An sich ist es ja ein dritter Band und somit mitten in der Reihe, aber ich habe das Buch mal bei einem Sale gefunden und mir gedacht, Mythologieadaption ist immer noch Mythologieadaption und ich kann mir den Rest noch immer im Secondhandladen zusammensuchen.
Aber die Tatsache, dass die Beziehung zwischen Kara und Maximus als Beziehung zwischen einem Studenten und einem Professor gestartet hat, hätte mich eh abschrecken lassen. Das ist jetzt so absolut gar nicht mein Ding. Davon merkt man zum Glück im dritten Band nicht mehr viel, bis auf eine kurze Erwähnung. Generell lässt sich dieser noch immer sehr gut unabhängig vom Rest lesen. Wer also auch auf den gruseligen Teil der Geschichte verzichten möchte, bekommt mit dem Klappentext auch schon einen guten Überblick über den Startpunkt und kann bestens auch so dem Geschehen folgen.
Grund dafür ist auch zum Teil der sehr einfache Schreibstil. Ich konnte ohne grosse Mühe durch die Seiten fliegen und habe das Buch somit in kürzester Zeit durchgelesen. Das ist an sich ein Plus.
Der andere Grund ist eher negativ, denn das Buch ist wirklich sehr simpel gehalten. Genau das ist auch der Grund, weshalb man mit diesem Band starten kann und kaum was verpasst hat, wenn eben nicht viel passiert.
Besonders die Mythologieebene selbst ist absolut schwach gehalten. Der Hades ist mal wieder in typischer faul überlegter Manier nur die Hölle und nebst Zeus, Hades selbst und Hekate gibt es eigentlich nichts, was irgendwie an die Mythologie erinnern würde (die wenigen Erwähnungen, die es sonst gibt, bemerkt man kaum). Ändert man die Namen, würde man nichts mehr davon merken. Dann wäre es eine simple Geschichte darüber, wie einer in die Hölle reisen muss, um seine Freundin zu retten. Das ist mit Abstand das grösste Minus, denn es hat so einfach nichts mehr mit einer Mythologieadaption zu tun.
An sich ist es somit eine nette Höllengeschichte, wie man sie normalerweise eher von den klassischen Büchern um den Teufel und Ähnliches erwartet. Das ist an sich nicht schlecht, aber wenn man es nicht so erwartet, ist es eben dennoch enttäuschend, besonders weil die mythologische Unterwelt nicht so einseitig ist. Immerhin kommt man schnell durch und dass man die ersten beiden Bände überspringen kann, ist ebenfalls ein klarer Vorteil. Für mehr als drei Sterne reicht es aber trotzdem nicht.
































