüdete auf Dauer und ließ das Ende herbeisehnen. Die Auflösung erschien zwar spektakulär und überraschend, lies aber einen schalen Beigeschmack zurück, da dem Leser kaum die Chance eingeräumt wurde, selbst dahinter zu kommen, wer es war und warum. Diese Person samt ihren Motiven wurde dann am Ende quasi auf dem silbernen Tablett präsentiert. Etwas veräppelt fühlt man sich bei solcher Handhabe schon.


    Fazit: Ein netter Whisky-Krimi aus Schottland, der sich flott lesen lässt und viel über Whisky verrät. Als Feierabend- oder Wochenendlektüre prima geeignet.

     

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Ein toller Krimi mit interessantem Hintergrundwissen. Nicht nur für Whisky Trinker!
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