Melissa Müller , Monika Tatzkow Verlorene Bilder, verlorene Leben

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Inhaltsangabe zu „Verlorene Bilder, verlorene Leben“ von Melissa Müller

Im größten Kunstraub aller Zeiten enteignete das Naziregime etwa 600 000 Kunstwerke aus jüdischem Besitz. Sie wurden gestohlen, beschlagnahmt, eingezogen, zwangsverkauft oder versteigert. Seit 1945 bemühen sich Geschädigte und Erben meist mit mäßigem Erfolg um die Rückgabe ihrer 'verlorenen Bilder', der oft letzten physisch greifbaren Erinnerungen an die in der NS-Zeit 'verlorenen Leben'. Während die Medien häufig nur über die heute zu erzielenden Kaufpreise der Bilder berichten, erzählt dieses Buch von den Menschen hinter den einstigen Sammlungen und gibt tiefe Einblicke in die Problematik der Kunstrestitution. Das Buch stellt die Biografien vor von: LILLY und CLAUDE CASSIRER, Berlin • PAUL WESTHEIM, Berlin • ALFRED, TEKLA und HANS HESS, Erfurt • LEO BENDEL, Berlin • ELEONORA und FRANCESCO VON MENDELSSOHN, Berlin • WALTER WESTFELD, Düsseldorf SOPHIE LISSITZKY-KÜPPERS, Hannover/München • MAX SILBERBERG, Breslau • MAX STEINTHAL, Berlin • OSCAR HULDSCHINSKY und ANN SOMMER, Berlin • ADELE und FERDINAND BLOCH-BAUER, Wien KARL GRÜNWALD, Wien ALMA MAHLER-WERFEL, Wien • ALPHONSE MAYER und LOUIS NATHANIEL DE ROTHSCHILD, Wien • JACQUES GOUDSTIKKER, Amsterdam

Wenn Euch das gefällt, werft doch mal einen Blick in Jentsch, Alfred Flechtheim und George Grosz (Weidle Verlag). Flechtheim war einer der angesehensten Galeristen der Weimarer Republik. Als er fliehen musste, liess er u.a. großartige Werke von George Grosz zurück. Was aus seiner Galerie und seinen (Grosz') Bildern wurde, schildert Ralph Jentsch sehr spannend.

— Moros
Moros

Wassermusik von T.C.Boyle

— Goldbug
Goldbug
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  • Tragik und Unrecht bis in die heutige Zeit

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Armillee

    Armillee

    24. November 2015 um 20:38

    Ich habe schon viel über diese unsägliche Kriegszeit gelesen, über Unrecht, Herrschaft, Kriegskinder.- und Enkel etc. In diesem Buch hat sich mir eine ganz neue Welt eröffnet. Von dieser Seite hatte ich - bis jetzt - noch keinen Gedanken verschwendet. Wie kann es sein, dass nachweislich Eigentum nicht zurück gegeben wird, obwohl jede Menge Beweise vorliegen..? Schämen sich diese Leute nicht...? Ein Buch, das wirklich bis ins kleinste Detail recherchiert wurde. Wer sich für dieses Thema interessiert, für den ist dieses Werk ein "Muss"

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Lumina156

    Lumina156

    28. April 2009 um 23:22

    Wie soll man Worte für ein Buch finden, dessen Ausdrucksgewalt an sich unbeschreiblich ist - dessen Inhalt einen nach Worten ringen läßt - dessen Geschichten dermaßen berühren, dass jedes Wort zu wenig wäre.... Dennoch will ich hier meinen Gefühlen / Eindrücken zu diesem wunderbaren Meisterwerk ein wenig Ausdruck verleihen: Wenngleich mich die Thematik "Nationalsozialismus/ Hitler / Judenverfolgung" immer wieder mal in Form von Leseprojekten begleitet hat, mit DIESEM Hintergrund habe ich das Thema bisher noch nicht "beleuchtet" (kann man von leuchten sprechen ??? ). Die einzelnen Schicksale der Menschen, die zu jener Zeit um ihr Leben bangten, ihren Besitz "verloren" (der ihnen genommen wurde !!!) und nicht mal langjährigen Freundschaften vertrauen konnten, in nahezu JEDEM Menschen jemanden sehen mußten, der ihr Vertrauen mißbrauchen würde....... - alles sehr sehr berührend. (Unter all den vielen Biografien hat mich z. B. die der Geschwister von Mendelssohn sehr bewegt. ) Die Aufmachung des Buches hat mich sehr angesprochen. Einige Male saß ich lange Zeit einfach nur da, habe ein Bild angeschaut, es auf mich wirken lassen... die schwarz/weiß Fotografien der "Betroffenen".... die dargestellten Kunstwerke, die "abhanden" kamen (wird man je das richtige Wort für diese Art der Enteignung finden ??? )..... "Man wird fragen, warum ich mir das gefallen habe lassen" - war eine Aussage von Lilly Cassirer, die auch in der Beschreibung des Buchinhalts zitiert wird. Mein Gedanke lautet vielmehr: "Man müßte sich fragen, wie Menschen eine derartige Behandlung überhaupt ertragen und weiterleben konnten?" Ein SEHR GELUNGENES Buch über ein sehr berührendes Thema. Man sollte wieder und wieder den Autorinnen und allen Mitwirkenden seinen Dank aussprechen - am besten dadurch, dass man es kauft und an möglichst viele Menschen verschenkt.

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Magda

    Magda

    14. April 2009 um 00:21

    Es ist eine Sammlung der herzergreifenden wahren Geschichten über jüdischen Kunstsammler und ihre Schicksale in der Nazizeit. Die Autorinnen haben gründlich recherchiert und mehrere Biografien zusammengestellt, die über diese grausame Zeit erzählen. Jede Methode, jede Schikane war den neuen Machthabern recht, die Kunstschätze dem wahren Besitzer wegzunehmen. Über diese grausame Zeit wurde schon viel geschrieben und gesprochen. Dieses Buch ist aber vollkommen anders. Viele tragische Menschenschicksale sind in diesem Buch verewigt und die wahren Geschichten sind mit den Fotografien von den besprochenen Bildern, von Originaldokumenten und aus dem Leben der Betroffenen belegt. Die Ausgabe ist sehr sorgfältig zusammengestellt; es entstand ein edler Bildband, den man gerne in eigener Bibliothek besitzt und immer wieder reinschaut. Erwähnenswert ist auch, dass dieses Werk bereits dazu beigetragen hat, dass „das Leben und Werk dieser weitsichtigen Sammler und Mäzene“ nicht in Vergessenheit geraten ist.

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Ritja

    Ritja

    06. April 2009 um 13:31

    Ein sehr gutes Buch über die Enteignung von jüdischen Menschen während der NS-Zeit. Anhand von bekannten und unbekannten Biographien zeigen die Autoren die teilweise brutale Vorgehensweise der Nazis bei der "Jagd" nach entarteter Kunst bzw. bei der Enteignung der Juden. Die jüdischen Kaufleute, Künstler usw. hatten kaum eine Chance ihre Gemälde, Bilder und Skizzen zu verstecken oder außer Landes zu bringen. Oft wurden sie bei Freunden untergestellt oder mussten weit unter Wert verkauft werden. Erst nach 1945 konnten sich die Überlebenden auf die Suche nach ihrem Eigentum machen und nicht selten sind sie dabei gescheitert. In zähen und langwierigen Prozessen konnten sie sich einen Bruchteil zurückholen. Das Buch zeigt deutlich, dass die Rückgabe von Raubgut noch lange nicht abgeschlossen ist und viele Bilder, Gemaälde & Co. wohl für immer verschwunden bleiben werden. Für die Nachkommen wird es schwer werden den Besitz zu beweisen bzw. zu belegen, denn welcher Flüchtling nimmt Kaufbelege und Quittungen mit, wenn es um sein nacktes Uberleben geht? Die Biographien sind interessant und gut recherchiert. Das Bildmaterial ist sehr gut und bringt dem Leser die Familien und deren Schicksal noch ein Stück näher. Lebendige Geschichte, die sehr empfehlenswert ist.

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    baghs

    baghs

    03. April 2009 um 19:17

    Das Buch liest sich genauso wie ein spannender Roman, welches zudem mit zahlreichen Bildern ausgeschmückt ist, um die Geschichte der "Opfer" anschaulicher und persönlicher wirken zu lassen. Die Schicksale der Juden, deren wertvolle Schätze auf unfreiwillige Art und Weise genommen wurden, geht dem Leser ziemlich nahe, ist schockierend und für die heutige Zeit unbegreiflich, wie man die Juden damals hintergangen und geplündert hat. Bewundernswert ist, dass die Suche nach den Gemälden oder Bildern nie aufgegeben wurde und man lange um sie gekämpft hat, was dem Einen etwas gebracht hat, dem Anderen wiederum nicht. Es ist wirklich rührend, wie hoch der mentale Wert dieser Gegenstände für den tatsächlichen Eigentümer überhaupt war. Leider gab es bei den einzelnen Fällen nicht immer ein Happy-End. Ich finde es gut, dass es solche Bücher gibt, welches daran erinnert, welche Ungerechtigkeiten während des 2ten Weltkriegs passiert sind.

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Truhe

    Truhe

    01. April 2009 um 20:53

    In „Verlorene Bilder, verlorene Leben“ widmen sich die beiden Autorinnen Melissa Müller und Monika Tatzkow unter Mitarbeit von Thomas Blubacher und Gunnar Schnabel dem größten Kunstraub aller Zeiten. Sie geben Einblick in die Vergangenheit großer jüdischer Kunstfamilien, ihrem tragischen Schicksal im Deutschen Reich und ihrem bis heute andauernden Kampf um ihre Kunstwerke – ihr Eigentum – und somit ihre Gerechtigkeit. Geschildert wird unter anderem das Schicksal von Adele und Ferdinand Bloch-Bauer, von Alphonse Mayer und Louis Nathaniel de Rothschild und von Jacques Goudstikker. Es ist kaum vorstellbar was diesen Menschen damals angetan wurde und dass sie seitdem erbittert gegen Regierungen und Museen um ihr Recht kämpfen müssen. Somit haben die Autorinnen ein sehr wichtiges Zeitdokument geschaffen, das hoffentlich dazu beitragen wird, dass wir nicht vergessen, was diese Menschen erleiden mussten und zum Teil noch heute durchmachen! Erwähnen sollte ich auch noch die liebevolle Gestaltung dieses Buches, die vielen gut arrangierten Bilder und Zitate, die „Verlorene Bilder, verlorene Leben“ fast schon selbst zu einem Kunstwerk machen.

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    01. April 2009 um 12:06

    Was für ein bewegendes, wichtiges und unvergessliches Buch! Es gehört wohl zu den Büchern, die man immer wieder zur Hand nehmen wird (vielleicht besonders dann, wenn man in einem Museum eines der besprochenen Bilder gesehen hat), und das nicht aufhören wird, einen zu berühren. Nicht nur vom ästhetischen Standpunkt ist dieses Buch ein Meisterwerk. Möge es viele Leser finden!

  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    31. March 2009 um 22:25

    Das Buch erzählt von den Schicksalen von jüdischen Besitzer vieler Kunstwerken, die wir kennen oder mindenstens die Künstler der Bilder. Sie mussten die Bilder im zweiten Weltkrieg entweder weit unter Wert verkaufen oder wurden enteignet. Nach dem Krieg haben viele Juden oder ihre Erben versucht ihre Besitztümer zu restituieren. Leider oft erfolglos. Die einzelnen Biographien sind so gut geschrieben, dass einem die Schicksale sehr nahe gehen. Dokumentiert mit vielen Bilder, Dokumente und anderen Beweisen. Das Buch hat mich sehr berührt und es macht mich unmächtig und wütend wie heute noch die rechtmässigen Erben vor den Gerichten abblitzen.

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  • Rezension zu "Verlorene Bilder, verlorene Leben" von Melissa Müller

    Verlorene Bilder, verlorene Leben
    lesemaus

    lesemaus

    22. March 2009 um 22:16

    Es ist erstaunlich, welche Reisen, Erlebnisse und Behandlungen die Bilde gemacht haben. Im Speziellen haben die Besitzer gelitten, haben alles verloren und haben nie wieder ihre Bilder selber betrachten können. Heutzutage ist es normal ein Kalender, Plakat und Kunstbücher zu kaufen, um die Bilder sich anzuschauen und die Wohnung zu "verschönern" und das für einen geringen Preis. Wenn man sich überlegt, dass es früher nur ein Bild gab und es schwer war, es für die breite Masse als Konsumgut anzubieten. Besonders hat mich die unbekannte Geschichte der Bilder fasziniert, da man ein Malerei sieht und denkt, den Maler kenne ich, aber den eigentlich den Wert nicht kennt, besonders wenn eine traurige, bewegende und unglückliche Geschichte dahinter steckt. Das famose an allem, aber war für mich die Biografien, da sie einen Einblick in das damalige, bürgerliche Leben geben. Im Gegensatz dazu dann noch das NS-Regime, dass alles macht um die Kunstwerke zubekommen, auch für den privaten Gebrauch (Göring, Hitler) und wie man durch Ausreisegelder versucht die Schulden zu tilgen, und damit das Leben der Auswanderer erschwert, zerstört. Mein Wunsch ist es, dass die verschollenen Kunststücke wieder auftauchen und den rechtmäßigen Besitzern ausgeliefert werden.

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