Melitta Breznik Nordlicht

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Inhaltsangabe zu „Nordlicht“ von Melitta Breznik

Eine Begegnung auf den Lofoten Melitta Breznik zeichnet in ihrem ersten Roman die Lebensläufe zweier Frauen nach, die sich auf den Lofoten begegnen. Die eine ist Ärztin und hat ihre Ehe und ihren Beruf in einer psychiatrischen Klinik hinter sich gelassen. Die andere Frau hat eine schwierige Kindheit verbringen müssen. Sie wurde während des 2. Weltkriegs als Kind einer Norwegerin und eines deutschen Besatzungssoldaten geboren. Beide Frauen nähern sich einander an, reden über ihre Herkünfte und ihre Biographien, in denen Historisches und Privates eine jeweils unlösbare Verbindung eingegangen sind …

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  • Rezension zu "Nordlicht" von Melitta Breznik

    Nordlicht
    Elke

    Elke

    21. July 2010 um 08:31

    Wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, dann mit diesem: Düster! Einer jungen Ärztin wird die Arbeit in einer Psychiatischen Klinik und ihr Leben zu viel. Also beschließt sie auszuwandern. Ausgerechnet nach Norwegen um dort den Winter und damit die Polarnacht zu verbringen. Und so dunkel wie der Winter in Norwegen, so dunkel auch die Stimmung des Buches. Erst als die Protagonistin in Norwegen eine Freundin findete, und man nach und nach deren Lebensgeschichte erfährt, kommt die Handlung (etwa nach der Hälfte des Buches) langsam in Schwung. Fröhlicher wird es deswegen leider auch nicht. Aber trotz der düsteren Stimmung und der vor sich hin plätschernden Handlung, konnte mich das Buch irgedwie fesseln und es hat mich zum definitiv zum Nachdenken gebracht. Fazit: Bildet euch selbst eine Meinung, ich bin unschlüssig wie ich zu diesem Buch stehe.

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  • Rezension zu "Nordlicht" von Melitta Breznik

    Nordlicht
    DaniM

    DaniM

    01. May 2010 um 20:17

    Eine Geschichte so klar erzählt, wie die Eiswelt in der sie spielt. Wunderbare Beschreibungen der Landschaft des hohen Nordens, der Einsamkeit und des Rückzugs. Melancholisch und sensibel. Ein Stimmungsbuch.

  • Rezension zu "Nordlicht" von Melitta Breznik

    Nordlicht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. February 2010 um 20:29

    Flucht nach vorn heißt es oft. Wer sagt aber, dass rückwärtsgewandte Schritte einen nicht eher an die Lösung eines Problems bringen, und wenn es das große Problem ist, sich nicht mehr im eigenen Leben zurechtzufinden. Da ist es schon eher das bekannte Schlagwort „back to the roots“, das Mut macht und helfen kann. Zu ihren Wurzeln, zu ihrer vorangegangenen Elterngeneration bewegen sich zwei Frauen in dem Roman „Nordlicht“ von Melitta Breznik. Beide begegnen sich, nachdem sie den Rückweg angetreten sind und finden einen besonderen Neuanfang. Anna Berghofer lässt alles hinter sich: die Heimatstadt, ihren Mann, die Arbeit in der Klinik. Das Leben hat sie in eine dunkle Ecke gedrückt, in der sie die hellen Seiten des Daseins nicht mehr spüren kann. Sie packt ihre Koffer, verkauft, was zu verkaufen gibt und fährt in den Norden, nach Nord-Norwegen auf die Lofoten. Auf einer kleinen Insel und in einem kleinen Haus lässt sie sich nieder, zieht sich zurück. In die Einsamkeit und Rauheit der Landschaft, in die Dunkelheit der Polarnacht, die angebrochen ist und nur etwas Licht schenkt, wenn das elektrisierende Nordlicht seinen strahlenden Glanz über das Firmament streicht. Die Flucht in den Norden ist für Anna gleichzeitig eine Zeitreise. Im Gepäck hat sie die Briefe ihres Vaters, der als deutscher Soldat während des Zweiten Weltkriegs und während der deutschen Besetzung des Landes in Norwegen weilte. Genau dort auf den Lofoten. Anna beschäftigt sich in dieser Zeit mit ihrem Vater, seinem kühlen Charakter und mit der Frage, warum sie als Tochter nie wirklich Liebe und Geborgenheit gespürt hat. Gleichzeitig lässt sie ihre gescheiterte Ehe mit ihrem Mann Revue passieren, von der ersten Begegnung bis hin zum emotionalen Auseinanderdriften beider. Auf den Inseln trifft sie auf Giske, eine Frau, die ebenfalls zurückgezogen in einem Gehöft lebt und eine Trennung zu überwinden hat. Auch sie hat eine besondere Geschichte zu erzählen: Sie ist das Kind eines unbekannten deutschen Soldaten und einer Norwegerin, die sich beide in der Besetzungszeit kennen- und lieben gelernt haben. Und das trotz der damaligen schwierigen Bedingungen. Denn diese Beziehungen galten als verpönt und verwerflich. Die Frauen und die Kinder, die aus jenen Beziehungen hervorgegangen waren, waren Drangsalierungen jeglicher Form ausgesetzt, von Beschimpfungen über die gesellschaftliche Ausgrenzung bis hin zu körperlicher Gewalt. Giske bekam dies als Kind zu spüren, in einem Pflegeheim und später in einer psychiatrischen Anstalt. Als erwachsene Frau kommt sie in den Norden Norwegens zu ihren Wurzeln zurück. Sie und Anna freunden sich mit der Zeit an. Giske hilft, dass Anna Fuß fassen und die Geschichte ihres Vaters aufarbeiten kann. Und diese Form der Aufarbeitung geschieht auf vielen Ebenen. Auf der persönlichen Ebene innerhalb eines Lebens, das von gesellschaftlichen Zwängen genauso beeinflusst wird wie von historischen Gegebenheiten, die ebenfalls in dieser Rückschau beschrieben und verarbeitet werden. Das Thema der Deutschkinder ist dabei ein noch immer schwieriges und dunkles, das erst in den vergangenen Jahren mit Büchern, auch wissenschaftlicher Art, wieder in den Fokus gerückt wurde. Ohne auszuschmücken, ohne große Gesten, still, aber kraftvoll erzählt Melitta Breznik in Rückblicken und wechselnden Perspektiven diese Geschichten, die sich begleiten, sich aufeinander zu bewegen, sogar verschmelzen. Doch trotz dieser Ruhe und Klarheit sind Tragik und Härte des Schicksals zu spüren, die einen emotional aufwühlen. Immer bleibt in jenem Roman und darüber hinaus die Frage bestehen, wie Geschichte die Menschen und ihre Wege formt und sicherlich auch ihren Charakter. Ein Thema bildet dabei die Psyche und ihre Erkrankungen, mit denen sich die Autorin, die zugleich Ärztin ist, beruflich beschäftigt. Dabei ist dieses Buch nicht nur mit einer sanften Wehmut melancholisch zu bezeichnen, vielleicht sogar etwas düster. Den Weg, den beiden Frauen gehen, hat ein gutes Ende, weil sie sich selbst wieder in das Leben begeben, nach einer Auszeit in der Einsamkeit des Nordens, mit seiner Klarheit in den Formen der Landschaft und seiner beeindruckenden Weite. Die Natur muss somit eine besondere Rolle spielen, wenn nicht sogar die Hauptrolle. Aus dem Norden schöpfen beide wieder Kraft für einen Neuanfang, bei dem das Alte abgelegt, aber gut verstaut wird. Anna und Giske sind Frauen, die um ihre Schwäche wissen und mit dem richtigen Gefühl schließlich den richtigen, wenn auch anderen Weg beschreiten. Sie als Leser zu begleiten, macht auf der einen Seite nachdenklich, auf der anderen Seite froh, froh, dass es aus einer Sackgasse vielleicht doch noch eine besondere Bahn abzweigt. Wer den Norden mag, wird dieses Buch lieben, auch wenn es vorzugsweise für Frauen geschrieben ist. DIE AUTORIN Melitta Breznik, 1961 in Karpfenberg/Steiermark geboren, arbeitet nach ihrem Medizinstudium in Graz und Innsbruck und ihrer Promotion als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in der Schweizer Stadt Chur. Zuvor war sie als Oberärztin an der Psychiatrischen Klinik Beverin in Cazis/Graubünden tätig. Ihr literarisches Debüt bildete der Erzählband „Nachtdienst“, der 1995 erschien. Drei weitere Bücher folgten daraufhin, in denen ihre Arbeit eine Rolle spielt. 2001 erhielt die österreichische Autorin den Literaturpreis des Landes Steiermark.

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  • Rezension zu "Nordlicht" von Melitta Breznik

    Nordlicht
    Sonnenscheinchen

    Sonnenscheinchen

    01. June 2009 um 11:10

    düstere, melancholische Szenerie einer Frau in einem Häuschen auf den Lofoten.