Sie sind Halbschwestern, die am selben Tag geboren sind. Sie Haben den selben Vater und unterschiedliche Mütter. Sie kennen sich nicht bewusst und dennoch haben sie das Gefühl, dass da irgendetwas ist. Goldie versucht ihren kleinen Bruder durchzubringen, Liyana muss vielleicht heiraten, um ihre gesellschaftliche Stellung zu behalten. Bea liebt das Fliegen und Scarlet sorgt sich um ihre Großmutter. Und dann betritt Leo die Bühne. Was spielt er für ein Spiel? Immerhin bietet er Goldie seine Hilfe an. Dann gibt es noch dieses, was sich anfühlt wie träumen, aber nicht so richtig.
Bei diesem Roman handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie, wobei die anderen Bände soweit bekannt bisher nicht übersetzt sind. Vier Schwestern, die sich nicht kennen. Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag, an dem möglicherweise etwas passiert. Leo scheint mehr zu wissen, doch er hält sich zurück. Zunächst nimmt er mit Goldie Kontakt auf. Ihr möchte er schon vorher nahekommen. Die Mütter der Mädchen sind nicht mehr da, doch in der Erinnerung sind sie lebendig. Natürlich stellt sich die Frage nach dem Vater der Mädchen? Es ist schon ungewöhnlich, dass die vier Töchter am selben Tag Geburtstag haben.
Wenn man das Buch im Regal sieht, sind sowohl der Titel des Romans als auch der Name der Autorin phantasieanregend. Man denkt an eine Adaptierung von Grimms Märchen und an eine Gothic- Story. Doch das kommt irgendwie nicht so. Die Geschichte fängt gut einen Monat vorher an und dann wird jeder Tag relativ ausführlich bearbeitet, für den Showdown bleibt dann recht wenig übrig. Wenn es Anspielungen auf Märchen gibt, dann laufen die an einem vorbei oder man kennt die Gebrüder Grimm nicht gut genug. Und dann kommt man so ins Nachdenken und schaut, was es zu dem Roman sonst noch zu erfahren gibt. Da in der deutschsprachigen Ausgabe keinen Hinweis auf weitere Bände gibt, ist das dann genau der Moment, in dem man das merkt. Und das ist dann auch der Moment, in dem man das Interesse am Weiterlesen verliert. Zumindest, wenn einen die Handlung vorher schon nicht so begeistert hat. Woran das wiederum liegt, kann man nicht so genau sagen. Irgendetwas ist eigenartig beim Lesen und dann möchte man nicht mehr. Und dann überlegt man sich, dass man die Zeit auch mit einem spannenderen Buch verbringen kann.
Ein Buch, das man selbst nicht beendet hat, an dem andere aber sicher ein größeres Lesevergnügen finden werden.
2,5 Stern




