Mercedes Lauenstein Nachts

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Inhaltsangabe zu „Nachts“ von Mercedes Lauenstein

Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, doch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit - Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist. „Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr viel klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ Ich schweige. Wir gucken zum Fenster hinaus und sehen uns selbst. In der Spiegelung treffen sich unsere Blicke. Dann sagt er: „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen."

Wunderbares, nachdenkliches, verträumtes Buch.. der Nacht gewidmet.

— ClaraOswald
ClaraOswald

Geschichten über Nachteulen f.Nachteulen - manchmal traurig,berührend,kurios oder einfach um sich nachts nicht mehr ganz so einsam zu fühlen

— Ambermoon
Ambermoon

Ein wunderbares Buch für Nachteulen, Tagträumer und alle anderen.

— hannipalanni
hannipalanni

Unbedingt lesen!

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf

Ein wunderbar feinfühliges, melancholisches Buch, das man am bestens an einem lauen Frühlingsabend am offenen Fenster lesen sollte.

— aylareadsbooks
aylareadsbooks

Die Geschichten haben eine Sogwirkung. Man will die Nachtmenschen kennenlernen. Ich konnte fast nicht mehr aufhören zu lesen.

— Buecherwurm1973
Buecherwurm1973

25 Geschichten über Menschen, die sich dem Lauf der Welt verweigern. Und über eine junge Frau, die sich beharrlich den Abgründen stellt...

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

Begegnungen in der Nacht - Spotlights in das Leben nachtwandelnder Menschen...

— parden
parden

Ein atmosphärisches Debüt, das anhand vieler kleiner Geschichten zeigt, dass die Nacht viel mehr ist als nur maximale Dunkelheit.

— muchobooklove
muchobooklove

Interessante Grundidee, die mir aber in der Umsetzung zu fahrig ist.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

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    Nachts
    Ambermoon

    Ambermoon

    27. April 2017 um 13:27

    Es gibt Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles wie tot ist und sie drinnen auf sich selbst zurückgeworfen sind. Was tun diese Menschen in den Stunden der Nacht? Was hält sie vom Tag fern und zieht sie zur Dunkelheit hin?In "Nachts" werden sie von einer geheimnisvollen jungen Frau in ihrer Einsamkeit gestört. Sie klingelt an den Türen der Wachenden, sie findet Einlass in ihre Wohnungen, sie trinkt mit ihnen Bier und heißen Apfelsaft und Milch mit Whiskey, sie hört ihnen zu, sie teilt Zigaretten mit ihnen, sie blickt aus dem Fenster mit ihnen. Doch niemals fällt sie ein Urteil über sie.[...]25 Geschichten über Menschen, die sich dem Lauf der Welt verweigern. Und über eine junge Frau, die sich beharrlich den Abgründen der Nacht stellt....(Klappentext / verkürzt)                                     -----------------------------Ich war schon immer nachtaktiv, schon als Kind, sehr zum Leidwesen meiner Mutter. Die Nacht hat für mich etwas beruhigendes, mystisches und da werde ich erst so richtig wach. Ich liebe die Nacht und ich mag es nachts spazieren zu gehen, zu beleuchteten Fenstern hochzusehen und mir Geschichten über die Menschen dahinter auszudenken oder einfach nur um zu rätseln weshalb diese wohl noch wach sind.Dieses Buch zeigte mir, dass ich vielleicht gar nicht so plemplem bin wie ich dachte, denn wie ich wandert die Hauptprotagonistin durch die Nacht und sieht zu beleuchteten Fenstern empor. Der einzige Unterschied ist, dass sie diese Leute hinter diesen hellen Fenstern besucht und sich ihre Geschichten anhört.Diese sind manchmal traurig, berührend oder kurios, aber alle regen in gewisser Weise zum Nachdenken an und es haftet an ihnen eine gewisse Melancholie.Den Namen der Hauptprotagonistin erfährt man nicht, auch nicht weshalb sie durch die Nacht streift und Schlaflose besucht. Man kann nur vermuten, dass dies aus einer Mischung aus Neugierde, Einsamkeit und aus der Not heraus besteht.Das Buch liest sich wie ein Tagebuch und besteht aus Aufzeichnungen über ihre Besuche bei den jeweiligen Menschen. Dies passiert auf eine sehr ruhige und wertfrei Art und Weise.Im Großen und Ganzen sind diese Menschen nur Randfiguren, die für einen kurzen Moment in den Mittelpunkt gerückt werden. Man lauscht einfach nur ihren Geschichten, die so verschieden sind und doch auch wieder viel Gemeinsames aufweisen.Der Schreibstil ist flüssig, schnörkellos und jugendlich. Der Erzählstil, wie schon erwähnt, ruhig, etwas melancholisch und nachdenklich.Fazit:Ein sehr ungewöhnliches Buch welches aus der Masse heraussticht. Ein Buch über Nachteulen (manche freiwillig, andere unfreiwillig) für Nachteulen. Ein Buch, welches man in einer schlaflosen Nacht aus dem Regal zieht, um eine Geschichte zu lesen, um daran erinnert zu werden, dass man nicht der einzige Mensch ist der nachts hellwach ist, jeder Probleme hat, welche einem den Schlaf rauben, oder um sich einfach ein bisschen weniger einsam zu fühlen.Obwohl wenig passiert, übte dieses Buch einen ganz speziellen Sog auf mich aus, sodass ich es nicht aus den Händen legen konnte und es mich durch einer meiner schlaflosen Nächte begleitete.Für alle die ungewöhnliche Lektüre mit ruhigen und melancholischen Tönen lieben und/oder Nachteulen, ob einsam oder nicht, ob freiwillig oder unfreiwillig, kann ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Begegnungen in der Nacht...

    Nachts
    parden

    parden

    BEGEGNUNGEN IN DER NACHT... Es gibt Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles wie tot ist und sie drinnen auf sich selbst zurückgeworfen sind. Was tun diese Menschen in den Stunden der Nacht? Was hält sie vom Tag fern und zieht sie zur Dunkelheit hin? In diesem Buch werden sie von einer geheimnisvollen jungen Frau in ihrer Einsamkeit gestört. Sie klingelt an den Türen der Wachenden, sie findet Einlass in ihre Wohnungen, sie trinkt mit ihnen Bier und heißen Apfelsaft und Milch mit Whiskey, sie hört ihnen zu, sie teilt Zigaretten mit ihnen, sie blickt gemeinsam mit ihnen aus dem Fenster. Doch niemals fällt sie ein Urteil über sie... "Ein Auge. Im Türspalt. Schwarzer Wimpernkranz. Eine Frau. Sie trägt so was wie einen Schlafazug, Jersey-Stoff, grau. 'Hallo', flüstere ich und sage auf, was ich mir beim Hinaufgehen ausgedacht habe. 'Ich möchte nicht stören, aber ich besuche Menschen in der Nacht, unangekündigt, und möchte daraus eine Forschung machen, also über die Nacht, über das Wachsein. Ich weiß, ich seh nicht so aus, aber draußen regnet es. Darf ich reinkommen?'" (S. 11) Eine verrückte Idee ist das. Nacht für Nacht streift diese junge Frau durch die Straßen der Stadt und hält Ausschau nach erleuchteten Fenstern, um dann dort zu klingeln und um Einlass zu bitten. Nicht jeder macht ihr auf, wie man zwischendurch erfährt, manchesmal wird sie beschimpft, aber immer wieder öffnen sich ihr Türen. Von 25 Begegnungen in der Nacht berichtet dieses Buch aus der Sicht der Erzählerin, 25 Einzelschicksale, 25 Spotlights in das Leben nachtwandelnder Menschen... "Also hab ich einen Job als Zeitungsauslieferer angenommen (...) Toll war das, ein frühes Aufstehen (...) Man wird so herrlich in Ruhe gelassen. Nichts lärmt, kein grelles Licht, keine Menschen. Jeden Morgen spektakuläre Sonnenaufgänge, wilde Wolkenkombinationen in rot, gold, lila. Kann man einfach vor sich herfahren mit dem Rad, quer durch die Sommernacht, und aus den Fahrradtaschen riecht es nach feuchter Druckerschwärze..." (S. 23) Eine tolle Idee ist das. Nach einer kurzen Beschreibung der Wohnsituation und des Äußeren der- oder desjenigen, den die Erzählerin in der jeweiligen Geschichte aufsucht, setzt sich die junge Frau leise in eine Ecke und lässt den anderen erzählen. Sie möchte erfahren, was der Grund ist dafür, dass diese vereinzelten Menschen nachts nicht schlafen, fragt interessiert aber nicht voyeuristisch nach den Geschichten hinter den Menschen und bekommt diese in ihrer nachtschwarzen Essenz zu hören. Durch die unaufdringliche Art der jungen Frau lassen die aufgesuchten Menschen ihren Gedanken freien Lauf, wie das eben nachts so häufig ist. Eine tiefe Einsamkeit lauert da hinter den meisten Geschichten, sich hier auf so vielfältige Arten präsentierend. Und auch die Erzählerin strahlt diese Einsamkeit aus, auch wenn man kaum einmal etwas von ihr erfährt. "Siehst du, so früh wird es jetzt hell (...) Im Sommer bin ich gern nachts wach. Im Winter nicht, da schaue ich, dass ich früh ins Bett komme (...) Im Winter ist die Dunkelheit trauriger, irgendwie dichter, zäher. Im Sommer ist sie feiner, da ist die Luft ganz anders, wie mit Kohlensäure versetzt, und die Stunden zwischen Sonnenuntergang und -aufgang sind dermaßen kurz, dass man sie wie aus Versehen durchwacht." (S. 97) Eine außergewöhnliche Sammlung von Kurzgeschichten umfasst dieses Buch, zusammengehalten von der Idee der Nacht. Ich fühlte mich von Titel und Klappentext gleich angesprochen, da ich sie auch kenne, die schlaflosen und nicht enden wollenden Nächte oder aber auch die kreativen Stunden der Dunkelheit. Ich würde mir in die Hose machen, sollte es zu nachtschlafender Zeit bei mir klingeln - und ganz gewiss würde ich dann niemanden in die Wohnung lassen. Aber beim Lesen der Geschichten kam doch vereinzelt die Idee hoch, dass ich dann auch etwas verpassen könnte. "Soll ich ihm sagen, dass ich es mag, dass die meisten Menschen nachts allein sind, wie ich es immer bin, und dass ich hoffe, mich nicht mehr so allein zu fühlen, wenn ich ihnen in dieser Einsamkeit begegne?" (S. 187) Es empfiehlt sich, die Berichte der nächtlichen Besuche auch nachts zu lesen - denn dann passt die Stimmung, stören keine Lichter, keine Geräusche, nichts, was noch eben erledigt werden müsste. Sondern man sitzt gemeinsam mit der fremden Erzählerin in fremden Wohnungen und lauscht den Geschichten fremder Menschen, die manchmal irritieren, manchmal berühren und einem in jedem Fall einen Einblick in das Menschsein geben. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, oftmals schlägt Mercedes Lauenstein in ihrem Debüt einen leichten,  etwas belustigten Ton an, der die nächtliche Dunkelheit nicht zu drückend erscheinen lässt. Eine tolle Entdeckung! © Parden

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    parden

    parden

    10. February 2016 um 00:56
    parden schreibt Oh, hier habe ich - glaube ich - gleich zwei passende Bücher: Ein untadeliger Mann von Jane Gardam Nachts von Mercedes Lauenstein

    Nachts von Mercedes Lauenstein ist gelesen! http://www.lovelybooks.de/autor/Mercedes-Lauenstein/Nachts-1178535340-w/rezension/1222228770/

  • Nachts

    Nachts
    Seehase1977

    Seehase1977

    03. December 2015 um 11:12

    Klappentext: Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, doch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit - Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist. „Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr viel klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ Ich schweige. Wir gucken zum Fenster hinaus und sehen uns selbst. In der Spiegelung treffen sich unsere Blicke. Dann sagt er: „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen." Nachts, wenn normalerweise alles schläft, wandert eine junge Frau durch München und hält Ausschau nach beleuchteten Fenstern und nach Menschen, die auch wach sind, genau wie sie. Wenn sie dann fündig wird, bittet sie die Nachtaktiven um ein Gespräch in deren Wohnung, die meisten stimmen zu und die junge Frau bekommt oft tiefe und intime Einblicke in das Leben dieser Menschen. Ob Mann ob Frau, ob alt oder jung, egal welche Nationalität, alle erzählen der Frau ihre Geschichte…. „Nachts“ von Mercedes Lauenstein ist ein außergewöhnliches Buch, schon allein deshalb, weil es sich keinem bestimmten Genre zuordnen lässt. In 25 Kapiteln lässt die Autorin verschiedene Menschen ihre Geschichte erzählen. Das Besondere daran? Die Menschen erzählen sie nachts, wenn normalerweise alles schläft und Ruhe über der sonst so geschäftigen und lauten Stadt liegt. Und alle haben ihre ganz eigenen Schicksale hinter sich und befinden sich mitten drin. Sie alle erzählen ihre Geschichte einer jungen Frau, die Hauptprotagonistin wenn man so will, die im Dunkeln der Nacht durch die Gegend streift und Gesprächspartner sucht und über die der Leser so gut wie nichts erfährt. Das fand ich persönlich etwas schade, erst ganz zum Schluss bringt die Autorin etwas Licht ins Dunkel und als Leser kann man nun seiner Fantasie freien Lauf lassen, welche Geschichte wohl die Hauptprotagonistin zu erzählen hätte. Jede dieser Erzählungen war auf ihre Weise interessant und oft hätte ich gerne noch weitergelesen, doch jedes Kapitel beginnt mit einer neuen Geschichte und die, die zurückbleibt, lässt alles offen. Ein Buch das flüssig geschrieben und leicht zu lesen ist und oftmals zum Nachdenken anregt. Für alle, die mal etwas ganz anderes lesen möchten gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung.

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  • Nachts

    Nachts
    eulenmatz

    eulenmatz

    17. November 2015 um 16:21

    Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, doch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit - Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist. „Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr viel klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ Ich schweige. Wir gucken zum Fenster hinaus und sehen uns selbst. In der Spiegelung treffen sich unsere Blicke. Dann sagt er: „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen." (Quelle: amazon.de) Wir begleiten die Protagonistin auf ihren nächtlichen Streifzügen durch München zu 25 unterschiedlichen Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts. Fast immer wird die junge Frau ohne Probleme rein gelassen. Das anfängliche Misstrauen legt sich schnell und ihr wird Einlass gewährt. So erfährt der Leser von unterschiedlichsten Personen, warum sie nachts wach sind. Über die junge Frau dagegen erfährt man so gut wie nichts, weder ihren Namen noch sonst eine Information über Wohnort etc. Im Verlauf des Romans wird deutlich, dass sie noch relativ jung ist und allen Anschein nach einsam ist, genau wie einige Menschen, bei denen sie zu Besuch sind. Es ist deutlich spürbar, dass sich viele freuen, dass sie nach den Gründen ihres nächtlichen Wachbleibens fragt und sie besucht. Es ist spürbar, dass bei vielen großer Bedarf ist zu reden. Endlich fragt mal einer. Oft ist es weniger ein Gespräch, als ein Monolog. 25 verschiedene Menschen und 25 verschiedene Geschichten, die einen erheitern und nachdenklich machen. 25 Menschen, die alle irgendwie einsam erscheinen und diese Einsamkeit in den Mantel der Nacht zu hüllen. Der Schreibstil ist klar und dennoch schwingen viele Töne zwischen den Zeilen. Die Kapitel sind oft nur kurz, aber in ihrer Wirkung gewaltig. Auch wenn es hier keinen wirklichen Spannungsbogen gibt, lässt einen die Atmosphäre des Buches nicht mehr los. Noch besser klappt dies, wenn es nachts bzw. spät abends liest. Ich selbst bin kein Nachtmensch, doch konnte ich die Stille und Klarheit, die man wohl auch nur in der Nacht fühlen kann, beim Lesen so klar fühlen als wäre ich selbst bei den Besuchen mit dabei. Das Debüt von Mercedes Lauenstein lässt keinem Genre zu ordnen. Die Idee ist einzigartig. Mir hat dieses kleine, schmale Buch wahnsinnig gut gefallen und ich hätte die Protagonistin gerne noch weiter auf ihren Streifzügen begleitet, denn leider waren die knapp 200 Seiten schnell vorüber. Ganz klar Leseempfehlung für dieses außergewöhnliche Buch!

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  • Buchtipp

    Nachts
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    03. October 2015 um 10:37

    Mit „Nachts“ legt Mercedes Lauenstein ein ungewöhnliches, leises und doch berührendes Debüt vor. Ihre klare, nachdenkliche Sprache schafft es, Philosophisches so unanstrengend zu verpacken, dass ich es auch nach einem 10 Stunden-Arbeitstag noch gut lesen konnte. Die Art des Spannungsaufbaus, den Mercedes Lauenstein in „Nachts“ wählt, ist so ungewöhnlich wie ihre Charaktere. Besonders angetan hatte es mir aber vor allem das Ende, das mich schließlich ganz für „Nachts“ einnahm. Worum geht es? Eine junge Frau streift regelmäßig durch die dunkle Stadt auf der Suche nach den letzten Wohnungen, in denen noch Licht brennt. Sie klingelt an fremden Haus- und Wohnungstüren, um zu erfragen, warum die Personen nachts wach sind. So erhält sie zum Teil sehr intime Einblicke in fremde Leben. Dabei scheint es jedoch etwas ganz anderes zu sein, dass sie eigentlich sucht. Warum habe ich es gelesen? Hauptsächlich war es das Cover, das mich auf das Buch aufmerksam werden ließ. So schlicht es auch zunächst erscheint; so gelungen ist doch die Gesamtkomposition. Das tiefe Blau erinnert an das Dunkel der Nacht und verbreitet eine angenehmere Atmosphäre als es ein reines Schwarz getan hätte. Die Buchstaben des Titels, der im Mittelpunkt des Covers steht, scheinen zwischen halb geschlossenen Lamellen-Jalousien hervorzuluken. Das Ganze wirkt sehr klinisch, steril und frei von jeder Emotionalität. Außerdem hatte ich auf Twitter und Instagram einige begeisterte Kommentare in meiner Timeline. – Mit dem eigentlichen Inhalt hatte ich mich im Vorfeld wenig beschäftigt. Wie war mein erster Eindruck? Der Aufbau des Buchs überraschte mich zu Beginn etwas. Mercedes Lauenstein erzählt in „Nachts“ nicht in der klassischen Romanform, die ich erwartet hatte, sondern präsentiert dem Leser lediglich die reinen Aufzeichnungen der jungen Frau über ihre nächtlichen Besuch und Gespräche. Jeder dieser kurzen Abschnitte des Buchs beginnt mit dem Wochentag und der Uhrzeit ihres spontanen Besuchs. Daher dachte ich zunächst, es handele sich um einen Tagebuch-Roman. Anschließend werden jedoch die Wohngegend, das Haus, die Wohnung und die Person, die dort lebt beschrieben, bevor das eigentliche Gespräch dargestellt wird. Durch das Fehlen jeder persönlichen Wertung wirkt dies insgesamt, als läse man klinische oder wissenschaftliche Aufzeichnungen. Mercedes Lauenstein stellt diese Beschreibungen vollkommen lose nebeneinander. Einen erzählerischen Rahmen, der die einzelnen Besuchsaufzeichnungen in einen größeren Gesamtkontext einbetten würde, gibt es nicht. Diesen muss sich der Leser durch aufmerksames Verfolgen des Textes selbst erarbeiten. Obwohl ich eigentlich keine besonders große Freundin von Tagebuch- und/oder Briefromanen bin, hat mir dieses ungewöhnliche Konzept gut gefallen. Wie fand ich die Charaktere? Auch in diesem Punkt ist „Nachts“ ein Kuriosum, denn die einzige Hauptperson und figürliche Konstante des Buchs ist die Aufzeichnerin selbst, die sich jedoch so wertungsneutral verhält und selbst zurücknimmt, dass man nur sehr wenig über sie erfährt. Lediglich aus zarten Andeutungen bekommt der Leser eine leise Ahnung davon, dass mehr hinter den nächtlichen Besuchen stecken könnte, als zunächst vorgegeben wird. Genau diese detektivische Rechercheaufgabe, die Mercedes Lauenstein ihren Lesern aufgibt, machte das Buch so interessant. Dies ist das eigentliche verbindende Element, das mich als Leserin bei der Stange hielt. Die restlichen Charaktere sind ausnahmslos Randfiguren, denen jeweils nur ein paar Seiten gewidmet werden. Dennoch rückt sie Mercedes Lauenstein in „Nachts“ in den Mittelpunkt. In knappen, kurzen Sätzen beschreibt sie beeindruckend plastisch und präzise, wer der Erzählerin zur nächtlichen Stunde die Tür öffnet und damit einen einzigen, kurzen Einblick in ihr Leben gewährt. Von der alleinerziehenden Mutter über den Bäcker im Ruhestand und den Dauerstudierenden bis hin zu vollkommen skurrilen Personen ist alles dabei. Und genauso bunt wie die Personen selbst, sind auch die Gründe für ihr nächtliches Wachen. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam: sie unterwerfen sich nicht dem üblichen Rhythmus unseres Lebens. Ihr nächtliches Wachen – ob nun freiwillig oder gezwungen – macht sie zu Außenseitern. Den Raum, der ihnen in „Nachts“ eingeräumt wird, macht mal nachdenklich, mal traurig, mal philosophisch, und manchmal auch einfach nur ratlos oder sogar ein bisschen Angst. Mir haben diese kurzen Begegnungen und Einblicke gut gefallen. Wie fand ich den Schluss? Der Schluss konnte mich dann noch einmal so richtig aus dem Sessel reißen. Hier wird dann endlich die Identität der Aufzeichnerin verraten. Und obwohl es eher beiläufig geschieht, gelingt hier ein wahre Überraschung, denn Erzählerin stellt sich – so viel sei verraten – als jemand ganz anderes heraus, als ich während meiner Spurensuche im Text eigentlich dachte. Auch gehört einer Gruppe an, die in unserer Gesellschaft eine Außenseiterrolle einnimmt. So schließt sich am Schluss nicht nur auf eine schöne Weise der Kreis; mich stimmte „Nachts“ auch etwas nachdenklich. Gerade das Ende beschäftigte mich, auch nachdem ich die Lektüre beendet hatte, noch eine Weile. Wie fand ich das Buch insgesamt? Mit „Nachts“ ist Mercedes Lauenstein ein ungewöhnliches Debüt gelungen, das ganz ohne große Dramatik und Getöse Aufmerksamkeit erzeugt, ohne langweilig oder trivial zu wirken. Durch die klaren, leisen Worte, die sie für ihre Figuren findet, hebt sich das Buch angenehm von der Masse an Neuerscheinungen und Debüts ab. Es spricht etwas Nachdenkliches, Philosophisches aber auch Intimes, Zartes und Verletzliches aus Mercedes Lauensteins Text. Gleichzeitig wirkt er jedoch leicht und unangestrengt und lässt sich angenehm lesen, auch wenn man wie ich nach einem 10 Stunden-Arbeitstag noch einmal zum Buch greift. Die Nacht, so erkannte ich, gehört jenen, die den üblichen Rhythmus des Lebens verloren haben und nun auf einen neuen Tag, einen neuen Anfang warten.

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  • Die beeindruckende Nacht

    Nachts
    Bambisusuu

    Bambisusuu

    24. September 2015 um 11:17

    Das Buch "Nachts" ist außergewöhnlich geschrieben. Kaum so ein Buch habe ich gesehen und das macht es wahrscheinlich so besonders. In eine bestimmte Genre kann man es nur schwer einordnen. Es geht um eine junge Frau. Sie selbst ist gleichzeitig die Hauptperson und trotzdem erfährt man kaum was um sie. Sie scheint die Nacht zu lieben und zieht nachts durch die Häuser in München. Das Cover hat mich zuerst angesprochen. Es wirkt auf eine Art und Weise mysteriös und spannend. Die Verbindung mit der Nacht entsteht schnell durch den dunklen Blauton. Die Protagonstin reist jede Nacht durch München. Das Buch besteht aus 25 Kapitel und jedes Kapitel handelt von einer Geschichte. Denn die junge Frau möchte nicht die Schlafenden wecken, sondern die Wachen besuchen. Dabei trifft sie auf ganz unterschiedliche Begegnungen und Charakter. Sie sucht nach Antworten und den erleuchteten Fenster. Die Nacht wird als Zeit der Einsamkeit bezeichnet und beeindruckt einen sehr, wie viele Menschen dabei diese Zeit wach verbringen. Immer wieder hört sie verschiedene Situationen und Gründe, die zur wachen Nacht werden. Denn nicht für alle ist die Nacht ein stiller Moment. Sondern die Nacht ist das Leben... Meine Meinung: Dieses Buch war am Anfang schwer nachzuvollziehen. Jedes Kapitel handelt von einer Person, die die junge Frau begegnet. Meistens erfährt man nicht viel über jede Person, da die Kapitel sehr kurz sind. Es sind Einblicke in die Nacht. Bis zum Ende weiß man kaum etwas über die Hauptdarstellerin. Sie scheint sehr einsam zu sein und teilweise berrühren einen auch die Geschichten der Menschen. Wie schon erwähnt bleibt die Hauptdarstellerin durch die Ich-Perspektive überwiegend im Hintergrund. Sie möchte nur die anderen Menschen befragen, aber möglichst von sich nichts erzählen. Es wurde in einem tollen Schreibstil verfasst und lässt sich gut und einfach lesen. Die Geschichten wecken Interesse und Lust auf mehr. Hin und wieder lassen die Geschichten einem auch zum Nachdenken anregen. Die Gegend in München hat die Autorin gut beschrieben. Auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten sind interessant und jeder anders auf seine Art und Weise. Mercedes Laudenstein hat es geschafft ein Buch zu verfassen, das es so auf die Art noch gar nicht gibt. Ich würde es als einzigartig beschreiben und bin begeistert. Deswegen ist es einfach 5 Sterne wert! Man darf sich von der Handlung nicht abschrecken lassen und sollte das Buch auf jeden Fall mal gelesen haben. :-)

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  • Das Buch für alle Liebhaber der Nacht.

    Nachts
    jess020

    jess020

    09. September 2015 um 18:35

    “Nachts” ist der Debütroman von Mercedes Lauenstein. Darin erzählt sie gleich mehrere Geschichten – die Geschichten diverser Nachtmenschen… Jede Nacht läuft sie durch die Straßen Münchens und hält Ausschau nach brennenden Lichtern in den sonst dunklen Fenstern. Entdeckt sie eine Wohnung, hinter deren Fenster noch jemand wach ist, klingelt sie. Und so erfährt sie die verschiedensten Geschichten, wieso die unterschiedlichsten Menschen mitten in der Nacht oder auch bereits früh morgens schon oder noch wach sind. All diese Geschichten bewahrt sie in ihrem Notizbuch auf… “Sie mag die Nacht, sagt sie. Sie mag es, in der Stille zu sitzen, wenn alle anderen schlafen und alles bedeutungslos erscheint.” – Seite 161 Ich selbst bin ganz klar ein Nachtmensch. Bin gerne nachts wach, bin nachts weitaus fitter und aktiver als tagsüber oder gar vormittags. Insofern war ich sofort neugierig, als ich diesen Roman entdeckte, fühlte mich gleich angesprochen. Auch mit vielen Erzählungen konnte ich mich gut identifizieren. Außerdem – alleine das stimmungsvolle Cover vermittelt doch sofort die richtige, nächtliche Stimmung. Überhaupt gefiel mir diese Idee, Menschen nachts in ihren Wohnungen aufzusuchen und sie zu befragen, sehr gut. Auch dass es im Grunde keine einzige Handlung gibt, sondern die Handlung aus vielen Kurzgeschichten besteht, war eine sehr willkommene Abwechslung der Lektüre. Und auch wenn dieses Buch lediglich 195 Seiten enthält, habe ich dem Verhältnis nach recht lange zum Lesen benötigt  – aus dem einfachen Grund, dass es absolut empfehlenswert ist, diesen Roman auch wirklich nur nachts zu lesen. Nachts, wenn man gefühlt als Einzige noch wach ist, alles um einen herum vollkommen still ist, ist die Atmosphäre für Lauensteins Nachts-Geschichten absolut perfekt. Was mir noch unheimlich gut an diesen Geschichten gefallen hat: sie haben eine so beruhigende, unaufgeregte Wirkung. Obwohl jede einzelne Geschichte sich von der anderen unterscheidet, hat die Autorin einen sehr angenehmen Schreibstil. Ich merke beim Lesen direkt, wie wohl ich mich mit der Erzählung fühle und es war wirklich eine sehr willkommene Abwechslung, etwas so Authentisches, Alltägliches zu lesen. Denn neben dem wunderbaren Schreibstil der Autorin sind auch die jeweiligen Einblicke in die diversen Leben der Menschen absolut alltäglich. So sind diese einzelnen Lebensgeschichten nicht immer schön und lebensfroh, sondern auch mal traurig, einsam oder verwirrend. Genauso wie es auch im wahren Leben eben ist. Mit “Nachts” hat Mercedes Lauenstein ein sehr lesenswertes Debüt erschaffen, welches man insbesondere als Nachtmensch ganz klar lesen sollte. Jedoch auch, wenn man nicht unbedingt ein Freund der Nacht ist. Aber trotzdem bitte auf jeden Fall nachts lesen. 

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  • Atmospährisch und beeindrucken

    Nachts
    raven1711

    raven1711

    30. August 2015 um 21:37

    Inhalt aus dem Klappentext: Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, doch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit - Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist. Meinung: Wie die Inhaltsangabe schon verrät, begleiten wir in diesem Buch eine junge Frau, die nachts an fremden Türen klingelt, wenn sie sieht, dass dort noch Licht brennt. So begegnet sie 25 sehr unterschiedlichen Menschen, die jeder für sich einen anderen Grund hat, noch wach zu sein. Da ist z. B. die junge Mutter, die ihr Kind stillt, dort der ehemalige Bäcker, der auch im Ruhestand seinen Arbeitsrhythmus nicht ablegen kann. Aber auch die Einsamkeit, Angst und Zweifel begleiten diese Menschen in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Die Protagonistin zu beschreiben ist nicht einfach. Man merkt, dass sie sehr einsam ist und es scheint Gründe zu geben, warum sie nachts nicht wie alle anderen Menschen schlafen möchte. Doch die Autorin hält sich mit Informationen zu der Frau zurück, deutet nur an und überlässt es dem Leser, sich selber ein Bild von ihr zu machen. Das fängt schon damit an, dass man nicht einmal den Namen der Frau erfährt. Diesen Ansatz fand ich wirklich spannend. Mercedes Lauenstein hat hier ein wirklich bemerkenswertes Buch geschrieben. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, was hinten den Fenstern der Stadt vor sich geht, wenn er nachts einsame Lichter in den Fassaden erblickt? Wortgewandt, detailliert, aber nicht zu verspielt ist Mercedes Lauensteins Schreibstil. Sie schafft es mühelos die einzelnen Szenen vor meinem Auge entstehen zu lassen, so dass man ich mir bildlich jede Wohnung, jede Person vorstellen konnte. Die Kapitel sind kurz gehalten und die Ich-Perspektive erlaubt es uns, immer wieder kurze Einblicke in die Gedanken der jungen Frau zu bekommen. Dabei stellt sich bis zum Ende die Frage, was genau diese Frau antreibt und was ihre Hintergründe sind. Das Ende des Buches lässt einen nachdenklich zurück und wirkt lange nach. Fazit: "Nachts" ist ein wirklich bemerkenswertes Buch, das sich mit seinem tollen Schreibstil und seiner ungewöhnlichen Thematik hervorhebt. Die Geschichten der Menschen machen nachdenklich, berühren und wirken lange nach. Am besten liest sich dieses Buch übrigens nachts, denn dann ist das Buch noch atmosphärischer ;-) Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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  • Nachts

    Nachts
    -sabine-

    -sabine-

    30. August 2015 um 17:22

    Mich hat vor allem das nachtblaue, schlichte und einfache Cover angesprochen, der Klappentext hat mich zudem neugierig auf den Inhalt gemacht – denn er klingt nach einer besonderen Geschichte. Und das ist es auch – eine besondere Geschichte. Eine junge Frau streift nachts durch die Straßen und klingelt dort, wo noch Licht im Fenster zu sehen ist. Sie sei Forscherin und interessiere sich dafür, warum Menschen nachts nicht schlafen. Bei 25 Personen wird sie eingelassen – und in 25 Kapiteln von meist nur wenigen Seiten bekommt man Einblick in die verschiedensten Schicksale, in unterschiedliche Wohnungen und Lebensweisen. Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die man so kennenlernt – es sind Männer wie Frauen, Alte und Junge, manche scheuen die Dunkelheit, manchen bietet sie Schutz – doch irgendwie sind sie alle einsam und jeder hat eine eigene Geschichte, die er gerne und bereitwillig erzählt. Ich fand es toll, in so viele verschiedene Leben Einblick zu erhalten, und auch wenn die Kapitel nur kurz waren und die Zeit, die die Ich-Erzählerin bei diesen Nachtmenschen verbringt oft nur wenige Momente und selten einige Stunden waren, habe ich doch so vieles über sie erfahren. Bereitwillig haben sie erzählt, warum sie nachts wach sind, von ihren Ängsten und Träumen, von der Vergangenheit und auch der Zukunft. Es hat mich beeindruckt, wie die Autorin jede einzelne Figur auf nur wenigen Seiten in einer solchen Intensität dargestellt hat, dass man meint, sie genau zu kennen, ein Bild von ihr vor Augen zu haben und man denkt, sich in der Wohnung genau zurechtzufinden. Jeden umgibt eine ganz eigene Aura, eine besondere Atmosphäre – und die habe ich beim Lesen gespürt und genossen. Und auch wenn die Stimmung oft traurig und melancholisch war, habe ich mich dennoch beim Lesen sehr wohl gefühlt. Nur eine Figur ist mir bis zum Schluss fremd geblieben – die der Protagonistin und namenlosen Ich-Erzählerin, mit der man als Leser durch die Nacht zieht. Von ihr erfährt man am wenigsten, nur ab und an blitzen mal ihre Gedanken durch und selbst am Ende, als sie selbst aufgefordert wird, die Frage nach der Nacht zu beantworten, kommt man ihrer Wahrheit nicht auf die Spur. Und obwohl sie mir so fremd geblieben ist, habe ich sie irgendwie ins Herz geschlossen und die nächtlichen Streifzüge mit ihr genossen. Die Sprache im Buch ist klar und präzise, zumindest in den einleitenden Worten, mit denen jedes Kapitel beginnt. Es wird immer kurz das Haus beschrieben, in dem ein Fenster noch beleuchtet ist, und auch der Mensch, der dann nach dem Klingeln die Türe öffnet. Die Gespräche selber sind dann nicht mehr so nüchtern in ihrer Erzählweise, ganz im Gegenteil, sie sind umgangssprachlich und damit glaubhaft und authentisch. Das macht das Lesen des Buches sehr angenehm – und trotzdem habe ich mir Zeit genommen und immer nur wenige Kapitel am Stück gelesen, um mich einfach mehr mit den verschiedene Personen gedanklich beschäftigen zu können. Mich haben die Menschen wirklich fasziniert, nicht weil ihre Schicksale so außergewöhnlich sind, sondern gerade wegen ihrer Alltäglichkeit, weil es mir nochmal bewusst gemacht hat, dass hinter jedem Fenster ein Mensch mit einer eigenen Geschichte lebt, mit Träumen und Ängsten und einer ganz eigenen Vorstellung vom Leben. Ich zumindest denke jetzt ganz anders, wenn ich nachts durch die Straße ziehe und mir beleuchtete Fenster auffallen. Mein Fazit Ein ungewöhnliches Buch, das eher einer Geschichtensammlung als denn einem Roman gleicht, das mich aber gefesselt und begeistert hat. So viel ich über die verschiedenen Menschen erfahre, die nachts noch wach sind und von der namenlosen Protagonistin genau dazu befragt werden, so fremd bleibt mir die Ich-Erzählerin, die ich dennoch gerne begleitet habe. Die wunderbare Sprache – von klar und präzise bis umgangssprachlich und leicht – hat das Buch zu einer angenehmen Lektüre gemacht. Ich habe es dennoch langsam gelesen, um jedem Kapitel und damit jedem Schicksal, von dem es erzählt, auch genug Raum für Gedanken und Gefühle zu geben. Mir hat „nachts“ sehr gut gefallen, und ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

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  • Großartiges Debüt über die Faszination der Nacht

    Nachts
    Fannie

    Fannie

    29. August 2015 um 16:06

    Mercedes Lauenstein wurde vor 27 Jahren im schleswig-holsteinischen Kappeln an der Schlei geboren. Inzwischen lebt die Autorin in München. Dort spielt auch ihr Debüt “Nachts”, erschienen am 21. August 2015 im Aufbau Verlag. In den Nächten klingelt eine junge Frau wahllos an den Türen von Wohnungen, in deren Fenstern noch Licht brennt. Bei diesen Besuchen begegnet sie den unterschiedlichsten Menschen, manche jung, andere alt, doch eines eint sie alle – egal, ob sie in Villen oder abbruchreifen Häusern leben: Die nächtliche Schlaflosigkeit. Die Gründe dafür sind genauso vielfältig wie die Charaktere, auf die Mercedes Lauenstein ihre Protagonistin treffen lässt. Einige von ihnen fangen erst in der Nacht richtig an zu leben, andere werden von Familienmitgliedern um den Schlaf gebracht oder von ihren Sorgen. Tagebuchartig berichtet die namenlose Ich-Erzählerin von ihren Begegnungen, die mal heiter, mal rührend, tragisch, aber auch schräg sind. Von insgesamt 25 Menschen möchte die selbsternannte Nacht-Forscherin wissen, was die Leute um den Schlaf bringt. Dabei erfährt sie noch viel mehr; nicht selten sind es ganze Lebensgeschichten. Auch wenn manche Kapitel, die jeweils eine nächtliche Begegnung umfassen, sich nur über vier Seiten erstrecken, ist es doch erstaunlich, wie scharf und präzise Mercedes Lauenstein die einzelnen Charaktere skizziert. Sorgfältig stattet die Autorin jeden von ihnen mit einer individuellen Biografie aus. Dadurch hat “Nachts” fast etwas von einem Adventskalender: Man weiß nie, was einen hinter der nächsten Tür erwartet. In allen der 25 kurzweiligen Geschichten gelingt es Mercedes Lauenstein spielend, die ganz besondere Atmosphäre der Nacht einzufangen. Und die Nacht hat viele Gesichter. Ob watteweiche Stille im fallenden Schnee oder laue Sommerluft – die Autorin lässt ihre Hauptfigur ganz genau hinhören und hinschauen, lässt sie die Nacht mit allen Sinnen in sich aufsaugen. Sinnlich, melancholisch, von großartiger Atmosphäre, mit echtem Tiefgang und ein sprachlich unkomplizierter Blick durchs Schlüsselloch: Das alles ist “Nachts”. Ein Buch, so still wie die Nacht, und doch so lebendig wie der helle Tag.

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  • Ein wundervolles Debüt

    Nachts
    Franzis2110

    Franzis2110

    28. August 2015 um 19:36

    Eine junge Frau streift jede Nacht durch die Stadt. Sie ist auf der Suche nach Etwas und weiß eigentlich gar nicht wonach. Sie denkt, dass sie es vielleicht hinter diesen letzten erleuchteten Fenstern finden kann. Sie klingelt und begegnet dabei Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit und Menschen, die nachts erst richtig leben, wenn um sie herum alles still und dunkel ist. „Für einen Moment kippt meine Wahrnehmung der Nacht. Die Nacht ist plötzlich kein Ende mehr, kein toter Punkt, sondern etwas Neues. Nichts Dunkles, sondern etwas Helles.“ (S. 24) Meinung Mercedes Lauenstein schreibt sehr gefühlvoll, voller Metaphern und Wahrheiten, die einem unter die Haut kriechen. Sie schreibt beruflich Reportagen und Essays, was man vom ersten Satz an merkt. Das ganze Buch ist eine Sammlung kleiner Kurzgeschichten, die schon wie eine sehr bewegende, realitätsnahe Reportage anmuten. Es ist, als würden die Mensch in diesem Buch wirklich existieren, als könnte ich wie die namenlose Erzählerin einfach nachts bei ihnen klingeln und Hallo sagen. „Wenn ich am Fenster sitze und Castro trinkt, dann ist alles win Watte, wie eingeschneit, nur eben ganz warm, und kein bisschen beneide ich die, die draußen rumlaufen.“ (S. 13) Die junge, namenlose Erzählerin nimmt uns nacht für nacht mit zu fremden Menschen. Menschen, die auch sie selbst nicht kennt. Sie erzählt ihnen, sie sei eine Forscherin, die herausfinden will, warum manche Leute nachts wach sind. Jede Nacht, mal um kurz nach eins, mal um kurz vor fünf, sucht sie nach diesem einen, letzten erleuchteten Fenster. Sie klingelt. Einige begegnen ihr mit Skepsis, doch schließlich lässt sie jeder herein. Sie alle fangen an, ihre Geschichte zu erzählen. „Die Nacht mag ich nicht. Es ist, als würden die Leute nachts aus ihren Häusern verschwinden, in ein Land gehen, zu dem ich keinen Zugang habe, und mich hier den bösen Geistern zum Fraß überlassen.“ (S. 101) Das Buch ist keine zusammenhängende Geschichte, sondern jeder dieser 25 Personen bekommt seine eigene, in sich abgeschlossene Geschichte, seine eigene Nacht. Das lässt den Leser tief in die Geschichte jedes einzelnen eintauchen. Wir lesen von Menschen, die einsam sind, Menschen, die nicht schlafen können, die von Ängsten oder Kummer geplagt sind oder die die Nacht einfach nur lieben. Von Leuten, die ankommen, die aufbrechen, die einschneidende Erlebnisse hatten und deswegen in diesem Moment nicht schlafen. Jeder einzelne von ihnen ist dabei so wahnsinnig authentisch. Mercedes Lauesten schreibst so real, dass ich mich fühlte, als würde ich selber gerade mit auf Bett, dem Balkon, am Fenster, dem Küchentisch sitzen und der Erzählung der jeweiligen Person lauschen. Nur eine, eine berichtet uns ihre Geschichte bis zum Schluss nicht- die Erzählerin selbst – nur in den letzten Zeilen, in der letzten Nacht, kommt heraus, warum sie das ganze wirklich macht und das konnte mich trotz leiser Ahnungen sehr überraschen. Fazit Mercedes Lauenstein ist ein wunderbares, gefühlvolles, emotionsgeladenes und dennoch sanftes und ruhiges Debüt gelungen. Ein Debüt, dass dem Leser das Gefühl gibt, ein tiefgründige, emotionale Reportage zu realen Menschen zu lesen. Mit einem wunderbar klaren, sanften Schreibstil, der still vor sich hin plätschert und realitätsnahen Charakteren mit einzigartigen Geschichten.

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 7

    Nachts
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die siebte Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 7. Woche hat der Aufbau Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Aufbau Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Nachts" von Mercedes Lauenstein "Lady Africa" von Paula McLain "Auerhaus" von Bov Bjerg "Die Frau mit dem roten Schal" von Michel Bussi "Die Liebenden von der Île de Ré" von Gabriele Jaric "Nachts" von Mercedes Lauenstein wird als E-Book-Ausgabe, die anderen vier Bücher als Print-Ausgabe verlost.  Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen." - so schreibt Mercedes Lauenstein in ihrem Buch "Nachts". Wie ist das bei euch? Welche Rituale habt ihr, die ihr vor dem Schlafengehen noch erledigt? Wie schlaft ihr jetzt im Sommer? Mit offenem Fenster oder direkt draußen im Garten oder auf dem Balkon? Könnt ihr direkt einschlafen oder müsst ihr vorher Schäfchen zählen? Und am wichtigsten - lest ihr im Bett noch ein paar Seiten eurer aktuellen Lektüre? Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto an seinen Bewerbungsbeitrag anhängt, auf dem zu sehen ist, wo ihr eine sommerliche Nacht am liebsten verbringt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen! Bewerben könnt ihr auch wie immer über den blauen "Jetzt bewerben"-Button. Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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    • 232
    anushka

    anushka

    26. August 2015 um 21:38
    leucoryx schreibt Wobei Willia geschrieben hatte, dass sie nur Punkte sammelt. Das mit dem "Bewerben" und nur einen "Beitrag" schreiben ist irgendwie verwirrend.

    Vielleicht müsste man das als PN an das Team bzw. nordbreze schreiben? Da ja nun direkt die Adressen vorhanden sind, gehen die Buchpakete wahrscheinlich direkt raus. Schade, wenn jemand ein Paket ...

  • Nachts ist alles weniger ernst

    Nachts
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    23. August 2015 um 19:11

    Eine junge Frau streift Nacht für Nacht durch die Straßen. Sie ist auf der Suche, auch wenn sie nicht weiß, wonach. Sie beobachtet die Menschen, hinter den erleuchteten Fenstern und klingelt an den Türen. Viele Nächte ist sie unterwegs und begegnet Menschen in höchster Einsamkeit, Menschen die erst richtig Leben, wenn es draußen still und dunkel ist. Sie hört Geschichten, die manchmal traurig sind, manchmal Mut machen und manchmal auch einfach nur ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Mercedes Lauenstein schickt in ihrem Buch "Nachts" eine namenlose Ich-Erzählerin auf die Reise durch die Straßen von München. Die sucht dort die Häuser nach erleuchten Fenstern ab und klingelt an den Türen. Das erscheint zunächst ziemlich sonderbar, aber meist wird sie tatsächlich eingelassen. Sie trifft auf viele unterschiedliche Menschen, die viele unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben. Denn es gibt immer Gründe dafür, warum sie wach sind, wenn andere Menschen schlafen.  „…weil nachts alles weniger ernst ist, weil sich nachts sogar die braven Menschen mit ihren geregelten Tagsüberjobs in ungehemmten Träumen verlieren und nachts deshalb alles Raum hat, was am Tag keinen hat.“ (S.124)  Meist sind es Menschen, die große Veränderungen durchlebt haben. Die über etwas nachdenken müssen, die trauern, die allein sein möchten. 25 Personen, die alle eine eigene Geschichte haben, in der man für wenige Seiten versinken kann und die Mercedes Lauenstein mit ihrer klaren und leisen Sprache so wunderbar erzählt, dass man sich kaum davon losreißen kann. Dieses Buch steckt voller wunderbarer, kluger Sätze. Die Nacht ist auch mein Freund und sie wurde kaum besser beschrieben, als in diesem Buch. „Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr fast alles klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ (S. 131)  Die Menschen die Lauenstein in ihrem Buch porträtiert scheinen fast alle so, als würden sie sich freuen, dass da endlich jemand ist, dem sie ihre Geschichte erzählen können. Dem sie gestehen können, was sie all die Jahre schon umtreibt. Es ist Montag um 1 Uhr 03 oder auch mal Mittwoch um 3 Uhr 19. Und jedes Mal, wenn die Ich-Erzählerin wieder auf einen Klingelknopf drückt und durch die Tür geht, öffnet sich eine neue Welt. Eine Wohnung, die mal spartanisch eingerichtet oder fast überfüllt ist. Kleine Zimmer, große Räume, Menschen im Aufbruch oder Menschen beim Ankommen und jedes Mal freut man sich als Leser auf das, was einen da erwartet.  In der Nacht ist alles klarer. Gedanken, Sehnsüchte und auch Ängste. Dies wird beim Lesen dieses Buches ganz deutlich bewusst und in den Momenten der Stille, in denen sich das Mondlicht im Fenster spiegelt, die klare Nachtluft tief eingeatmet wird und die Geräusche so fern sind, war auch ich ganz in der Geschichte versunken. Am besten liest man dieses Buch "Nachts", denn dann bekommt es garantiert die Aufmerksamkeit, die es verdient.  Fazit: Ein starkes Debüt von Mercedes Lauenstein, das in einer wunderbaren Sprache, Geschichten von interessanten Menschen erzählt. Ein Buch, dem man sich kaum entziehen kann und es auch nicht sollte. Lesenswert!

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