Meredith Jaeger Die Zeit, in der wir träumten: Roman

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Inhaltsangabe zu „Die Zeit, in der wir träumten: Roman“ von Meredith Jaeger

Die Bucht der Träume Der Traum von Liebe und Freiheit, der zwei Frauen verbindet. Ein Geheimnis, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Wahrheit, die ans Licht muss. Die Journalistin Sarah Havensworth ist glücklich verheiratet – und nun wünscht sich ihr Mann ein Kind mit ihr. Doch sie trägt schwer an einer Schuld, die sie vor ihm zu vergeben sucht und die alles zu zerstören droht. Dann stößt sie bei einer Recherche auf das Schicksal zweier junger Frauen, die vor langer Zeit in San Francisco ein besseres Leben suchten, in Liebe und in Freiheit. Sarah findet heraus, dass die Mädchen ihren Traum bitter bezahlen mussten – und dass ausgerechnet die Familie ihres Mannes Anteil daran hatte. Aber dann muss auch sie selbst sich ihrer Vergangenheit stellen. „Eine einmalige Geschichte über Liebe und Kampfgeist.“ Lori Nelson Spielman „Gekonnt verwebt Meredith Jaeger zwei große Geschichten um Liebe und Loyalität miteinander und erzählt von all dem, zu dem man bereit ist, um die zu schützen, die man liebt.“ Kristina McNorris

Einfühlsamer Roman mit viel Liebe und Gespür für das San Francisco des 19. Jh. und die Menschen, die es prägten. Leider recht vorhersehbar.

— SinjeB
SinjeB
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    Die Zeit, in der wir träumten: Roman
    SinjeB

    SinjeB

    06. April 2017 um 18:23

    Zum Inhalt:  Als Sarah mit ihrem Romanprojekt für ihren Studienabschluss nicht weiterkommt, läuft ihr ein mehr als einhundert Jahre alter Fall über den Weg. Die Journalistin in ihr wird wieder geweckt, sodass sie ihr Thema an den Nagel hängt und für einen Bericht recherchiert. 1876 arbeiten die Näherinnen Hanna und Margaret sich die Finger blutig für das Überleben ihrer jeweiligen Einwandererfamilien. Im Geschäft der Abschätzigkeit der betuchten Gesellschaft San Franciscos ausgesetzt, warten daheim zahllose Geschwister und betrunkene, gewalttätige Väter. Als Hanna den gut situierten Lucas kennenlernt, erfährt sie zum ersten Mal Respekt und erlebt die Stadt von einer anderen Seite. Plötzlich verschwindet ihre Kollegin und einzige Freundin Margaret. Gemeinsam mit Lucas begibt sich Hanna auf eine gefährliche Suche im Rotlichtmilieu San Franciscos. Doch weshalb sollte gut einhundertvierzig Jahre später Sarah bei Ihren Recherchen schlafende Hunde wecken? Und was quält die junge Frau so sehr, dass sie ihr Eheglück mit Hunter nicht voll auskosten kann?  Meine Meinung:  "Die Zeit, in der wir träumten" ist ein Einwandererroman, der sich der im Zuge des Goldrauschs eingeströmten Bevölkerungsschichten annimmt, die nicht zuletzt San Francisco mit geprägt haben. Er wandelt zwischen schmutzigem Historienbild, ansprechender Liebesgeschichte, etwas dick aufgetragener Vergangenheitsbewältigung und historischem Krimi mit Laienermittlern.  Gut gelingt Autorin Meredith Jaeger, die deutsche Wurzeln hat, die Verquickung von Heute und Gestern. In spannendem Wechsel führt sie den Leser zu San Franciscos Schauplätzen und zeigt einnehmend das Gesicht der vergleichsweise jungen Stadt im 19. Jh. Ihr Interesse an dieser Epoche ist unverkennbar und sorgt für gute Lesbarkeit. Einfühlsam und respektvoll zeichnet sie die Figuren der Vergangenheitshandlung, während Sarah als moderne Frau trotz ihrer beruflichen Hartnäckigkeit relativ blass bleibt und ihrer Schuld, die sie seit langem mit sich herumschleppt, buchstäblich feststeckt. Hier verschenkt die Autorin das Potenzial der Beziehung zwischen Sarah und Hunter, die als liebe- und respektvoll angedeutet, von Sarah durch geradezu borniertes Schweigen und Misstrauen ad absurdum geführt wird. Sie will etwas aus sich machen, ist aber die Einwanderin in ihrer reichen Schwiegerfamilie. Im Gegensatz zur deutschen Einwanderin Hanna, die sich in ihrer Not an Lucas wendet, um die verschwundene Freundin zu suchen, steht Sarah bewusst allein da. Mit einem Talent zur Selbstzerfleischung - und ihre Vergangenheit soll an dieser Stelle keineswegs heruntergespielt werden, denn sie hat schwere Schuld auf sich geladen, aber eben auch dafür gebüßt -, kommt sie ohne Hunter aus. Es gibt somit kein Millionärsermittlerduo, sondern Sarah bringt sich selbst in Teufels Küche. Zudem quetscht ihr Jaeger eine problembeladene Freundin an die Seite, deren Nebenhandlung zwar Aufmerksamkeit verdient, aber, anders als Margarets Drama im 19. Jh., nichts zur Geschichte beiträgt. Neben einer ordentlichen Portion Pathos, die so manchem US-amerikanischen Roman innewohnt, bringt "Die Zeit, in der wir träumten" auch Vorhersehbarkeit mit. Dem geneigten Leser sei empfohlen, nur den U4-Text, nicht aber die Kurzbeschreibung zu lesen. Denn der routinierte Leser wird schon da 1 und 1 zusammenzählen können. Früh lassen sich Zusammenhänge erahnen, und es fällt fast schwer, sich auf Sarahs - interessante - Recherchen zu konzentrieren. Zu stark wird das Verlangen geschürt, den Moment, an dem sich alle Fäden verknüpfen, endlich zu erleben. Mit einem versöhnlichen Ende wertet Meredith Jaeger ihren ohne große Längen erzählten, gefühlt etwas zu kurz geratenen Roman allerdings wieder auf.  Eine Leseempfehlung für alle, die San Francisco einmal ohne Hippie-Touch erleben und einen Einblick in eher dunklere Ecken erhalten wollen und gern gefällige amerikanische Stories lesen. 

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  • Zweiklassengesellschaft früher und heute

    Die Zeit, in der wir träumten: Roman
    Engelchen07

    Engelchen07

    05. April 2017 um 17:44

    Sarah Havensworth sitzt derzeit an einem Roman den sie schreiben will. Eigentlich ist sie Journalistin, aber ihr Mann Hunter hat ihr diese Möglichkeit einen eigenen Roman zu schreiben ermöglicht. Hunter ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und Sarah fühlt sich in seiner Gegenwart sehr wohl, doch das Umfeld liegt Sarah nicht. Sarah ist diese High-Society-Gesellschaft nicht gewohnt. Sarah stößt bei ihren Recherchen für ihre Buchidee auf eine weiter Geschichte die sich knapp 150 Jahre zuvor ereignet hat: Zwei Näherinnen sind in San Francisco von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden. Sarah setzt sich hin und versucht mehr über die beiden Mädchen und deren Schicksal herauszufinden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Autorin hat es von Anfang an geschafft, dass man sich sofort in die Geschichte bzw. in die beiden Geschichten gut einfindet und die Hauptdarstellerinnen der jeweiligen Epoche lieben lernt. Das Buch hat die Zweiklassengesellschaft in beiden Epochen gut dargestellt und einem nochmals vor Augen gehalten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen weil ich unbedingt wissen wollte was das Schicksal für die Damen alles bereitgehalten hat. Mich hat das Buch sehr gefesselt und berührt.

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