Meredith May

 4.6 Sterne bei 105 Bewertungen
Autorin von Der Honigbus und Der Honigbus.

Lebenslauf von Meredith May

Die Bienenkönigin: Meredith May, 1970 geboren, ist Imkerin und preisgekrönte Journalistin und Autorin. Nach ihrem Abschluss schrieb sie als Journalistin für den San Francisco Chronicle. Für ihre herausragende Arbeit gewann sie den PEN USA Literary Award for Journalism außerdem wurde sie für den Pulitzer Preis nominiert. Ihr Memoir „Der Honigbus“ wird in elf Sprachen übersetzt.

                                                                                                

Neue Bücher

Der Honigbus

 (102)
Neu erschienen am 27.05.2020 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Meredith May

Cover des Buches Der Honigbus9783596703067

Der Honigbus

 (102)
Erschienen am 27.05.2020
Cover des Buches Der HonigbusB07JN2LY1H

Der Honigbus

 (3)
Erschienen am 13.03.2019

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Neue Rezensionen zu Meredith May

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Rezension zu "Der Honigbus" von Meredith May

Das Dilemma eines Kindes, dessen Eltern sich nicht nur voneinander getrennt haben
HibiscusFlowervor 9 Monaten

Klappentext des Verlages:

Ein rostiger alter Bus im Garten des Großvaters und seine Bienen werden für Meredith ihr einziger Halt. Denn sie ist erst fünf, als sie von ihren Eltern nach deren Trennung vollkommen sich selbst überlassen wird.
Der Großvater nimmt sie mit in die faszinierende Welt der Bienen – und rettet ihr so das Leben. Die Bienen werden Meredith zur Ersatzfamilie: Wenn sie sich verlassen fühlt, zeigen sie ihr, wie man zusammenhält und füreinander sorgt. Wenn sie über ihre depressive Mutter verzweifelt, bewundert sie die Bienen dafür, ihre Königin einfach austauschen zu können. Die Bienen lehren Meredith, anderen zu vertrauen, mutig zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen.

"Ich fühlte mich von den Bienen angezogen, weil ich ahnte, dass die Stöcke uralte Weisheiten enthielten... Von den Honigbienen, einer Spezies, die die letzten 100 Millionen Jahre überlebt hat, lernte ich durchzuhalten." (S. 15)

Aus der Trennung der Eltern wird für Meredith und ihrem jüngeren Bruder Matthew eine Trennung von Kindern und Eltern. Von einem Moment auf den anderen und ohne die Situation zu verstehen, werden die noch sehr jungen Kinder aus einem Familienleben gerissen, um ohne Erklärung oder gar richtigen Abschied von ihrem Vater zig Flugstunden entfernt bei ihren Großeltern zu leben. Obwohl ihre Mutter sie begleitet, bleibt sie den Kindern unerreichbar. Zurückgezogen in ihrer eigenen Verletzlichkeit, gefangen in ihrem Selbstmitleid und beschäftigt mit Träumereien ohne jeglichen Plan kapselt sich diese von ihren Kindern ab, verweigert ihnen dadurch jeglichen Halt und bringt keinerlei Interesse an ihren Gefühlen und an ihrer Entwicklungen auf. Über den Vater darf nicht gesprochen werden und wenn doch, fällt kein einzig gutes Wort.

"Granny, Mom und Dad führten einen Krieg, der größer und stärker war als ich. Meine Familie war das Gegenteil von einem Bienenvolk. Statt füreinander zu arbeiten, verschworen sie sich, um sich gegenseitig das Leben zu vergällen." (S. 172)

Obwohl die Großmutter die Grundversorgung der beiden Kinder übernimmt, bleiben jedoch Zuneigung, Wärme und Liebe stets außen vor. Meredith und Matthew haben nur einander und den etwas kauzig wirkenden Großvater mit seinen Bienen, der zwar nicht viel redet, aber wenn, interessante Geschichte aus seinem und dem Leben der Bienen zu erzählen hat.

"Er wusste, dass es ein Gleichgewicht geben sollte zwischen den Dingen, die ein Mensch im Leben nahm und gab. Dass eine Beziehung zwischen Bienen und Menschen ... oder zwischen Mutter und Tochter von der beiderseitigen Einsicht abhängt, dass der andere kostbar ist." (S. 236 - Meredith über ihren Großvater)

Und so ist es die gemeinsame Zeit mit dem Großvater und seinen Bienen, die Meredith den nötigen Halt gibt, wenn sie sich einsam oder zurückgewiesen fühlt; die Trost spendet, die ihre Fragen beantwortet, die sie die unvorhergesehenen Stimmungsschwankungen der Mutter ertragen und den Mut, ihr Leben in eine andere, bessere Richtung zu lenken, finden lässt.

Während ich unter dem Lesen mit dem Dilemma eines Kindes, dessen Eltern sich getrennt haben, beschäftigt und von der wundervoll eingefangenen Kulisse sowie dem umfangreich geschilderten Wissen über die Bienen fasziniert war, ist mir erst mit etwas Abstand zum Buch bewusst geworden, mit welcher Ruhe Meredith May diese - ihre - doch recht aufwühlende Geschichte erzählt. Sowohl als Tochter wie auch als Mutter hat mich das Geschehen tief berührt. Denn trotz leiser Töne haben jegliche Gefühle und Gedanken von Meredith an meinem Herzen gezupft...mal zaghaft, mal entsetzt und doch irgendwie immer mit einem Funken Hoffnung.

Eine bewegende Geschichte, die die LeserInnen zu beschäftigen vermag, in der ein ausrangierter Bus mehr als eine Honigfabrik ist und bei der man von Bienen lernt, wie man auch - vielleicht sogar besser - durch das Leben gehen kann.

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Rezension zu "Der Honigbus" von Meredith May

Meredith und die Honigbienen
lielo99vor 9 Monaten

Es ist das Jahr 1975, als die 5jährige Meredith mitten in der Nacht geweckt und aus ihrem Zuhause gerissen wird. Gemeinsam mit Mutter und Bruder fliegt sie von Rhode Island nach Kalifornien. Im Buch #DerHonigbus beschreibt sie den Schmerz und das Gefühl des Verlassenseins sehr eindrücklich. Die Mutter versteckt sich hinter dem Schmerz und fällt in eine tiefe Depression. Sie überlässt ihre Kinder der strengen Hand ihrer eigenen Mutter. Zum Glück ist der Großvater das genaue Gegenteil und Meredith findet in ihm einen verlässlichen Freund.

 

Merediths Großvater ist nicht nur ein Imker im üblichen Sinn. Er beobachtet seine Honigbienen sehr genau und erklärt Meredith, wie wertvoll die kleinen Geschöpfe für die Menschheit sind. Er weiß, dass sie sprechen, tanzen und untereinander kommunizieren können. Jedes Tier eines Stockes kennt seine Aufgaben und Meredith sieht nach wenigen Tagen die Honigbienen mit anderen Augen. Selbst das unterschiedliche Summen hört sie und weiß daher, ob die Tiere sich wohlfühlen oder traurig sind.

 

Einen alten Bus hat der Großvater so umgestaltet, dass er dort drinnen den Honig schleudert und ihn in passende Gefäße umfüllen kann. Meredith darf erst dort hinein, als sie 6 Jahre alt ist. Vorher befand der Großvater, dass ihr Aufenthalt in dem Bus zu gefährlich sei. In der Schule bleibt Meredith eine Außenseiterin, bis, ja bis ihr Großvater sie zu einem besonderen Abend begleitet. Er trägt den versammelten Eltern und Schülern vor, was seine Honigbienen können und wie der Honig gewonnen wird. Das beeindruckt sowohl Lehrer als auch Klassenkameraden und Meredith hat danach einen ganz anderen Stand in der Klasse. Endlich wird sie akzeptiert. Viele Kinder möchten den Honigbus sehen und bestaunen.

 

Für alle, die sich für Bienen und deren Lebensweise interessiert, sollte #DerHonigbus eine Pflichtlektüre sein. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch, wie sehr Kinder unter der Scheidung ihrer Eltern leiden. Sehr negativ ist für mich das Verhalten von Großmutter und Mutter. Niemand darf das andere Elternteil gegenüber den Kindern schlecht machen. Das Memoir lässt sich gut lesen und die Sprache ist blumig. Für meinen Geschmack war es bei der Beschreibung der Bienen ein wenig zu viel der Worte. Das ist aber wirklich nur mein eigenes Empfinden.

 

Ein für mich bezeichnendes Zitat aus dem Buch: „Je mehr ich über Bienen lernte, umso mehr staunte ich über ihre soziale Kompetenz.“

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Rezension zu "Der Honigbus" von Meredith May

Rezension: Der Honigbus
TinaLiviavor 10 Monaten

Inhalt

Meredith fliegt als kleines Kind mit ihrer Mutter und ihrem noch jüngeren Bruder zu den Grosseltern in Kalifornien, weil sich ihre Eltern getrennt haben. Ihre Grossmutter übernimmt die Erziehung der Kinder, während ihre Mutter sich im Zimmer einschliesst und sich von der Welt versteckt. Auch mit ihren eigenen Kindern möchte sie nicht mehr viel zu tun haben. Nicht gerade leicht für die kleine Meredith und ihren Bruder.
    Doch ihr Grossvater zeigt ihr seine Bienen und sie findet Stärke und Mut in diesen kleinen Wesen. Die Bienen und ihr Grossvater geben ihr den Halt, den sie in ihrem Leben benötigt. 


Meine Meinung

Zurzeit findet man immer mehr Romane, die das Thema Bienen aufgreifen, weil es auch gerade sehr wichtig ist, dass diese kleinen Lebewesen nicht aussterben. Und als ich durch die Bücherregale der Bibliothek ging, griff ich wie aus einem Automatismus heraus zu "Der Honigbus", der dort im Stapel riesengross mit NEU markiert war. Bereits im vergangenen Jahr habe ich "Eine Geschichte der Bienen" gelesen und war tiefst berührt. Und wie es manchmal Zufälle gibt, kamen an dem Tag, an dem ich Meredith May's Geschichte beendete, drei Schulkinder an der Haustüre klingeln und verkauften Schokotaler, um die Bienen zu unterstützen. Ich hätte sie fast umarmt...

Aber nun zu der Bewertung des Romans. Was ich sehr gut umgesetzt fand, war, die Mischung der Geschichte und das Wissen, das man über Bienen lernt. Es waren nicht zu viel Informationen, sie liessen die eigentliche Story nicht im Hintergrund verschwinden. Gleichzeitig erfuhr man genug, um die wichtigen Verknüpfungen herstellen zu können, mit denen der Grossvater Meredith über das Leben lernte. Es ist berührend schön geschrieben, die Wortwahl perfekt für die Perspektive eines Kindes.

Das Einzige was mir ein wenig fehlte war ein Höhepunkt der Geschichte oder eine überraschende Wende. Ich glaube, May wollte dies am Ende hineinbringen, doch für mich waren die letzten paar Seiten zu wenig, das Ende kam für mich zu kurz. 

Aber alles in allem eine sehr rührende Geschichte, die einem wieder mal die Augen öffnet.   

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

98 Beiträge
Zum Thema
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"Ich fühlte mich von den Bienen angezogen, weil ich ahnte, dass die Stöcke uralte Weisheiten enthielten und mich Dinge lehren würden, die meine Eltern mir nicht beibringen konnten."

Über die Bedeutung der Bienen für Mensch und Natur lernen wir schon in der Grundschule. Dass aber Bienen viel mehr sind als nur einfache Nutztiere, erfährt Meredith bereits viel früher.
Mit ihrer autobiographischen Geschichte "Der Honigbus" setzt die US-amerikanische Autorin Meredith May der Honigbiene ein Denkmal: Sie zeigt, wie so ein kleines Tierchen ein Menschenleben retten kann.

Zum Inhalt
Ein rostiger alter Bus im Garten des Großvaters und seine Bienen werden für Meredith ihr einziger Halt. Denn sie ist erst fünf, als sie von ihren Eltern nach deren Trennung vollkommen sich selbst überlassen wird.
Der Großvater nimmt sie mit in die faszinierende Welt der Bienen – und rettet ihr so das Leben. Die Bienen werden Meredith zur Ersatzfamilie: Wenn sie sich verlassen fühlt, zeigen sie ihr, wie man zusammenhält und füreinander sorgt. Wenn sie über ihre depressive Mutter verzweifelt, bewundert sie die Bienen dafür, ihre Königin einfach austauschen zu können. Die Bienen lehren Meredith, anderen zu vertrauen, mutig zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen.
"Der Honigbus" ist eine starke Geschichte über das Leben und die Weisheiten der Natur.


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Zur Autorin
Meredith May ist Imkerin in fünfter Generation. In ihrem Memoir "Honigbus" erzählt sie von den Lebenslektionen, die sie von den Bienen ihres Großvaters in Big Sur lernte und die für sie die Rettung aus einer schwierigen Kindheit bedeuteten.
May ist eine preisgekrönte Journalistin und Autorin. Sie schreibt für den "San Francisco Chronicle" und gewann den PEN USA Literary Award for Journalism und wurde für den Pulitzer Preis nominiert. Sie lebt in der San Francisco Bay Area und hält dort den letzten Bienenstock ihres inzwischen verstorbenen Großvaters. "Der Honigbus" wird in elf Sprachen übersetzt.


Möchtet ihr mehr über diese ungewöhnliche Freundschaft lesen?
Zusammen mit S. FISCHER suchen wir 25 Testleser, die die kleine Meredith und ihr Bienenvolk kennenlernen, sich im Rahmen einer Leserunde darüber austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.
Wenn ihr dabei sein möchtet, bewerbt euch* um ein Leserundenexemplar von "Der Honigbus", indem ihr bis zum 27.02. auf diese Frage antwortet:

Die Bienen ihres Großvaters werden Merediths Ersatzfamilie. Welche Bedeutung haben Bienen für euch?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

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