Melissa Marr Gegen die Finsternis

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Inhaltsangabe zu „Gegen die Finsternis“ von Melissa Marr

Wer ist Niall, dieser faszinierende Unbekannte, der so anders, so viel älter wirkt als Leslies übrige Freunde? Und warum taucht er immer öfter in ihrer Nähe auf? Leslie möchte ihn ansprechen, ihn kennenlernen - trotz der eindringlichen Warnungen ihrer Freundin Ash, die Dinge über ihn zu wissen scheint, die Leslie sich nicht träumen lassen würde. Doch dann droht Leslie von ganz anderer Seite Gefahr: Als sie sich ihr lang ersehntes Tattoo stechen lässt, scheint dieses sie auf magische Weise zu verändern. Und als sie schließlich vom Reich der Dunkelelfen und ihren schauerlichen Geheimnissen erfährt, gerät sie in Panik ... Wird sich Niall, der seltsame Unbekannte, doch als ihr Beschützer entpuppen?

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  • Rezension zu "Gegen die Finsternis" von Melissa Marr

    Gegen die Finsternis
    pelznase

    pelznase

    23. March 2010 um 11:01

    Mich hat dieses Hörbuch ein wenig in die Irre geführt. Erstens kannte ich den ersten Teil Gegen das Sommerlicht nicht. Zweitens erinnerte mich das Cover so an die Biss zum... - Reihe, dass ich davon ausging, es müsse auch hier um Vampire gehen. Außerdem entging mir über dem Klappentext der verschnörkelte Schriftzug Düster und geheimnisvoll - Das neue Elfen-Abenteuer von Melissa Marr. Denn die Geschichte dreht sich nicht um Vampire, sondern eben um Elfen. Wer sich allerdings Elfen so vorstellt, wie man sie aus Herr der Ringe kennt, der muss sich für diese Geschichte gehörig umgewöhnen. Die Elfen aus Gegen die Finsternis sehen zwar auch gut aus, aber da hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Einige von ihnen sind gut, aber es gibt auch böse Elfen, Kämpfe und Kriege gehören zu ihrem Leben dazu, einige nutzen ihre verführerische Wirkung auf Menschen grausam aus... Die Geschichte ist vom ersten bis zum letzten Satz sehr düster, selbst während der Szenen, in denen Leslie glücklich ist, scheint ein dunkles Tuch über Allem zu liegen, man hat immer das Gefühl, dass da noch etwas Böses lauert, dass das alles nicht gut ausgehen kann. Entsprechend spannend ist es auch, denn man weiß nie, was als nächstes passiert und das Ende schließlich hat mich dann wirklich völlig überrascht. Gewisse Parallelen zu der Biss zum...-Reihe sind der Geschichte nicht abzusprechen: Leslie ist ebenfalls noch Schülerin an der High School, sie verliebt sich in ein übernatürliches Wesen...dennoch fehlt der Geschichte gänzlich der Romantik-Faktor der Romane um Bella und Edward. Wer sich also auf eine weitere schöne Lovestory der magischen Art freut, der wird enttäuscht werden. Gelesen wird Gegen der Finsternis von Wiebke Puls, die ich bisher noch in keinem Hörbuch gehört hatte. Es hat mich wirklich sehr beeindruckt, was sie leistet. Wenn sie Leslie spricht, die aus einer reichlich kaputten Familie kommt (der Vater ist ein Säufer, der Bruder ein brutaler Drogendealer, dessen Freunde Leslie bereits vergewaltigt haben), hört man genau deren unstetes Wesen heraus: immer ängstlich vor ihrem Bruder und seinen Freunden, vor ihrem Vater, vor dem Gerede der Leute, wenn sie herausbekommen würden, wie es bei ihnen zuhause zugeht, aber stets auch voller Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte. Hin und wieder klingt sie aber auch so überzeugend glücklich, dass man meinen möchte, sie erlebe gerade wirklich selber das, was Leslie in der Geschichte gerade widerfährt. Überrascht hat mich, dass Wiebke Puls ihre Stimme so gut verstellen kann um die männlichen Rollen zusprechen, dass ich manches Mal gedacht habe, da spräche tatsächlich ein Mann. Für eine Frau stelle ich mir das sehr schwierig vor, vor allem, weil sie gleichzeitig auch noch die Düsternis und Bedrohlichkeit rüberbringen muss und ihr auch das noch 100%ig gelingt. Das Cover, nun ja, ich denke, man kann es niemandem übel nehmen, wenn ihm eine solche Fehleinschätzung unterläuft wie es mir passiert ist. Scheinbar ist es bei (Hör)büchern, die von übernatürlichen Wesen handeln, gerade schwer angesagt, die Cover ähnlich zu gestalten: ein Frauengesicht mit Blumen- und Blätter-Ornamenten. Da passiert es leicht, dass man bei einem neuen (Hör)buch zugreift, eben weil die Coverillustration ähnlich ist und man dementsprechend auch ähnliche Geschichten erwartet. Sonderlich innovativ ist solche eine Gestaltung aber nicht mehr. Zwar ist das Cover von Gegen die Finsternis der Geschichte entsprechend düster gehalten und die Farben harmonieren sehr schön zusammen, aber angesichts der Fülle ähnlicher Cover, ist es inzwischen nur noch Mainstream. Schön, aber Mainstream. Die CDs stecken in einem schönen Digipack. Im Innenteil findet man kurze Texte mit Informationen zur Autorin und zu Wiebke Puls und Werbung für weitere Hörbücher dieses Genres, die ebenfalls bei Silberfisch erschienen sind. Fazit: Wer mit Elfen nichts anfangen kann, der sollte tunlichst die Finger von diesem Hörbuch lassen. Fans von Elfen / Dunkelelfen sollten es sich aber unbedingt anhören, sie werden voll auf ihre Kosten kommen. Man kann dieses Hörbuch übrigens auch hören ohne den ersten Teil zu kennen. Wenn man erstmal die vielen Namen am Anfang für sich sortiert hat, ist es problemlos zu verstehen.

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