Als ich Amanda wurde

von Meredith Russo 
4,3 Sterne bei39 Bewertungen
Als ich Amanda wurde
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Saphirosas avatar

Eine sehr packende Geschichte, die ich regelrecht verschlungen habe und die Trans* Thematik perfekt in ihren Höhen und Tiefen verarbeitet.

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Ein wahnsinnig Authentisches Buch

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Inhaltsangabe zu "Als ich Amanda wurde"

Über die erste Liebe und die Angst, nicht akzeptiert zu werden

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423717496
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:08.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    denise7xys avatar
    denise7xyvor 5 Monaten
    Sehr viel verschenktes Potenzial

    Erster Satz

    Im Bus roch es nach Schimmel, Maschinenöl und Schweiß.

    Meinung

    Amanda Hardy versucht nach dem Mobbing in ihrer neuen Heimat Fuß zufassen. Dafür zog sie zu ihrem Vater mit dem sie seit 4 Jahren nur selten Kontakt hatte und ließ ihre Mutter zurück. Eigentlich ist sie ein normales Mädchen, bis auf die Tatsache, dass sie früher einmal Andrew hieß.
    Amanda lernt neue Leute kennen, findet Freunde, denen sie vertraut und sogar ihren ersten Freund, doch dann zerstört ihr Geheimnis plötzlich alles, es schient, als hole die Vergangenheit sie wieder ein oder ist es dieses Mal anders?

    Die Protagonistin erzählt ihre Geschichte selbst, der Schreibstil ist dazu passend und flüssig. Die einzelnen Kapitel sind jedoch sehr kurz und die Geschichte deshalb eher abgehackt und teilweise nicht gänzlich zusammenhängend.
    Zu Beginn passiert viel in Amandas Leben - neue Schule, neue Freunde und gleich zwei Jungs, die sich für sie interessieren, die erste Party und Nachtschwimmen mit einen fast Fremden. Alles passiert in nur sechs Tagen und stört sie kein bisschen. Dabei hatte sie zum Start Angst, die Jungs könnten nur durch einen Blick herausfinden, dass sie mal ein Junge war. All ihre Probleme und Sorgen lösten sich innerhalb von Sekunden auf, ohne dass etwas passierte - sehr unrealistisch und für die Geschichte besonders unproblematisch. Allgemein ging die Autorin vielen Problemen dadurch aus den Weg.

    Charaktere

    Amanda ist sehr „glatt“, es gibt während des gesamten Buches kein Hoch oder Tief. Sie hat keine Kanten und Ecken und ist dadurch sehr fade. Die Autorin legte den Fokus mehr auf die Beziehung zwischen Grant und Amanda und hat dabei den eigentlichen Punkt, dass Amanda mal Andrew war, größtenteils außer Acht gelassen. Ich hätte mir mehr Probleme gewünscht, an denen Amanda hätte wachsen können. So zeugten nur die zwischenzeitlichen Abschnitte aus ihrer Vergangenheit von ihrem Geburtsgeschlecht und der damaligen Unzufriedenheit.

    Von Grant und den restlichen Charakteren wird nur die oberste Schicht angekratzt. Von jedem ein bisschen, welches nie ausreichte, um mich zu packen.

    Fazit

    So viel verschenktes Potenzial und unnötig langweilige Charaktere. Die Autorin hat sich mit Amanda selbst ausgebremst, in dem sie ihr keine Steine in den Weg legte. Einzig die wenigen Passagen in der Vergangenheit waren etwas interessant. 2 Sterne

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    Nikkeniks avatar
    Nikkenikvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wahnsinnig Authentisches Buch
    Ein wahnsinnig Authentisches Buch

    Als ich zu Anfang den Klappentext gelesen haben, war ich schon hin und weg von der Story. So ein spezielles Thema anzusprechen finde ich klasse.

    Ich hatte an das Buch- mit so einem wichtigem Thema- große Hoffnungen.

    Ich muss sagen, dass das Buch meinen Erwartungen gerecht wurde.
    Ich konnte mich in die Protagonistin sehr gut hineinfühlen.

    Ich habe Ihrer Ängste und Zweifel, sowie auch Ihre Hoffnungen und Ziele mitgespührt.

    Durch die Ich-Schreibweise kam mir das Buch noch realer vor.
    Es war als ob mit meine Freundin Ihre Geschichte erzählt.

    Der Schreibstil ist locker und lässt sich super lesen. Man wird richtig an die Zeilen gefesselt.

    In der Story selbst ging es mal Bergauf und mal Bergab.
    Trotzdem ist es nicht langweilig geworden. Ich konnte die Lesezeit mit der Protagonistin sehr genießen.

    Als dann auch noch um das Thema Liebe ging hatte die Autorin mich zu 100%.
    Dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand lesen.

    Ich kann es jedem empfehlen, der mal mehr über dieses Thema wissen möchte.
    Amanda wird euch Ihre Welt mit Ihren höhen und tiefen zeigen.

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    Grossstadtheldins avatar
    Grossstadtheldinvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unheimlich einfühlsamer Roman zum Thema Transgender.
    Ein großartiger Beitrag zur Akzeptanz und Toleranz unter den Menschen!

    Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

    In einer meiner Lieblingsbibliotheken gibt es seit neustem ein "Genderregal". Darauf war ich unheimlich neugierig und stieß beim Stöbern auf "Als ich Amanda wurde".

    Handlungsüberblick:

    Amanda erzählt die Geschichte ihrer ersten großen Liebe und über ihre Angst, nicht akzeptiert zu werden. Früher hieß Amanda Andrew. Nachdem sie die Operationen hinter sich hat, ist sie endlich auch biologisch ein Mädchen. Sie zieht zu ihrem Vater nach Tennessee, um an einem Ort an dem sie niemand kennt, ein neues Leben zu beginnen. Amanda findet dort schnell Freundinnen und wird von den Jungen bewundert. Doch als sie sich in Grant verliebt, gerät ihre neue Welt ins Wanken...

    Mein Bucheindruck:

    Mir gefiel das Buchdesign mit den abgerundeten Ecken sehr gut! Das Cover passt außerdem super zu der Thematik. Auf dem Cover ist Kira Conley, ein Trans-Model, abgebildet. Man sieht das Mädchen aus schwarzen Schatten hervorragen. Das Mädchen wirkt unheimlich zerbrechlich, sodass sich sofort mein Mitgefühl für sie weckte. Die schwarzen Schatten machen das Cover geheimnisvoll. Ich wollte die Geheimnisse sofort ergründen und hoffte, dass die Titelheldin ihre schwarzen Schatten überwinden kann!

    Mein Leseeindruck:

    Ich finde es super, dass es das Thema "Transgender" geschafft hat, in die Literatur zu finden. Es ist ein wichtiges Thema, das durchaus mehr Beachtung verdient.
    Durch das gesamte Buch hindurch konnte ich mich gut in Amanda einfühlen und mich in sie hineinversetzen. Man kann sich unheimlich gut mit ihr identifizieren. Und ich denke, das ist genau das Ziel der Autorin. Jeder/Jede könnte Amanda sein! An ihr ist nichts Abstoßendes! Durch diesen Entwurf der Hauptfigur gelingt der Autorin genau das zum Ausdruck zu bringen. Leser und Leserinnen, die sich zuvor noch nicht mit dem Thema Transgender beschäftigt haben, wird hier auf diese Weise ein einfacher Zugang zu dem Thema ermöglicht.

    Amandas Erfahrungen und Entwicklungen stehen in dem Buch im Vordergrund. Sie erfüllt dabei in keiner Weise klassische, soziale Rollenklischees! Dies empfand ich bei der Lektüre als sehr angenehm. Sie mag Make-up und Kleider, ist allerdings zugleich ein riesiger Star-Wars-Fan, sie liest gerne Comics, spielt Videospiele und hört gerne Techno. Sie hat also auch Hobbys und Interessen, die gesellschaftlich oft eher Jungs zugeschrieben werden.

    Im Erzählablauf gibt es einige Rückblenden in die Vergangenheit, die die Zeit vor und während der Operationen behandeln. In einigen Rezensionen, die ich zuvor gelesen habe, wurde bemängelt, dass die Leser und Leserinnen durch das Buch nicht hinreichend darüber aufgeklärt werden, was es bedeutet, sein biologisches Geschlecht zu wechseln. Dazu muss ich sagen: Es ist ein Roman, keine wissenschaftliche Abhandlung. Daher finde ich es völlig in Ordnung, dass Sachverhalte bezüglich der Operationen oder der Medikamente nicht näher erläutert werden. Noch dazu ist es ein subjektives Schicksal, das nicht stellvertretend für alle anderen gelesen werden kann und soll.

    Mein Eindruck vom Schreibstil:

    Die Autorin, die selbst eine Trans-Frau ist, schildert Amandas Erfahrungen, Gefühle und Gedanken mit einem ganz besonderen Einfühlungsvermögen.
    Am eindrucksvollsten fand ich, dass die Autorin zwei Nachwörter geschrieben hat. Eins für ihre transgender Leser und Leserinnen und ein Zweites für ihre cisgender Leser und Leserinnen. Das Nachwort gab unheimlich viel Hoffnung und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben!

    Mein Abschlussfazit:

    "Als ich Amanda wurde" ist ein tolles Jugendbuch, das sehr einfühlsam und berührend von dem Thema "Transgender" erzählt. Das Buch gibt ganz viel Hoffnung, egal ob man transgender ist oder nicht. "Als ich Amanda wurde" ist für alle lesenswert und leistet einen großartigen Beitrag zur Akzeptanz und Toleranz unter den Menschen! 

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    JuliaAndMyselfs avatar
    JuliaAndMyselfvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Umwerfend und extrem beeindruckend
    Umwerfend und extrem beeindruckend

    Das Buch handelt von der Protagonistin Amanda, die eigentlich als Junge geboren wurde, sich jedoch schon immer als Mädchen gefühlt hat. Aufgrund ihrer Transsexualität wird sie jedoch angefeindet. Nach ihrer Transition zieht sie zu ihrem Vater, der getrennt von ihrer Mutter lebt um dort neu anzufangen und sicher zu sein. Gegenüber ihren neuen Freundinnen und Klassenkammeraden verschweigt sie ihre Vergangenheit. Sie verliebt sich zudem in Grant, einen Sportler der Schule, und sie fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben glücklich. Dennoch liegt ihr ihr Geheimnis schwer auf den Schultern...
    Die Autorin beschreibt auf sehr beeindruckende Weise die Gefühle einer Transsexuellen und schafft es Cis-Gender-Menschen die Probleme und Emotionen dadurch näher zu bringen. Gleichzeitig richtet sich das Buch aber auch an Transgender-Menschen, und soll sie bestärken. Da die Autorin ihre eigenen Erfahrungen miteingebracht hat, ist die Handlung sehr authentisch. Mir gefällt zudem, dass sich in dem Buch ernsthaft mit den Thema beschäftigt wird und auch die Details nicht außer Acht gelassen wurden. Lediglich hätte ich mir bezüglich der Liebesgeschichte ein abgeschlossenes Ende gewünscht. Insgesamt kann ich das Buch für alle interessierten und offenen Menschen empfehlen.

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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Mich hat das Buch leider enttäuscht. Auf den letzten 50 Seiten passierte dann wirklich mal etwas, was auch zum Thema des Buch passte.
    Leider nicht überzeugend, obwohl es ein wichtiges Thema ist

    INHALT:

    Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel ...


    MEINUNG:

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da mir das Thema Transidentität/ Transgender (Ich bin kein Freund von dem Wort Transsexualität, weil es in meinen Augen im engeren Sinn nichts mit Sexualität zu tun hat) sehr wichtig ist. Mich betrifft das Thema auch persönlich, weil ich eine Person, die mir mal sehr wichtig war, bei diesem Prozess begleitet habe. Deswegen werde ich das Buch auch mit diesem Hintergrund entsprechend beleuchten.


    Die Geschichte von Amanda liest sich bis 50 Seiten vor Schluss wie jedes andere x-beliebige Jugendbuch. Amanda ist bis dahin völlig austauschbar und könnte auch irgendein anderes Problem/ Geheimnis haben, was dem Leser aber vorn herein bekannt ist. Es gibt immer mal wieder Sprünge in die Vergangenheit, in denen man Einblick bekommt, was passiert bevor sie zu ihrem Vater zieht. 250 Seiten passiert eigentlich nicht besonders viel. Amanda geht zu High-School. Findet neue Freundinnen und verliebt sich in Grant. Ich habe das Buch aus diesem Grund auch ein paar Wochen liegen gelassen, weil mir einfach das Interesse verloren gegangen ist. In dem Buch fehlt einfach Handlung und die Entwicklung. Es plätschert so vor sich hin.


    Mein größter Kritikpunkt ist an diesem Buch, dass man als ausstehende Person/ Leser in meinen Augen nach Beendigung dieses Buches nicht wirklich eine Ahnung hat, was einem bevorsteht, wenn sich dazu entschließt sein Geschlecht angleichen zu lassen. Ganz klar muss man hier auch Amerika von Deutschland abgrenzen, was die gesetzlichen Regelungen angeht. Das Buch erweckt bei mir den Eindruck, dass das in Amerika scheinbar relativ einfach machbar ist, auch schon in so einem jungen Alter.


    Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort, dass ihr wichtig ist, dass es eben nicht eine solche Geschichte wird, die sich mit den ganzen Hintergründen beschäftigen, sondern einfach die Geschichte von Amanda als junge Frau erzählt wird. Doch man kann dieses Thema nicht ohne ein gewissen Maß Aufklärung behandeln. Dafür ist es einfach zu unbekannt. Auf der anderen Seite wirft sie an einigen Stellen mit einige Fachbegriffen um sich, die sie unerklärt stehen lässt und die auch ich erstmal nachschlagen musste. Genau hier merkt man, dass eben nicht ohne geht. Potential haben auf jeden Fall die letzten 50 Seiten, in denen Amanda mit der Offenbarung ihres Geheimnisses in eine große Krise stürzt. Diesen Seiten waren spannend und dramatisch. Mir tat Amanda unheimlich leid. Wirklich schön zu lesen ist der Rückhalt, den sie durch ihre Mutter bekommt. Ihr Vater tut sich noch schwer damit, aber auch er entwickelt sich.

     

    FAZIT:

    Ich habe viele Stimmen dazu gehört, dass es ein wichtiges Buch ist und ja, da stimme ich völlig zu, dass dieses Thema ruhig öfters in Büchern aufgegriffen werden sollte, aber man muss hier auch aufklären und ein umfänglich Bild schaffen, wie schwer dieser Weg sein kann/ ist.  Das macht Meredith Russo hier in meinen Augen viel zu wenig. Würde ich mich mit dem Thema nicht auskennen, wäre ich nach dieser Lektüre nicht wirklich schlauer. Ein paar mehr Seiten hätten dem Buch gutgetan. Lieber ein bisschen mehr Erklärung verpackt als bei dem Leser einen diffusen Eindruck von Transidentität zurückzulassen.

    Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes Jugendbuch über Familie, Freundschaft und die erste Liebe - und nebenbei noch eine tolle Einführung in das Thema Transsexualität
    Schönes Jugendbuch mit wichtigem Thema


    Inhalt

    In Lambertville bei ihrem Vater will die 18-jährige Amanda neu anfangen. Einfach ganz normal ihr letztes Highschooljahr beenden und dann so weit weg wie möglich aufs College. Dorthin, wo es mehr Menschen wie sie gibt. Denn Amanda ist transsexuell und nach all dem Mobbing, Unverständnis und den angewiderten Blicken, die sie ertragen musste, tut sie nun alles, um ihr Geheimnis zu wahren. Doch das ist gar nicht mehr so leicht, als sie echte Freundinnen findet und sich zum ersten Mal so richtig verliebt.



    Meinung

    Auf dieses Buch stieß ich, als ich auf der Suche nach Literatur zum Thema Transgender war, und war besonders begeistert davon, dass es von einer Trans-Frau verfasst wurde. So bekommt man beim Lesen und insbesondere beim Vor- und Nachwort das Gefühl, dass hier einige echte Erfahrungen verarbeitet und mit sehr viel Einführungsvermögen vorgegangen wurde, durch das sich Trans-Menschen vielleicht besser verstanden fühlen, als wenn es jemand Außenstehendes geschrieben hätte.

    Meredith Russo verwendet mit Amanda die wohl bekannteste Form von Transgender: die Transsexualität. Auch ist sich Amanda dieser von Anfang an bewusst und hat sich schon immer eindeutig als Mädchen gefühlt - ein Lebenslauf, der, wie Russo betont, nicht bei jedem Trans-Menschen so klar und eindeutig abläuft. Sie erklärt jedoch verständlich, dass sie Amanda als Figur so gewählt hat, um Leser*innen, die sich mit dem Thema noch nie befasst haben, einen möglichst einfachen Zugang dazu zu gewähren. In Ihrem Nachwort an ihre Trans-Leser*innen (das vom Verlag leider nicht entsprechend gegendert wurde, obwohl gerade da „Leser/innen“ keinen Sinn ergibt) erwähnt sie jedoch auch die verschiedenen anderen Formen von möglichen Geschlechtsidentitäten und weist darauf hin, dass man in jedem Fall ein toller Mensch und es wert ist, geliebt zu werden. Zum Teil kommt die Tatsache, dass es auch Menschen gibt, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht eindeutig zuordnen, auch in Erzählungen über Amandas Selbsthilfegruppe vor.


    Trotz ihrer eindeutig weiblichen Geschlechtsidentität ist Amanda kein klischeehaftes Mädchen und erfüllt damit angenehmerweise keine sozialen Rollenklischees. Sie mag Make-up und Kleider, ist jedoch auch riesiger Star-Wars-Nerd, liest gerne Comics, spielt Videospiele und hört gerne Techno-Musik - Hobbys und Interessen, die gesellschaftlich oft eher Jungs zugeschrieben werden.
    Auch in ihrem Umfeld finden sich sehr unterschiedliche Typen von Frauen, was angenehm zu lesen war.
    Irritiert hat mich allerdings, wie oft Amanda von vielen verschiedenen Leuten gesagt wurde, wie hübsch sie doch sei. Möglicherweise sollte das betonen, dass sie nach ihrer geschlechtsangleichenden OP und der Einnahme weiblicher Hormone nun wie eine „normale Frau“ aussieht, doch ich fand es zum Teil eher gruselig und sexistisch, da einige Bemerkungen sie sehr auf ihr Aussehen reduzierten.


    Obwohl Amanda ein „eindeutiger Fall“ in dem Sinne ist, dass ihr ihre Geschlechtsidentität schon früh bewusst war, beschreibt der Roman durchaus auch, dass der Weg dazu, als Amanda zu leben, kein Zuckerschlecken war. Zuweilen ist es fast schon körperlich schmerzhaft mitzuerleben, wie Amanda (damals noch als Andrew) wegen der fehlenden „Männlichkeit“ ihren Vater enttäuschte, als „schwul“ gemobbt und sogar bis zu einem Selbstmordversuch getrieben wurde. Durch die verschiedenen Figuren des Romans stehen konservative, streng religiöse Personen, die alles Neue und Fremde ablehnen, in krassem Kontrast zu aufgeschlossenen, die vielleicht selbst etwas verbergen, und machen deutlich, wie schwer es sein muss, mit so einem Geheimnis zu leben, das man nicht allen anvertrauen kann, weil man Angst haben muss, dafür ausgestoßen zu werden.

    An anderen Stellen wiederum macht das Buch auch Hoffnung und gute Laune, beispielsweise in den unbeschwerten Momenten, die Amanda mit ihren Freundinnen erlebt, bei der Annäherung an ihren Vater, der sie zu Beginn des Buches zum ersten Mal offen als Frau leben sieht, und bei den vielen nerdigen Star-Wars-Insidern, die sie mit Grant hat.
    In dieser Hinsicht zeigt der Roman, dass er im Grunde ein ganz normales Jugendbuch ist und erzählt eine schöne Geschichte über Familien, Freundschaften und die erste Liebe.


    Gut gefallen hat mir auch, wie Religion und Glaube, auch im Zusammenhang mit Transsexualität, im Roman behandelt werden. Denn während ihre Gemeinde Amanda ausgestoßen hat, weil Transsexualität ihren Glaubensgrundsätzen widerspreche, betont Amanda, dass sie immer noch an Gott glaubt und daran, dass er alle seine Kinder liebt.
    Für Trans-Menschen, die an ihrem Glauben festhalten, auch wenn nicht alle Angehörige dieses Glaubens sie akzeptieren wollen, kann dies sicher tröstend sein


    Ebenfalls eine Anmerkung wert: „Als ich Amanda wurde“ handelt nicht nur von einer Trans-Frau und wurde von einer geschrieben, sondern hat auch ein Trans-Model (Kira Conley) aus dem Cover. Eine tolle Geste des Original-Verlages, wie ich finde, die dtv unterstützt, indem sie das Original-Cover übernommen haben.



    Fazit

    „Als ich Amanda wurde“ ist ein schönes Jugendbuch über Familie, Freundschaft und die erste Liebe und zudem auch eine tolle Einführung in das Thema Transsexualität, das vor allem die Schwierigkeiten und die Ablehnung, der Trans-Menschen begegnet, auf berührende Weise darstellt.

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    Quinn_s avatar
    Quinn_vor 10 Monaten
    Ein Buch, welches man gelesen haben sollte


    Ausnahmsweise mal ein Buch, was mir spontan in der Buchhandlung in die Hände gefallen ist, ohne dass ich vorher schon etwas davon gehört hätte. Der Klappentext hat mich aber so neugierig gemacht, dass ich die ersten Kapitel schon beinahe im Laden gelesen hätte.

    Auf den ersten Blick ist es eine Teenie-Romanze, wie sie schon oft erzählt wurde. Auf den zweiten Blick ist die Geschichte aber viel mehr. Ein Buch wie "Als ich Amanda wurde" ist meiner Meinung nach längst überfällig. Es ist das erste Buch mit einer transgender-Protagonistin das ich gelesen habe, und auch das erste von dem ich gehört habe. Eigentlich sollte es heutzutage nicht mehr ungewöhnlich sein, dass sich Menschen, mit einem anderen als ihrem gebürtigen Geschlecht identifizieren. Leider fehlt es in unserer Gesellschaft trotzdem noch an Akzeptanz für Transsexuelle und an Büchern, wie "Als ich Amanda wurde", die diese Akzeptanz und das Verständnis dafür wecken können.

    Das Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand liegen, was nicht nur an der faszinierenden und sympathischen Protagonistin lag, sondern insbesondere an dem grandiosen Schreibstil der Autorin. Dieser hat eine wundervolle Leichtigkeit, wodurch die Geschichte sehr flüssig zu lesen ist.
     
    Zwischen der eigentlichen Handlung, sind auch immer Flashbacks zu der Zeit als Amanda noch Andrew hieß beschrieben. Dadurch kann man noch besser verstehen wieso Amanda so tickt, wie sie nun einmal tickt und, dass ihre Ängste nicht von ungefähr kommen. 
    Auch die anderen Charaktere haben es mir angetan. Jeder einzelne von ihnen ist vielschichtig und individuell. Hierbei ist mein einziger Kritikpunkt, dass sie zum Teil zu Klischee behaftet sind. Hierzu findet sich im Nachwort der Autorin (übrigens das schönste Nachwort, welches ich bis jetzt gelesen habe) jedoch die ziemlich plausible Antwort auf diese Kritik, nämlich, dass diese das Verständnis für die Charaktere durch bestimmte Stereotypen vereinfachen wollte. 

    Wenn ich das Buch in einem Wort beschreiben müsste, wäre dies vermutlich ehrlich. Kein einziger Handlungsstrang in der Geschichte wirkte an den Haaren herbeigezogen, sondern hätte auch so in der Realität geschehen können. Dies mach Amanda greifbar und echt, ein Punkt der mir besonders gut am Buch gefallen hat.

    Fazit:
    "Als ich Amanda wurde" ist ein wunderschöner, warmherziger Coming-of-Age-Roman, den man unbedingt gelesen haben sollte! Einen halben Stern ziehe ich ab, da mir die Handlung zwischenzeitlich doch etwas zu vorhersehbar war. Insgesamt bewerte ich dieses Buch also mit 4,5 von 5 Sternen.

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    krissyschs avatar
    krissyschvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: So authentisch!
    Authentisch und toll zu lesen

    Amanda ist transsexuell. Geboren als Andrew Hardy hat sie es auf einem langen und steinigen Weg geschafft, endlich zu dem Mädchen zu werden, das sie immer sein wollte. Doch weil sie in ihrer Heimatstadt nicht als Mädchen akzeptiert und von anderen angegriffen wird, zieht sie zu ihrem Vater. Dort weiß niemand von ihrer Vergangenheit als Junge und sie kann zum ersten Mal in ihrem Leben ein normales Mädchen sein. Bis sie sich verliebt. In Grant. Und mit ihm eine wunderschöne Zeit erlebt. Doch eines Tages wird sie ihm von Andrew erzählen müssen, oder?

    Endlich, endlich, endlich! Ein Jugendroman, in dem die Protagonistin transsexuell ist. Ich frage mich immer wieder, warum dieses Thema in der Jugendliteratur so selten aufgegriffen wird. In den letzten Jahren hat es schon einen wunderbaren Wandel gegeben und in immer mehr Büchern wird Homosexualität thematisiert. Ich hoffe wirklich, dass mit diesem wunderbaren Buch nun auch endlich weitere Sexualitäten nachziehen und mehr behandelt werden! Denn "Als ich Amanda wurde" zeigt ganz deutlich, wie wichtig, aber auch wunderschön solche Geschichten sein können.

    Schon von den ersten Seiten an war ich sehr begeistert. Amanda als Protagonistin ist unglaublich sympathisch und nachdem man nach und nach erfährt, was sie alles durchmachen musste, kann man absolut verstehen, dass sie sich ab und an in ihrem Schneckenhaus verkriecht. Dennoch gibt sie nicht auf und ist wirklich bewundernswert; ihre Geschichte einfach toll. Dabei ist die Geschichte alles andere als ein Märchen und zeigt unglaublich realistisch auf, wie wenig Akzeptanz für transsexuelle Menschen immernoch vorhanden ist.

    Besonders gut hat mir die Authentizität der Geschichte gefallen. Die Autorin Meredith Russo ist selbst Transgender, und das merkt man. Auch wenn sich ihre und Amandas Erlebnisse unterscheiden, wird schnell deutlich, dass sie selbst Erfahrungen hat und weiß, wovon sie schreibt. Auch die Reaktionen der Mitmenschen wirken sehr authentisch und wenig klischeehaft, was mir unheimlich gut gefallen hat.

    Hinzu kommt der wirklich tolle Schreibstil, der durch seine Leichtigkeit die Geschichte perfekt abrundet. Es ist durchweg spannend und ein auf und ab der Gefühle - so wechseln sich Szenen, in denen Amanda freudestrahlend mit ihren Freundinnen shoppen geht mit anderen, in denen sie wirklich verzweifelt ist, ab. Dazu tragen auch die Rückblenden bei, in denen man nach und nach von Amandas Vergangenheit erfährt und die Beweggründe für einen Umzug zu ihrem Vater deutlich werden. Aber ganz egal ob es sich um traurige, schöne, romantische, lustige oder erschreckende Szenen handelt - die Autorin schaffte es immer, mich zu packen und emotional völlig in diese Geschichte eintauchen zu lassen.

    Herausgekommen ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, bei der man mit Amanda von Anfang bis Ende mitfiebert. Manchmal habe ich mich gefreut, dass sie eine neue Freundin gefunden hat, dann war ich wieder erschrocken darüber, mit wie wenig Akzeptanz sie behandelt wird. Für mich hat Meredith Russo mit ihrem Buch wirklich alles richtig gemacht und nicht nur ein wirklich wichtiges Thema behandelt, sondern auch eine wunderbar emotionale Geschichte geschrieben, die mir noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben wird.

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor einem Jahr
    Diese Geschichte geht unter die Haut!

    Amanda ist einfach toll. Das hört sich jetzt vielleicht plump an, aber so schnell habe ich noch nie so viel Sympathie für einen Charakter verspürt. Sie ist unglaublich einfühlsam, loyal und immer auf das Wohl von anderen bedacht. Gleichzeitig beweist sie aber auch so viel Stärke und hinterfragt alles.
    Der Kontrast zwischen Gegenwart und Rückblenden ist einfach herzzerreißend. Wenn man sieht, wo Amanda nach so viel Schmerz und Leid endlich angekommen ist, mag man gar nicht mehr in diese Schreckensmomente zurückgeworfen werden. Diese werden allerdings auch nicht allzu sehr vertieft, dienen eher einer Erinnerung, wie sich ihr Weg gestaltet hat.
    Doch auch die anderen Charaktere sind unglaublich facettenreich und man bekommt als Leser unglaublich viele Blickwinkel und Sichtweisen vorgetragen.
    Amandas Eltern, wie sie unterschiedlicher mit der Erkenntnis um das Leben ihrer Tochter nicht umgehen könnten, aber auch Freunde, die scheinbar bedingungslos lieben können und Stärke vermitteln, trotz ihrer ganz eigenen Probleme.
    Die Atmosphäre und Gespräche zwischen den Charakteren haben mir teilweise wirklich den Atem genommen, weil die Autorin Amanda so authentisch hat wirken lassen, dass es sich angefühlt hat, als würde man diese Momente mit ihr gemeinsam erleben.

    „Wir sind doch alle kompliziert.“ Er kratzte sich an der Schläfe.
    „Nicht so wie ich. Ich habe eine Vergangenheit, okay? Und mit der möchtest du ganz sicher nichts zu tun haben.“
    „Wir haben alle eine Vergangenheit. Das heißt nicht, dass wir keine Zukunft haben können.“

    Trotz dessen, das mir das Buch so gut gefallen hat, haben mich doch auch einige Klischees gestört. Der Ablauf war ziemlich vorhersehbar und kam, wenn auch sehr emotional, eben nicht überraschend. Es hat sich alles so unglaublich gut gefügt, wie dies nur in einer Teenie Romanze sein konnte.
    Dadurch war der Spannungsbogen eher gering gehalten, zumindest ging es mir so, da ich schon ahnen konnte, worauf das alles hinauslaufen wird.
    Genauso fand ich den „Werdegang“ doch sehr glimpflich geschildert, was er leider zu 98% wahrscheinlich nicht ist.
    Hier hat mich jedoch die Autorin mit ihrem Nachwort sehr überrascht. Versteht mich nicht falsch, mir ist vollkommen bewusst, dass ich alles andere als ein Experte auf diesem Gebiet bin und da sicherlich niemandem was erzählen kann, aber ich bin einfach ein Fan der unverblümten Wahrheit.
    Meredith Russo hat sich aber so erklärt, dass sie Amanda den Lesern „einfach“ gestalten wollte, damit man von Anfang nie daran zweifelt, dass sie ein Mädchen ist, schon immer war und sich dadurch besser ins Geschehen hineinversetzen und vor allem nachempfinden kann.
    Diese Erklärung war für mich mehr als nur einleuchtend und ich selbst wäre da niemals drauf gekommen. Frau Russo weiß natürlich besser als die meisten Menschen, was dieser Weg bedeutet und was einem bevorsteht.

    Und zeitgleich hat auch genau das dazu geführt, dass alles umso realer gewirkt hat. Man lernt Amanda als das kennen, was sie schon immer war, ein Mädchen. Man kommt nicht einmal auf den Gedanken, dass das mal anderes gewesen hätte sein können und genau darum geht es auch. Den Menschen einfach diese eine Freiheit zuzustimmen, selbst zu entscheiden, wer man ist und sein möchte.
    Weder sexuelle Orientierung noch Geschlechterbestimmung geht irgendwen anderen, außer einem selbst, etwas an.
    Sexuelle Orientierung und Geschlecht sind keine Charaktereigenschaften, sie dienen keiner Beschreibung einer Persönlichkeit.
    Dein Körper, deine Entscheidung. Bis wir es jedoch an diesen Punkt geschafft haben, wird noch sehr, sehr viel Zeit vergehen.

    FAZIT

    Als ich Amanda wurde war einerseits so anders, als ich es erwartet hätte und zeitgleicfh hat es mir ncoh mehr gegeben. Einen Blickwinkel, den ich vorher nicht wahrgenommen habe, und eine Empathie, wie ich sie schon immer hätte haben sollen.
    Ich kann jedem diese Geschichte nur ans Herz legen, denn sie betrifft uns alle. Für mehr Offenheit und Toleranz anderen gegenüber.
    Einfühlsam und ganz besonders – eine klare Leseempfehlung!

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    BuechersuechtigesHerzs avatar
    BuechersuechtigesHerzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, das einfach jeder lesen sollte. Eine zerbrechliche Geschichte über Freundschaft, Liebe und dem Problem, anders zu sein,
    Ein tolles Buch, das einfach jeder lesen sollte!!!

    INHALT:Amanda hatte es bisher nicht leicht. Sie war früher ein Junge namens Andrew, der in der Schule nur gemobbt wurde. Nachdem sie nun Operationen hinter sich gebracht hat, möchte Amanda bei ihrem Vater ein neues Leben beginnen. Eine neue Schule, wo niemand weiß, wer sie mal gewesen ist. Doch dass sie sich gleich verliebt, damit hat sie nicht gerechnet...
    MEINUNG:Als ich zum ersten Mal von dem Buch auf der Messe hörte, war ich gleich Feuer und Flamme. Ich mag Bücher die sensible Themen Menschen näher bringen wollen. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel das Buch "George" von Alex Gino, das auch von einem Jungen erzählt, der lieber ein Mädchen wäre.Das Cover von "Als ich Amanda wurde" allerdings wäre mir eigentlich im Buchladen nicht direkt in die Hände gefallen, weil es irgendwie nicht nach Jugendbuch aussieht. Auch wenn das Cover zu dem schwierigen Thema passt, habe ich Amanda und ihre Geschichte bunter und viel normaler wahrgenommen.Der Einstieg gelang mir ganz leicht, das Buch hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt und nicht mehr losgelassen.Es wird erzählt, wie Amanda ein neues Leben beginnt und zwischendurch gibt es dann kurze Rückblicke und Erzählungen, wie es ihr bisher ergangen ist. Wüsste man diese Rückblicke nicht, wäre es eine ganz normale Geschichte von einem Mädchen, das zu ihrem Vater zieht, an eine neue Schule kommt, Freunde findet und sich verliebt.Doch wir als Leser wissen, wie schwer alles noch für Amanda ist und wie bemüht und zwiegespalten sie ständig ist, was die Wahrheit über ihre Identität angeht.Die Spannung im Buch ist kontinuierlich hoch, da man als Leser mehr weiß, als die Freunde von Amanda. Man sieht das Unglück quasi kommen, doch wann es da sein wird, weiß man nicht.Die Geschichte von Amanda hat mich sehr berührt. Auch wenn die Geschichte an einem Punkt beginnt, wo es ihr bereits besser geht, kann man sich als Leser gut vorstellen, wie schwer ihre Vergangenheit gewesen ist. Niemand sollte so fühlen müssen und für das was er ist so behandelt werden. Leider ist das heutzutage aber immernoch ein Thema, was mich immer wieder sehr traurig macht. Deswegen sind Bücher wie dieses sehr wichtig, um den Horizont von den Menschen zu erweitern, die sich mit solchen Themen nie auseinandersetzen.Ich habe jederzeit mit Amanda mitgefiebert, sie ins Herz geschlossen und am liebsten wäre ich ins Buch gestiegen, hätte ihre Hand genommen und ihr gesagt, dass wir das alles schaffen.Die Geschichte verläuft dann doch schon glimpflich ab, wie ich finde, ich denke die Realität ist meistens anders. Es war ein schönes Ende, doch das Nachwort der Autorin besagt, wie ich vermutet habe, dass sie das Thema etwas beschönigt hat, um es für die Allgemeinheit besser lesbar zu machen.
    FAZIT:Ein tolles Buch, das einfach jeder lesen sollte. Eine zerbrechliche Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und dem Problem, wenn man jemand anders ist.
    Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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    TheCoonvor 5 Monaten
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