Rezension zu "Lady of Darkness (Lady of Darkness Series Book 1) (English Edition)" von Melissa Roehrich
springtimeLady of Darkness hat bei mir leider keinen guten Eindruck hinterlassen. Das Buch liest sich über weite Strecken wie ein sehr deutliches Gemisch aus den Werken von Sarah J. Maas, insbesondere aus Throne of Glass. Dabei meine ich nicht die genrebedingten Parallelen, sondern sehr konkrete Ähnlichkeiten im Setting, in den Hintergrundelementen und vor allem in der Gestaltung der Protagonistin.
Die Hauptfigur Scarlett wirkt wie eine nervigere, weniger nuancierte Version von Celaena (TOG): ähnliche Fähigkeiten, ähnliche Attitüde, ähnliche Vergangenheit, nur ohne all das, was Celaena so interessant macht.
Zwar hat das Buch einen eigenen Plot, und man merkt, dass versucht wird, eine eigenständige Geschichte zu erzählen. Doch die Vielzahl an sehr konkreten Parallelen hat mir zunehmend die Lust genommen, mich weiter darauf einzulassen. Sich inspirieren zu lassen ist völlig in Ordnung. Hier war es für mich jedoch schlicht zu viel des Guten.
Eine inhaltliche Kritik meinerseits war: Scarlett wird anfangs als stark dargestellt, ist aber total abhängig von den Männern um sich herum und wird regelrecht von allen bemuttert. Das war für mich alles andere überzeugend.
Alles in einem: kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.




