Mende Nazer , Dennenesch Zoude Sklavin

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Inhaltsangabe zu „Sklavin“ von Mende Nazer

Im Jahr 1992 erreicht der seit langem im Sudan wütende Bürgerkrieg auch die Heimat der 12-jährigen Mende vom Stamm der Nuba. Arabische Milizen fallen metzelnd über das Hüttendorf her und entführen die Dorfkinder, darunter auch Mende. Der Grund für diese Gefangennahme: Die jungen Menschen werden als Sklaven verkauft. Mende wird nach London geschickt, als Sklavin des sudanesischen Botschafters. Unglaublich aber wahr: Auch in einem westeuropäischen, freiheitlich demokratischen Land kann man Sklaven halten - kann sie einsperren, ausbeuten und zu seelischen Krüppeln machen. Eines Tages, als Mende längst mit Selbstmordgedanken spielt, bekommt sie eine einmalige Chance zur Flucht ... (Quelle:'Audio-Kassette')

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  • Rezension zu "Sklavin" von Mende Nazer

    Sklavin

    HeikeG

    18. April 2007 um 19:03

    Eine menschliche und politische Tragödie Sklavenhaltung, heute? Im 21. Jahrhundert? Nein, Kopfschütteln, es ist nicht vorstellbar, dass es so etwas noch geben kann. Doch genau davon erzählt Mende Nazer in ihrem erschütternden (Hör-)Buch "Sklavin". Die Ausdrucksweise ist recht einfach, aber das trägt nur dazu bei, dass sich der Hörer/Leser in jeder Situation genau in Mende hinein versetzen kann. Ob sie nun von einem gemütlichem Familienabend in vertrauter Atmosphäre berichtet oder ihre Todesangst und ihren Ekel schildert, als sie von dem Araber verschleppt wird - man hat jedes Mal das Gefühl, die Geschehnisse aus ihrer Sicht mitzuerleben. Am Ende hat man das Gefühl, Mende habe einem ihre Geschichte in einem ganz persönlichen Brief mitgeteilt. Man wird mit unmenschlicher Intoleranz, Macht, Habgier, Ignoranz und Gewalt konfrontiert, unter der tausende afrikanische Mädchen zu leiden haben, denen nicht nur ihre Kindheit und Jugend, sondern ihr ganzes Leben genommen wird. Den Autor Damien Lewis, britischer Journalist und ein Kenner der Verhältnisse im Sudan, hat Mende bei ihrer Flucht kennen gelernt. Er hat mit ihr zusammen diesen erschütternden Bericht über ihr Leben aufgeschrieben. Dennenesch Zoude liest mit sehr viel Einfühlvermögen die Geschichte von Mende Nazer. "Sklavin" ist ein (Hör-)Buch, das einen zu Tränen rührt angesichts der unglaublichen Qualen und Schmerzen, die einem Menschen zugefügt werden, wobei jegliches Selbstwertgefühl, jede Identität mit Füßen getreten wird.

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