Meljean Brook Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

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Inhaltsangabe zu „Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht“ von Meljean Brook

Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht.

Konnte mich nicht ganz überzeugen, aber für Zwischendurch ganz okay.

— Sabrinas_fantastische_Buchwelt

Tolles Cover, interessante Welt, aber etwas zu langatmig und man wird einfach in die Geschichte reingeschmissen, ohne Begriffserklärungen.

— romantic devil

Hach, es wurde mir irgendwann zu kitschig

— Dat-Engelsche

Gutes Buch nur manchmal etwas langatmig.

— Feuersternchen

Toller Steampunk-Roman, eine Story, die absolut überzeugt- im Steampunk und in der Romance und dann ist sie auch noch absolut fesselnd!!!

— MissLillie

Geh nich schwimmen, wenn du Füße aus Eisen hast!

— AnnikaLeu

Eine interessante Welt und guter Schreibstil, wird jedoch gnadenlos zerstört durch das kaputte Sexualbild, das vermittelt wird.

— progue

Bugger, Bounder, Naniten...also die ersten Seiten sind echt verwirrend...

— Ajana

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  • Jetzt kein Highlight, aber dennoch gut !

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    21. December 2016 um 13:51

    Titel: Wilde SehnsuchtReihe: Die Eiserne See #1Autor: Meljean BrookVerlag: LYXGenre: SteampunkSeitenanzahl: 479Zitat entfällt.Klappentext:Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht.Meine Meinung:Dieses Buch lag mehrer Jahre auf meinem SuB, bis ich mich mehr oder weniger dazu gezwungen habe, es zu lesen.Naja...ein wirkliches Highlight ist es ja nicht gerade.Zwar konnte ich der Story und der Handlung ganz gut folgen und stellenweise war es auch echt interessant, aber gesamt gesehen...da war es mir doch einfach zu langweilig.Die Jagd nach dem wirklichen Mörder las sich zwar recht spannend, aber die Autorin wob immer wieder einige Nebenhandlungen mit ein, sodass es eben etwas zäh wurde.Dennoch gefiel es mir vor allem wegen dem interessanten Anfang doch ganz gut & für Zwischendurch ist es echt okay.Was mir aber wirklich nicht gefiel und es mir auch eben schwer machte, alledem zu folgen, waren die ganzen Begriffe wie Bugger, Horde etc.Zwar erklärte die Autorin das in irgendeiner Weise, aber so wirklich habe das nicht gecheckt !Ein kleines Glossar wäre hier echt hilfreich gewesen....Auch fand ich dieses ganze Hintergrundgeschichte einfach nur verwirrend.Die Charaktere fand ich ansich ganz okay, aber so wirklich warm wurde ich auch nicht mit ihnen.Zwar war Rhys schon ein interessanter und mysteriöser Charaker, aber so wirklich konnte ich ihn nicht leiden, was mitunter auch an seinem Verhalten lag.Mina dagegen mochte ich absolut nicht. Ich weiß nicht genau warum, aber ich konnte sie einfach nicht leiden.Den Schreibstil empfand ich als sehr anstrengend !Bewertung:Auch wenn mich Teil 1 nicht wirklich überzeugen konnte, werde ich mir Teil 2 auch noch holen.Von mir gibt es: 3 von 5 Sterne

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  • Die eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Themistokeles

    15. December 2016 um 09:46

    Es sollte der erste Band eine Steampunk Serie sein, bei der ich gar nicht sicher bin, ob nach diesem Teil ausreichend weitere erschienen sind, dass man letztendlich von einer Serie sprechen kann. In meinen Augen ist das aber vielleicht auch gar nicht so verkehrt, denn wenn die Autorin sich nicht maßgeblich gesteigert hat, dann ist es durchaus besser, dass es nicht zu viele Bände dieser Serie gibt.In meinen Augen ist die Idee hinter der Welt, wie sie sich einem hier darstellt eigentlich gelungen, denn die ganzen kleinen Maschinen und Erfindungen, was in dieser Steampunk-Welt möglich ist und was sich in Europa und der Welt alles getan hat, dass die Ausgangslage ist, vor der man steht, ist durchaus eine gute Idee, aber die Umsetzung ist ziemlich misslungen.Zunächst finde ich es sehr ungünstig, dass man direkt in die Geschichte hinein geworfen wird, ohne dass auch nur ein kleines bisschen an Erklärung folgt. Man wird mit Begriffen wie Naniten, Bugs, Bugger, Bounder, die Horde etc. beworfen und kann sie nicht einordnen und eine Erklärung, nach der man halbwegs versteht was gemeint ist, folgt erst sehr spät in der Geschichte. Das hat mich dazu gebracht, dass ich das Buch nach den ersten Seiten erstmal wieder weggelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte. Irgendwann habe ich es dann doch wieder zu Hand genommen und ich muss wenigstens sagen, dass ich froh bin, dass es eine Story hat.Die Handlung wird zum Ende hin zwar immer wilder und für mich unsinniger, weil der Fokus ab einer gewissen Stelle zu sehr auf den Anteil, der wohl romantisch sein soll und das Buch in eine solche Ecke schiebt. Romantic Fantasy, Romantic Thrill etc. sind ja allgemein irgendwie sehr en vouge. Jedoch schafft es das Buch nicht romatisch zu sein, es ist eher eine Mischung zwischen seltsamen Gebaren, eine zweifelhaften Vorstellung der Sexualität, einer mir vollkommen unerklärlichen Wortwahl und am Ende sehr viel Kitsch gepaart mit etwas, das mir unerklärbar bleibt. Aber ehrlich, wenn ein Mann immer nur von "ich vögel dich" in allen Konjugationen spricht, dann ist er weder romantisch, noch finde ich das als Frau anziehend. Dazu kommt noch, dass sein Verhalten teilweise in Richtung Zwang und Vergewaltigung geht und alles eh sehr seltsam ist. Für mich geht das gar nicht.Alles in allem zwar eine ganz gute Idee, aber eine sehr seltsame Umsetzung, zumal Mina als Charakter zwar nicht unsympathisch ist, aber auch irgendwie ein bisschen seltsam und den Eisernen Herzog habe ich eh nie so wirklich verstanden in seinen Anwandlungen. Er tendierte bei mir eh zwischen neutraler Meinung und einer leichten Unsympathie.

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  • ganz ok gemacht......

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    09. June 2014 um 09:42

    Kurzbeschreibung Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht. Meinung Da ich ja noch nie etwas aus dem Genre Steampunk gelesen hatte, war ich ganz gespannt und voller Erwartungen auf „Die Eiserne See“. Ich muß sagen, es kam eher mittelmäßig bei mir an. Der Schreibstil war ok und ich konnte das Taschenbuch flüssig lesen, doch einige Dialoge waren nicht so nach meinem Geschmack. Etwas geschwollen und übertrieben. Aber vielleicht macht ja genau dies „Steampunk“ aus? Bemängeln muß ich allerdings noch die viel zu langen Kapitel. Dadurch zog sich die Geschichte für mich etwas dahin, ich mag lieber kürzere Kapitel. Die Handlung selbst erschloss sich mir absolut komplex, ich konnte mit den wenigen ansgesprochenen Hintergründen nichts anfangen und war somit am Anfang etwas verwirrt und genervt. Mit der Zeit bekam ich dann doch etwas mehr Durchblick und die Warum? Weshalb? Wieso? In meinem Kopf lösten sich teils auf. Einige Begriffe blieben dann doch noch stehen und ich war ehrlich gesagt etwas zu faul, ein Wörterbuch mit einzubinden. :-) Die Protagonisten wurden meines Erachtens gut in Szene gesetzt. Die Charakteren wurden von der Autorin gut ausgearbeitet und kamen sehr authentisch rüber. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und sie waren mir fast alles sympathisch. Mina ist Inspektorin, geht in ihrem Beruf total auf und wirkt auf mich sehr standhaft, mutig, entschlossen und sympathisch. Sie ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen, eine typisch willensstarke Frau eben. Der Herzog kam bei mir nicht gut an, ich mußte immer nur den Kopf schütteln, wenn es um ihn ging. Ein absoluter Möchte-Gern-Macho, den ich am liebsten eine reingehauen hätte. Sorry. War aber so....so ein Verhalten kann ich gar nicht ab. Die anderen Darsteller wurden auch gut dargestellt. Super fand ich auch noch die Landschaftsbeschreibungen. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen. Was mich etwas gestört hat, waren mal wieder die dann doch etwas ausgeprägten Sexszenen. Und dieses immer wieder und immer wieder. Nicht gerade passend, ein wenig ja, aber nicht so extrem. Das Happy End war von der ersten Seite an klar und war dann auch so. Nichts weltbewegendes. Den zweiten Teil hätte ich zwar schon zu Hause, werde ihn aber nicht lesen, da mich „Wilde Sehnsucht“ dann doch nicht so von Hocker gerissen hat. Cover Das Cover ist ganz ok. Es macht auf jeden Fall Lust, das Buch zu lesen. Die Farbe sind auch stimmig und harmonieren ganz gut. Fazit „Die Eiserne See – Wilde Sehnsucht“ konnte mich nicht so überzeugen. Es waren einige gute Ansätze zu sehen, aber die Ausarbeitung hat mir dann doch nicht so gefallen. Gefühle und Emotionen und vorallem Spannung waren vorhanden. Es bekommt von mir 3 von 5 Sternen und eine bedingte Leseempfehlung.

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  • Steampunk!

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Wolfhound

    13. May 2014 um 10:59

    Wilde Sehnsucht war, buchtechnisch gesehen, mein erster Ausflug ins Steampunkgenre. Es wird bestimmt auch nicht der Letzte sein, auch wenn ich letztendlich nicht richtig überzeugt von der Geschichte bin. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Mina und Rhys, die gezwungenermaßen zusammen arbeiten müssen und letztendlich – vielleicht auch ein wenig erzwungen – ein Liebespaar werden. Mina wurde während einer Orgie der Horde gezeugt, was ihr Leben unendlich erschwert, da ihre Umwelt durch ihr Aussehen immer wieder an die Unterdrückung der Horde erinnert wird. Rhys hingegen hat die Horde aus England vertrieben und wurde deshalb zum Herzog in den Adelsstand erhoben. Dies führte zur Ausbildung einer extremen Arroganz bei Rhys, der nun denkt, er könne sich alles erlauben und auch alles bekommen, was er nun will. Dem gegenüber steht Mina, die sich durch ihren Hintergrund alles in ihrem Leben hart erarbeiten musste und auch weiterhin muss, nicht nur im privaten sondern auch im beruflichen Bereich als Inspektorin. Sie würde für ihre Familie alles tun, auch ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche hintanstellen. Nun wird aber vor Rhys Tür ein Leichnam abgeworfen, wodurch sich die Wege der Beiden kreuzen. Schon von Anfang an herrscht eine gewisse erotische Spannung zwischen den beiden, die erst noch ein Nebenprodukt der Handlung ist. Durch das Gefühl Rhys‘ alles und jeden besitzen zu können, müssen die beiden gezwungenermaßen miteinander an der Aufklärung des Falls arbeiten und eine atemraubende Hetzjagd beginnt. Der Einstieg ins Buch fiel mir etwas schwer, da man direkt in die Geschichte geworfen wird und erst mal einige Kapitel braucht, um einigermaßen mit den Begriffen wie Bugger, Horde, Infizierte etc. klarzukommen. Leider ist von Seiten des Verlags auch keine Abhilfe geschaffen worden, z. B. durch ein Glossar. Grundlegend macht es der recht flüssige Schreibstil der Autorin dem Leser leicht, Seite für Seite zu lesen ohne sich groß zu verzetteln. Leider hat die Geschichte einen Bruch durch die Entwicklung der Beziehung zwischen Rhys und Mina erfahren, die immer mehr zu einer Art Porno wird. In einer Szene wird Mina regelrecht von Rhys vergewaltigt, wobei sie dies unverständlicherweise nicht als Vergewaltigung ansieht und sich Rhys dadurch sogar nur schneller öffnet. Dies ist eine Charakterentscheidung, die ich leider so gar nicht nachvollziehen kann und mir mein Bild Minas einigermaßen zerstört. Tja, die „Liebesszenen“ werden zunehmend rüder und auch die Wortwahl sagt mir oftmals nicht zu. Alles in allem ist Die Eiserne See: Wilde Sehnsucht von Meljean Brook ein guter Auftakt zu einer Serie, von der ich wohl auch die nachfolgenden Bände lesen werde. Da der zweite Band anscheinend nicht hauptsächlich von Mina und Rhys handelt, werde ich wohl meine Bedenken bezüglich der Sexualität im Buch beiseite schieben und den zweiten Band auch zur Hand nehmen.

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  • Eisern ist hier nur der Herzog - und zwar immer!

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    progue

    07. September 2013 um 12:24

    Der eiserne Herzog Rhys Trahaearn war einst ein Pirat. Doch weil er vor neun Jahren die Horden besiegt hat, welche England besetzt hatten, wurde er in den Adelsstand erhoben und ist außerdem der Liebling des Volkes. Dieses Volk besteht aus Buggern (Leute mit winzigen künstlichen Organismen im Blut, über welche sie damals von der Horde kontrolliert wurden) und Bounders (diejenigen, die kurz vor oder nach dem Einmarsch der Horde geflohen waren und somit nicht "infiziert" sind, sprich keine Bugs in sich haben). Als ehemaliger Pirat führt er seine jetzigen Geschäfte mit eiserner Hand und findet es auch gar nicht lustig, als über seinem Grundstück eine Leiche abgeworfen wird. Interessant hingegen findet er die Inspektorin, die diesen Fall untersucht, Mina Wentworth, obwohl ihre äußerliche Erscheinung mehr als nur darauf hinweist, dass sie ein Produkt einer "Orgie" ist, wie solche Ereignisse genannt wurden - die Horde hatte es sich gelegentlich zur Aufgabe gemacht, ihr unterdrücktes Volk mithilfe der Bugs in sexuelle Ekstase zu treiben - sozusagen staatlich anerkannte Massenvergewaltigungen. Mina Wentworth ist nicht amüsiert darüber, in diesem Fall ermitteln zu müssen. Erstens lässt sich der eiserne Herzog nur ungern in seine Karten schauen, zweitens darf sie aufgrund ihrer untergeordneten Stellung höchstens Vorschläge unterbreiten, drittens ist der Herzog jemand, der seine Stellung dazu ausnutzt, um ihr unmoralische Angebote zu unterbreiten. Hilft jedoch alles nichts, sie ist gezwungen, zumindest das Angebot, mit ihm zusammen eine Spur zu verfolgen, anzunehmen. Gemeinsam machen sie sich mit einem Luftschiff auf, den Mörder zu verfolgen, wobei sie ganz en passant noch eine Intrige aufdecken, die nicht nur die Hälfte der englischen Bevölkerung dahinraffen kann, sondern auch noch von höchster Stelle ausgeht. Eigentlich gefällt mir die Idee des Buches. Es sind wahnsinnig komplexe Hintergründe verarbeitet, die sich erst nach und nach erschließen, was jedoch auch gerade auf den ersten Seiten das Lesen recht mühselig werden lässt, weil eben auch einfach so mit den Begriffen herumgeworfen wird, ohne erst einmal eine Erklärung zu liefern. Das macht aber nichts, wie gesagt, das erschließt sich alles mit der Zeit. Was mir so gar nicht gepasst hat, waren die Interaktionen der beiden Hauptprotagonisten. Mina ist sehr sympathisch, sie ist tough, mutig, scharfsinnig. Der Herzog ist ... Entschuldigung, es gibt keinen anderen Begriff dafür: ein Arschloch. Und das in Großbuchstaben. Vom ersten Moment an beschließt er, dass er mit der Inspektorin ins Bett will, ob es ihr passt oder nicht. Er nutzt seine hohe Stellung gnadenlos aus, um sie sexuell zu belästigen, irgendwann setzt er ihr sogar die Pistole auf die Brust: ihren Körper gegen ihren Bruder. Nein, es wird nicht unbedingt besser dadurch, dass er zwischenzeitlich sein Gewissen wiederfindet und so tut, als hätte er dieses Angebot nicht unterbreitet, denn nur wenig später zwingt er sich ihr wieder auf. Man kann es drehen oder wenden, wie man es will, ihr erstes sexuelles Zusammensein war eine Vergewaltigung. Wenn eine Frau "Nein" sagt, vor allem mehrmals, meint sie auch "Nein". Ich verstehe einfach nicht, wieso mittlerweile in so vielen Büchern die Meinung suggeriert wird, dass es sexy und romantisch ist, einfach darüber hinwegzusehen. Ich verstehe erst recht nicht, wieso dann die Frau ihre Meinung ändern soll und beschließt, ihren Vergewaltiger tatsächlich sexy zu finden. Solche Dinge zu verbreiten finde ich geradezu gefährlich und gedankenlos. Wären diese Sachen nicht gewesen, hätte das Buch vier Punkte bekommen. Da ich solche Meinungen jedoch nicht unterstützen kann, bekommt es einen Punkt für die Idee/Welt und einen für die Umsetzung/Schreibe.

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  • Rezension zu "Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    KimyT

    Die Story an sich war wirklich nicht schlecht. Mal etwas anderes... Aber ich habe sie bis zum Ende nicht gerafft. Wir hatten die Bugger, Bagger or what ever, die mit irgendwelchen (mechanischen?!) Dingern im Körper zur Welt kamen oder infiziert wurden, die sie schneller heilten und vor Krankheiten schützten. Die Horde, diese Mongolen... Die sind über die Engländer hergefallen, haben sie zu Orgien gezwungen und wegen diesen Dingern in den Körpern mussten sie gehorchen und haben anscheinend wenig gefühlt?!?! Dann haben wir noch die Bouder, Bouler, Bouser oder irgendwie so. Adlige Engländer ohne Dinger im Körper die geflüchtet sind und sich nun aufspielen und sich über die stellen, die unter der Horde hatten leiden müssen. Und aus irgendeinem Grund gibt es ein Fieber was die Leute töten kann und Zombies... Woher auch immer... Ahhhh und die schwarze Garde... Sind böse... wieso? keeeeeiiinnnnen blassen Schimmer. Merkt, ich hab nichts gerallert. Kurzgefasst, Weib ist Hordenbastard (Mutter menschlich, Vater Horde ((glaub ich))) und dadurch verachtet, Kerl hat die Leute von Horde befreit und alle ♥ ihn und nun tut die beiden mit ♥♥ zusammen und ihr habt die Story die ich geschnallt habe, obwohl sie sich wieder gegen Ende erst wirklich hatten. 3 Sterne (ich tu mal so als ob ich mehr verstanden habe, als ich es wirklich hab)

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  • Rezension zu "Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. October 2012 um 13:22

    Die Eiserne See- Wilde Sehnsucht von Meljean Brook ist das erste Buch einer neuen Steampunk Reihe. Die Protagonisten sind wie Tag und Nacht und gerade das macht sie zu etwas ganz besonderem. Die Geschichte, die sich zwischen den beiden entwickelt führt dazu, dass man immer weiter lesen möchte. An manchen Stellen haben mich die Protagonisten wahnsinnig gemacht, so dass ich sie am liebsten angeschrien hätte. Es wird niemals langweilig beim Lesen, da der Spannungsbogen immer gehalten wird. Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Dies lag nicht nur an der wunderbaren Welt, die Meljean Brook ausgedacht hat. Die Beschreibungen lassen den Leser vollkommen in die Welt eintauchen und lassen ihn nicht mehr los. Der Schreibstil ist sehr schön und flüssig. Die Seiten fliegen nur so beim Lesen, so dass das Buch leider sehr schnell zu Ende ist. Ich bin schon auf den zweiten Band gespannt und kann es kaum erwarten wieder in die Welt einzutauchen. Alle die denken es handle sich um eine Abenteuergeschichte gewürzt mit einer entstehenden Liebesgeschichte, die sollten sich in acht nehmen. Die Sexszenen, die sich sehr oft in die Geschichte einschleichen, da der Eiserne Herzog nun mal ein Mann mit einer blühenden Fantasie ist, gehen manchmal auf die Nerven. An manchen Stellen wollte ich mehr Spannung haben und nicht die perversen Gedanken eines Mannes. Ich fände es besser, wenn mehr Aktion im Buch vorkommt und weniger vulgäre Sexszenen. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch spannend und unterhaltsam. Da ich das Buch bei einer Facebook-Aktion vom Egmont-Lyx Verlag gewonnen habe, habe ich einen Glossar zur Geschichte bekommen. Dieser war sehr hilfreich, da es sonst etwas verwirrend wurde mit den vielen neuen Begriffen.

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  • Rezension zu "Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. August 2012 um 12:33

    Der Beginn dieses Buches war für mich sehr enttäuschend und verwirrend. Man bekommt ein völlig neues England des 19. Jahrhunderts vorgesetzt, das nur noch sehr wenig mit der historischen Wirklichkeit gemein hat. Dabei werden einem etliche seltsame Begriffe und Tatsachen vor den Latz geknallt, mit denen man trotz Erklärungen nicht wirklich etwas anfangen kann. Dazu kommen dann noch gefühlte dreitausend Personen- und Ortsnamen, um das Chaos perfekt zu machen... Es hat wahrlich eine Weile gedauert, bis ich mich hier zurechtgefunden habe und mich auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte. Nachdem ich das alles jedoch durchschaut hatte, hat mir diese Alternativwelt doch ausgesprochen gut gefallen. Die Steampunkelemente schaffen ein ganz besonderes Flair und in Anbetracht der Komplexität und Authentizität dieser völlig veränderten Welt, muss man den Hut vor der Autorin ziehen. Nur auf die Zombies hätte ich verzichten können - die haben da nicht so richtig reingepasst. Auch mit den Charakteren hatte ich anfangs so meine Probleme. Besonders unsere beiden Protagonisten waren mir etwas suspekt. Rhys hat eine relativ "derbe" Art und man erfährt zunächst nur sehr wenig über ihn, sodass sein Verhalten und sein Auftreten nicht immer verständlich sind. Mina dagegen ist schon etwas sympathischer, was aber hauptsächlich daran liegt, dass man Mitleid mit ihrer unglücklichen Situation hat. Beide erscheinen recht abgestumpft, weshalb es ein wenig länger gedauert hat, bis ich mit ihnen warmgeworden bin. Erst im Laufe der Handlung erschließt sich, wie sie so geworden sind und man lernt ihre positiveren Eigenschaften kennen. Auch wenn sie auf meiner Beliebtheitsskala wohl nie total weit oben stehen werden, sind sie doch sehr interessante Persönlichkeiten und geben ein gutes Paar ab. Mit den Nebencharakteren verhält es sich ähnlich - man mag sie vielleicht nicht unbedingt, jedoch sind einige wirklich tolle Figuren dabei, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Die Liebesgeschichte ist definitiv nicht das, was ich erwartet hatte. Es dauert eine Weile, bis es damit tatsächlich losgeht, aber dann geht es plötzlich ziemlich zur Sache. Von Liebesgeschichte kann über weite Strecken auch nicht wirklich die Rede sein, denn über als die Hälfte des Buches ist eher von sexuellen Spannungen geprägt. Die etwas prekäreren Szenen habe ich jedoch nicht als so schlimm empfunden, wie es einige andere Leser behauptet haben - aber da kommt es wohl sehr stark auf das subjektive Empfinden jedes Einzelnen an. Obwohl ich aus den oben genannten Gründen Startschwierigkeiten mit der Handlung hatte, konnte sie mich ab einem gewissen Punkt doch mitreißen. Es gibt abenteuerliche Verfolgungsjagden, eine Verschwörung, die unsere Helden aufdecken müssen, Luftschifffahrten und Explosionen. Dazu kommen noch eine kleine Prise Humor und der angenehm zu lesende Schreibstil. Auch das Erzähltempo, mit dem ich anfangs nicht mithalten konnte, hat sich auf Dauer als ein Pluspunkt für den Roman herausgestellt. Aufmachung: Ich liebe dieses Cover! Zwar würde ich es nicht unbedingt als wunderschön bezeichnen, aber auf seine eigene Art ist es wirklich sehr gelungen. Die Farben und das Motiv passen richtig gut zur Geschichte und zum Genre Steampunk. Außerdem hat es meiner Meinung nach einen großen Wiedererkennungswert, was bei Büchern dieser Art meist eher selten der Fall ist. Fazit: Selten hat mir ein Buch, mit dem ich anfangs so garnichts anfangen konnte, dann doch so gut gefallen. Es hat definitiv seine Schwachstellen, aber für mich hat es sich gelohnt, am Ball zu bleiben. Von mir bekommt es 3,5/5 Sterne.

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  • Leserunde zu "Clockwork Spiders" von Corina Bomann

    Clockwork Spiders

    ueberreuter_Verlag

    Liebe LovelyBooker und Lesesüchtige! Lasst uns gemeinsam eine Leserunde starten und mit dem Buch „Clockwork Spiders“ ins düstere London des 19. Jahrhunderts eintauchen.  Zum Inhalt: London 1888: Die siebzehnjährige Violet ist nicht so geraten, wie es sich ihr Vater, Lord Adair, wünscht. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, eine berühmte Erfinderin zu werden, und schleicht nachts heimlich zu ihrem Labor. Ihr zur Seite steht nur Butler Alfred, der auch als Leibwächter fungiert. Gemeinsam decken sie eine Verschwörung auf: Mittels mechanischer Giftspinnen werden Menschen ermordet, die auf der Seite der Monarchin stehen. Sogar Königin Viktoria selbst ist in Gefahr! Der geheimnisvolle Fremde mit der Augenklappe, den Violet gleichzeitig gefährlich und unwiderstehlich findet, scheint dabei sehr verdächtig... Hier geht’s zur Leseprobe und zum Buchtrailer. Habt ihr Lust mitzumachen? Wir suchen dich, wenn du Lust hast dich mit uns, Corina Bomann und anderen Lesern auf eine Lesereise ins verschwörerische London zu begeben. Lasst uns zusammen herausfinden, wer der geheimnisvolle Fremde mit der Augenklappe ist, welch fantastische Erfindungen uns Violet liefert und welchem finsteren Komplott sie auf die Spur kommt. Corina Bomann wird euch dabei an der Seite unserer Heldin begleiten. Dazu verlosen wir 10 signierte Exemplare von „Clockwork Spiders“!  Einzige Bedingung: verfasst am Ende unserer Leserunde eine Rezension. Bewerbt euch einfach an dieser Stelle bis 13. Juni, indem ihr uns verratet, warum euch Steampunk Literatur so begeistert. Alle, die das Buch schon haben und die Gelegenheit nutzen wollen es jetzt zu lesen, sind natürlich auch recht herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf viele Mitleser!

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  • Rezension zu "Die Eiserne See" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    JUREPHI

    30. April 2012 um 11:36

    In einem „anderen“ England, in dem es kaum Elektrizität dafür jeden Menge dampfbetriebene Geräte gibt (wer den Film „wild wild west“ kennt, weiß, was ich meine), lebten die Menschen über 200 Jahre hinweg in totaler Unterdrückung, bis hin zur Emotionenkontrolle durch Naniten, die ihnen durch Zucker unerkannt zugeführt wurden. Bis vor 9 Jahren ein Pirat den Unterdrückern durch einen einzigen Geniestreich - wenn auch unbewusst - ihre Macht über die Menschen nahm. Ihren eigenen Gefühlen auf einmal hilflos ausgeliefert, mussten die Menschen lernen, wieder für sich selber zu denken, so auch die junge Inspektorin Mina, die zusätzlich noch mit dem Makel leben muss, dass ihre Mutter von den Besatzer vergewaltigt worden ist und ihr ihr Erbe deutlich anzusehen ist. Doch sie setzt sich mit allen Anfeindungen auseinander, kämpft für ihr Recht auf Anerkennung und sich sich doch klar darüber, dass sie immer anders sein wird, denn sie trägt nicht nur die Naniten in sich, sie ist eine Frau, eine Polizistin und offensichtlich keine reine Engländerin.... Durch einen spektakulären Mordfall trifft sie zum ersten Mal auf den Herzog von Anglesey, der niemand anderes ist als der Retter aller Engländer, der Pirat Rhys Trahaearn. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Mörder, doch was sie auf dieser Reise finden werden, damit haben sie nicht gerechnet.... Meine Meinung: Zu Beginn hatte ich durch diese völlig neue Welt, die hier erschaffen wurde, Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, denn die Begriffe, Zusammenhänge, Neuschöpfungen... muss man schon zum Mitdenken bereit sein. Als ich mich aber auf die Geschichte eingelassen hatte, zog sie mich auch direkt in ihren Bann. Die beiden Hauptpersonen sind so liebevoll und gut beschrieben, dass man mit ihnen leidet, ihre Beweggründe gut nachvollziehen kann und auch ab und zu gewillt ist, den einen oder den anderen mal zu schütteln, um ihnen klar zu machen, dass sie gedanklich auf dem sprichwörtlich falschen Dampfer sind. Der Autorin ist es gelungen, auch die Nebenfiguren so deutlich heraus zu arbeiten, dass man ihre inneren Kämpfe, Vorlieben und Geschichten gerne ließt und nachvollziehen kann. Durch den sehr flüssigen Schreibstil und die eigene Neugier zog mich das Buch so in seinen Bann, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Am Ende wird durch eine kleine, feine überraschende Wende noch mal Fahrt aufgenommen, bis es endlich zum happy end kommt, das natürlich von Anfang an abzusehen war. Aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch!

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  • Rezension zu "Die Eiserne See" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    SinjeB

    29. April 2012 um 16:16

    _Ideenreich, steamy, abenteuerlich, erfreulich unschmachtig_ *Zum Inhalt:* Zweihundert Jahre litt England unter der Herrschaft der mongolischen Horde. Über Zucker und Tee wurden in den Organismus der Menschen winzigkleine, nicht einmal unter dem Mikroskop ausmachbare Apparate, sogenannte Bugs bzw. Naniten, eingeschleust, die der Horde halfen, die Bevölkerung zu kontrollieren. Ein netter kleiner Nebeneffekt besteht darin, dass sie die Selbstheilungskräfte fördern. Der Horde aber dienten sie, um die Gefühle der Menschen zu unterdrücken oder aber sie in wahren Orgien in Extase zu entrücken, um Nachwuchs für die Horde zu erzeugen. Ein Produkt einer solchen Orgie ist auch Inspektorin Mina Wentworth. Sie ist eine kluge junge Frau, Kriminaldetektivin und Gerichtsmedizinerin in einem, aber durch ihre halbmongolische Abstammung (ihre Mutter bei einer der Orgien vergewaltigt worden) muss sie sich jeden Tag aufs Neue beweisen und ist Spott und Hass der Mitmenschen ausgesetzt. Die Bezeichnung "Hure" muss sie sich tagtäglich nicht nur einmal anhören. Auch öffnen sich ihr bei der Arbeit nicht von selbst die Türen, weshalb Konstabler Newberry immer an ihrer Seite sein muss. Eines Tages wird sie von einer Veranstaltung fortgerufen, weil auf dem Anwesen des Herzogs von Anglesey eine Leiche gefunden. Der als "der Eiserne Herzog" bekannte Mann ist buchstäblich Englands Volksheld, denn der einstige Pirat, der bürgerlich Rhys Trahaearn heißt, befreite das Land vor neun Jahren von der Herrschaft der Horde, indem er deren Turm, sozusagen die Funkzentrale, die die Signale an die Bugs sandte, zerstörte. Auf seinem Anwesen liegt nun die Leiche eines Mannes, der offenbar aus einem Luftschiff abgeworfen wurde und nicht nur einen künstlichen Arm, sondern auch ein künstlichen Gehirn vorzuweisen hat. Rhys zeigt sich von den polizeilichen Ermittlungen wenig begeistert und würde die Sache am liebsten in gewohnter Manier selbst in die Hand nehmen. So hat Mina recht schnell den Ex-Piraten, der überhaupt keinen Hehl daraus macht, wie sehr er sich von ihr angezogen fühlt, an der Backe. Bald schon sind beide einer Verschwörung auf der Spur, die weitaus dramatischer ist als der schnöde Mordfall, mit dem alles begann. Trahaearns ehemaliges Schiff, die Terror, wird vermisst, und zu allem Überfluss steht dort Minas Bruder im Dienst. Auf der Luftschifffahrt über den Kanal und das europäische Festland, auf der Suche nach der Terror, kann Mina Rhys nicht länger aus dem Weg gehen, aber nicht nur hat die Mission oberste Priorität, sondern Mina weiß auch, dass aufgrund ihrer mongolischen Abstammung die leidenschaftliche Luftschifffahrt bei ihrer Rückkehr nach England keine Zukunft haben kann ... *Meine Meinung:* Meljean Brooks Die Eiserne See. Wilde Sehnsucht ist eine Steampunk Romance, und man darf sich vom sehr grafischen Cover der deutschen Ausgabe nicht irreführen lassen. Der Romance-Factor bildet zwar den roten Faden, ist aber weniger ausgeprägt als in Werken anderer Autoren. Dennoch kann die abgebildete männliche Gestalt, die hier besser zum Originaltitel The Iron Duke (der Eiserne Herzog) als zum deutschen Titel passt, den einen oder anderen Leser irreführen. Der deutsche Untertitel "Wilde Sehnsucht" ist in der blauen Schrift auch nicht sofort zu erkennen, was ebenfalls ein wenig fehlleiten kann. Wirklich "sehnsüchtig" geht es in Brooks Roman allerdings nicht zu, wild - in vielerlei Hinsicht - hingegen schon. Ansonsten ist das aktuell beliebte Genre des Steampunks mit dem Uhrwerk im Hintergrund durchaus nicht schlecht eingefangen. Auch mir wurde Die Eiserne See: Wilde Sehnsucht als Leseexemplar zur Verfügung gestellt, allerdings hat man mir kein Glossar beigelegt, was dazu führte, dass ich diesen Auftaktband zu Meljean Brooks Eiserne-See-Reihe einen geschlagenen Monat lang anlas, wieder weg legte, von vorne begann ... bis ich dann irgendwann mitbekam, dass es auf der Verlagsseite ein Glossar in PDF-Format zum Download gibt. Es ist zwar nicht umfangreich, hilft aber, die vielen Termini, die die Autorin in ihrem fiktiven England mit viktorianischem Flair erfindet, zu verstehen. Ich hoffe, dass das Glossar in Folgeauflagen sowie in den weiteren Bänden der Reihe direkt enthalten sein wird, denn man kann trotz virtuellen Zeitalters nicht voraussetzen, dass sich jeder Leser hinsetzt und freiwillig das Internet durchforstet. In der Tat erschafft die Autorin eine komplexe Welt, in der vieles möglich ist. Sogenannte Schmiede sind in der Lage künstliche Gliedmaßen und Organe zu erschaffen, die von realen nicht zu unterscheiden sind und dank der Bugs nicht abgestoßen werden, sondern sogar noch besser funktionieren. So hat die Mutter der Protagonistin künstliche Augen, mit denen sie nicht nur gestochen scharf sieht, sondern auch Gefühlsregungen und Temperaturen wahrnehmen kann, quasi als menschlicher Lügendetektor einsetzbar wäre. Licht wird mit Gaslampen gespendet, man fährt mit Eisenbahnen und Dampfmaschinen, und an den Häfen liegen nicht nur echte Schiffe, die mit allerlei Maschinerie bestückt sind, sondern auch Luftschiffe vor Anker. Da Mina jeden Tag Anfeindungen die Stirn bieten muss, ist sie eine Frau mit erstaunlichem Willen. Sie verfügt über bewundernswerte Kraft und verkommt selbst in den (vor allem intimen) Augenblicken, in denen sie von Angst zerfressen ist, nicht zum jammernden Weibchen, das sich schutzsuchend an eine starke Männerbrust werfen muss. Als Inspektorin ist sie tough, schmerzlos und bereit, jeden, der es wert ist, das Leben zu retten. Während ihre Mutter, die absurderweise kleine Apparate herstellt, die dem Intimleben der Frau sehr dienlich sind, aber vehement für die Heimholung der Frau in Ehehafen und Küche plädiert, tritt Mina für die freie Entscheidung ein. Es ist nicht ihr vornehmliches Ziel, zu heiraten und Kinder zu haben, sondern sie plädiert dafür, dass Frauen, jetzt, da der Willen der Menschen endlich nicht mehr fremdgesteuert ist, frei entscheiden sollen, ob sie einem Beruf nachgehen, heiraten oder gar eine Ehe verlassen wollen. Sie weiß sehr wohl, was sie will, und was sie insbesondere nicht will, ist, von seiner Hoheit, dem Eisernen Herzog, überrumpelt zu werden. Rhys Trahaearn ist zum einen ein körperliches Phänomen, denn er kam mit eisernen Knochen auf die Welt und ist ebenfalls Träger von Naniten, die bei ihm aber anders wirken. Zum anderen ist er ein ganz typischer Pirat und gewöhnt, sich zu nehmen, was er will. Das Rumsitzen im aus Dankbarkeit verliehenen Adelsstand schmeichelt zwar, ist aber auch ziemlich langweilig, weshalb der Mordfall und die anschließende Reise auf der Suche nach seinem ehemaligen Schiff eine sehr willkommene Abwechslung sind. Auch Mina will er sich nehmen, beißt aber über drei Viertel des Buches auf Granit, und es dauert eine ganze Weile, bis er merkt, dass er sie nicht will, weil er sie schlichtweg haben muss, sondern dass er sie um ihrer selbst willen will. Im Gegensatz zu anderen Romanzen stellt Meljean Brook die Annäherung zwischen Mina und Rhys zunächst nicht in den Vordergrund. Ihr Zusammensein fügt sich über den Kriminalfall und die damit verbundenen Ermittlungen zunächst in eine Reihe von Abenteuern ein, beispielsweise bei einer Begegnung mit Zombies (wenngleich ich Zombies trotz ihrer einleuchtenden Existenz in einer Steampunk-Romanze ziemlich deplatziert finde). Die Autorin stellt an verschiedensten Schauplätzen bei verschiedenen Anlässen zahlreiche Nebenfiguren vor. Mit von der Partie sind Frauencharaktere, die den Männern in nichts nachstehen. Allerdings wird damit die Lektüre nicht gerade einfacher. Nicht nur Begriffe, die man nur als Segel- bzw. Bootskundiger gleich beim ersten Lesen versteht, sondern auch die Handlungsstränge machen Die Eiserne See: Wilde Sehnsucht komplex, sodass man sich nicht scheuen sollte, zurückzublättern und Passagen ein zweites Mal zu lesen. Romance-Freunde, die gern erotische Begegnungen lesen, kommen erst im letzten Teil des Buches auf Kosten. Meljean Brook nimmt bei Intimitäten kein Blatt vor den Mund, wobei ihre Szenen zwar heiß sind, "steamy" allerdings eher die spannende, dynamische Gesamthandlung beschreibt. Leider gibt es eine Szene, bei der nicht auszuschließen ist, dass sie für einige Leserinnen das gesamte Buch zunichte macht. Darstellungen sexueller Handlungen, zu denen einer der Beteiligten nicht einwilligt, bzw. die trotz ausdrücklicher Weigerung einseitig fortgesetzt werden, sind immer kontrovers, und ich habe auf diese Passage sehr empfindlich reagiert, halte sie sogar nicht einmal für plotnotwendig. Das hätte anders gelöst werden können. Zugute halten kann man der Autorin allerdings, dass sie Rhys nicht nur umgehend mit einer Opiumspritze ausknockt, sondern ihm auch ordentlich ins Gewissen redet und er nicht nur vorgibt, seine Fehlverhalten zu verstehen. Zudem hat mich die Wortwahl im Deutschen gestört, wann immer es um den zuvor stattgefunden bzw. beabsichtigten Liebesakt ging. Dass Rhys in seiner rauhen Art keine Wattebällchen-Wortwahl an den Tag legt, ist zwar klar, aber angesichts des viktorianischen Settings erschien mir die erotische Sprache etwas zu modern. Auch wenn es zwischenzeitlich so aussieht, als könnte die Paarung Rhys/Mina zwar Leidenschaft, aber keine Liebesbasis finden, erhört die Autorin glücklicherweise den Wunsch des Romance-Lesers. Insgesamt betrachtet hat Meljean Brook mit Die Eiserne See: Wilde Sehnsucht einen ideenreichen, aber leider leicht überfrachteten Reihenauftakt vorgelegt, der zeigt, dass Steampunk Romance spannend und anregend sein kann, ohne in schmachtenden Kitsch abzugleiten. Die Fortsetzung Die Eiserne See. Flammendes Herz, die für Mai 2012 angekündigt ist, werde ich gern lesen. *Fazit:* *Bunt technologisierter, recht umfangreicher und komplexer Reihenauftakt mit Liebesgeschichte um Charaktere, die einander gewachsen sind, gepaart mit bildhaften Abenteuern und einer Prise unverblümter Erotik. Für LeserInnen, die um schmalzige Romantik einen Bogen machen und eher Spaß an Leseexperimenten haben.* *Gesamteindruck* *4 von 5 Punkten*

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  • Rezension zu "Die Eiserne See" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    katja78

    02. April 2012 um 13:46

    Spannender Auftakt bei "Die Eiserne See" Als Kriminalinspektorin Wilhelmina Wentworth zu einem Leichenfund gerufen wird, kann sie es kaum glauben. Der Fundort liegt bei einem der einflussreichsten Männern in England, dem Eisernem Herzog Rhys Trahaearn. Der Mann, der England einst von der "Horde " befreite und sie vom ersten Augenblick an begehrte. Inwiefern hat der Herzog mit der Leiche zu tun? Und was hat es mit der "Marcos Terror" auf sich, dem Schiff, das der Eiserne Herzog einst befehligte und dann der Marine übergab? Mina steht vor einer schwierigen Aufgabe... Die Autorin überzeugte mich mit einem sehr flüssigem Schreibstil und der erzeugten Dauerspannung. Langweilige Stellen kann man in diesem Buch lange suchen. Freue mich jetzt schon auf Band 2 dieser Romantic Fantasy Serie

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  • Rezension zu "Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. February 2012 um 20:47

    Inhalt: Vor 200 Jahren hat die Horde (also die Mongolen) die Menschen in Europa mit Hilfe mikroskopisch kleiner Apparate (Naniten), mehr oder weniger versklavt. Die Naniten nehmen Einfluss auf Körper und Geist. Das heißt sie unterdrücken Gefühle oder heizen diese an. Kontrolliert wurden die Naniten vom so genannten Turm. Neun Jahre zuvor hat der Pirat Rhys Trahaearn England von der Horde befreit, indem er eben diesen Turm kurzerhand in die Luft sprengte. Dafür wurde er in den Adelsstand erhoben und ist fortan der Eiserne Herzog. Als eine Leiche vor seiner Tür aus einem Luftschiff abgeworfen wird, wird die Kriminalinspektorin Mina Wentworth zum Tatort gerufen. Sie kommt zusammen mit dem Eisernen Herzog einer Verschwörung auf die Spur und schon bald befinden sie sich auf einer abenteuerlichen Jagd… Meine Meinung: Von Anfang an will Rhys nichts anderes, als Mina in sein Bett zu bekommen. Daraus macht er auch keinen Hehl und spielt mit offenen Karten. Auch Mina fühlt sich von ihm angezogen. Doch so einfach ist das alles gar nicht, denn beide haben noch immer unter den Auswirkungen der Schreckensherrschaft durch die Horde zu leiden. Wie beim Steampunk nicht anders zu erwarten, stößt man in diesem Buch auf allerhand wundersame Maschinen und Apparate. Die ganze Welt scheint dampfbetrieben zu sein. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. Allerdings wird man direkt auf der ersten Seite mit allerhand Begriffen überfallen, die sich zwar im Laufe der Geschichte erklären, doch wäre in meinen Augen gerade am Anfang ein Glossar hilfreich gewesen. Fazit: Als Auftakt einer Reihe hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich bleibe auf jeden Fall dran und bin schon auf den 2. Teil gespannt. Die Reihenfolge der einzelnen Bände: 1. Wilde Sehnsucht 2. Flammendes Herz (05/12)

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  • Rezension zu "Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    flower1984

    26. January 2012 um 12:13

    Es war das erste Buch im Steampunk-Genre für mich. Doch ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Dank des Glossar, welches ich vom Verlag zum Buch dazubekommen habe, konnte ich auch mit all den Bugs und Naniten und Boundern etwas anfangen :) Denn manche Wörter waren doch etwas gewöhnungsbedürftig und ohne Erklärung nicht leicht zu verstehen. Zum Inhalt kann ich nur sagen, dass ich doch sehr begeistert von der Story war, welche, trotz das es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, eine abgeschlossene Geschichte um die Hauptpersonen Mina und Rhys darstellt. Mina ist Inspektor und wirkt anfangs eher Abweisend gegenüber Rhys, dem eiseneren Herzog, wenn gleich auch fasziniert, als Sie auf diesen trifft um den Mord an einer bei ihm abgeworfenen Leiche aufzuklären. Rhys jedoch fühlt sich sofort zu Ihr hingezogen und lässt dann im Laufe des Buches nichts unversucht, Mina für sich und sein Bett zu gewinnen. In jeder sich ihm bietenden Situation auf der gemeinsamen Suche nach dem Mörder, macht er ihr klar, dass er großes Verlangen nach ihr hat und sie begehrt und sie ganz einfach haben muss. Mina jedoch war in der Vergangenheit Opfer sogenannter Orgien, welche sich in unserer Zeit mit Vergewaltigungen gleichsetzen lassen und hat so Ihre Schwierigkeiten, Ihre aufsteigenden Gefühle und Ängste in Bezug auf Rhys zu kontrollieren. Die ersten Annäherungsversuche scheitern oft. Der Leser fiebert mit, denn die sexuellen Spannungen bleiben nicht verborgen. Die Suche nach dem Mörder und dem gekaperten Schiff von Rhys, welcher früher als Pirat unterwegs war, entpuppt sich immer mehr als Abenteuer. Mit Witz, Charme und der inzwischen gewohnten Härte steigt die Spannung von Kapitel zu Kapitel. Ich mochte Mina von Anfang an und auch Rhys bin ich verfallen. Alles in Allem eine Gute Mischung aus Liebe, Abenteuer, Dramatik und Humor. Auf die Fortsetzung freue ich mich jetzt schon!

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  • Leserunde zu "Die Eiserne See" von Meljean Brook

    Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

    Daniliesing

    Mit "Die eiserne See" erscheint im November der Auftakt zu einer tollen romantischen Fantasyreihe bei Egmont Lyx. Neben einer spannenden Geschichte, die in England spielt und auf einem Mordfall sowie einer großen Verschwörung basiert, bietet das Buch natürlich genau die richtige Portion Romantik: "Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht." Die Autorin Meljean Brook trifft mit ihrem Buch in die Herzen ihrer Leser. Dieser Beginn einer fantastischen Steampunk-Reihe liegt genau im Trend und reißt durch die außergewöhnliche Story mit. Davon möchtet ihr euch selbst direkt einen Eindruck machen? Dann lest doch gleich in die Leseprobe rein: http://www.egmont-lyx.de/mediadaten/images/lyx/Leseproben/Brook_Die%20Eiserne%20See_01_LYX_Leseprobe.pdf Möchtet ihr euch mit dem Eisernen Herzog und Mina Wentworth auf ein richtiges Abenteuer begeben? Wir suchen nämlich 25 Testleser für "Die eiserne See", die gemeinsam in die Geschichte eintauchen, sich darüber hier in der Leserunde austauschen und nach dem Lesen eine Rezension schreiben möchten. Ihr habt Lust und Zeit? Dann bewerbt euch bis einschließlich 12. Oktober unter "Bewerbung & Bekanntgabe" der Gewinner für eines der 25 Bücher. Erzählt uns dabei, wieso ihr bei dieser Leserunde unbedingt dabei sein möchtet. Wir wünschen euch fantastische Lesestunden! ********************************** Die Gewinner sind: Yvo, Marie1990, niquemaus, jacqueline, Elena-Deveraux, miaowly, Letanna, Literatursammlerin, Hanna86, World_of_tears91, Rapunzeline, books_and_senses, Spatzi79, Violet Baudelaire, Anne_of_Green_Gables, ariella, Fjolamausi, Eeyorele, Keeweekat, MrsCookieleCake, Fake_Illusion, KleineMaus, Tru1307, Melanie87 , Gluecksklee

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