Meredith Russo Als ich Amanda wurde

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Inhaltsangabe zu „Als ich Amanda wurde“ von Meredith Russo

Über die erste Liebe und die Angst, nicht akzeptiert zu werden

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel ...

Mich hat das Buch leider enttäuscht. Auf den letzten 50 Seiten passierte dann wirklich mal etwas, was auch zum Thema des Buch passte.

— eulenmatz

Ein tolles Buch, das einfach jeder lesen sollte. Eine zerbrechliche Geschichte über Freundschaft, Liebe und dem Problem, anders zu sein,

— BuechersuechtigesHerz

Ein ganz besonderes und wichtiges Buch!

— sternenbrise

Endlich ein Jugendbuch mit dem Thema Transsexualität! Sehr wichtig und aktuell, vor allem für jene die mehr erfahren möchten.

— Paularisierend

Ein ganz besonderes Buch, bei dem man die eigene Erfahrung spürt

— SillyT

So authentisch!

— krissysch

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    Als ich Amanda wurde

    krissysch

    14. January 2018 um 18:16

    Amanda ist transsexuell. Geboren als Andrew Hardy hat sie es auf einem langen und steinigen Weg geschafft, endlich zu dem Mädchen zu werden, das sie immer sein wollte. Doch weil sie in ihrer Heimatstadt nicht als Mädchen akzeptiert und von anderen angegriffen wird, zieht sie zu ihrem Vater. Dort weiß niemand von ihrer Vergangenheit als Junge und sie kann zum ersten Mal in ihrem Leben ein normales Mädchen sein. Bis sie sich verliebt. In Grant. Und mit ihm eine wunderschöne Zeit erlebt. Doch eines Tages wird sie ihm von Andrew erzählen müssen, oder?Endlich, endlich, endlich! Ein Jugendroman, in dem die Protagonistin transsexuell ist. Ich frage mich immer wieder, warum dieses Thema in der Jugendliteratur so selten aufgegriffen wird. In den letzten Jahren hat es schon einen wunderbaren Wandel gegeben und in immer mehr Büchern wird Homosexualität thematisiert. Ich hoffe wirklich, dass mit diesem wunderbaren Buch nun auch endlich weitere Sexualitäten nachziehen und mehr behandelt werden! Denn "Als ich Amanda wurde" zeigt ganz deutlich, wie wichtig, aber auch wunderschön solche Geschichten sein können. Schon von den ersten Seiten an war ich sehr begeistert. Amanda als Protagonistin ist unglaublich sympathisch und nachdem man nach und nach erfährt, was sie alles durchmachen musste, kann man absolut verstehen, dass sie sich ab und an in ihrem Schneckenhaus verkriecht. Dennoch gibt sie nicht auf und ist wirklich bewundernswert; ihre Geschichte einfach toll. Dabei ist die Geschichte alles andere als ein Märchen und zeigt unglaublich realistisch auf, wie wenig Akzeptanz für transsexuelle Menschen immernoch vorhanden ist. Besonders gut hat mir die Authentizität der Geschichte gefallen. Die Autorin Meredith Russo ist selbst Transgender, und das merkt man. Auch wenn sich ihre und Amandas Erlebnisse unterscheiden, wird schnell deutlich, dass sie selbst Erfahrungen hat und weiß, wovon sie schreibt. Auch die Reaktionen der Mitmenschen wirken sehr authentisch und wenig klischeehaft, was mir unheimlich gut gefallen hat. Hinzu kommt der wirklich tolle Schreibstil, der durch seine Leichtigkeit die Geschichte perfekt abrundet. Es ist durchweg spannend und ein auf und ab der Gefühle - so wechseln sich Szenen, in denen Amanda freudestrahlend mit ihren Freundinnen shoppen geht mit anderen, in denen sie wirklich verzweifelt ist, ab. Dazu tragen auch die Rückblenden bei, in denen man nach und nach von Amandas Vergangenheit erfährt und die Beweggründe für einen Umzug zu ihrem Vater deutlich werden. Aber ganz egal ob es sich um traurige, schöne, romantische, lustige oder erschreckende Szenen handelt - die Autorin schaffte es immer, mich zu packen und emotional völlig in diese Geschichte eintauchen zu lassen. Herausgekommen ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, bei der man mit Amanda von Anfang bis Ende mitfiebert. Manchmal habe ich mich gefreut, dass sie eine neue Freundin gefunden hat, dann war ich wieder erschrocken darüber, mit wie wenig Akzeptanz sie behandelt wird. Für mich hat Meredith Russo mit ihrem Buch wirklich alles richtig gemacht und nicht nur ein wirklich wichtiges Thema behandelt, sondern auch eine wunderbar emotionale Geschichte geschrieben, die mir noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben wird.

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  • Diese Geschichte geht unter die Haut!

    Als ich Amanda wurde

    MosquitoDiao

    14. December 2017 um 09:58

    Amanda ist einfach toll. Das hört sich jetzt vielleicht plump an, aber so schnell habe ich noch nie so viel Sympathie für einen Charakter verspürt. Sie ist unglaublich einfühlsam, loyal und immer auf das Wohl von anderen bedacht. Gleichzeitig beweist sie aber auch so viel Stärke und hinterfragt alles. Der Kontrast zwischen Gegenwart und Rückblenden ist einfach herzzerreißend. Wenn man sieht, wo Amanda nach so viel Schmerz und Leid endlich angekommen ist, mag man gar nicht mehr in diese Schreckensmomente zurückgeworfen werden. Diese werden allerdings auch nicht allzu sehr vertieft, dienen eher einer Erinnerung, wie sich ihr Weg gestaltet hat. Doch auch die anderen Charaktere sind unglaublich facettenreich und man bekommt als Leser unglaublich viele Blickwinkel und Sichtweisen vorgetragen. Amandas Eltern, wie sie unterschiedlicher mit der Erkenntnis um das Leben ihrer Tochter nicht umgehen könnten, aber auch Freunde, die scheinbar bedingungslos lieben können und Stärke vermitteln, trotz ihrer ganz eigenen Probleme. Die Atmosphäre und Gespräche zwischen den Charakteren haben mir teilweise wirklich den Atem genommen, weil die Autorin Amanda so authentisch hat wirken lassen, dass es sich angefühlt hat, als würde man diese Momente mit ihr gemeinsam erleben. „Wir sind doch alle kompliziert.“ Er kratzte sich an der Schläfe. „Nicht so wie ich. Ich habe eine Vergangenheit, okay? Und mit der möchtest du ganz sicher nichts zu tun haben.“ „Wir haben alle eine Vergangenheit. Das heißt nicht, dass wir keine Zukunft haben können.“ Trotz dessen, das mir das Buch so gut gefallen hat, haben mich doch auch einige Klischees gestört. Der Ablauf war ziemlich vorhersehbar und kam, wenn auch sehr emotional, eben nicht überraschend. Es hat sich alles so unglaublich gut gefügt, wie dies nur in einer Teenie Romanze sein konnte. Dadurch war der Spannungsbogen eher gering gehalten, zumindest ging es mir so, da ich schon ahnen konnte, worauf das alles hinauslaufen wird. Genauso fand ich den „Werdegang“ doch sehr glimpflich geschildert, was er leider zu 98% wahrscheinlich nicht ist. Hier hat mich jedoch die Autorin mit ihrem Nachwort sehr überrascht. Versteht mich nicht falsch, mir ist vollkommen bewusst, dass ich alles andere als ein Experte auf diesem Gebiet bin und da sicherlich niemandem was erzählen kann, aber ich bin einfach ein Fan der unverblümten Wahrheit. Meredith Russo hat sich aber so erklärt, dass sie Amanda den Lesern „einfach“ gestalten wollte, damit man von Anfang nie daran zweifelt, dass sie ein Mädchen ist, schon immer war und sich dadurch besser ins Geschehen hineinversetzen und vor allem nachempfinden kann. Diese Erklärung war für mich mehr als nur einleuchtend und ich selbst wäre da niemals drauf gekommen. Frau Russo weiß natürlich besser als die meisten Menschen, was dieser Weg bedeutet und was einem bevorsteht. Und zeitgleich hat auch genau das dazu geführt, dass alles umso realer gewirkt hat. Man lernt Amanda als das kennen, was sie schon immer war, ein Mädchen. Man kommt nicht einmal auf den Gedanken, dass das mal anderes gewesen hätte sein können und genau darum geht es auch. Den Menschen einfach diese eine Freiheit zuzustimmen, selbst zu entscheiden, wer man ist und sein möchte. Weder sexuelle Orientierung noch Geschlechterbestimmung geht irgendwen anderen, außer einem selbst, etwas an. Sexuelle Orientierung und Geschlecht sind keine Charaktereigenschaften, sie dienen keiner Beschreibung einer Persönlichkeit. Dein Körper, deine Entscheidung. Bis wir es jedoch an diesen Punkt geschafft haben, wird noch sehr, sehr viel Zeit vergehen. FAZIT Als ich Amanda wurde war einerseits so anders, als ich es erwartet hätte und zeitgleicfh hat es mir ncoh mehr gegeben. Einen Blickwinkel, den ich vorher nicht wahrgenommen habe, und eine Empathie, wie ich sie schon immer hätte haben sollen. Ich kann jedem diese Geschichte nur ans Herz legen, denn sie betrifft uns alle. Für mehr Offenheit und Toleranz anderen gegenüber. Einfühlsam und ganz besonders – eine klare Leseempfehlung!

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  • Ein tolles Buch, das einfach jeder lesen sollte!!!

    Als ich Amanda wurde

    BuechersuechtigesHerz

    26. November 2017 um 15:12

    INHALT:Amanda hatte es bisher nicht leicht. Sie war früher ein Junge namens Andrew, der in der Schule nur gemobbt wurde. Nachdem sie nun Operationen hinter sich gebracht hat, möchte Amanda bei ihrem Vater ein neues Leben beginnen. Eine neue Schule, wo niemand weiß, wer sie mal gewesen ist. Doch dass sie sich gleich verliebt, damit hat sie nicht gerechnet...MEINUNG:Als ich zum ersten Mal von dem Buch auf der Messe hörte, war ich gleich Feuer und Flamme. Ich mag Bücher die sensible Themen Menschen näher bringen wollen. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel das Buch "George" von Alex Gino, das auch von einem Jungen erzählt, der lieber ein Mädchen wäre.Das Cover von "Als ich Amanda wurde" allerdings wäre mir eigentlich im Buchladen nicht direkt in die Hände gefallen, weil es irgendwie nicht nach Jugendbuch aussieht. Auch wenn das Cover zu dem schwierigen Thema passt, habe ich Amanda und ihre Geschichte bunter und viel normaler wahrgenommen.Der Einstieg gelang mir ganz leicht, das Buch hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt und nicht mehr losgelassen.Es wird erzählt, wie Amanda ein neues Leben beginnt und zwischendurch gibt es dann kurze Rückblicke und Erzählungen, wie es ihr bisher ergangen ist. Wüsste man diese Rückblicke nicht, wäre es eine ganz normale Geschichte von einem Mädchen, das zu ihrem Vater zieht, an eine neue Schule kommt, Freunde findet und sich verliebt.Doch wir als Leser wissen, wie schwer alles noch für Amanda ist und wie bemüht und zwiegespalten sie ständig ist, was die Wahrheit über ihre Identität angeht.Die Spannung im Buch ist kontinuierlich hoch, da man als Leser mehr weiß, als die Freunde von Amanda. Man sieht das Unglück quasi kommen, doch wann es da sein wird, weiß man nicht.Die Geschichte von Amanda hat mich sehr berührt. Auch wenn die Geschichte an einem Punkt beginnt, wo es ihr bereits besser geht, kann man sich als Leser gut vorstellen, wie schwer ihre Vergangenheit gewesen ist. Niemand sollte so fühlen müssen und für das was er ist so behandelt werden. Leider ist das heutzutage aber immernoch ein Thema, was mich immer wieder sehr traurig macht. Deswegen sind Bücher wie dieses sehr wichtig, um den Horizont von den Menschen zu erweitern, die sich mit solchen Themen nie auseinandersetzen.Ich habe jederzeit mit Amanda mitgefiebert, sie ins Herz geschlossen und am liebsten wäre ich ins Buch gestiegen, hätte ihre Hand genommen und ihr gesagt, dass wir das alles schaffen.Die Geschichte verläuft dann doch schon glimpflich ab, wie ich finde, ich denke die Realität ist meistens anders. Es war ein schönes Ende, doch das Nachwort der Autorin besagt, wie ich vermutet habe, dass sie das Thema etwas beschönigt hat, um es für die Allgemeinheit besser lesbar zu machen.FAZIT:Ein tolles Buch, das einfach jeder lesen sollte. Eine zerbrechliche Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und dem Problem, wenn man jemand anders ist.Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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  • Ein Buch, das einem die Augen öffnet..

    Als ich Amanda wurde

    Zalira

    16. November 2017 um 16:50

    Etwas das in den letzten Jahren auffällt ist, dass sich Autoren immer öfter mit LGBT Charakteren auseinandersetzen. Meredith Russo bringt in dem Buch viele ihrer eigenen Erfahrungen oder Gedanken ein, die sie selbst als Transgender gemacht hat.Bei „Als ich Amanda wurde“ lernt man ein Mädchen kennen, das einen Neustart im Leben wagt. Aus Sicht einer Transgender Figur merkt man erst, wie schwierig es einem Gesellschaft und Mitmenschen oft machen. Es ist manchmal schon eine Herausforderung sich selbst zu finden, zu akzeptieren und mit den eigenen Gedanken oder Gefühlen fertig zu werden, um dann zusätzlich noch mit denen anderer konfrontiert zu werden. Noch dazu zeigen Leute in mancher Hinsicht eine Engstirnigkeit und Gewalttätigkeit, wenn es um etwas geht, das sie nicht verstehen oder kennen.„Meine Finger waren schon ganz taub vor Kälte, aber die Hauptfigur in meinem Spiel hieß Amanda und war schön und stark und es beruhigte mich, ihr dabei zuzusehen, wie sie die Monster tötete.“ (S. 59)Als Leser begleitet man Amanda bei dem Wechsel auf eine neue Schule, wo sie keiner als ehemaligen Jungen erkennt. Sie wirkt zu Beginn noch sehr schüchtern und hat Angst, jemand könnte ihr ihre Vergangenheit ansehen und in ihr den Jungen sehen. Sie entwickelt aber eine enorme Stärke und ist damit auch eine Figur, die meiner Meinung nach anderen Jugendlichen mit ähnlicher Geschichte Mut macht. Ich habe Amanda jedenfalls sehr schnell lieb gewonnen und das Buch bietet dem Leser auch eine andere Sicht der Dinge.Abgesehen von der Transgender Thematik ist das Buch jedoch ein typisches Jugendbuch und Highschool Hintergrund. Es geht um Familie, Freundschaft und die erste Liebe.Das Buch ist spannend aufgebaut, sodass man auch zügig durchkommt. Und obwohl ich dachte, dass es sehr vorhersehbar sein könnte, haben mich doch einige Ereignisse überrascht. Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin Meredith Russo ihre Geschichte noch einmal sehr gut ab. Ein unglaublich interessantes schönes Buch, das man gelesen haben sollte.Einen großen Dank an den dtv Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Hier bei der Buchstabenstadt legen wir aber großen Wert auf eine eigene Meinung, sodass meine Rezension unbeeinflusst bleibt.

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  • Interessantes Thema

    Als ich Amanda wurde

    Yvonne_93

    03. November 2017 um 19:16

    Ich habe im Vorfeld sehr viel gutes über das Buch gehört. Wahrscheinlich zu viel. Meine Erwartungen waren hoch, ich stellte mich auf ein emotionales Buch ein. Es passiert nicht oft, dass ich bei Büchern weine, aber wer weiß? Von Tränen oder nur feuchten Augen war ich beim Lesen aber meilenwert entfernt. Es ist schade, weil das Thema wirklich interessant ist, nur konnte mich das Buch einfach nicht berühren.  An dem Buch mochte ich, dass man viel über Amandas Inneres erfährt, den Weg und Kampf bis in ihr heutiges Ich. Die Kombination aus  Gegenwart und Flashbacks bot eine vielfältige Erzählung und auch ihre Verhaltensweisen konnte ich aufgrund persönlicher Mobbing Erfahrung nachvollziehen und waren logisch. Trotzdem gab es zwei Sachen, die mich so massiv gestört haben, dass ich das Buch nicht richtig gut finden kann und die sich mit einem Wort zusammen fassen lassen:Oberflächlichkeit. Ja, wir erfahren viel über Amandas Gefühlswelt und ihre Gedanken. Aber ihre Beziehung zu ihrem Vater, den Freundinnen und Grant bleiben oberflächlich, und klischeehaft, der Plot stagniert. Das Ende fand ich deswegen ärgerlich, weil ich es mir als Plotpunkt zwischen Anfang und Mitte oder zumindest als Höhepunkt gewünscht hätte. Das Ende wäre für mich der eigentlich interessante Plot gewesen (den ich vom Klappentext her auch erwartet habe), der aber eben viel zu spät und zu kurz kam. So hat mich das Buch eher enttäuscht zurückgelassen. Sehr schön (und für mich persönlich berührender als der Roman selbst) war das Schlusswort der Autorin. Wichtige und schöne Worte! Fazit: Interessantes Thema, aber die Tiefgründigkeit bleibt in der Charakterdynamik auf der Strecke und der für mich interessanteste Teil des Plots passiert für mich auf den letzten 5 Seiten.

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  • Eine neue Welt

    Als ich Amanda wurde

    Kathaaxd

    19. October 2017 um 17:48

    Ich bin sehr beeindruckt von diesem Buch. Mit diesem Buch habe ich das Leben einer Transgender-Frau miterlebt und es war sehr faszinierend. Vorallem da der/die Autor/in hier selbst aus eigener Erfahrung schreibt. Meredith Russo gewährt uns einen Einblick in die Gefühlswelt von Amanda, die vorher einmal Andrew war. Als Leser wird man somit mit Gefühlen, Ängste und Zweifel konfrontiert. Anfangs lernen wir erstmal Amandas Kindheit kennen, die man als eine kurze Rückblende lesen kann. Man erfährt was jede einzelne Lebensstufe für sie bedeutet und wie sie durch Mitmenschen leiden muss. Sie möchte ein neues Leben in Lambertville Anfangen. Mir war Amanda gleich symphatisch, auch ihre Entscheidung nun eine Frau zu werden, konnte ich gut nachvollziehen. In ihrem neuen Zuhause entwickelt sie sich und wird als Amanda aufgenommen. Sie findet schnell Freundinnen und sie wird nicht gehänselt. Doch niemand weiß auch über ihre Vergangenheit bescheid und niemand weiß das sie ein Transgender ist. Ich fand es toll, wie sie aufblüht und wie sie immer mehr vertrauen in Mitmenschen gewinnt.  Sie verliebt sich sogar in einen Jungen namens Grant. Grant war mir auch ein symphatischer Junge. Er hat definitiv sein Herz am rechten Fleck. Grant hat Amanda nicht verurteilt, doch bei Amanda kommen zweifel auf, ob sie ihm ihre Vergangenheit erzählen soll. Nach und nach kommen dabei auch noch einige andere Geheimnisse ins Licht. Vorallem haben Amandas Freundinnen auch ihre Geheimnisse. Ich fand alle Charakter in diesem Buch herzlich und symphatisch, bis auf die Mitmenschen aus Amandas Vergangenheit.  Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Die Autorin hat sich hier nicht nehmen lassen, ein Nachwort an die Transgender zu schreiben. Ich fand das Buch spannend und konnte es nicht aus der Hand legen. Aus der Sicht einer Transgender zu lesen, war etwas neues für mich, ich habe mit diesem Buch eine neue Welt betretten. Man wird hier wirklich mit vielen Zweifeln und Gefühlen konfrontiert. Da man die ganze Zeit aus Amandas Sicht liest und das in der Ich-Perspektive, konnte man ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Ich habe das Buch echt gerne gelesen und bin auch gespannt, ob die Autorin noch Geschichten über Transgender veröffentlicht.

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  • Sehr wichtiges Buch!

    Als ich Amanda wurde

    sternenbrise

    18. October 2017 um 10:37

    Titel: Als ich Amanda wurdeAutor: Meredith RussoVerlag: dtvGenre: RomanISBN: 978-3-423-71749-6Seitenanzahl: 304Preis: € 10,95 [D], € 11,30 [A]Vor dem BuchVor dieser Rezension habe ich etwas Angst. Das Buch beschäftigt sich mit einem besonderem Thema, das leider zu selten aufgegriffen wird: Transgender. Angst habe ich davor, etwas falsch zu benennen; falsch zu sagen, da ich mich nicht wirklich mit den Begriffen auskenne. Auch kann ich mich mit Amanda nicht identifizieren und somit nicht sagen, ob Denk- und Handlungsweisen realistisch dargestellt wurden. Ich kann nur beurteilen, ob es sich authentisch anfühlt. Die Autorin des Buches ist jedoch selbst Transgender und man kann natürlich davon ausgehen, dass die Protagonistin und ihre Gedanken somit in der Hinsicht Transgender glaubhaft dargestellt wurden. Aber auch Russo geht nochmals darauf ein, dass jeder Mensch anders fühlt und somit nicht jeder Transgender wie Amanda denkt. KlappentextÜber die erste Liebe und die Angst, nicht akzeptiert zu werdenAmanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel …Quelle: dtvMeine MeinungIch war auf Als ich Amanda wurde sehr gespannt, da das Buch ein Thema aufgreift, welches meines Wissens nach selten in Büchern behandelt wird. Auch dass es als Jugendbuch geschrieben wurde, finde ich wichtig. Denn in der Jugendphase versucht man herauszufinden, wer man ist und später sein möchte.Als ich Amanda wurde hat mich oft fast zum Weinen gebracht. Amanda muss einen schweren Weg gehen, um zu dem Mädchen zu werden, was sie sein möchte. Sie wird von ihren Mitschülern aufs übelste gehänselt und gemobbt. Ihr Vater kommt nicht mit ihr zurecht und sie hat nur ihre Mutter, die zu ihr steht.Doch dann bekommt sie eine neue Chance und kann ein neues Leben beginnen. Das Buch nimmt im Mittelteil den Verlauf eines normalen High School Buchs auf. Freundschaft, Liebe, erste Erfahrungen und das ganz normale Teenagerleben spielen eine wichtige Rolle. Bloß mit dem Unterschied, dass Amanda nun mal eine ganz besondere Vergangenheit hat, von der niemand weiß. Dass der Fokus nicht nur auf Amandas Entwicklung liegt, sondern auch auf ihrem Umfeld, finde ich sehr gut. Sie findet Freunde, die auch ihre kleinen Geheimnisse haben. Ihre Freundinnen habe auch ich schnell ins Herz geschlossen.Und im Buch spielt ein gewisser Konflikt eine wichtige Rolle. Muss man die Vergangenheit preisgeben? Oder braucht niemand davon zu erfahren? Ich finde dieser Konflikt wurde sehr gut und glaubhaft dargestellt. Muss man jedes Geheimnis sofort miteinander teilen?Aber auch die Entwicklungen, die die Charaktere durchgehen, sind bemerkenswert. Amanda steht immer mehr zu sich selbst. Sie muss viel durchstehen, aber man merkt schnell, dass sie ein sehr starkes Mädchen mit einem noch stärkeren Willen ist. Ihre Freunde und Familie lernen immer mehr dazu und sehen ein, dass Amanda perfekt ist, wenn sie so ist wie sie ist.Wie Amandas Leben zu Beginn aussieht, erfährt der Leser in einigen Kapiteln, die in der Vergangenheit spielen. Hier wird nichts beschönigt. Amanda hatte ein zuvor schweres Leben und musste viel durchmachen. Das waren die Stellen, bei denen mir das Lesen schwer fiel, da mir Amanda so Leid tat. Ich wollte ihre Klassenkameraden anschreien und Amanda trösten.Durch diesen Punkt, das nichts beschönigt wurde, hat sich die Geschichte für mich sehr authentisch angefühlt. Ich kann nachvollziehen, dass Amandas Wunsch für die Eltern schwer zu verarbeiten ist. Aber ich konnte auch nachvollziehen, dass Amanda ein neues Leben beginnen möchte, dass sie sie selbst sein möchte.Das Buch handelt davon, seinen Platz im Leben zu finden und der Mensch zu sein, der man sein möchte. Ob Frau oder Mann. Jeder möchte so akzeptiert werden, wie er ist und niemand hat zu bestimmen, wer du bist und wie du dich verhalten sollst. Man selbst muss sich wohl und glücklich fühlen. Und wie dein Leben aussieht, kannst nur du selbst bestimmen. Die Umsetzung des Themas hat mich sehr mitgenommen und bewegt. Ich kann mit gut vorstellen, dass Meredith Russo viel ihrer eigenen Vergangenheit in diesem Buch verarbeitet hat.Das Buch hat nur knapp 300 Seiten, aber alles Wichtige wurde erwähnt und mir war kein Teil der Geschichte zu kurz. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Geschichte fesselnd und so hat man das Buch in kurzer Zeit gelesen. Doch auch wenn es so kurz ist, bleibt die Geschichte hängen, man wird das Buch nicht so schnell vergessen. Und vielleicht sehen manche Menschen ihre Mitmenschen mit anderen Augen.FazitAls ich Amanda wurde ist ein Buch, das sich mit einer wichtigen Thematik beschäftigt. Das Buch kann dem Leser, er muss nicht Transgender sein, Mut machen. Leider gibt es noch viele Menschen, die andere verurteilen und das ist schade. Das Buch führt den Leser in die Gefühlswelt eines Transgenders ein und öffnet einem die Augen. Ich kann es wirklich nur empfehlen.https://sternenbrise.wordpress.com/2017/10/18/rezension-als-ich-amanda-wurde-meredith-russo/

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  • Ein Buch, das mich berühren konnte

    Als ich Amanda wurde

    SillyT

    08. October 2017 um 14:01

    Als Amanda zu ihrem Vater in ein kleines Örtchen in Tennessee zieht, weiß niemand dort etwas von ihrer Vergangenheit. Das junge Mädchen hat nämlich schon einige Erfahrungen hinter sich, unter anderem ein Selbstmordversuch vor drei Jahren. Dieser hatte auch einen Hintergrund, den Viele in ihrer Umgebung nicht verstanden, denn Amanda war damals noch Andrew. Ein Mädchen gefangen im Körper eines Jungen. Doch Amanda hat es geschafft und hat ihre Angleichung vom Jungen zum Mädchen hinter sich. In ihrer Heimat stösst sie auf Missverstädnis und wird mehr als einmal angegangen und verprügelt. Bei ihrem Vater zu leben, scheint die letzte Lösung ihres Problems. Hier fühlt sie sich zum ersten Mal glücklich und verstanden, auch wenn niemand ahnt, wer sie ist. Als sie Grant kennenlernt, verliebt sie sich zum ersten Mal und es scheint, als wäre sie endlich angekommen.Meine Meinung: Zufällig entdeckte ich dieses Buch auf Facebook in einer Werbung für eine Blogtour. Das Thema Transgender ist mir noch nie in einem Buch begegnet und ich fand es gleich so interessant, dass ich hier einfach mehr erfahren musste. Ich muss sagen, dieses Buch ist etwas ganz besonderes, denn die Autorin Meredith Russo, selbst eine Transgender, widmet sich hier mit sehr viel Gefühl dem Thema und man spürt, dass hier viele eigene Gedanken und Emotionen mit eingeflossen sind. Die ein oder andere Freiheit hat sich die Autorin herausgenommen, in dem sie hier z. B. Amanda schon als Teenager die Anpassung des Geschlechts zugesteht, aber ich denke, dadurch wird vor allem der Bereich Mobbing noch einmal eindrücklicher und intensiver und auch jüngere Leser können sich hier sehr gut in das Geschehen einfühlen und vielleicht auch so manch eine Handlung überdenken.Wie dem auch sei, Als ich Amanda wurde ist eine fiktive Geschichte und doch konnte diese mich völlig in ihren Bann ziehen. Meredith Russo hat einen sehr gefühlvollen, weichen Schreibstil und versteht es sehr gut, mit wenigen Worten Gefühle und Gedanken zu beschreiben. Sie schreibt sehr flüssig und gut verständlich und auch wenn ich zugeben muss, dass ich diese tief liegenden Gefühle und Gedanken in einem fremden Körper zu sein, nicht wirklich begreifen kann, schafft es die Autorin, es einfach auch für Aussenstehende klar zu machen.Richtig gut gelungen sind die verschiedenen Rückblicke auf Situationen, die Amanda leider erleben musste. So erzählt sie von dem häufigen Unverständnis ihrer Mitschüler, über das Mobbing, das man an ihr ausübte, aber auch über die Ablehnung oder eher das Unverständnis der eigenen Familie. Dies alles klingt so absolut authentisch, dass für mich Amanda richtig greifbar wurde. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, allein weil ich die ganze Zeit hoffte, dass es Amanda in ihrem "neuen" Leben bei ihrem Dad gelingen würde, wieder glücklich und frei zu sein.Amanda erzählt hier in der Ich-Perspektive und dadurch fällt es sehr leicht, sich mit ihr verbunden zu fühlen und die Welt durch ihre Augen zu betrachten. Sie wurde mir richtig nahe gebracht und ich fühlte mich so wohl mit ihr, dass ich mir gut vorstellen könnte, mit Amanda befreundet zu sein.Amanda ist nämlich durchweg eine besondere Protagonistin, nicht nur, dass sie im falschen Körper geboren wurde und dadurch auf viel Missverständnis in ihrer Umgebung trifft, macht sie zu etwas besonderem, sondern eher ihre Art. Sie ist ein wirklich toller Mensch, der ohne jemanden zu verurteilen das Gegenüber annimmt. Ich habe mich absolut mit ihr mitfreuen können, dass sie an der neuen Schule so gut angenommen wird und endlich, zum ersten Mal in ihrem Leben, auf gleichaltrige Freunde trifft. Amanda ist durchweg etwas besonderes und konnte mich mit ihrer liebevollen Art mitnehmen in ihrer Geschichte.Aber auch die Nebencharaktere sind hier glaubwürdig und gelungen. Zwar legt Meredith Russo hier nicht so sehr den Tiefgang in den Vordergrund, lässt sie dafür aber absolut glaubhaft agieren und interagieren. Sei es Amandas Vater, den ich hier ebenso verstehen konnte, wie auch Amandas Mutter und die hier kurz, aber intensiv ihre persönlichen Eindrücke Amanda schildern. Auch die Teenager an ihrer Schule sind gut dargestellt und hier konnte Amanda zum ersten Mal erleben, dass auch hier manch einer etwas zu verbergen hat. Bee, Amandas beste Freundin, hat in mir sehr widersprüchliche Gefühle hervorgerufen. Warum möchte ich allerdings nicht verraten.Mein Fazit:Ein Buch, dessen Umsetzung mir sehr gut gefallen hat und mit dem Meredith Russo sehr gut die Gefühlswelt Amandas dargestellt hat. Diese Geschichte zeigt wieder einmal sehr eindrücklich, dass Menschen immer noch verurteilen und nicht mit anderen umgehen können, wenn diese nicht dem Standard entsprechen. Akzeptanz sollte doch eigentlich in unserer Zeit möglich sein, aber leider ist es immer noch so, dass anders zu sein, ausgrenzt. Ich hoffe, dass dieses Buch noch viele Menschen erreicht, allein um zu zeigen, dass da ein Mensch hinter dem anders sein steckt, der einfach nur, wie jeder, akzeptiert und geliebt werden möchte. Das Buch ist dank der jungen Protagonistin auch durchaus für jüngere Leser geeignet, aber auch mich konnte die Autorin mit ihrer Geschichte abholen, überzeugen und fesseln.

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  • Eine spannende Geschichte mit interessanter Thematik!

    Als ich Amanda wurde

    Nadinini

    28. September 2017 um 10:39

    Als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour mitmachen will, musste ich einfach ja sagen und war unglaublich froh, dass ich dabei sein durfte! Dieses Buch hatte mich schon vorher angesprochen und vor allem die Thematik wird nicht oft behandelt und war deshalb umso mehr ein Grund, das Buch zu lesen. Letztendlich bin ich wirklich froh, dass ich das Buch gelesen habe - nicht nur, dass ich nun das Gefühl habe es wirklich zu verstehen, ich habe das Buch auch noch in einem Tag durchgelesen, weil ich nicht aufhören konnte!Amanda ist wirklich eine besondere Protagonistin, was nicht nur der Tatsache zu verdanken ist, dass sie transsexuell ist, sondern auch der, dass sie sich von einem sehr angreifbaren Menschen in jemanden verwandelt, der stark und unabhängig ist und sich vor allem nicht unterkriegen lässt. Mir hat diese Entwicklung sehr gut gefallen und besonders wichtig war mir, dass es realistisch bleibt und nicht zu sehr ins 'Schöne' aber eben auch nicht zu sehr ins 'Schlechte' gezogen wird.Tatsächlich finde ich, dass das Thema gut umgesetzt wurde, auch wenn man natürlich merkt, dass es eher für Jugendliche geschrieben wurde. Meiner Meinung nach wird es hier gut gemacht und ist für alle, die sich mal ein wenig in dieses Thema einfinden möchten ein guter erster Schritt. Vor allem durch die Gedanken von Amanda und den Weg von Andrew zu Amanda bekommt man eine ungefähre Ahnung davon, wie hart dieser Weg sein kann und was für ein Schritt es ist, sich selbst als richtig zu empfinden.Immer wieder sind mir während des Lesens die Tränen gekommen und ich konnte einfach nicht verstehen, wie man so mit jemandem umgehen kann, wie diese Jugendlichen es in der Geschichte mit Amanda tun. Ich war schockiert, wusste aber auch, dass es Realität ist und sogar noch schlimmer sein kann. Dafür habe ich nach wie vor kein Verständnis und es hat mich auch diesmal wieder wütend gemacht, was aber umso mehr zeigt, dass das die Protagonistin echt rüberkommt.Auch die Nebencharaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet worden. Alle haben ihre Probleme und obwohl auch etwas Highschooldrama eingearbeitet ist muss ich sagen, dass mir vor allem Layla, Anna, Chloe, Bee und Virginia gut gefallen haben! Sie stehen Amanda alle auf eine andere Art bei und obwohl man auf 300 Seiten nicht wahnsinnig viel Tiefgang aller Charaktere erwarten kann, ist es hier gut gelungen. Auch Grant und Parker sind gut ausgearbeitete Charaktere und die Eltern von Amanda darf man natürlich auch nicht vergessen.Der Fokus der Geschichte liegt natürlich auf der Entwicklung Amandas, aber - wie man dem Klappentext gut entnehmen kann - auch auf der Liebesgeschichte. Mir war von Anfang an klar, dass es dementsprechend jugendlich verpackt wird, allerdings hat man hier tatsächlich Tiefgang gefunden und ich finde, dass man so nicht nur unterhalten wurde, sondern wirklich auch verstehen konnte, wie es jemandem gehen muss, der sich in dieser Form verändert und sich erst dann wohlfühlen kann. Toleranz, Liebe und Unterstützung sind hier ganz zentrale Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben!Fazit:Die Protagonistin Amanda konnte mich mit ihrer Geschichte definitiv für sich gewinnen und durch ihre besondere Art voll und ganz von sich überzeugen! Was mich etwas gestört hat war, dass ich in der Geschichte nie genau wusste, wieviel Zeit Amanda bereits mit ihren Freunden verbracht hat und so etwas verwirrt war, dass die Freundschaften schon so eng zu sein schienen. Andererseits konnte ich die Bindungen auch erst später wirklich nachvollziehen. Abgesehen davon mochte ich es aber sehr gern, wie die verschiedensten Ereignisse die Charaktere zusammengeschweißt haben und Amanda für sich selbst immer einen Schritt weitergehen konnte. Ob in Bezug auf die Liebesgeschichte oder die Freundschaften, die Protagonistin musste Hindernisse überwinden und letztendlich ihr eigenes Ich entdecken und das ist hier unheimlich schön und bewegend umgesetzt. Vor allem der Begriff Toleranz nimmt in Zusammenhang mit der Transsexualität eine große Rolle ein, die - meiner Meinung nach - nicht übersehen werden sollte, denn es führt dem Leser vor Augen, dass Vourteile leider viel zu oft das Denken beherrschen. Die Geschichte im Gesamtpaket betrachtet verdient von mir auf jeden Fall die 4 Federn, denn ich habe sie unheimlich gern gelesen und jetzt ein besseres Bild, allerdings hat es mir doch noch etwas mehr an Tiefgang gefehlt und es ging mir manchmal einfach etwas zu schnell.

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  • Eine mitreißende Geschichte über ein tolles Mädchen

    Als ich Amanda wurde

    Swiftie922

    22. September 2017 um 12:41

    INHALT :Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel ...Quelle : dtvMEINUNG :In" Als ich Amanda wurde" geht es um Amanda, die nicht immer Amanda war.Sie hat die Hormontherapie und die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater möchte sie einen Neuanfang machen und dann verliebt sie sich in einen Jungen. Beide vertrauen einander, doch was, wenn Amanda sich zu viel Zeit lässt?Amanda war früher Andrew und nun ist sie nach mehreren Operationen eine Frau. Sie hatte es nicht leicht und wurde deswegen an ihrer alten Schule gemobbt. Nun will sie bei ihrem Vater ein neues Leben anfangen.Grant ist der erste junge, der ihr auffällt und er wirkt sehr sympathisch und angenehm. Beide lernen sich kennen und es entsteht ein besonderes Band. Etwas scheint er zu verbergen vor ihr und sie weiß nicht, warum er nicht ehrlich ist.Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird aus der Perspektive von Amanda erzählt. Immer wieder erfährt man Rückblenden von dem Weg, den sie gehen musste und wie sie sich eingestanden hat sich, als Mädchen zu fühlen und nicht als Junge. Die Kulisse der Stadt von Tennessee macht neugierig und es erinnert mich an einige Sängerinnen aus dieser Stadt.Die Spannung und Handlung hat mich mit jeder Seite mehr in die Geschichte von Amanda mitgenommen. Durch Rückblenden erfährt man, wie Andrew es nicht leicht hatte, weil er immer irgendwie anders war, als die Kinder aus seinem Umfeld. Je Tiefer man hineinliest, erfährt man, dass er sich nie so wirklich als Junge gefühlt hat und er sich als Mädchen wohler fühlt. Es wird ein langer Weg, bis sich alles ändert und er komplett zu dem Mädchen wird, zu dem er werden will. Dabei bleibt Mobbing natürlich nicht aus und nicht von allen stößt er auf Verständnis. Nun als Amanda möchte sie einen Neuanfang wagen und bei ihrem Vater leben. Dort scheint sie zum ersten Mal Freundinnen zu finden und einen Jungen, der ihr sympathisch ist. Grant scheint selbst Probleme zu haben und ist nicht in allen Dingen ehrlich zu ihr. Auch mit ihrem Vater muss sie sich erst eingewöhnen, weil dieser nie so ganz verstanden hat, warum sein Sohn nicht einfach Jungs Sachen gemacht hat und jetzt wirklich ein Mädchen ist. Zusammen mit Grant erlebt eine schöne Zeit und dennoch hat sie Angst ihm ganz zu vertrauen mit ihrem Geheimnis, ihr früheres Leben. Kann sie sich ihm öffnen, bevor alles zu spät ist?Das Cover passt für mich perfekt auf Amanda und es spricht so viele Emotionen an.FAZIT :Mit „Als ich Amanda wurde“ gelingt der Autorin ein besonderer Transgender Roman, der mich mit jedem Kapitel mehr Amanda näher gebracht hat. Ihr Stil ist anders und zieht den Leser einfach mit in die Geschichte. Ich bin begeistert, wie Meredith Russo ihre eigene Erfahrung darin verarbeitet hat und freue mich auf weitere Bücher von ihr.

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  • Erste Liebe unter erschwerten Umständen

    Als ich Amanda wurde

    Lilli33

    15. September 2017 um 23:16

    Taschenbuch: 304 Seiten Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (8. September 2017) ISBN-13: 978-3423717496 empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren Originaltitel: If I was your Girl Preis: 10,95€ auch als E-Book erhältlich  Erste Liebe unter erschwerten Umständen Inhalt: Schon als Kind weiß Andrew, dass er eigentlich ein Mädchen ist. Doch wird er nicht als solches akzeptiert, sondern von seinen Klassenkameraden gemobbt und verprügelt. Auch der Vater hat große Probleme mit der Situation und trennt sich von seiner Familie. Nach einem gescheiterten Suizidversuch darf Amanda, wie sie sich nun nennt, endlich eine Hormonbehandlung beginnen und durch Operationen ihren Körper seinem wahren Geschlecht angleichen lassen. Amanda zieht schließlich zu ihrem Dad, um in dem Städtchen Lambertville, wo niemand sie und ihre Vorgeschichte kennt, neu anzufangen und auch wieder einen Draht zu ihrem Dad zu bekommen. Zum ersten Mal in ihrem Leben findet sie Freundinnen und ist glücklich. Als sie sich in Grant verliebt, könnte das Leben so schön sein, doch hängt ihr altes Ich wie ein Damoklesschwert über der Beziehung. Soll sie Grant sagen, dass sie früher Andrew war? Und wie wird er reagieren? Amanda zögert das klärende Gespräch immer weiter hinaus, bis es fast zu spät ist. Meine Meinung: Meredith Russo ist selbst eine Transfrau und weiß somit genau, worüber sie schreibt. Das merkt man dem Roman auch an. Sie ermöglicht uns so Einblicke in Amandas Gefühlswelt, lässt uns an ihren Ängsten und Zweifeln teilhaben, aber auch an ihren Hoffnungen und Zielen. Dass Amanda in der Ich-Form erzählt, kommt dem zugute. In kurzen Rückblenden lernen wir Amanda als Kind und als Teenager kennen, erleben, was die einzelnen Lebensstufen für sie bedeuten und wie sie unter der Intoleranz mancher Mitmenschen leiden muss. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Gegenwart, der Zeit in Lambertville, als Amanda einen Neuanfang wagt. Es ist toll mitzuerleben, wie die junge Frau von ihren neuen Klassenkameraden aufgenommen wird und schnell Freundinnen findet. Man sieht so richtig, wie sie aufblüht. Auch dass sie von Grant begehrt wird, tut Amanda so gut. Gleichzeitig fühlt sie sich aber sehr unsicher, weil sie nicht weiß, ob er sie auch noch mögen würde, wenn er über ihre Vergangenheit Bescheid wüsste. Dabei wirkt Grant eigentlich sehr sympathisch und aufgeschlossen. „Wir haben alle eine Vergangenheit. Das heißt nicht, dass wir keine Zukunft haben können.“ (Grant zu Amanda, S. 89) Schließlich haben auch Grant und Amandas neue Freundinnen ihre Geheimnisse, die erst nach und nach offenbart werden. Auch Homosexualität und die Meinung der Kirche zu von der Norm abweichenden Identitäten werden hier am Rande gestreift. Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Erzählung vermag einen zu fesseln, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Da einem Amanda sehr sympathisch ist, will man auch einfach wissen, wie es mit ihr weitergeht, und so liest man immer noch ein Kapitel und noch ein Kapitel. Besonders gut haben mir auch die beiden Nachwörter, die sich an Cisgender bzw. Transgender richten, gefallen. Natürlich habe ich beide gelesen  😉 und das ist auch gut so, denn man erfährt darin auch wieder Wissenswertes über die jeweils andere Gruppe von Menschen. Fazit: Ein tolles Jugendbuch, das Transgendern Mut machen kann und Cisgender in das Thema einführt. Dabei ist es aber auch eine nette Liebesgeschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. ★★★★★ Herzlichen Dank an den dtv Verlag, der mir ein Exemplar dieses Buches zur Rezension zuschickte.

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  • Amanda

    Als ich Amanda wurde

    Si-Ne

    13. September 2017 um 17:11

    Fazit:Ein wirkliches Herzensbuch, welches einem die Transexualität näher bringt. Und wie froh man sein kann, wenn man im richtigen Körper geboren worden ist. Amanda ist das nicht, sie war früher Andrew und es fällt ihr manchmal echt schwer. Auch die Ablehnung ist sehr schwer.Bewertung:In diesem Buch geht es um Amanda, die früher Andrew war und jetzt zu ihrem Vater zieht um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Das ist aber nicht ganz einfach. Der Neuanfang läuft gut und sie kann sich gut als Mädchen integrieren, aber ob das so bleibt?Menschen die im falschen Körper geboren worden sind haben es wirklich schwer. Es gibt viele Vorurteile und auch religiöse Einsichten. Und dann noch das neue Leben. Amanda weiß z. B. manchmal einfach nicht, wie sie sich zu benehmen hat. Mädchen sind eben anderes als Jungs und reagieren daher auch anders. Jungs prügeln sich eher und Mädchen reden eben, was beides verletzend sein kann. CharaktereAmanda ist ziemlich schüchtern und eher verschreckt und ängstlich. Das liegt wohl an ihrer Vergangenheit. Sie war früher Andrew und hat einiges durchlebt, dadurch ist sie auch eher vorsichtig, obwohl sie manchmal einfach auf das gute Vertrauen möchte.Amandas Vater scheint ein sehr ruppiger Typ zu sein und hat ein sehr konservatives Bild. Er kam früher schon nicht mit der weiblichen Version von Andrew zurecht und findet daher auch den Umgang mit Amanda schwer.Amandas Mutter ist ganz anders als ihr Vater. Sie nimmt lieber eine glückliche Amanda in kauf, als einen toten Andrew. Sie möchte einfach, dass ihre Tochter glücklich ist und hat sie sehr lieb.An der neuen Schule hat sie auch einige Freunde gefunden. Bee, Anna, Layla und Chloe. Sie scheinen sehr nett und aufgeschlossen zu sein und integrieren sie in ihre Gruppe. Jeder für sich hat auch seine Geheimnisse, die diese verstecken. Jeder hat diese einfach. Sachen, für die man sich schämt, weil andere es nicht annehmen können.Am Anfang konnte ich Grant und Parker schwer auseinander halten, die beiden haben sich einfach vermischt in meiner Vorstellung. Aber das geht schnell vorbei. Parker ist eher aggressiv und versteckt seine Angst dahinter, jemand könnte was anderes entdecken. Grant ist da anders, einfühlsamer und nicht der typische Footballtyp. Er ist echt ein lieber und auch er hat seine Geheimnisse, die er versteckt.

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  • Bewegende Geschichte über eine bemerkenswerte junge Frau

    Als ich Amanda wurde

    Buchschatzjaegerin

    12. September 2017 um 12:39

    WORUM GEHT ES?Amanda hieß nicht immer Amanda. Geboren wurde sie als Junge namens Andrew, der sich jedoch schon immer irgendwie als Mädchen gefühlt hat. Nach einer Hormontherapie und einer Geschlechtsumwandlung ist aus Andrew nun endlich Amanda geworden. Um neu anzufangen und ihr letztes Jahr in der High School in Ruhe beenden zu können, zieht Amanda zu ihrem Vater nach Tennessee. Ihr Plan, sich dort rar zu machen und bloß ihren Abschluss zu machen, wird allerdings bereits am ersten Tag zerschlagen, weil sie als die Neue nun mal Aufmerksamkeit auf sich zieht.Bald hat Amanda Freundinnen und sogar einen Freund, etwas, das ihr bis dato immer verborgen geblieben war. Sie beginn ihr neues Leben zu genießen, hat allerdings immer mit der Angst zu kämpfen, dass andere etwas über ihre Vergangenheit erfahren. Was passiert, wenn alle, die ihr etwas bedeuten, erfahren, dass sie früher mal ein Junge war?REZENSIONAls ich Amanda wurde von Meredith Russo ist ein Roman, der das Thema Transgender behandelt. Die Autorin ist nämlich selbst transgender und hat ihre eigenen Erfahrungen in diesen Roman einfließen lassen. Gerade das hat mich sehr angesprochen, weshalb ich sehr neugierig auf Meredith Russos Roman war.Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht der 18-jährigen Amanda. In manchen Kapiteln reisen wir mittels Flashbacks ein paar Jahre zurück in Amandas Vergangenheit. So erleben wir Amanda als Andrew noch im Grundschulalter, aber auch als Teenager. Wir erfahren, wie früh Andrew eigentlich schon den Wunsch hegt hat, ein Mädchen zu sein und als ebendieses akzeptiert zu werden. Für mich waren gerade diese Flashbacks sehr interessant, da ich als Cisgender nicht weiß und nur raten kann, mit was für Problemen und Gefühlen ein Transgender zu kämpfen hat.Allerdings kommt auch hier gleich schon mein einziger Kritikpunkt, denn obwohl wir einiges über Andrews frühe Identitätsprobleme erfahren, hätte ich mir trotzdem noch mehr dazu gewünscht. Wie aus Andrew schließlich Amanda wurde, wird nur sehr leicht angekratzt. Es wird öfter mal erwähnt, dass Amanda ein komplettes Jahr in der Schule ausgesetzt und die Zeit Zuhause verbracht hat. Ich hätte gerade dazu gerne mehr erfahren. Wie war es, als die ersten körperlichen Veränderungen eintraten? Hatte sie keine Angst vor den Operationen zur Geschlechtsumwandlung? Ich hätte neben Virginia auch gerne andere Mitglieder dieser Selbsthilfegruppe für Transgender kennengelernt oder mitbekommen, womit andere Transgender zu kämpfen haben. Amandas Geschichte unterscheidet sich sicherlich auch von anderen.Mir ist bewusst, dass dies ein Jugendbuch ist und es vielleicht deshalb nicht so detailliert thematisiert wurde, es hätte mich persönlich aber eben doch sehr interessiert.Amanda hat sich schon immer als Mädchen gefühlt, was vor allem für ihren Vater schwer zu akzeptieren war. Auch jetzt merkt man noch, dass er immer noch dabei ist, damit klar zu kommen. Er gibt sich allerdings wirklich Mühe, Amanda zu akzeptieren, wie sie ist und gerade dann, als man ihr weh getan hat, handelt er wie ein Vater und will sie schützen.Was leider sehr realitätsnahe dargestellt wird, ist das Mobbing ihrer Mitschüler. Das beinhaltete nicht nur psychische Gewalt, sondern auch physische. Dadurch, dass sie immer nur auf Ablehnung gestoßen ist, hegt Amanda auch jetzt noch starke Selbstzweifel, die sie wohl nie ganz los wird.Das wird, wie ich finde, im Roman wirklich sehr gut deutlich gemacht. Es hat mich immer sehr berührt und mitgenommen, was Amanda alles erlebt hat, wie böse ihr Umfeld mit ihr umgegangen ist. Natürlich kann ich nicht nachvollziehen, was ein Transsexueller in diesen Situationen durchmacht, allerdings weiß ich ziemlich gut, wie hart es ist, von anderen nicht akzeptiert zu werden, weil man ihrer Meinung nach anders oder zumindest nicht genauso wie sie ist. Aber dass es auch daraus einen Ausweg gibt, wird hier im Roman nochmal aufgezeigt.Angesprochen wird auch die Konflikte mit Religion, denn gerade im streng religiösen Süden der USA werden Transgender oder gar Homosexuelle von der Gesellschaft abgelehnt.Amanda hat nie die Erfahrung gemacht, wahre Freunde zu haben oder gar die große Liebe zu erleben. Doch bei ihrem Vater sollte sie diese Chance bekommen, denn niemand weiß hier von ihrer Vergangenheit. Es ist ein Neustart für sie, sie kann sich aber dennoch nicht richtig frei fühlen, weil sie immer wieder im Hinterkopf hat, dass irgendwer herausfinden könnte, dass sie mal ein Junge war und das allen wohl über aufstoßen würde. Deshalb hält sie es vorerst geheim, erwähnt es weder ihren Freundinnen, noch ihrem Freund Grant gegenüber.Umso schöner fand ich, was für tolle Freundinnen Amanda in Lambertville gefunden hat. Es hat mich wirklich sehr gerührt, wie selbstverständlich sie auf ihrer Seite standen, nachdem sie den ersten Schock verdaut hatten. Es zeigt nämlich wunderbar, dass es neben so viel Ablehnung auch Bestätigung oder gar Zuneigung geben kann.Ich fand es schön, wie gut man die Entwicklung von Amanda mitverfolgen konnte. Sobald sie von anderen aufgenommen wurde, ist sie richtig aufgeblüht und war glücklich. Sie ist offener geworden, auch wenn sie sich nie ganz geöffnet hat. Aber man hat gemerkt, wie sehr sie es versucht und allein das ist schon ein Fortschritt.Ohnehin hat mich die realistische Darstellung in dem Roman sehr oft berührt und mitgenommen. Ich konnte mir oft vorstellen, dass es genauso gut oder genauso schlecht abgelaufen sein könnte. Auch wenn die Welt heute weitaus offener ist, heißt das noch lange nicht, dass jeder akzeptiert wird. Genau das beweist der Roman nochmal aufs Neue. Es ist etwas, woran wir in unserer Gesellschaft auf jeden Fall noch arbeiten müssen.Am Ende des Romans gibt jeweils ein Nachwort für Cisgender, sowie ein Nachwort für Transgender. Aus Neugier habe ich beide gelesen und finde, dass jeder, der dieses Buch liest, genau das tun sollte, um zu verstehen, weshalb dieser Roman mit seiner Thematik so wichtig ist.Für mich ist Als ich Amanda wurde keine Liebesgeschichte in dem Sinne. Es geht natürlich um Amanda und Grant, dennoch würde ich sagen, dass es in erster Linie darum geht, wie Amanda mehr und mehr zu sich selbst findet und auch eine Richtung findet, in der ihr Leben in Zukunft verlaufen soll. Es ist essentiell wichtig, dass sie endlich auf Akzeptanz trifft und man merkt ganz deutlich, wie es sich positiv auf sie auswirkt. Es ist ein schönes Beispiel, von dem sich jeder inspirieren lassen sollte.FAZITAls ich Amanda wurde ist ein Roman, der an das Thema Transgender heranführt und schonungslos darüber berichtet. Die Autorin berichtet aus eigenen Erfahrungen, was man dem Roman definitiv anmerkt und gerade die Nähe zur Realität hat mich sehr bewegt. Eine tolle Protagonistin, sowie eine bunte Palette an Nebencharakteren bringen den Roman zum Leben. Abgesehen davon, dass ich mir doch noch etwas mehr über die Veränderungen in Amandas Leben gewünscht hätte, finde ich den Roman mehr als gelungen, weshalb es von mir vier von fünf Sterne gibt.

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  • Ein Buch über ein ganz besonderes Mädchen mit einer ganz besonderen Geschichte ! Leseempfehlung !

    Als ich Amanda wurde

    InaVainohullu

    08. September 2017 um 12:08

    Die erste große Liebe ist immer etwas ganz Besonderes. Auch für Amanda. Doch Amanda hat ein Geheimnis, eines, das diese erste besondere Liebe für immer zerstören könnte. Als mir das Buch auf der Leipziger Buchmesse im Frühjahr ans Herz gelegt wurde, da war ich unglaublich neugierig. Zum Einen weil ich gerne Liebesgeschichten lese, zum anderen, weil die Protagonistin ein ganz außergewöhnlicher Mensch und die Thematik die dieses Buch behandelt eine nicht Alltägliche ist. Amanda wurde als Junge geboren und unterzog sich nach einem Selbstmordversuch schließlich einer Geschlechtsumwandlung. Doch der Weg zu diesem neuen, zu diesem für sie richtigen ICH war ein sehr steiniger; ein harter Kampf, mit allerhand unschönen Ereignissen und Situationen, mit jeder Menge Spott und Mobbing. Denn der Mensch kann grausam sein, wenn er mit Dingen konfrontiert wird, die er nicht zuordnen kann oder mit denen er nicht weiß wie er umgehen soll. Statt sich damit auseinander zu setzen, geht man der Einfachheit halber auf Konfrontationskurs und versetzt den Betroffenen damit einen herben Stich. Besonders schlimm ist es, wenn dann auch noch der Rückhalt in der eigenen Familie fehlt. Während Amandas Mutter zu ihr steht, tut sich der Vater mit der Verwandlung des Sohnes/der Tochter unglaublich schwer. Erst als Amanda immense Gewalt in ihrer Heimatstadt erfährt, ist der Vater bereit sie auf seine Art zu unterstützen. Er nimmt sie bei sich auf und bietet ihr somit einen Neuanfang in einer völlig neuen Stadt. Und auch einen Neustart der Vater-Tochter-Beziehung. Amanda ist glücklich, denn hier kennt niemand ihre Vorgeschichte, sie wird als neue Mitschülerin akzeptiert und sogar einer der begehrtesten Jungs an der Schule verknallt sich Hals über Kopf in sie. Amanda erlebt die wohl beste Zeit ihres Lebens, sie kann unbeschwert sein und sich ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren, sie findet tolle Freundinnen und verliebt sich. Zum ersten Mal. So richtig. Doch über ihrer aufkeimenden Beziehung zu Grant liegt ein dunkler Schatten. Wie soll sie ihm sagen, das sie nicht immer das Mädchen war, für das er sie hält. Muss sie ihm überhaupt erzählen, das sie früher ein Junge war ?  Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist, das die Autorin selbst Transgender ist und somit ganz genau weiß wovon sie schreibt. Ich denke, das sie vielleicht einen Teil ihrer eigenen Erfahrungen vor, während und nach der Geschlechtsumwandlung in diesem Buch aufarbeitet, was das Ganze und vor allem Amanda als Charakter absolut authentisch macht. Sie ist ein tolles, starkes Mädchen, das mich echt beeindrucken konnte. Auch die Gestaltung und die Reaktionen der Nebencharaktere sind nachvollziehbar und wirken echt. Klar schrecken einen beim Lesen die negativen Reaktionen des Umfelds ab, aber ich halte sie für glaubwürdig, denn Menschen sind, wie oben schon erwähnt, oft ekelhaft im Umgang mit Dingen die sie nicht kennen. Mich hat "Als ich Amanda wurde" wirklich auf ganzer Linie überrascht. Ich finde es super, wie Meredith Russo hier eine zarte, leichte Liebesgeschichte, mit einem bisher sehr selten in Büchern auftretenden, aber doch wichtigen und ernsten Thema verknüpft. Zudem ist ihr Schreibstil unglaublich flüssig und das Buch so fesselnd geschrieben, das ich es an einem einzigen Tag ausgelesen hatte, weil ich mich einfach nicht lösen konnte. Ein Buch über ein ganz besonderes Mädchen mit einer ganz besonderen Geschichte ! Leseempfehlung !

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  • 10 Dinge, wieso ihr Als ich Amanda wurde lesen solltet

    Als ich Amanda wurde

    LillianMcCarthy

    06. September 2017 um 21:09

    Den Beitrag findet ihr hier:

    http://missfoxyreads.blogspot.de/2017/09/blogtour-als-ich-amanda-wurde-meredith.html

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